Heute ist der 4. Mai und damit Star Wars Day – May the Fourth be with you! Das ist zwar ein ziemlich plattes Wortspiel, das eh’ nur in der englischen Sprache funktioniert, doch es ist gut genug, um diesen alten Scherz zu reaktivieren:

Der Todesstern existiert (und die Nasa versucht, dies mit Misinformation zu verschleiern)!
may4-5a_0
Von wegen “nur ein Saturnmond” – das ist ganz eindeutig eine Orbital Battle Station:
Death-Star-1

Dass es mal eine echte (wenn auch nicht notwendiger Weise ernst gemeinte) Petition an das Weiße Haus gab, bis spätestens 2016 mit dem Bau eines solchen Todessternes zu beginnen, darf dabei natürlich nicht unerwähnt bleiben – ebenso wie die durchaus humorige Begründung aus dem Weißen Haus, warum dieses Projekt nicht in Angriff genommen werde (leider nicht mehr auf der offiziellen Seite des Weißen Hauses zu finden, daher bitte hier klicken). Doch warum eigentlich nicht? Die Idee ist jedenfalls nicht wesentlich absurder als der Bau einer mexikanischen Grenzmauer (siehe hier unter Section 2 a) oder – wir erinnern uns – ein utopisches Raketenabwehrsystem im All, das ironischer Weise mit dem Spitznamen Star Wars belegt wurde. Wie ich schon zum 1. April angemerkt hatte: Wir leben leider in Zeiten, in denen das Bizarre normal zu sein scheint…

flattr this!

Kommentare (15)

  1. #1 schlappohr
    4. Mai 2017

    Derart bescheuerte Ideen gabs ja schon immer. Ich denke da an diesen aberwitzigen Plan von einer Riesenrakete, die von der Erde gestartet werden sollte, indem man kleine Atombomben darunter zündete. War in den 50ern irgendwann glaube ich. Dagegen zeugt die “Mexiwall” bestenfalls von der grandiosen Phantasielosigkeit einer Fönwelle.

  2. #2 tomtoo
    4. Mai 2017

    Tja wie ein bischen Recherche zeigt, gibt es für die verschwudene Webpage ja auch eine “logische” Begründung.

    http://starecat.com/content/wp-content/uploads/donald-trump-signed-death-star-construction-executive-order.jpg

    ; )

  3. #3 anderer Michael
    4. Mai 2017

    Die Aufregung um SDI hatte ich nie so richtig verstanden, es war eindeutig eine Verteidigungswaffe. Inzwischen verstehe ich die Gegenposition und Argumente zum SDI-Projekt.
    Wenn allerdings Iran oder gar Nordkorea über strategische Atomwaffen und Interkontinentalraketen verfügen, wünschte man sich wohl doch ein funktionierendes SDI. Die Logik der Abschreckung und die Berechenbarkeit der Politik gelten wahrscheinlich nicht bei diesen absonderlichen wunderlichen Staaten, hauptsächlich bei Nordkorea mache ich ein großes Fragezeichen. Und wenn iranische Atomraketen auf Europa gerichtet sind, werden wir erpressbar sein.

  4. #4 gedankenknick
    4. Mai 2017

    @schlappohr:
    Die Idee an sich ist gar nicht so blöde, wenn man den Antrieb erst im All aktiviert. https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearer_Pulsantrieb ; https://de.wikipedia.org/wiki/Orion-Projekt

    Ich zitiere mal: “Orion [nuklearer Pulsantrieb] ist eine der sehr wenigen Antriebstechnologien, die auf der Grundlage der heutigen technischen Praxis bereits einen Flug zu anderen Sternen ermöglichen würden.”

    Zumal man statt einer “Atombombe” bei fortschreitender Technologie eine Wasserstoff- Antiwasserstoff-Annihilation verwenden könnte, welche diese Antriebsart um noch einiges effizienter machen würde.

  5. #5 Stefan
    5. Mai 2017

    Zum Nuklearpulsantriebs-Projekt schon von der Erde startend, muss man dazu sagen, dass die Überlegung dahin ging, “saubere” Wasserstoffbomben dafür zu entwickeln und zu verwenden. Also Wasserstoffbomben, die keine Fisionsbombe zum zünden brauchen, sondern normalen Sprengstoff (ob das möglich ist, weiß man bis heute nicht, eben weil keine Notwendigkeit besteht, solche “sauberen” H-Bomben zu bauen [man will ja mit den heutigen Bomben eh Menschen umbringen]).

    Die Explosionswirkung wäre natürlich noch immer sehr groß. Aber es würde eben zu keiner Vertrahlung kommen.

  6. #6 Alderamin
    5. Mai 2017

    @Stefan

    Bis auf die Neutronen- und Gammastrahlung, die bei jeder Kernreaktion unvermeidlicherweise entstehen (und Neutronen machen wiederum die getroffene Materie radioaktiv, wenn auch nur schwach; dürfte dann wohl nur den Startplatz betreffen).

    Diese Art von Antrieb wäre wohl nicht besonders rückenverträglich für die Insassen, jeder Puls ein Tritt in den Allerwertesten. Weiß jemand zufällig, wieviele G da zustande gekommen wären?

  7. #7 Alderamin
    5. Mai 2017

    @anderer Michael

    Das Problem bei solchen Abwehrsystemen ist, dass sie einerseits keinen hundertprozentigen Schutz bieten können und schon ein einzelner durchgekommener Sprengkopf wäre verheerend, und mit geeigneten Täuschungsmaßnahmen ließen sie sich leicht verwirren.

    Zum anderen, wenn sie funktionierten würde dies sofort das Gleichgewicht des Schreckens zerstören und eine Seite übermächtig werden lassen, ihr die Chance für einen nicht vergeltbaren Erstschlag ermöglichen und damit eben die von Dir genannte Erpressbarkeit herbeiführen. Gegenmaßnahme wäre eine Aufstockung des eigenen Arsenals um so die nicht 100%ige Schutzfähigkeit zu unterlaufen. Also eine Einladung zur Aufrüstung.

    Das Problem der iranischen Bombe ist weniger die Bedrohung von Europa – die NATO würde zurückschlagen und Iran vernichten, das Gleichgewicht des Schreckens ist gewahrt. Das Problem ist eher, dass Israel viel näher am Iran liegt und die Situation zwischen diesen Ländern hoch gespannt ist. Wie ich gestern in einer wiederholten Folge von Leschs Kosmos gehört habe, hat es zwischen den USA und der Sowjetunion/Russland schon 20 Situationen gegeben, in denen die Alarmsysteme anschlugen und sich mal die Amerikaner und mal die Russen kurzfristig einer Attacke ausgesetzt sahen (unter anderem nach dem Start einer Forschungsrakete in Norwegen). Dank der relativ großen Entfernung der Supermächte hat man im allgemeinen einige 10 Minuten Zeit, die Entscheidung für einen Gegenschlag zu überdenken und den Alarm zu überprüfen.

    Die Entfernung zwischen Israel und Iran ist aber viel geringer (wie auch zwischen Pakistan und Indien), was die Situation viel brisanter macht; man hat keine 10 Minuten Zeit zu reagieren. Eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Fehlalarm mal einen Gegenschlag auslöst. Es wäre so verdammt wichtig, Führungspersonen zu haben, deren Interesse nicht an der Erhaltung der persönlichen Macht liegt und aus innenpolitischen Gründen außenpolitisch zu zündeln, sondern daran, den Wohlstand ihrer Länder durch friedlichen Handel zu erhöhen, aber leider ist das eher die Ausnahme. Irgendwann kostet das der Menschheit mal den Hals, fürchte ich.

  8. #8 gedankenknick
    5. Mai 2017

    @alderamin:
    Ist ja extra ein zweistufiger Stoßdämpfer geplant, damit den Passagieren kein Leids widerfährt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Orion-Projekt#Sto.C3.9Fd.C3.A4mpfer
    “Mit einer Pulsfrequenz von 1,1 s sollte sich eine durchschnittliche Beschleunigung von 1,25 g ergeben, wobei die tatsächliche Beschleunigung von der Beladung des Raumschiffes abhinge…”
    1,25g ist dann doch eher Kinderkarussel… 😉

  9. #9 Alderamin
    5. Mai 2017

    @gedankenknick

    1,25g ist dann doch eher Kinderkarussel…

    Aber der ständige Wechsel zwischen 0g und 1,25 g ist Kotzbomber

  10. #10 gedankenknick
    5. Mai 2017

    @Alderamin:
    1) Die Beschleunigung von 1,25g liegt ja nicht 0,1s an, um danach 1,0s 0,0g zu haben – ist ja kein Rechteckprofil. Der Stoßdämpfer ist da ja nicht umsonst verbaut. Es dürfte ja wohl eher so sein, dass aufgrund des Strahlungsdruck die Beschleunigungskräfte in einem schlechten Zägezahlprofil auftreten.
    2) Hinzu kommt ja zusätzlich der recht kurze Intervall von ca. 1s. Ist ja nicht 10s Beschleunigung gefolgt von 90s schwerelos usf.

    Andererseits kann ich das ganze natürlich schlecht beweisen. Und sollte ich mal eben eine Tüte Antiprotonen unter meinem Bett finden, habe ich vermutlich anschließend ganz andere Probleme als ein nuklearpulsgetriebenes Raumschiff zu bauen… (siehe hierzu auch “Illuminati” von Dan Brown 😉 )

  11. #11 Mimimat
    5. Mai 2017

    @anderer Michael:

    Das Problem bei SDI ist, dass schon eine größere Schippe Kies, in entgegengesetzte Umlaufbahn gebracht, sämtliche hochgerüsteten Laserwaffen zerstören kann.
    Da es einen Schutzschirm a la Enterprise noch nicht wirklich gibt, würden die extremen Relativgeschwindigkeiten der Steinchen dafür sorgen, dass da recht schnell nur ein Haufen Altmetall rumfliegt.

  12. #12 Alderamin
    5. Mai 2017

    @Minimat

    Das THAAD-System, das in Südkorea aufgestellt wurde (und laut Wikipedia alle Testschüsse auf Ziele, die erfolgreich starteten, erfolgreich durchführen konnte) benutzt nur einen kinetischen Einschlagskörper, dem die Schippe Kies nicht viel antun würde.

    Kompliziert wird es allerdings, wenn die gegnerische Rakete zahlreiche Sprengköpfe aussetzt, dazu nur Täuschkörper. Man kann nicht alle abschießen. Man müsste die Rakete noch vor Aussetzen der Sprengköpfe erwischen, und das wäre beim Aufstieg. Aber dafür müsste die Abfangrakete ganz in der Nähe der anfänglichen Flugbahn angreifenden Rakete gestartet werden, sonst reichte die Zeit nicht, das Ziel überhaupt zu erreichen.

    In dieser Phase könnte man die angreifende Rakete alternativ mit einem starken Laser vom Boden, aus einem Flugzeug oder aus dem Weltraum abschießen. Das ist wiederum sehr schwierig, das Ziel ist schnell, weit entfernt, und kann die Strahlung reflektieren. Die Energien, die solche Laser für einen einzigen Schuss benötigen, sind enorm. Nicht umsonst hat man sie in Transportflugzeugen und auf Schiffen getestet (mit durchwachsenem Erfolg).

    Einen absoluten Schutz gibt’s nicht.

  13. #13 gedankenknick
    5. Mai 2017

    @alderamin:
    Die Laser-Station mit dem enormen Energiepotential ist im 2. Bild im Blogeintrag abgebildet. Und damit schließt sich der Kreis… *duck&cover* 😉

  14. #14 anderer Michael
    5. Mai 2017

    Alderamin
    Ich denk mal ,so schlau war mein Kommentar wirklich nicht. Ich möchte allerdings schon ehrlich sein. Früher war mir die Aufregung um SDI unklar, heutzutage hat man durch das Internet in Sekundenschnelle eine Fülle von Informationen , die in den 1970 und 1980 Jahren noch undenkbar waren. Demzufolge durch die Anregung des Herrn Schönstein geschuldet , ich meine Meinung zu SDI geändert habe ( was letztlich vollkommen unbedeutend ist, weil technisch sowieso nicht realisierbar ist). Ich habe auch nachgedacht und kenne einige Iraner ( ganz normale Menschen wie du und ich), ich glaube nicht , dass diese einen Atomkrieg wollen. Hoffentlich gewinnen die Vernünftigen überall die Oberhand
    Nordkorea ist für mich Terra incognita. Postuliert wird gelegentlich, dass Trump und Nordkoreas Kim auf gleicher Wellenlänge liegen und sich deshalb verständigen könnten. Und zwar, weil man Kim unterstellt, dass er seine Macht nicht nur durch altstalinistische Unterdrückungspraktiken stabilisieren will, sondern künftig durch wirtschaftlichen Aufschwung analog zu der Politik von Deng Xiaoping.Wenn dem so wäre, wäre Trump als “Macher”der richtige Partner ( cave: ganz viel Spekulationen und Kaffeesatzlesen), aber ein , wenn auch regionaler, Atomkrieg wäre vermieden.
    Ich danke aber für die freundliche Antwort.

  15. #15 tec
    7. Mai 2017

    Bei aller und völliger Sinnlosigkeit eines Todesterns in unseren Augen sollte man nicht außer acht lassen, dass wir Menschen uns kaum in die Gedankenwelt möglicher Aliens hineinversetzen können. Für eine xenophobe Spezies mag es unter Umständen DIE Möglichkeit sein, innerhalb der Galaxis alle tatsächlichen oder vermeidlichen Gegner zu eliminieren. Der Energieaufwand, ganze Planeten mit einem “Energieschuß” zu pulverisieren, dürfte immens sein. Was läge daher näher, als einen Asteroiden entsprechend umzurüsten. Und wenn diese bösen Aliens bereits vor 250 Mio. Jahren einen entsprechenden Techno-Stand entwickelt hätten, bräuchten sie nicht einmal so was wie einen Warp-Antrieb. Vielleicht mag dies sogar die Erklärung sein, warum wir bis Dato keine Aliens gefunden haben. Der Todes-Asteroid klappert gerade Alpha-Centauri ab und ist in 500 Jahren bei uns…