Das Brot, das ich mir gewohnheitsmäßig für die Woche backe, dient nicht nur als körperliche Nahrung – das Backen selbst, das vom Ansetzen des Sauerteigs bis zum Moment reicht, in dem ich den fertigen Laib aus dem Ofen hole, hat zumindest für mich etwas Beruhigendes. Und Beruhigung ist für mich in diesen Tagen selten; ich gestehe, dass mir vor den US-Wahlen am Dienstag (6.11.) bis zur physischen Übelkeit graut. Das Einzige, was beruhigender als das Brotbacken ist: Selbstgebackenes Brot zu essen…
Sauerteig-Mischbrot
Baguette

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Kommentare (10)

  1. #1 rolak
    5. November 2018

    Hey, da hat ja noch einer Backwochenende gehabt – hier wird immer noch Kastenbrot erstellt, diesmal mit etwas mehr Ofentrieb als erwartet (+evtl einem zu harmlosen Schnitt für die Sollbruchstelle), KopfendeOben, Seite.

    (war wg eines MethodenWechsels sowieso dokumentiert worden)

  2. #2 SkeptikSkeptiker
    5. November 2018

    Zählt auch Apfelstreuselkuchen? Hefeteig mit Bäckerhefe, die Apfelscheiben mit Zimt überstäubt bevor der Butterstreuselteig drübergebröselt wird… 😉

  3. #3 Beobachter
    5. November 2018

    zu # 2:

    … angesichts der derzeitigen politischen Zustände – nicht nur in den USA – zählt beim therapeutischen, meditativen Backen ALLES:
    Brot, Hefe-Apfel-Streuselkuchen, Zwetschgen-Mandel-Zimt-Muffins, selbst die vorgezogene Produktion von Weihnachts-Plätzchen wie Linzer-Törtchen u. ä. … :-)

  4. #4 Laie
    5. November 2018

    Brot Nr. 1 sieht gut aus! :)

    @Beobachter:
    Nur im Wettbewerb der politischen Kräfte gibt es eine positive Entwicklung, wenn diese auch belohnt (gewählt wird). In den USA gibt es viel zu wenig Parteien und (oder politische Vielfalt?), sodass wohl jetzt zu diesem Zeitpunkt und unter Bewertung aller Aus- und Einwirkungen einer Stärkung der Demokraten zugestimmt werden kann. (Nicht als Persilschein und generell).

    Wobei selbst bei Vielfalt nicht immer die Auswahl optimal erfolgen kann,…, muss man wirklich eine eigene Partei gründen, um mal ordentliche Verhältnisse zu bekommen?

  5. #5 LasurCyan
    5. November 2018

    Gerade vorgestern dachte ich daran, mal wieder einen Sauerteig zu starten, kurz darauf fand sich ein ausführlicher Backbericht in meinem Postfach und nun dies hier. Es reicht, ich fange wieder damit an^^

  6. #6 Beobachter
    6. November 2018

    @ Laie, # 4:

    “Nur im Wettbewerb der politischen Kräfte gibt es eine positive Entwicklung, wenn diese auch belohnt (gewählt wird). … ”

    Auf eine “politische Kraft” wie die AfD, die leider auch gewählt wird, hätte ich gerne verzichtet –
    ebenso würden sicherlich viele Amerikaner (spätestens jetzt) gerne auf Trump und Konsorten verzichten, so hoffe ich.
    Heute wird es sich bei den US-Wahlen (6.11.) ja zeigen …

    @ alle:

    Übrigens:
    Brot wird beim Backen besonders knusprig, wenn man eine Tasse Wasser mit in den Backofen stellt.

  7. #7 Beobachter
    7. November 2018

    @ Jürgen Schönstein:

    Wie wird das Wahlergebnis in den USA selbst interpretiert?
    Ist die Bevölkerung selbst in Universitätsstädten “gespalten”?

    Wie ist Ihre persönliche Meinung?

  8. #8 Jürgen Schönstein
    7. November 2018

    @Beobachter
    Lässt sich nicht eindeutig sagen, da irgendwie alle Seiten ihre Siege und Niederlagen erleben. Meine Meinung? Es ist zwar ein Signal für den Unmut der Bevölkerung – vor allem, was die Wahlen zum Abgeordnetenhaus betrifft, die ja weitaus repräsentativer sind als die Senatswahlen, da im Senat nur ein kleiner Teil der Sitze überhaupt zur Wiederwahl anstand, währen ALLE Sitze im Abgeordnetenhaus zur Wahl standen. Aber ob dieses Signal überhaupt wahrgenommen wird (was ich bezweifle), und wenn ja, wie? Meine Befürchtung ist, dass es eher dahin interpretiert wird, wie man den Wahlmechanismus noch mehr dahin steuern kann, dass solche echten Mehrheitsentscheidungen NICHT MEHR eintreffen werden – Stichwort Gerrymandering, beispielsweise.

  9. #9 Markweger
    8. November 2018

    Wenn man schon das Politische anspricht.
    Trump hat den Syrienkrieg beendet.
    Mit Obama ist das Blut in Syrien in Strömen geflossen und das wäre mit Clinton auch so weiter gegangen.
    Ganz großartig oder?

    Trump mag schon etwas eigenartig sein, aber er versucht immerhin Kriege einzudämmen und nicht zu betreiben.

    Sonst.
    Eine Ausgleichsbeschäftigung ist nie verkehrt.

  10. #10 Basilios
    Basilios
    10. November 2018

    @Markweger

    Trump hat den Syrienkrieg beendet.

    Nein, hat er nicht.
    Der syrische Bürgerkrieg ist bestenfalls in Deiner eigenen PhantasieMärchenWunschWelt beendet.
    Oder Du lügst Du einfach.