Die Absurdität der US-Waffenkultur ist eigentlich nicht mehr zu übersehen; jede neue tödliche Massenschießerei, die in scheinbar immer schnellerem Rhythmus mit zumeist legal erworbenen Waffen verübt werden, bestätigt das aus Neue. Doch die US-Waffenlobby, in Gestalt der ultrarechten National Rifle Organization (NRA) beweist mit jedem Tweet, jeden Pressestatement aufs Neue, dass es noch viel Platz nach unten auf der unbegrenzten Idiotieskala gibt. Wie beispielsweise mit diesem Tweet, den sie am Mittwoch rausgehauen hatte – der beinahe zur gleichen Zeit die Netzwelt erreichte, als ein ehemaliger Soldat in einer Countrymusik-Bar in Kalifornien ein Blutbad anrichtete:
NRA Tweet
Man beachte den Kritikpunkt, dass die Ärztegemeinschaft so verbohrt ist, bei der medizinischen Beurteilung von Schusswaffenverletzungen nur auf medizinische Erkenntnisse zu vertrauen und dabei “NIEMANDEN als ihresgleichen” (NO ONE but themselves) heranziehen. Wo doch ein Waffenlobbyist bestimmt viele wertvolle Einsichten über Gewebeschäden durch Mantelgeschosse und tödliche Folgen von Organschäden und Blutverlust beizutragen hätte…

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Kommentare (39)

  1. #1 Novidolski
    10. November 2018

    Man schätzt , das jeder US Bürger mindestens zwei Waffen besitzt. Wer will die entwaffnen?
    Dieser Zug ist abgefahren.
    Man kann das Problem nur eindämmen, indem man automatische Waffen , großkalibrige Waffen , nicht weiterverkauft.
    Auch das ist nur ein frommer Wunsch. Wenn sich keine Mehrheit in der Bevölkerung dafür findet, wird es weiterhin Wild West auf den Straßen geben.

  2. #2 Hobbes
    10. November 2018

    Naja die Amerikaner sind ja so wild auf ihren zweiten Verfassungszusatz, da sie glauben er würde sie vor einer Diktatur bewahren. Ich würde da ja eher den Ersten als wichtig ansehen aber da die diesen ja gerade aushöhlen könnte deren Glauben an den zweiten ja bald wirklich mal auf die Probe gestellt werden.

  3. #3 Novidolski
    10. November 2018

    Hobbes
    der zweite Verfassungszusatz erlaubt das Tragen von Waffen. Die Art der Waffen ist nicht beschrieben.
    Hier muss man ansetzen und eine Ergänzung vornehmen.

  4. #4 Tim
    10. November 2018

    Wieviele der ca. 15.000 Tötungsdelikte in den USA könnte man mit einem schärferen Waffenrecht denn tatsächlich vermeiden? Wie in Mexiko geht das meiste davon auf das Konto von Bandenkriminalität, und Mexiko hat ein extrem rigides Waffenrecht. Leider halten sich die Banden nicht daran. Warum sollte sie das in den USA tun?

  5. #5 Kai
    10. November 2018

    @Tim: Amokläufe und Schusswaffenunfälle könnte man mit einem rigideren Waffenrecht schon vermeiden. Unfälle machen bereits 10% aller Schusswaffenopfer aus. Bandenkriminalität zwischen USA und Mexiko zu vergleichen ist meines Erachtens auch sehr gewagt. Vergleicht man die USA mit anderen Industrieländern mit ähnlich hoher Kriminalitätsrate, dann gibt es sehr wohl einen klaren Zusammenhang zwischen Schusswaffenopfern und Anzahl der Schusswaffen.

  6. #6 Alderamin
    10. November 2018

    @Tim

    Wieviele der ca. 15.000 Tötungsdelikte in den USA könnte man mit einem schärferen Waffenrecht denn tatsächlich vermeiden?

    Viele.

    In Mexiko ist der Staat schwach und korrupt, die Polizei von den Drogenbossen bestochen, kein angemessener Vergleich mit den USA. Besser ist Kanada, gleich nebenan. Und auch in Deutschland gibt es Bandenkriminalität: italienische und russische Mafia, Rockerbanden, osteuropäischen Banden. Die haben auch Schusswaffen. Die besonders tragischen Amokläufe in Schulen werden aber von den Kindern von Leuten begangen, die legal Schusswaffen besitzen.

    Man beachte in der Grafik auch die hohe Selbstmordrate im Vergleich zu den Morden. Selbstmord mit Waffe ist leicht, schnell und schmerzlos. Sich vor einen Zug zu schmeißen oder von einem Dach zu springen, erfordert sicherlich mehr Mut und Verzweiflung.

    In den USA ist es aber so, dass die Toten als Kolateralschaden (wie bei uns die Verkehrstoten auf der Autobahn durch Raserei) in Kauf genommen werden. Da muss die Gesellschaft sich selbst gegenüber dann ehrlich sein und sagen, die Mehrheit will das so (wie bei uns die Mehrheit kein 130-Limit auf der Autobahn will). Es passiert ja immer nur “den anderen”, man selbst wiegt sich in scheinbarer Sicherheit. Man sollte dieses “Thoughts & Prayers”-Theater einstellen und ganz offen dazu stehen, wir wollen alle Waffen tragen, also gibt es auch Tote, unter zigtausend ist auch mal ein Verrückter, Verzweifelter, Skrupelloser und der kommt leicht an Schusswaffen. Gegen den will man sich ja verteidigen, aber der hat den Vorteil der Überraschung und somit größere Erfolgsaussichten.

    Man kann versuchen, die Zahl der Toten durch gewisse Gesetze einzuschränken, um z.B. solchen Menschen den Zugang zu Waffen zu erschweren, aber man wird sie nicht auf 0 drücken können. Der erste Schritt dahin, dass sich was ändert, ist Sachlichkeit und Ehrlichkeit. Im Moment in den USA allerdings leider seltene Güter.

  7. #7 Tim
    10. November 2018

    @ Kai, Alderamin

    Das Argument finde ich nicht plausibel. Die Bandenkriminalität in den USA verwendet heute illegale Waffen und wird das auch bei einem schärferen Waffenrecht tun. Die Mordraten wird man damit sicher nicht wesentlich senken können. Es wird bei einem schärferen Waffenrecht wahrscheinlich deutlich weniger Amokläufe geben, aber die haben nur einen minimalen Anteil an den Tötungsdelikten (ca. 1 %).

    Das tatsächliche Problem der USA sind die prächtig gefüllten Haftanstalten, in denen permanent Hunderttausende Inhaftierte eine hochklassige Kriminalitätsausbildung erhalten, die sich der Staat übrigens sehr viel Geld kosten lässt. Eine Ursache für den Gefängnisirrsinn ist der extrem kontraproduktive “war on drugs”. Dieser sorgt dafür, dass man nirgendwo mehr Geld mit Drogen verdienen kann als in den USA.

    Wer die USA friedlicher machen möchte, muss hier ansetzen.

  8. #8 Jürgen Schönstein
    10. November 2018

    @Tim
    Kein einziges dieser Massenblutbäder hat einen Bezug zu Bandenkriminalität. Und der Zusammenhang zwischen der Zahl der verfügbaren Schusswaffen und der Zahl der Schusswaffenopfer ist eindeutig und offensichtlich. Wenn die Logik der Waffenlobby richtig wäre, dann müsste es per capita in den USA ja weniger Morde geben als in anderen Ländern, doch das ist genau nicht der Fall: die Mordrate liegt mit 5,35 Morden pro 100.000 Einwohner bei einem Vielfachen Deutschlands (1,18), Frankreichs (1,35), Großbritanniens (1,20), der Niederlande (0,55) usw. – und generell über dem globalen Durchschnitt. Es gibt also nur zwei Erklärungen: a) Entweder sind die Amerikaner von Natur aus mörderischer als andere Menschen, oder b) die Logik der Waffenlobby ist falsch. Ich lebe hier und kenne die Menschen, bin mir daher sicher, dass a) nicht zutrifft. Bleibt also b) als einzige Erklärung.

    Bei der letzten Schießerei war übrigens ein bewaffneter Polizist unter den Todesopfern – was sagt uns das im Hinblick auf die These, dass man durch Bewaffnung der “Guten” die “Bösen” stoppen kann?

  9. #9 Hobbes
    10. November 2018

    @Tim:
    Am Besten kann man die Entwicklung in Australien dazu analysieren. Hier hat sich eindeutig gezeigt wie sinnvoll Waffengesetze seien können. Übriegens ist es auch Absurd wie die selben Leute ganze Volksgemeinschaften Dämonisieren weil sie für statistisch unbedeutende, aber medienwirksame, Todesfälle verantwortlich sind, sich aber gleichzeitig dagegen verwahren “für die Taten einzelner” kritisiert zu werden.

    @Novidolski:
    Stimmt. Da der Grundgedanke ja der Schutz vor dem Staate USA ist und sich bisher nur Atombomben als effektive Abwehr gezeigt haben bin ich für die Proliferation des gemeinen Bürgers 🙂
    Dazu vielleicht ganz passend:
    https://www.youtube.com/watch?v=Z8DP3ssCfLY

    Das Traurige ist, dass ich eigendlich jemand bin der die Waffengesetze in Deutschland für zu streng hält und ich mich daran störe dass die Waffengegner hierzulande Argumenten oft nur schwer zugänglich sind. Aber ich habe tausendmal lieber das Luxusproblem in manchen Details gegen ein zu strenges Waffengesetz zu argumentieren als den Wahnsinn der in den USA abgeht.

    Richtig “lustig” finde ich jetzt auch die Verwicklungen der NRA mit dem russischen Staat.

  10. #10 Bullshit detected
    11. November 2018

    Dieser Beitrag wurde entfernt – nicht nur, weil er rassistisch und dumm ist, sondern vor allem, weil er noch nicht mal die Mindestanforderungen an menschliche Kommunikation erfüllt. Alle weiteren “Beiträge” dieses “Kommentators” werden ohne Warnung gelöscht; der Urheber hat das Privileg, hier zu posten, verloren.

  11. #11 Novidolski
    11. November 2018

    Alderamin
    du kommst mit dem Begriff des Kolateralschadens der Sache schon näher.
    Wir nehmen Verkehrstote in Kauf, um uns unsere Freizügigkeit auf den Straßen zu erhalten.
    Wir nehmen die Alkoholtoten in Kauf um unsere Freizügigkeit bei Festen zu erhalten.
    Das Problem schein im Abwägen zwischen Freiheit / Risiko oder Sicherheit/ Risiko zu liegen.
    Wer sich mit einem Revolver am Gürtel sicherer fühlt, der wird gegen ein Verbot der Waffen sein.
    Hobbes
    Die Verschärfung des Waffenrechtes in Deutschland war nur ein Verwaltungsakt, der auch noch Geld in die Staatskasse spülen soll. Wenn heute die Polizeibehörde kontrolliert, ob du einen Waffenschrank hast, dann muss derjenige die Kontrolle bezahlen.
    Dabei war die Nachkriegsgeneration in Deutschland bewaffnet. Man konnte Waffen ohne Auflagen besitzen , trotzdem war die Kriminalität in deutschland geringer als heute.
    DieSchweiz macht es vor. Jeder Schweizer hat sein Gewehr zu Hause und trotzdem gibt es wenig oder keine Amokläufer.
    Nicht die Waffen sind die Ursache für Kriminalität.

    Die Ursache in den USA liegt im fehlenden Sozialsystem, das den Schwachen allein lässt und wenn er nicht verhungern will zu Gewalt neigt.

  12. #12 Mathematiker
    11. November 2018

    In Deutschland hat es nach dem zweiten Weltkrieg eine ähnliche Sitution gegeben. Die Lösung war sehr einfach:

    a) Verbot automatischer Waffen, strenge Reglementierung von Waffenbesitz durch die Ordnungsbehörden (Ordnungsbehörden ungleich Polizei, Besitzer sind z.B. Jäger, Sportschützen etc.)
    b) Straffreiheit bei Abgabe zukünftig illegaler Waffen.

    Hat gut funktioniert. Die Amnestie für alte Wehrkriegswaffen hat gewaltig zur Abrüstung geführt. Leider sind die Waffengesetze bis heute nicht altersgekoppelt, das fehlt noch…..

  13. #13 bombjack
    12. November 2018

    @Jürgen

    […] Und der Zusammenhang zwischen der Zahl der verfügbaren Schusswaffen und der Zahl der Schusswaffenopfer ist eindeutig und offensichtlich.
    […]

    Du kannst mir sicher dann auch die Unterschiede von CH zu DE, FR und NL erklären:
    https://data.worldbank.org/indicator/VC.IHR.PSRC.P5?locations=DE-CH-FR-NL

    Auch wenn ich das schon öfter geschrieben habe:

    Hier in CH kann jeder einen Antrag auf eine WES stellen und wenn er die Voraussetzungen erfüllt (keine Strafen, keine Krankheiten usw.) bekommt er diesen auch genehmigt. Kostet 50 CHF und in meinem Kanton wurde ich zum Interview gebeten, wo mir das hiesige Waffenrecht erklärt wurde z.B. ist er hier okay auf dem Weg zum Schießstand die Waffe im Rucksack zusammen mit der Munition zu transportieren, es darf nur kein Magazin in der Waffe sein und die Magazine müssen leer sein. Gibt noch andere Dinge z.B. dass hier kein Tresor zur Aufbewahrung vorgeschrieben ist, es existiert hier kein Bedürfnis, kein Vereins- und Schießzwang wie in Deutschland. Hier ist auch nicht die Zahl der WES noch die Anzahl der Waffen noch der Typ limitiert d.h. ich kann im Jahr so viele Anträge stellen wie ich will, pro Antrag gibt es max. 3 Waffen, ich kann mir das kaufen was ich will, ich muss nicht nachweisen dass ich diesen Waffentyp auch wirklich brauche usw.
    Hier bekommt, wenn er denn möchte jeder Rekrut seine Armeewaffe mit, das Teil ist ein “Vollautomat” mit Drei-Schuss-Funktion und Serienfeuer, die einzige Aufbewahrungsbedingung ist, dass der Verschluss getrennt von dem Teil verstaut wird. Okay Handmunition wird dazu nicht mehr ausgegeben, nur ist Muntion oder besser der Kauf derselben auch so ein Kapitel für sich…hier in CH reicht der Ausweis und ein Auszug des Führungszeugnis um jegliche hier in CH legale Munition zu kaufen und zwar unabhängig von den Waffen die ich in Besitz habe und auch nicht in der Menge beschränkt d.h. wer für seine Militärwaffe da Munition haben möchte der bekommt sie auch.
    Bei diversen Waffen z.B. Ordonnanzrepetiergewehre und zwei-schüssigen Schrotflinten muss neben einem Kaufvertrag lediglich eine Meldung an die kantonale Waffenmeldesstelle gemacht werden d.h. da braucht man keinen WES-Antrag stellen.

    Magazine sind hier auch (noch*) nicht in der Größe beschränkt….

    Da ich seit 2010 hier in CH lebe und seit 2015 einen sog. C-Ausweis habe, bin ich waffenrechtlich einem schweizer Bürger gleichgestellt, die erste WES hat so ca. 4 Wochen gedauert, die nachfolgenden waren inklusive Postweg auf 7 Tage positiv beschieden.

    D.h. hier in CH hat jeder (der es möchte) auch Zugang zu Waffen und zu Munition und trotzdem herrschen hier nicht die Verhältnisse wie in den USA und wie aus obigen Link zu entnehmen ist liegt die Schweiz da unter den Werten von den anderen Ländern und das bei einem sehr sehr liberalen Waffenrecht…

    bombjack

  14. #14 Rene Grothmann
    12. November 2018

    Das hat du falsch verstanden. Die Mediziner sprechen sich tatsächlich gegen das Tragen von Waffen aus. Sie äußern sich also politisch. Die Waffenlobby sagt, davon verstehen die nichts. Die Waffenverliebten argumentieren, dass mehr Waffen mehr Sicherheit bedeuten.

  15. #15 Jürgen Schönstein
    12. November 2018

    @bombjack

    …kann jeder einen Antrag auf eine WES stellen und wenn er die Voraussetzungen erfüllt (keine Strafen, keine Krankheiten usw.) bekommt er diesen auch genehmigt…wurde ich zum Interview gebeten, wo mir das hiesige Waffenrecht erklärt wurde…okay auf dem Weg zum Schießstand die Waffe im Rucksack zusammen mit der Munition zu transportieren, es darf nur kein Magazin in der Waffe sein und die Magazine müssen leer sein…die einzige Aufbewahrungsbedingung ist, dass der Verschluss getrennt von dem Teil verstaut wird…hier in CH reicht der Ausweis und ein Auszug des Führungszeugnis um jegliche hier in CH legale Munition zu kaufen …”

    Ich denke, dass damit die Frage nach dem Unterschied zwischen der Schweiz und den USA, wo solche Regulierungen nicht ode rnur ganz rudimentär existieren, ausreichend beantwortet ist. Was die Unterschiede zwischen kleinen (CH, NL) und großen Populationen angeht, ist sicher etwas, das Soziologen beantworten können – aber die Differenz zwische Europa und den USA (wo die Mordrate etwa dreimal so hoch liegt wie in Deutschland) ist dennoch deutich und signifikant.

  16. #16 Captain E.
    12. November 2018

    Liegt die Mordrate in der Schweiz nicht auch deutlich höher als in Deutschland? Mit den USA kann die Schweiz aber vermutlich doch nicht mithalten.

    Tja, da hat es also zuletzt in den USA einen Menschen erwischt, der nicht nur bewaffnet, sondern auch (vermutlich) gut ausgebildet gewesen ist. Aber klar, wenn der Schütze einen erwischt, bevor man sich überlegen kann, was nun zu tun ist, hat man auch als Soldat oder Polizist keine Chance. Angesichts der hohen Waffenzahlen in den USA könnte man sich darüber wundern, dass bei den Amokläufen praktisch immer nur unbewaffnete Menschen verwundet und getötet werden, die also nicht den Hauch einer Chnace haben, sich verteidigen zu können. Die NRA blendet das entweder aus oder nimmt es als Anlass, die vollständige Bewaffnung der gesamten US-Bevölkerung zu fordern. L. Neil Smith, Science-Fiction Autor und Mitglied der Libertarian Party, hat übrigens in seinem “Gallatin-Universum” ein optimistisches Bild einer voll bewaffneten Gesellschaft entworfen. Wohlgemerkt, “optimistisch”, nicht “realistisch”.

  17. #17 Michael Gronemeyer
    Cremlingen
    12. November 2018

    Ich tippe eher, das Menschen töten und nicht die Werkzeuge. Ich vermute, dass bei Verbot von Schusswaffen, die Irren einfach Autos nehmen um andere zu töten. Sie nehmen einfach das Hilfsmittel, das am leichtesten verfügbar ist.

  18. #18 Jürgen Schönstein
    12. November 2018

    @Michael Gronemeyer
    Es macht aber einen enormen Unterschied, welches Tötungpotenzial dieses “HIlfsmittel, das am leichtesten verfügbar ist” dann tatsächlich hat: https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=LORVfnFtcH0

  19. #19 Laie
    12. November 2018

    Der Unterschied zwischen den Ländern ist interessant und erstaunlich. Graphisch eindrucksvoll aufbereitet in der von oben verlinkten Quellenangabe von Jürgen Schönstein.
    https://en.wikipedia.org/wiki/File:List_of_countries_by_firearm-related_death_rate.jpg

    Sehr sicher sind Japan, Süd-Korea, Norwegen, UK, Polen, Rumänien, Indien und Zimbabwe! (unter 1/100.000) Relativ sicher sind Tschechien, Spanien und Ungarn (1.x/100.000)

    Österreich und Schweiz (ca 3/100.000) sind genauso unsicher wie Frankreich und Barabados und etwas unsicherer als Bulgarien (2,35/100.000), erstaunlich!

    Betrachtet man die Suizidrate, so steht Montenegro mit 6,49/100.000 sehr schlecht da. Die nächst schlechtesten Plätze belegen Finnland (2,94/100.000), Schweiz (2,74), und Österreich (2,69/100.000) : Ist das Leben dort so schwer?

  20. #20 Basilios
    Acca 13
    12. November 2018

    @Novidolski

    Dabei war die Nachkriegsgeneration in Deutschland bewaffnet. Man konnte Waffen ohne Auflagen besitzen , trotzdem war die Kriminalität in deutschland geringer als heute.

    Auch wenn das immer wieder gerne behauptet und auch geglaubt wird.
    Nein, das war sie nicht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Polizeiliche_Kriminalstatistik_(Deutschland)

  21. #21 bombjack
    13. November 2018

    @Jürgen

    Ähm….klar macht das was Du da anführst macht was aus (WES-System), nur hier bekommt jeder der Militärdienst zu leisten hat, sein Sturmgewehr (Vollautomat und Drei-Schuss-Salve, die Teile sind selbst in den USA nur in wenigen Bundesstaaten dort legal) nach Hause mit und trotzdem knallt es hier nicht an allen Enden und Ecken, obwohl das Potential da wäre….
    Allerdings war Deine These ja: […] Und der Zusammenhang zwischen der Zahl der verfügbaren Schusswaffen und der Zahl der Schusswaffenopfer ist eindeutig und offensichtlich. […]
    und die Schweiz zeigt dass eben diese These nicht so stimmig ist….und falls Dir die Schweiz nicht reicht werfe ich noch Österreich und Tschechien in den Ring:
    https://data.worldbank.org/indicator/VC.IHR.PSRC.P5?locations=DE-CH-AT-CZ
    die auch im Vergleich zu Deutschland um einiges liberaler in der Waffengesetzgebung sind.

    Okay die Schweiz mag eine kleinere Population haben, aber die Bevölkerungsdichten dürften vergleichbar sein….und da passiert eben trotz Zugang zu Waffen und Waffenbesitz eben nicht mehr als im waffenrechtlich restriktiven Deutschland.

    @Captain E.:
    Nein, siehe den obigen Link…

    bombjack

  22. #22 Novidolski
    13. November 2018

    Basilios20
    wenn die Zahl der Straftaten nicht gestiegen ist, wieso sind dann die Gefängnisse überfüllt?
    O.K. Keine Polemik
    Ein Vergleich ist äußert schwierig, weil früher Delikte als üble Scherze durchgegangen sind, die heute als strafbar gelten.
    Was die Betrugsdelikte betrifft, die haben zugenommen, auch weil sie gar nicht mehr bearbeitet werden. Bei den Diebstählen ist es ähnlich. Mein Fahraddiebstahl wurde nach 6 Wochen zu den Akten gelegt.

  23. #23 tomtoo
    13. November 2018

    @bombjack
    Das stimmt so nicht. Überspitz gesagt.
    Ich verteile Handgranaten unter Kindergartenbetreuern und als Vergleichsgruppe wähle ich JVA Insassen. Dann schliese ich daraus dass es wenig Unfälle bei den Kindergartenbeträuern gab, dass die vielen Unfälle in der JVA, nix mit Handgranaten zu tun haben, ; )

  24. #24 bombjack
    14. November 2018

    @tomtoo
    versteh ich jetzt nicht:
    Was stimmt so nicht?

    bombjack

  25. #25 tomtoo
    14. November 2018

    @bombjack
    Deine #21

    Du nimmst zwei verschiedene Gruppen, dann schliest du weil in Gruppe A die Unfälle(damit sind alle Personenschäden durch Waffen gemeint) nicht so stark zunimmt wie in Gruppe B seien Waffen ungefährlich. Tatsächlich nimmt die Anzahl der Unfälle aber in beiden Gruppen zu.

  26. #26 tomtoo
    14. November 2018

    siehe Bspl. in #23

  27. #27 bombjack
    14. November 2018

    @tomtoo

    Steh noch immer auf dem Schlauch…warum sind die Gruppen verschieden und wo schließe ich dass Waffen ungefährlich sind?

    Sorry dass ich mich da so blöde stell…aber ich schnalle es nicht…

    bombjack

  28. #28 tomtoo
    14. November 2018

    @bombjack
    “….Allerdings war Deine These ja: […] Und der Zusammenhang zwischen der Zahl der verfügbaren Schusswaffen und der Zahl der Schusswaffenopfer ist eindeutig und offensichtlich. […]
    und die Schweiz zeigt dass eben diese These nicht so stimmig ist….”

    Er ist in der Schweiz auch stimmig, liegt halt nicht auf US niveau.

  29. #29 tomtoo
    14. November 2018

    @bombjack
    “….Allerdings war Deine These ja: […] Und der Zusammenhang zwischen der Zahl der verfügbaren Schusswaffen und der Zahl der Schusswaffenopfer ist eindeutig und offensichtlich. […]
    und die Schweiz zeigt dass eben diese These nicht so stimmig ist….”

    Sie ist in der Schweiz auch stimmig, liegt halt nicht auf US niveau.

  30. #30 Basilios
    Acca 13
    14. November 2018

    @Novidolski

    Ein Vergleich ist äußert schwierig,

    Da bin ich absolut derselben Meinung.

    Und genau deswegen wäre ich sehr vorsichtig mit der pauschalen Aussage, daß es früher™ weniger Kriminalität gegeben hätte.

    Die Psychologie hat einen ganzen Sack voll an guten Erklärungen, warum es völlig natürlich ist, daß man als Mensch zu dieser voreiligen Annahme gelangen kann, obwohl sie sich eben nicht belegen lässt.
    Die Kriminalstatistiken, listen letztlich nur die angezeigten Straffälle auf und zeigen tatsächlich immer wieder einzelne Straftatsbereiche die gerade vermehrt auftreten.
    Allerdings dokumentieren sie für Deutschland in Summe tatsächlich einen sehr eindeutigen Trend nach unten. In den Kriminalstatistiken wird dann immer auch zu der Statistik erklärt, was hier genau beobachtet wurde und wie das zu interpretieren ist. Einfach mal lesen.

  31. #31 Basilios
    Acca 13
    14. November 2018

    @bombjack

    Okay die Schweiz mag eine kleinere Population haben, aber die Bevölkerungsdichten dürften vergleichbar sein…

    Sorry, aber die tatsächlichen Bevölkerungsdichten der U.S.A. und der Schweiz würde ich als ganz bestimmt nicht vergleichbar bezeichnen. Du scheinst zu übersehen wie unglaublich verdammt viel größer das Land ist.

  32. #32 bombjack
    15. November 2018

    @tomtoo

    Warum gibt es in der Schweiz dann keine ähnlichen “Amokläufe”, Schießereien usw. wie in den USA, wenn Waffen hier in CH auch “sehr einfach” oder besser “relativ einfach” verfügbar sind und jeder Wehrpflichtige sein Sturmgewehr mit nach Hause bekommt?

    Sehe es doch an mir….ich als Deutscher nach 5 Jahren Schweiz (C-Ausweis, statt B-Ausweis) habe dann ohne Probleme einen WES-Antrag gestellt und der wurde auch positiv beschieden und die erste Waffe war eine Glock 17, weil hier als Ordonnanzwaffe zugelassen (macht es einfacher als Gast bei einem Schießplatz zu schießen). War Papierkram und ein Interview, kein Bedürfnisnachweis, kein Vereinszwang, keine Schießpflicht….auch keine Limitierung nach Anzahl, der Art (Okay für Vollautomaten braucht es eine Sonderbewilligung) und auch nach Kaliber und trotzdem gibt es hier keine School-Shootings oder andere Shootings ala USA oder werden Ärzte in best. Krankenhäuser geschickt um zu lernen wie man Schusswunden versorgt wie in Chicago.

    Btw. Chicago…dort war ich 2008 für einige Tage im Sommer….interessanterweise sind dort alle Polizisten, egal ob zu Pferd oder per Fahrrad mit kugelsicherer Weste unterwegs gewesen. In meiner Hawaii-Zeit in Honolulu von 2006 bis 2009 habe ich dort keinen Cop mit so einer Weste gesehen, obwohl es bei Sports Authority hinten die gesamte Auswahl an Waffen gab und auf diversen Inseln massiv Schweine gejagt wurden, die dort sehr problematisch für die einheimische Flora und Fauna waren. Okay….Honolulu 350000 Einwohner zu Chicago ist auch eine andere Hausnummer…..allerdings Waffen wird in in Honolulu auch gegeben haben…

    @Basilios

    Ich rede nicht von der (Gesamt)-Einwohnerzahl, sondern davon wie dicht die Leute an bestimmten Stellen beieinander hocken, da je dichter da alles gepackt ist, das zwangsläufig (meine Meinung) zu (sozialen) Konflikten führt und die dann u.U. mit Waffen ausgetragen werden.

    bombjack

  33. #33 Basilios
    Acca 13
    15. November 2018

    @bombjack
    Lies bitte nochmals genau was ich geschrieben habe.
    Auch ich schrieb nichts von der Gesamteinwohnerzahl. Bei Deiner Meinung hättest Du meinen Kommentar sogar als Steilvorlage benutzen können 🙂
    Aber dann müssten wir erst mal noch sicherstellen, daß an der These “je enger die Bevölkerungsdichte, desto mehr Konflikte” so pauschal tatsächlich was dran wäre. Ich behaupte, der Zusammenhang kann auf keinen Fall so einfach sein.
    Wer anderer Meinung ist, der erkläre mir erst mal wie dann die soziale Situation in Japan zustande kommen konnte.

    Und dann bitte auch nochmal den Kommentar #15 von Jürgen Schönstein lesen.
    http://scienceblogs.de/geograffitico/2018/11/10/waffenscheinpflichtige-dummheit/#comment-85690

    Ich bin da ganz Jürgens Meinung.

  34. #34 bombjack
    16. November 2018

    @Basilios

    Japan ist eine ziemlich andere Kultur als Europa und die USA…der Vergleich hinkt meiner Meinung nach gewaltig…btw. schon mal die Suizidrate von Japan zu Gemüte geführt?

    Klar war eine tierische Vereinfachung von mir, bloß dass wenn weniger Leute pro Fläche wohnen d.h. der Abstand da größer ist, es dann unwahrscheinlicher wird, dass sich jemand von einer Aktion z.B. Party gestört fühlt und den Disput dann u.U. physisch löst, dürfte auf der Hand liegen oder denkst Du nicht….
    Okay….stimm Dir zu dass der Zusammenhang da nicht so einfach ist….z.B. dürfte da auch das Temperament, die Streitkultur sprich Sozialisierung eine große Rolle spielen.

    Mal direkt gefragt….wäre das Schweizer Waffenrecht für Dich okay (siehe Posting #13)?
    Weil auf dem Level hätte ich keine Probleme damit….

    bombjack

  35. #35 tomtoo
    17. November 2018

    Was soll denn an Platz 2 direkt nach der USA so toll sein?
    https://m.tagesanzeiger.ch/articles/5a86d082ab5c370aff000001

  36. #36 Basilios
    Acca 13
    18. November 2018

    @bombjack
    Du hast Recht. Japan hat eine ziemlich andere Kultur als Europa und die USA. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, daß die U.S.A. auch schon eine deutlich andere Kultur an den Tag legen als die Schweiz und Deutschland, welche sich auch schon wieder voneinander unterscheiden.
    Der Vergleich hinkt allerdings keineswegs, denn das Argument drehte sich ja um einen behaupteten Zusammenhang zwischen Bevölkerungsdichte und sozialen Konflikten. Und wenn man da die U.S.A., Schweiz, Deutschland und Japan vergleicht, dann wird man eben keine klare Korrelation erkennen. Geschweige denn eine Kausalität. Ich denke schon, daß die Bevölkerungsdichte da mit rein spielt, aber der Zusammenhang kann keinesfalls so direkt sein.
    Mir ist durchaus bewusst, daß Japan eine verdammt hohe Suizidrate hat. Aber im Gegensatz zu den Schweizern bringen die Japaner sich nicht vorzugweise mit Schusswaffen um (danke für den Link tomtoo). Und zwar ganz einfach weil der typische Bürger in Japan fast keine legale Möglichkeit hat eine Schusswaffe überhaupt zu besitzen.
    Aber erkläre mir doch bitte, was die Suzidrate in Japan ansonsten noch mit dem Thema zu tun hat?

    Ich bin ganz Deiner Meinung wenn Du sagst, daß die Streitkultur in einem Lande einen erhebhlichen Einfluß auf die Neigung haben könnte, Probleme zu lösen indem man seinen Gegenüber einfach brutal erschiesst.
    Letztlich geht diese These dann ja auch wieder in die Richtung, welche Jürgen Schönstein da ganz oben im Artikel hingeschrieben hat.
    Ich kann mir auch vorstellen, daß eine cholerische Streit- und Waffenbesitzkultur dann durch eine hohe Bevölkerungsdichte noch zusätzlich angeheizt wird.

    Das Schweizer Waffenrecht wäre mir immer noch zu lasch. Ich möchte nicht, daß jeder Bürger einfach so eine Schusswaffe besitzen kann. Ich wüsste auch überhaupt keinen vernünftigen Grund, warum eine Gesellschaft ihren Bürgern den privaten Schusswaffenbesitz gestatten sollte.
    Aber ich bin ja auch ein Anhänger der ebenso unpopulären Meinung, daß eine Gesellschaft ihren Bürgern nicht gestatten sollte mit ihren Autos in beliebig hohen Geschwindigkeiten auf öffentlichen Autobahnen herum zu fahren.
    In dem Punkt sind die U.S.A. schon einen guten Schritt weiter als Deutschland.
    ^_^

  37. #37 bombjack
    19. November 2018

    @tomtoo #35

    Aus dem Artikel:
    […]Weshalb rangiert die Schweiz auf dem zweiten Platz? Eine erste Erklärung liegt im Begriff «Schusswaffentote», der auch in den Daten des Bundesamts für Statistik auftaucht. Darin sind neben den Fremdtötungen auch die Suizide enthalten. Und dies zu einem Grossteil: 2015 starben 231 Personen durch Schusswaffen. Davon waren 91,3 Prozent Suizide.[…]

    Treue keiner Statistik die Du nicht selber gefälscht hast, kommt mir da in den Sinn…und da ich der Meinung bin, dass jeder das Recht hat über den Zeitpunkt seines Todes zu entscheiden halte ich so eine “Methodik” mit Verlaub für unlauter….

    Ferner
    […]
    In der Frage, inwiefern diese Schusswaffensuizide direkt auf die Verfügbarkeit der Waffen zurückzuführen sind, ist sich die Forschung nicht vollständig einig. Die Mehrheit der Wissenschaftler bejaht, dass mit einer Reduktion der Verfügbarkeit von Waffen die Gesamtzahl Suizide abnimmt. Die Studien beschreiben jedoch eher die Häufung der zwei Phänomene, ohne direkte Kausalität herstellen zu können.
    […]

    Anscheinend liegt die Schweiz in der Suizidrate vgl.
    h**ps://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/nachhaltige-entwicklung/monet/alle-nach-themen/lebensbedingungen/suizidrate.html
    im Vergleich zu Deutschland vgl. h**ps://de.statista.com/statistik/daten/studie/318224/umfrage/selbstmordrate-in-deutschland-nach-altersgruppe/ zumindest im Jahre 2015 nicht so weit auseinander.
    Nur die Methoden wie jemand Schluss macht die unterscheiden sich halt, weil jemand das nimmt was er da hat, zu was er Zugang hat.

    Wer nun wie in dem Artikel mit dem Argument kommt, dass durch keinen Zugang zu Waffen jemand u.U. keinen Suizid begeht, der soll sich bitte mal mit Zugführern unterhalten, wie es denen geht, wenn denen einer auf das Gleis gelaufen ist.

    Btw. hier in CH nahmen die assistierte Suizide zu:
    h**ps://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kataloge-datenbanken/medienmitteilungen.assetdetail.1023143.html und irgendwo habe ich aufgeschnappt dass dadurch auch die Zahl der Suizide mit Schusswaffen zurückgegangen ist.
    Ansonsten ist das im Artikel genannte Referendum in Arbeit…..

    @Basilios

    […]. Ich möchte nicht, daß jeder Bürger einfach so eine Schusswaffe besitzen kann. Ich wüsste auch überhaupt keinen vernünftigen Grund, warum eine Gesellschaft ihren Bürgern den privaten Schusswaffenbesitz gestatten sollte.
    […]

    Bei so einer Aussage denke ich an sehr stark motorisierte Sportwagen…da fällt z.B. mir so gut wie kein vernünftiger Grund ein, außer dass es mich und auch die Gesellschaft nichts angeht, ob jemand so Teil haben möchte und sich das dann “persönliche Freiheit” nennt.
    Gibt bestimmt noch eine Menge anderer Dinge wo sich diese Aussage von Dir auch noch anwenden lässt und angewendet wird z.B. bei Chemikalien (Stichwort EU-Verordnung 98/2013). Blöderweise benötige ich da Salpetersäure und Wasserstoffperoxid für meine diversen Projekte privat….aber was interessiert schon die Gesellschaft die persönliche Freiheit des Einzelnen schließlich wird das Land wird von Sicherheitsbehörden geleitet und regiert von Sicherheitsbeamten vgl. h**p://www.internet-law.de/2011/10/das-land-wird-von-sicherheitsbeamten-regiert.html

    Sorry für halb OT…..aber ich habe was dagegen, wenn sich der Staat bzw. die Gesellschaft auf die Art (Nanny-State bzw. Präventionsstaat) in diverse Freiheiten einmischt….

    bombjack

  38. #38 Basilios
    Acca 13
    20. November 2018

    @bombjack
    Wir können uns sicher darauf einigen, daß der Staat sich so wenig als möglich in die private Lebensgestaltung seiner Bürger einmischen sollte.
    Da bin ich dabei.

    Trotzdem denke ich, daß es Tätigkeiten gibt, bei denen unsere Gesellschaft der Freiheit des einzelnen besser einen Riegel vorsetzt. Ich möchte zum Beispiel auch nicht, daß jeder unter massivem Alkohol- oder sonstigem Drogeneinfluß in einem PKW auf öffentlichen Straßen unterwegs sein darf. Und der PKW hat auf öffentlichen Straßen bitteschön auch verkehrssicher zu sein. Mann muss die Freiheit der Mitbürger gar nicht immer komplett beschneiden. Oftmals genügt schon ein sachte regulierender Eingriff.

    Es gibt für fast jede persönliche Freiheit eine Möglichkeit diese auszuleben ohne die Freiheit seiner lieben Mitmenschen einzuschränken. Ein Bekannter von mir kauft zum Rasen mit seinem Sportwagen einfach ein paar Runden auf einer abgesperrten Rennstrecke.

  39. #39 Laie
    24. November 2018

    Es gibt Gründe für und gegen den Waffenbesitz. Wie wäre es abzuwägen?

    Die Notwendigkeit selbst Waffen ist nicht gegeben, so lange der Staat eine gewisse Grundsicherheit aufrecht erhält und man folglich man nicht gezwungen wird, sein Habitat zu verteidigen.

    Bei Waffenbesitz sollte mindestens eine ordentliche psychologische Prüfung vorausgehen, um labile Menschen vor dummen Handlungen zu bewahren.

    Bei den USA problematisch, dass (wenn ich es richtig verstehe) fast jeder, auch labile Persönlichkeiten Waffen besitzen dürfen, oder auch halbautomatische – ein erhöhtes Gefährdungspotential oder auch in einigen Gegenden damit frei herumlaufen zu dürfen. Das Gegenargument ist, wenn Ganoven mit Waffen herumlaufen, dann kann man sich wenigstens im besten Falle selbst verteidigen. Die Situation ist nicht ganz so einfach zu entschärfen, oder?