Die Zeit “zwischen den Jahren” gilt ja als eine besinnliche (wenn auch die meisten Besinnungen sich vielleicht eher darum drehen, welche Geschenke man wie umtauschen oder weiter verschenken kann). Und da Albert Einstein einerseits immer wieder mal als “Kronzeuge” für die Existenz eines Gottes – und damit als verkappter Anhänger traditioneller Religion – herhalten muss, andererseits der Brief an den Autor Erich Gutkind, in dem Einstein ziemlich unzweideutig “das Wort Gott … als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel als eine Sammlung ehrwürdiger aber doch reichlich primitiver Legenden” bezeichnet, vor ein paar Wochen für fast drei Millionen Dollar bei Christie’s versteigert wurde, ist er vielleicht eine anregende Lektüre in dieser Zeit:

(Ein Klick auf diesen Auszug führt zur Webseite des Auktionshauses Christie’s, wo man dem Brief zurzeit noch in voller Länge lesen kann.)

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Kommentare (69)

  1. #1 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2017/02/01/pascals-wette/
    29. Dezember 2018

    Muss es nicht “Einsteins Gedanken zu Gott und der Welt” heißen? Es geht ja nicht um Die Welt und auch nicht, wie ein oberflächlicher Blick auf die letzte Zeile suggerieren mag um Die Zeit.

    Auch geht es wohl nicht um die Einsteins Gedanken zur Phrase “Gott und die Welt”.

    Als Physiker ist Einstein meines Erachtens keine größere Autorität in Sachen Götter als ein Verkäufer, ein Pizzabote oder ein Theologe. Mir ist ziemlich wumpe, was Einstein dazu dachte, John Lennon oder Greta Garbo. Dass sein Brief wie ein Fetisch gehandelt wird ist mir schon zu viel Ausdruck einer religiösen Gesinnung. Wenn er etwas kluges beinhaltet soll man ihn ins lesbare transkribieren und dann muss der Inhalt bestehen können – egal ob Einstein das geschrieben hat oder ein Fliesenleger.

  2. #2 hto
    29. Dezember 2018

    Religiöser Gesinnung – spiritueller Besinnung!?

    “Gott ist Geist, und …” Joh. 4,24

    Gott ist Metapher, für einen Zustand den der bewusstseinsschwach/betäubte funktionalisierte Mensch mit Religion zu seiner UNWAHRHEITLICHEN Konfusion (“unzweideutig”) verklärt bekommt – Einstein hatte sicher eine durchdachte Bezeichnung, ich bevorzuge Zentralbewusstsein.

    Christus wollte (vergleichsweise) Sozialismus in geistig-heilendem Selbst- und Massenbewusstsein (mit allen daraus resultierenden Konsequenzen), was allerdings immernoch nicht in den Kreislauf dieser dummen Welt- und “Werteordnung” passt.

  3. #3 Markweger
    29. Dezember 2018

    Na ja, was Einstein zu dem Thema gedacht hat ist soviel von Interesse wie das was jeder andere dazu denkt auch.

  4. #4 christ
    29. Dezember 2018

    Der Einstein von 1954, aus dem der Brief stammt, ist nicht mehr der gleiche Einstein von 1924.
    Und es ist auch logisch, dass der Freidenker Einstein sein eigenes Weltbild über das Universum hatte.

    Wenn man jetzt Einstein als Authorität in Fragen von Relgion sieht, weil er ja als besonders intelligent gilt, dann könnte man auch den Weltmeister im Schach, Kasparov, übrigens war dessen Vater auch Jude, als Authorität für Religion heranziehen.

  5. #5 Lycra
    29. Dezember 2018

    Wir benötigen definitiv mehr Deutschness.

  6. #6 rolak
    29. Dezember 2018

    Muss es nicht?

    Selbstverständlich nicht, und die schlichte Konjunktion klingt mir auch deutlich wahrscheinlicher. Eine offensichtlichere, aber eben auch unnötig wortreiche Variante wäre vielleicht “Einsteins Gedanken zu Gott und wie die Welt damit umspringt”.

    Hätte eventuell sogar mehr Menschen klar werden lassen, daß es hier mitnichten um ein arg.ad.verecundiam bzgl religiöser Fragen geht. Diesen möglichen Effekt schätze ich aber aufgrund bisheriger Erfahrungen als eher ultragering ein.

  7. #7 hto
    29. Dezember 2018

    @Christ

    “Freidenker” – Sind wir denn nicht alle im selben Maße “durchströmt” vom Geist der Gott / Schöpfung / Universum / Zentralbewusstsein ist?
    Und wenn man dazu noch bedenkt wie die zeitgeistliche Gemeinschaft uns beim Wachsen prägt, dann … – Nichts gehört dem “Einzelnen” allein, sogar / besonders unsere Gedanken nicht!?

  8. #8 christ
    29. Dezember 2018

    hto
    “sogar unsere Gedanken gehören uns nicht allein”,
    das war die richtige Einsicht zum Jahreswechsel.
    Deswegen postest du und ich und die ganze Community, immer in der Hoffnung, dass die Gedanken auf fruchtbaren Boden fallen.
    Was dasselbe Maß anbetrifft, da hege ich Zweifel. Wir sind auch von falschen Schlussfolgerungen durchströmt und deshalb ist mein Fazit: Klaren Kopf behalten, auch 2019.

  9. #9 hto
    29. Dezember 2018

    Christ: “… auf fruchtbaren Boden fallen.”

    Genau: Entwicklung von “gottgefälligem” Verantwortungsbewusstsein, besonders wegen der zweifelhaften/swürdigen und offensichtlich falschen Schussfolgerungen, durch manipulative Einflüsse 🙂

  10. #10 Holger Gronwaldt
    29. Dezember 2018

    @user unknown,

    Als Physiker ist Einstein meines Erachtens keine größere Autorität in Sachen Götter als ein Verkäufer, ein Pizzabote oder ein Theologe.

    Sehe ich genau so: der Theologe ist auch nicht kompetenter in Sachen Gott/Götter als der Pizzabote, Verkäufer oder sonst wer. Wie denn auch?

    “Gott” ist ein mit beliebigem Inhalt zu füllender Begriff, für den es auch keine Kriterien gibt, ob der Inhalt nun passt oder nicht.
    Da man mit “Gott” alles erklären kann, kann man mit “Gott” eben genau null erklären.

    Allerdings kann man das, was manche in ihren Begriff “Gott” reinpacken, durchaus einer Kritik unterziehen. So lässt sich z. B. leicht zeigen, dass der christliche Gott aus rein logischen Gründen nicht existieren kann.

    Wenn ihn manche für real halten, zeigt das bloß, dass es mit ihrer Logik nicht weit her ist. Und ich denke, da hatte Einstein ihnen dann doch einiges voraus.

  11. #11 christRobert
    29. Dezember 2018

    HG
    Einig mit Einstein, da kannst du dir ja auf die Schulter klopfen.
    Nur mal so als Anmerkung, das was unser Leben ausmacht, nämlich Liebe und Gefühl kannst du nicht logisch analysieren.

  12. #12 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2018/12/27/refreshing-memories/
    29. Dezember 2018

    @christRobert:

    Nur mal so als Anmerkung, das was unser Leben ausmacht, nämlich Liebe und Gefühl kannst du nicht logisch analysieren.

    Wieso kann man die nicht logisch analysieren? Wie denn, wenn nicht logisch, unlogisch?

    Ist das nur eine Hoffnung von Dir oder hast Du dafür gute Gründe vorzuweisen? Lehnst Du Evolutionspsychologie ab? Da bist Du auf SB in guter Gesellschaft, aber auch nur, wenn Du Dich auf Genderstudies berufst – ansonsten gilt das als schweres Indiz für Kreationismus und wird bis aufs Blut bekämpft. 🙂

  13. #13 Bote 18/19 ex christRobert
    29. Dezember 2018

    user unknown
    Lege mal den Schwerpunkt auf analysieren.
    Und vergiss mal den Psychater.
    Du liegst im Freien unter einem Baum und denkst nichts.
    Aber du geniest die Sonne, du geniest die Ruhe und du geniest die Wärme.
    Wenn du anfängst , diese Situation zu reflektieren, dann zerstörst du ein Gefühl. Ich nenne es jetzt das Gefühl von Harmonie,” Eins” sein mit der Natur.
    So war das gemeint.
    Was du jetzt mit Evolutionspsychologie meinst, das gibt es natürlich, und wie sich der Hund aus dem Wolf entwickelt hat und andere Gefühle und Reaktionen zeigt, wie sein wilder Vorfahre, so sind wir auch gezähmt, sozial gezähmt.
    Und das ist auch gut so.
    Die Kreationisten, die haben hier bei meinen Gedanken keinen Platz. Und für dich habe ich mich auch umbenannt, damit du keine falschen Schlüsse ziehst.

  14. #14 Alisier
    29. Dezember 2018

    “Wer auch immer aus meinen Briefen zitiert, sollte wissen, dass es völlig egal ist, was dort geschrieben steht. Aufs selber denken kommt es an!”
    Albert Einstein
    sowie:
    “Hätte ich soviel geschrieben oder gesagt, wie mir in den Mund gelegt wird, wäre ich zur Physik nie gekommen.
    Dass Gott eine Chimäre ist bleibt aber so oder so eine Tatsache.”
    Derselbe

  15. #15 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2018/12/17/vorprodukt-klausentreiben/
    29. Dezember 2018

    @Botox1819:

    Lege mal den Schwerpunkt auf analysieren.
    Und vergiss mal den Psychater.
    Du liegst im Freien unter einem Baum und denkst nichts.
    Aber du geniest die Sonne, du geniest die Ruhe und du geniest die Wärme.
    Wenn du anfängst , diese Situation zu reflektieren, dann zerstörst du ein Gefühl. Ich nenne es jetzt das Gefühl von Harmonie,” Eins” sein mit der Natur.
    So war das gemeint.

    Wie kommst Du darauf, dass die Analyse das Gefühl zerstört?
    Meinst Du auch mit der Analyse der Angst vor dem Tod ließe sich diese Angst zerstören? Oder mit der Anlayse des Hungers der Hunger?
    Psychiater und Psychologen sind übrigens 2 Paar Schuhe.

    Falls Dein Hund-Wolf-Beispiel bedeuten soll, dass sich Psychologie nur auf domestizierte Lebewesen bezieht ist das ein weiterer Irrtum.

  16. #16 18/19
    29. Dezember 2018

    uu
    Die Domestizierung ist nur ein Beispiel für Evolutionspsychologie. Es ist bekannt, dass ein Wolfsrudel, dass von einem Schäferhund geführt wird, viel gefährlicher ist, als ein Rudel mit einem Wolfsrüden.
    Analysen stören die Harmonie. Ein zweites Beispiel , du sitzt in einem kleinen Segelboot und kreuzt gegen den Wind. Du musst kämpfen, die Wellen werden höher aber ein Glücksgefühl macht sich breit, weil du das Boot beherrscht, weil du den Wind gefügig machst.
    Überlegungen oder Analysen finden in dieser Situation nicht statt. Du bist ein Teil von Wind und Wellen und du bist der Meister deines Bootes.
    Was jetzt den Tod betrifft, der Soldat, der sich seiner Gefahr bewusst ist, und trotdem seine Pflicht tut, der hat gar nicht viel Zeit sich mit den Todesängsten zu beschäftigen und sich von ihnen beherrschen lassen, der kämpft auch . Und solange er kämpft, behält er die Hoffnung zu überleben.
    Wenn ein Ringer in einen Kampf geht, dann macht er das mit der Überzeugung, dass er eine Gewinnchance hat. Sonst braucht er den Kampf gar nicht zu beginnen.

    Was den Hunger betrifft, ich habe als Kind hungern müssen und ich sage Dir, der Hunger tut dir nur die ersten Tage weh, dann gewöhnst du dich an ihn.

  17. #17 Alisier
    29. Dezember 2018

    Gott hat sich bestimmt was dabei gedacht, als er dich hungern ließ. so wie er sich immer was dabei denkt, wenn Menschen gequält und ermordet werden, nicht wahr….
    Können wir bitte auf wirre und irre Hirngespinste verzichten, und das Hirn wieder einschalten, bevor der Thread mal wieder völlig zerfasert?

  18. #18 18/19
    29. Dezember 2018

    Alisier
    Sie halten sich raus, wenn sich ernsthafte Menschen unterhalten. “Gott und die Welt” ist eine Metapher und bedeutet Alles wichtige und alles Unwichtige.
    Und das Wolfrudel gehört da genauso dazu, wie Gott himself.

  19. #19 Alisier
    29. Dezember 2018

    Zum Wolfsrudel:
    Es ist unerträglich, wenn Halbwissen verwurstet wird, und nichts aber auch wirklich nichts mehr von echten Erkenntnissen übriggeblieben ist.
    Das hier ist ein Wissenschaftsblog, und kein Jammer- und Schwurbelzimmer für sich selbst überschätzende (setzen Sie bitte hier ein Schmähwort Ihrer Wahl ein).
    Wie wäre es denn so als guter Vorsatz zum neuen Jahr den Rand zu halten, wenn man wirklich gar keine Ahnung hat?
    Es würde das Lesen von Diskussionen viel angenehmer machen.

  20. #20 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com
    30. Dezember 2018

    @wolfschrist:

    Die Domestizierung ist nur ein Beispiel für Evolutionspsychologie. Es ist bekannt, dass ein Wolfsrudel, dass von einem Schäferhund geführt wird, viel gefährlicher ist, als ein Rudel mit einem Wolfsrüden.

    Eh – und?

    Analysen stören die Harmonie. Ein zweites Beispiel , du sitzt in einem kleinen Segelboot und kreuzt gegen den Wind. Du musst kämpfen, die Wellen werden höher aber ein Glücksgefühl macht sich breit, weil du das Boot beherrscht, weil du den Wind gefügig machst.

    Nein, ich habe keinen Segelschein, kein Segelboot und keinen See. Aber sagen wir ich stelle es mir vor.
    Entweder die Situation ist Routine, und ich beherrsche sie locker, dann habe ich genug Muße um auch währenddessen Analysen anzustellen.
    Oder ich muß ständig auf verschiedene Einflüsse achten, Wind, Wellen, Strömung und Fahrtrichtung in Beziehung setzen, Geschwindigkeit, Verkehr, also die Situation analysieren. Freilich unter dem pragmatischen Gesichtspunkt akuter Problemlösung – nicht philosophisch umherschweifend im Garten möglicher, erbaulicher Gedanken.

    Deine naive Soldaten- und Ringerromantik gehe ich auchb nicht mit. Ohne Ringer zu sein meine ich doch zu wissen, dass es da Wettkämpfe in Ligen gibt, wo man durchaus auf wesentlich schwächere oder stärkere Gegner stößt, so dass für eine der Parteien von vorne herein keine Gewinnchance besteht. Man muss dann anständig sein bestes geben, obwohl man keine Hoffnung hat.

    Die Frage war aber, was die Analyse einem Ereignis nimmt und die Analyse findet ja meist retrospektiv statt, nicht währenddessen.
    Das Gefühl der Liebe hat man ja nicht ununterbrochen, zwischendurch ist da ja wohl Zeit für Analysen. Außerdem kann man ja auch die Liebe anderer analysieren.

    Man kann die Liebe analysieren und die Analyse lieben und auch wenn Deine Fähigkeiten in dieser Hinsicht noch zu entwickeln sind: Du wärst ohne ein Mindestmaß an Analyse gar nicht in der Lage Liebe von Angst oder einem VW Passat zu unterscheiden, denn Analyse beruht ganz wesentlich auf der Fähigkeit Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu bestimmen und zu benennen.
    Du könntest nur sinnlos brabbeln oder wie ein Tonbandgerät Bibelpassagen wiedergeben, die das Wort enthalten, weil Du das Wort unterscheiden kannst, nicht aber die Sache.

    Dem Finden von Gemeinsamkeiten und Unterschieden geht dabei die Sammlung von Beobachtungen voraus, also ein sinnlicher Vorgang, Erfahrung.

    Angst vor der Analyse musst Du nur haben, wenn Dir Dein Hirn signalisiert, dass da eine unangenehme Lücke in Deinem Kopf herrscht oder ein Widerspruch unvermeidlich darauf lauert, sein hässliches Angesicht zu erheben um die Frage zu stellen, ob man denn auf Befehl lieben kann – zum Beispiel. Ob das Gefühl für die Eltern eigentlich Liebe ist, oder ob man da vielleicht anderes empfindet. Ob man überhaupt schon jemanden geliebt hat und geliebt worden ist.

    Wenn das Hirn vornehmlich als Blockwart arbeiten muss, verbotene Gedanken fernhalten, dann sieht es mit der Analyse natürlich schlecht aus.

    Falls das für Dich zutrifft: Es muss für andere nicht zutreffen.

    Gutmütige Enthusiasten dagegen, Deutschtümler von Blut und Freisinnige von Reflexion, suchen unsere Geschichte der Freiheit jenseits unserer Geschichte in den teutonischen Urwäldern. Wodurch unterscheidet sich aber unsere Freiheitsgeschichte von der Freiheitsgeschichte des Ebers, wenn sie nur in den Wäldern zu finden ist? Zudem ist bekannt: Wie man hineinschreit in den Wald, schallt es heraus aus dem Wald. Also Friede den teutonischen Urwäldern!

    Krieg den deutschen Zuständen! Allerdings! Sie stehn unter dem Niveau der Geschichte, sie sind unter aller Kritik, aber sie bleiben ein Gegenstand der Kritik, wie der Verbrecher, der unter dem Niveau der Humanität steht, ein Gegenstand des Scharfrichters bleibt. Mit ihnen im Kampf ist die Kritik keine Leidenschaft des Kopfs, sie ist der Kopf der Leidenschaft. Sie ist kein anatomisches Messer, sie ist eine Waffe. Ihr Gegenstand ist ihr Feind, den sie nicht widerlegen, sondern vernichten will. Denn der Geist jener Zustände ist widerlegt. An und für sich sind sie keine denkwürdigen Objekte, sondern ebenso verächtliche, als verachtete Existenzen. Die Kritik für sich bedarf nicht der Selbstverständigung mit diesem Gegenstand, denn sie ist mit ihm im reinen. Sie gibt sich nicht mehr als Selbstzweck, sondern nur noch als Mittel. Ihr wesentliches Pathos ist die Indignation, ihre wesentliche Arbeit die Denunziation.

    Karl Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung

  21. #21 hto
    30. Dezember 2018

    #13

    Ich nehme nun mal an, du hast die Analyse des Gefühls und der Liebe zu “Gott” denen untergeordnet die das Christentum für uns gestrickt haben und befindest dich nun in Harmonie mit der “sozialen Gezähmtheit”!?

  22. #22 18/19
    30. Dezember 2018

    Alisier
    “aufs selber Denken kommt es an”,
    dieser Satz ist bemerkenswert und ich teile ihn.
    Nachträglich möchte ich mich bei dir entschuldigen, denn du gehörst zu denen, deren Logik ich schätze und deren Analysen ich fürchte.
    “Gott hat sich bestimmt was dabei gedacht”, das ist die Einleitung für die Theodizee, bei der man alles Unglück dieser Welt auf Gott schieben will.
    Wenn du ehrlich und sachlich bleibst, musst du zugeben, dass im Kreislauf der Natur kein Platz für solche Gedanken bleibt. Der Kreislauf hat keine Gefühle, Enstehen, Leben und Vergehen, dieser Reihenfolge kann auch der Mensch nicht entgehen.

    Der Rauswurf Adam und Evas aus dem Paradies ist die biblische Erklärung auf die Situation des Menschen in der Welt. Wie es in der Existenzphilosophie beschrieben wird, wir sind die Ausgestoßenen, wir sind die in die Welt Geworfenen.
    Die Wissenschaft hilt uns dabei, dieses Schicksal zu wenden, aber wie es Max Planck formuliert hat : “Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, die Religion aber braucht er zum Handeln.”

  23. #23 18/19
    30. Dezember 2018

    uu,
    Reflektieren, analysieren, kritisieren sind unbedingt notwendig, das tue ich jeden Augenblick auch beim Lesen deiner Meinung.
    Bei den Gefühlen fehlen diese Kriterien, wenn die Gefühle echt und unmittelbar sind.
    Du schreibst etwas sehr Kluges :”Ob das Gefühl für die Eltern eigentlich Liebe ist, oder ob man da vielleicht anderes empfindet.”
    Bei diesem Beispiel ist das Gefühl des Vertrauens schon infiziert, infiziert von der Unsicherheit, infiziert von der Angst, infiziert vom Zweifel.

    Wenn man sich seiner Gefühle vergewissern muss, ist der Zweifel schuld.

    Was hat das jetzt mit Gott zu tun?
    Ganz einfach, wenn du Angst, Zweifel und Unsicherheit subtrahierst, dann bleibt Gott übrig. Das Urvertrauen, dass uns unsere Mütter schenken, das findet seine Fortsetzung im Glauben an Gott. Dabei wird nicht analysiert und auch nicht spekuliert, der Glaube an Gott ist ein Gefühl dass dich im Dunkeln freuen lässt, dass dich im Dunkeln beschützt und dass Zuversicht verbreitet.

  24. #24 18/19
    30. Dezember 2018

    hto
    ich ordne meine Gefühle niemandem unter, auch nicht der Kirche. Am 4. Advent kam es in meiner Kirchengemeinde zu einem Eklat, weil ich offen gegen die Gemeinde gesprochen habe.
    Was die Harmonie mit der sozialen Gezähmtheit auf sich hat, das nennt man gemeinhin “Ehe”. Meine Frau hat mit gezähmt. Und sie ist die Einzige, auf die ich höre.

  25. #25 Spritkopf
    30. Dezember 2018

    @Alisier

    Wie wäre es denn so als guter Vorsatz zum neuen Jahr den Rand zu halten, wenn man wirklich gar keine Ahnung hat?

    Wie soll das denn gehen? Das wäre so, als ob Robert ein Stummheitsgelübde ablegen müsste.

    @Robert
    Oder täusche ich mich in Ihnen und es gibt tatsächlich Themen, bei denen Sie mit Fug und Recht behaupten können, dass Sie Ahnung haben? Vielleicht vom Liebesleben der ägyptischen Waldameise? Oder von der Zubereitung einer Vanille-Senfsauce mit gehackten Nüssen? Das Schreinern von Socken für den kleinen Köter von Tante Trude?

    Oder ist es bei Ihnen wie beim verblichenen Johannes Rau, von dem man sagte, er sei Spezialist fürs Allgemeine (was man mit “von nix eine Ahnung, aber zu allem eine Meinung” übersetzen kann)? Sinnfreie Analogien beherrschen Sie ja immerhin ganz gut.

  26. #26 Spritkopf
    30. Dezember 2018

    Was hat das jetzt mit Gott zu tun?
    Ganz einfach, wenn du Angst, Zweifel und Unsicherheit subtrahierst, dann bleibt Gott übrig. Das Urvertrauen, dass uns unsere Mütter schenken, das findet seine Fortsetzung im Glauben an Gott.

    Wie habe ich das bloß vergessen können? Die Fähigkeit, anderen mit unerwünschtem Missionierungsgebrabbel auf den Wecker zu fallen.

  27. #27 18/19
    30. Dezember 2018

    Spritkopf 25
    es gibt sie noch, die Nachkriegsgeneration, die ihre eigenen Schuhe noch reparieren und besohlen konnte, die die Bremsbeläge des Autos selbst wechseln konnte, die noch selbst einen Hausflur betonieren konnte, Tührrahmen einsetzen, einen Fernseher reparieren und auch eigene Computerprogramme schreiben kann.
    Bei meiner Kürbissuppe wirst du zum ersten Mal den Himmel auf Erden erleben. Und ich bin auch noch geprüfter Gerätetaucher.
    Und was Johannes Rau angeht, der war wenigstens Ministerpräsident von NRW. Wenn du es mal zu sowas bringst, dann sprechen wir weiter.
    zu 26
    meine religiös – mathematische Gleichung kam dir vielleicht ungewöhnlich vor, aber wenn wir uns weiter unterhalten, wird dir das auch geläufig werden.
    Du wirfst mir Missionierung vor ?
    Lies doch mal den Blogtitel. Herr Schönstein muss auch mal die Erfahrung machen, das so ein Thema nach hinten losgehen kann.

  28. #28 hto
    30. Dezember 2018

    #22

    “Die Wissenschaft hilft uns dabei, dieses Schicksal zu wenden, …”

    Also das ist Quatsch, auch wenn ein Max Plank einen Schlichtungssatz in die Unwahrheit einbringt – was die Religion betrifft, da müssen wir angesichts der heuchlerisch-zynischen Realität ganz neu und OHNE … ordnen und Organisieren, dann klappt’s auch mit der Wissenschaft.

  29. #29 18/19
    30. Dezember 2018

    hto
    die Errungenschaften der Medizin kannst du doch nicht leugenen.
    “in die Unwahrheit”
    willst du einem Aborigines unterstellen, dass er lügt.

    Hiermit klicke ich mich aus und wünsche allen Blogteilnehmern ein gesundes Jahr 2019

  30. #30 hto
    30. Dezember 2018

    #29

    Diese “Errungenschaften” kratzen nichtmal an unserem Schicksal, sondern beschleunigen …
    Und was nun die “Aborigines” für eine Wendung sind das …???

  31. #31 Spritkopf
    30. Dezember 2018

    @Robert

    Bei meiner Kürbissuppe wirst du zum ersten Mal den Himmel auf Erden erleben.

    Naja, an Überheblichkeit hat es Ihnen noch nie gemangelt. Ich werde aber dankend auf die Probe verzichten, ob wenigstens in diesem Falle Grund für Ihre Überheblichkeit vorhanden ist.

    Und ich bin auch noch geprüfter Gerätetaucher.

    Hoffnung, dass Sie sich bei Ihren Kommentaren auf Gerätetaucher-Themen beschränken, brauche ich mir keine zu machen, oder?

    Und was Johannes Rau angeht, der war wenigstens Ministerpräsident von NRW. Wenn du es mal zu sowas bringst, dann sprechen wir weiter.

    Ja, das hat er geschafft, indem er – genau wie Sie – jeden mit schmierig-religiösem Verbalschleim überzogen hat, egal ob der das wollte oder nicht.

    Allerdings ist es tröstlich zu sehen, dass Sie ebenfalls noch nicht Ministerpräsident eines Bundeslandes geworden sind. Oder anders gesagt: Dass diese Fähigkeit, solcherlei Schmiere abzusondern, offenbar nicht in jedem Fall zur Erlangung dieses Amtes ausreicht.

    meine religiös – mathematische Gleichung kam dir vielleicht ungewöhnlich vor, aber wenn wir uns weiter unterhalten, wird dir das auch geläufig werden.

    Nö, nicht ungewöhnlich. Das war Ihr übliches brötchendummes Predigergesülze, wie ich es schon zuhauf von Ihnen gehört habe (und leider so oft, dass es mir schon viel zu geläufig ist).

  32. #32 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2016/03/31/sprachpolizei/
    31. Dezember 2018

    @Robert:

    Was hat das jetzt mit Gott zu tun?
    Ganz einfach, wenn du Angst, Zweifel und Unsicherheit subtrahierst, dann bleibt Gott übrig. Das Urvertrauen, dass uns unsere Mütter schenken, das findet seine Fortsetzung im Glauben an Gott. Dabei wird nicht analysiert und auch nicht spekuliert, der Glaube an Gott ist ein Gefühl dass dich im Dunkeln freuen lässt, dass dich im Dunkeln beschützt und dass Zuversicht verbreitet.

    Ich kann mit Deinem religiösen Geschwurbel nichts anfangen.
    Ganz einfach.
    Du kannst auch nicht wissen, ob mir meine Mutter Urvertrauen geschenkt hat oder nicht – weder kennst Du mich, noch meine Mutter, also vereinahme nicht einfach was Deiner Phantasie entspringt.

    Vertrauen als Substantiv ist eine Abstraktion. Dass diese “seine Fortsetzung findet” ist eine schwurbelige Konstruktion – wer ist hier das Subjekt, wer sucht denn etwas? Wieso hat Vertrauen eine Fortsetzung – das ist doch kein Roman und keine Fernsehserie!

    Da ich nicht an Gott glaube findet es bei mir also auch keine Fortsetzung.

    Dass mich Gefühle im Dunkeln beschützen ist auch eine absurde Idee, der ich nichts abgewinnen kann.

    Am Ende soll es Zuversicht verbreiten, aber war das Gefühl von Zuversicht nicht eben die Prämisse? Also Zuversicht verweist auf Gott und Gott spendet Zuversicht? Das ist Antidenken oder sich selbst in den Suff reden.
    Halt mich und meine Mutter da raus.

  33. #33 18/19
    31. Dezember 2018

    Spritkopf 31
    Bei Ihrer Antwort höre ich auch einen gesunden Optimismus und auch genügend Selbstvertrauen heraus.
    Ich wollte Ihnen den Rang als Platzhirsch nicht streitig machen. Gut finde ich den Ausdruck “brötchendumm”, schon der war es Wert Ihren Artikel zu lesen.
    Bleiben Sie gesund 2019 !

    Mensch uu,
    mach doch nicht den Eulen und Unken Konkurrenz.
    Das einzige was ich dir erklären will, mit Logik allein, kannst du die Religion nicht ergründen. Ich kann sie auch nicht ergründen. Und wenn du dich auf dein wissenschaftliches Weltbild verlässt, dann ist das gut so ! Gesundheit für 2019 !

  34. #34 zimtspinne
    31. Dezember 2018

    Dass mich Gefühle im Dunkeln beschützen ist auch eine absurde Idee, der ich nichts abgewinnen kann.

    Das ist aber im Einklang mit der Evopsychologie, dass Babies von Säugetieren, die beschützt und behütet aufwachsen, insbesondere in der Dunkelheit und damit einhergehender Schutzlosigkeit, später im Erwachsenenalter resilienter und selbstsicherer agieren als in der Dunkelheit schutz- und alleingelassene Individuen.
    In der Feminismus-Hippie-Ära der 70 und 80er Jahre war es wohl auch normal, Babies und Kleinkinder separat in ihrem Zimmer allein zu lassen…. was bei Müttern meiner Generation tabu ist. Da schlafen Neugeborene und Babies im Bett der Eltern und sind auch im Tragetuch tagsüber immer dabei.

  35. #35 hto
    31. Dezember 2018

    #33

    Die Logik der Religion ist, dass sie von Anfang an systemerhaltend, also ebenso unwahrheitlich im Sinne des Imperiums gestaltet wurde, was Du sehr wohl ergründen kannst, wenn Du Dich über die “Bildung” zu Suppenkaspermentalität …

  36. #36 18/19 ex Robert
    31. Dezember 2018

    hto,
    Ihre Analysen sind das Ergebnis einer Analyse.
    Was wir brauche ist der Weg dorthin! Wie kann man die Suppenkaspermentalität überwinden?

    zimtspinne
    sehr gut erkannt, nach 1945 ist eine ganze Generation isoliert aufgewachen, die sogenannten Schlüsselkinder. Die Kleinen trugen tatsächlich den großen Hausschlüssel um den Hals. Der Vater war oft im Krieg gefallen und die Mütter mussten arbeiten gehen.
    Diese Kinder waren schon sehr früh selbständig, die klauten und lebten oft in Jugendbanden zusammen.
    Ich will das nicht heroisieren oder idealisieren, diese Generation hat gelernt sich durchzusetzen und hat vor niemandem Respekt.
    Und so wie sich Einstein ein eigenes Weltbild zusammengezimmert hat, so hat diese Generation ihr eigenes Weltbild. Und das reicht vom edlen Kommunisten über den überzeugten Nazi bis zu dem nachdenklichen Christen. In meiner Familie reicht das vom Stasimitarbeiter bis zum Stadtrat.

  37. #37 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com
    31. Dezember 2018

    Das einzige was ich dir erklären will, mit Logik allein, kannst du die Religion nicht ergründen. Ich kann sie auch nicht ergründen.

    Das ist eben ein fundamentaler Fehler, denn ergründen kannst Du ausschließlich mit Hilfe der Logik.

    Das ist wie bei Musik. Du kannst Musik hören und dabei Gefühle haben, aber sobald es ans Ergründen geht, bist Du auf den Verstand zurückgeworfen.

    Auch zu Musik wird ja viel geschwurbelt, nur wenn man die Blechbläser hört, dann meist, weil da auch irgendwo Blechbläser sind. Das lässt sich auch empirisch zeigen, insbesondere wenn man für Aufzeichnungen von Blechbläsern auf CD oder für Übertragungen via Rundfunk etwas suchen muss, um die Blechbläser an der Quelle zu finden, die ein verblindeter Proband von anwesenden Blechbläsern nicht unterscheiden kann.

    Aber was die Religion betrifft: Gefühle, die auf Einbildung basieren, sind nicht sehr geheimnisvoll. Also wenn Du eine konkrete Frage zur Religion hast, dann kannst Du auch versuchen mit naturwissenschaftlichen Methoden und Logik die Frage zu beantworten.

    Religiöse Menschen wollen aber in der Regel von Fragestellungen gar nichts wissen sondern ihre religiöse Praxis einfach ausüben, so wie Konzertbesucher oft Konzerte besuchen wollen und nicht allzu tief in die Analyse der Musik dabei vordringen. Schnell/langsam, piano/forte, Dur/Moll, Strophe/Refrain/Solo, instrumental/a capella usw. – selbst wenn man das alles reflektiert, ist das Musikerlebnis damit nur sehr grob beschrieben. Die verbalen Fähigkeiten auszudrücken, wie die Musik empfunden wird, sind selbst zwischen Musikwissenschaftlern nur begrenzt entwickelt.

    Wenn Du zwei gleich besetzte Rockbands des gleichen Genres nimmst, z.B g., b., dr., keyb., voc., und lässt zwei Laien, die beide Bands bestens kennen, jeweils ein Stück beschreiben, verbietest aber die Namen des Stücks, der Band etc. zu nennen, dann wird es den Fans schwer fallen die Stücke zu unterscheiden, aber wenn sie auch nur den ersten Ton/Akkord hören wissen sie sofort, um welches Stück es geht.

    Im Gegensatz zur Religion macht die Musik aber keine Aussagen über das Leben. Das kann sie nicht und das will sie nicht.

    Die Religion dagegen hat lange Zeit versucht das menschliche Denken und Handeln zu leiten, das eigene und das von anderen Menschen, am stärksten das von abhängigen Kindern. Und da tritt es in Konkurrenz mit anderen Denktraditionen und hat im Wettbewerb objektiv verloren.

    Zu naturwissenschaftlichen Fragestellungen hat die Religion nichts oder fast gar nichts aufzubieten. Beispiel Schöpfung – die 3, 4 Seiten der Bibel, die sich damit beschäftigen, sind schon vom Umfang und der Differenzierung her ein Witz.

    Aber was will die Bibel überhaupt erklären – dass sie in vorwissenschaftlicher Zeit keine Wissenschaft geliefert hat wollen wir ihr nicht vorhalten.

    In tutto grosso beschäftigt sie sich doch mit 2 Dingen, dem Verhalten von Menschen untereinander und dem Verhältnis des Menschen zu Gott.

    Zu Punkt 1 ist der Mensch auch hier auf die wissenschaftliche Methode gestoßen und betreibt seit gut 100 Jahren jetzt Psychologie.

    Punkt 2 kann man aufspalten in einen rein religiösen und einen rein säkularen Aspekt: Gott im engeren Sinne bzw. die Welt/das Leben als Ganzes.

    Letzteres ist wiederum dem logischen Denken, der Philosophie, der Rechtsphilosophie, der Pädagogik usw. zugänglich und diese versprechen für konkrete Fragestellungen bessere, zeitgemäßere Antworten zu finden, als es die Religion vermochte.

    Es bleibt also nur dieses Gotteswesen übrig, über das die Wissenschaft keine Aussagen machen kann und zwar weil es keine empirischen Tatsachen gibt, die es erlauben, dieses Gottesdings irgendwie einzugrenzen um überhaupt zu beginnen, Aussagen darüber zu treffen.

    Damit sind wir bei Wittgenstein anbelangt: Worüber sich nicht sinnvoll reden lässt, darüber sollte man schweigen.

  38. #38 hto
    31. Dezember 2018

    @uu

    Wittgenstein – Wenn also das Leben nichts als nur eine einmalige Zufälligkeit ist, wie sinnvoll ist dann eine arterhaltene Kommunikation im “Recht des Stärkeren”?

    Sollten wir um unseres illusionären Bewusstseins willen nichts besser alles TOTALITÄR ausleben, anstatt eine “Vernunft” die doch nur funktionale Bewusstseinsbetäubung für die Illusionen ist???

  39. #39 hto
    31. Dezember 2018

    #36

    Durch die Wahrheit, ES GIBT NUR EINE (Gottes Wege sind eben doch ergründlich, und die “göttliche Sicherung”, das Schicksal / die Vorsehung ist ebenso überwindbar), die Du/Mensch als Sozialismus / Kommunismus in den Schriften für zweifelsfreie Vernunftbegabung nachlesen kannst (wie im Himmel allso auf Erden), dann klappt’s auch mit einer Mentalität ohne …

    Und komm mir jetzt nicht wieder mit dem theologischen Geseier von Mensch und seiner Natur, das in Unwahrheit.

  40. #40 18/19
    31. Dezember 2018

    uu
    das war ein guter Vergleich mit der Musik.
    Was das Ergründen der Musik betriff, da kann man ja verschieden vorgehen. Der junge Mozart hat sicher nicht über Kadenzen nachgedacht, der hat nach Gefühl komponiert.
    Man kann Musikstücke auch konstruieren , warum nicht. Und so wie der eine Mensch bewusst lebt und sich über alles Rechenschaft ablegt, so lebt der andere in den Tag hinein. Dafür muss er sich nicht rechtfertigen, dieses Recht hat er als Mensch.

    Gefühle, die auf Einbildung basieren.
    Damit impliziert man, dass sie erdacht sind, ohne Grundlage. Aber so funktioniert das nicht.
    Gefühle basieren oft auf einschneidenden Erlebnissen,
    die eine Schlüsselfunktion haben.
    Wenn ein Kind vom Hund gebissen worden ist, dann behält es seine Angst ein Leben lang.
    Wenn ein Kind im Kindesalter in der Kirche ein schönes Erlebnis gehabt hat, dann behält es die Erinnerung daran ein Leben lang.
    Und genauso umgekehrt. Bei schlechten Erlebnissen behält man die Erinnerung daran ein Leben lang.
    Man kann sagen, die Erlebnisse prägen den Menschen.

    Und so wie es keinen Sinn hat zu sagen: Kind du brauchst keine Angst vor dem Hund zu haben, so hat es auch keinen Sinn einem vom Pfarrer missbrauchten Kind zu sagen, die Kirche ist schön.

    Aber die, die mit der Kirche positive Erlebnisse verbinden, für die ist der Glaube an Gott eine mögliche Folge (nicht zwangsläufig)

    Das war jetzt eine konstruierte Erklärung. Es gibt noch andere Wege zum Glauben.

  41. #41 18/19
    31. Dezember 2018

    hto
    die Wahrheit kannst du nirgenst direkt nachlesen . Sogar die Bibel ist in Gleichnissen geschrieben, deren Sinn du erst erschließen musst.
    Deine auffassung ist doch sehr optimistisch.

  42. #42 hto
    31. Dezember 2018

    #41

    Matthäus 21,18-22
    Mit dem solltest Du anfangen und stets im Kopf behalten, der ist wahrscheinlich der wichtigste im Buch, der ist nichts für’s “Individualbewusstsein”.
    Wenn Du den verstehst / zweifelsfrei-eindeutig glauben kannst, dann … hast Du andere Probleme.

  43. #43 18/19
    31. Dezember 2018

    hto
    Matthäus 21 ist der Knackpunkt. Zugegeben.
    Ist Dir klar, was du da verlangst?
    Meiner Schätzung nach, würde sich die christliche Gemeinde stark verkleinern, wenn du Matthäus 21 als einziges Kriterium für christlichen Glauben heranziehen würdest.
    Es gibt auch noch die anderen Evangelisten, die mehr Spielraum lassen für den Glauben. Alles oder Nichts, das können nur wenige Menschen.
    Einen guten Rutsch !

  44. #44 hto
    31. Dezember 2018

    #43

    Knackpunkt? Forderungen/Bedingungen?? – Mannomann, genau betrachtet sind wir auch in Relativitätstheorie!?

  45. #45 Holger Gronwaldt
    31. Dezember 2018

    @18/19, aka Robert,

    die Wahrheit kannst du nirgenst direkt nachlesen . Sogar die Bibel ist in Gleichnissen geschrieben, deren Sinn du erst erschließen musst.

    Das mit der Wahrheit stimmt, mit dem Sinn nicht. Alles, was in der Bibel steht, hat genau den Sinn, den der, der den jeweiligen Text anführt, damit beabsichtigt.Sinn kommt da immer nur von außen, die Bibel in sich hat keinen Sinn.

    Es gibt auch noch die anderen Evangelisten, die mehr Spielraum lassen für den Glauben.

    Der Spielraum für deinen Glauben ist sogar unendlich groß, denn kein Unsinn in der Bibel ist groß genug, als dass er nicht noch als Begründung für deinen Glauben herhalten könnte.Beliebig viele Kombinationen lassen den Spielraum ins Unendliche wachsen.

    Wie Andreas Edmüler in seinem Buch “Die Legende von der christlichen Moral” nachgewiesen hat,gibt es auch keine Kriterien, nach denen man bei Bibelaussagen zwischen gut und böse, falsch und richtig unterscheiden könnte. Es hängt lediglich davon ab, welchen Teil der Bibel man gerade aufschlägt.

    Auch dir einen guten Rutsch und hoffentlich intelligentere Kommentare im nächsten Jahr!

  46. #46 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2018/12/31/2018-abgesang/
    31. Dezember 2018

    @hto

    Wenn also das Leben nichts als nur eine einmalige Zufälligkeit ist, wie sinnvoll ist dann eine arterhaltene Kommunikation im “Recht des Stärkeren”?

    Was meinst Du mit arterhaltender Kommunikation im “Recht des Stärkeren”?

    @robertoBlanko

    Der junge Mozart hat sicher nicht über Kadenzen nachgedacht, der hat nach Gefühl komponiert.

    Mozart erhielt bereits mit 4 Jahren Musikunterricht von seinem Vater, darunter solchen in Komposition. Aber wahrscheinlich hat Mozart 2 Jahre lang nicht hingehört, sondern in die Luft gestarrt, herumgefühlt und dann seine Gefühle dank göttlicher Intuition in Musik verwandelt – so wie das Genies eben tun!

    Es ist unsagbar, was für ein bornierter Ignorant man sein kann, wenn man nur religiös genug ist.

    Wenn ein Kind vom Hund gebissen worden ist, dann behält es seine Angst ein Leben lang.

    Das ist in dieser deterministischen Darstellung einfach falsch.
    Manche Kinder entwickeln daraus eine Angst, manche nicht. Manche eine lebenslange Angst, andere überwinden sie.

    Wenn ein Kind im Kindesalter in der Kirche ein schönes Erlebnis gehabt hat, dann behält es die Erinnerung daran ein Leben lang.

    Das ist genauso falsch. Die Erinnerung kann verblassen.

    Es gibt noch andere Wege zum Glauben.

    Das dumme mit Deinen Wegen zum Glauben ist, dass der Glaube selbst den meisten hier gar nicht erstrebenswert scheint, so dass ihnen herzlich egal ist, was als Weg dahin vorgeschlagen wird.

    Und so wie wir von einem erwachsenen Menschen in Bezug auf Hunde erwarten, dass er mehr dazu im Kopf hat, als dass er selbst einmal von einem gebissen wurde, so erwarten wir auch von Gläubigen, dass sie mal von sich und einem für sie schönen Erlebnis absehen und Kopf aus dem eigenen Sumpf erheben können und sich die Welt im Allgemeinen anschauen.

  47. #47 hto
    1. Januar 2019

    #46

    Wirklich? 🙂 “Denn sie wissen nicht was sie tun.”?

  48. #48 zimtspinne
    1. Januar 2019

    Und so wie es keinen Sinn hat zu sagen: Kind du brauchst keine Angst vor dem Hund zu haben, so hat es auch keinen Sinn einem vom Pfarrer missbrauchten Kind zu sagen, die Kirche ist schön.

    Aber die, die mit der Kirche positive Erlebnisse verbinden, für die ist der Glaube an Gott eine mögliche Folge (nicht zwangsläufig)

    Das ist eben leider Murks und Mist.
    Die religiöse Indoktrination, besonders die frühkindliche, funktioniert ähnlich einer Seuche Sucht; selbst sexuell und religiös missbrauchte Leute kommen ihr Leben lang oft ganz schlecht weg von dieser und selbst bei erfolgreicher Abstinenz gibt es immer wieder Rückfälle.
    So verfallen sie in typisch religionsgeprägten Situationen wie bei Konfrontationen mit Unglück und Tod wieder -wie von selbst- in religiöse Gedankenkarusselle….. oftmals empfinden Menschen auch lebenslang eine Art Hassbeziehung zu ihrer religiösen Prägung, möchten gerne davon loskommen, schaffen es aber einfach nicht.
    Missbrauchsopfer haben auch lebenslang mit der emotionalen Beziehung zu ihren Tätern zu kämpfen, dagegen ist die Positionierung gegenüber aggressiven Hunderassen direkt unkompliziert und einfach: Wer mal von einem Schäferhund gebissen wurde, wird wohl lebenslang gewisse Achtsamkeit und Vorsicht dieser Hunderasse entgegenbringen; das kann er auch nur bedingt verstandsmäßig steuern.
    Da nutzt auch kein Herumanalysieren der Situation, auch wenn der gute user unkonwn so tut als ob eine rational gesteuerte Analyse gegenüber untergeordneten und vor allem unterzuordnenden Emotionen das Nonplusultra sei. Nicht realitätstauglich für die meisten Menschen.
    Wir sind alle hochgradig emotional beeinflussbar, sonst würden sich nicht täglich Menschen völlig irrational und gegen jeden gesunden Menschenverstand verhalten und vereinnahmen lassen.
    Dazu werden wir auch noch täglich Opfer von Selbsttäuschung und Selbstbetrug…. ohne die Fähigkeit hierzu wäre das Leben auch eine echt harte Prüfung. Da macht man sich doch eben mal schnell selbst was vor und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

    uu natürlich als Meisteranalysator (mit merkwürdigem Hass auf Gefühls- und Emotionsebenen^^) ist außen vor — da werden alle Alltagssituationen und tausende Tagesentscheidungen analytisch verarbeitet.
    Das gute alte Bauchgefühl wurde schon längst ausgemerzt, mit Stumpf und Stiel.
    Vielleicht ja eine autistische Neigung; die verschleiert wird und wo einfach mal aus der Not eine Tugend gemacht wird. Kann man ja sogar verstehen, mache ich auch oft und inzwischen sogar ohne schlechtes Gewissen 😀

  49. #49 русский
    1. Januar 2019

    uu
    ein Gutes Neues Jahr 2019!
    Robert musste ich in Rente schicken, der weckt zu viele negative Assoziationen.
    Meine erste Begegnung heute morgen hatte ich mit einem Russen, einem äußerst klugen Menschen, deshalb der neue Nick.
    Um die Sache mit dem Hund auf die Spitze zu treiben, meine psychologischen Einsichten und Schlussfolgerungen ziehe ich aus der Hundedressur.
    Wenn man Menschen , die orientierungslos sind, wie Hunde behandelt, dann ist man erfolgreich.
    (Hoffentlich kommen jetzt nicht zu viele böse Zuschriften)
    Zimtspinne, die ihre tierischen Instinkte nicht verleugnet, die hat Recht.

    “so erwarten wir auch von Gläubigen, dass sie mal von sich und einem für sie schönen Erlebnis absehen und Kopf aus dem eigenen Sumpf erheben können und sich die Welt im Allgemeinen anschauen.”
    Sach mal, hälst du dich für den einzigen Menschen auf der Welt, der den Durchblick hat ? Ein “Checker” sozusagen.
    Auf dieser Ebene wird sich русский nicht mit dir unterhalten.

    zimtspinne
    leider kenne ich keine Menschen, die ich für indoktriniert ansehe. Es gibt sie sicher, vielleicht hast du da mehr Erfahrung als ich.
    Sogar die evangelischen Geistlichen, die ich kenne, die sind lebenspraktische Menschen “ohne religiöse Gedankenkaruselle”. Der Pfarrer unserer Gemeinde , der veranstaltet regelmäßig Tangokurse und die Frauen sind begeistert.
    In diesem Sinne Gesundheit und viel Liebe im Neuen Jahr.

  50. #50 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2014/05/14/dalai-lama/
    1. Januar 2019

    @zimtspinne:

    Da nutzt auch kein Herumanalysieren der Situation, auch wenn der gute user unkonwn so tut als ob eine rational gesteuerte Analyse gegenüber untergeordneten und vor allem unterzuordnenden Emotionen das Nonplusultra sei. Nicht realitätstauglich für die meisten Menschen.

    Ich habe nirgends von einer Über- oder Unterordnung gesprochen.
    Analysieren und aus dem Bauchgefühl handeln sind unterschiedliche Operationsmodi die ihre eigene Berechtigung haben.

    Ich habe die Behauptung angegriffen, Liebe und Gefühl könne man nicht logisch analysieren.

    Weder habe ich behauptet, dass man jedes Gefühl analysieren soll, noch dass Analyse Liebe und Gefühl ersetzen könne.

    Die einzige Aussage war, dass man Liebe und Gefühle analysieren kann.

    So wie man auch Fußballspiele analysieren kann aber sich dabei selten eine Zerrung zuzieht und keinen Pokal gewinnt, weil es etwas gänzlich anderes ist, als Fußball zu spielen. Niemand käme auf die Idee die Analyse eines Fußballspiels für eine Alternative zum Spielen zu halten oder zu fordern, man müsse jeden Pass, jeden Kopfball und jedes Laufduell analysieren – wieso sollte man das tun?

    Aber man kann Fußballspiele, Spielzüge, Laufleistungen analysieren.

    Wir sind alle hochgradig emotional beeinflussbar, sonst würden sich nicht täglich Menschen völlig irrational und gegen jeden gesunden Menschenverstand verhalten und vereinnahmen lassen.

    So oft verhalten sich Menschen nicht gegen jeden gesunden Menschenverstand. Oft ist das Bild der Lage einfach unterkomplex (er will abnehmen, aber trinkt noch eine Cola), aber wenn man sich die Lage in ihrer Komplexität mit ihren vielfältigen Motiven genauer anschaut, versteht man auch das Verhalten auch oft besser. Natürlich reicht die Zeit nicht, um jede Banalität bis ins Detail zu analysieren.

    uu natürlich als Meisteranalysator (mit merkwürdigem Hass auf Gefühls- und Emotionsebenen^^)

    Wo liest Du das denn raus?