Wenn’s um geschlechtergerechte Verwendung der Sprache geht, dann strecke ich ja eigentlich lieber meinen eigenen Kopf aus dem Fenster (hier und hier findet Ihr ein paar Beispiele) und streite mich auch ganz gerne mit Leserinnen und Lesern darüber (ja, Doppeltnennung ist etwas, was man sich angewöhnen sollte). Aber heute mach ich mir’s mal leicht und verlinke auf diesen Beitrag Wer ist hier hysterisch von Margarete Stokowski auf Spiegel Online . Der ist nämlich sehr gut geschrieben, und ich sehe darin eine Menge an Übereinstimmungen mit meiner eigenen Position, die … ja, wer die nochmal nachlesen will, findet weiter oben ein paar Links.

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Kommentare (135)

  1. #1 René
    15. März 2019

    @roel: Das ist richtig. Sorry.

  2. #2 Solarius
    15. März 2019

    …Das Frauenwahlrecht in Deutschland ist erst 100 Jahre alt,…

    Vorher hatten die Deutschen einen Kaiser. Auch Männer konnten nicht wirklich wählen. Erst die Weimarer Republik war eine Demokratie, in der auch Männer ein wirkliches Wahlrecht hatten.

    Jetzt haben wir 100 Jahre Frauenwahlrecht. Und Männer dürfen die Gleichstellungsbeauftragten nicht wählen. Und sie dürfen sich auch nicht wählen lassen.

    Auch hier sind es die Männer, die diskriminiert werden.

  3. #3 roel
    15. März 2019

    @Abanana Es scheint Mode zu werden, andere Kommentatoren nicht mehr direkt anzusprechen, sondern deren Kommentarnummer zu nennen. Es scheint ebenfalls Mode zu werden beleglos zu argumentieren. Vielleicht ist es zu umständlich, sich einen Nicknamen zu merken und beim Recherchieren ab und zu mal den Link zu kopieren.

    Der Frauenanteil aller im Bundestag vertretenen Parteien ist 28%. Der Frauenanteil im Bundestag ist 31%, das spiegelt ungefähr ihren Anteil in den Parteien wider. Zahlen aus https://www.bpb.de/politik/grundfragen/parteien-in-deutschland/zahlen-und-fakten/140358/soziale-zusammensetzung und https://de.wikipedia.org/wiki/Mitgliederentwicklung_der_deutschen_Parteien. Der Bundestag ist aber auch die Volksvertretung und müsste dann jeweils ca. 50%-Anteile Frauen und Männer haben.

    Des weiteren muss man die weitere Aufschlüsselung des Bundestages und der Parteien berücksichtigen. Nach Alter, Beruf, sozialem Status etc. Man muss berücksichtigen, dass der Frauenanteil der Parteien zunimmt, dass also die ersten Frauen sich kaum gegen ihre männlichen Kollegen durchsetzen konnten. Darum verläuft die Entwicklung auch zögerlich. Hinzu kommt neuerdings eine Politikmüdigkeit bei den Wählern und Mitgliedern der etablierten Parteien.

    Also kann man insgesamt davon ausgehen, dass der Frauenanteil im Bundestag in etwa dem Anteil der Frauen in den Parteien widerspiegelt aber bei weitem nicht den Anteil der Frauen in der Gesellschaft.

    Also ich sehe nicht, dass es Frauen in der Politik momentan leichter haben.

  4. #4 Beobachter
    15. März 2019

    zu # 1, Seite 2:

    Vorher hatten sie auch das preußische Dreiklassenwahlrecht (eine reine Männersache) –
    in “Volksvertretungen” kamen Frauen nicht vor:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Dreiklassenwahlrecht

    https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Wahlrechts_in_Deutschland

    Wer hier und heute ernsthaft behauptet, dass “es die Männer sind, die diskriminiert werden”, der muss/will auf beiden Augen blind sein.
    Oder er provoziert zum reinen Zeitvertreib, aus purer Langeweile und Lust am Stänkern.

  5. #5 roel
    15. März 2019

    @Solarius “einen Kaiser” merkst du was?

    “Jetzt haben wir 100 Jahre Frauenwahlrecht. Und Männer dürfen die Gleichstellungsbeauftragten nicht wählen. Und sie dürfen sich auch nicht wählen lassen”

    Dem ging die Überlegung voraus, dass Frauen nicht gleichberechtigt sind und man eine Gleichberechtigung herstellen will. Das funktioniert nicht sehr gut, wenn man diese Funktion Personen überträgt die Vorteile genießen.

    Zum Wahlrecht in Deutschland siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Wahlrecht#Deutschland

  6. #6 Beobachter
    15. März 2019

    @ roel, # 2, Seite 2:

    ” … Also ich sehe nicht, dass es Frauen in der Politik momentan leichter haben.”

    Momentan?!
    Frauen haben es dort weder momentan noch jemals leichter als Männer (gehabt), denn sie kamen dort wie gesagt die längste Zeit überhaupt nicht vor.

  7. #7 roel
    15. März 2019

    @Beobachter vorher nicht, momentan nicht, aber in Zukunft hoffentlich tatsächlich gleichberechtigt.

  8. #8 Solarius
    15. März 2019

    …Man muss berücksichtigen, dass der Frauenanteil der Parteien zunimmt, …

    Dazu verlinke ich dir die Situation in der SPD:

    https://www.heise.de/tp/features/Parteien-haben-seit-1990-die-Haelfte-ihrer-Mitglieder-verloren-3265774.html

    Die SPD hat sehr viele Frauen verloren. Der Frauenanteil ist gestiegen, weil noch mehr Männer die SPD verlassen haben.

    Im letzten Jahr soll die Mitgliederzahl der SPD wieder etwas angestiegen sein. Hier wäre Interessant zu wissen, wie sich dieser Zuwachs auf die Geschlechter aufteilt.

    Auch bei den Grünen gibt es mehr Männer als Frauen in der Partei. Und das trotz Frauenstatut. Wer das Frauenstatut noch nicht kennt, für den verlinke ich es hier:

    https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Frauenstatut.pdf

    Das ist schon mehr als nur Diskriminierung. Man kann/muß hier von Männerfeindlichkeit sprechen.

    Diese Männerfeindlichkeit der linken Parteien wirkt sich auch auf das Wahlverhalten der Menschen aus. Ich bin überzeugt, das viele Männer gern eine linke Partei wählen würden. – Wenn sie denn nur Gleichberechtigung in den linken Parteien erwarten könnten. Gleichberechtigung haben wir leider nicht. Jeder Mann, der einmal vor Gericht um das Sorgerecht kämpfen wollte, ist von der Vorstellung man hätte Gleichberechtigung, geheilt.

    Wen wählt so ein Mann? Günstigstenfalls wählt er gar nicht. – Und wenn er wählt, dann gewiss keine linke Partei.

    Wir brauchen eine linke Männerpolitik!

  9. #9 roel
    15. März 2019

    @Solarius Dann auch an dich die Bitte, wenn du auf meine Kommentare antwortest, mich bitte auch anzusprechen. Guck mal, kriege ich doch auch hin, @Solarius. Das ist wirklich einfach und ich lege Wert darauf.

    “Die SPD hat sehr viele Frauen verloren. Der Frauenanteil ist gestiegen, weil noch mehr Männer die SPD verlassen haben.”

    Ich denke dieser Trend heißt Politikverdrossenheit.

    “Das ist schon mehr als nur Diskriminierung. Man kann/muß hier von Männerfeindlichkeit sprechen. ”

    Und guck mal, wer das entschieden hat. Und wie hoch der Männeranteil noch ist: 61%. Geht das bei Männerfeindlichkeit? Warum hauen die nicht alle ab?

    “Wen wählt so ein Mann? Günstigstenfalls wählt er gar nicht. – Und wenn er wählt, dann gewiss keine linke Partei. ”

    Bleiben CDU, CSU und FDP, wenn er denn Angst vor einer imaginären Männerfeindlichkeit hat.

  10. #10 Beobachter
    15. März 2019

    @ roel:

    Man kann für fast alles Verständnis haben und offen für fast jede “Diskussion” sein.
    Aber wenn man verständnisvoll mit ein paar offensichtlichen Spinnern/Frauenverachtern “diskutiert”, die ganz dreist die beschämenden Tatsachen ins Gegenteil verkehren oder ignorieren, und dann noch ganz “optimistisch” auf eine imaginäre Gleichberechtigung in der (nahen) Zukunft verweist –
    dann ist das für mich kein Standpunkt, sondern wachsweiches Gelaber.
    Sorry.
    Schönes Wochenende … !

  11. #11 roel
    15. März 2019

    @Bobachter “dann ist das für mich kein Standpunkt, sondern wachsweiches Gelaber.”

    Ich denke mit Freundlichkeit habe ich sehr viel erreicht und versuche es weiterhin. Die nächste Eigenschaft, die du jetzt nicht, aber gerne mal andere mir vorwerfen, ist Beharrlichkeit. Mit beiden und zusätzlich den besseren Argumenten fahre ich ganz gut und diskutiere auch mit den KommentatorInnen, die für andere aus welchen Gründen auch immer, rote Tücher sind. Du kennst das.

    Einige werde ich nie überzeugen, aber die werde ich auch nicht überzeugen können, wenn ich mit dem Vorschlaghammer um die Ecke komme. Kann ich auch, aber wenn du die Diskussionen verfolgst, bei der das andere mit mir versucht haben – die versuchen es nicht mehr.

  12. #12 tomtoo
    15. März 2019

    Ich bin jetzt seit über 50 Jahren Mann. Eine Diskriminierung wegen meines Geschlechts ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen? Evtl. bin ich einfach nicht ausreichend sensibel?

  13. #13 Solarius
    15. März 2019

    Ich bin jetzt seit über 50 Jahren Mann. Eine Diskriminierung wegen meines Geschlechts ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen? Evtl. bin ich einfach nicht ausreichend sensibel?

    Wenn du über 50 bist, dann unterlagst du genau wie ich der allgemeinen Wehrpflicht. Du musstest also 15 Monate zur Bundeswehr oder hast sogar noch länger Zivildienst gemacht. Als du dann endlich an die Uni durftest, waren deine Klassenkameradinnen schon im 3. Semester.

    Ich habe damals auch nicht gesagt, das ich das ungerecht finde. Damals hielt ich das für ganz natürlich, das Frauen nicht zur Bundeswehr mussten. Männer sind wohl allgemein ziemlich geduldig in solchen Dingen. Sensibilität ist meiner Meinung nach das falsche Wort. Es ist kein Mangel an Sensibilität sondern ein zuviel an Geduld.

  14. #14 roel
    15. März 2019

    @Solarius Bundeswehr gutes Thema. Diskriminiert wurden damals die wehrpflichtigen Männer, aber auch die Frauen, die gerne gedient hätten. Jetzt wird anders verfahren, diese Diskriminierung gibt es nicht mehr. Du siehst also, da wird durchaus etwas getan.

  15. #15 tomtoo
    15. März 2019

    @Solaris
    Diskriminiert, wurde ich da von Männern die die Gesetze gemacht hatten. Frauen waren daran noch nicht allzuviele beteiligt. Schon lustig wie man Tatsachen verdrehen kann, wenn man die Augen schliest und sich ein paar mal im Kreis dreht.

  16. #16 M
    Bolivien
    16. März 2019

    Über den Genderschwachsinn haben sich Monty Python schon Anfang der 70er lustig gemacht.

    Dass Frauen und Männer gleichwertig sind, ist so allgemein natürlich Schwachsinn. Z.B. Männer taugen nicht zum Kinderkriegen und Frauen weniger für Kraftakte (Durchschnitt1/3 weniger Leistungsfähigkeit gemittelt Ausdauer/Kraft).
    Wenn eine Angestellte in einer kleinen Firma schwanger wird, kann das eine große Belastung bedeuten, weil Fachkräfte nicht vom Himmel fallen und entweder teuer bezahlt werden müssen, oder die anderen Mitarbeiter das auffangen müssen.
    Ihr lnksvrsfftn btrbt dmm Glchmchr. (Wie man sieht, war der Kommentar bis hierher schon eher grenzwertig, aber ab hier ist er eigentlich schon weit jenseits dessen, was man veröffentlichen will und darf. Ich habe diesen Teil erst mal nur devokalisiert, damit andere eine Chance haben zu ahnen, was hier abgelaicht wurde – aber ich behalte mir das Recht vor, diesen teil – oder auch den Kommentar insgesamt – zu löschen. JS)

    Wrm mn Schwl, d as Scht dr Ntr vllkmmn ntzls Krnk snd, nbdngt ls tws Nrmls btrachtn mss, rschlßt sch mr ch ncht. Dr ntl lgt n dn mstn Lndrn b c 4%. ls ch nmrsch bdtngsls. B dn nglschsn nd n dn Stdtn mg dr ntl hhr lgn. Stdtr snd br h szls Pck ds sgrttt ghrt, nd nglschsn snd d Vrrschr dr klhftn Vrgdngsknm, flln ls n d glch Ktgr.

  17. #17 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/03/08/weltfrauentag-in-berlin/
    16. März 2019

    @tomtoo:

    Diskriminiert, wurde ich da von Männern die die Gesetze gemacht hatten. Frauen waren daran noch nicht allzuviele beteiligt. Schon lustig wie man Tatsachen verdrehen kann, wenn man die Augen schliest und sich ein paar mal im Kreis dreht.

    Tja, Frauen haben diese Parteien gewählt, Frauen haben Minister und Kanzler gewählt, Frauen haben an den Gesetzestexten mitgewirkt und es stand den Frauen jederzeit frei, andere Parteien zu gründen wenn ihnen die bestehenden passten und es steht ihnen auch heute noch frei.

    Wenn man davon ausgeht, dass Frauen die Verantwortlichkeit für ihr politisches Engagement nicht zugesprochen werden kann – wieso will man dann ein größeres Engagement erzwingen?

    @roel:

    Der Bundestag ist aber auch die Volksvertretung und müsste dann jeweils ca. 50%-Anteile Frauen und Männer haben.

    Wieso, unter welcher Prämisse? Die Mehrheit der Wähler sind Frauen – die könnten jederzeit Frauendominanz belohnen – tun sie aber nicht.

    @tomtoo:

    Ich bin jetzt seit über 50 Jahren Mann. Eine Diskriminierung wegen meines Geschlechts ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen? Evtl. bin ich einfach nicht ausreichend sensibel?

    Das analoge Arguement hört man auch oft von Frauen. Dann ist immer was los! 🙂

    @roel:

    Man muss berücksichtigen, dass der Frauenanteil der Parteien zunimmt, dass also die ersten Frauen sich kaum gegen ihre männlichen Kollegen durchsetzen konnten.

    a) Wieso muss man davon ausgehen? Offenbar setzt sich ja heute eine Frau mit 10% größerer Chance durch, als ein Mann. Sie probieren es nur deutlich seltener.
    b) 88 Jahre (12 ziehen wir ab, wg. Mangel an Demokratie) sind auch eine üppige Zeit, um sich langsam mal umzugewöhnen. Wieviel Zeit veranschlagst Du – 500 Jahre?

    Darum verläuft die Entwicklung auch zögerlich. Hinzu kommt neuerdings eine Politikmüdigkeit bei den Wählern und Mitgliedern der etablierten Parteien.

    Aha. Und die Politikmüdigkeit betrifft Frauen stärker als Männer oder was soll uns hier gesagt werden?

    Also kann man insgesamt davon ausgehen, dass der Frauenanteil im Bundestag in etwa dem Anteil der Frauen in den Parteien widerspiegelt aber bei weitem nicht den Anteil der Frauen in der Gesellschaft.

    Ist das nicht ein starker Hinweis, dass sie es nicht schwerer haben? Aber weniger Lust auf Politik haben?

    Schau mal auf die so verstandene Gerechtigkeit bezüglich Bildung, wie viele MdBs kein Abitur haben, wie viele einen Doktortitel haben. Oder unter-30-Jährige.

    Wählen nicht etwa gleich viele Männer wie Frauen Frauen?

    Ich wähle doch nicht jemanden, der mir möglichst ähnlich ist, sondern Personen, denen ich zutraue die Geschicke der Gesellschaft günstiger zu beeinflussen als die, die ich nicht wähle.

    Eine Frau, die in die gleiche Richtung möchte wie ich, ist mir doch näher als ein Mann, der in die Gegenrichtung will. In den Parteien gibt es einen Wettbewerb um gute Listenplätze, aber für Mitglieder sind die Parteien alle weitestgehend offen und freuen sich über jeden, der mitmacht.

    Aber nein, wenn die Quote nicht stimmt, dann muss irgendwo eine Diskriminierung stattgefunden haben, mittels Kinderüberraschungseiern wahrscheinlich.

  18. #18 Beobachter
    16. März 2019

    Wenn man den bisherigen Thread als Stimmungsbarometer oder Testballon betrachtet, dann ist es erstaunlich bzw. erschreckend zu sehen, was ein bloße Spiegel-Kolumne von Margarete Stokowski “nur” zum Thema geschlechtsneutrale Sprache so alles auszulösen vermag.
    Und was da bei den verbalen Ergüssen der meisten männlichen Kommentatoren hier an Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit zum Vorschein kommt.
    Da tun sich Untiefen des männlichen Denkens, “Argumentierens” und vermutlich auch entsprechenden Handelns auf, wie sie in den 1950er/60er-Jahren nicht schlimmer waren.
    Und damals hat man(n) sich nicht so getraut, es öffentlich kundzutun –
    heutzutage pflanzen sich diese frauen-/menschenverachtenden Äußerungen/Ansichten über`s wehrlose Internet fort und nehmen oft so überhand, dass fruchtbare Diskussionen im Keim erstickt oder abgewürgt werden.

    Außerdem zeigt es, dass so eine “Denke” NICHT typisch ist für “bildungsferne Schichten”, sondern offenbar auch und gerade im “Akademikermilieu”/Bildungsbürgertum/bei “wissenschaftlich Interessierten” verbreitet ist.
    Zumal auch hier wenig Gegenwind kommt.

    Da soll einer sagen, wir bräuchten keinen Feminismus mehr, der wäre “obsolet” und ein überholtes Relikt aus “linksgrünversifften” Zeiten … !
    Offensichtlich ist Feminismus notwendiger denn je –
    bzw. das Sich-Besinnen auf ein/Durchsetzen eines menschlichen Menschenbildes.
    Mit den entsprechenden praktischen Konsequenzen.

  19. #19 Solarius
    16. März 2019

    Bundeswehr gutes Thema. Diskriminiert wurden damals die wehrpflichtigen Männer, aber auch die Frauen, die gerne gedient hätten. Jetzt wird anders verfahren, diese Diskriminierung gibt es nicht mehr. Du siehst also, da wird durchaus etwas getan.

    Das finde ich toll. Hier haben wir fast so etwas wie eine Einigung erziehlt. Bedenke bitte, das rund um Deutschland herum die Wehrpflicht nach wie vor nur für Männer gilt. Und auch zur Bundeswehr sind noch ein paar Dinge zu sagen. Etwa zur vorgeschriebenen Frisur und andere Dinge. Dazu aber später. Jetzt möchte ich etwas anderes erwähnen. Dazu verlinke ich ein aktuelles Interview auf Deutschlandfunk:

    https://www.deutschlandfunk.de/reform-des-unterhaltsrechts-das-familienrecht-hat-vaeter.862.de.html?dram%3Aarticle_id=443656&fbclid=IwAR1a3tPPiJQXwPUJpf5DH46VCJt-n51ZF2QZ1rpu7uoC1xZrjoE3jpkFV-g

    “Das Familienrecht hat Väter lange stark benachteiligt.”, steht da geschrieben. Nunja, die Vergangenheitsform ist hier falsch. Richtig ist folgendes: Das Familienrecht benachteiligt Väter immer noch stark.

    Auf einen der hier angesprochenen Punkte möchte ich besonders hinweisen: Mehr Gleichberechtigung im Sorgerecht würde auch den Pay-Gap verringern.

  20. #20 Beobachter
    16. März 2019

    zu # 18, Solarius:

    Viele Männer wollen gar keine Gleichberechtigung in Sachen Sorgerecht und sind froh drum, dass sie gemeinsame Kinder der Frau überlassen können.
    Denn Kinder sind offensichtlich in unserer Selbstoptimierungs-Gesellschaft nur “hinderlich”.
    Es ist zuallererst eine Frage des Kindeswohls.

    Viele Frauen wollten gar keine Gleichberechtigung in Sachen Wehrpflicht –
    wer will schon gerne eine Waffe in die Hand nehmen müssen und andere ermorden müssen oder sich selbst ermorden lassen ?!
    Es ist eine (grundsätzliche) Frage von Militarismus/Pazifismus.

  21. #21 Robert aus Wien
    16. März 2019

    Also ich kann in dem verlinkten Artikel absolut keine Kommentare zur Sache lesen. Der ist nur polemisch und sonst nichts.
    Gute Argumente finde ich dagegen hier: https://www.belleslettres.eu/content/deklination/genus-gendersprech.php
    Hab ich zwar schon mal hier verlinkt, aber doppelt hält ja bekanntlich besser.
    Obwohl ich nicht glaube, daß die vehementen Befürworter dieser Sprachregelung deswegen ihre Meinung ändern.
    Noch was: Sprache läßt sich nicht von oben verordnen. Und wer das versucht, ist totalitär. (Orwell läßt grüßen.)

  22. #22 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/03/14/amsel-berlin/
    16. März 2019

    @Beobachter:

    Und was da bei den verbalen Ergüssen der meisten männlichen Kommentatoren hier an Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit zum Vorschein kommt.

    Ich sehe bei den meisten Kommentatoren hier keine Rechtslastigkeit, keine Frauenverachtung und keine Homophobie.

    Du müsstest mal die Augen aufmachen und sehen, was wirklich da ist, statt die immergleichen Parolen abzuspulen. Deinem Namen wirst Du nicht gerecht.

  23. #23 Beobachter
    16. März 2019

    Apropos:
    Zur Kombination Menschen-/Frauenverachtung, Frauenanteil und Rechtslastigkeit (freundlich formuliert):

    Spaßeshalber habe ich mal nachgesehen, wie es damit bei der AfD so aussieht.

    Eine nette Analyse im Münchener Merkur (2018):

    https://www.merkur.de/politik/afd-als-partei-von-maennern-fuer-maenner-nur-haertesten-frauen-kommen-durch-zr-9635568.html

  24. #24 Beobachter
    16. März 2019

    Anm.:

    Oben verlinkter Merkur-Artikel ist wirklich lesenswert –
    auch was die “sprachliche Brillanz” zitierter AfD-PolitikerInnen betrifft:

    Bsp.:

    ” … Der aktuellen #MeToo-Debatte über Sexismus gegen Frauen kann die Männerpartei AfD nichts abgewinnen. Deshalb kam es bei vielen männlichen Delegierten nicht gut an, als die bayerische Bundestagsabgeordnete Corinna Miazga (34) im Dezember beim Parteitag in Hannover erzählte, ihr Parteikollege Petr Bystron (45) habe sie im Wahlkampf darauf aufmerksam gemacht, „dass Frauen wie ich eigentlich besser an einer Stange tanzen sollten“. Für Katrin Ebner-Steiner ist Bystron „ein toller Parteifreund und Weggefährte“ mit viel Sinn für Humor: „Ich sage zu ihm „Chef“ und er sagt zu mir „Hasi“.“

    Auch Quoten, da sind sich Männer und Frauen in der AfD einig, seien abzulehnen. Die Frauenquote sei „eine Art Tittensozialismus“, der bedauerlicherweise von allen Parteien außer der AfD unterstützt werde, sagt Nicole Höchst verächtlich. … ”

    Da erübrigt sich doch jeder sprachwissenschaftliche Exkurs – oder ?! 😉

  25. #25 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/03/15/cc-90-wiederholung/
    16. März 2019

    @Beobachter:

    Wenn man nur eindimensional denken kann, dann kann man natürlich schauen, was der AfD am meisten verhasst ist, und dann versuchen genau das zu verkörpern, um sie zu ärgern.

    Man lässt sich dann nicht direkt von der AfD diktieren, wie man zu sein hat, aber indirekt und übersieht dabei, dass selbst AfDler zu rhetorischen Übertreibungen, Zuspitzungen und Dämonisierungen neigen.

    Ich dachte, Du belegst jetzt hier, dass bei den meisten männlichen Kommentatoren hier Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit zum Vorschein kamen mit Zitaten und Verweisen. Da ist es doch leichter Strohmänner abzubrennen, oder?

  26. #26 Beobachter
    17. März 2019

    @ # 24, user unknown:

    ” … Ich dachte, Du belegst jetzt hier, dass bei den meisten männlichen Kommentatoren hier Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit zum Vorschein kamen mit Zitaten und Verweisen. … ”

    Warum soll ich es dir mit “Zitaten und Verweisen belegen”, es dir auf dem Silbertablett servieren ?
    Es ist derart offensichtlich und hier für jeden nachprüfbar, und eine Strichliste zur Auszählung kann sich jeder bei Bedarf/Interesse selber machen.
    Ein Kommentar ist so übel, dass er z. T. devokalisiert werden musste (# 15, Seite 2).
    Man verzeihe mir, wenn ich trotzdem daraus zitiere:

    “Dass Frauen und Männer gleichwertig sind, ist so allgemein natürlich Schwachsinn.”
    “Warum man Schwule, die aus Sicht der Natur vollkommen nutzlose Kranke sind, unbedingt als etwas Normales betrachten muss, erschließt sch mir auch nicht.”

  27. #27 Chis
    17. März 2019

    Zr Brhgng rstml ds Chrstchrch Vd ngckn.

    W d n m Brgrstg nch hlp,hlp m wnslt.

    Mslms brchn rgndw mmr Hlf br n sgen s dnk

  28. #28 RPGNo1
    17. März 2019

    @Jürgen Schönstein
    Kannst du bitte den menschenverachtenden Kommentar #26 löschen? Solche A****löcher braucht niemand.

    Danke!

  29. #29 Beobachter
    17. März 2019

    zu # 26, # 27:

    @ Jürgen Schönstein:

    Können Sie bitte nur zu Dokumentationszwecken Kommentar # 26 devokalisiert stehen lassen –
    damit nachvollziehbar bleibt, was an Menschenverachtung hier immer wieder und in welchem Ausmaß zum Vorschein kommt?
    Solche unsäglichen Äußerungen unter den Teppich zu kehren (bzw. zu löschen) und zu tun, als gäbe sie es nicht, begünstigt und verharmlost diese geistigen Brandstifter/Mittäter und Claqueure.

    Danke!

  30. #30 Jürgen Schönstein
    17. März 2019

    @RPGNo1 @Beobachter
    Stimmt, solche Arschlöcher braucht wirklich niemand. Aber ich finde auch, dass es notwendig ist zu wissen, dass es diese Arschlöcher gibt, und wie sie “denken”. Darum habe ich den Kommentar devokalisiert hier stehen gelassen.

  31. #31 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2019/01/25/gillotte/
    17. März 2019

    @Beobachte:

    Ja, das war einer, als Du das geschrieben hast, nicht die meisten. Du hast behauptet, die meisten Kommentare seien so.

  32. #32 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2015/03/29/hauptschalter-innen/
    17. März 2019

    Das a Wort zum Sonntag ist auch auf den Gendersternchentrichter gekommen.
    Da sieht man mal, mit wem Ihr Euch gemein macht!

    Ich bin da eher bei Stefanie Überall von den Misfits , Feminispröch, 2005.

  33. #33 Beobachter
    17. März 2019

    @ zu # 30, user unknown:

    Wer lesen kann (und das Gelesene verstehen kann), ist klar im Vorteil.
    Siehe # 25 – zähle es selbst aus.

  34. #34 Solarius
    17. März 2019

    Das Niveau hier in den Kommentaren ist erstaunlich hoch. Finde ich. Und das trotz des von Herrn Schönstein verlinkten Kommentars. In dem Kommentar gibt es eine Liste von “Wutbürgern” die keine Zeit hatten, einen Mitgliedsantrag für die afd auszufüllen Dazu gehören …Bastian Sick, Dieter Nuhr, Dieter Hallervorden, …

    Du meine Güte.

    Das finden sie sehr gut geschrieben, Herr Schönstein? Tatsächlich?

    Wer diese “geschlechtergerechte” Sprache ablehnt, soll zur afd gehen?

    Und was heißt hier eigentlich geschlechtergerecht? Heißt das, ich verwende eine geschlechterungerechte Sprache, wenn ich die Genderei ablehne? Das ist doch eine bösartige Rhetorik. Sehr geehrter Herr Schönstein. Das Geschlecht eines Menschen ist in vielen Fällen völlig irrelevant. Man will gar keine Frauen mitmeinen. Nein. Man will sie gar nicht meinen. Genau so wenig, wie man Männer meinen will. Wenn man von Bürgern spricht, dann ist das Geschlecht der Bürger völlig irrelevant. Es sind weibliche und männliche Bürger gleichermaßen gemeint. Und es sind auch diejenigen Bürger gemeint, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen wollen/können. Die sich also einem “sonstigen” Geschlecht zuordnen würden. Es sind alle Bürger gemeint. Unabhängig von ihrem Geschlecht.

    Und das leistet die “geschlechtergerechte” Sprache nicht. Mit anderen Worten: Die “geschlechtergerechte” Sprache ist geschlechterungerecht. Die nicht “geschlechtergerechte” Sprache ist dagegen geschlechtergerecht.

  35. #35 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com
    17. März 2019

    @Beobachter
    Ja, ich habe gezählt, und kam auf einen Poster mit Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit, vor Deiner Behauptung.

    Du meinst mit “das Gelesene verstehen” offenbar etwas wie “in die Texte etwas reinlesen, was nicht drinsteht” und gewisse Vorannahmen mitbringen, die Du mitbringst, also was bereits als Beleg für Frauenverachtung, Homophobie und Rechtslastigkeit zählt.

  36. #36 RPGNo1
    17. März 2019

    @Jürgen Schönstein
    Danke, mit Devokalisierung kann ich leben.

  37. #37 LasurCyan
    17. März 2019

    Das Geschlecht eines Menschen ist in vielen Fällen völlig irrelevant.

    Nicht nur in ‘vielen’ Fällen, sondern sogar in den meisten Fällen. Im besten Fall wäre Geschlecht und sexuelle Orientierung reine Privatsache.

    Aber blöderweise haben wir in der Realität (momentan) andere Machtverhältnisse, Solarius, und ich kann es kaum erwarten, dass sich die ändern. Der Kampf um Geschlechtergerechtigkeit ist für die, die ihre (unverdienten) Privilegien abgeben müssen natürlich schwer, so richtig sauhart für viele. Obwohl ihr leidet bin ich nicht auf eurer Seite. Hört auf zu flennen. Ihr könntet eine Menge dazu beitragen, dass Geschlechtergerechtigkeit nicht nur ein ‘frame’ für unterschiedliche Interessen ist, sondern genau das, was gemeint ist: Menschen unabhängig ihres Geschlechts zu behandeln.

  38. #38 Solarius
    17. März 2019

    …Der Kampf um Geschlechtergerechtigkeit ist für die, die ihre (unverdienten) Privilegien abgeben müssen natürlich schwer, so richtig sauhart für viele…

    In der Tat. Da hast du Recht. Viele Frauen möchten ihre Privilegien, die sie im Sorgerecht (und nicht nur dort) haben, gern behalten.

    Aber leider geht es dir ja nicht um wirkliche Privilegien. Nein. Dir geht es darum, Männern irgendwelche Privilegien anzudichten. Dir geht es darum, ein Opfer zu sein. Das bist du aber nicht. Du bist eine Frau. Du hast alle Vorteile auf deiner Seite. Selbst wenn du eine Straftat begehst, wirst du weniger hart bestraft, als wenn ein Mann diese Straftat begangen hätte.

    Ich möchte dir meine Meinung dazu sagen: Männern irgendwelche Privilegien anzudichten ist Unrecht.

    Sei statt dessen du dir deiner Privilegien bewußt!

  39. #39 Beobachter
    18. März 2019

    zu # 37, Solarius:

    ” … Männern irgendwelche Privilegien anzudichten ist Unrecht…. ”

    Bleibt nur noch festzuhalten, dass solche (und andere unsägliche) Statements im 21. Jahrhundert im “aufgeklärten” Europa von “gebildeten” Kommentatoren in einem Wissenschaftsblog losgelassen werden.

    Die immensen Fortschritte (?) in Wissenschaft und Technik scheinen einher zu gehen mit dem Verlust von vernünftigen Maßstäben/Werten im Denken und Handeln vieler Menschen.
    Und man(n) verschließt einfach die Augen vor Allem, was man(n) nicht sehen will.

    Wir fliegen zwar routinemäßig zum Mond und entwickeln Killerroboter, aber wollen es z. B. nicht schaffen, unsere Alten und Kranken menschenwürdig zu versorgen –
    und vielleicht wird das “unnötige, überflüssige Privileg” des Frauenwahlrechts demnächst auch wieder abgeschafft …
    Bei “Kinderfreiheit” – dann entfällt auch das “Privilegien-Problem” des Sorgerechts bzw. der Sorgepflicht …
    – und ohne “Kinder als Klimakiller” wird mit dem Klima und der Umwelt auch wieder alles gut …
    Mann/Frau will lieber die Kinder abschaffen statt der SUVs !

    Schön auseinandergenommen bei:

    https://www.riffreporter.de/klimasocial/schrader-kinderlose/

  40. #40 Solarius
    18. März 2019

    …und vielleicht wird das “unnötige, überflüssige Privileg” des Frauenwahlrechts demnächst auch wieder abgeschafft …

    Ich wäre schon zufrieden, wenn Männer ein gleichberechtigtes Wahlrecht zu den Gleichstellungsbeauftragten hätten. Hier wird Männern sowohl das aktive als auch das passive Wahlrecht verwehrt. Das Privileg auf ein reines Frauenwahlrecht in diesem Bereich gehört abgeschafft. Da stimme ich dir zu.

  41. #41 Beobachter
    18. März 2019

    @ Solarius, # 39:

    Da kann ich mich nur wiederholen:

    “Und man(n) verschließt einfach die Augen vor Allem, was man(n) nicht sehen will.”

    Und hoffen, dass keine Frauen und Kinder in deiner “Reichweite” sind …

  42. #42 zimtspinne
    18. März 2019

    Also das mit der Straftat, bzw ich glaub Ordnungswidrigkeit, kann ich bestätigen.
    Beim Schwarzfahren am Sonntag (war ein Feiertag) mit S-Bahn, mehrere Kumpels und ich, stieg irgendwann schon ziemlich weit außerhalb (wir fühlten uns sicher, haha) eine Kontrolle zu, die wir einfach nicht bemerkten. Wir fühlten uns so weit außerhalb schon sicher und wähnten das Abenteuer schon in trockenen Tüchern… die Kontrollettis damals in FFM waren nämlich leicht erkennbar, nicht in Zivil, sondern in Uniform.
    Tja Pech gehabt…
    jedenfalls saßen meine Kumpels irgendwo herum und ich studierte gerade mit verdrehtem Kopf über der Tür den RMV-Sreckennetzplan….
    meine Kumpels mussten allesamt die Strafe gnadenlos zahlen und bei mir zum Schluss meinte einer: “ok, wir lassen das heute mal durchgehen, weil Feiertag ist”. Dann Frage, wohin ich will und Standpauke und leider kann die Fahrt so nicht fortgesetzt werden, an der nächsten Haltestelle muss ich raus.
    Wobei ich gerade nicht mehr weiß, ob die Kumpels auch aussteigen mussten oder mit dem Bußgeld dann weitergefahren werden konnte.. ich glaub aber eher nicht, das Bußgeld war ja nicht gleichzeitig Fahrscheinkauf….
    Dass ich frühlingshaft luftig leicht bekleidet war, muss ich wohl nicht extra erwähnen….
    ich sollte es nicht erwähnen unter Femanzen, denn das wird garantiert sogleich als mieser männlicher Sexismus ausgelegt 😀
    Ja mei, so ein Mist aber auch.

    Allerdings glaube ich nicht, dass Frauen grundsätzlich immer milder bestraft werden, tendenziell aber schon (dazu gibts ausführliche Studien).
    Männer, die einen sympathischen, charmanten und angenehmen Gesamteindruck machen, werden übrigens ebenfalls milder bestraft gegenüber Männern, die über diese Attribute nicht verfügen.

    Womit wir wieder beim Punkt allgemeine Diskrimierung wären, die ja scheinbar für die Feministen völlig uninteressant ist.

    Daran erkennt man auch den (widerlich) ideologischen Charakter des Feminismus, es geht nicht darum, generell Diskriminierungsverhalten zu verringern (von abschaffen rede ich lieber nicht, wird eh nicht funktionieren), sondern nur um die reine Geschlechterbenachteiligung und da wiederum auch nur um die weibliche.

    mal davon ganz abgesehen, dass die Feminismusideologie auch mindestens Teile der Evolutionstheorie verleugnet und sie daher schon deshalb nicht ernstzunehmen sein kann, in einem Wissenschaftsblog!

  43. #43 Beobachter
    links-feministisch ideologisch verseucht im Frauenhaus
    18. März 2019

    Oh no, zimti, über dieses Stöckchen werde ich nicht springen … 😉

  44. #44 Solarius
    18. März 2019

    Allerdings glaube ich nicht, dass Frauen grundsätzlich immer milder bestraft werden, tendenziell aber schon (dazu gibts ausführliche Studien).

    Hier verlinke ich so eine Studie:
    https://www.beobachter.ch/burger-verwaltung/strafrecht-frauen-kommen-besser-weg

    …Daran erkennt man auch den (widerlich) ideologischen Charakter des Feminismus, es geht nicht darum, generell Diskriminierungsverhalten zu verringern (von abschaffen rede ich lieber nicht, wird eh nicht funktionieren),…

    Nein, vermutlich wird es nicht funktionieren. – Aber man kann daran arbeiten. Männerrechtler tun das. Männerrechtler setzen sich für alle Menschen ein, die aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Und zwar unabhängig vom Geschlecht des Betroffenen. Damit entsprechen Männerrechtler dem Idealbild des Feminismus viel eher, als die meisten Feministen es tun.

  45. #45 Solarius
    19. März 2019

    links-feministisch ideologisch verseucht im Frauenhaus

    Wie auch immer dieser Spruch gemeint ist, er verleitet mich dazu, an die Begründerin des ersten Frauenhauses in Großbritannien zu denken. Erin Pizzey hat sich ihr ganzes Leben lang für (geschlagene) Frauen eingesetzt. Wie es ihr ergangen ist, kann man hier in ihrer Biographie nachlesen:

    https://www.freitag.de/autoren/sidney-davenport/grunderin-der-frauenhausbewegung-schreibt-erschutternde-biographie

    Darin liest man von Kathy, Ann, Becky und schließlich von Lucy und ihrem Mann Ron.

    Ob es der Tochter von Lucy jetzt im Jahre 2019 besser ergangen wäre? – Der Soziologe Gerhard Amendt hatte vorgeschlagen, Frauenhäuser abzuschaffen und durch Familienhäuser zu ersetzen. In einem solchen Familienhaus wäre es der Tochter von Lucy ganz gewiss besser ergangen.

    Frau Pizzey hat versucht zu helfen. Man hat ihr schließlich vorgeworfen, das sie Frauen hasse. Es gab Morddrohungen. Auch gegen ihre Kinder und sogar gegen ihre Enkel und ihren Hund. Du meine Güte.

    Wer ist denn hier hysterisch?

    Meiner Meinung nach ist es so, wie in den Kommentaren hier schon erwähnt: Dem Feminismus geht es um die Ideologie. Es geht ihm nicht um die Frauen. Und so geschehen zwangsläufig Dinge, wie man sie im vorletzten Absatz der Biographie von Frau Pizzey nachlesen kann.

    Ich zitiere:
    “…Dabei beklagte sie Verstöße gegen die Schweigepflicht, mangelnde Fürsorge, fehlende Konfliktfähigkeit, Ausbeutung der Bewohnerinnen als Arbeitskräfte, Bespitzelungen, ein Aufhetzen gegen die männlichen Partner der Bewohnerinnen und weitere Missstände mehr…”

  46. #46 Basilios
    Angel Beats!
    20. März 2019

    @Solarius

    Männerrechtler tun das. Männerrechtler setzen sich für alle Menschen ein, die aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Und zwar unabhängig vom Geschlecht des Betroffenen.

    Alle?

  47. #47 roel
    20. März 2019

    Leider nur Zeit für einen Kurzkommentar.

    @Basilios “Alle?”

    Na klar, ALLE Männerrechtler für ALLE Menschen, na ja bis auf wenige Ausnahmen, so für 50% der Menschen vielleicht, aber nur für die darunter Gleichgesinnten, also…

    Aus wikipedia Eintrag Männerrechtsbewegung:

    “Als Männerrechtsbewegung (englisch men’s rights movement) wird eine in den 1970er Jahren in Nordamerika aus dem Flügel der so genannten Men’s Liberation entstandene Strömung bezeichnet, die – im Unterschied zur Männerbewegung – antifeministische bis frauenfeindliche Positionen vertritt.”

    Aber ich denke Solarius schreibt zwar Männerrechtler meint aber die Männerbewegung und davon die, welche maskulinistische und väterrechtliche Ansätzen folgen.

    Wikipedia Eintrag Männerbewegung:

    “Tendenzen innerhalb der Männerbewegung

    Der Sozialpädagoge Detlef Ax unterscheidet vier Strömungen, denen folgende Ansätze zugrunde liegen:

    Kritischer Ansatz: […]

    Mythopoetischer Ansatz: […]

    Maskulinistische und väterrechtliche Ansätze:

    Väterrechtler und Maskulinisten lehnen als einseitig erachtete feministische Theorien ab. Sie treten für eine Reform des als ungerecht empfundenen Sorgerechts und für ein positives männliches Selbstbewusstsein ein. Es wird ein kritischer Umgang mit feministischen Standpunkten gefordert.

    Antisexistischer/profeministischer Ansatz: […]”

  48. #48 Beobachter
    20. März 2019

    Es muss sie offenbar immer noch geben – im 21. Jahrhundert und auch im “aufgeklärten Mitteleuropa” ! :

    https://de.wikipedia.org/wiki/Frauenhaus

  49. #49 Solarius
    20. März 2019

    Männerrechtler der Meinung, das auch Männer Unterstützung verdienen, wenn sie aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Und ich habe dafür ja schon ein paar Beispiele gebracht. Männerrechtler gibt es in allen politischen Lagern. Das heißt, es gibt rechts-konservative Männerrechtler und es gibt auch linke Männerrechtler. Ich möchte hier einmal die Eckpfeiler einer linken Männerpolitik verlinken:

    https://web.archive.org/web/20170708201511/http://www.spiegelfechter.com/wordpress/8167/eckpfeiler-einer-linken-mannerpolitik

    Das ist die Welt, in der ich gerne leben möchte. Und ich bin überzeugt, das auch Beobachter, roel und auch alle anderen Kommentatoren hier sich in dieser Welt sehr wohl fühlen würden.

    Wenn ich mich auf die hier beschriebene Männerrechtsbewegung beschränke, kann ich die Frage von Basilios mit Ja beantworten.

  50. #50 Beobachter
    21. März 2019

    @ Solarius:

    Apropos:
    Equal Pay Day (-Debatte) und vom Wert der Arbeit:

    Frauen und Männer werden immer noch unterschiedlich bezahlt.
    Die wenigsten Männer akzeptieren einen “Karriereknick” bei Familiengründung/wg. Kinderbetreuung/wg. häuslicher Pflege.
    Und “pflegen” lieber Computer (gut bezahlt) –
    statt (wie meistens Frauen) Menschen (schlecht bezahlt). – nur als Beispiel –

    Interessanter Artikel zum Thema:

    http://aktuelle-sozialpolitik.de/2019/03/19/der-jaehrliche-krampf-um-die-anteilswerte/#more-7095

    Was würdest du machen, Solarius, wenn dir z. B. das Sorgerecht für zwei Säuglinge/Kleinkinder zugesprochen werden würde?
    Wolltest du das tatsächlich, wärst du glücklich darüber?
    Mit allen praktischen (beruflich, finanziell, persönlich) Konsequenzen? Unter den bestehenden strukturell bedingten Umständen/Verhältnissen?

    Man kann theoretisch/auf dem Papier viel fordern, ohne dazu bereit zu sein, es auch praktisch umzusetzen bzw. unter gegebenen/aktuellen Bedingungen umsetzen zu müssen.