Weihnachtszeit. Weihnachtsstimmung. Kerzenlicht. Was machen Kerzen am Weihnachtsbaum, vor allem, wenn sie flackern? Sie rußen und verursachen Feinstaub.

Was das für die Gesundheit bedeutet, ist nicht ganz geklärt, zumal Kerze nicht gleich Kerze ist. Viele Kerzen enthalten Duftstoffe, manche sind mit Acryllackschichten überzogen, andere mit Beiwerk unterschiedlichster Zusammensetzung verziert. Früher wurden sogar dioxinhaltige Farben für Kerzen verwendet, das ist aber seit 1994 in Deutschland verboten. Und Weihnachtskerzen verursachen immer wieder Wohnungsbrände. Andererseits verbreiten sie eine gemütliche Stimmung. Ein Ausweg aus dem Dilemma: Elektrische Kerzen. Kein Ruß, leider auch weniger Stimmung.
Vieles davon haben Zigaretten mit den Weihnachtskerzen gemeinsam. Zumindest für passionierte Raucher und Raucherinnen gehören sie zur gemütlichen Entspannung und sie machen auch eine Menge Dreck. Das Deutsche Krebsforschungszentrum schreibt, dass man im Zigarettenrauch mehr als 4.800 Substanzen gefunden hat, über 250 davon giftig oder krebserzeugend. Der Nebenstromrauch, der in den Rauchpausen entsteht, enthält aufgrund der niedrigeren Verbrennungstemperaturen teilweise noch bedenklichere Schadstoffkonzentrationen als der Hauptstromrauch, den die Raucher und Raucherinnen inhalieren. Die Gesundheitsrisiken, die sich daraus für Passivrauchende ergeben, haben in den letzten Jahren weltweit zu Nichtraucherschutzgesetzen geführt. Die Folge ist, dass vielerorts z.B. in Gaststätten nicht mehr geraucht werden darf. Auch hier gibt es jetzt eine elektrische Alternative mit weniger Gemütlichkeit und weniger Schadstoffen: Die „E-Zigarette”.
E-Zigaretten sehen wie normale Zigaretten aus, kokeln aber keinen Tabak ab, sondern vernebeln Nikotin – sozusagen Drogenapplikation pur. Es gibt unterschiedliche technische Lösungen und diverse Inhaltsvarianten, z.B. durch den Zusatz von Aromastoffen. Die Studienlage zu den Gesundheitsrisiken von E-Zigaretten ist noch relativ dünn, harmlos sind sie jedenfalls nicht, schließlich ist Nikotin ein potentes Gift und auch die Umgebung kommt wohl nicht ganz ungeschoren davon, weil das, was eingeatmet wird, auch wieder rauskommt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat daher schon 2008 zu einem vorsichtigen Umgang mit E-Zigaretten geraten und darauf hingewiesen, dass E-Zigaretten möglicherweise als Medizinprodukte oder Arzneimittel einzustufen sind. Das dafür zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat sich, wie es scheint, noch nicht festgelegt, aber über die Frage wird dort seit einiger Zeit nachgedacht, siehe z.B. den Vortrag von Dr. Kerstin Stephan vom BfArM (dort S. 59/60). E-Zigaretten, die als Arzneimittel eingestuft werden, dürften dann womöglich nur noch in Apotheken an den Endverbraucher abgegeben werden – sofern sie überhaupt zugelassen werden.
Gesundheitspolitisch virulent ist aber im Moment eine andere Frage, nämlich ob E-Zigaretten unter die Regelungen des Nichtraucherschutzrechts fallen. Falls ja, dürfte man dort, wo man nicht rauchen darf, auch nicht dampfen – die wichtigste Marktnische für dieses Produkt wäre dann dahin. Ein Glück, dass Weihnachtskerzen nicht inhaliert werden.

Kommentare (118)

  1. #1 Wolf
    21. Dezember 2011

    Erster.

    Weiß gar nicht was diese E Zigaretten sollen.

    Einfach aufhören. Bei mir hats nach 20 Jahren ja auch geklappt 🙂

  2. #2 Joseph Kuhn
    21. Dezember 2011

    Weiß gar nicht was diese E Zigaretten sollen

    Gute Frage. Für die Tabakindustrie sind sie wohl vor allem ein Ausweichprodukt angesichts der Rauchverbote in öffentlichen Räumen. Als Mittel zur Raucherentwöhnung werden E-Zigaretten in der Tat gelegentlich beworben, das kannn sie übrigens zu sog. “Präsentationsarzneimitteln” machen (d.h. sie treten als Arzneimittel auf), im Unterschied zu “Funktionsarzneimitteln” (die auch so wirken).

  3. #3 Torsten Werner
    21. Dezember 2011

    Gibt es für die immer wieder behaupteten großen Gefahren für die Passivraucher wirklich handfeste wissenschaftliche Nachweise? Oder ist das eher ein zweifelhaftes Argument der organisierten Spaßbremsen?

  4. #4 Dr. Weihnachtswebbaer
    21. Dezember 2011

    (…) ob E-Zigaretten unter die Regelungen des Nichtraucherschutzrechts fallen. Falls ja, dürfte man dort, wo man nicht rauchen darf, auch nicht dampfen – die wichtigste Marktnische für dieses Produkt wäre dann dahin.

    Nicht zu vergessen die bösen Nikotinkaugummis! – Der allgemeine Trend geht ja ohnehin in Richtung Bürgerbevormundung.

  5. #5 Joseph Kuhn
    21. Dezember 2011

    @ Torsten Werner: Falls die Frage ernst gemeint ist, kann vielleicht schon der Wikipedia-Eintrag zum Thema Passivrauchen die eine oder andere Frage beantworten, wenn´s mehr sein soll, empfehle ich eine Recherche bei Pubmed. An Studien fehlt es jedenfalls nicht. Warum die Studienlage bei manchen Leuten als “umstritten” deklariert wird, kann man in den Dokumenten der Tabakindustrie nachlesen: Darauf hat die Tabakindustrie immer mit allen Mitteln der Desinformation hingearbeitet.

    Falls die Frage nicht ernst gemeint ist: Thema des Blogs ist nicht das Passivrauchen, sondern die E-Zigarette.

  6. #6 Frau Sokol
    21. Dezember 2011

    Ich finde, E-Zigaretten sind eine schöne Demarkationslinie zwischen 2 Standpunkten:

    – Der Gesundheit von Rauchern wirklich etwas Gutes (weniger Schlechtes) tun wollen
    – sich über andere Menschen zu erheben

    Allen Anschein nach sind E-Zigaretten deutlich weniger als ungesund als Zigaretten (hoffe, es gibt dafür bald mehr Evidenz dafür). Es ist daher unverständlich, warum man für E-Zigaretten strengere Verkaufsvorschriften geltend machen will als für normale Zigaretten.

    P.S.: Habe eine chronisch entzündliche Darmerkrankung und brauche das Nikotin, um meine Krankheit kontrollieren zu können. Man möge es mir verzeihen, wenn ich die Versuche von Nichrauchern, sich auf meinem Rücken moralisch zu profilieren, nicht so lustig finde.

  7. #7 WolfgangK
    21. Dezember 2011

    @Joseph Kuhn
    Wahrscheinlich meint Torsten Werner das immer wiederkehrende Gerücht, Passivraucher seien gefährdeter als Aktivraucher. Das wäre etwa so, als würde man durch aktives Inhalieren bspw. von Kerzenruß oder Autoabgasen weniger geschädigt ist als durch das beiläufige Einatmen derselben.

    Zur E-Zigarette: Diese ist ja nur dann für die Umgebung schädlich, wenn die Aromastoffe Nikotin enthalten, was nicht durchgängig der Fall ist. Wenn der E-Zigarettenraucher bspw. Erdbeer- oder Bananenaroma ohne Nikotin verdampft (es gibt wohl auch Tabakaromen ohne Nikotin), dann wäre ein Verbot schwierig. Schliesslich kann man niemandem verbieten, nach Erdbeer oder Banane oder gar nach (nikotinfreien) Tabak zu riechen. Theoretisch müsste man dann nämlich auch das beliebte Parfümieren bestrafen, bei dem manche Mitmenschen ganz ohne E-Zigarette auch in Restaurants den Uringeruch eines Paarhufers verbreiten.

  8. #8 BastiSito
    21. Dezember 2011

    Frau Sokol: “Allen Anschein nach sind E-Zigaretten deutlich weniger als ungesund als Zigaretten (hoffe, es gibt dafür bald mehr Evidenz dafür). Es ist daher unverständlich, warum man für E-Zigaretten strengere Verkaufsvorschriften geltend machen will als für normale Zigaretten.”

    Nungut, die Evidenz ergibt sich daraus, dass die reinen Nikotin-Verdampfer zwar Nikotin zuführen (eher nicht so irre gesund), aber mE ja die “Nebeneffekte” Teer, Feinstaub etc pp reduziert sind/weg sind. Zwar stellt sich das als – überspitzt dargestell – den Unterschied zwischen auffem Löffel zwischen Bahnhofsscheisshäusern verkochten oder in ner medizinischen Umgebung applizierten Heroin dar, aber der Unterschied ist an sich ja da.

    So wie ich das verstehe ist die “strenger angelegte Verkaufsvorschrift” darauf zurückzuführen, dass E-Zigaretten nicht dem sozial bevorzugten Status der Zigaretten haben (oder nur teilweise) und man sich daher auf den Faktor des “direkt Zuführens” eines medizinisch sehr potenten Giftstoffes konzentriert.

  9. #9 Wolf
    22. Dezember 2011

    @Frau Sokol:”[…]P.S.: Habe eine chronisch entzündliche Darmerkrankung und brauche das Nikotin, um meine Krankheit kontrollieren zu können. Man möge es mir verzeihen, wenn ich die Versuche von Nichrauchern, sich auf meinem Rücken moralisch zu profilieren, nicht so lustig finde.[…]”

    Ähh, sicher.
    Und der liebe Onkel Doc hat Ihnen dann empfohlen ordentlich zu quarzen….
    Sicha dat!

  10. #10 Joseph Kuhn
    22. Dezember 2011

    @ Frau Sokol:

    Habe eine chronisch entzündliche Darmerkrankung und brauche das Nikotin, um meine Krankheit kontrollieren zu können.

    Ich nehme an, es handelt sich um eine colitis ulcerosa. Ob E-Zigaretten mit unstandardisierter Abgabe von Nikotin hier einen therapeutschen Nutzen haben, der die Risiken aufwiegt, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen bzw. haben das hoffentlich getan. Als Arzneimittel zugelassen sind E-Zigaretten in Deutschland bisher nicht.

  11. #11 WolfgangK
    22. Dezember 2011

    @Wolf

    Ähh, sicher.
    Und der liebe Onkel Doc hat Ihnen dann empfohlen ordentlich zu quarzen….
    Sicha dat!

    So abwegig ist das nicht. Bei der seltenen Lungenkrankheit Sarkoidose sagt man dem Rauchen nach, dass es den Ausbruch der Krankheit verhindern kann, und auch die Auswirkungen des Rauchens auf chronische Darmerkrankungen sind nicht unumstritten. Da mag es durchaus Ärzte geben, die das (Weiter-)Rauchen empfehlen.

  12. #12 Dagda
    22. Dezember 2011

    @ WolfgangK

    die Auswirkungen des Rauchens auf chronische Darmerkrankungen sind nicht unumstritten

    Naja was heißt unumstritten. Rauchen scheint besonders bei Männern bei der Colitis ulcerosa die Krankheitsaktivität zu senken. Für andere Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen gilt das schon wieder nicht.
    Ob Nikotin selber diese Wirkung vermittelt ist meines Wissens noch völlig unklar (daher kann es sehr gut sein das E-Zigaretten gar nicht wirken), wobei Nikotinrezeptoren durchaus antiinflamatorische Effekte haben können.

  13. #13 Wolf
    22. Dezember 2011

    @WolfgangK:
    “[…]Bei der seltenen Lungenkrankheit Sarkoidose sagt man dem Rauchen nach, dass es den Ausbruch der Krankheit verhindern kann[…]”

    Also zwischen “den Ausbruch der Krankheit verhindern kann” und “Raucher erkranken seltener an Sarkoidose als Nichtraucher” sehe ich schon einen erheblichen Unterschied.

    Zu dem zweiten Link: “[…]Die schlechte Nachricht: Diese Regel gilt nur für Männer – und nur in diesem einen Fall dieser relativ seltenen Darmerkrankungen.[…]”
    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass FRAU Sokol auch weiblichen Geschlechts ist ;-).

    Und:
    “[…]Am schlimmsten wirkte sich laut Studie der Tabakgenuss bei Frauen mit Morbus Crohn aus. Auch bei jenen Crohn-Patienten, bei denen die erkrankten Darmabschnitte bereits durch fortgeschrittene Veränderungen stark verengt waren, verschlechterten Zigaretten den Zustand dramatisch[…]”

    Soviel zu (wenn denn weiblichen Geschlechts) “[…]Habe eine chronisch entzündliche Darmerkrankung und brauche das Nikotin, um meine Krankheit kontrollieren zu können.[…]”

    Wenn man dass hier annimmt:”[…]Ähnlich wie beim Morbus Crohn nimmt man eine genetisch prädisponierte, krankhaft gesteigerte Immunreaktion gegen die Darmflora an.[…]” (Wikipedia), dann würde ich jetzt mal behaupten, dass durch das Rauchen, das Immunsystem so weit geschwächt bzw. beschäftigt wird, dass es keine “Zeit” hat auch noch die eigenen Körperzellen anzugreifen. Ist schon zu sehr damit beschäftigt die negativen Folgen des Rauchens zu unterdrücken.

    Würde auch meine These stützen, da ich nach 20 Jahren rauchen, vor ca 2 Jahren aufgehört habe, und vor ca. 1,5 Jahren an einer Hashimoto Thyreoiditis erkrankt bin. (Was dennoch nichts an meiner Entscheidung mit dem MIst aufzuhören ändert).

    Soweit ich weiß, gab es auch mal eine Studie, anhand derer feststellbar war, dass Raucher seltener an Alzheimer erkrankten.

    Es mag sein, dass es Krankheiten gibt bei denen die AUFGABE des Rauchens mehr negative Effekt verursachen würde als das Weiterrauchen, aber die lassen sich wohl eher an einer Hand abzählen.

    Mit Sicherheit wird aber kein Arzt einem Patienten empfehlen mit dem Rauchen anzufangen um eine bestimmte Krankheit “in den Griff zu bekommen”. Denn dann würde er die Verantwortung für die negativen Folgen des Rauchens übernehmen müssen.

  14. #14 noch'n Flo
    22. Dezember 2011

    @ Wolf:

    Mit Sicherheit wird aber kein Arzt einem Patienten empfehlen mit dem Rauchen anzufangen um eine bestimmte Krankheit “in den Griff zu bekommen”.

    Ich kenne durchaus ärztliche Kollegen, die Patienten mit chron. entzündl. Darmerkrankungen (vor allem M.Crohn) zumindest das Kiffen empfehlen… ist übrigens nachgewiesenermassen wirksam…

  15. #15 Joseph Kuhn
    22. Dezember 2011

    Bei Morbus Crohn gibt es, wenn ich es recht sehe, keine therapeutische Anwendung von Nikotin und Rauchen wirkt sich hier nachteilig aus. Bei Colitis Ulcerosa liegen die Dinge anders. Die Rolle des Rauchens bzw. des Nikotins bei Sarkoidose müsste man einmal systematisch recherchieren, vorsichtig wäre ich jedenfalls bei der Schlussfolgerung von der oft zitierten (auch epidemiologisch gut abgesicherten?) Beobachtung, dass Raucher seltener erkranken darauf, dass Rauchen auch den Erkrankten gut tut, vor allem, wenn die Lunge betroffen ist. Aber das soll hier kein Blog zu therapeutischen Anwendungen von Nikotin werden, dafür wurden E-Zigaretten nicht erfunden.

    Interessant übrigens, dass viele Rauchverbots-Gegner nichts von “Dampfern” (den Konsumenten von E-Zigaretten) halten, das geht in manchen Foren bis zum Vorwurf des Verrats am Kampf gegen die Rauchverbote.

  16. #16 Dagda
    22. Dezember 2011

    @ Joseph Kuhn
    Ich möchte eigentlich nicht weiter darauf rumreiten, auch weil das vom eigentlichen Blogthema ablenkt und einer meines Erachtens dämlichen Bemerkung einer Kommentatorin zuviel Aufmerksamkeit zulenkt, aber denoch es gibt ja etwas mehr Erkenntnisse zu C. Ulcerosa und dem Rauchen, so haben auch Exraucher ein höheres Erkrankungsrisiko als Raucher und ihre Erkrankung verläuft schwerer (auch als die von Gesunden) sollten sie dann wieder anfangen, so verläuft die Erkrankung dann scheinbar wieder milder; (Quelle: http://www.dgvs.de/media/Leitlinie_Colitis_ulcerosa_2011.pdf ) D
    Das alles ist aber meiner Meinung nach kein Grund zu Rauchen und ich würde auch jedem C. Ulcerosa Patienten empfehlen das Rauchen aufzugeben, soviel dazu.
    Als Ergänzung zu Nikotin als Medizin: Eine große Mehrheut der psychiatrische Patienten rauchen; dies wird häufig mit einer (unbewussten) Selbstmedikation erklärt, insbesondere scheint Nikotin kurzfristig Aufmerksamkeit und Konzentration zu verbessern.
    So aber das reicht jetzt entgültig

  17. #17 Wolf
    22. Dezember 2011

    @noch`n Flo:

    Na ja, ne Tüte ist was anderes als ne Marlboro, gelle ;-))

    Wobei:
    Wir hatten vor gar nicht langer Zeit (Anfang des Jahres) einen 18jährigen im Haus, der seit seinem 13 Lebensjahr täglich gekifft hat. Bei uns war er wegen zunehmender Dyspnoe und Leistungsabfall. Hat genau bis nach dem CT und Rö Th gedauert bis wir ihn zur Behandlung seines massiven Bronchial Ca in eine Fachklinik verlegt haben.

    Vor ein paar Wochen war er dann wieder hier, massive Pleuraergüsse. Und soweit ich weiß ist er mittlerweile verstorben.

    @Joseph Kuhn:”[…]Interessant übrigens, dass viele Rauchverbots-Gegner nichts von “Dampfern” (den Konsumenten von E-Zigaretten) halten, das geht in manchen Foren bis zum Vorwurf des Verrats am Kampf gegen die Rauchverbote.[…]”

    Ich habe jetzt noch keine E Zigarette gerochen, aber so schlimm wie echte kann es doch nicht sein.
    Was das umgehen des Rauchverbots angeht: Jupp! Genau dafür sind die da.
    Ob sie zudem auch als Entwöhnungshilfe taugen, tja, darüber streiten sich die Leute:
    http://www.e-zigi.de/Gutachten-Uni-Graz.pdf
    http://www.rp-online.de/gesundheit/news/e-zigarette-soll-entwoehnung-erleichtern-1.2332675
    http://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=716
    http://www.express.de/gesundheit/rauch-entwoehnung-e-zigarette-ungeeignet-zum–aufhoeren-,2490,11329272.html

    In NRW sind sie gar nur in Apotheken erhältlich
    http://www.express.de/gesundheit/ministerium-warnt-e-zigaretten-duerfen-nicht-mehr-verkauft-werden-,2490,11318140.html
    Hier in Niedersachsen hab ich sie auch in Tabakläden gesehen.

  18. #18 Dagda
    22. Dezember 2011

    Zum Thema
    Ich meine mich zu erinnern dass ich gelesen habe das E-Zigaretten nicht bei der Rauchentwöhnung helfen sollen; was ja Sinn macht, weil alles was an Zigaretten süchtig macht auch bei den E-Zigaretten vorhanden ist

  19. #19 Dagda
    22. Dezember 2011

    @ Wolf
    Da war ich wohl zu langsam

  20. #20 wolf
    22. Dezember 2011

    @Joseph Kuhn
    Interessanterweise ist die verlinkte Leitlinie zur Zeit in Überarbeitung weil abgelaufen: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/021-009_S3_Diagnostik_und_Therapie_der_Colitis_ulcerosa_leitlinientext_02-2004_06-2009_in_ueberarbeitung.pdf

  21. #21 Joseph Kuhn
    22. Dezember 2011

    @ Wolf, @ Dagda: Was die Idee angeht, mit E-Zigaretten die Entwöhnung zu unterstützen: Etwas doppeldeutig könnte man da von einer “akzeptierenden Drogenarbeit” sprechen, aber seitens der Hersteller wohl anders gemeint als der sozialarbeiterische Ansatz gleichen Namens.

  22. #22 Joseph Kuhn
    22. Dezember 2011

    @ Wolf: Beide Links mal angeklickt: Die von Dagda verlinkte Leitlinie ist die überarbeitete Version (Publikationsdatum 2011), die alte galt bis 2009.

  23. #23 noch'n Flo
    22. Dezember 2011

    @ Wolf:

    Wir hatten vor gar nicht langer Zeit (Anfang des Jahres) einen 18jährigen im Haus, der seit seinem 13 Lebensjahr täglich gekifft hat. Bei uns war er wegen zunehmender Dyspnoe und Leistungsabfall. Hat genau bis nach dem CT und Rö Th gedauert bis wir ihn zur Behandlung seines massiven Bronchial Ca in eine Fachklinik verlegt haben.

    Die interessante Frage wäre ja: hat er Bong geraucht (wo ja nur das Gras an sich verbrannt wird) oder doch eher Joints (wo oft Tabak beigefügt wird)?

  24. #24 Wolf
    22. Dezember 2011

    @Joseph Kuhn: Sorry, stimmt, war von Dagda verlinkt.
    Trotzdem Danke für die Antwort :-).
    Ich fand es nur seltsam, weil die awmf eigentlich immer recht aktuell ist.

    @noch`n Flo: Das weiß ich nicht mehr. Gehe mal von Joints aus. (Wobei: was ist schädlicher, Joints oder Bongs, halte ich jetzt für eine weniger gute Diskussion 😉 ).

  25. #25 huzla
    22. Dezember 2011

    Ersetzt keine ordentliche studie(, die ich mir natürlich wünsche):
    Ich bin durch einen freund auf e-zigs aufmerksam gemacht worden, der seinen tabakkonsum gegen e-zigaretten eingetauscht hatte, und nach ca. einem jahr kontinuirlichem nikotin-reduzieren nun gar nicht mehr raucht(bzw dampft).

    und ich starker raucher, (20 zigaretten täglich) nun mit hilfe elektrischer am tag noch vll 2 echte zigaretten (seit 2 wochen) rauche.

    Es ist eine ersaztz-handlung, die für mich jedoch bislang ganz gut klappt.

    spürbare effekte:
    – angenehme luft in der wohnung
    – kein hustenreiz
    – reduzierung des handlungszwangs ( zigarette drehen, anzünden, ohne tabak aus dem haus gehen)

    gruß

  26. #26 Joseph Kuhn
    22. Dezember 2011

    @ huzla: Wenn´s mit dem Aufhören so klappt – prima. Zur Nachahmung kann man es trotzdem nicht empfehlen, das gibt die (zu diesem Thema ohnehin dünne) Studienlage nicht her, auch wegen der ungeklärten Risiken.

  27. #27 BreitSide
    22. Dezember 2011

    Jeder darf sich selbst schädigen, wie er will. Hauptsache, er gefährdet mich nicht dabei.

    Ob jetzt die Aromen der einzelnen Nikotininhalationsvarianten mehr oder weniger angenehm sind, ist mE (fast) reine Gewöhnungssache. Je nach Umfeld (Konzert, Kneipe, Knutschraum) wird der “Duft” halt mit den restlichen – angenehmen – Faktoren der Situation verbunden. So belegt halt ein attraktiver Geschlechtspartner den in der Situation herrschenden “Duft” sehr stark positiv.

    Entscheidend ist, ob die in die Umgebung abgesonderten Schwaden “nur” giftig sind oder krebserregend. Und da verstehe ich keinen Spaß.

    Hat nicht Cornelius Courts mal schön die Parallele zu Insektiziden gebracht? Ich mach das immer mit Asbest, den ich imaginär dem Raucher ins Gesicht blase, der dann auf einmal gar nicht mehr so tolerant ist.

  28. #28 noch'n Flo
    22. Dezember 2011

    @ Wolf:

    Wobei: was ist schädlicher, Joints oder Bongs, halte ich jetzt für eine weniger gute Diskussion

    Sorry, aber das ist leider die entscheidende Diskussion: ist der inhalative Konsum von THC allein schädlicher/weniger schädlich als der Konsum von THC mit Tabak?

    Damit bewegen wir uns nämlich genau in der Argumentationsebene der Kiffer.

  29. #29 Wolf
    22. Dezember 2011

    @noch`n Flo:

    Ähhm, also, ich habe mal gehört, von einem Freund eines Freundes eines Freundes, dass, sowohl beim Bong, als auch beim Joint, Tabak im Spiel ist. Ich persönlich habe noch von niemandem gehört, der aus reinem Gras/Hasch einen Joint oder Bong gebaut hätte.

    Was schädlicher ist: kommt drauf an, ob man der BLF oder den Kiffern glaubt ;-))

    Hey, neue Geschäftsidee: E-Joints…. :-)) um mal wiedre zum Thema zu kommen.

  30. #30 Buck Rogers
    23. Dezember 2011

    Ich habe neulich eine nette Frau auf einer Party kennengelernt. Die packte plötzlich ihre E-Zigarette aus. Die blaue LED leuchtete sanft, als sie sinnlich daran zog. Daraufhin bin ich begeistert zu ihr gegangen und hab sie angesprochen. Es wirkte etwas wie aus eine Partyszene in einem Sci-Fi Film aus den 70ern. Mit komischer Zukunftsmusik und so.
    Es rauchte sich ganz angenehm und so bin ich im Laufe der Party des öfteren zu ihr gegangen und habe von ihrem Spacezigarillo geschnorrt. Später musste ich mich aber draußen (dem Schicksal) übergeben. Ob es nur der Alkohol war (sooo viel war das auch nicht:) oder die Kombination mit diesem Duftöl (so kam es mir im Nachhinein vor) weiß ich nicht. Aber der fiese Geschmack blieb mir noch lange erhalten.

  31. #31 Dr. Weihnachtswebbaer
    23. Dezember 2011

    Sone E-Cigarette hätte gut in die Milk Bar-Szene von Clockwork Orange gepasst…

  32. #32 noch'n Flo
    23. Dezember 2011

    @ Wolf:

    Ähhm, also, ich habe mal gehört, von einem Freund eines Freundes eines Freundes,

    …eines Freundes eines Freundes eines Freundes…. Komisch, warum beziehen die meisten Leute ihre Infos über Drogen eigentlich immer aus mind. 6.Hand?

    dass, sowohl beim Bong, als auch beim Joint, Tabak im Spiel ist.

    Iiiih! Tabak in der Bong! Das schmeckt doch widerlich!

    Ich persönlich habe noch von niemandem gehört, der aus reinem Gras/Hasch einen Joint oder Bong gebaut hätte.

    Also ich kenne niemanden, der Tabak auch nur in die Nähe einer Bong bringt. Wobei: wenn ich mir die Formulierung so anschaue – “Bong bauen” – … Du hast nicht wirklich eine Ahnung, was eine “Bong” überhaupt ist, oder?

  33. #33 Joseph Kuhn
    23. Dezember 2011

    Nachdem wir erst therapeutische Anwendungen von Nikotin diskutiert haben, sind wir jetzt bei Haschischkonsumformen angelangt. Ich hoffe, das entwickelt sich hier nicht zum Drogenberatungsblog weiter. Dass im Joint in der Regel auch Tabak ist, wissen vermutlich alle, aber was eine Bong ist, musste ich auch erst nachschauen: eine Wasserpfeifenart, lt. Wikipedia durchaus mit Tabak gebräuchlich. Und um wieder die Kurve zur E-Zigarette zu kriegen: Wie die Bong kommt auch die E-Zigarette aus Asien, die meisten Hersteller sitzen in China, so richtig weiß man nicht, wer dahinter steht. Aber auch die Tabakindustrie ist ins Geschäft mit der tabakfreien Nikotinapplikation eingestiegen. Wie ernst hier der Entwöhnungsvorsatz ist, darüber darf man spekulieren.

  34. #34 roel
    23. Dezember 2011

    @noch’n Flo und @Wolf http://de.wikipedia.org/wiki/Bong
    “Als Bong wird eine bestimmte Art von Wasserpfeife bezeichnet, in der zumeist Cannabis, Cannabis-Tabak-Mischungen, aber auch andere rauchbare Drogen oder auch einfach nur Tabak geraucht werden.”

    Und für alle hier, die bisher meinten, sie würden alles für Ihre Gesundheit tun, passt zwar nicht ganz zum Thema, aber zum Blog:
    http://www.nw-news.de/owl/5601506_Glaube_staerkt_die_Gesundheit.html Ein Laster gönne ich mir.

  35. #35 roel
    23. Dezember 2011

    @Joseph Kuhn Hatte sich überschnitten, weil ich durch eine mail abgelenkt wurde.

    Bong kannte ich auch nicht, die therapeutische Anwendung von Nikotin ebenfalls nicht, aber ich lerne immer wieder gerne dazu.

  36. #36 noch'n Flo
    23. Dezember 2011

    @ Joseph Kuhn:

    Naja, gewisse Berührungspunkte zwischen Haschisch-Konsum und e-Zigaretten gibt es durchaus. So sind unter Kiffern schon seit über 10J Vaporisatoren gebräuchlich – im Prinzip grosse e-Joints – in denen das THC mit sehr genauer Temperatur verdampft wird. Der Vorteil: man kann durch die exakte Temperaturwahl das THC bei sehr viel geringeren Temperaturen freisetzen, was die Bildung von Sekundär(schad)stoffen massiv verringert.

  37. #37 Wolf
    23. Dezember 2011

    @noch`n Flo:

    Schon daran gedacht, dass es durchaus unterschiedliche Formulierungen für ein und dieselbe Sache gibt? 😉

    Jetzt aber genug von solchen Dingen. 🙂
    Das artet hier schon wieder aus 😉

  38. #38 noch'n Flo
    23. Dezember 2011

    @ Wolf:

    Hast Du zuviele Smileys zuhause und verschenkst sie jetzt eben noch schnell zu Weihnachten? :p

  39. #39 roel
    23. Dezember 2011

    @noch’n Flo erstaunlich, was es alles gibt… Ich füge mal einen link hinzu: http://www.vaporizing.net/

  40. #40 Wolf
    23. Dezember 2011

    Jupp.
    Jetzt sind sie aber aus.
    Gehe mal los ein paar Klammern, Doppelpukte und Semikola ausschneiden…..
    Punkte hab ich noch zur Genüge..

  41. #41 Joseph Kuhn
    23. Dezember 2011

    @roel:

    Ein Laster gönne ich mir.

    Warum nicht, wir sind ja nicht im Kloster. Obwohl das Klosterleben durch seine geordneten und verlässlichen Verhältnisse bekanntlich gut für die Gesundheit ist. Womit wir bei Ihrem Link über die Bielefelder Forschungen zu Glauben und Langlebigkeit wären. Die Studien müsste man sich im Detail ansehen, z.B. ob die wichtigen Confounder, die mit “Gläubigkeit” einhergehen, statistisch kontrolliert wurden. Sonst steht “Glaube” am Ende nur für weniger rauchen, weniger Alkohol, besseres Wohnen, besserer Job, gesichertes Einkommen etc. Von vornherein unsinnig ist die Idee aber nicht: Ein zumindest ansatzweise auch empirisch überprüftes Konzept, das in eine ähnliche Richtung geht, ist z.B. das das Salutogenese-Konzept von Aaron Antonovsky. Und der Placeboeffekt hat ja auch etwas mit “Glauben” zu tun, nur geht es dabei um kleinteiligere Endpunkte als die Lebenserwartung. Diesmal kriege ich die Kurve zu den E-Zigaretten allerdings nicht mehr.

  42. #42 Joseph Kuhn
    23. Dezember 2011

    … ich übersah: vom “Glauben” kommt man zu den Weihnachtskerzen, damit habe ich den Blog ja begonnen, und von da direkt zu den E-Zigaretten. Kurve gerettet.

  43. #43 Ulrich Berger
    24. Dezember 2011

    eine andere Frage, nämlich ob E-Zigaretten unter die Regelungen des Nichtraucherschutzrechts fallen.

    Soviel ich weiß, ist rauchen gesetzlich als das Verbrennen von Tabak definiert. Damit fällt Nichtraucherschutz wohl flach. Ein Nichtdampferschutzgesetz muss her! 😉

  44. #44 Joseph Kuhn
    24. Dezember 2011

    Soviel ich weiß, ist rauchen gesetzlich als das Verbrennen von Tabak definiert

    In Deutschland ist der Nichtraucherschutz in weiten Teilen Ländersache, mit unterschiedlichen Formulierungen in den Gesetzen und unterschiedlichen Rechtsauffassungen der zuständigen Behörden, was dieses Thema angeht.

    Allen schöne Feiertage!

  45. #45 GabiT
    24. Dezember 2011

    Dazu muß ich auch mal Etwas sagen: Für Jemanden, der unbedingt mit dem Rauchen aufhören muß, es aber nicht schafft, sind die E- Zigaretten eine echte Alternative. Man bekommt die Liquids zum befüllen der Depots in 3 verschiedenen Stärken, und kann so nicht nur die Schadstoffinhalation vermeiden, sondern auch den Nikotinkonsum langsam runterschrauben.
    Schlußendlich gibt es auch nikotinfreie Flüssigkeiten, so dass die orale Befriedigung zwar gegeben ist, aber keinerlei Schadstoffe inhaliert werden.
    Gefährlich ist das Ganze wohl nur für die Tabakindustrie, die einen Teil ihrer Felle davonschwimmen sieht.
    Es könnte sicherlich schon echte Studien mit echten, ermittelten Werten geben, und es könnte Kennzeichnungen auf den Liquidfläschchen geben, ähnlich wie auf Zigaretten, und man könnte dem Dampfer, wie dem Raucher, eine gewisse Mündigkeit zusprechen. Statt dessen wird sofort mal ein generelles Verbot anberaumt? Warum nur?
    Ich mache keine Werbung, ich bin nur betroffen.

  46. #46 Dagda
    25. Dezember 2011

    @GabiT
    Ob E-Zigaretten eine Möglichkeit zur Raucherentwöhnung darstellen ist zur Zeit noch gar nicht klar.
    Aber es gibt andere im Zweifel effektivere Möglichkeiten der Suchtentwöhnung, von denen man weiß das sie helfen.
    Und es gibt ja sichere Möglichkeiten Nikotin zu verabreichen, z.B. Inhaliergeräte oder Pflaster, diese haben vor allem nicht das Problem das der Raucher in seinen alten Rauchgewohnheiten hängen bleibt.
    Und E-Zigaretten sind nicht verboten, sondern sie sind eventuell Arzneimittel und dann als solche reguliert

  47. #47 Tobias
    27. Dezember 2011

    Hier auch noch ein guter Link, die liefern schnell und quarzen super 🙂
    (….)
    Die produzieren die Zigaretten in Deutschland und verzichten auf zum Glück auf unnötige Giftstoffe.
    Werbung ist nicht erwünscht, Link gelöscht

  48. #48 Dagda
    28. Dezember 2011

    @ Tobias
    Seit wann ist Nikotin kein Giftstoff?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nicotin (Man beachte den Abschnitt zur Toxikologie)
    Und wenn die Werbung der Firma anpreist das man da ja so super im Rauchverbot “rauchen” kann, frag ich mich auch was das soll, gerade wenn man den Blogpost noch einmal überfliegt.

  49. #49 roel
    28. Dezember 2011

    @Dagda schaut fast so aus, als würde jemand Werbung für Moor and More und die E-Zigarette (siehe http://www.scienceblogs.de/bloodnacid/2011/08/rauchen-entnormalisieren.php#comment285527 ) auf scienceblogs machen. Hinter Moor and More steckt ein Christofer Wesseling, hinter der E-Zigarette, die von moor and more promoted wird, ein Daniel Wesseling.

  50. #50 Dagda
    28. Dezember 2011

    @Roel
    Ich geh ja immer noch davon aus das ein Poster es einigermaßen ernst meint, wobei der Post schon nach Werbung aussieht; Was auch immer das hier soll.
    “E-Zigarette die einzige wahre Alternative zum Rauchen” weil “Giftstofffrei”!
    Aha ja, ne ist klar

  51. #51 Wolfgang
    28. Dezember 2011

    Hoffnung für Raucher war ja auch der anti-Raucher Impfstoff.
    Da wird Nicotin an ein nicht toxisches Cholera Toxin gekoppelt – dadurch wird Nicotin zum Antigen. Der Raucher bildet nach Impfung Nicotine Antikörper und wenn er raucht schnappen die sich das Nicotin und es kommt nicht mehr zum Flush im Gehirn.
    Sozusagen ein endogener Entzug.

    Nur leider war die erste große Phase 3 Studie nicht erfolgreich

    http://prescriptions.blogs.nytimes.com/2011/07/18/antismoking-vaccine-fails-in-late-trial/

  52. #52 s.s.t.
    28. Dezember 2011

    @Dagda

    Seit wann ist Nikotin kein Giftstoff?

    Es gibt keine giftigen Verbindungen, es gibt nur giftige Dosierungen, das gilt selbst für Dihydrogenmonoxid. Nicotin ist übrigens auch in vielen anderen Nachtschattengewächsen enthalten, die man so mehr oder weniger täglich konsumiert.

    Die Nicotin-Aufnahme via E-Zigaretten dürfte jedenfalls deutlich weniger gesundtheitlich abträglich sein, als via normalen Zigaretten, denn die wirkliche Gefahr liegt im Tabakrauch.

    Erinnert ein wenig an die Drogendebatten, da wird gerne behauptet, dass die Gefahren die “giftigen” Verschnittmittel sind, was natürlich völliger Quatsch ist (falls mal jemand von Strychnin im Heroin faselt, weiß ich immerhin sofort, dass derjenige Null-Ahnung von Heroin hat, und von Stychnin auch nicht).

    Mag vielleicht noch auf Crack zutreffen, das inzwischen nur noch zu rund 10 % aus Cocain besteht, der Rest ist fast nur Phenacetin, das bekanntlich nierentoxisch ist.

  53. #53 noch'n Flo
    28. Dezember 2011

    @ s.s.t.:

    Im Heroin macht Strychnin als Streckmittel tatsächlich wenig Sinn, wohl aber in Amphetaminen. Strychnin ist eines der ältesten der Menschheit bekannten Aufputschmittel (natürlich in entsprechend kleiner Dosierung) und in der Herstellung wesentlich weniger aufwendig als MDMA und Co. Da kann ein Zwischenhändler schon mal in Versuchung geraten.

    Wobei: einen Vorteil hat das Strecken von Heroin mit Strychnin: letzteres wirkt der durch das Heroin ausgelösten Atemdepression entgegen. Aber dafür geht eben auch ein nicht unerheblicher Teil der entspannenden Wirkung des Heroin verloren. Nichtsdestotrotz findet sich Strychnin tatsächlich schon seit längerem immer wieder in Heroin-Stichproben.

  54. #54 s.s.t.
    28. Dezember 2011

    @ noch’n Flo

    Im Heroin macht Strychnin als Streckmittel tatsächlich wenig Sinn, wohl aber in Amphetaminen.

    Strychnin kommt als Zusatzstoff einfach nicht vor, auch nicht in Amphetamin. Amphetamin enthält üblicherweise 1-10 % Wirkstoff, den großen Rest macht im wesentlichen Coffein aus. (Anders ist das bei Methamphetamin (“Crystal”) und MDMA (“XTC”). die beide auch in (nahezu) reiner Form vorkommen.)

    In den 80igern gab es mal die sog. Hongkong-Rocks, die zu ca. 40-50% aus Heroin-hydrochlorid, reichlich Coffein und zu rund 1-2% Strychnin bestanden. Damals wurde behauptet, dass das Strychnin der Kreislaufstabilisierung dienen sollte.

    Nichtsdestotrotz findet sich Strychnin tatsächlich schon seit längerem immer wieder in Heroin-Stichproben.

    Nein! Wer auch immer das erzählt, das ist bestenfalls eine Urban Legend, frag z.B. mal bei der Kriminaltechnik der Stadtpolizei Zürich nach, u.a. Dr. Bovens.

  55. #55 Dagda
    29. Dezember 2011

    @s.s.t.
    Das E-Zigaretten vermutlich besser als echte Zigaretten sind, ist naheliegend weil es weniger karzinogene enthält, sweit ok, das war aber ja gar nicht meine Kritik.
    Sondern die Aussage die E-Zigaretten enthalten keine Giftstoffe (das stammt von dem mittlerweile entfernten Link). Jetzt kann man rumdiskutieren das irgendwie ja doch irgendwie ja schon irgendwie alles irgendwie giftig oder nichtgiftig ist, oder auch nicht und Wasser und so.
    Allerdings enthalten E-Zigaretten Nikotin in einer vergleichbaren Dosis wie normale Zigaretten und deren hauptsächlicher Wirkstoff ist nun mal Nikotin.
    Und Nikotin wirkt in diesen Dosen sowohl auf zentralnervöse als auch auf periphere Nikotinrezeptoren.
    http://circ.ahajournals.org/content/122/15/1520.full#sec-10 (Es geht um Smokeless Tobacco Produkts (Snus und so, aber auch eine lange Liste von Effekten von Nikotin auf das kardiovaskuläre System; was besseres kann ich gerade nicht finden.)

  56. #56 Joseph Kuhn
    29. Dezember 2011

    @ s.s.t.:

    “Nichtsdestotrotz findet sich Strychnin tatsächlich schon seit längerem immer wieder in Heroin-Stichproben.”

    Nein! Wer auch immer das erzählt, das ist bestenfalls eine Urban Legend, frag z.B. mal bei der Kriminaltechnik der Stadtpolizei Zürich nach, u.a. Dr. Bovens.

    Von Strychnin und Heroin habe ich zwar keine Ahnung und so richtig weiterführend zum Thema des Blogs ist es eigentlich auch nicht, aber das Internet ist voll von recht glaubwürdigen Berichten über Strychnin in Heroin und anderen Drogen, z.B. hier oder hier. Bei Wikipedia steht es natürlich auch.

    Was Nikotin als “Gift” angeht: Wenn man das Wort “Gift” nicht aus einem etwas exotischen semantischen Positivismus heraus grundsätzlich ablehnt, sondern als sinnvolle Bezeichnung für Stoffe akzeptiert, die den Körper schon in relativ geringer Dosierung schädigen, dann ist Nikotin ein “Gift”, unabhängig von Wirkungsschwellen und therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten.

  57. #57 s.s.t.
    29. Dezember 2011

    @Joseph Kuhn

    Von Strychnin und Heroin habe ich zwar keine Ahnung und so richtig weiterführend zum Thema des Blogs ist es eigentlich auch nicht, aber das Internet ist voll von recht glaubwürdigen Berichten über Strychnin in Heroin und anderen Drogen, z.B. hier oder hier. Bei Wikipedia steht es natürlich auch.

    Seit rund 15 Jahren erfasst das BKA die Analysendaten der Btm’s zentral. Dabei werden auch die Verschnitt- und Zusatzstoffe erfasst. Strychnin ist nicht dabei. Seit ca. 1990 wird nahezu ausschließlich ein braun eingefärbter (Heroin muss braun sein) ca. 1:1 Mix von Paracetamol und Coffein zugesetzt.

    Die qualitative Analyse wird regelmäßig mittels GC/MS durchgeführt, sodass auch Spuren von weiteren Zusatzstoffen erfasst werden, und Strychnin ist nun mal nicht dabei, egal wer etwas anderes behauptet.

    Die einzige ungewöhnliche Beimengung im Heroin waren vor nicht langer Zeit Antraxsporen, was zu Todesfällen im Raum Aachen und in Schottland führte.

  58. #58 roel
    29. Dezember 2011

    @Joseph Kuhn, s.s.t. und noch’n Flo

    http://www.bka.de/nn_231632/DE/ThemenABisZ/Deliktsbereiche/Rauschgiftkriminalitaet/Lagebilder/lagebilder__node.html?__nnn=true

    Aus dem BKA Lagebericht von 2003 (auf Seite 2 des Links zu finden) zur Reinheit von Heroin:
    “Bei den Verschnittstoffen der 3.858 ausgewerteten Proben dominierten Coffein
    (99,4 %), Paracetamol (94 %) und Griseofulvin (4,6 %). Von den Zusätzen waren
    Lactose (3,6 %), Mannit (2,3 %) und Saccharose (1,3 %) am häufigsten enthalten.
    Darüber hinaus wurden folgende Stoffe gemeldet (Prozentuale Häufigkeit < 1 %): Zusätze: Procain, Phenobarbital, Diazepam, Phenazon, Ascorbinsäure, Phenolphthalein, Acetylsalicylsäure, Kokain, Salicylsäure/Salicylat, Alprazolam und Theobromin. Verschnittstoffe: Glucose, Glycerin, Stärke/Mehl und Sorbit." Back to topic. Ich denke die Definition von Joseph Kuhn http://www.scienceblogs.de/gesundheits-check/2011/12/weihnachtskerzen-und-ezigaretten.php#comment286082 allgemein anerkannt ist.

    Dass die E-Zigarette viel gesünder ist als eine normale Zigarette mag ich zu bezweifeln. Aus dem 2. Link im Beitrag: “Die Flüssigkeit in den Kartuschen, die als Aerosol vom Konsumenten inhaliert wird, besteht bis zu 90 Prozent aus Propylenglykol” und “Weitere Inhaltsstoffe sind Nikotin, Aromen, Ethanol und Glycerin; die genaue Zusammensetzung geben die Hersteller auf dem Produkt allerdings nur selten an. Angeboten werden neben verschiedenen Tabakaromen
    auch Fruchtaromen wie Apfel, Erdbeere, Banane, Kirsche, Pfirsich, Ananas, Traube oder Zitrone sowie weitere Lebens- und Genussmittelaromen
    wie Kaffee, Schokolade, Menthol, Rum, Vanille, Mandel, Lakritze oder Karamell.”

    Propylenglykol ist zwar als Zusatzstoff für Lebensmittel zugelassen, wie es sich beim inhalieren auswirkt ist noch nicht endgültig geklärt. In Discos als Nebel eingesetzt, kann es die Atemwege reizen. Die anderen Stoffe Ethanol, Glycerin und verschiedenste Aromen werden, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht unbedingt ausgewiesen. Also weiß auch bei der E-Zigarette niemand, was sie/er wirklich raucht. Bei den Aromen habe ich starke Bedenken, ob diese nicht auch karzinogen wirken.

  59. #59 roel
    29. Dezember 2011

    @Joseph Kuhn, noch’n Flo und s.s.t

    aus dem Bundeslagebericht Rauschgift 2003 zur Reinheit von Heroin: “Bei den Verschnittstoffen der 3.858 ausgewerteten Proben dominierten Coffein
    (99,4 %), Paracetamol (94 %) und Griseofulvin (4,6 %). Von den Zusätzen waren
    Lactose (3,6 %), Mannit (2,3 %) und Saccharose (1,3 %) am häufigsten enthalten.
    Darüber hinaus wurden folgende Stoffe gemeldet (Prozentuale Häufigkeit < 1 %): Zusätze: Procain, Phenobarbital, Diazepam, Phenazon, Ascorbinsäure, Phenolphthalein, Acetylsalicylsäure, Kokain, Salicylsäure/Salicylat, Alprazolam und Theobromin. Verschnittstoffe: Glucose, Glycerin, Stärke/Mehl und Sorbit." Back to topic: Was wird eigentlich inhaliert, wenn jemand E-Zigaretten raucht? "Die Flüssigkeit in den Kartuschen, die als Aerosol vom Konsumenten inhaliert wird, besteht bis zu 90 Prozent aus Propylenglykol, das für den Nebeleffekt verantwortlich ist." und "Weitere Inhaltsstoffe sind Nikotin, Aromen, Ethanol und Glycerin; die genaue Zusammensetzung geben die Hersteller auf dem Produkt allerdings nur selten an. Angeboten werden neben verschiedenen Tabakaromen auch Fruchtaromen wie Apfel, Erdbeere, Banane, Kirsche, Pfirsich, Ananas, Traube oder Zitrone sowie weitere Lebens- und Genussmittelaromen wie Kaffee, Schokolade, Menthol, Rum, Vanille, Mandel, Lakritze oder Karamell." Nikotin ist klar. Aber wieviel Nikotin beinhaltet eine Kartusche und wieviel wird inhaliert? Hier gibt es teilweise sehr ungenaue Angaben auf den Kartuschen. Der größte Bestandteil ist Propylenglykol, das als Zusatzstoff bei Lebensmitteln erlaubt ist, aber dessen Wirkung beim Inhalieren noch nicht genau bekannt ist. Auch die weitere Zusammensetzung ist meist nicht deklariert, so dass niemand wirklich weiß was sie/er da raucht. Starke Bedenken habe ich, dass die Aromastoffe karzinogen wirken können.

  60. #60 Joseph Kuhn
    29. Dezember 2011

    @ s.s.t.:

    Seit rund 15 Jahren erfasst das BKA die Analysendaten der Btm’s zentral. Dabei werden auch die Verschnitt- und Zusatzstoffe erfasst. Strychnin ist nicht dabei.

    Sehr interessant, das wirft ein Glaubwürdigkeitsproblem auf, das mal etwas mehr hergibt als Erfahrungsberichte von Homöopathieanwendungen – und insofern passt das Thema vielleicht nicht zu den E-Zigaretten, aber zum Grundanliegen des Blogs Gesundheits-Check: Was glaubt man so und was stimmt wirklich.

    Wie gesagt, ich kann zur Frage von Strychnin als Streckmittel in Heroin außer google-Funden nichts beitragen, die beiden zitierten Fundstellen waren für mich erstmal glaubwürdig. Dagegen stehen Ihre – für mich ebenfalls gut informiert klingenden – Aussagen. Sind die genannten Analysedaten des BKA irgendwo öffentlich zugänglich? Auf der Homepage des BKA habe ich sie nicht gefunden. Neuere Studien zum Thema scheint es auch nicht viele zu geben (eine: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21322119, leider ist nur das abstract kostenfrei zugänglich).

  61. #61 Joseph Kuhn
    29. Dezember 2011

    @ roel:

    Danke für die Infos.

    aus dem Bundeslagebericht Rauschgift 2003 zur Reinheit von Heroin

    Hilfreich wären neuere Daten. In den Bundeslagebericht 2010 auf der BKA-Homepage habe ich mal reingeschaut, da war zu diesem Thema nichts drin (oder ich habe es übersehen).

  62. #62 roel
    29. Dezember 2011

    @Joseph Kuhn den Link wollte ich gerade posten, ach ich poste ihn auch: http://www.bka.de/nn_193360/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Rauschgiftkriminalitaet/rauschgiftkriminalitaet__node.html?__nnn=true Neuere Daten scheint es nicht in den Bundeslagebildern zu geben. Vielleicht suche ich nachher noch mal.

    Aber dafür, zur Studie: http://www.cph.org.uk/showPublication.aspx?pubid=632

    In “Table 3: Details of studies where adulterants have been reported in heroin” wird eine Studie erwähnt wo Strychnin ausdrücklich nicht gefunden wurde un eine wo es gefunden wurde.

  63. #63 noch'n Flo
    29. Dezember 2011

    @ s.s.t.:

    Joseph Kuhn schrub:

    Bei Wikipedia steht es natürlich auch.

    Nimm’ das doch mal zum Anlass, den entsprechenden Wikipedia-Artikel zu korrigieren.

  64. #64 Joseph Kuhn
    29. Dezember 2011

    @ roel, @ s.s.t.: Wie es aussieht, scheint die Geschichte über das “Strecken von Heroin durch Strychnin” also von einem wahren Kern auszugehen und sich im Laufe der Zeit durch mediale Eigendynamik immer mehr zu einer “Urban Legend” verselbständigt zu haben, wie s.s.t. schon oben schrieb. Eine dünne und nur schwer nachprüfbare Datenlage, der Bezug zum kriminellen Milieu (dem man alles zutraut), der Gruselfaktor (“Rattengift”), die Betroffenheit einer sozialen Randgruppe (Drogenabhängige) etc. begünstigen vermutlich eine solche “Legendenbildung”. Für die Legenden rund um die E-Zigarette müssen aber andere Erklärungsfaktoren herangezogen werden – damit noch einmal der Bogen zum Blog-Thema geschlagen wird ;-).

  65. #65 Joseph Kuhn
    29. Dezember 2011

    @ Noch´n Flo:

    Joseph Kuhn schrub

    Nein, er schrob.

  66. #66 noch'n Flo
    29. Dezember 2011

    Tja, wieder etwas dazugelernt. Da geht man normalerweise davon aus, dass, wenn in einer seriösen Zeitung steht, “die Polizei” berichte von einer “besorgniserregenden Zunahme von Strychninfunden in beschlagnahmten Drogen”, dies auch gut recherchiert und abgeglichen ist. War wohl nix…

    @ s.s.t.:

    Danke für die Aufklärung!

  67. #67 GabiT
    30. Dezember 2011

    @ roel:

    Warum könnten die Aromastoffe karzinogen wirken? Da ich selbst davon so gut wie keine Ahnung habe, würde mich das interessieren…

  68. #68 roel
    30. Dezember 2011

    @GabiT Das Problem der E-Zigaretten ist es, dass es zur Zeit kaum Regulierungen für die Liquids gibt und auch keine Regulierungen für die Deklarierung der Inhaltstoffe. Des weiteren gibt es kaum Studien zu den E-Zigaretten und zu den verwendeten Inhaltstoffen.

    Zu den Aromen. Es wird oft damit geworben, dass ausschliesslich in der EU und für Lebensmittel zugelassene künstliche Aromen verwendet werden, aber genau deklariert werden diese Aromen nicht unbedingt. Ich gehe davon aus dass die Zulassung durch die EU erwähnt wird, um das ganze etwas seriöser aussehen zu lassen. Die Erwähnung, dass es Lebensmittelzusatzstoffe sind, gibt dem ganzen einen weiteren seriösen Anschein. Aber, diese Lebensmittelzusatzstoffe sind für Lebensmittel erlaubt – also zum Essen und Trinken. Hierfür wurden sie evtl. in Studien überprüft und als unbedenklich, evtl. mit Mengenangabe, freigegeben. Studien, wie sich diese Stoffe verhalten, wenn Sie inhaliert werden gibt es nicht. Da es noch keine Vorschriften gibt wie die Liquids zusammengesetzt sein dürfen, wie die Zusatzstoffe deklariert sein müssen, kann im Moment niemand sagen, wie der Dampf dieser Liqids wirkt. Es ist ein gravierender Unterschied, ob ich Kekse mit 10mg künstlichem Cappuccinoaroma esse, oder 10mg künstliches Cappuccinoaroma direkt inhaliere. Deshalb habe ich starke Bedenken.

    Hier mal ein Text, den ich in auf die-e-zigarette.com gefunden habe: “die Mehrzahl an kostengünstigen Verdampferflüssigkeiten kommen aus Fernost. Die Qualitätsschwankungen sind dabei manchmal relativ hoch. Was die Cocktailmischer aus dem Reich der Mitte in das Liquid mischen, ist nicht immer nachvollziehbar.”

  69. #69 Ingo
    30. Dezember 2011

    Ich weise auf einen Link hin wo alle Stellungnahmen zur Warung vor der E-zigaretten sind…es Steckt einfach eine zu große Lobby dahinter. Klar ist es nicht 100% Prozent gesund.Aber 1000 mal besser als normale Zigaretten…die wollen doch nur ihre Steuergelder von die Zigaretten haben.
    schaut unter “News” http://

    Gruß
    Ingo

    Gelöschte Zieladresse führt zu dem bereits oben gelöschten Anbieter Moor and More. Werbung bleibt unerwünscht. Außerdem sollen Lobbyisten nicht so tun, als seien sie lobbyistenkritisch.

  70. #70 ziggi-shop
    30. Dezember 2011

    Hier bekommt ihr vernüftige Ware getestet vom Verbraucherschutz. Seht selber
    Wie gesagt, Werbung unerwünscht

  71. #71 Dagda
    30. Dezember 2011

    Ich verweise einfach noch mal auf den Blogeintrag und insbesondere auf die ganzen Links.
    Um einfach mal einige Faktoide aufzugreifen:
    -E-Zigaretten sind nicht gut reguliert und es gibt bei vielen Produkten keine guten Angeben über mögliche Inhaltsstoffe, oder die genaue Zusammensetzung
    -Nikotin selber ist giftig (Alternative durch Zigaretten und möglicherweise auch durch E-Zigaretten (dafür finde ich keine Daten) werden Nikotinkonzentrationen erreicht die akute und chronische Schädigungen hervorrufen)
    -Es gibt durchaus Daten die darauf hinweisen können das Nikotin selber Karzinogen wirken kann.

  72. #72 noch'n Flo
    30. Dezember 2011

    Mann, kann man denn nichts gegen diese nervigen Werbe-Bots unternehmen?

  73. #73 roel
    30. Dezember 2011

    @all Muß mal gesagt werden: der aufgeführte Verbraucherschutz, der denn die E-Zigarette abgesegnet hat, hat nichts, absolut gar nichts, zu tun mit der Verbraucherschutzzentrale oder irgendeinem Ministerium für Verbraucherschutz. Es handelt sich nur um einen kleinen Verein. Siehe auch: http://www.fairway-golfreisen.de/blog/golfreisen/golfnews/unister-gmbh-leipzig-ploetlich-liebling-des-verbraucherschutzes/

  74. #74 Joseph Kuhn
    30. Dezember 2011

    @ noch´n Flo:

    Mann, kann man denn nichts gegen diese nervigen Werbe-Bots unternehmen?

    Die Herren kämpfen um ihr Geschäft. Leider auch mit unsauberen Methoden wie anonymisierten Werbemails. Sehr schön ist übrigens die offene Werbung von Moor and More: “for natural vitality” steht da auf der Internetseite unter dem Firmennamen . Das ist doch immerhin guter schwarzer Humor.

  75. #75 Joseph Kuhn
    30. Dezember 2011

    @ roel: Danke für den Hinweis auf den Verein.

  76. #76 s.s.t.
    4. Januar 2012

    @Joseph Kuhn

    Sind die genannten Analysedaten des BKA irgendwo öffentlich zugänglich? Auf der Homepage des BKA habe ich sie nicht gefunden.

    Diese Daten sind, aus welchem Grund auch immer, vertraulich, aber sie unterscheiden sich 2010 nicht von 2003 (s. @roel). Als Anmerkung: bei den Zusatz- und Verschnittstoffen finden immer mal wieder Verschiebungen statt, so sind seit einiger Zeit beim Koks Phenacetin und Levamisol die Renner.

    @Dagda

    Bei der Analyse eines (!) Beälters aus periphärem Interesse wurden, wie angegeben, Nicotin, Propylenglykol und diverse Aromastoffe gefunden (ATR-IR, GC-SPMI): Nicotin wurde nicht quantifiziert.

  77. #77 S.S.T.
    5. Januar 2012

    Hier noch ein Gutachten zu E-Zigaretten:
    http://www.aerzteinitiative.at/RuyanGutachten.pdf
    Ein Fazit daraus:

    In der “Elektrischen Zigarette” wird die Nikotinlösung elektrothermisch verdampft, sodaß keine aktive Verbrennung stattfindet. Im Unterschied zum Tabakrauch enthält der inhalierte Dampf daher weder Teer, noch Kondensat oder Kohlenmonoxid. Wie bei anderen Nikotinsubstitutionspräparaten ist daher kein erhöhtes Risiko für die oben genannten Erkrankungen zu erwarten. Im Vergleich zum Konsum von Tabakwaren ist das Gesundheitsrisiko der “Elektrischen Zigarette” daher wesentlich niedriger. Aus medizinischer Sicht wird die “Elektrische Zigarette” zur Raucherentwöhnung nachdrücklich empfohlen.

    Eine Sammlung von Links findet sich hier:
    http://www.casaa.org/resources/lab.asp

    Als Anmerkung:
    wissenschaft.de/wissenschaft/news/225358.html

  78. #78 sven
    5. Januar 2012

    ich hab dank e ziggi mit dem rauchen aufgehört, war das beste was mir nach 18 jahren rauchen passiehren konnte

  79. #79 Joseph Kuhn
    5. Januar 2012

    @ s.s.t.:

    Aus medizinischer Sicht wird die “Elektrische Zigarette” zur Raucherentwöhnung nachdrücklich empfohlen.

    Wie gesagt, diese Meinung wird in der Fachwelt nicht geteilt. Das zitierte Fazit stammt aus einem Gutachten, das von einem E-Zigarettenhersteller zur Absicherung der Markteinführung seines Produkts in Auftrag gegeben wurde.

  80. #80 Dagda
    5. Januar 2012

    Das Problem bei E-Zigaretten ist doch, nach wie vor, dass sie häufig (ja scheinbar nicht immer) Nikotin freisetzen, dass nicht nur abhängig macht sondern auch negative Wirkungen auf das Gehirn und das Herz-Kreislaufsystem hat (sprich ein Gift ist).
    Dazu kommt das E-Zigaretten doch auch die typischen Raucher-Rituale ermöglichen, also die Zigaretten-Pause, das Zigaretten-Frühstück, etc, was alles die Abhängigkeit weiter verstärken kann ( Konditionierung?), wie man sich damit das rauchen abgewöhnen soll ist mir daher persöhnlich ein Rätsel.

  81. #81 S.S.T.
    6. Januar 2012

    @Josef Kuhn

    Das zitierte Fazit stammt aus einem Gutachten, das von einem E-Zigarettenhersteller zur Absicherung der Markteinführung seines Produkts in Auftrag gegeben wurde.

    Was soll dieser Satz aussagen? Dass es sich um ein Gefälligkeitsgutachten handelt? Ich fürchte, Sie begeben sich gerade auf recht dünnes Eis. Vielleicht sollten Sie Ihre Bedenken Herrn Meyer persönlich mitteilen. Es ist übrigens keineswegs selten, dass das Ergebenis eines Gutachtens mit den Erwartungen des Auftraggebers in Einklang steht und dennoch ‘richtig’ ist.

    Wer ist eigentlich “die Fachwelt”? Um mal ganz tief in die o.a. Kerbe zu hauen, ich gewinne langsam den Eindruck, dass die sog. Fachwelt knallhart die Interessen der Tabakindustrie und des Finanzministeriums vertritt (auch so kann man Schuhe zubinden).

    Es gibt zahlreiche Methoden, Leute aus ihrer Nicotinabhängigkeit zu lösen, überlicherweise mit einer überschaubaren Erfolgsquote. Ob die E-Zigarette Leuten hilft, bei denen anderes nicht hilft, mag sein oder nicht sein. Jedenfalls ist die Nicotinaufnahme via E-Zigarette wesentlich weniger problematisch als der konventionelle Konsum.

    @Dagda

    Es geht nicht um Nicotin. Raucher sind eh nicotinabhängig. Es geht einerseits um einen risikoärmeren Konsum und andererseits um eine evtl. Entwöhnung.

    Und bitte überdenke Deine Definition von “Gift”.

  82. #82 roel
    6. Januar 2012

    @s.s.t. Ich habe auch das Gutachten von Herrn O. Univ.-Prof. Dr. Bernd Mayer gelesen. Er geht nur auf Nikotin und Propylenglykol als Inhaltstoffe ein. Sämtliche andere Zusatzstoffe werden ausser acht gelassen. Ich habe die mal aus der Patentschrift kopiert:
    1.1. 6% nicotine, 85% propylene glycol, 2% glycerol, 2% essence, 1% organic acid and 1% anti-oxidation agent;
    2.2. 4% nicotine, 80% propylene glycol, 5% glycerol, 1% butyl valerate, 1% isopentyl hexonate, 0.6% lauryl laurate, 0.4% benzyl benzoate, 0-5% methyl octynicate, 0.2% ethyl heptylate, 0.3% hexyl hexanoate, 2% geranyl butyrate, 0.5% menthol, 0.5% citric acid and 4% tobacco essence;
    3.3. 2% nicotine, 90% propylene glycol, 2.5% citric acid, 1% essence and 4.5% tobacco essence;
    4.4. 0.1% nicotine, 80% propylene glycol, 5% glycerol, 8% alcohol, 2.9% water, 1% essence, 1% tobacco essence and 2% organic acid.

    Wie sich diese weiteren Zusatzstoffe nach dem Inhalieren auswirken, wurde nicht untersucht!

    Aus der Zusammenfassung des Gutachtens:

    “Wie bei anderen Nikotinsubstitutionspräparaten beschränkt sich die Toxizität der
    “Elektrischen Zigarette” auf die Wirkungen von Nikotin.” Gerade das muß ersteinmal nachgewiesen werden!

    “Da kein Verbrennungsprozess stattfindet, entfällt die Belastung mit sonstigen im Tabakrauch enthaltenen toxischen und vor allem kanzerogenen Fremdstoffen.” Das mag stimmen, da interessiert mich was genau die “tobacco essence” ist.

    “Das Gesundheitsrisiko ist daher wesentlich niedriger als beim Konsum von Tabakwaren. Abgesehen vom Nikotingehalt ist die “Elektrische Zigarette” als toxikologisch unbedenklich zu bewerten.” Das kommt auf die Wirkung der anderen Zusatzstoffe drauf an, die ja nicht untersucht worden sind.

    “Im Unterschied zu anderen Formen der Nikotinsubstitution erlaubt die “Elektrische
    Zigarette” die exakte Anpassung der Nikotindosis an den Bedarf. Die Verfügbarkeit
    von vier Filtern mit abnehmendem Nikotingehalt ermöglicht eine abgestufte
    Reduktion der Nikotin-Dosis im Zuge der Entwöhnung.” Nun Nikotinpflaster gibt es ebenfalls in verschiedenen Stärken, so dass eine Dosierung auch möglich ist.

    “Die Simulation des Rauchens sollte die Entwöhnung auch psychologisch besser unterstützen als Kaugummis oder Pflaster.” Warum eigentlich?

    “Zur Raucherentwöhnung kann die “Elektrische Zigarette” vorbehaltlos empfohlen
    werden.” Hier auch, warum eigentlich?

    Das ist jetzt meine persönliche Meinung, die ich mir aufgrund zahlreicher Beispiele aus meinem Umfeld gemacht habe. Eine schrittweise Reduzierung des Nikotins ist ebenfalls mit herkömmlichen Zigaretten machbar. Nur in den aller meisten Fällen, führt das nicht zum Ziel einer kompletten Entwöhnung sondern nur zu einer vorübergehenden Reduzierung. Die, erfolgreichste Methode aus meinem persönlichen Erfahrungen, ist ein sofortiges Aufhören evtl. mit zusätzlichem Sport. Ich guck mal am WE durch die Studien, ob die das bestätigen können.

  83. #83 Joseph Kuhn
    6. Januar 2012

    @ s.s.t.:

    Mein Hinweis auf die Funktion des Gutachtens ist einfach so zu verstehen, dass es sich um ein Auftragsgutachten handelt. Das muss kein Gefälligkeitsgutachten sein, aber der Auftrag gehört zur Information über die Ergebnisse dazu, ganz ähnlich wie auch in wissenschaftlichen Publikationen sonst Interessenkonflikte offengelegt werden sollen. Ansonsten sei auf den Kommentar von “roel” verweisen.

    (…) ich gewinne langsam den Eindruck, dass die sog. Fachwelt knallhart die Interessen der Tabakindustrie (…) vertritt

    Das ist ein Vorwurf, den sich das WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle am DKFZ, das ich oben im Blog als Referenz angegeben habe, bestimmt noch nie anhören musste. Darauf kann man nicht ernsthaft eingehen.

  84. #84 Dagda
    6. Januar 2012

    @s.s.t
    Welche Definition von Gift? Wieso Gift in Anführungszeichen? Ich benutze Gift grad nur als Adhocbezeichnug für einen Stoff der in einer vernünftigen Dosis dem menschlichen Körper Schaden zufügt.
    Z.B. Nikotin macht süchtig, führt langfristig zu kognitiven Defiziten und führt zu einer (leichten) Erhöhung des Herzinfarktrisikos.
    Wieso E-Zigaretten vielleicht nicht so gut zur Entwöhnung geeignet sind wurde ja schon von roel und Joseph Kuhn angesprochen, ich will nur kurz einen Aspekt noch einmal Aufgreifen, zwar geben auch E-Zigaretten Nikotin ab, aber ansonsten verharren Raucher doch in den selben Ritualen wie mit normalen Zigaretten, damit ändern sie also nichts an wesentlichen Faktoren, die für die Abhängigkeit wichtig sind.

  85. #85 s.s.t.
    9. Januar 2012

    @Dagda

    “Gift” ist keine Stoffeigenschaft. Giftigkeit ist eine Frage der Dosis. Im täglich Sprachgebrauch mag es sinnvoll sein, etwas als ‘giftig’ oder ‘gesund’ einzustufen, aber auch bei ‘gesund’ ist es eine Frage der Dosis, als einfaches Beispiel seinen Vitamine und Spurenelemente genannt, beides lebenswichtig, aber in Überdosierungen (und Unterdosierungen!) evtl. tödlich.

    @Josef Kuhn

    Der Auftraggeber ist in dem Gutachten klar genannt worden.

    Der Hinweis allein, dass es sich um ein Auftragsgutachten – das Gros der Gutachten hat nun mal einen Auftraggeber – ohne inhaltliche Auseinandersetzzung, ist etwas dünn und taugt soviel wie meine polemische Replik hinsichtlich mögl. Interessenlagen.

    —–

    Nochmals: Viele Raucher schaffen es nicht, vom Nicotin zu lassen. Für diese Gruppe stellen E-Zigaretten zumindest die Möglichkeit eines risikoärmeren Konsums dar.

    In diesem Zusammenhang weise ich auf die mal wieder gerade erneut aufgekochte Diskussion zum risikoarmen Konsum von illeg. Drogen hin (u.a. letzte Woche im Deutschlandfunk), mit dem Tenor, das ist kein Problem, solange man es aufgeklärt und mit der gebotenen Vorsicht macht.

  86. #86 Joseph Kuhn
    10. Januar 2012

    @ s.s.t.:

    Die Süddeutsche Zeitung weist heute darauf hin, dass die Studien zum Nutzen von Nikotinersatzpräparaten oft von den Herstellern gesponsert sind und herstellerfinanzierte Studien deutlich häufiger als unabhängige Studien positive Effekte der Nikotinersatzpräparate zeigen. Das kennt man seit langem auch aus anderen Bereichen, z.B. bei Studien zu den Folgen von Rauchverboten für die Gastronomie (Studien, die von der Tabakindustrie mitfinanziert wurden, berichten häufiger von negativen Folgen) oder bei Studien zum Nutzen von Arzneimitteln (Studien, die von der Pharmaindustrie mitfinanziert wurden, berichten häufiger von einem größeren Nutzen und weniger Nebenwirkungen). Insofern ist die Kenntnis davon, ob es sich um eine Auftragsstudie handelt oder nicht, auch in diesem Fall durchaus von Interesse. Übrigens kann man in dem Artikel in der Süddeutschen auch nachlesen, dass es mit der Wirkung von Nikotinersatzpräparaten insgesamt nicht gut bestellt ist, vorschnelle Aussagen dazu, was die E-Zigarette hier leisten kann, sind also mit Vorsicht zu genießen, insbesondere wenn sie auf anekdotischer Evidenz beruhen.

  87. #87 Joseph Kuhn
    10. Januar 2012

    noch mal @ s.s.t.: Im Thread weiter oben gab es eine kleine Diskussion um Beimischungen von Strychnin im Heroin, bei der Sie darauf hingewiesen haben, das BKA hätte in den letzten 15 Jahren keine solche Beimischungen gefunden. Die Pressestelle des BKA hat mir auf Anfrage mitgeteilt, dass die nicht vertraulichen Informationen des BKA zu Reinheitsgehalten bzw. Streckmitteln bei Heroin über die “REITOX-Berichte” (www.dbdd.de) des Europäischen Informationsnetzwerks zu Drogen und Sucht abrufbar sind und dass diese Berichte in den letzten Jahren keine Hinweise auf Sicherstellungen von Heroin mit Strychninbeimischungen enthalten. Das ist eine semantisch wichtige Nuance: Die Berichte enthalten keine solche Informationen, auch nicht die, dass kein Strychnin gefunden wurde. Damit bleibt die Frage nach Ihrer Informationsquelle offen – und solange das nicht geklärt ist auch, ob es sich bei den Berichten über Strychninfunde bei Heroin wirklich um eine moderne moderne Legende handelt oder nicht. Ich selbst habe dazu keine weiterführenden Informationen.

  88. #88 s.s.t.
    10. Januar 2012

    @ Joseph Kuhn

    Ich selbst habe dazu keine weiterführenden Informationen.

    Ich schon, allerdings sind die Quellen vertraulich. Ich verweise nochmals auf den hier zitierten BKA-Bericht von 2003, in dem auch vereinzelt aufgetretene Zusatzstoffe aufgelistet sind. An dieser Liste hat sich bis dato nichts wesentliches geändert. Strychnin ist seit ca. Mitte der 80iger out. Auch in den (sehr seltenen) Fernost-Zubereitungen (das gängige Heroin stammt aus dem Mittleren-/Nahenosten) tritt es nicht auf. Natürlich kann sich das jederzeit wieder änderen, aber seit mehr als 20 Jahren wurde es in Dt. nicht gefunden.

    Und noch etwas, wer behauptet, das Heroin in Dt. Strychnin enthält, sollte auch das Strychnin im Heroin nachweisen. (Es sollte allgem. Konsens sein, dass eine Nichtexistenz nicht beweisbar ist.)

    Inwieweit die Nicotin-Aufnahme unter Vermeidung von Tabak die Situation von Nicotinabhängigen verbessert, kann ich nicht sagen. Einigen mag es helfen, vielen anderen, wie auch die übrigen Methoden zur Entwöhnung, sicherlich nicht.

    Die Diskussion erinnert in die Propargierung der Methdon-Substitution, die gerade in den Medien unter genau dem gegenteiligem Vorzeichen geführt wurde. Na ja, da auch das nicht die Erwartungen erfüllen konnte, wird jetzt ja auch der reine Stoff abggeben. In der Ch ggf. auch recht unkontrolliert mit Tablettenblistern zu 100 mg bzw. 200 mg DAM-HCl pro Tablette (Der BGH hat im Vergleich dazu eine Konsumeinheit (das ist die Menge, die bei einem nicht Abhängigen sicher einen Rauschzustand hervorruft) zu 10 mg DAM-HCl definiert und als gefährliche Dosis 50 mg angegeben.).

  89. #89 roel
    18. Januar 2012

    Aus http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1326285633783.shtml
    “Die NRW-Gesundheitsministerin Steffens darf auch weiterhin vor den Gefahren der E-Zigaretten warnen. Eine Herstellerfirma wollte dies verbieten, scheiterte aber vor Gericht. Auch die Medien waren in die Kritik der E-Zigarettenbefürworter geraten.”

  90. #90 webseite erstellen lassen
    1. Februar 2012

    also ich kann dem nur zustimmmen, sehe das genauso und habe das auch ähnlich gemach. jedenfalls ein super artikel!! 🙂

  91. #91 Joseph Kuhn
    16. Februar 2012

    Web.de berichtet über einen Fall, bei dem der Akku einer E-Zigarette explodiert ist. Das Opfer hätte alle Zähne und einen Teil seiner Zunge verloren: http://web.de/magazine/gesundheit/krankheiten/14760732-e-zigarette-explodiert-mitten-im-gesicht.html#.A1000107

  92. #92 Elektrische Zigarette kaufen
    25. Februar 2012

    Brilliant, thanks, I will visit again soon.

    URl gelöscht, führt zu einer E-Zigarettenwerbeseite

  93. #93 Cuxwerk
    26. Februar 2012

    Good web page I took up it directly to my bookmark

  94. #94 roel
    1. März 2012

    Die Bundesregierung sieht die nikotinhaltigen Liquids als Arzeneimittel an. Das bedeutet ohne Zulassung dürfen diese nicht gehandelt werden.

    Aus http://www.abendblatt.de/ratgeber/article2202473/Neuer-Wirbel-um-die-E-Zigarette.html

    “Nikotinhaltige Flüssigkeiten für E-Zigaretten sind nach Einschätzung der Bundesregierung ein Arzneimittel – und müssen daher zugelassen werden. Ohne diese Zulassung sind Verkauf und Handel der nikotinhaltigen Liquids verboten. Das geht aus einer am Mittwoch bekanntgewordenen Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.”

    und

    “Die „Bild“-Informationen, dass in Schwelm und im Raum Hannover rund 45.000 Fläschchen Aroma-Liquid beschlagnahmt wurden, bestätigte die Sprecherin nicht. Die zuständige Zollfahndung Hannover war für eine Stellungnahme bis Mittwochabend nicht zu erreichen.

    Einen Anfangsverdacht gab es am Flughafen Frankfurt mit der Beschlagnahmung von 450 aus China importierten Fläschchen.”

    Also wird doch, entgegen anderslautender Werbung, aus China importiert.

  95. #95 Joseph Kuhn
    1. März 2012

    @ roel: Ein erheblicher Teil der Hersteller sitzt in China. Wer hinter den Firmen dort steht, ist weitgehend unbekannt.

  96. #96 roel
    2. März 2012

    @Joseph Kuhn Ja das ist schon klar, ich bezog das auf meine Recherchen, wo dann bei den entsprechenden Anbietern häufig mit deutscher Herstellung geworben wurde. Zusätzlich wird oft vor chinesischen Liquids gewarnt.

    Da finden sich zu hauf Aussagen wie: Die Liquids seien in einer deutschen Apotheke unter strenger Kontrolle entwickelt, hergestellt und keimfrei abgefüllt worden.

    Ich habe das umformuliert, um nicht Werbung für einen dieser Anbieter zu betreiben.

  97. #97 roel
    8. März 2012

    Mit Kommentar roel· 01.03.12 · 13:04 Uhr hatte ich geschrieben, dass die Bundesregierung nikotinhaltigen Liquids als Arzeneimittel sieht. Sie kann das zwar so einschätzen aber anscheinend mehr auch nicht.

    Rechtsanwalt Thomas Bruggmann LL.M. schreibt in http://www.juravendis.de/ratgeber-recht/web-blog/2012/03/07/634-deutschland-und-die-e-zigarette-willkommen-in-absurdistan.html

    “… eine abschließende rechtliche Beurteilung der elektronischen Zigaretten – genauer: der in ihnen verwendeten nikotinhaltigen Liquids – durch die hierzu berufenen Fachgerichte steht derzeit weiterhin aus. Dies hinderte allerdings die Bundesregierung nicht, jetzt auf Anfrage der Linkspartei die These aufzustellen, E-Zigaretten seien Arzneimittel. „Bundesregierung stuft E-Zigaretten als Arzneimittel ein“, konnte man daraufhin in den Medien lesen. Das ist natürlich Unsinn. Denn für eine solche Einstufung oder gar ein Verbot elektronischer Zigaretten ist die Bundesregierung weder zuständig noch befugt.”

  98. #98 roel
    15. März 2012

    Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat 2 E-Zigaretten als Arzneimittel eingestuft. Aber jetzt wird es dann auch etwas verwirrend, denn gem. dem Link vom 08.03.12 17:45 kann die abschließende rechtliche Beurteilung nur durch ein Fachgericht getroffen werden. Vielleicht kann das hier jemand aufklären.

    Siehe http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/nichtrauchen/rechtlichen-grauzone-zwei-e-zigaretten-produkte-gelten-schon-als-arzneimittel_aid_723977.html

    “Auf Antrag einzelner Bundesländer kann das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Einstufung vornehmen. „Wir haben bereits bei zwei Produkten entschieden, dass es sich um Arzneimittel handelt, weitere Anträge von Landesbehörden prüfen wir momentan noch“, sagt BfArM-Sprecher Maik Pommer. „Allerdings treffen wir keine Grundsatzentscheidung, sondern bewerten nur einzelne E-Zigaretten.“

    Stuft das BfArM eine konkrete E-Zigarette als zulassungspflichtiges Arzneimittel ein, sind die Hersteller am Zug. Sie müssten dann beim BfArM zunächst einen Zulassungsantrag stellen. Das BfArM entscheidet dann, ob sie ihr Produkt als Arzneimittel auf den Markt bringen dürfen.”

  99. #99 Joseph Kuhn
    17. März 2012

    @ roel:

    Stuft das BfArM eine konkrete E-Zigarette als zulassungspflichtiges Arzneimittel ein, sind die Hersteller am Zug.

    Die Hersteller betätigen sich in besonderer Weise: Gregor Gysi setzt in ihrem Auftrag die NRW-Gesundheitsministerin juristisch unter Druck. Gleichzeitig stellt die Fraktion der Linken Anfragen zur E-Zigarette im Bundestag, die eben jener Gesundheitsministerin Rückenwind verschaffen. Wie ging das nochmal, die Linke weiß nicht, was ihr Rechtler tut, oder so ähnlich.

  100. #100 roel
    19. März 2012

    @Joseph Kuhn Das hatte ich auch gesehen, aber ich sehe da kein Problem. Gysi mag vertreten wen er will und nicht jeder Linke muß die Meinung der Fraktion bei jedem Thema teilen.

    Ich denke, das ist hier nicht der Fall, aber es gibt durchaus Parteien die immer mal Personen exponieren, die eine andere, teils sogar entgegengesetzte Meinung laut äußern, um Wähler anzuziehen, die sie sonst nicht erreichen.

  101. #101 Heraklit
    22. April 2012

    Ich verstehe nicht, warum die Abwesenheit oder Anwesenheit kanzerogener Stoffe bei verschiedenen Arten des Nikotinkonsums so betont wird.
    Schließlich sind Herzinfarkt und Schlaganfall die größeren Gefahren.
    Was das unfreiwillige Einatmen angeht
    Ich, und ich vermute die meisten anderen, stört vor allem der Geruch und das Kratzen auf den Schleimhäuten, und andere akute Folgen bis hin zum leichten Schwindel und Kurzatmigkeit. (Die E-Zigarette gewinnt hier vor allem, weil sie keine Partikel ausstößt.)
    Langfristige Gesundheitsgefahren sind nur noch der Grund, dass man nicht bereit ist sich
    “nicht so anzustellen”.

  102. #102 s.s.t.
    23. April 2012

    Bekanntlich hat das OVG von NRW (Münster) gerade abgelehnt, E-Zigaretten als Arzneimittel einzustufen (auch nicht die, die Nicotin enthalten) und damit dem Irrenhausfass mit diesem Urteil einen sehr festen Deckel verpasst.

    Ziemlich weit oben hatte ich (rel. polemisch) gemeint, dass hinter der Anti-E-Zigaretten-Kampagne sinistere Motive stecken. Augenscheinlich stecken doch so ein paar derartiger Motive, gepaart mit Unwissenheit, dahinter.

    Dazu gut zusammenfassend: http://wordpress.ig-ed.org/wp-content/uploads/2012/04/25_IG-ED_informiert_Wie_es_zur_Antipropaganda_kam.pdf mit zahlreichen Links.

    Nochmals: Nicotin ist ein hochpotenter Suchtstoff inklusive von Nebenwirkunkungen, wie bei allen potenten Stoffen, und ist wohl vom Suchtpotenial her in der Nähe von Cocain einzuordnen; ein Gebrauch oder gar Dauergebrauch ist alles andere als empfehlenswert. Für Nicotin-Süchtige stellt jedoch die E-Zigarette, gesundheitlich gesehen, eine gute Alternative bzw. ein Substitutionsmittel dar, das mit weit weniger Risiken und mit bestenfalls geringfügigen Belästigungen von nichtrauchenden Mitmenschen verbunden ist. Was die Trägerstoffe etc. angeht, so gilt so ungefähr das Gleiche wie für die Streckmittel und Zusatzstoffe bei H oder Koks, es kann das Zeug nur ‘gesünder’ machen.

    Besonders interessant finde ich die Verlogenheit im Vergleich zum Methadon-Programm, denn Methadon (i.V.) = Heroin (i.V.), wenn nicht noch schlimmer. Und da die “armen kranken Heroinabhänigen” überraschenderweise nicht “von Methadon geheilt” werden können, gibt es bei Bedarf den reinsten Stoff (für i.V.) gratis. Lullen auf Krankenschein, das hätte doch auch mal was. (Nicotinabhängige sind ja aber ‘bekanntlicht’ nicht krank, sie sind nur charakterlos o.ä.)

    Nee, die Argumente vs. E-Zigarette, sind vor allen eines, grenzenlos verlogen (oder bar allens Wissens; Zutreffendes bitte ankreuzen, zweimal ankreuzen ist statthaft).

  103. #103 Joseph Kuhn
    23. April 2012

    @ s.s.t.: Ihre Argumentation scheint mir nicht ganz konsistent. Sie begrüßen den OVG-Beschluss und schreiben dann, dass die E-Zigarette für “Nicotin-Süchtige (…) gesundheitlich gesehen, eine gute Alternative bzw. ein Substitutionsmittel” darstelle. Genau dieses Argument verwirft der OVG-Beschluss. Er untersagt Warnungen vor nikotinvernebelnden E-Zigaretten, die diese als nicht zugelassenes Arzneimittel betrachten, weil solche E-Zigaretten gar nicht als Arzneimittel zugelassen werden könnten, Entwöhnung oder Linderung der Sucht sei nicht ihr Zweck. Andersgeartete Warnungen sind nach wie vor zulässig.

    Und warum sollen Argumente gegen die E-Zigaretten “grenzenlos verlogen” sein? Gesundheitsförderlich sind sie ja sicher nicht. Ob man ihre Risiken dem Genuss oder der Freiheit zur Sucht (ein schönes Oxymoron) zuliebe der individuellen Entscheidung anheim stellen oder rechtlich regulieren soll, ist eine andere Frage.

  104. #104 s.s.t.
    24. April 2012

    @Joseph Kuhn

    Und warum sollen Argumente gegen die E-Zigaretten “grenzenlos verlogen” sein?

    Weil bei E-Zigaretten Gefahren herauf beschworen werden, die so nicht exsistieren. Da wird vor Propylenglykol gewarnt, da werden Nitrosamine in Feld geführt, selbst Formaldehyd hat seinen Auftritt und “unbekannte Aromastoffe” dürfen auch nicht fehlen. Dass das alles, sofern überhaupt vorhanden, nichts ist gegenüber den einigen tausend Inhaltsstoffen und Zusätzen in ‘normalen’ Zigaretten, wird wohlweislich verschwiegen und die Gutachten dazu werden ignoriert oder verdreht. Das nenne ich verlogen.

    Oder anders ausgedrückt, es wird so getan, dass zwar Zigaretten ganz schlimm sind, aber hinter den Bergen lauert die E-Zigarette, die noch tausendmal schlimmer ist. Andersherum wird ein Schuh daraus: E-Zigaretten schädigen die Gesundheit und machen abhängig, Tabak schafft das um ein Mehrfaches effizienter.

    Aus welchem Grund jemand zur E-Zigarette greift, ist für mich nebensächlich. Motive könnten ein Entzugsversuch, weniger Belästigung der häuslichen Umgebung, Rauchen am Arbeitsplatz, Wiedererlangung von Geruch und Geschmack, geringere Risiken etc. sein.

    Abhängigkeiten von egal welcher Droge sind immer problematisch. Einige kommen recht leicht davon los, andere mit viel Mühe und weitere auf Dauer gar nicht. Ob die E-Zigarette vielen tatsächlich ein drogenfreieres Leben verschafft, halte ich für fraglich, aber aus toxikologischer Sicht ist sie im Vergleich zum Tabak die bessere Alternative. Sieht man sich andere Drogen an, so stellt man fest, dass alkoholfreies/r Bier/Wein keine Alternative sind, es bei Cocain und Cannabis z.Zt. keine Alternative gibt und die Methadon/Buprenorphin/Dihydrocodein-Substitutionen bei Heroin weitestgehend gescheitert sind.

  105. #105 Joseph Kuhn
    24. April 2012

    @ s.s.t.:

    “E-Zigaretten schädigen die Gesundheit und machen abhängig, Tabak schafft das um ein Mehrfaches effizienter.”

    So nehme ich eigentlich die Diskussion wahr. Dass die E-Zigaretten noch viel schlimmer seien als normale Zigaretten, habe ich bisher in meinem Umfeld nicht gehört.

  106. #106 s.s.t.
    25. April 2012

    @Joseph Kuhn

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat daher schon 2008 zu einem vorsichtigen Umgang mit E-Zigaretten geraten und darauf hingewiesen, dass E-Zigaretten möglicherweise als Medizinprodukte oder Arzneimittel einzustufen sind….E-Zigaretten, die als Arzneimittel eingestuft werden, dürften dann womöglich nur noch in Apotheken an den Endverbraucher abgegeben werden – sofern sie überhaupt zugelassen werden.

    Das allein impliziert schon eine höhere Risiko-Bewertung E-Zig. vs. Tabak.

  107. #107 Joseph Kuhn
    26. April 2012

    @ s.s.t.:

    “Das allein impliziert schon eine höhere Risiko-Bewertung E-Zig. vs. Tabak.”

    Nein.

  108. #108 s.s.t.
    22. Mai 2012

    @Joseph Kuhn

    Schön, dass Sie sich auf der Ebene der “Apothekenumschau” 15.5.2012 befinden, die E-Zig. gerne als Arzneimittel hätten; mit überteuerten Papiertaschentüchern lässt sich wohl nicht mehr genug Profit herausschlagen. Und im Jahr 2012 ist Panikmache doch eh angesagt?

    Der Tenor ist wirklich nicht weit von Ihrer Argumentation.

  109. #109 s.s.t.
    3. Juni 2012

    @Josef Kuhn

    Unsere Ansichten zur E-Zig. sind augenscheinlich weitgehend nicht kompatibel, und wir sollten das nach meiner Meinung einfach dabei belassen.

    ————

    Ich greife jetzt einfach mal Ihre Antwort:

    Joseph Kuhn· 01.03.12 · 18:27 Uhr
    @ roel: Ein erheblicher Teil der Hersteller sitzt in China. Wer hinter den Firmen dort steht, ist weitgehend unbekannt.

    auf und verweise auf Seite Buy the kg (!) http://buythekg.com/new-products/

    Die damit verbundenen gesundheitlichen Gefahren, die offensichtlich im Sinne eines Profits in Kauf genommen werden, könnten evtl. eine Stellungnahme Ihrerseits wert sein. Bei Bedarf würde ich versuchen, Sie ggf. mit der einen oder anderen Info zu unterstützen.

  110. #110 Ben Palmer
    17. August 2012

    Joseph Kuhn· 16.02.12 · 19:44 Uhr

    Web.de berichtet über einen Fall, bei dem der Akku einer E-Zigarette explodiert ist. Das Opfer hätte alle Zähne und einen Teil seiner Zunge verloren

    Ich empfehle Ihnen, die Zeitungsrubriken “Unfälle” zu lesen und dann alle Aktivitäten zu vermeiden, die zu Unfällen führen können.
    Ich hatte einen Schulkameraden, der mit seinem Rennrad stürzte und sich die Vorderzähne ausgeschlagen hat. Wenige Jahre später ist er auf der Strasse direkt unter die Räder eines LKW gestürzt. Ein Warnhinweis auf die Gefahren des Radfahrens fehlte.

  111. #111 Ben Palmer
    17. August 2012

    @Joseph Kuhn:

    der Akku einer E-Zigarette explodiert ist.

    Ersetzen Sie nach Belieben E-Zigarette
    E-Zahnbürste
    Handy
    Kinderspielzeug
    Rasierapparat
    Kopfhörer
    Wii-Konsole
    Computer-Maus

    Und ersetzen Sie nach Belieben das science in scienceblog durch
    Junk
    UrbanLegend
    Scare Monger
    Hoax
    Unscience
    Pseudoscience

  112. #112 Joseph Kuhn
    17. August 2012

    @ Ben Palmer:

    Ach herrje, das war ja zu erwarten. Wenn man wenigstens wüsste, wofür oder wogegen Sie in diesem Fall argumentieren. Unfälle kommen vor, bei allen möglichen Gerätschaften des Alltags. Die Frage ist, was folgt daraus. Wollen Sie Fahrradhelme abschaffen, weil man Fahrradunfälle sowieso nicht verhindern kann? Sollen die Isolierungen in (kabelgeführten) Computermäusen beseitigt werden, weil man auch andernorts Stromschläge bekommen kann? Soll Kinderspielzeug nicht mehr vom TÜV geprüft werden, weil man sich die Finger auch in Türen einklemmen kann? Ihr Argumentationsgang ist erratisch und ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie nicht alle meine Blogs damit geistig anreichern, ich lasse Ihnen doch Ihre Spielwiese in der Stadlerdiskussion.

  113. #113 Hermann
    21. August 2012

    Naja bitte, wenn man sich hier mal dieses Bild mit der Funktionsweise so einer E Ziggi anschaut, merkt man doch schnell, dass das hochexplosive Dinge sind! Da gehts rund, wenn man die an den Mund anlegt. Scherz beiseite, ich meine es gibt immer diese Negativpropagande. Dadurch sollen halt die Vorteile irgendwie kaschiert werden.

  114. #114 Sandra
    1. September 2012

    So richtig nachvollziehen kann ich die Diskussion in den Medien über die explodierte e-Zigarette nicht. Sicherlich war es für den Betroffenen eine schlimme Sache, allerdings war dies auch eine absolute Ausnahme, es gibt viele Millionen e-Zigis und bei den allseits bekannten Marktführeren gab es auch noch keine Vorfälle in dieser richtung. Das dies in den Medien so sehr aufgebauscht wurde verstehe ich nicht, hoffentlich wird es genutzt um diverse billig-Anbieter vom Markt zu verdrängen bzw. zu mehr Qualität zu zwingen aber bitte nicht die e-Zigarette wegen so einem Zwischenfall komplett in Frage stellen…

    Werbe-URL entfernt

  115. #115 Keira Behrns
    14. September 2012

    sehr lesenswert

    Werbe_URL gelöscht.

  116. #116 roel
    *****
    12. November 2012

    LG Amberg verbietet irreführende Werbung für E-Zigaretten

    http://www.anwalt24.de/beitraege-news/fachartikel/lg-amberg-irrefuehrende-werbung-fuer-e-zigarette-durch-lebensmitteldiscounter-netto

    Hier werden auch die Risikogruppen genannt: “Aufgrund seiner Alkoholhaltigkeit empfahl der Hersteller z.B. schwangeren und stillenden Frauen, vor der Benutzung einen Arzt zu konsultieren. Die gleiche Empfehlung wurde „trockenen“ Alkoholikern und Personen, die gesundheitliche Probleme mit den Atemwegen haben oder allergisch auf Propylenglykol oder Aromastoffe reagieren, ausgesprochen.”

  117. #117 roel
    5. April 2019

    Lang ist es her. Kurz zwei links zum Nachdenken.

    1. Der erste Gebrauch der E-Zigarette war tötlich: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/usa-e-zigaretten-explosion-gefahr-1.4317168

    2. Können E-Zigaretten Krampfanfälle auslösen? https://www.n-tv.de/panorama/Experten-nehmen-E-Zigarette-erneut-ins-Visier-article20948585.html

  118. #118 roel
    14. November 2019

    @Joseph Kuhn
    Noch 6 Wochen und Weihnachten ist schon fast wieder vorbei. Gerade rechtzeitig haben die Centers for Disease Control and Prevention in den USA eine mögliche Ursache für bisher 40 Todesfälle und über 2000 Erkrankungen nach dem Genuß von E-Zigaretten.

    Anscheinend ist Tocopherylacetat ein Vitamin-E-Acetat ein Auslöser oder der Auslöser für die Lungenschäden.

    Wie Anfangs in der Diskussion um die Gefährlichkleit von E-Zigaretten gedacht, macht es wohl einen Unterschied ob man als Lebensmittelzusatz oder -ergänzung vorgesehene Stoffe isst, trinkt oder als Dampf einatmet.

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/107306/E-Zigaretten-Hinweise-auf-Vitamin-E-Acetat-als-Ausloeser-verdichten-sich