Gestern war in der Süddeutschen Zeitung eine ganzseitige Anzeige des Unternehmens Sixt mit einer Umdichtung von Friedrich Schillers Ode an die Freude:

Sixt_Werbung

Liebe Sixt-Aktionäre, bitte bringen Sie dieses Singblatt zur heutigen Hauptversammlung in München mit.

Ode an die Freude über die Dividende

Freude schöne Dividende, Tochter aus Bilanzium,
wir betreten freudetrunken die Jahreshauptversammlung.
Deine Zauber binden wieder, was der Schäuble streng geteilt;
Aktionäre werden Brüder, wo dein reicher Flügel weilt.
Wem der große Wurf gelungen, Shareholder von Sixt zu sein,
wer dieses holde Ziel errungen, mische seinen Jubel ein!
Seid umschlungen, Millionen! Schönstes Geld der ganzen Welt!
Freude ist’s mit anzusehen, wenn sich Schein zu Schein gesellt!“

Heute berichtet die Süddeutsche, dass das Lied tatsächlich auf der Hauptversammlung angestimmt wurde. Es gibt natürlich Wichtigeres auf der Welt und man darf sich selbstverständlich auch freuen, wenn das Geschäft gut läuft, aber in dem Fall frage ich mich schon, was das ist. Ist das witzig und mir fehlt nur der Sinn für diese Art Humor? Ist das peinlich, weil die Aktionäre wie grenzdebile Dagobert Ducks angesprochen werden? Oder ist das einfach nur dekadent, wenn man so zu einer Hauptversammlung einlädt und eine Bruderschaft des Geldverdienens feiert?

Bei Schiller hieß es bekanntlich „Alle Menschen werden Brüder“. Wenn man einmal über die Frage hinwegsieht, was das für die Frauen bedeutet, hat der Satz etwas Revolutionäres, er beschwört die Zusammengehörigkeit der Menschen. Das würde bei Sixt die Beschäftigten einschließen, die Stakeholder des Unternehmens. So viel Brüderlichkeit ginge dem Firmenpatriarchen Erich Sixt dann womöglich doch zu weit, schließlich hat er ein klares unternehmerisches Leitbild: „Das wichtigste Ziel des Unternehmers ist der Profit.“ Dabei würden die Beschäftigen dem Satz, „Freude ist’s mit anzusehen, wenn sich Schein zu Schein gesellt!“ bestimmt zustimmen. Aber die dürfen, wenn man dem Internet trauen kann, nicht einmal einen Betriebsrat gründen. Und Kleingedrucktes, in dem Sixt bedauert, dass es den verhungernden Kindern in Somalia nicht gelungen ist, Shareholder von Sixt zu sein, gab es in der Anzeige natürlich auch nicht. Seid umschlungen Millionen!

Kommentare (48)

  1. #1 RPGNo1
    1. Juli 2017

    Ist Firma Sixt der Böse, weil sie das Lied umgedichtet haben? Oder sind doch eher die Aktionäre die Minderbemittelten, weil sie sich bewusst während der Hauptversammlung auf so ein Spiel eingelassen haben?

  2. #2 tomtoo
    1. Juli 2017

    Geheiligt werde der Diesel, den er gibt mir Brot und Butter.

    scnr

  3. #3 DH
    1. Juli 2017

    Ehrlichkeit, was die Motive angeht, trifft auf das Verhalten von hochgradigen Vollspacken- wenn man die Ehrlichkeit streicht, haben wir es mit einem typischen Ausschnitt unserer “Eliten” zu tun.

  4. #4 Joseph Kuhn
    1. Juli 2017

    Updates:

    Das Börse Social Network (“social” hat hier nichts mit “sozial” zu tun) nimmt es als “coole Werbung” wahr. Sixt hatte immer wieder “coole Werbung”, aber diese?

    Das “Ostbayerische Volksblatt” schreibt, dass Erich Sixt mit 60 % größter Anteilseigener sei, demnach profitiert er selbst am meisten. Das verleiht der Ode einen Odor von Selbstbefriedigung. 500 Aktionäre sangen für ihn.

    Dass in Ostafrika die Hungernden auch vor Freude über die Dividenden gesungen haben, gehört natürlich zu den Fake News und ist zudem böse Polemik. Zumal Sixt auch ein anderes Gesicht hat. Aber die nächste Flüchtlingskrise kommt bestimmt, seid umschlungen Millionen!

    Ob die Sixt-Werbung auch was für den G20-Gipfel in der kommenden Woche wäre? Schon wieder so böse Polemik. Da stehen natürlich ganz andere Lieder auf dem Programm.

  5. #5 Alisier
    1. Juli 2017

    Wie man hört wurden Schiller und Beethoven Tantiemen überwiesen. Also, was soll dann die Kritik?
    Wer bezahlt hat recht.
    Und wenn die beiden Autoren was dagegen gehabt hätten, würden sie sich sicher gemeldet haben.

    • #6 Joseph Kuhn
      1. Juli 2017

      @ Alisier:

      Nun, wie bei dem berühmten anderen, der gleichen Logik verpflichteten Satz “Wer heilt hat recht” kommt es natürlich auch bei “Wer bezahlt hat recht” darauf an, ob der erste Teil stimmt. Dem ist im einen wie im anderen Fall nicht so. Wie man auch hört (Beethoven nicht, wegen bekannter Schwerhörigkeit), haben Schiller und Beethoven daher auf der Hauptversammlung auch nicht die sixte Ode mitgesungen, sondern ein Lied von vom Pierre Degeyter angestimmt. Angeblich fiel es nicht auf, weil die 500 Sixties eh alle schräg durcheinander sangen. Ein paar sollen sogar nach der Melodie des alten fränkischen Volkslieds “Im Presssack sind die Würmer drin” gesungen haben.

  6. #7 Laie
    2. Juli 2017

    Der Sixt ist ein ordentlicher Kerl, ein Mann mit Handschlagsqualität und ehrbarer Kaufmann, der auch etwas von sozialer Gerechtigkeit versteht. Das mit der Hymne wohl ein kleiner humoriger Einfall, den kann man gut finden oder auch nicht.

    Was nicht stimmt sind Aussagen wie “Wer zahlt hat recht”. Wer zahlt kann recht haben, muss aber nicht recht haben, hier ist mehr Genauigkeit angebracht zu differenzieren.

  7. #8 gedankenknick
    2. Juli 2017

    @tomtoo #2
    Aus Diesel kann man aber maximal Margarine machen, keine Butter…

    @Problem:
    Diese Werbung hat ihr Ziel erreicht: Sie es hat geschafft, mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen und Hirnkapazität zu binden als maximal 0,3 Sekunden. Werbung muss nicht witzig sein, nicht toll, nicht irgendwas – sie muss sich nur ins Hirn des beworbenen graben, positiv oder negativ ist völlig wurscht.

    Witzig finde ich die übrigens auch nicht.Witzig war damals die Cabrio-Werbung mit dem Angela-Merkel-Verschnitt um 1998… Meiner persönlichen Meinung nach gibt es wirklich gar nix peinlicheres als mit seinem Wohlstand hausieren zu gehen. Wohlhabend zu sein habe ich ja gar nix gegen, aber muss man es wahrlich jedem, der weniger hat, unter die Nase reiben und dazu Ha ha! rufen? Peinlich…. (So peinlich, wie damals JoschKa, als er mit Berufung zum Minister spontan von Selbstrickpulli auf Armani und Boss umstellte.)

  8. #9 Laie
    2. Juli 2017

    @gedankenknick
    Stimmt, mit dem eigenen Wohlstand muss man nicht angeben, das macht auch keinen Sinn. Vielleicht ist JoschKa, wie viele andere Politiker ein Schauspieler. War doch gut für seine Karriere, so auf bürgernah zu tun.

    Wie war das mit der Agenda? Wer wurde von Rot-Grün schlechter gestellt?

  9. #10 gedankenknick
    2. Juli 2017

    @Laie #9
    Hör mir bloß auf mit Rot-Grün. Es gab selten so eine a-soziale und a-ökologische Politik wie unter der Schröder-Koalition. Seit damals habe ich meinen Glauben an und in Politik komplett in den Keller geräumt.

    Allein diese ständige Belobhudelung des Arzneimittel-Versandhandels durch Biggi Bender. Es gibt nix ökologisch sinnvolleres, als Arzneimittel in LKWs nach Holland zu fahren, um sie in kleine Päckchen gepackt wieder mit LKWs und PKWs nach Deutschland zu schaffen! Logisch. Und die SPD-TrUlla-Schmidt… Auf die “gleich langen Spieße” im Wettstreit mit dem Versandhandel warte ich seit 13 Jahren. Letzthin wurden sie zementiert im Gesetz, Beratung in der Apo Vor Ort ist Zwang, im Versand gibt es den vielleicht auf Nachfrage… Alles klar!

  10. #11 tomtoo
    2. Juli 2017

    @gedankenknick #8

    Du musst das “feinstofflich” sehen , nicht grob chemisch. ; )

  11. #12 Laie
    2. Juli 2017

    @gedankenknick
    Wahrscheinlich gibt es da irgendeine Förderung vom Staat oder der EU. Es soll sogar im Sinne der EU sein Kartoffeln zum Schälen nach Marokko zu bringen, um sie dann von dort wieder zu importieren. Ökologisch sehr daneben.

    Derzeit verschwinden auch die letzten Urwälder samt Ureinwohner in Indonesien für Palmöl und Palmfett. Ich frage mich, was kommt danach? EU sagt: Palmefett aus Urwälder = gut, Glühbirnen böse, aha!

  12. #13 Gerald Fix
    2. Juli 2017

    Ihr stürzt nieder Millionen?
    Ahnest du den Gegner, Sixt?
    Such’ ihn in Amerika!
    In Seattle muß er wohnen.

  13. #14 Robert
    2. Juli 2017

    Elitenkommentare,
    Es gibt Menschen, die weder Schiller kennen, die nicht wissen, was eine Ode ist, von Beethoven ganz zu schweigen.
    Welche Schiene fährt da St. Joseph schon wieder?

  14. #15 Laie
    2. Juli 2017

    @Robert
    Beethoven wird schon den Schülern (vor)gespielt, war zu meiner Zeit so. Wäre schade, wenn das nicht mehr so wäre. In manchen öffentlichen Schulen grosser Städte soll es dermassen zugehen, sodass das schon denkbar wäre.

    Bin auch Fan der Pastoralen, tolle Musik!

  15. #16 tomtoo
    2. Juli 2017
  16. #17 Joseph Kuhn
    2. Juli 2017

    @ Robert:

    “Es gibt Menschen …”

    … die halten jeden vernünftigen Gedanken für elitär und intolerant gegenüber der Dummheit. Schließlich gibt es welche, die nicht einmal wissen, wie man Aufzählungen, die mit “weder” eingeleitet werden, üblicherweise fortsetzt.

    “Welche Schiene fährt da St. Joseph schon wieder?”

    Eine musikwissenschaftliche. Singen vereint ja, Singen im Chor ist dafür bekannt, dass alle Menschen Brüder werden (die Frauen auch ohne Geschlechtsumwandlung). Als Singblatt zur Hauptversammlung von Sixt für die Hungernden in Afrika halte ich allerdings Hyperions Schicksalslied für angemessener. Viel ändern müsste man nicht, vielleicht in der ersten Strophe die Genien durch Shareholder ersetzen.

  17. #18 Laie
    2. Juli 2017

    @tomtoo
    Du Scherzkeks! Hör mal rein in die Musik und bild’ dir eine Meinung!

  18. #19 rolak
    2. Juli 2017

    musikwissenschaftliche [Schiene]

    Zielpublikumsorientierte Stücke gäbe es ja zu (fsingulär und daher nicht wilhelminisch) Hauf, Joseph, in diesem Falle für die beiden erwähnten Teilbereiche zB ‘Wir feiern durch bis morgen früh…’ und ‘Wir müssen alle sterben’.

    Singen im Chor..

    ..ist vor allem geschlechtsunabhängig genderös gemittelt von positiver Wirkung auf die Gesundheit – wie ich vermute, der blogspezifische Keim des wachsenden Gedankens, diesen Artikel zu schreiben, nicht wahr?

    • #20 Joseph Kuhn
      2. Juli 2017

      @ rolak:

      “von positiver Wirkung auf die Gesundheit … Keim des wachsenden Gedankens, diesen Artikel zu schreiben”

      Der Keim keimt gerade, Singen und Gesundheit wäre sicher ein gutes Blogthema. Ein schon etwas älterer Artikel der WELT dazu nimmt das Singen unter der Dusche als Aufhänger. Das macht man meist alleine. Vermutlich wurde bei der Sixt-Hauptverwaltung aber nicht unter der Dusche gesungen, weder alleine noch in Gruppen, zumindest nicht, was den öffentlichen Teil der Veranstaltung angeht. Das Singen im Chor kommt im Welt-Artikel natürlich auch zur Sprache, interessanterweise weniger unter dem Gesichtspunkt des Chors als sozialer Gemeinschaft, mehr was das Singen als solches angeht. Der Schlusssatz passt dann wieder sehr gut zum Fall Sixt: Singen sei ein “archaisches, elementares Ausdrucksbedürfnis.”

    • #21 rolak
      2. Juli 2017

      Artikel der WELT

      **MIST** da ist offensichtlich ein Teil meiner Planungen nicht umgesetzt worden, Joseph, die gingen nämlich weit über das zu Sehende hinaus, in Richtung “positiver Wirkung auf die Gesundheit, wie die ganze Welt weiß”.

      Besonders hübsch im Weltlichen die dem Artikel vorausgehende Entwarnung “Lesedauer: 2 Minuten”.

  19. #22 anderer Michael
    2. Juli 2017

    Was hat Sixt mit der Dürre in Ostafrika zu tun?

    • #23 Joseph Kuhn
      2. Juli 2017

      @ anderer Michael:

      “Was hat Sixt mit der Dürre in Ostafrika zu tun?”

      Schwierige Frage. Antwortversuche:

      a) Er hat sie ausgelöst.
      b) Auf der Hauptversammlung gab’s auch kein Wasser.
      c) Sein Name hat drei Buchstaben mit “Ostafrika” gemeinsam (Nebenaufgabe: Welche sind das?).
      d) Die 500 Aktionäre auf der Hauptversammlung waren aus Ostafrika.
      e) Die Dürren aus Ostafrika wären gerne auf der Hauptversammlung gewesen.
      f) Genau, ey, war ne geile Party, was ham wir mit Ostafrika zu tun?

  20. #24 Robert
    2. Juli 2017

    Joseph Kuhn,
    …..Schiene,
    das war trotz allem freundlich gemeint, der St. Joseph ist auch nicht herabsetzend gemeint, ich habe manchmal eine scharfe Zunge. Ich gelobe Besserung.

  21. #25 Robert
    2. Juli 2017

    Joseph Kuhn,
    ……Singen,
    das ist kulturell sehr unterschiedlich. In Irland, wo ich mich häufig aufhalte, kann jeder singen. In den Pubs , in der Eisenbahn, überall.
    Wir sind einmal um 22 Uhr mit dem Vorortzug nach Dublin gefahren. Da stiegen 2 Männer zu mit Guitarre und sogleich hat das ganze Abteil mitgesungen. Die Leute haben einfach die Texte im Kopf.

  22. #26 gedankenknick
    2. Juli 2017

    @Robert:
    Wenn Du in Deutschland ein Volkslied mit Gitarrenbegleitung bis zur 3. Strophe gesungen haben willst, musst Du Dir ein paar japanische Touristen dazu holen… 😉

  23. #27 Laie
    2. Juli 2017

    @anderer Michael
    Das mit Ostafrika war eine Anspielung darauf, dass Sixt sehr wohl ein soziales Engagement hat, aber für die Unterversorgung in Ostafrika es nicht ausreichend ist. Jetzt gibt es gerade einen G20-Gipfel, die Frage ist, ob die sich auf eine ordentliche Entwicklungshilfe, die auch Bildung beinhaltet, einigen können und finanziell unterstützen können. Problematisch sind auch diese Konfilktzonen, sprich Südsudan, wo verfeindete Clans sich gegenseitig bekämpfen.

    Also statt Waffen sollte man viel lieber Bildung exportieren oder herschenken, das lohnt sich für alle!

    • #28 Joseph Kuhn
      2. Juli 2017

      @ Laie:

      Das soziale Engagement der Familie Sixt kann ich nicht bewerten, ich habe mich damit nicht beschäftigt. Ostafrika war eine Anspielung auf die Zusammengehörigkeit der Menschheit in Schillers Ode an die Freude. In der Version von Sixt wird daraus die Trennung der Menschheit in Shareholders, Stakeholders und solche im Dunkeln, die man gar nicht sieht. Natürlich nicht bewusst so angelegt und bestimmt alles ganz lustig gemeint, es können halt nicht alle mitlachen oder mitsingen.

  24. #29 Robert
    2. Juli 2017

    gedankenknick,
    ……japanische Touristen,
    die Deutschen sind irgendwie verklemmt oder gehemmt, Gefühle zu zeigen. Ich bin einmal auf eine Bergspitze geklettert, die war so groß wie die Fläche eines Hockers. Und wer saß da oben , eine Japanerin oder Chinesin und lachte mich an. Leider konnte ich kein Chinesisch und kein Japanisch. Aber jetzt lerne ich Chinesisch. Du glaubst gar nicht , wie die sich freuen, wenn du ein paar Worte chinesisch sprichst.

  25. #30 MarcoBallhaus
    2. Juli 2017

    “Botschaften” in der Werbung sind derzeit eh ziemlich subversiv.
    “WIRtschaft zusammen” (keine Ahnung wer), “Es gibt eine neue Führung…”(Insignia Opel), Vodafone (Türkei)

    Wenn man so will, scheint sich daraus der modern latente Faschismus zu zeigen. Also angesichts der Sichtweise, das Politik und Wirtschaft eine kooperative Einheit bilden.
    Die “Linksdrift” der Politk der jüngeren Vergangenheit ist demnach aber nur Show und Teil des Populismus, den man als beschwichtigendes Zuckerbrot über das Volk rieseln lässt.
    Es ist angesichts davon auszugehen, das daraus kaum was folgt.
    Macron ist dafür (wahrscheinlich, wird sich noch zeigen) ein ausgezeichnetes Beispiel. Großer Retter Europas, der seine “frohe Botschaft” noch nicht aus dem Sack gelassen hat (Arbeitsmarktreformen nach Hartz4 Vorbild).

    Die “Alternativlosigkeit” ist legendär.

    “…wenn sich Schein zu Schein gesellt”

    Das ist natürlich genial zusammengedichtet.
    Haben sie je einmal jemanden seinen Monatslohn auf einmal von der Bank holen und mehrfach genüsslich zählen sehen?

    Ein Bild für Götter, wenn der Mehrwert schon im Zählen des “Wertes” liegt. Als wärs die schönste Nebensache der Welt – was es natürlich zu einer Hauptsache macht.
    Die “Gläubigen” beten in der mathematisch leichten Übung. Summen beim Summieren siegestrunken vor sich hin. Ein Höhepunkt der Seeligkeit.
    Und das Resultat der schweren Arbeit wird zur leichten Kür – beim Ausgeben. Ja, die Herrlichkeit des Seins durch das “Bezahlen”, weil mans kann. Ich bezahle, also bin ich.

    Ich will nicht neidisch klingen, weil ich nicht viel zu zählen habe. Aber man kommt nicht umhin, solches als Teil der neuen “Aufklärung” anzumahnen. “Habe Mut, dich deines eigenen Portemonais zu bemächtigen”.

    Kant2.0…mit Nietzsches Übermenschen-feeling beim Zählen und Bezahlen.

    Erstaunlich, wie kreativ solche Szenerie macht.

    Ich bin hier kein “Konsumkritiker”…absolut nicht, sie sollen alle konsumieren. Nur dann kann ichs auch (warum bleibt geheim).

    Naja, gut kultivierte Süchte (Geldgier) bringen allerhand nutzbare Produktivität und Kapital aller Art hervor.
    Das wird es sein, was die Nachfolgekultur des Abendlandes ausmacht.

    Mich ärgert nur, das solcherart mit Teilhabe an Gesellschaft und der Würde des Menschen in Verbindung gebracht wird.
    Die Sache ist vielleicht leider die: Das ist Gesellschaft heute und darin wird Würde gesucht.

    Als Homo-Solvericus…

  26. #31 Laie
    2. Juli 2017

    @MarcoBallhaus
    Daher ein Vorschlag: Werbung, sei sie noch so dumm, manipulativ, unwahr oder sonst negativ muss ja nicht konsumiert werden.

    Der mündige Konsument hat es in der Hand, mündige Produkte zu kaufen, bzw. Mist bei Seite zu lassen. Fehlt denn das Bewusstsein und der Wille dazu?

  27. #32 gedankenknick
    2. Juli 2017

    @MarcoBallhaus #30 Habe Mut, dich deines eigenen Portemonais zu bemächtigen”.
    Ätschibätsch, auch dies wird uns genommen. Der Siegeszug der EC- und Kreditkarten ist unaufhaltsam. Bargeld wird abgeschafft und gesetzlich verboten. Anonymes Bezahlen ist böse, weil anonym und damit ist der Bezahler automatisch Verberger und damit Terrorist. Wenn mir (als Händler) für Summen von 0,99€ vollen Ernstes eine EC-Karte gereicht wird, verzichte ich dankend aufs Geschäft, da ich mehr Gebühren an die Bank bezahle als Gewinn am Verkauf erlöse.
    Aber die Brieftasche ist BÄH! und Plastik ist so praktisch, und wir geben alle unsere Selbstständigkeit an der Gaderobe ab, und wenn erstmal Bargeld abgeschafft ist gibt es 3% Strafzinsen auf jeden Cent auf dem Konto. Es lebe der Konsum – Hurra!

  28. #33 Laie
    3. Juli 2017

    @Joseph Kuh
    Jetzt erkenne ich das auch, danke für die Klarstellung. Eine Ode an die Aktien finde ich auch nicht lustig und nicht sinnvoll. Man hört immer wieder, dass es für den “oberen Bereich” – auf der Managementebene, immer wieder vollkommen idiotische Veranstaltungen gibt, völlig entrückt von der Realität oder der eigenen Firmenkultur. Manche aus dem Management-Bereich sind eher Einpeitscher und einseitig gebildet, das könnte den Ausrutscher erklären.

    Bezüglich dem sozialen Engagement der Familie Sixt konnte ich noch Folgendes ausfindig machen, hier wird vielleicht etwas zurückgegeben, was von woanders genommen wird:

    Link

  29. #34 Laie
    3. Juli 2017

    @Joseph Kuhn
    Jetzt erkenne ich das auch, danke für die Klarstellung. Eine Ode an die Aktien finde ich auch nicht lustig und nicht sinnvoll. Man hört immer wieder, dass es für den “oberen Bereich” – auf der Managementebene, immer wieder vollkommen idiotische Veranstaltungen gibt, völlig entrückt von der Realität oder der eigenen Firmenkultur. Manche aus dem Management-Bereich sind eher Einpeitscher und einseitig gebildet, das könnte den Ausrutscher erklären.

    Bezüglich dem sozialen Engagement der Familie Sixt konnte ich noch Folgendes ausfindig machen, hier wird vielleicht etwas zurückgegeben, was von woanders genommen wird:

    Link

    (bitte 1.Text und diese Zeile löschen,Tippfehler!)

  30. #35 Madouc
    3. Juli 2017

    Wären nur alle Werbetexter so kreativ und witzig.

  31. #36 Clemens M.
    3. Juli 2017

    Fehlgriff, peinlich, aber man sollte es auch nicht zu hoch hängen. Es muss nicht jeder Mist gedeutet und ins Große und Ganze eingefügt werden.
    Dass es vielen Schulen kaum noch Musikunterricht gibt, jedenfalls keinen der bis Beethoven vordringen würde scheint traurige Realität.

  32. #37 Roland B.
    3. Juli 2017

    @ gedankenknick: Natürlich dient die Abschaffung des Bargeldes dem Ziel der allmächtigen Kontrolle durch eine demokratisch immer weniger kontrollierte Obrigkeit.
    Unverständlich allerdings, wie sie den Gedanken mit dem Terrorismus-Hype, speziell Cyberterrorismus (natürlich durch Putin oder die Chinesen!), und dem Kampf dagegen verbinden. Eine bargeldlose Gesellschaft ist ruiniert, wenn eine Attacke auf das Internet oder die Stromversorgung für länger als ein paar Stunden erfolgreich ist.
    Lebensmittelgeschäfte können dann entweder ihre Waren verschenken oder mit Waffengewalt beschützen. Andere Geschäfte können einfach nichts mehr verkaufen.
    Hat jetzt aber mit der Sixt-Werbung nicht viel zu tun.

  33. #38 MarcoBallhaus
    3. Juli 2017

    @ Laie
    2. Juli 2017 #31

    @MarcoBallhaus

    -> Nein, die Werbung, um die es geht, hat wenig mit direktem Konsum zu tun. Es wird kein Produkt oder Service angeboten, sondern ein Mehrwert suggeriert und Botschaften gesendet – und zwar, wie oben erwähnt, im Falle der Türkei, oder etwa mit der suggestiven Werbung von Opel Insignia. Die Botschaft darin hat nichts mit dem Auto zu tun. Es wird kein Auto angeboten, sondern eine “neue Führung”. Die Autowerbung ist das Alibi für die “Botschaft”.

    Kennen sie überhaupt die besagte “Werbung”?

    In den Fällen wird aktiv subversiv Manipuliert. Es geht gar nicht um Produkte. Es ist reinster “Populismus” und recht üble Manipulation.

    Und eigentlich; wenn sie “Demokratin” sind; müsste bei ihnen die Alarmglocke klingeln. Denn was nützt es, wenn sie selbst alles klar durchschauen, aber der Rest der Menschen nicht?

    Überall wird sich über Manipulation, Populismus, falsche versprechen, mangelnde politische “Correctness” beschwehrt. Leider nicht dort, wo es tatsächlich stattfindet und wo es auch am wirksamsten ist. Im alten Medium Fernsehen wieder mal.

    Werbung ist nicht in der Bringeschuld eines “Bildungsauftrages”.

    Aber genau das findet gerade dort unerwartet statt.

    Zum Thema “neue Führung” sei zu sagen, dass es eben jüngst einen “Putsch” gab. Nur hat den keiner gesehen. Weil er im verborgenen stattfand.

    Schauen sie nach Frankreich. ist ihnen bewusst, was da gerade passiert? Macrons “frohe Botschaft” ist nur deswegen möglich, weil es diesen Putsch gab. Dort wird jetzt das passieren, was hier in Deutschland vor Jahren mit der Agenda 2010 passierte. Und die ist absolut nicht gut angekommen. Aber niemand scheint dagegen aufbegehren zu können – und das in Frankreich, wo die Verhältnisse noch ein Stück anders sind, als in Deutschland. So Gewerkschaften und Streikfreudigkeit. Der holde “Retter Europas” wird jetzt erst deutlich zum Totengräber der französischen Arbeitsrechte und der Gewerkschaftskultur.

    Da ist es keine gute zeit, um flotte Sprüche über Konsumerhabenheit rauszuhauen.

  34. #39 Laie
    4. Juli 2017

    @MarcoBallhaus
    Sicherlich, wenn man von “Demokratie” ausgeht, dann hätte das Fernsehen auch gewisse Aufgaben. Doch selbst wenn sog. “Moderatoren” derart unvorbereitet in “Diskussionsrunden” gehen, und auch die Teilnehmer nur noch ihre teils (auswendig gelernten) Floskeln wiedergeben, so könnten Jüngere meinen, das sie normal – ein Gewöhnungseffekt an schlechtere Standards.

    Das ist wie beim freien Markt, der genau dann funktioniert, wenn nicht nur Angebot und Nachfrage ein Gleichgewicht haben, sondern wenn Nachfrager Sinnvolles nachfragen und nicht situationsunelastisch jeden Mist der Anbieter kaufen.

    Was in England früher schon geschah, die gute Margaret T. hat den Gewerschaften dort ja das Genick gebrochen, selbiges Rot-Grün später in Deutschland, vielleicht hätte nicht mal Kohl Derartiges gewagt und ist eventuell Frankreich drann.

    Da Fernseher: Früher noch Fenster in die Welt, heute Fenster zum (geistigen) Sondermülle?

  35. #40 Robert
    4. Juli 2017

    Ballhaus,
    …..Macron und die Gewerkschaften,
    Der Kampf wird auf der Straße entschieden werden, sobald die Leute merken, dass sie weniger Geld in der Tasche haben.

  36. #41 MarcoBallhaus
    6. Juli 2017

    @ Laie
    4. Juli 2017 #39

    Der prekäre “Nachfrager” geht in den Laden und nimmt eines der Angebote.
    Woher die Idee stammt, das es auch intelligente Nachfrager geben könnte, sollte jedem klar sein. Und dann wird klar, warum das im normalen Handel nie funktionieren kann. Weil 90 % dieser “Nachfrager” gar nicht genug Geld haben, um Ansprüche zu stellen.

    Zum Thema Demokratie ist ganz grob noch zu sagen, dass es sich dabei nur um eine Idee handelt. Und im Schluß nur eine organisatorische Selbstverwaltung in der Alternativlosigkeit darstellt. Sie zu loben, ist so sinnvoll, wie den Abend vor dem Tag zu loben. Selbsterfüllende Prophezeiung oder simples Schönreden.

    Mit Bezug zur Funktion unserer Gehirne, und das daraus entstehende Bewusstsein, kann es diese idealisierte Demokratie nicht geben. Sie scheint zu funktionieren, hat aber mit dem Ideal des demokratischen nicht zu tun.

    Um das zu verstehen, muß man verstehen, wozu Gott befohlen hat, das es bei den Menschen Gesetze geben soll. Oder darauf aufbauend: (freie) Wahlen. Nämlich zur Kontrolle der Gläubigkeit der Menschen und daraus die mögliche Feststellung, ob die Herrschaftsstrukturen funktionieren.

    Und für den geneigten Atheisten unerwartet findet Herrschaft immernoch über Gott statt – heute nur ohne den Hinweis darauf. Was sinn macht, weil man dann erst nach der Ursache der Unterdrückung suchen muß. Oder gar nicht erst merkt, das man unterdrückt wird. Sie wissen schon: Wo man hineinwächst, das ist Normalität – vor allem, wenn einem das als Freiheit erklärt wird.

    Und deswegen ist ihre Hoffnung auf die jungen Menschen, die da schlechte Standarts erkennen würden, bloß Hoffnung.
    Was von einer Mehrheit tatsächlich weitergegeben wird, das ist das, was die jungen Menschen erkennen. Woher soll es auch kommen?

    Daher sage ich, dass es niemandem egal sein kann, was im Massenmedium läuft. Es sei denn, einer ist Teil der Herrschaft. Dem ist es egal, es sei denn, er hat ein Ziel und eine Strategie. Und Geld und damit Möglichkeiten, die Ziele umzusetzen und die Massen zu “mobilisieren” – was im Sinne nur die Engführung Gottes sei.

    Und Gott hat nur noch peripher mit Religion zu tun. Die MEnschen haben gemerkt, dass sie auch ohne Gott leben können und nicht erst Gott fragen müssen. Aber das ist ein leben vor Gott. Sie können nicht hinter Gott treten oder gegen Gott antreten. Der engeführte Gott ist immer noch die mächtigste Waffe – auch in der sekulären Welt, die der Meinung sei, sie käme ohne Gott aus.

    Wissen sie, warum es in aller Regelmässigkeit reaktionäre Phasen gibt? Weil Menschen zuweilen diese Struktur durchschauen und dann verstehen, dass Freiheit wieder nur der Herrschaft zugute kommt. Oder Leuten mit Geld. Versuchen sie mal den Unterschied zu entdecken.

    Ihre Unterscheidung zwischen Fenster zur Welt und zum geistigen Sondermüll funktioniert nicht. Wer sagt denn, das es perspektivisch früher nicht genau so gewesen war?
    Fernsehen, und die mögliche “Bildung” dadurch, kann auch missbraucht werden. Auch wieder perspektivisch – natürlich.
    Niemand kann verstehen, wie sich Eliten ihre Macht erhalten, wenn davon natürlich nie die Rede ist – wer wollte auch den Hebel liefern, um sich selbst abzuschaffen? Und die “Systeme” werden mit hochentwickelter Technologie natürlich immer besser.

    Wenn ich heute vermeindlich “kritisch” denkende Gruppen sehe, die sich auf die nächste Krise vorbereiten, damit sie dann “endlich” die Welt verändern können, dann breche ich vor Mitleid zusammen. Hoffnung ist das einzige, was sie am Leben zu halten scheint. Aber ich glaube auch an das absolut sichere Herrschaftssystem. Weil es inzwischen möglich erscheint.

  37. #42 Laie
    6. Juli 2017

    @MarcoBallhaus
    Weiter oben habe ich unklar formuliert. Ich meinte, dass jüngere Menschen, die jetzt aufwachsen die schlechteren Standards von heute nicht bemerken.

    Der Grund ist, es fehlt ihnen die Vergleichsmöglichkeiten zu früher, sie wissen nicht, wie und was vorher war.

    Aus meiner eigenen Beobachtung kann ich sagen, Fernsehen war früher besser – tendenziell es gab weniger Gewalt, es gab mehr Sendungen mit ordentlichen Recherchen und mehr Objektivität.

    Heute sehen wir vor allem Trash-TV, das Jagen nach Quote, Ekel-TV usw. Um das Niveau auch für alle abzusenken, sind die ÖR dabei, dort mitzumachen – der Quote wegen.

    Somit komme ich zum Nachfrage, der einen Einfluss hätte, und zwar durch Konsum-Entzug.

    Ein Beispiel für die Anpassung an schlechtere Standards ist die verminderte Qualität in Produkten, die dadurch nicht lange halten und laufend durch neue ersetzt werden müssen. Jünger meinen nun, das sei normal, weil sie die bessere Qualität nicht kennen.

    Wenn es die Älteren nicht schaffen, ihren eigenen Nachwuchs aufzuklären, weil der nicht zuhört oder dazu nicht (mehr) in der Lage ist, dann dürfte es irgendwann tatsächlich auch die Demokratie ihren ursprünglichen Sinn verlieren – denn Demokratie und demokratische Rechte sind nicht selbstverständlich, man muss sie auch leben und umsetzen. Eine Konsumgesellschaft ist zu wenig.

    Vielleicht geht irgendwann alles wieder von vorne los, Aufklärung, Revolution usw. Natürlich lassen sich die Herrschenden nicht in die Karten schauen, ist ja verständlich – wenn auch nicht gerecht.

  38. #43 anderer Michael
    8. Juli 2017

    Herr Kuhn

    Ich sehe keine Antwort(23) auf meine Frage(22).

    Sollte es Sarkasmus sein?

  39. #44 Joseph Kuhn
    8. Juli 2017

    @ anderer Michael:

    Sarkasmus ist mir wesensfremd. Versuchen Sie es mal mit Kommentar #28. Oder fragen Sie Herrn Sixt, vielleicht war er mal in Ostafrika.

  40. #45 anderer Michael
    9. Juli 2017

    Wieso soll ich Herrn Sixt fragen ? Die Situation in Ostafrika ist eine absehbare Naturkatastrophe , auf die wegen Inkompetenz der dortigen Machteliten vor Ort nicht adäquat reagiert wurde (ich teile hiermit die Meinung afrikanischer Politologen).
    Die Ode ist nicht besonders orginell und plump. Die angesprochene Shareholder-Value -Mentalität ist eine der erwarteten Kernverhaltensweisen unseres Wirtschaftssystems ( nicht wertend , beschreibend gemeint).
    Wenn ich nun schreibe, ich sehe immer noch keinen Zusammenhang Ostafrika und Firma Sixt, verstehen Sie es bitte nicht als altschlauen moralisierenden Angriff.
    Sarkasmus , in welcher Form auch immer, an richtiger Stelle angebracht, sehe ich nicht als negativ an und wäre für mich auch bei der Sixt-Ode durchaus vertretbar.

    • #46 Joseph Kuhn
      9. Juli 2017

      @ anderer Michael:

      “ich sehe immer noch keinen Zusammenhang Ostafrika und Firma Sixt”

      Da kann ich leider nicht mehr weiterhelfen. Beim G20-Gipfel in Hamburg gab es für die Staatschefs in der Elbphilharmonie übrigens das Original der Ode an die Freude. Manche meinen, etwas anderes wäre passender gewesen, einige dachten vermutlich an die Version von Sixt, manche an ganz anderes.

  41. #47 Illoinen
    Berlin
    10. Juli 2017

    @Anderer Michael,
    Die westlichen Eliten machen es doch täglich und überall auf der Welt vor, und ist fast schon normal?

    Aber mit denen dann “schmutzige” Geschäfte zu machen, in dessen Folge das Volk dann leiden muss interessiert im Westen die Macht Eliten nicht.

    Die schmutzigen westlichen Geschäfte, aber hinter den Despoten als Begründung zu verstecken ist nur noch peinlich.

    Nach dem Motto, ich sehe den Splitter immer im Auge des Anderen, die Balken im eigenen Augen aber nicht.

  42. #48 anderer Michael
    10. Juli 2017

    Ich hätte das folgende auch für ganz passend gefunden

    https://youtu.be/1s3fMaBdWD8

    Hoffentlich klappt es mit der nichtdirekten Einbindung. Das ist Oi (allerdings ziemlich kommerziell) und nicht rechtsradikal.