Was lehrt uns der „Fall Relotius“? Dass man sich in Menschen täuschen kann, klar. Dass der SPIEGEL nicht genau genug hingesehen hat bei den Geschichten von Relotius, auch klar. Und dass Geschichten, wenn sie als Reportagen gelten sollten und nicht als literarische Parabeln, einem doppelten Wahrheitsanspruch genügen müssen: Die berichteten Ereignisse müssen stimmen und das dahinter stehende Bild der Welt sollte auch etwas Aufrichtiges haben. Aber Weltbilder sind nicht einfache Abbilder der Welt. Da wird es mit der Wahrheit schnell schwierig. Für manche steht der SPIEGEL, steht die Mainstreampresse insgesamt für eine große Lüge, Lügenpresse eben.

Die, die Welt so sehen, haben im Fall Relotius sehr schnell ihre Chance erkannt: Jetzt kann es doch jeder sehen, den Mainstreammedien ist die Wahrheit ziemlich egal, da geht alles durch, Hauptsache, die Story passt ins Bild, also ins linksgrünversiffte Weltbild. Endlich ein Trumpf in der Hand gegen den linken Moralismus! Der SPIEGEL lügt, in dem Fall natürlich pars pro toto, eine Eiterbeule des Gesinnungsjournalismus – und aus der eigenen Gesinnung heraus eben Lügenpresse.

Aber was, wenn die Sache auch hier nicht so einfach ist? Erinnern Sie sich noch an den merkwürdigen Herrn Köppel aus der Schweiz, Herausgeber der Weltwoche, der lange Dauergast in deutschen Talkshows war, bis ihn offensichtlich keiner mehr sehen konnte? Die Weltwoche ist ein Blatt, dem bestimmt nicht einmal die AfD eine linksgrünversiffte Gesinnung attestieren würde.

Ausgerechnet Köppels Weltwoche ist bisher gänzlich frei von jeder Häme gegenüber dem SPIEGEL. Ob das damit zu tun hat, dass sie auch jede Menge Texte von Relotius abgedruckt hat, wie man liest? Rhetorische Frage, klar. Köppel hätte sich sonst die Gelegenheit nicht entgehen lassen, über den SPIEGEL und den Rest der Lügenpresse herzuziehen. Seine weihnachtliche Milde schließt sogar den Betrüger Relotius ein. Köppel schreibt auf Twitter:

„Liebe Scharfrichter und Wahrheitshelden des Journalismus, nicht vergessen: Claas Relotius ist auch nur ein Mensch.“

So ist es, und auch Roger Köppel möchte gerne ein Mensch sein, das muss man dazu lesen.

Dass man beim SPIEGEL nicht genug aufgepasst hat, was es mit den Geschichten von Relotius auf sich hat, ist unübersehbar. Mit der Aufarbeitung dieses Skandals wird der SPIEGEL noch lange zu tun haben. Aber dass man deswegen nicht genug aufgepasst habe, weil die Geschichten weltanschaulich den richtigen Stallgeruch hatten, sollte man doch noch einmal hinterfragen. Denn für die Weltwoche müsste man sich dann eine andere Erklärung überlegen.

Wie die Weltwoche sich ihr Versagen selbst erklärt, bleibt abzuwarten. Die Aufarbeitung bei der Weltwoche ist bisher recht überschaubar, auf ihrer Internetseite steht auch heute nur lapidar*:

In eigener Sache
Fall Relotius und Weltwoche

Ein früherer freier Mitarbeiter der Weltwoche musste Fälschungen zugeben. Wir nehmen den Fall ernst und überprüfen seine Texte.”

Man darf vielleicht vorerst wie Roger Köppel ebenfalls weihnachtliche Milde walten lassen: Liebe Scharfrichter und Wahrheitshelden des Journalismus, nicht vergessen: Die Weltwoche ist auch nur ein Blatt.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten! Die Weihnachtsgeschichte ist bekanntlich weitgehend erfunden, aber die Botschaft dahinter, „Friede auf Erden allen Menschen“, sollte mehr als die utopische Phantasie einer gut erzählten Geschichte sein. Ihre Wahrheit liegt in unserer Hand.

————-
* Nachtrag 26.12.2018: Hinter der Paywall ist vielleicht mehr.

Kommentare (130)

  1. #1 Karl Mistelberger
    25. Dezember 2018

    Was Relotius schrieb ist das, was SPIEGEL-Leser sich wünschen.

    • #2 Joseph Kuhn
      25. Dezember 2018

      @ Mistelberger:

      Offensichtlich habe ich diesmal auf Chinesisch geschrieben. Auf Deutsch: In meinem Blogbeitrag geht es darum, ob die von Ihnen vorgebrachte und vor allem im rechten Milieu gepflegte „Hypothese“ nicht zu einfach ist, weil sie ignoriert, dass Relotius schließlich auch schrieb, was Weltwoche-Leser/innen sich wünschen.

      Friede Ihrer Blase. Was wünschen Sie so zu lesen, an Weihnachten und danach?

  2. #3 foobar407
    25. Dezember 2018

    Nur weil Relotius nicht nur mit der Wahrheit flexibel ist, sondern auch ideologisch, heißt das doch nicht, dass der Spiegel nicht weltanschaulich geblendet wurde. Ich verstehe den angeblichen Widerspruch nicht. Der Betrüger hat zwei unterschiedliche Magazine gleichermaßen getäuscht, und beide Magazine fielen gleichermaßen darauf rein, weil die Texte in die jeweilige Weltanschauung passten.

    PS: Was genau schrieb Relotius eigentlich in der Weltwoche? Der Link aus dem Artikel führt leider auf eine Paywall.

  3. #4 PeterK
    Zürich
    26. Dezember 2018

    Ich bin mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist, jemanden wegen Artikeln in der Weltwoche ein zu “Gschmäckle” zu suggestiv zu unterstellen.

    Mir geht es da um einen anderen Punkt: Für mich ist das einmal mehr, die Bescheinigung, dass der “Qualitäts- Journalismus” bloss eine leere Marketinghülle ist. Man stelle sich vor: da Arbeitet ein Mann für unzählige Zeitungen und erhält diverse Preise; dabei hätte jede Redaktion und jedes Preis-Gremium die Pflicht gehabt, dessen bisherige Arbeiten zu prüfen. Aber niemand hat geprüft! Oder anders gesagt: Die Branche schert sich einen Dreck über die Qualität ihres Outputs, begründet aber gleichzeitig ihre Existenz gegenüber Youtubele, RT und Konsorten mit ebendieser Qualität.

    Ich möchte mich klar Distanzieren, von dem Lügenpresse. Aber ich verstehe es einmal mehr, wieso der klassischen Presse die Kundschaft davon läuft

  4. #5 Michael Schöfer
    Mannheim
    26. Dezember 2018

    Betrüger gibt es überall – in jeder Berufsgruppe und Bevölkerungsschicht. Stichworte: VW-Abgas-Skandal, Ex-Cum-Betrug der Banken, lügende Politiker und Wissenschaftler etc. Der Mensch ist nicht per se gut, daher kommt es m.E. auf wirksame Kontrollmechanismen an. Das heißt aber in meinen Augen nicht, dass der Mensch generell schlecht ist. Es kommt darauf an, das eine vom anderen zu trennen.

  5. #6 Joseph Kuhn
    26. Dezember 2018

    @ foobar407:

    “Ich verstehe den angeblichen Widerspruch nicht.”

    Welchen Widerspruch? Karl Mistelberger hat mit seinem Kommentar ja recht: Relotius schrieb, was Spiegellesern gefiel. Er schrieb aber auch, was Weltwochelesern gefiel. Deswegen kann man den Fall nicht einfach gegen den angeblich linksgrünversifften Medienmainstream instrumentalisieren, wie das die Lügenpresse-Schreihälse tun. Weder für den Spiegel noch für die Weltwoche hätte er übrigens Geschichten erfinden müssen, er hätte einfach Reportagen schreiben können.

    “Der Link aus dem Artikel führt leider auf eine Paywall.”

    Welcher Link? Ich habe auf keinen Artikel von Relotius in der Weltwoche verlinkt.*

    [* Sie meinen den zum Aufklärungsartikel von Köppel? Da kann ich nicht weiterhelfen. Den soll ja nicht jeder lesen.]

    @ PeterK:

    “Die Branche schert sich einen Dreck über die Qualität ihres Outputs”

    Genau das sind die Sprüche der schrecklichen Vereinfacher, die alles über einen Kamm scheren: Relotius par pro toto. Eine unbelegte, vorurteilsmotivierte Verallgemeinerung. Manche Kommentatoren scheren sich einen Dreck um die Qualität ihres Outputs.

  6. #7 PeterK
    Zürich
    26. Dezember 2018

    @ #6:
    Guten Abend Herr Kuhn,
    Da möchte ich Ihnen klar widersprechen, bzw. der Vorwurf der Weltvereinfachung lasse ich nicht gelten. Denn ebendieser Vorfall von Relotius ist doch ein sehr deutliches Indiz, wenn nicht gar ein Beweis dafür, dass nennenswerte Bereiche der Branche nicht seriös arbeiten. Ich zitiere einfach mal von Wikipedia (welche gemäss anderer Quellen noch länger ist):
    “Er schrieb freiberuflich unter anderem für den Cicero, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Financial Times Deutschland, die taz, Die Welt, das SZ-Magazin, Zeit Online und die Schweizer Publikationen Weltwoche, NZZ am Sonntag sowie Reportagen.[3] Seit 2017 war er fest angestellter Redakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel[…]”
    Und hier noch die Preise gemäss meedia.de:
    “[…]gleich mehrere Reporterpreise hat der 33-Jährige gewonnen, einen Peter-Scholl-Latour-Preis, dazu den Konrad-Duden, den Kindernothilfe- den Kathorlischen und den Coburger Medienpreis. Auch von CNN wurde er gleich zwei Mal als ausgezeichnet als “Journalist of the Year”, Forbes hat ihn in die “Top”-Liste “30 under 30” aufgenommen.”

    Jede Redaktion und jede dieser Juroren, hätte die Pflicht gehabt die Arbeiten von Relotius kritisch zu prüfen! Es geht hier um einen Berufsethos!
    Es ist mir wichtig zu betonen: Da hätten sicher Dutzende, wenn nicht gar hunderte Leute die Möglichkeit und die Pflicht gehabt, die Arbeit von Relotius kritisch zu prüfen, aber offensichtlich hat niemand pflichtbewusst seine Arbeiten geprüft.
    Wir wollen doch alle seriöse Arbeit leisten, sei es in Wissenschaft, IT, Handwerk und eben auch im Journalismus. Ich bin IT-ler und in der Branche ist es nicht nur Berufsethos, sondern betrifft auch eigene Qualitätsansprüche, dass Software tiefgehend geprüft wird. Jedes Stück Code wird von einem zweiten Entwickler angeschaut und von einem User geprüft. Das sind auch ähnliche Prinzipien, die bei wissenschaftlichen Publikationen angewandt werden.
    Und ein solch immenser Vorfall lässt zurecht an der Arbeitsweise an signifikanten Teilen der journalismus-Branche zweifeln.

  7. #8 Interessierter
    26. Dezember 2018

    Wie kann man sich das Ganze nur so schön reden?
    Unfassbar.

  8. #9 Interessierter
    26. Dezember 2018

    Lieber Herr PeterK, sie verschwenden ihre Zeit.
    Dem Autor dieses Siffs ist offensichtlich nicht zu helfen.
    Normalerweise schreibt dieser auch nur über homööpathie. Wahrscheinlich auch mit flexiblem Wahrheitsgehalt.
    Wie kann man nur so drauf sein und sich dann noch für ein ganz schlaues Bürschchen halten.
    Ab in die Ecke und schämen.

    • #10 Joseph Kuhn
      26. Dezember 2018

      @ Uninteressierter:

      Auch Ihnen frohe Weihnachten. Machen Sie kein Fest des Hasses daraus.

  9. #11 rolak
    26. Dezember 2018

    “Hypothese”

    Dieses Muster, eine schlanke Kombination aus confirmation bias und ungerechtfertigter Indunktion, ist ja nicht gerade neu, Joseph. Dergleichen Schlußfolgerung wäre selbst dann grotesk, wenn die implizite Prämisse ‘alles nur beim Spiegel’ zuträfe, weil sie dann immer noch ignoriert, daß die Menge der SpiegelLeser* keineswegs homogen ist.

    Genausowenig wie die auch hier bereits Krümel hinterlassende Menge der Mitläufer* bei unkritischer Medienkritik, intensiver Pflege der ad-hominem-Kultur, Einordnen des Gegenübers als krank oder tierisch, kreativem Wort- und Satzbau.

  10. #12 ralph
    26. Dezember 2018

    Hallo? Dass es Gesinnungsjournalismus selbstverständlich auf allen Seiten gibt, ist doch erst recht ein Argument, die eigene Gesinnung unablässig kritisch zu hinterfragen. Wer sich hier mit einem klassischen “whatabout” zufrieden gibt, stellt sich ein äusserst fragwürdiges Zeugnis der eigenen Aufrichtigkeit und Gewissenhaftigkeit aus.

  11. #13 Markweger
    26. Dezember 2018

    Ob wahr oder nicht wahr interessiert bei den Mainstreammedien doch niemanden mehr.
    Hauptsache es paßt in ein linkes Propagandaschema.
    Und wenn es gar zu extrem wird und die Gefahr besteht dass es auffliegt, dann lassen sie einen lieber selber auffliegen bevor sonst jemand dahinter kommt.

  12. #14 tomtoo
    26. Dezember 2018

    Wie fängt man einen Fisch? Mit einer Angel an der ein Wurm hängt.
    Wie fängt man einen Neoliberalen Chefredakteur? Mit einer Story die Kohle bringt.

    Ist lustig wie bei den Vitaminabsprachen. Alle haben den Wurm gesehen, aber bei der Angel halt doch lieber weggeschaut.

  13. #15 Сhemіkеr
    26. Dezember 2018

    Relotius hat geliefert, was seinen Redaktionschefs gefällt. Und er hat Preise geschrieben, die den Juroren über­flüs­siger Jour­na­listen­preise gefallen haben. Ich glaube, das ist unbestritten: Alle waren sehr zufrieden mit seinen Ergüssen.
    Aller­dings muß man sich fragen, welcher Aspekt seiner Ge­schich­ten auf so viel An­klang stieß. Und da gibt es aus meiner Sicht nur eine Ant­wort: Alle liebten quasi-litera­rische Texte mit viel Atmo­sphäre, in denen es „menschelt“ und die beim Lesen auf die Tränen­drüse drücken. Also Schmonzetten.
    Zum Beweis für die These führe ich zwei Preisbegründungen auf, die man bis vor ein paar Tagen auf http://www.reporter-forum.de lesen konnte und jetzt nur noch auf archive.org

    Die Geschichte handelt von Willie Parker, dem letzten Ab­trei­bungs­arzt im ameri­ka­ni­schen Bun­des­staat Mis­sis­sippi, einem Staat, in dem die Sexual­aufklä­rung aus den Schulen verbannt, die Hilfen für allein­erzie­hen­de Mütter gekürzt, Ab­trei­bungs­kliniken mit Klagen über­zogen werden, und junge Schwan­gere in ihrer Ver­zweif­lung Terpentin trinken. Willie Parker ist selbst gläubiger Christ und war lange Ab­trei­bungs­gegner. Wie Claas Relotius dessen morali­sches Dilemma schildert, wie geschickt er nach und nach die Facetten von Parkers Per­sön­lich­keit entfaltet – all das begeisterte die Jury.

    Claas Relotius beschreibt meisterhaft, wie ein junger Jemenit vor 14 Jahren als Un­schul­di­ger nach Guan­tana­mo ver­schleppt, dort gefoltert und isoliert wird. Als Barack Obama 2008 US-Präsident wird, hofft er auf seine Frei­las­sung; als er 2015 endlich frei­gelas­sen werden soll, welch un­fass­bare Pointe, weigert er sich, das Flug­zeug zu betreten, das ihn nach Europa bringen soll. Er kann sich ein Leben in Frei­heit nicht mehr vorstellen.

    Hier werden sprachliche Brillanz (wirklich? Ich nenne das „para­tak­ti­sche Ödnis“, aber glück­­licher­­weise habe ich ja keine Allergie gegen Satz­gefüge) und lite­ra­ri­­sche Dichte gelobt. Ob die Ge­schich­ten etwas über die Welt jenseits von Einzel­schick­salen lehren, ob sie mit einer Analyse aus­gestat­tet sind (das, was man in einem P­aper Discussion nennt), oder ob sie auch nur mehr Stand­punkte als die eines un­schul­­di­gen Kinder­auges bringen, interessiert keinen.

    Das ist meiner Meinung nach das wirkliche Problem der Reportage: Der Abstieg zur Kolportage. Daß die Ge­schich­ten er­fun­den waren, kommt noch mal als ge­wal­ti­ger Zucker­guß auf die Torte (und wird durch das gelobte Format sehr er­leich­tert), ver­stellt aber den Blick auf das viel grund­legen­dere Problem.

  14. #16 Joseph Kuhn
    26. Dezember 2018

    @ PeterK:

    “Jede Redaktion und jede dieser Juroren, hätte die Pflicht gehabt die Arbeiten von Relotius kritisch zu prüfen!”

    Das sehe ich genauso. Dass die Kontrollmechanismen der Medien und Jurys versagt haben, darüber sind sich alle einig. Die Frage ist, ob man daraus schließen kann, dass auch die Autoren alle schlampig arbeiten. Das halte ich für eine unzulässige Verallgemeinerung. Ich glaube, die meisten Journalisten versuchen, ihre Reportagen ordentlich zu recherchieren und nicht mit alternativen Fakten zu schmücken oder gar alles zu erfinden. Die Behauptung des Gegenteils bleibt belegpflichtig.

    “Wir wollen doch alle seriöse Arbeit leisten (…) auch im Journalismus.”

    Sic!

    @ Uninteressierter:

    “Normalerweise schreibt dieser auch nur über homööpathie.”

    Überlegen Sie einmal, was das Wort “normalerweise” bedeutet und ob es in Ihrem Satz korrekt angewendet ist. Nicht dass Sie a) ebenfalls eine falsche Verallgemeinerung vollziehen oder b) sich gar wie Relotius einfach eine Geschichte ausdenken.

    @ Markweger:

    “Hauptsache es paßt in ein linkes Propagandaschema”

    Weltwoche. Weltwoche. Weltwoche. Weltwoche.

    Nicht, dass noch jemand auf die Idee kommt, Sie würden immer das gleiche Häufchen absetzen, Hauptsache, es passt in ein rechtes Propagandaschema.

    @ tomtoo:

    “Wie fängt man einen Neoliberalen Chefredakteur?”

    Weltwoche. Weltwoche. Weltwoche. Weltwoche.

    Wie fängt man einen rechtslibertären Herausgeber?

    @ rolak:

    “Kombination aus confirmation bias und ungerechtfertigter Induktion”

    In der Tat, ich bin auch ganz beeindruckt, wie festverdrahtet das zu sein scheint. Dabei müssten ja noch nicht einmal die eigenen Weltbilder hinterfragt werden, es würde schon reichen, zu hinterfragen, ob der Fall Relotius das eigene Weltbild bestätigt oder ob er vielleicht etwas ganz Anderes – und für die Zukunft des Journalismus möglicherweise auch Nützlicheres – lehrt.

    @ Chemiker:

    Als Schmonzetten hatten es seine Texte leichter, unkritisch durchzurutschen, das sehe ich auch so. Ob das oder doch das Faktenerfinden das grundlegende Problem ist, da bin ich mir allerdings nicht sicher. Dazu versteht man den ganzen Fall noch zu wenig, auch wegen der vielen vorschnellen “Analysen”. Mir ist jedenfalls noch nicht klar, was der Fall Relotius lehrt.

  15. #17 JW
    Würzburg
    26. Dezember 2018

    Hier wird ein Unterschied zwischen Spiegel und Weltwoche herbeifabuliert, den es so garnicht gibt, kann das sein?

    Linksgrünversifft ist doch ohnehin keine Diskussionsgrundlage. Weder von demjenigen der diesen Kampfbegriff zuerst verwendet, noch von demjenigen, der ihn hier aufnimmt und zurückspielen will. Das ist wie mit Kacke werfen. Selbst wenn man das zurückwirft, beschmutzt man sich.

    Ein linker Pazifist würde weder den Spiegel noch die Weltwoche vermissen, wenn da eines von beiden Häusern im Klo der Geschichte runtergespült werden würde. Hufeisenpläne, NATO-Einsätze, Friedensmissionen, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Syrienmission deutscher Tornados, Flugverbotszone über Libyen. Alles toll, alles chic von BILD bis TAZ gabs als Grundtenor journalistischen Zuspruch für kriegerisches Verhalten unserer Wertegemeinschaft. Widerspruch und Debatte gab es in den Gastartikeln einzelner politisch interessierter Persönlichkeiten. Peter Scholl-Latour war einer dieser wenigen, die immer wieder solche Gastauftritte hatte. Er wurde aber politisch ohnehin nicht von den Entscheidern ernst genommen. Nun ist er tot. Von den intelligenten jungen Journalisten kommen schlauerweise stromlinienförmige Schmonzetten für die Chefredakteure.

  16. #18 Laie
    26. Dezember 2018

    @Joseph Kuhn
    Der Fall Relotius ist für einige von Wichtigkeit, was sich an der Anzahl der Blogartikel niederschlägt, daher meine helfenden Ideen dazu:

    Der wiederholte Hinweis auf den ‘linksgrünversifften’ (kein schmeichelhafter Begriff, wie wäre es mit ‘politisch-ideologisch geprägten’) Medienmainstream, hilft leider auch wenig, den Zustand der (Massen)mainstreammedien zu verbessern.
    Bild ist ja auch schlecht, der Machteinfluss der Springerpresse ist einfach zu gross nach m.E.

    Statt der auf einen bestimmten Bereich reduzierten kritisierten Berichterstattung wäre eine gesamtheitliche (schönes Wort!) Betrachtung der Medienlandschaft besser, um herzuleiten, warum die Qualität der Qualitäts- und anderer Medien (scheinbar oder echt) im Sinken begriffen ist.

    Wie bei einer Schulerörterung könnte man ein paar Gehirn-Stürmische (im Sinne des Brainstromings) zugehörige Fragen stellen. Z.B.: Wie erreicht man eine ausgewogene umfassende nicht ideologisch geprägte Berichterstattung, frei von Propaganda (egal welcher Sorte),
    ohne dass es aufgrund der Erwartungshaltung des geschätzten Lesers zu finanziellen Nachteilen für das Bestehen des jeweiligen Qualitätsblattes kommt?

    Was meinen die geschätzten Wirtschaftswissenschaftler, wie Qualität, Angebot und Nachfrage hier positiv/negativ wirken, wo ist die Cash-Cow?

    Es wäre ja schön und gut, wenn die Qualität in allen Bereichen politischer und ideologischer Strömungen nicht ganz so schnell ganz nach unten ginge.

  17. #19 Сhemіker
    26. Dezember 2018

    @Joseph Kuhn

    Ich glaube, daß die Wertschätzung des Schmon­zet­ten­formats das größere Pro­blem ist. Denn es ist ein­deutig sy­ste­misch (sieht man an die Juries, die ja aus re­pu­tier­ten Jour­nali­sten be­ste­hen), und es zer­setzt den In­for­ma­tions­gehalt und damit den Kern des Journalismus.

    Dagegen ist das Faktenerfinden hof­fent­lich ein Einzelfall. Ich rechne damit, daß sich ähnlich wie bei den Pla­giats­jägern kriti­sche Kol­lek­tive bilden, die andere Re­por­ta­gen peni­bel über­prüfen werden. Und obwohl Vor­aus­sagen immer ris­kant sind, er­warte ich nicht, daß sie viel fin­den werden, außer ein paar Einzel­trick­sern in der zweiten und dritten Reihe, die es sicher gibt.

    • #20 Joseph Kuhn
      26. Dezember 2018

      @ Chemiker:

      “Ich glaube, daß die Wertschätzung des Schmon­zet­ten­formats das größere Pro­blem ist.”

      Jedenfalls gehen mit “Geschichten” nicht nur Chancen der Veranschaulichung und des Näherbringens von Sachverhalten einher, sondern auch Risiken der Verschleierung und Verunklarung. Geschichten haben eine andere Dramaturgie als eine bloße Zusammenstellung von Fakten, sie bringen eine “Gestalt” in die Dinge, mit der doppelten Gefahr, dass die Gestalt eine Täuschung sein kann und dass die Gestalt divergierende Fakten unsichtbar werden lässt. Wenn die Gestalt einer Geschichte dann noch zum eigenen Weltbild passt, wird sie umso leichter für wahr gehalten.

      Nur, was folgt daraus? Eine Rückkehr zu Formaten, die nüchterner sind, weniger Geschichten erzählen? Mehr Berufsethos, wie es Kommentator PeterK angemahnt hat? Sorgfältigeres Gegenchecken durch die Redaktionen (die aber zugleich an allem sparen müssen)? Eine aufmerksamere Öffentlichkeit – denn bei aller Medienschelte: Haben wir nicht alle die angeblich so leicht erkennbaren Unplausibilitäten von Relotius geschluckt, wir unschuldigen Leseopfer? Eine Stärkung öffentlich-rechtlicher Nachrichtenformate (gegen die die Rechtspopulisten schon jetzt europaweit Sturm laufen)? Oder die radikale Preisgabe aller Erwartungen an Wahrheit und Aufklärung: Möge jeder in seiner Blase selig werden?

      Vielleicht zum Weiterlesen: Ein laufend weitergeschriebener Blogartikel von Armin Wolf zum Fall Relotius: https://www.arminwolf.at/2018/12/21/die-spiegel-affaere/. Er gefällt mir natürlich auch deswegen, weil er in mein Weltbild passt. 😉 Armin Wolf hat übrigens in der neuen Ausgabe 1/2019 der Blätter für deutsche und internationale Politik seine Festrede bei der Verleihung der Otto-Brenner-Preise für kritischen Journalismus am 19.11.2018 veröffentlicht, ein kritischer Blick auf den Zustand des Journalismus.

  18. #21 Der nachdenkliche Bote 2018
    26. Dezember 2018

    Joseph Kuhn
    “Frohe Weihnachten! Die Weihnachtsgeschichte ist bekanntlich weitgehend erfunden, aber die Botschaft dahinter, „Friede auf Erden allen Menschen“, sollte mehr als die utopische Phantasie einer gut erzählten Geschichte sein. Ihre Wahrheit liegt in unserer Hand.”

    Die Schlussfolgerung ist versöhnlich und passt zu Weihnachten. Das …..bekanntlich erfunden…. , das bezieht sich nur auf die Ausgestaltung der Einzelheiten.
    Die Grundaussage, “es gibt einen Gott und er verspricht uns Erlösung”, die bleibt bestehen.

  19. #22 Der nachdenkliche Bote 2018
    26. Dezember 2018

    Laie
    die Presse versteht sich als Kontrollinstanz und mit der Gewichtung der Pressefreiheit findet das auch das notwendige Echo in der Bevölkerung.
    Aber wer kontolliert die Kontolleure ? Da helfen keine Gesetze, da muss der Berufsethos immer wieder neu geschärft werden.
    Neben der notwendigen Skepsis bei allen Artikeln hilf hier auch die Vielfalt einer konkurrierenden Presse. Einen anderen Weg sehe ich nicht.

  20. #23 PeterK
    Zürich
    26. Dezember 2018

    Mir geht die Schlussfolgerung in eine völlig falsche Richtung: Herr Kuhn hat natürlich zurecht aufgezeigt, dass mehr Qualität im Konflikt mit den stets steigenden Kostendruck in der Branche steht. Für mich ist klar: Relotius ist bloss einer von vielen Betrügern da draussen. Auch für den Spiegel ist es ein peinlicher und auch nicht harmloser “Einzelfall”, der aber auf lange Sicht verzeihbar ist. Das Problem ist die Erwartungshaltung, welche die grossen Medienhäuser selber sehr aggresiv vertreten, dass sie ein Hort von Neutralität und Proffessionalität in einer ansonsten sehr fragwürdigen Medienlandschaft darstellen. Ich möchte nur mal an die Debatten rund um das Leistungsschutzrecht oder Fake-News erinnern.

    Oder anders gesagt: Das versprochene Alleinstellungsmerkmal, der grossen deutschen Medienhäuser, halten Sie nicht ein, bzw. sie tun ja nicht mal etwas dafür.

    Wieviele Kolumnen gab es von führenden Zeitungen, wo ein Loblied auf die eigene Qualität gesungen wurde und gleichzeitig über Blogs, Youtube-Kanäle und RT hergezogen wurde?

    Und dann wird durch diesen “Einzelfall”-Relotius klar, dass in der Branche die Qualitätskontrolle kaum existiert. Einfach nur peinlich und ein riesiges Desaster für die Branche. Wie bereits gesagt, ich sehe es zwar anders, als der Lügenpresse-Mob, aber nach alledem was passiert ist, kann ich verstehen, dass die Leute jegliches Vertrauen verloren haben.

    Ich mag mich an ein Interview mit der Moderatorin von RT-Deutsch erinnern, wo sie erfrischend ehrlich gesagt hat, dass im Gegensatz zu den etablierten westlichen Medien nicht den Anspruch erheben neutral zu berichten. Man muss RT nicht mögen, aber insofern erklärt sich mir dessen Erfolg.

  21. #24 RainerO
    26. Dezember 2018

    Wenn das mal kein Unglück bringt: „Der nachdenkliche Bote 2018“ ist Roberts 13. Nickname. Und das so kurz vor Neujahr.

  22. #25 Uli Schoppe
    26. Dezember 2018
  23. #26 Frank
    26. Dezember 2018

    “Der SPIEGEL lügt, in dem Fall natürlich pars pro toto, eine Eiterbeule des Gesinnungsjournalismus – und aus der eigenen Gesinnung heraus eben Lügenpresse.”
    Das stimmt , Wahrheit und Fakten sondern um Propaganda und Ideologie. Claas Relotius schrieb keine falschen Artikel, sondern präsentierte den Lesern alternative Fakten. In einem Artikel schrieb er über ein rassistische Kleinstadt in den USA, die Trump wählte und in einem anderen beschrieb er sehr tränenreich wie sehr 2 syrische Waisen in der Türkei leiden müssten weil sie nicht nach Deutschland dürfen. Passte alles in das ideologische Konzept der Spiegel Redaktion. Da wirft die Frage auf, war es wirklich so schwer syrische Waisen in der Türkei zu finden? Herr Relotius wollte seine Leser nicht mit Fakten überzeugen, sondern mit Gefühlen.
    “Ihre Wahrheit liegt in unserer Hand”
    Caals Relotius könnte wegen eines Spendenaufrufs für zwei syrische Kriegswaisen vor dem Kadi landen. Dann wird sein Anwalt versuchen die Wahrheit so gut es geht verdrehen.

  24. #27 Der lachende Bote
    26. Dezember 2018

    RainerO
    du und abergläubisch, da lachen ja die Schnecken.
    Meine Metamorphose dauert nur etwas länger, Geduld !
    Verinnerliche doch ejnmal die Weitsicht von Joseph Kuhn: Die Wahrheit liegt in unserer Hand. mit dem Roman von Stefan Andres “Wir sind Utopia”.
    Ach ja, was ich immer mal wissen wollte, kommst du aus Marzahn ?

  25. #28 Uli Schoppe
    26. Dezember 2018

    Wenn einem eine wie ich meine sehr grundlegende Glaubwürdigkeitskrise des deutschen Journalismus nur dazu dient Kritik an Trump oder die Flüchtlingspolitik zu diskreditieren dann will man meistens nur Gesinnungsjournalismus in der richtigen Färbung.

  26. #29 LasurCyan
    26. Dezember 2018

    Mir fiel gerade ein Artikel aus LMd vom letzten Jahr ein, der neben Selbstbeweihräucherung auch einige sehr kritische Anmerkungen zu der sehr eigenen (Filterblase: das gefällt mir) Art Texte zu veröffentlichen hat. Es ist möglicherweise besser das Thema erst einmal ruhen zu lassen, um sich dann im Nachgang unaufgeregt in die Tiefe der Materie zu begeben. Aber trotzdem, Zitat muss sein >

    Viele Zeitungsmacher bevorzugen deshalb einen anderen Typus, den wir ebenso ablehnen: den des neutralen, angeblich unideologischen Reporters, der „entschlüsselt“ oder „dekodiert“, der „sich nichts vormachen lässt“, von einer Überzeugung zur anderen hüpft und behauptet, sich nie einzumischen. Seine Professionalität besteht darin, Fakten auszuwählen und unkommentiert zu präsentieren. Er schildert lieber „Geschehnisse“ – zumal herzergreifende –, statt sozia­le Verhältnisse oder internationale Beziehungen zu analysieren. Er lässt Ideen, die er für extrem hält, außen vor und erklärt andere (nämlich seine eigenen) zum A und O aller Debatten. So schnurren wir ewig weiter, und die Fiktion des Pluralismus ist gesichert.

  27. #30 Joseph Kuhn
    26. Dezember 2018

    @ Frank:

    Weltwoche??

    @ Uli Schoppe:

    Danke für den Link zu Thomas Knüwer, interessante Infos, in der Tat lesenswert. Einem Satz von Knüwer kann ich aber nicht ganz folgen. Er schreibt mit Blick auf die Rekonstruktion des Falls im SPIEGEL: “Für Claas Relotius aber wird um Verständnis geworben.” Den Eindruck habe ich nicht, eher, dass man ihn zum Einzeltäter machen will. Dass er das nicht ist und dass der Boden, auf dem Retolius erfolgreich sein konnte, lange vorher vorbereitet wurde, unterstreichen u.a. die älteren Beispiele Knüwers.

    Ob der Journalismus in Deutschland wirklich “ein systemisches Problem mit der wahrheitsgetreuen Darstellung von Fakten und Situationen” hat, wie Knüwer schreibt, und was “systemisches Problem” im Unterschied zu “die lügen doch alle” heißt, wäre ein wichtiger Punkt, der in der Branche diskutiert werden müsste, und falls es so ist, stellt sich die Frage, wie man wieder zu wahrheitsgetreueren Darstellungen kommt, die trotzdem nicht langweilig sind, die Geschichten und Informationen besser austarieren. Eigentlich eine ganz spannende Situation.

  28. #31 rolak
    26. Dezember 2018

    Unterschied?

    Falls Knüwer das so meint, wie ich es verstehe, Joseph, dann hätte er imho besser ‘systemimmanent’ genommen. Doch auch so ist ‘ein System als Ganzes betreffend’ kein Synonym zu ‘alles im System betreffend’.

    Eine gute Geschichte zur Realität zu erzählen, also nüchterne Daten unverfälscht mit emotionalem Anker ins Gedächtnis zu zementieren, das ist halt eine Kunst, die nur sehr Wenige beherrschen. Wird versucht, sie unbedarft mit Versatzstücken aus irgendwelchen Text-, Metapher- oder EmotionsBaukästen aus dem Nichts nachzuahmen, sind Verfälschungen nicht zu vermeiden, ist das Entgleiten Richtung Courths-Mahler oder Karl May unausweichlich.

  29. #32 Joseph Kuhn
    27. Dezember 2018

    Google-Früchte:

    1. „Eine Geschichte totrecherchieren“ nennt Ulrich Becker von der Südwestpresse den Verlauf einer Recherche, wenn die Fakten die vermutete Geschichte nicht stützen. Relotius habe nie eine Geschichte „totrecherchiert“.

    2. Am Ende etwas viel Selbstbeweihräucherung, aber am Anfang eine nette Story über eine gefälschte Fälschung der Reporterlegende Egon Erwin Kisch gibt es bei der Westdeutschen Zeitung von Ulli Tückmantel. Ob es stimmt, habe ich nicht nachrecherchiert.

    3. Chuzpe zeigt RT Deutsch, indem es den Fall Relotius kommentiert. Aber gut, Kopp und AfD sind ja auch dabei. Wenn Wladislaw Sankin bei RT mit Blick auf die Journalisten in Deutschland fragt, „Und was, wenn man ihnen sagte, eine Demokratie bräuchte tatsächliche Fakten, um ein realistisches und kein propagandistisches Bild der Lage anfertigen zu können? Wird wenigstens dieses Argument bei all den Verfechtern der Demokratie verfangen?“, möchte man allerdings doch weiterfragen, zu welchen Verfechtern sich RT demnach wohl zählt. Zu denen der lupenreinen Demokratie?

  30. #34 Integrity
    27. Dezember 2018

    Der Wunsch nach Anerkennung ist wohl die Quelle unseres Handelns. Der Wunsch nach Anerkennung ließ das ‘Wunderkind’ Relotius das Vertrauen, das man in die Seriosität und Ehrlichkeit seiner Mitarbeiter setzt, missbrauchen. Man kann enttäuscht sein oder schockiert, aber letztendlich wurde der Anspruch, den der Kollege von Relotius an seine und die Arbeit der Branche hat und den wohl die überwältigende Mehrheit der Journalisten teilt, klar sichtbar. Lügen haben nun mal kurze Beine. So einfach ist das manchmal, Herr Relotius.
    Ich persönlich mache mir keine Sorgen über den Zustand der Kontrollmechanismen, denn es ist unmöglich alles nachzuprüfen. Wer hätte eine solche Dreistigkeit für möglich gehalten? Wie soll man nachprüfen, ob es ein syrisches Kinderlied wirklich gibt, das von zwei Kindern handelt, denen kein Leben offen stand und nach endlosen Qualen dann doch gerettet wurden, das ein syrisches Kind auf den Lippen gehabt haben soll, während es eine dunkle Straße in einem Fabrikviertel entlang lief?
    Eines ist für mich klar: Relotius hat dafür gesorgt, dass die Branche sensibilisiert wird und die Sinne nochmal geschärft werden. Es kann also etwas Gutes aus der Affaire entstehen.

  31. #35 Dr. Webbaer
    27. Dezember 2018

    Die, die Welt so sehen, haben im Fall Relotius sehr schnell ihre Chance erkannt: Jetzt kann es doch jeder sehen, den Mainstreammedien ist die Wahrheit ziemlich egal, da geht alles durch, Hauptsache, die Story passt ins Bild, also ins linksgrünversiffte Weltbild. Endlich ein Trumpf in der Hand gegen den linken Moralismus!

    So schauts aus, lieber Herr Dr. Kuhn, schöne Weihnachtstage noch, oder zumindest : nachträglich.
    Die Standardmedien, die lange Zeit bestimmenden Printmedien wie auch die sog. öffentlich-rechtlichen sind gemeint, trennen leider nicht mehr ordentlich zwischen Bericht und Meinung.
    So meint zumindest Ihr Langzeit-Kommentatorenfreund Dr. Webbaer, wobei allerdings auch die politisch Rechte oft nicht anders unterwegs ist, vgl. bspw. mit “Breitbart”.
    Heutzutage muss Geschehenes leider oft, mit geschulten Leseraugen, extrahiert werden.
    Früher konnte deutlich eher vertraut werden, medial, findens net?
    Ist das Web schuld?

    MFG
    Dr. Webbaer

  32. #36 Frank
    27. Dezember 2018

    @Joseph Kuhn
    ” möchte man allerdings doch weiterfragen, zu welchen Verfechtern sich RT demnach wohl zählt. Zu denen der lupenreinen Demokratie?”
    RT macht kein Hehl daraus, für was sie stehen, der Spiegel baut seinen Ruf als seriöses Nachrichtenmagazine und Aufklärer auf. Im Grunde folgt RT genau wie Der Spiegel nur einer bestimmten politischen Ideologie. So etwas wie ein unvoreingenommener Journalist gibt es weder in Deutschland, noch in Russland.

  33. #37 Dr. Webbaer
    27. Dezember 2018

    So etwas wie ein unvoreingenommener Journalist gibt es weder in Deutschland, noch in Russland.

    Jeder ist ein Kind seiner Zeit und folgt angenommener, bestenfalls ergänzter politischer Theoretisierung (“Sichtenbildung”).
    Jeder Journalist folgte insofern seit jeher einem Impetus, einem Motivationsimperativ sozusagen, und hat, wenn er streng objektiv berichtet hat, doch durch die Auswahl von Geschehnissen Inhalt bestimmt, potentiell auch tendenziös angelegt, aber, im Sinne eines journalistischen Ethos nie direkt, nie “plump”.

    Hanns Joachim Friedrichs, wir erinnern uns daran : ‘Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.’, war übrigens, Dr. Webbaer erinnert sich gut, immmer streng oder wie einige meinen ‘Im Zweifelsfall’ politisch links.
    Abär er hat stets die Form gewahrt, hat nie “geseiert”, wurde nie sonderlich gefühlig, sondern hat durch die Auswahl von Geschehnis dem Bericht einen besonderen “Drive” gegeben.
    Sehr legitim, wie Dr. Webbaer findet.

    Dennoch musste Dr. W stets schmunzeln, wenn er das bekannte Friedrichs-Diktum “nicht direkt” in dessen Meldungen wieder fand.
    Genau so das bundesdeutsche Nachrichtenmagazin “Spiegel”, die haben durch Auswahl Meinung zu transportieren gesucht, die Augstein-Leute, abär es war OK, wie Dr. W findet.

    Heutzutage schauts dem alten Dr. Webbaer nicht mehr so aus, als ob die Standardmedien derart zu leisten gewillt bleiben, ganz und gar nicht.

    MFG
    Dr. Webbaer (der für “Haltungs-Journalismus”, der wird ja mittlerweile ganz offen promoviert, keine guten Haltungsnoten bereit hat)

  34. #38 Spritkopf
    27. Dezember 2018

    Im Grunde folgt RT genau wie Der Spiegel nur einer bestimmten politischen Ideologie.

    Genau! Ob man das Lied eines autokratischen Arschlochregimes singt oder mehrheitlich linksliberale Ideen vertritt (ok, Jakob Augstein und Jan Fleischhauer nicht mitgezählt), ist ja eigentlich das Gleiche. Und ob die eine Publikation jederzeit für einen demokratischen Rechtsstaat eintreten würde und die andere eher nicht, hat üüüberhaupt keine Bedeutung.

    Das Eintreten für einen demokratischen Rechtsstaat bedeutet immerhin auch schon sowas wie Voreingenommenheit und ideologische Prägung, würden Putins Speichellecker unvoreingenommene Beobachter sagen.

  35. #39 Frank
    28. Dezember 2018

    @Spritkopf
    Die Ideologie die RT und der Spiegel vertreten, vertragen sich wie Feuer und Wasser.
    “Das Eintreten für einen demokratischen Rechtsstaat bedeutet immerhin auch schon sowas wie Voreingenommenheit und ideologische Prägung, würden Putins Speichellecker unvoreingenommene Beobachter sagen.”
    Das Verbreiten von alternativen Fakten gehört nicht zum Eintreten für einen demokratischen Rechtsstaat.

    So weit ich verstanden habe, hat der Spiegel Anzeige gegen Herrn Relotius erstattet. Es geht um Spendenbetrug. Sein Anwalt gibt an, sein Mandant habe das Geld nicht behalten, sondern der Diakonie Katastrophenhilfe übergeben. Diese soll Projekte im Irak finanziert haben. Darüber hinaus habe er selber 7000 Euro zusätzlich überwiesen.
    https://www.welt.de/kultur/medien/article186170156/Claas-Relotius-Ex-Spiegel-Reporter-dementiert-Spendengelder-selbst-behalten-zu-haben.html

  36. #40 Dr. Webbaer
    28. Dezember 2018

    In diesem Sinne: Frohe Weihnachten! Die Weihnachtsgeschichte ist bekanntlich weitgehend erfunden, aber die Botschaft dahinter, „Friede auf Erden allen Menschen“, sollte mehr als die utopische Phantasie einer gut erzählten Geschichte sein. Ihre Wahrheit liegt in unserer Hand.

    In etwa so.
    Es liegt ein Mythos (das Fachwort) vor, dem sich Dr. W gerne anschließt, kulturgebunden, mehr oder weniger.
    I.p. Mythos regt Dr. W gerne an auch Arbeit / Nachricht aus dem Hause Jordan Peterson zur Kenntnis zu nehmen, auch in zuförderer Hinsicht zu bearbeiten zu suchen, der ist sozusagen Ihr Antipode.

    Der ist recht clever, verständig und so, gerne sich demnächst auch an ihm zu reiben suchen, auch in Ihrem Metier betreffend, lieber Herr Dr. Kuhn. [1]

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Sofern es i.p. “Format” passt, natürlich nur. *

    *
    Dr. W nimmt Ihnen immer noch, nach all den Jahren ein wenig übel, dass Sie seinerzeit ihm “Format” explizit abgesprochen haben.
    Macht abär nüscht.

  37. #41 JW
    nicht Würzburg
    28. Dezember 2018

    @33 Karl Mistelberger: Was sollen einem diese links sagen? Die eine Zeitung hat ein paar mehr Infos und schreibt diese in ihren Artikel und die andere nicht. Was ist eigentlich die Relevanz, wenn der eine Artikel sich auf die Tatsache bezieht, dass der Flughafen wieder benutzbar ist und der andere ein paar Hintergründe zur verwendeten Technik beschreibt?
    Daher brauchen wir ja eine Pressefreiheit, welche den Zugang zu vielen Sichtweisen ermöglicht und keine Lügenpresseblase.

  38. #42 Dr. Webbaer
    28. Dezember 2018

    Ja, der Dr. Mistelberger bringt es kommentarisch nicht immer, schlaumeiert, hält sich oft bedeckt, an sich natürlich sehr nett & klug, bleibt er aber doch unter seinen Möglichkeiten, wie einige finden.
    Der Lügenäther, Sloterdijk, ist fest und Dr. W traut sich offen von ihm zu schreiben, nachdem er die Fake-News über Donald J. Trump nicht nur in de bundesdeutschen Presse kennen- und nicht zu schätzen gelernt hat. (Vorher hat er den Begriff “Lügenpresse” nicht verwendet.)
    Der Donald kann ja irgendetwas sagen und die Presse drückt ihm sozusagen einen rein.
    Klar, auch der Donald ist nicht frei von Demagogie, als Politiker und Leader, aber die Presse darf bis muss frei von ihr sein, wenn sie ernst genommen werden will.
    Meinungsbeiträge gehen natürlich und bleiben erwünscht, gerade auch kollektivistisch angeleitete, no problemo hier.

    MFG
    Dr. Webbaer

  39. #43 Markweger
    28. Dezember 2018

    Rechtsstaat interessiert die Massenmedien doch schon lange nicht mehr.
    Hauptsache es paßt in ihr links-linkes Weltbild.
    Dann kann Merkel die Gesetze brechen soviel sie will da hat braucht sie keine Kritik zu befürchten.
    Ich sage keineswegs dass wir in einer Diktatur leben wie das in Russland faktisch der Fall ist.
    Aber die einseitige Berichterstattung der Medien bis hin zu beliebigen Märchengeschichten und die Zensur in den sozialen Medien entspricht längst dem Zustand in einer Diktatur.

  40. #44 Dr. Webbaer
    28. Dezember 2018

    *
    nicht nur in de[r] bundesdeutschen Presse

    (Dr. Webbaer ist auch qua Herkunft mehrsprachig, polyglott sozusagen, scannt sozusagen auch anderwo, im Nicht-D-Sprachigen, verfügt insofern über besondere Möglichkeit, kann sogar, lol, ein wenig Französisch, die AFP ist besonders schlimm.
    Schlimmer noch als die KNA und der evangelische Pressedienst (Pfaffentum sozusagen, tsk, tsk…), sozusagen, Dr. W weist gerne auf die Nachrichtenagenturen hin, denen sich die Standardmedien anscheinend verpflichtet fühlen und die derart gesetzte Trends wiederzugeben scheinen.)

  41. #45 JW
    nicht-Würzburg
    28. Dezember 2018

    Das bringt nur die Weihnachtszeit mit sich. Der Webbaer und ich sind einer Meinung. Darauf noch ein 12-Gängiges Silverstermal!

  42. #46 JW
    nicht-Würzburg
    28. Dezember 2018

    “Lieber” Herr Markweger, welches Gesetz hat Frau Merkel denn gebrochen? Hat Sie die offenen Grenzen offen gehalten?
    Ausserdem bin ich froh, nicht mehr in der erstarrten Meinungsdiktatur der Kohl-Zeit zu leben 😉
    Aber auch damals gabe es Meinungsvielfalt in der Presse, wenn man gründlich genung suchte.

  43. #47 Michael
    28. Dezember 2018

    @41

    Mir sagen die Links, dass Spiegel Online dem Leser bewusst Informationen vorenthält, die Israel in einem positiven Licht erscheinen lassen.

    https://www.mena-watch.com/mena-analysen-beitraege/flughafen-gatwick-israelischer-drone-dome-rettet-weihnachtsurlaub/

  44. #48 Markweger
    28. Dezember 2018

    @ JW
    Zur “Kohl-Zeit” war ein Magazin wie der Spiegel noch ein links-liberales kritisches Magazin.
    Heute ist der Spiegel, wie andere auch, nur noch bedingungslose Propaganda für Merkel.

  45. #49 JW
    nicht-Würzburg
    28. Dezember 2018

    Ja @41, kann man so sehen, muss man nicht. Durchsicht der Presse sagt mir, dass das vor allem in der britischen Presse eine Schlagzeile war. Warum, es trug sich auf der Insel zu. Ausserdem oft im Konjunktiv berichtet, siehe dazu z. B. http://www.irishnews.com/magazine/technology/2018/12/21/news/-drone-dome-system-believed-to-be-in-use-at-gatwick-airport-1514156/

  46. #50 roel
    28. Dezember 2018

    @Markweger “Heute ist der Spiegel, wie andere auch, nur noch bedingungslose Propaganda für Merkel.”

    Welche Zeitungen, Zeitschriften, Magazine empfehlst du?

  47. #51 Markweger
    28. Dezember 2018

    Von den Massenmedien ist überhaupt nichts lesenswert.
    Aber Compact
    https://www.compact-online.de/
    kann ich empfehlen.

  48. #52 JW
    28. Dezember 2018

    Warum habe ich mir das nur gedacht? Ein Medium, welches die eigene Meinung permanent bestätigt reicht.
    Weitere Kommentare zu Neutralität oder gar Wahrheitsgehalt erübrigen sich.

  49. #53 Joseph Kuhn
    28. Dezember 2018

    @ Markweger:

    Compact wirbt mit dem AfD-Spruch “Mut zur Wahrheit”. Die schreiben deswegen bestimmt auch immer die Wahrheit. Das war bei der Prawda genauso. Deswegen hat Compact schon vor einiger Zeit den PSIRAM-Medien-die-garantiert-nie-lügen-Wahrheitspreis erhalten: https://www.psiram.com/de/index.php/Compact_Magazin

    Der Mut zur Wahrheit bricht sich dort in den Kommentaren zu einem Beitrag über Relotius ganz unverhohlen Bahn. Am 26.12. postet z.B. ein “Aristoteles”: “Heute, am 2. Weihnachtsfeiertag, wünsche ich allen antideutschen Volksverhetzern der BunTen Medienanstalten die Hölle auf Erden – und danach.” Und ein “Paul” antwortet am gleichen Tag: “Und danach, an die Laternen’…..”

    Das steht jetzt seit zwei Tagen da. Ein Medium, in dem offen Lynchjustiz gefordert werden darf, können Sie also empfehlen? Wollen Sie auch gerne Journalisten an die Laterne hängen? Wir hatten schon mal einen Österreicher mit solchen Neigungen.

  50. #54 Der nachdenkliche Bote
    28. Dezember 2018

    Markweger,
    Sie bedauern, dass die Tagespresse nicht kritisch genug ist. Darin gebe ich Ihnen teilweise recht, aber der Tagespresse sind gewissermaßen die Hände gebunden.
    Sie kann nicht schreiben, was radikal wahr ist , dann läuft ihr das Klientel weg,sie muss einen Mittelweg finden, zwischen notwendiger Kritik und dem, was man dem Leser zumuten kann.
    Wir haben das hier bei Stuttgart 21 gehabt, da wurde die Wahrheit verkauft zugunsten einer heilen Weltperspektive. Jetzt haben wir den Salat, die Kosten steigen und der Steuerzahler, bezahlt die Zeche.
    Der Politik sind auch die Hände gebunden, wir sind Mitglied in der Nato, Mitglied der EU, da kann man nicht rausposaunen was wahr ist, man muss Zugeständnisse machen. So etwas nennt sich Politik. Wie es Helmut Schmidt formuliert hat, die Politik ist die Kunst des Machbaren.

  51. #55 JW
    28. Dezember 2018

    Ich denke ein Wahrheitsministerium könnte das regeln. Wo Wahrheit draufsteht, ist Wahrheit drin.
    P.S. Ich hoffe, die Laternen haben keine linksgrünversifften LEDs, sondern laufen mit Gas. Das ist diesen Leuten eh am liebsten.
    Verzeiht bitte den Sarkasmus.

  52. #56 Markweger
    28. Dezember 2018

    Na ja, es gibt gelegentlich auch einige radikale Kommentare.
    Komischerweise regt sich über tasächliche Morde niemand auf. Und wenn sie erwähnt werden dann heißt das Instrumentalisieren und die Medien können sich gar nicht genug darin ergehen dass das alles nur “Einzellfälle” wären.
    Auch die Empfindlichkeit ist sehr einseitig.

  53. #57 Der nachdenkliche Bote
    28. Dezember 2018

    JW
    Wer kontrolliert das Wahrheitsministerium?
    Damit sind wir beim Begriff Wahrheit.
    Sogar in der Rechtsprechung ist man von diesem Begriff abgerückt und hat das Schuldprinzip bei Ehestreitigkeiten aufgegeben und durch das Zerrüttungsprinzip ersetzt. Dahinter steckt die Einsicht, dass sich im zwischenmenschlichen Verhältnis die Wahrheit nur schwer finden lässt. In der Politik ist das nicht anders.
    Deswegen bleibt die “beste erzielbare Wahrheit” der ehrliche Kompromiss.

  54. #58 Frank
    28. Dezember 2018

    @Michael
    Der Spiegel wollte um keinen Preis die israelische Technologie erwähnen, die eine Gefahr für den Luftverkehr neutralisierte. Wieder einmal präsentierten sie den Leser nur das, was sie eigentlich lesen wollten.

  55. #59 Joseph Kuhn
    28. Dezember 2018

    “Komischerweise regt sich über tasächliche Morde niemand auf.”

    “Der Spiegel wollte um keinen Preis die israelische Technologie erwähnen, die eine Gefahr für den Luftverkehr neutralisierte.”

    Das ist bestimmt alles sauber bei Compact recherchiert? Nicht dass es noch jemand für Geschichten hält, die nur gut ins “Mut-zur Wahrheit”-Schema passen.

    “Auch die Empfindlichkeit ist sehr einseitig.”

    Das scheint mir allerdings auch so. Zu welcher Seite gehören Sie nochmal?

  56. #60 roel
    28. Dezember 2018

    @Markweger

    Danke für die ehrliche Antwort. Ich habe mir die Seite angeschaut und teile hier Joseph Kuhns Meinung.

  57. #61 Frank
    28. Dezember 2018

    @Joseph Kuhn
    “Das ist bestimmt alles sauber bei Compact recherchiert? Nicht dass es noch jemand für Geschichten hält, die nur gut ins “Mut-zur Wahrheit”-Schema passen.”

    In den britischen und israelischen Medien wird groß darüber berichtet, nur in den deutschen Medien herrscht ein eisiges Schweigen darüber. Dabei könnte der Drone Dome demnächst auch ihnen oder ihren Urlaub retten. Ist schon erstaunlich, dass der Spiegel nicht über den Drone Dome berichtet

    • #62 Joseph Kuhn
      28. Dezember 2018

      @ Frank:

      “um keinen Preis die israelische Technologie erwähnen”

      “in den deutschen Medien herrscht ein eisiges Schweigen”

      Ich weiß nicht, was Sie sich da zusammenphantasieren und worauf Sie hinauswollen. Erst werfen Sie sich für Russia Today ins Zeug, jetzt erzählen Sie zusammen mit dem Kommentator “Michael”, die Medien hierzulande wollten allesamt israelische Technik totschweigen. Kennen Sie die Unternehmensgrundsätze des Springer-Konzerns? Dort ist eine israelfreundliche Grundhaltung festgeschrieben. Was sollte also z.B. die Springer-Medien dazu bringen, den Einsatz israelischer Technik zu verschweigen?

      Und was hat das mit Relotius zu tun? Verschwörungstheorien sind die dümmste Form von Geschichten, weil sie sich durch keinerlei Fakten beirren lassen. Der SPIEGEL räumt immerhin ein, das Relotius oft sparsam mit seinen Fakten war.

      Danach, was Ihre kruden Thesen mit dem ganz konkreten Blogthema zu tun haben, will ich erst gar nicht fragen.

  58. #63 Frank
    29. Dezember 2018

    @Joseph Kuhn
    Das der Springer Verlag pro-isrealisch ist, wusste ich nicht. Da ist mir ein Fehler unterlaufen.
    “Und was hat das mit Relotius zu tun?” Im Grunde bestätigte der Spiegel mit seiner Berichterstattung um die Drohnen am Flughafen meine Meinung über ihn.
    Der Spiegel ist Israel sehr kritisch eingestellt.
    “Der SPIEGEL räumt immerhin ein, das Relotius oft sparsam mit seinen Fakten war.”
    Ich glaube nicht das Herr Relotius ein superschlauer Mann ist, der die Experten seines Arbeitgeber täuschte.
    “Am Sonntag schickt Moreno einen ersten Katalog von drei Fragen, in denen es um Foleys Foto und andere Elemente des Textes geht. Relotius wird mit diesen Fragen konfrontiert. Er verteidigt sich auf ebenso brillante wie verschlagene Weise. So eloquent antwortet er auf die Vorwürfe, und er gibt auf so perfekte Weise auch Imperfektionen in seiner Arbeit zu, dass plötzlich Moreno wieder wie ein Stänkerer aussieht”
    Im Grunde dauerte es laut der offiziellen Geschichte dauerte die ganze Auseinandersetzung ein paar Wochen.
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-spiegel-legt-betrug-im-eigenen-haus-offen-a-1244579.html
    Ich persönlich werde meine Meinung zum Spiegel nicht ändern. Die ganze Sache wird in ein paar Wochen in Vergessenheit geraten. Der Spiegel könnte 10 Relotius-Skandale überstehen.

    • #64 Joseph Kuhn
      29. Dezember 2018

      @ Frank:

      “dauerte die ganze Auseinandersetzung ein paar Wochen”

      Und wie lange bei der Weltwoche? Nur, um mal an den Ausgangspunkt dieses Blogbeitrags zu erinnern.

      “Die ganze Sache wird in ein paar Wochen in Vergessenheit geraten.”

      Das ist der Lauf der Welt. Wer spricht noch über Khashoggi, wer über Trumps Grapscherei-Philosophie, wer über die toten Textilarbeiterinnern in Bangladesh? Was speziell Relotius angeht: Ich will auch nicht wochenlang mediales Wiedergekäue über diesen Fall lesen, als ob das der Zivilisationsbruch im Westen gewesen wäre. Warten Sie doch mal ab, ob der Fall nicht trotzdem Konsequenzen hat. Vielleicht sogar bei den Blättern, die jetzt am laufenden Band so kluge Kommentare zu Relotius abgeben. Oder auch nicht, wie die Weltwoche.

  59. #65 rolak
    29. Dezember 2018

    ¿worauf Sie hinauswollen

    Mit derselben Technik beantwortet: Dieses Trollen wurde gestartet, um von den bekannt gewordenen Verstrickungen Relotius’ mit <name it> abzulenken, Joseph. Warum sollte denn sonst eine derartige VT aus dem Boden gestampft werden?
    Die interessantere Frage ist doch eher, warum wer überhaupt schreibt/sagt, dieser DrohnenDom in Holzbauweise sei tatsächlich eingesetzt worden, obwohl die wesentlich häufiger in der EN-Presse zu findende Meldung “ However, it has been reported that the British Government opted out of this element” zugleich auch noch wesentlich unauffälliger klingt als die anderswo zu lesenden technischen Details der Wunderwaffe. Zu den letzteren zählt zB die breitgestreut c/p-te, mirakulöse “antennae made of gallium nitrate” – GaNitrat wird zwar bei Hyperkalzämie erfolgreich eingesetzt, GaNitrid mindestens so erfolgreich als Halbleiter, aber…

  60. #66 Der nachdenkliche Bote 2018
    29. Dezember 2018

    Betrachten wir es positiv. Der Rückgang der Zeitungsmedien muss aufgehalten werden. Wenn es der Weltwoche gelingt, die Aufmerksamkeit der Leser zu bekommen, dann ist das gut. Noch besser wäre es, wenn eine konträrdenkende Zeitschrift das gleiche Ziel hätte. Nur so bleibt der “poltisch kritische Leser” wach, nur so findet man einen gangbaren Weg zwischen den Extremen.

  61. #67 Frank
    29. Dezember 2018

    @Joseph Kuhn
    “Und wie lange bei der Weltwoche? Nur, um mal an den Ausgangspunkt dieses Blogbeitrags zu erinnern.”
    Herr Relotius war beim Spiegel beschäftigt und es war einer seiner Kollegen, der Beweise für sein Fehlverhalten präsentierte. Es sollte niemand überraschen wenn Herr Relotius wiedereingestellt und sein Kollege, der seine alternativen Fakten aufdeckte, gefeuert wird.

    ” Ich will auch nicht wochenlang mediales Wiedergekäue über diesen Fall lesen, als ob das der Zivilisationsbruch im Westen gewesen wäre”
    Verglichen mit der Situation mit dem der Stern nach den Hitler-Tagebücher konfrontiert war, halten sich die Medien eher zurück. Es dauerte Jahre, bis sich der Stern erholte.
    Den meisten Leser war es auch egal wie viel Wahrheit im Spiegel steckte, der Spiegel bestätigte nur das Weltbild des Lesers.

    • #68 Joseph Kuhn
      29. Dezember 2018

      @ Frank:

      Ich will Sie in Ihrer Blase nicht verunsichern, am Ende halten Sie sich noch für den von Ihnen imaginierten SPIEGEL-Leser, der nicht nachdenkt. Interessant, wie elitär die selbsternannten Volksversteher über das Volk, in dem Fall den SPIEGEL-lesenden Teil des Volkes, denken.

  62. #69 Björn W.
    29. Dezember 2018

    XXX

    Es wird nur berichtet was vermeintlich politisch gewollt ist, jegliches hinterfragen des vermeintlichen linksgrünen Gesinnungsmainstreams wird vermieden.

    [Edit: Rest der argumentationsresistenten AfD-Sprüche gelöscht. JK]

  63. #70 Uli Schoppe
    30. Dezember 2018

    @FRank @Josef
    Viel wahrscheinlicher ist es das Herr R. doch nochmal eine Chance bekommt. Und auch nochmal. SIehe den Herrn Kummer.
    @Josef: Du hattest ja weiter oben gefragt was der Unterschied sei zwischen “systemisches Problem” und “Die lügen doch alle!”. Das ist einfach: Beides ist gleich schlimm, aber bei “Die lügen doch alle!” Sind die Beteiligten mit bewußtem und böswilligem Vorsatz unterwegs. Das ist viel schwerer wieder abzustellen als ein Systemfehler. Und für mich auch nicht denkbar, so sch… sind die Menschen einfach nicht. Die Annahme das alle Idioten mit Vorliebe Journalist werden: Na da würde ich dann aber mal nach strong evidence rufen…

    @Björn W. : EIne Tendenz unterstellen ist das Eine (da würde ich sogar zustimmen), aber warum zum Geier sollten alle Journalisten der Presse das berichten was sie für politisch gewollt halten? Warum genau das? WIe soll die Politik ausgerechnet dem SPIEGEL eine Tendenz aufzwingen? Bei den Möglichkeiten in der Recherche des SPIEGEL hielte ich es eher für wahrscheinlich das die Erpressungsmaterial in der Tasche hätten ^^

  64. #71 Björn W.
    30. Dezember 2018

    @Uli
    Die Politik muss das gar nicht, die Medien Unterwerfen sich im Vorauseilendem Gehorsem dem vermuteten Mainstream um trotz Rückgang der gesamten Branche bestestehen zu können – ein Trugschluss.

    Journalismus heutzutage hat wenig mit objektiven Fakren zu tun, sondern häufig sind es Stimmungen und Gefühle – die oft die linksgrüne Politik der Merkelschenen Ära befördern – die den Menschen vermitteln soll alles läuft prächtig. Es wird nichts hinterfragt, besonders nicht die eigene Position, oder kritisch berichtet. Kritik wird nur den “Systemfeinden” AFD, Trump, Russland, etc. entgegengeworfen – teils nachvollziehbare, häufig nicht, und allermeistens werden komplett andere Maßstäbe verwendet als bei Islam, Asyl, linksgrüne Politik, Umweltschutz etc.

  65. #72 Markweger
    30. Dezember 2018

    Wie dem Spiegel etwas aufzwingen?
    Ganz einfach.
    Zum Spiegel kann ohnehin nur jemand kommen der die links-linken Vorstellungen der Spiegel Eigentümer teilt.
    Es setzt nur voraus dass die Eigentümer mit der Politik im Bunde sind, das reicht völlig.
    Und die (Eigentümer und deren Schreiberlinge) sind offensichtlich von einer Politikerin die sich als konservativ bezeichnet aber was Nationalität betrifft eine extreme Linke ist, völlig besoffen.
    Das ist das was sie sich schon immer erträumt haben.

  66. #73 Joseph Kuhn
    30. Dezember 2018

    Ich lasse die beiden AfD-affinen Kommentare von BjörnW und Markweger mal so stehen, weil sie in geradezu unnachahmlicher Weise eine verzerrte Sicht der Welt vorführen, die sie mit anderem Vorzeichen beim SPIEGEL vermuten. Die Merkel-Ära als extrem linke oder linksgrüne Politik wahrzunehmen, ist nach VW & Co. schon eine besondere Leistung.

  67. #74 Karl Mistelberger
    30. Dezember 2018

    NSFS (not suitable for scienceblogs)

    The true story, the mayor says, is that Fergus Falls is a beautiful, lovable little town. Yes, he says, there are different political opinions and also problems. The city’s only shopping mall has moved away, some shops on Lincoln Avenue have shuttered, the train station has been out of commission for quite some time. “The people, who live here, want to live here. They chose to be here. We’re proud to live in this little town.”

    http://www.spiegel.de/international/world/fergus-falls-a-fantastic-town-a-1245308.html

  68. #75 Björn W
    30. Dezember 2018

    Danke fürs akzeptieren, aber irgendwie bezeichen alles kritische wird direkt als AFD affin diffamiert…

  69. #76 shader
    30. Dezember 2018

    @Björn W.: “Es wird nichts hinterfragt, besonders nicht die eigene Position, oder kritisch berichtet.”

    Ich glaube das der aktuellen Regierung es lieber gewesen wäre, wenn man 2018 viel weniger kritisch in den journalistischen Medien über sie berichtet hätte. Die Medien berichteten aber kritisch über sie und entsprechend sind die Stimmanteile aller drei Regierungsparteien massiv eingebrochen.

  70. #77 Markweger
    30. Dezember 2018

    Von kritischer Berichterstattung durch die Medien kann wirklich nicht die Rede sein.
    Die Kritik kommt von den alternativen Medien, weshalb die Regierung ja auch das Zensurgesetz eingeführt hat.
    Wären die Massenmedien kritisch dann wäre Schwarz-Rot sehr viel mehr eingebrochen und die Grünen wären auch nicht entfernt dort wo sie sind.

  71. #78 roel
    30. Dezember 2018

    @markweger Zensurgesetz? Glaub doch den alternativen Medien nicht alles.

  72. #79 Joseph Kuhn
    30. Dezember 2018

    @ Björn W:

    “alles kritische wird direkt als AFD affin diffamiert”

    Das ist doch Unsinn. Hier im Blog wird z.B. Spahn aktuell für seine Ideen zur Psychotherapiereform kritisiert, die CSU hat einiges für ihren Kreuzerlass abgekriegt, die SPD für ihre Feigheit, die FDP (früher) für ihre neoliberalen Sprüche, die Pharmaindustrie für ihre Studienmanipulationen, die Tabakindustrie für ihre Toten usw. – aber als AfD-affin würde ich mich nicht gerade bezeichnen. Wie schon shader schrieb, wird selbst im SPIEGEL fleißig kritisiert (von Bankenkrise bis Dieselgate) und AfD-affin ist der SPIEGEL ja auch Ihrer Ansicht nach sicher nicht.

    Wer nur noch im Binnenkonsens einer feindbildorientierten Blase lebt, risikiert einen fortschreitenden Realitätsverlust, weil die Realität nie so ganz schwarz-weiß ist, wie Feindbilder das erwarten lassen. Der Thread hier mit seiner permanenten Wiederkehr des Vorwurfs, Relotius könne es nur auf dem Boden linksgrün dominierter Medien geben, obwohl ich oben die Weltwoche zum Thema gemacht habe, ist ein schöne Demonstration dieser Ausblendung von Realität. Für manche Leute scheinen die Beiträge von Relotius für die Weltwoche (28 Beiträge, wie man liest) schlicht nicht zu existieren.

    Schema:
    A: Relotius, typisch linksgrüner Mediensumpf.
    B: Aber die Weltwoche …
    A: Relotius, typisch linksgrüner Mediensumpf.

  73. #80 Markweger
    30. Dezember 2018

    Na ja, das Feinbild ist aber bei sehr vielen die AfD und das eigentlich ganz unbegründet.
    Darüber wer da in einer Blase lebt kann man wirklich unterschiedlicher Auffassung sein.

    • #81 Joseph Kuhn
      30. Dezember 2018

      @ Markweger:

      “Darüber wer da in einer Blase lebt kann man wirklich unterschiedlicher Auffassung sein.”

      Wenn dem so ist, was schwerlich zu bestreiten ist, fragt sich, was daraus folgt. Gibt es blasenfreie Fakten, über die man sich verständigen kann, z.B. dass Relotius genauso für die Weltwoche geschrieben hat und es daher zu einfach ist, Relotios mit einem linksgrünen Medienmilieu zu erklären?

  74. #82 Frank
    30. Dezember 2018

    @Joseph Kuhn
    “Ich will Sie in Ihrer Blase nicht verunsichern, am Ende halten Sie sich noch für den von Ihnen imaginierten SPIEGEL-Leser, der nicht nachdenkt. .”
    Es gibt da auch nicht viel was ein Leser machen kann, wenn ihm eine Geschichte aufgrund einiger Details eigenartig erscheint. Was soll der einzelne Leser eigentlich machen?
    ” Interessant, wie elitär die selbsternannten Volksversteher über das Volk, in dem Fall den SPIEGEL-lesenden Teil des Volkes, denken.”
    Die Leserschaft des SPIEGELS ist überwiegend Links eingestellt. Seine Reportage oder Geschichten war für eine linke Leserschaft geschrieben. Da muss niemand viel interpretieren.
    Ich weiß nicht ob de SPIEGEL Herrn Relotius wegen Betrugs vor Gericht bringen kann, mit Sicherheit ließe sich irgendetwas finden, aber dann würde es zu einem Prozess kommen. Die Redaktion müsste dann nachweisen, dass sie das Opfer eines cleveren Betrügers war.

    Claas Relotius muss den Katholische Medienpreis zurückgeben, den er für die tränenreiche Geschichte um zwei syrische Waisen gewann. Außerdem wollen sie 5000 Euro Preisgeld zurück.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/claas-relotius-muss-katholischen-medienpreis-zurueckgeben-a-1245754.html

  75. #83 Joseph Kuhn
    30. Dezember 2018

    @ Frank:

    “Die Leserschaft des SPIEGELS ist überwiegend Links eingestellt.”

    Halblinks oder liberal. Die richtig Linken sehen ihn vermutlich als Teil der bürgerlichen Lügenpresse.

    “Seine Reportage oder Geschichten war für eine linke Leserschaft geschrieben.”

    Beim SPIEGEL ja, wie gesagt, für die gemäßigt linke oder liberale Leserschaft (und manchmal auch für Sie, Sie verlinken ja auf den SPIEGEL). Und für wen hat Relotius bei der Weltwoche geschrieben?

    “Ich weiß nicht ob de SPIEGEL Herrn Relotius wegen Betrugs vor Gericht bringen kann”

    Das weiß ich auch nicht, weil § 263 einen Vermögensschaden beim SPIEGEL voraussetzt. Aber wäre eine Anklage wegen Betrugs die Konsequenz, die Sie zufriedenstellt? Sie wollten doch einen anderen Journalismus. Wie sollte der aussehen? Nur noch Medien für eine rechte Leserschaft? Qualitätsniveau nach Maßgabe des von Markweger empfohlenen Magazins Compact? Das wäre doch vermutlich auch unter Ihrem Niveau?

  76. #84 Markweger
    30. Dezember 2018

    Halblinks oder liberal?
    Der Spiegel war bis in 90er hinein linksliberal.
    Inzwischen sind die in so ziemlich allem was sie schreiben weit links bis extrem links.

  77. #85 Frank
    30. Dezember 2018

    @Joseph Kuhn
    ” Und für wen hat Relotius bei der Weltwoche geschrieben?”
    Seine Artikel waren Interviews mit Leuten wie Ethan Hawk und andere bekannten Schauspieler. Einer seiner Interviews soll er mit Anwalt Jacques Vergès geführt haben, er bekam den Spitznamen Anwalt des Teufels. Jetzt ist allerdings fraglich ob er die Interviews geführt haben soll. Jacques Verges ist nicht mehr am Leben.

    “Aber wäre eine Anklage wegen Betrugs die Konsequenz, die Sie zufriedenstellt?”
    Den Spaß würden sich viele nicht entgehen lassen, aber es ist nicht einmal sicher , ob er überhaupt etwas illegales getan hat.
    Es ist nicht einmal sicher, ob er wegen seines Spendenaufrufs verurteilt werden kann. Im Moment will der SPIEGEL die ganze Sache vergessen, genauso wie die Weltwoche.

    “Sie wollten doch einen anderen Journalismus. Wie sollte der aussehen? Nur noch Medien für eine rechte Leserschaft?”
    Und wer soll darüber urteilen was die Wahrheiten und was alternative Fakten sind?

  78. #86 Joseph Kuhn
    30. Dezember 2018

    @ Frank:

    “Und wer soll darüber urteilen was die Wahrheiten und was alternative Fakten sind?”

    Eine interessante Frage, nicht wahr? Und interessant, dass es darauf auch Antworten gibt. Nicht nur, natürlich.

    @ Markweger:

    Wird das nicht langsam langweilig? Haben Sie keine Fragen mehr, ob die Dinge wirklich so sind, wie Sie sie sehen? Nur noch Antworten? Und dann auch noch immer die gleichen?

    “Spiegel … extrem links”

    Darum inseriert die Wirtschaft dort so gerne. Aktuelle Ausgabe Seite 2 und 3, wie in der Süddeutschen übrigens, ganzseitig: Audi. Natürlich e-tron, für die extrem linke Leserschaft, für den Diesel werben sie vermutlich in der Weltwoche. Seite 4 ganzseitig: DHL. Seite 5 rechts: VLH, Seite 9 ganzseitig: Fidelity International, und so geht das durch das ganze extrem linke Heft. Früher, als ein anderer Österreicher noch was zu sagen hatte, hätte man das als Beweis für die Verbindung von jüdischem Bolschismus (extrem links) und jüdischem Kapital (Konzerne) gesehen. Sie haben hoffentlich eine bessere Story, Hauptsache sie passt in Ihr linksphobisches Schema.

  79. #87 shader
    30. Dezember 2018

    @Markweger: “Von kritischer Berichterstattung durch die Medien kann wirklich nicht die Rede sein.”

    Ich vermute mal, dass Sie nur die explizite Forderung der Medien, die Regierung ins Gefängnis zu stecken, als “kritische Berichterstattung” anerkennen würden.

    “Der Spiegel war bis in 90er hinein linksliberal.
    Inzwischen sind die in so ziemlich allem was sie schreiben weit links bis extrem links.”

    Da müsste ja eine “Spiegel”-Partei mindestens 20% bei den Bundestagswahlen holen. Es gibt zudem ganz andere Zeitschriften, die weit links bis linksextrem stehende Menschen lesen.

  80. #88 Joseph Kuhn
    30. Dezember 2018

    Unfreiwillig gespiegelt?

    Harald Martenstein, einer von vielen Kritikern der Elche, hat heute beim Tagesspiegel eine Kolumne geschrieben: “Wer sich den ‘Spiegel’ vorhält”. Meint er damit jetzt sich, den wöchentlichen Spiegel oder den Tagesspiegel?

  81. #89 Markweger
    31. Dezember 2018

    @Josph Kuhn
    Oh die heutigen können Linken können sich gute Autos leisten. Wie gesagt, was Nationalität betrifft ist Merkel eine extreme Linke.

    @shader
    Die Grünen haben doch 20 %.

  82. #90 Wetterwachs
    31. Dezember 2018

    Joseph Kuhn #38 „Die richtig Linken sehen ihn vermutlich als Teil der bürgerlichen Lügenpresse.“

    Mit den „richtig“ Linken meinen sie nochmal wen?
    Vielleicht die Typen von Neues Deutschland?

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1108960.satire-giften-reimen-fabulieren.html *

    Die despektierlichste Verunglimpfung des Spiegels ist hier: „Kurzgeschichtenmagazin „Der Spiegel““.
    Ich habe auch den Eindruck, dass „Lügenpresse“ aktuell im Sprachgebrauch von Linken nicht auftritt. Es ist gegenwärtig eine rechtspopulistische Vokabel und wer sie heute benutzt, outet sich als brauner Verschwörungstheoretiker und Schreihals.

    * „Qualitätspresse, die: aus der Soziologie übernommene Klassifizierung desjenigen Arms des qualitätsbezogenen Printpublizismus, der mit falsch verstandenen qualitativen statt quantitativen Methoden operiert und so Ansicht mit Einsicht verwechselt.“

    „Reporterpreis, der Deutsche: prominente Auszeichnung, mit der seit 2009 fiktionale Prosatexte in deutscher Sprache geehrt werden – nicht weniger als viermal kam zum Beispiel ein Ende 2018 prominent gewordener Mitarbeiter des Kurzgeschichtenmagazins »Der Spiegel« zum Zuge. Nach Kritik an seiner Textauswahlpolitik strebt der R. nun eine Fusion mit einem 2018 ausgesetzten, nach einem schwedischen Dynamitfabrikanten benannten Literaturbranchenpreises an. So soll der Realitätsbezug unter den zu bewertenden Einsendungen gesteigert werden.“

  83. #91 Joseph Kuhn
    31. Dezember 2018

    @ Wetterwachs:

    “dass „Lügenpresse“ aktuell im Sprachgebrauch von Linken nicht auftritt”

    Das ist mir bewusst. Etwas ironische Sprachflexibilität wird hier manchmal vorausgesetzt.

    “rechtspopulistische Vokabel und wer sie heute benutzt, outet sich als brauner Verschwörungstheoretiker”

    Es gibt hoffentlich Ausnahmen. Sogar Oliver Welke hat das Wort schon mal benutzt.

    @ Markweger:

    “Merkel eine extreme Linke”

    Das ist Ihr inzwischen hinlänglich bekanntes Mantra. Bei Leuten wie Ihnen weiß ich nicht, ob ich mich über sie ärgern soll oder ob ich sie bedauern soll. Ihre Feindbilder mobilisieren zwar, damit kann man irgendwo mitmarschieren, aber sie verstellen den Blick nach links und rechts. Ihre Denkschablonen verhindern, dass Sie Fragen an die Welt haben und damit die Chance, Neues herauszufinden. Wie eine eingerostete Schraube sind Sie geistig unbeweglich geworden, eingesperrt in einem einfachen Schwarz-Weiß-Denken ohne Zwischentöne, ohne Entwicklung, ohne Perspektive. Das ist nicht konservativ, sondern festgefahren. Irgendwann waren Sie sicher mal anders.

  84. #92 Integrity
    31. Dezember 2018

    @Markweger
    Es wäre schön, wenn sie hin und wieder auf die Widersprüche eingingen, die ihnen beim Kolportieren ihres unfassbaren Unsinns aufgezeigt werden. Wird es nicht auf Dauer langweilig Diskussionen zu zersetzen und zu zertrollen?

    Zu #88
    Das sind wirklich schwere Anschuldigungen von Herrn Martenstein, wie ich finde. Wie er zu diesen Erkenntnissen kommt, bleibt leider im Dunkeln.

  85. #93 Markweger
    31. Dezember 2018

    Ich bin bestimmt nicht unbeweglich.
    Aber ich sehe die Gefahr die andere aufgrund ihrer Indoktrination von Kindheit an, nicht sehen.
    Ich bin durchaus durch die gleiche Indoktrination gegangen aber ich habe mir eine rationale Sicht der Dinge bewahrt.
    Wenn ein Auto einmal mit beiden Rädern im linken Straßengraben gelandet ist dann ist eventuell gegensteuern notwendig.
    So einfach ist das.

  86. #94 Frank
    31. Dezember 2018

    @Joseph Kuhn
    “Eine interessante Frage, nicht wahr? Und interessant, dass es darauf auch Antworten gibt. Nicht nur, natürlich.”
    Eine KI (Künstliche Intelligenz) könnte unparteiisch darüber urteilen, aber ich glaube nicht, dass die Ergebnisse vielen gefallen würde.

  87. #95 Uli Schoppe
    31. Dezember 2018

    Eine unparteiische KI? Ich lach mich schlapp.

  88. #96 Basilios
    Goblin Slayer
    31. Dezember 2018

    Sorry Frank. Auch wenn Dir das nicht gefallen wird, aber ich befürchte, daß KIs deutlich anders funktionieren, als von Dir gedacht.

  89. #97 Frank
    1. Januar 2019

    @Basilios
    Was wäre an dem Algorithmus “Bewerte die Berichte” nach dem Wahrheitsgehalt denn falsch? So eine KI hätte nicht einmal Herr Relotius täuschen können.

  90. #98 Joseph Kuhn
    1. Januar 2019

    @ Frank:

    Eine KI könnte sicher bestimmte Fakten checken, ähnlich wie eine Plagiatssoftware. In Kommentar #94 sprachen Sie aber davon, eine KI könne “unparteilich” handeln. Das kann sie nicht, das ist eine komplexe Bewertungsleistung, kein einfacher Vergleich von Tatsachenbeschreibungen in einer Reportage mit solchen in einer Art Referenzdatenbank.

    Den Wunsch danach sehe ich eher als Bankrotterklärung des Vertrauens in die Fähigkeit von Menschen, die Dinge vernünftig bewerten zu können und sich auch korrigieren zu können, wenn nötig, unter Zuhilfenahme wissenschaftlicher Verfahren. Von diesem Misstrauen in die gemeinsame Fähigkeit, vernünftig zu handeln, ist der Weg zum Vertrauen in einen Führer, der das für die unfähigen Menschen übernimmt (oder zu SciFi-Dystopien wie Skynet), nicht mehr weit, ohne Ihnen solche Erlösungsphantasien unterstellen zu wollen. Demokratie ist ein permanenter Streit unter Menschen mit all ihren Fehlern und Irrtümern um das Richtige – im Bewusstsein, dass dabei falsche Entscheidungen herauskommen können. Mehr ist nicht erreichbar.

  91. #99 shader
    1. Januar 2019

    @Markweger: “Die Grünen haben doch 20 %.”

    Sie sprachen doch von extrem links. Wo sind die Grünen extrem links? Wenn Sie die Partei dort verorten, dann sagt das eigentlich mehr über ihr eigenes politisches Koordinatensystem aus als das über die Grünen.

    “Aber ich sehe die Gefahr die andere aufgrund ihrer Indoktrination von Kindheit an, nicht sehen.”

    Yepp, so wie das Kind sagte, es sehe tote Menschen. Nicht auf jede außergewöhnliche Fähigkeit muss man sich etwas einbilden.

  92. #100 shader
    1. Januar 2019

    @Frank: “Was wäre an dem Algorithmus “Bewerte die Berichte” nach dem Wahrheitsgehalt denn falsch?”

    Ein Beispiel, bewerte mal den folgenden Satz nach ihrem Wahrheitsgehalt: Im Raum herrschte eine gespannte Stimmung.

    Berichte sind immer auch subjektive Wahrnehmungsberichte, die auf menschlichen Interpretationen beruhen. Ihnen einen Wahrheitsgehalt zuzuschreiben, ist nicht möglich. Wenn Du schon eine KI an das Problem ansetzen willst, brauchst Du auch eine logische Problembeschreibung.

  93. #101 Frank
    1. Januar 2019

    @shader
    “Ein Beispiel, bewerte mal den folgenden Satz nach ihrem Wahrheitsgehalt: Im Raum herrschte eine gespannte Stimmung.”
    Ein KI müsste dies als eine allgemeine subjektive, aber zulässige Beschreibung eines Zustandes erkennen.

    @Joseph Kuhn
    “Den Wunsch danach sehe ich eher als Bankrotterklärung des Vertrauens in die Fähigkeit von Menschen, die Dinge vernünftig bewerten zu können und sich auch korrigieren zu können, wenn nötig, unter Zuhilfenahme wissenschaftlicher Verfahren. Von diesem Misstrauen in die gemeinsame Fähigkeit, vernünftig zu handeln, ist der Weg zum Vertrauen in einen Führer, der das für die unfähigen Menschen übernimmt (oder zu SciFi-Dystopien wie Skynet), nicht mehr weit, ohne Ihnen solche Erlösungsphantasien unterstellen zu wollen”
    In vielen lebenswichtigen Bereichen haben Computerprogramm die Kontrolle übernommen, steuern Vorgänge, schlagen Alarm, wenn Dinge nicht richtig funktionieren. In meinem hypothetischen Szenario würde die KI eine Bewertung abgeben, auf Ungereimtheiten hinweisen, alles machen was ein Experte auch macht, aber die KI besäße viel mehr Informationen und Dinge für Gefühle und Politik spielten für sie keine Rolle.

  94. #102 Integrity
    1. Januar 2019

    @JK
    Ich kann ihnen in #98 nur Zustimmen. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Leider gibt es Kräfte, die das Internet sehr effektiv nutzen um Misstrauen in der Bevölkerung zu säen und existenzielle Ängste schüren um politisch Kapital daraus zu schlagen. Kräfte, die uns billige Projektionsflächen für unsere Probleme geben (Migration) und einfache Erklärungen in einer immer komplexer werdenden Welt bieten.
    Es wäre schön, wenn niemand mehr Angst vor dem sozialen Abstieg hätte. Das ist der Kern vieler Probleme nicht nur hierzulande. Wir brauchen mehr Soziales, nicht weniger.
    In diesem Sinne, ein frohes neues Jahr. Ich hoffe jeder ist gut rübergekommen.

  95. #103 RPGNo1
    1. Januar 2019

    @Markweger

    Die Grünen haben doch 20 %.

    Wo vertreten denn die Grünen heute noch extrem linke Positionen? Das mag in der Gründungsphase der Partei der Fall gewesen sein. Sie sind heute im politischen Spektrum eher im liberalen Spektrum angesiedelt, bzw. ein Kretschmann, Palmer oder Al-Wazir betonen teilweise auch konservative Positionen.

    Kann es sein, dass du 30 Jahre im Tiefschlaf oder Stase verbracht hast? Das würde deine Phobie vor allem, was nur entfernt ein “linken” Geruch hat, allerdings erklären.

  96. #104 Markweger
    1. Januar 2019

    Kretschmann und Palmer sind völlige Ausnahmen bei den Grünen, so wie Wagenknecht bei den Linken eine Ausnahme ist.
    De Rest bei denen hat den Verstand verloren.

  97. #105 shader
    1. Januar 2019

    @Frank: “…aber die KI besäße viel mehr Informationen und Dinge für Gefühle und Politik spielten für sie keine Rolle.”

    Ich glaube, in dem Halbsatz stecken zwei Missverständnisse.

    1.) KI-Systeme hätten zunächst Daten zur Verfügung. Zu Informationen werden sie erst durch Interpretation dieser Daten. Aber um diese Daten interpretieren zu können, benötigt man umfangreiches Wissen über ein Gebiet und im allgemeinen über die Menschen. Und da kommen wir zu den Gefühlen und der Politik. Ohne Berücksichtigung dieser Punkte, kann man die Bedeutung bestimmter Informationen gar nicht erfassen. Beispielweise welche Bedeutung das Treffen der koreanischen Präsidenten 2018 für die Menschen auf der Halbinsel besaß. In den Datenbanken wird man eine Auflistung der Daten zu dem Treffen finden, mehr nicht.

    2.) Ein KI-System kann nur die Daten benutzen, die in einer aufbereitenden Datenbank vorliegen. Ein Lektor oder Recherche-Mitarbeiter kann zusätzlich vorort Aussagen durch Erfragen einzelner Beteiligter herleiten. Beispielsweise ob ein fiktives Interview so in der Art überhaupt geführt wurde.

    Denken wir mal fiktiv weiter, wir hätten ein “perfektes” KI-System, das auf alle Daten zugreifen kann, die von Menschen in eine Datenbank eingetragen wurde. An welcher Stelle hätte diese KI-System Relotius überführen können?

  98. #106 shader
    1. Januar 2019

    “Kann es sein, dass du 30 Jahre im Tiefschlaf oder Stase verbracht hast?”

    Oder weitere 50 Jahre mehr. ^^

  99. #107 LasurCyan
    1. Januar 2019

    De Rest bei denen hat den Verstand verloren.

    Kennst Du den ‘Rest’ wirklich so gut, um dieses Urteil zu fällen?

  100. #108 Markweger
    1. Januar 2019

    Ich bin kein Anhänger von Extremisten.
    Aber die Massenzuwanderung von Moslems bzw. dies zu ermöglichen empfinde ich als Verrat gegen das eigene Volk. Dazu bekenne ich mich auch gerne.

  101. #109 Alisier
    1. Januar 2019

    Das Problem ist doch, dass es keinen Sinn hat, sich an Markwegern abzuarbeiten, LasurCyan.
    Ich hatte das Beispiel schon mal gebracht, aber ich möchte es hier wiederholen:
    Wozu Stockbesoffenen zuhören und versuchen ihnen argumentativ beizukommen?
    Solange sie nicht nüchtern sind, hat ein Dialog keinen Zweck. Es ist nur ermüdend, wenn keine Bereitschaft und kein Wille da ist, zu diskutieren. Oder gar die Fähigkeit sich überhaupt mit Argumenten auseinanderzusetzen.
    Ich empfehle Unnachgiebigkeit und blanke Arroganz gegenüber selbstverschuldeter Inkompetenz.
    Alles andere hat keinen Sinn.
    Wozu sollte man mit Menschen reden, die stolz darauf sind, nichts begreifen zu wollen?
    Ihnen die Füße zu küssen hilft auch nicht, wie man sieht. Zivilisierte Verachtung scheint mir die einzige vernünftige Vorgehensweise zu sein:
    https://www.suhrkamp.de/buecher/zivilisierte_verachtung-carlo_strenger_7441.html

    • #110 Joseph Kuhn
      1. Januar 2019

      @ Alisier:

      “Alles andere hat keinen Sinn.”

      Das ist eine bloße Behauptung, die auf ein Abgrenzungsmotiv hindeutet. Andere sehen das anders. Ich glaube, Du hast ein großes Bedürfnis, politisch auf der richtigen Seite zu stehen. Das kann, wenn es sich zu sehr verselbständigt, leicht die Notwendigkeit vergessen lassen, immer wieder zu schauen, wo man steht und wo die anderen stehen. In dieser Dynamik bist Du den Markwegers dieser Welt gar nicht so unähnlich.

  102. #111 Alisier
    1. Januar 2019

    @ Markweder
    Sie argumentieren rassistisch und volksverhetzend.
    Das ist strafbar, davon mal abgesehen, dass es sie disqualifiziert und als nicht sehr intelligent dastehen lässt.
    Selbst wenn ich Ihnen zugestehen würde, dass Sie Angst haben, ist das noch lange kein Grund Ihnen Ihre undifferenzierte Hetze durchgehen zu lassen.
    Das hier ist ein Rechtsstaat, und keine Spielwiese für angstgesteuerte, wild um sich schlagende, unbescholtene Menschen rassistisch beleidigende Berserker.

  103. #112 Alisier
    1. Januar 2019

    @ Joseph Kuhn
    Es ehrt Dich, diese Position zu vertreten, und die Markwegers dieser Welt nicht aufzugeben.
    Ich gebe zu, sie nicht nur aufgegeben zu haben, sondern beschlossen zu haben ihnen konsequenter als bisher entgegenzutreten.
    Ich glaube nicht, dass man durch verständnisvolles Einhegen hier viel ereichen kann. Da unterscheiden wir uns, denke ich.

  104. #113 Svenja F.
    2. Januar 2019

    Im ZDF Interviewe mit Schäuble trägt ein Kameramann Antifabandkleidung wird mehrmals vollformatig gezeigt….. jetzt stellt euch mal vor da wäre ein AFD Shirt oder der gleichen gewesen…. ZDF ist halt linksgrüne Meinungsbildung.

  105. #114 Svenja F.
    2. Januar 2019

    h**ps://w**.tagesspiegel.de/medien/unsere-besten-musikstars-aller-zeiten-boehse-onkelz-gutes-zdf-das-zweite-manipulierte-weitere-show/10204864.html

    Ein weiterer klarer Beleg für die GEsinnung

  106. #115 Alisier
    2. Januar 2019

    Wenn ein Kameramann das T-Shirt einer Punkband (In diesem Falle “Slime”) trägt, so ist es schon sehr mit den Haaren herbeigezogen, das dann mit Manipulation in Verbindung zu bringen.
    Aber so läuft das halt: alle sind irgendwie böse außer natürlich Trump, Salvini, Gauland…… Selbst wenn die sich als SS-Obersturmbannführer kostümieren würden käme lediglich ein “Ist doch bloß Karneval, was habt ihr denn bloß….?”
    Dieses mit zweierlei Maß messen ist eine gängige Taktik Svenja. Sich künstlich aufregen auch.
    Wie stehst Du eigentlich zu dem Versuch, fremd aussehende Menschen mit dem Auto zu verletzen ihren Tod in Kauf nehmend?

  107. #116 Svenja F.
    2. Januar 2019

    Wie stehst Du eigentlich zu dem Versuch, fremd aussehende Menschen mit dem Auto zu verletzen ihren Tod in Kauf nehmen…. als ob das irgendwer gut fände—-

  108. #117 Markweger
    2. Januar 2019

    Einge die sich als linke Weltenrichter ausgeben sind ganz einfach nur Moslems der 2. Generation.
    Dementsprechend extensiv einseitig ist ihre Sichtweise.

  109. #118 Alisier
    2. Januar 2019

    @ Svenja F.
    Also ich habe hier schon öfters Leute erlebt, die versucht haben, solche Taten irgendwie zu rechtfertigen. Schön, dass Du das nicht tust.

  110. #119 Svenja F_
    2. Januar 2019

    @Aliser

    Bei ausländerfeindlichen Taten ist dies doch vernachlässigbar, keine größere Gruppierung bzw, wichtige Induviduen beklatschen das, ganz im Gegesensatz zu islamisch Bedingten taten bzw anti christlichen. Das sollte zu denken geben

  111. #120 Uli Schoppe
    2. Januar 2019

    @Svenja Also ich hatte heute morgen schon 2 Begegnungen der 3. Art in der Hinsicht. Relativ unverhohlen wurde da der Volkszorn bejubelt.
    Mal davon ab hat bei uns ja direkt die Relativierung eingesetzt, gestörter EInzeltäter. Ich möchte mal die Empörung (zu Recht!) erleben wenn ich den Schlägertrupp als “Nur ein paar betrunkene Jugendliche die über die Stränge schlagen” beschreiben würde…

  112. #121 Svenja F:
    2. Januar 2019

    Die Begriffe Einzeltäter, Psychische Krank, nichts mit Islam, kein Terror, betrunken, schwierige Kindheit etc höre ich aber generell um Tagen aus dem anderem Spektrum zu beschönigen….

  113. #122 Uli Schoppe
    2. Januar 2019

    Na der Herr Einzeltäter erfüllt auf jeden Fall die Terroristendefinition

  114. #123 Alisier
    2. Januar 2019

    @ Svenja F
    Können wir uns darauf einigen, für die Taten von einzelnen Menschen nicht ganze Völkerschaften von unbescholtenen Bürgern verantwortlich zu machen, nur weil sie zufällig die gleiche Religion und/oder die gleiche Herkunft haben?
    Aus der Logik heraus wollen nämlich solche kranken Hirne Menschen totfahren, die irgendwie fremd aussehen.

  115. #124 Svenja F
    3. Januar 2019

    Das auf jeden Fall, aber man darf auch nicht verheimlichen dass gewisse Ideologien Hass und gewalt rechtfertigen und fördern….

  116. #125 Alisier
    3. Januar 2019

    Ideologien sind immer ein Problem, da stimme ich zu.
    Ob sie nun das Label rechts, links, christlich oder sonstwie tragen ist aber letztlich irrelevant aus meiner Sicht.
    Und alles was einem nicht gefällt unter Ideologieverdacht zu stellen hilft auch nicht.
    Mir wäre lieber wir würden es schaffen zu diskutieren, so wie wir es jetzt gerade tun, ohne automatisch zu vermuten, dass irgendwas verheimlicht wird.
    Es gibt gerade in unseren Gesellschaften die Möglichkeit offen zu reden und alles zu kritisieren. Wenigstens ist das meine Erfahrung.
    Dass Meinungen unterdrückt werden kann ich hier nicht erkennen. Wer das behauptet müsste es gut belegen, und bis jetzt fehlen mir die Belege für eine solche Behauptung gänzlich.

  117. #126 Svenja F
    3. Januar 2019

    “Ob sie nun das Label rechts, links, christlich oder sonstwie tragen ist aber letztlich irrelevant aus meiner Sicht.”
    Islam fällt mal wieder unter den Tisch….
    Chemitz = brutale rechte Hetzjagt.
    Bamberg = betrunkene junge Männer die über den Strang geschlagen haben.

    Sehr tendentiös

  118. #127 LasurCyan
    3. Januar 2019

    Islam fällt mal wieder unter den Tisch….

    Nein, Svenja F. Der ist unter ‘christlich oder sonstwie’ selbstverständlich mitgemeint.

    Sehr tendentiös

    Klar, nur in welche Richtung: L/R-framing bringt uns da nicht weiter. Und sonst so?

    • #128 Joseph Kuhn
      3. Januar 2019

      @ LasurCyan:

      “Svenja F” ist unser neuer Haustroll HansGeorg alias Julia alias …. Ich kann ihn leider nicht sperren, weil er über wechselnde IPs aus der ganzen Welt kommentiert. Aber löschen kann ich ihn.

  119. #129 bJÖRN w:
    4. Januar 2019

    Ich habe leider keine andere Möglichkeit, weil ich aus linksideologischen Gründen diskriminiert werde

  120. #130 Uli Schoppe
    4. Januar 2019

    Jetzt hatte ich wenigstens was zu lachen