Martin Heidegger, der manchmal raunende, manchmal offensichtlich spinnerte, zwischenzeitlich politisch irrlichternde und manchmal tiefgründige Schwarzwaldphilosoph, hat die Technik als „Gestell“ charakterisiert. Er wollte damit darauf hinaus, dass Technik die Natur „stellt“, sie herausfordert. Egal was man von dieser Begriffsprägung hält: Auch hochmoderne Technik kann als „Gestell“, ganz alltagssprachlich, in Erscheinung treten:

Diese Technik ringt der Natur erstaunliche Antworten ab und die Natur schiebt mit den Antworten zugleich neue Fragen nach, die wiederum Mensch und Technik herausfordern. Kleine Frage meinerseits: Wer weiß, was das Foto zeigt?

Kommentare (13)

  1. #1 Omnivor
    Am 'Nordpol' von NRW
    7. September 2019

    Bildersuche landet beim Roque-de-los-Muchachos-Observatorium

  2. #2 hto
    7. September 2019

    Technik ist die Krücke für Mensch, der mit der Kraft des Geistes (seines Ursprungs) wohl NIE seine instinktive Bewusstseinsschwäche, den geistigen Stillstand seit der “Vertreibung”, die konsum- und profitautistische Bewusstseinsbetäubung überwindet.

  3. #3 schlappohr
    7. September 2019

    Mein erster Tipp wäre ein Flusimulator gewesen. Einer von der Sorte wie beim DLR in Braunschweig, in dem ich mal zur allgemeinen Erheiterung einen A320 in den Boden gerammt und seitdem etwas mehr Respekt vor Berufspiloten habe.

  4. #4 schlappohr
    7. September 2019

    Flugsimulator. Sorry

  5. #5 rolak
    8. September 2019

    Flusimulator

    Schick – einmal ohne Todesgefahr die Grippe erleben :•)
    ~·~
    Erster Gedanke: Rummelplatz (liegt wohl an der just zuende gegangenen Saison), doch dafür sind zuwenig Bolzen/Schrauben, zuviele geschweißte Verbindungen zu sehen.
    Dann: Effelsberg – nicht als Ort (das dortige ist mir eher grau in Erinnerung), sondern als Thema.

  6. #6 hto
    8. September 2019

    Irgendeine astronomische Gerätschaft.

  7. #7 Joseph Kuhn
    8. September 2019

    @ Omnivor:

    Ja, es ist das Gran Telescopio Canarias: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gran_Telescopio_Canarias

    Wir haben es zum zweiten Mal besichtigt, einfach beeindruckend. Es ist mit 10,4 m Durchmesser des Hauptspiegels das derzeit größte Spiegelteleskop auf La Palma.

    Allerdings gibt es Überlegungen, das Thirty Meter Telescope in La Palma zu errichten, da es am eigentlich vorgesehenen Standort Hawaii starke Proteste der Ureinwohner gibt, die ihren heiligen Berg Mauna Kea schützen wollen. Das „Gestell“ verharrt nicht in Ehrfurcht vor der Natur, es fordert sie heraus. Die Hawaiianer sind gute Heideggerianer.

  8. #8 bote
    8. September 2019

    Ob Heidegger die Sagrada Familla in Barcelona gekannt hat ?
    Deren “Technik ” verkörpert eine Idee. Die Idee scheint mir bei Heidegger zu fehlen.
    Und Technik muss nicht als Gegenpol zur Kunst gesehen werden.
    Die Kunstwerke der Gegenwart sind oft technische Meisterleistungen z.B. die Öresundbrücke oder die Elbphilharmonie. Das Porsche Museum in Stuttgart ist auch unvergleichlich.

  9. #9 borstel
    8. September 2019

    Das klingt dann schon recht dialektisch: Technik und Natur versöhnen.

  10. #10 Alisier
    8. September 2019

    @ Joseph Kuhn
    “Martin Heidegger, der(………)manchmal offensichtlich spinnerte(……)Schwarzwaldphilosoph.”
    Dafür hätte ich jetzt aber gerne ein paar saubere Belege 🙂
    Einen weiterhin schönen und erholsamen Urlaub wünsche ich.

  11. #11 DocCarlosHealthDataConsulting
    Schwäbisch Gmünd
    9. September 2019

    Heutzutage kann man im Internet http://www.iac.es/eno.php?op1=2&op2=420&op3=56&lang=en einen Besuch im Observatorio buchen, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Wir sind 1997 im Urlaub die vielen Serpentinen https://www.openstreetmap.org/#map=14/28.7786/-17.9058 bis 2.400 m auf gut Glück hochgefahren, standen dann aber vor verschlossenen Türen. Trotzdem ein schöner Ausblick dort oben.

    • #12 Joseph Kuhn
      10. September 2019

      Ja, man muss vorbuchen, und es ist meist einige Zeit vorher ausgebucht.

  12. #13 bote
    10. September 2019

    borstel,
    es wird uns gar nichts anderes übrigbleiben, als Technik in Einklang mit Natur zu bringen. Die Großstädte werden begrünt, um das Mikroklima zu verbessern.
    In Asien baut man Flughäfen auf das Meer hinaus.
    Bis zu Unterwasserstädten ist nur noch ein kleiner Schritt, wenn uns die Klimakatastrope eingeholt hat.