Vor kurzem hatte ich hier ein paar typische Argumente der Homöopathie-Szene, warum Homöopathie wirke und von den Krankenkassen finanziert werden solle, kommentiert. Unter der Überschrift „Die populärsten Irrtümer über die Homöopathie“ gibt es auf der Seite Wisshom, der Seite mit den homöopathischen Fakten, eine Artikelreihe von Harald Walach & Co., die ihrerseits zeigen wollen, warum…

… gehen oft nicht Hand in Hand. Das war hier auf Gesundheits-Check immer wieder einmal Thema und es gibt auch einige Studien, die zeigen, dass die Inanspruchnahme alternativmedizinischer Behandlungen und Impfquoten negativ korrelieren. Seit gestern gibt es eine mehr. Da ist der „Barmer Arzneimittelreport 2019“ erschienen. Mit Krankenkassendaten werden seit Jahren interessante Analysen der Versorgungsforschung…

Nur ein Formular? In den besseren medizinischen Fachzeitschriften ist es inzwischen üblich, dass die Autoren (und Autorinnen) ein Formular zu potentiellen Interessenkonflikten ausfüllen müssen. Als Standard gelten die „Recommendations for the Conduct, Reporting, Editing, and Publication of Scholarly Work in Medical Journals“ des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE). Die Offenlegung von Interessenkonflikten ist…

… für die Wirksamkeit hochpotenzierter Homöopathika über Placebo hinaus: 1. „Es hat mir geholfen“: Die persönliche Erfahrung kann die Wirksamkeit von Arzneimitteln grundsätzlich nicht verbürgen, weil sich die persönliche Erfahrung auf das konkrete Nacheinander von zwei Ereignissen (Einnahme, Krankheitsverlauf) beschränkt. Was unter anderen Bedingungen wäre, weiß man nicht. Dazu kommt die allgemeine Täuschungsanfälligkeit der menschlichen…

Die Skeptiker haben gerade ein Interview des Hevert-Geschäftsführers Mathias Hevert mit Pharma Relations zum Thema gemacht. In dem Interview sagt Mathias Hevert: „Bei den homöopathischen Arzneimitteln unterscheiden sich die erforderlichen Nachweise wiederum je nach Schwere der Erkrankung und danach, ob eine Indikation angegeben wird. Bei zugelassenen homöopathischen Medikamenten ist ebenso ein evidenzbasierter Wirksamkeitsnachweis für eine…

Für aufgeklärte Zeitgenossen ist der Glaube an Wunder ein Grund zum Kopfschütteln. Wunder passen nicht mehr in die Zeit. Heute gründen wir Aussagen über die Welt auf Tatsachen und als Tatsachen gilt, was öffentlich nachprüfbar ist und sich ins Gesamtbild unseres Weltverständnisses fügt. Da mag es etwas paradox anmuten, dass früher durchaus auch Wunder diese…

Der Homöopathie-Hersteller Hevert versucht, wie inzwischen in vielen Medien nachzulesen, die Wirksamkeit homöopathischer Mittel juristisch nachzuweisen. Eine besondere Regelung des Arzneimittelrechts für zugelassene Homöopathika lädt den Pharmakonzern dazu ein, diesen Weg statt des üblichen Wegs über wissenschaftliche Studien zu gehen. Es lässt „Erkenntnismaterial“ der homöopathischen Tradition zu. Allerdings ist der Weg, den Hevert eingeschlagen hat,…

Prolog Vor zwei Tagen habe ich darüber berichtet, dass der Homöopathiehersteller Hevert offensichtlich austestet, inwieweit er die Diskussion um die Wirksamkeit der Homöopathie auf die juristische Bühne bringen kann. Dies droht sowohl die wissenschaftliche Diskussion als auch die Diskussion unter (potentiellen) Patient/innen zu erschweren. Nicht jeder hat wie Hevert genug Geld für komplizierte juristische Verfahren.…

Glaubenssachen werden von Glaubenswächtern verteidigt. Für Glaubenswächter ist Kritik an den Glaubenssachen Blasphemie. Das darf es nicht geben. Die Homöopathie ist so eine Glaubenssache. Zwar betonen die Homöopathen gerne, dass sie wissenschaftlich arbeiten würden und simulieren auch das wissenschaftliche Arbeiten durch seltsame Artikel oder seltsame Tagungen. Aber das, was Wissenschaft essentiell ausmacht, sich der Kritik…