ACHTUNG: Ja, dies ist ein Aprilscherz aus einer Zeit, als Aprilscherze noch lustig waren und es nicht schon täglich fake news und alternative Fakten zu lesen gab.

Dass es einen Zusammenhang zwischen unserem Bewusstsein und dem quantenmechanischen Messproblem geben könnte, habe ich ja bisher immer für eher abwegig gehalten. Ein faszinierendes neues Experiment zeigt aber, dass vielleicht doch etwas dran sein könnte.

Das Experiment wurde von der Neurophysiologin Stephanie Tuss durchgeführt. Es beruht auf dem berühmten Libet-Experiment. Dabei werden Versuchspersonen aufgefordert, zu einem beliebigen Zeitpunkt eine Handbewegung zu machen. Gleichzeitig schauen sie auf eine Uhr. Sie werden dann gefragt, bei welcher Zeigerstellung der Uhr sie ihre Entscheidung, die Hand zu bewegen, getroffen haben. Misst man die Gehirnaktivität, so stellt sich heraus, dass tatsächlich die entsprechenden Gehirnzellen, die die Bewegung veranlassen, schon aktiv sind, bevor der Versuchsperson die Entscheidung bewusst wird.

Dieses Experiment ist natürlich intensiv diskutiert worden – viele sagen, dass es ein Beleg dafür ist, dass wir keinen “freien Willen” haben, weil offensichtlich unser Bewusstsein erst dann aktiv eine Entscheidung zu treffen glaubt, wenn in Wahrheit schon alles passiert ist; andere (wie zum Beispiel D. Dennett) sehen das Problem eher in unserer Vorstellung des Begriffs “Bewusstsein”. Die neuen Experimente zeigen aber, dass es in Wahrheit eine dritte Möglichkeit gibt.

Tuss und ihr Team haben das Libet-Experiment mit hochmoderner Messtechnik wiederholt; unter anderem mittels Magnetresonanz-Spektroskopie (MRI), mit der die Gehirnfunktion genau vermessen werden kann. Auch das ist in der Vergangenheit schon gemacht worden und eigentlich erwarteten die Wissenschaftlerinnen auch keine besondere Überraschung; es ging ihnen zunächst nur darum, den Zeitpunkt der Neuronenaktivierung noch präziser zu bestimmen und die genaue Reihenfolge der Aktivierungsmuster zu beobachten. Dazu verwendeten sie einen neuartigen Ultrakurzzeit-Scanner, der von dem Physiker Eldon Tyrell entwickelt wurde. Dieser Scanner erlaubt es auch, die Hirnaktivität in Echtzeit direkt auf einem Computerbildschirm darzustellen, und zwar mit einer Verzögerung von weniger als 42 Millisekunden.

Zunächst entsprachen die erzielten Ergebnisse genau der Erwartung, die gemessenen Zeiten deckten sich genau mit dem, was man aus früheren Experimenten kannte. Doch dann gab es eine Überraschung (den genauen Ablauf der Ereignisse schilderte Tuss auf einer Pressekonferenz, das paper ist wie üblich etwas trockener in der Darstellung…): Tuss hatte die Experimente anfänglich allein durchgeführt, doch dann ihre Doktorandin A. First hinzugezogen. Erstaunt stellten sie fest, dass die Anwesenheit von First im MRI-Kontrollraum anscheinend dafür sorgte, dass die Streuung der angegebenen Zeiten der Versuchspersonen sich um ein Vielfaches erhöhte. Während die Entscheidung normalerweise etwa 200 Millisekunden vor der Bewegung bewusst wurde, wurden jetzt von den Versuchspersonen  stark abweichende Zeitangaben gemacht. Hier die entsprechende Darstellung aus dem Paper:

libet1

Obwohl der Effekt statistisch einwandfrei nachzuweisen war, war er zunächst rätselhaft. Ebenso rätselhaft war die Beobachtung, dass nach dem Experiment viele Versuchspersonen berichteten, sie seien sich bei ihrer Entscheidung oft nicht sicher gewesen, wann sie sie getroffen hätten; einige sagten sogar, sie hätten das Gefühl gehabt, die Entscheidung sei von Außen gesteuert gewesen.

Es begannen umfangreiche Versuchsreihen, in denen schließlich festgestellt wurde, dass der Effekt immer dann auftrat, wenn eine der Experimentatorinnen während des Versuches den Computermonitor direkt beobachtete.  (Dabei war es unerheblich, ob dies First oder jemand anderes war; solange Tuss die Experimente allein durchführte, war sie lediglich zu sehr mit der Kontrolle des Geräts beschäftigt gewesen, um den Monitor im Auge zu behalten.) Trotzdem blieb das Ergebnis rätselhaft, bis Tuss mit der Quantenphysikerin Amanda Bern darüber sprach. Bern erkannte sofort die Implikationen und stellte eine Hypothese auf, die die Ergebnisse erklären konnte.

Dazu brauchen wir wieder einmal die Grundlagen der Quantenmechanik. Da ich die neulich ausführlich erklärt habe, mache ich es hier kurz (und ein bisschen schlampig): Quantenmechanische Systeme können sich in einer Überlagerung aus mehreren Zuständen befinden; erst ein “Messprozess” führt dazu, dass einer dieser Zustände tatsächlich beobachtet und damit realisiert wird. Die meisten PhysikerInnen gehen davon aus, dass dieser Messprozess nichts mit dem Bewusstsein zu tun hat, sondern entweder auf einer Wechselwirkung mit einem “hinreichend großen System” beruht oder dass etwas ganz anderes dahinter steckt (wie bei der Viele-Welten-Theorie).

Berns Hypothese sieht so aus: Wenn wir die Möglichkeit einer Entscheidung haben, dann befindet sich ein Teil unseres Gehirns in einem quantenmechanischen Überlagerungszustand. Im Libet-Experiment ist dies ein Misch-Zustand aus den beiden Möglichkeiten “Muskelpotential aktiviert” und “Muskelpotential nicht aktiviert”. Beim gewöhnlichen Libet-Experiment bleibt dieser Überlagerungszustand erhalten, bis wir die bewusste Entscheidung für die Bewegung treffen. Diese Entscheidung sorgt für die quantenmechanische Messung und dafür, dass tatsächlich einer der beiden Zustände realisiert wird. Die bisherigen Interpretationen des Libet-Experiments wären demnach also beide falsch, weil sie nicht berücksichtigen, dass durch den Entscheidungsprozess der Zustand erst rückwirkend realisiert wird.

Beobachtet ein bewusster Beobachter aber das Aktivierungspotential im Gehirn, bevor die bewusste Entscheidung getroffen wurde, dann sorgt dies bereits für den Messprozess; sobald der beobachtenden Doktorandin der Messwert des Aktivierungspotentials bewusst wird, bevor die Versuchsperson sich selbst bewusst entscheiden hat, bestimmt diese Beobachtung die Messung. Die Versuchsperson hat dann keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis – das erklärt auch, warum viele Versuchspersonen das Gefühl hatten, nicht selbst die Entscheidung zu treffen. Um diese Hypothese zu testen, wurde die Computerdarstellung mit einer Zeitverzögerung versehen. Wenn die Hypothese richtig ist, dann müsste der Effekt verschwinden, wenn die bewusste Beobachtung des Monitors erst nach der Entscheidung durch die Versuchsperson stattfindet.

In dieser Grafik ist die Streuung der  Zeitangaben der Versuchsperson (also die Größe der Fehlerbalken im Bild oben) aufgetragen gegen der Zeitpunkt der Beobachtung am Computermonitor für eine Serie von 7 Versuchen (dabei wurden für jeden Messwert 5 Versuchspersonen jeweils 20 mal gemessen):

libet2

 

Man erkennt deutlich, dass sich die Streuung (Standardabweichung) massiv verringert, sobald die Beobachtung hinreichend spät stattfindet, nämlich nach dem Zeitpunkt, zu dem die Versuchsperson die Entscheidung selbst getroffen hat. Damit ist eindeutig gezeigt, dass tatsächlich die Beobachtung des Computermonitors einen Einfluss auf die Wahrnehmung der Versuchsperson hat.

Wichtig ist dabei, dass anscheinend bis zur Beobachtung durch die Experimentatorin bzw. zur Entscheidung durch die Versuchsperson das gesamte System aus Gehirn, MRI-Scanner und Computer in einem quantenmechanischen Überlagerungszustand erklärt, etwas, dass bisher für nicht möglich gehalten wurde. Der Quantenphysiker Anton Spaltinger sagte dazu “Das wäre ein unglaublich überraschendes Ergebnis; Schrödingers Katze würde damit quasi Wirklichkeit.”

Natürlich sind noch weitere Experimente notwendig, um den Effekt zu untersuchen. Er erlaubt aber auch, eines der größten Rätsel der Physik, den quantenmechanischen Messprozess, nun auf ganz andere Weise als bisher experimentell zu testen. Man darf gespannt sein.

                                

Stephanie Tuss, April First, Amanda L. Bern

“Observer-induced quantum mechanical state collapse in the Libet experiment”

Journal for exact results in philosophy, vol 1, p. 1 (2013)

Kommentare (54)

  1. #1 Daniel Elstner
    Berlin
    1. April 2013

    April, April! 🙂

    War aber gut, ich habe es beinahe geglaubt.

  2. #2 Chemiker
    1. April 2013

    Ich bin heute eigentlich nur wegen dieses lang erwarteten Artikels in Internet-Café gekommen.

    Hat sich gelohnt! Lieben Dank dafür!

  3. #3 enbeh
    1. April 2013

    Oh Mann, ich war gerade dabei, rot anzulaufen und eine gesalzene Replik zu verfassen. Der war gut!

  4. #4 michiS
    1. April 2013

    QUANTON wird auch schmunzeln.. 🙂 …super gefallen mir auch die Grafiken !
    THANKS !

  5. #5 threepoints...
    1. April 2013

    Stellt euch vor, man würde die Realität in einen Aprilscherz verpacken.

  6. #6 Thomas
    1. April 2013

    Ich hab’s geglaubt, bis ich “Anton Spaltinger” las.^^
    😉

  7. #7 MartinB
    1. April 2013

    @Thomas
    Ja, auch die Namen der Autorinnen der Studie (vom Journal ganz zu schweigen) sollten einen kleinen Hinweis geben…

  8. #8 nordlicht
    1. April 2013

    Thanks, made my Day!

  9. #9 Curious.Sol
    1. April 2013

    “Journal for exact results in philosophy”

    😀

  10. #10 rolak
    1. April 2013

    bis “Anton Spaltinger”

    Ätsch, Thomas kennt den Klingenläufer nicht :p

    Nur noch ein bißchen mehr vom Bisherigen (zB) und ich beweise ganz elegant sämtliche Hypothesen des posts.

  11. #11 MartinB
    1. April 2013

    @CuriosSol
    Beachte Bitte Bandnummer/Seitenzahl 😉

  12. #12 Matthias Urlichs
    Nürnberg
    1. April 2013

    OK … so weit, so aprillig.

    Macht aber bitte mal jemand tatsächlich einen derartigen Versuch, wenn irgend möglich?

  13. #13 threepoints...
    1. April 2013

    @ Matthias Urlichs
    Nürnberg
    1. April 2013

    -> ich will dabei sein…. als Objekt dritter Ordnung….

    ich will ja beobáchten, nicht beeinflussen…!

    —–

    Nach dem rituellen Beitrag wäre also das Gehirn eine Art Antenne, die Informationen im Kortex empfängt und im lymbischen sendet.

    Aber Quantenmechanik soll ja nichts mit Informationsübertragung zu tun haben… sondern mit “Erstellung” / “Erzeugung” / “Realisierung” derer an mehr als einem Ort im Raum.

  14. #14 Ex-Esoteriker
    2. April 2013

    WOW, war kurz davor, es zu “glauben”, bis ein Kommentator meinte, dass es nur ein Aprilscherz war, aber sehr gut “geschwurbelt” 🙂

  15. #15 Volker Distelrath
    Waakirchen
    2. April 2013

    @martin
    Bitte blogge ein Foto von April First, oder trägt sie eine Brille, vom dauernden in-den Monitor-starren?

  16. #16 MartinB
    2. April 2013

    @Volker
    Ich fand die Namen ihrer Kolleginnen ja eigentlich noch netter…

  17. #17 Niels
    2. April 2013

    @MartinB
    Stephanie Tuss und Amanda L. Bern kapier ich nicht?

  18. #18 Kosta
    2. April 2013

    @Niels

    Stephanie Tuss – S. Tuss – Stuss
    Amanda L. Bern – A. L. Bern – Albern

    🙂

    Hab aber auch erst einen Moment nachdenken müssen. A. First war ja doch recht offensichtlich.

    Danke für den überaus netten Artikel. Die Art, wie er geschrieben ist, erweckt erst mal einen sehr plausiblen Eindruck. Und ich muss gestehen, dass ich auch zunächst völlig verblüfft gestaunt hab bevor ich dahinter gestiegen bin.

  19. #19 MartinB
    2. April 2013

    @Kosta
    Ja, nach einer Weile war ich selbst verblüfft, wie plausibel die Hypothese klang. Vielleicht sollte es doch mal einer nachmessen, man weiß ja nie…?

  20. #20 Franz
    2. April 2013

    Seit mehr als 30 Jahren versuche ich ein Beispiel für das berühmte Shakespeare Zitat: Es gibt Dinge zwischen Himmel…. usw zu finden.
    Ich hab mich schon gefreut, denn das hier wär mal eins gewesen …… wieder nichts, Mist.
    Meine Meinung wurde wieder mal zementiert:
    Alles was zu diesem Zitat passt ist Betrug 🙂

  21. #21 MartinB
    2. April 2013

    @Franz
    Beispiele gibt es schon – aber immer nur temporär, weil die Schulbildung sich halt weiterentwickelt. Aber von 100 Jahren hätte sich niemand die Quantenmechanik träumen lassen, vor 120 die RT, vor 200 die Evolutionstheorie.

  22. #22 Gustav
    2. April 2013

    Die Namens warens nicht, die mir dann die Gewissheit brachten, nachdem ca. bei der Mitte des Textes ernste Zweifel auftauchten. Es war: “Journal for exact results in philosophy”… 😉

  23. #23 Schwurbler
    2. April 2013

    Wetten, dass dieser Bericht nächste Woche auf den bekannten Seiten als Beweis für die Funktionsweise diversen Esoterikkrams zitiert wird?

  24. #24 MisterSinister
    3. April 2013

    Erinnert mich irgendwie an das hier 😀

    https://philpapers.org/archive/MEIPCF.1.pdf

  25. #25 MartinB
    3. April 2013

    @MisterSinister
    Und ich fürchte, das war kein Aprilscherz (den Endlossatz auf S. 4 zu parsen ist mir nicht gelungen…).
    Ich habe versucht, das angesprochene Experiment mit dem Doppelspalt (Buks, Weizmann-Institut) im Internet zu finden, aber ohne Erfolg (eine Quelle ist dafür ja auch nicht angegeben).

  26. #27 MartinB
    3. April 2013

    @roel
    Danke für’s suchen (mein google glaubte bei “buks” immer, ich meine “books”…) – das hat dann also nichts mit Bewusstsein oder so zu tun, sondern ist ganz normale Quantenmechanik.

  27. #28 roel
    *****
    3. April 2013

    @MartinB da habe ich für dich ein neues Doppelspaltexperiment. Wenn du Buks genau zwischen zwei Spalten schießt, etwa so “Buks”, kommen nur Buks durch. Wenn du Buks nicht zwischen die Spalten schießt, etwa so Buks, kommen Books und Buks zurück.

  28. #29 MartinB
    3. April 2013

    @roel
    Ah, das wusste ich nicht, dass google seine kluge “Ich-weiß-was-du-willst”-Politik bei anführungsstrichen ausschaltet.

  29. #30 Wilhelm Leonhard Schuster
    4. April 2013

    Nun weiß ich endlich warum es quantenmechanisch so schwierig, ist mit meinem Auto durch den Doppelspalt
    (Linke Spur rechte Spur ) zu kommen.Ständig diese
    Entscheidungen” rechts- links” und dieses unmittelbar vor den Augen -kein Wunder, daß das Hirn Drehwurm bekommt und quantenmechanisch müde wird.
    Ich kann nur zustimmen:Mein Aktionsvermögen ändert sich stark, wenn rechts neben mir die Partnerin mitmisst ,wo das Auto hin soll!

  30. #31 volker
    Waakirchen
    4. April 2013

    Den Zeilinger/Spaltinger fand ich auch erwähnenswert gut.
    Hoffentlich ist der Meinungs-A. Zeilinger nicht in seiner Zustimmung gespalten. Vermutlich sitzt er mit “verschränkten” Armen da und wartet, bis seine Makros über die Donau zurückkommen.

  31. #32 threepoints...
    4. April 2013

    Schön der Zeilinger paltet Licht. Aber noch besser wäre wohl als Name “Quantinger” gewesen – für den Quantenspezialisten aus Österreich.

  32. #33 Werner
    5. November 2015

    Uff, ich hätte auch gleich die Kommentare lesen sollen! Aprilscherz! Trotzdem so plausibel und aussagekräftig, dass man wirklich mal nachmessen sollte. 🙂

    https://weltanschauung-inspiration.blogspot.com/2015/05/willensfreiheit-und-libet.html?showComment=1434798161745#c2202018468231595778

  33. #34 Josef Steiner
    12. Dezember 2016

    Wie wurde der Beginn der Observation gemessen? Ich nehme an mindestens so genau, wie der Zeitpunkt der Entscheidung, sonst wäre das Ergebnis ein Durcheinander. Die 20 gleichen Observ.-Beginn-Zeiten für die 7 Punkte sind wohl aus einer Menge von Messungen ausgewählt worden, diese Zeit ist nämlich nicht “einstellbar”, wenn ich den Ablauf richtig verstanden habe. Konnten so enge Zeiten ohne Info-Austausch zwischen Observer und Versuchsperson überhaupt erreicht werden?

  34. #35 rolak
    12. Dezember 2016

    Wie .. gemessen?

    Mit einem dieser frühviktorianischen Kalender, Josef, die direkt nach dem Ende des ersten Quartals ungemein genau werden.
    btw: The Observer is controlled by the Guardian.

  35. #36 MartinB
    12. Dezember 2016

    @JosefSteiner
    Ja, das sind alles interessante Fragen, über die ich mir damals, am 1. April, gar keine Gedanken gemacht habe 😉

  36. #37 Josef Steiner
    12. Dezember 2016

    @MartinB
    Aber ohne diese Einzelheiten zu kennen, kann ich die Ergebnisse entweder glauben oder nicht. Wie viele Ergebnnisse werden getürkt, um den Ruf zu verbessern! Gibt es darüber keine Paper, wo man nachforschen kann? Irgendwo sind die Versuche doch beschrieben. Da stehen bei einer gründlichen Arbeit nicht nur die Ergebnisse.
    Es ist übrigens interessant (oder traurig?),dass viele auch ernsthafte Fragen nur dafür geeignet sehen, dass sie damit Spaß treiben. Oder ist es so, dass man unbedingt was schreiben will, und was klügeres will aus dem Gehirn einfach nicht heraus?

  37. #38 Schlotti
    12. Dezember 2016

    @Josef Steiner:

    Es ist übrigens interessant (oder traurig?),dass viele auch ernsthafte Fragen nur dafür geeignet sehen, dass sie damit Spaß treiben.

    Humor scheint nicht so Ihr Ding zu sein…

    Die Redensart, jemand “in den April zu schicken” ist seit 1618 für Deutschland überliefert, wie man hier nachlesen kann.

    Selbst wenn man diese Tradition nicht kennt hätten schon die Namen der Autorinnen aufhorchen lassen können:
    Stephanie Tuss, April First, Amanda L. Bern
    Auch beim Namen des Journals hätte es klingeln können:
    “Journal for exact results in philosophy, vol 1, p. 1 (2013)”

    Ebenfalls war die Antwort von MartinB auf Ihren Kommentar

    Ja, das sind alles interessante Fragen, über die ich mir damals, am 1. April, gar keine Gedanken gemacht habe

    ein Wink mit dem Zaunpfahl.

    Sie haben sich – tut mir ja leid – ganz gehörig blamiert. Sowas kann passieren. Manchmal biegt man halt gedanklich falsch ab.

    Sollten Sie aber jetzt immer noch nachsetzen, sich also über den Beitrag zu einem nicht existierenden Paper aufregen, nachdem Ihnen nunmehr erklärt wurde, dass Sie einem am 1. April durchaus üblichen Scherz aufgesessen sind, sind Sie disqualifiziert.

    Ihr Nickname gewönne dann eine neue Bedeutung dahingehend, dass Sie womöglich ein Anhänger dieses Unfugs des Herrn Steiner sein könnten.

    Was Sie erst recht nicht ernstzunehmender machen würde…

  38. #39 rolak
    12. Dezember 2016

    Anhänger

    Die hängen an Rudi, Schlotti.

  39. #40 erik||e oder wie auch immer . . . ..
    13. Dezember 2016

    @Schlotti
    @rolak
    . . . .. man kann es Unfug nennen, was Herr Steiner von sich gegeben hat. Seine Vorträge druckreif vorzutragen . . . .. Respekt! Meine Erfahrungen mit der Steinerschen Philosophie sagen mir . . . .. sie funktioniert. Wieso haben sie andere Erfahrungen gemacht?

  40. #41 rolak
    13. Dezember 2016

    druckreif vortragen

    Selbstverständlich, erik, es ist schon entscheidend für das Geschmackserlebnis, wenn zB Kiwis aus lokalem Anbau (wie aktuell die von meiner Schwester) aus dem NachreifeBeutel erst dann den Gästen vorgetragen werden, wenn sie mittels Druck als reif getestet wurden.

    Wieso haben sie andere Erfahrungen gemacht?

    Das dürfte daran liegen, daß nicht alle Leben exakt gleich verlaufen.

  41. #42 MartinB
    13. Dezember 2016

    @schlotti, rolak
    Ist nicht das erste Mal, dass jemand auf einen alten Aprilscherz reinfällt; ich würde das nicht überdramatisieren oder zu sehr ins lächerliche ziehen (wer weiß, wann ich das nächste Mal auf nen guten Aprilscherz reinfalle…).

  42. #43 erik||e oder wie auch immer . . . ..
    13. Dezember 2016

    @rolak
    . . . .. ” nicht alle Leben exakt gleich verlaufen.”
    Bravo, diese wohlformulierten Worte spiegeln sich in der Philosophie des Rudolf Steiners. Viele Grüsse an die Schwester. 😉

  43. #44 rolak
    13. Dezember 2016

    würde das nicht

    Macht ja auch keiner, MartinB, wir versuchten doch alle nur mehr oder weniger nüchtern deutlich zu machen, warum die Frage nach dem tieferen Sinn sinnleer ist.
    Und betriebliche Zusammenhänge im Verlagswesen sind doch auch interessant…

  44. #45 MartinB
    13. Dezember 2016

    @rolak
    Insbesondere Schlottis Kommentar war aber schon arg sarkastisch – und “ganz gehörig blamiert” hat sich Josef auch wirklich nicht es gab hier ja noch mehr Kommentatorinnen, die auf den Scherz reingefallen sind oder fast wären, und sicher noch einige, die nicht kommentiert haben.
    Und mein Wink mit dem Zaunpfahl (“damals am 1. April”) hilft auch nicht immer, wie man beim Eisenbahn-Scherz gesehen hatte…

  45. #46 rolak
    13. Dezember 2016

    arg sarkastisch

    Wohl wahr, MartinB, doch eben nicht lächerlich gemacht (trotz (zumindest hier) Feixens beim Tippen) oder überdramatisiert (imho trotz des unangemessenen ‘gehörig blamiert’).

    Zaunpfahl

    Eindeutig nicht immer wirksam – irgendwann bei Besuch eines Bruders, auf einem kleinen Ausflug nach Bamberg, beim Suchen einer unscheinbaren Abzweigung kam auf seine Frage ‘Was heißt denn ERH?’ nur ein lenk-mich-nicht-ab-schnell rausgekrümeltes ‘Erlanger Hinterland’. Hat fast 20 Jahre gedauert bis mir auffiel, daß er das tatsächlich für ernst genommen und seitdem auch gegen jede Gegenrede tapfer weitergegeben hatte.
    Und selbstverständlich bin auch ich schon ein paar Mal auf Aprilscherze reingefallen, allein mir fehlt der starke Glaube, so daß jeweils schon erste Anmerkungen zur Aufklärung führten.

  46. #47 Josef Steiner
    14. Dezember 2016

    #35 …#46
    Es freut mich, dass ich nach einem Jahr Kommentar-Pause wieder “Leben in die Bude” gebracht habe. Wie wenn die ganze Schar darauf gewartet hätte, endlich wieder mal lachen zu können. Nicht, damit Ihnen das Lachen vergeht, lachen ist gesund, sondern einfach dass Sie wissen wie es war:
    Gleich beim ersten Lesen las ich bewusst oben “1.Apr.2013”, und im Kommentar von MarrtinB vor 2 Tagen habe ich es auch nicht überlesen. Im letzten Kommentar vor meinem #33 steht sogar das Wort “Aprilscherz”. Ich überlegte noch, ob ich MartinB darauf anspreche, aber dann kamen mir Zweifel, ob er nicht beleidigt wird, dass ich seine wissenschaftliche Tätigkeit ins Lächerliche ziehe. Ich wollte einfach nicht glauben, dass in solchen Rahmen Aprilscherze gemacht werden. In einer anderen Diskussion von MartinB ging es ernsthaft zu, auch wenn auch dort unreife und nicht lesenswerte Kommentare nicht gefehlt haben.
    Für Sie ist es aber besser, wenn Sie diesen letzten Absatz einfach nicht glauben, weil Sie dann besser lachen können, und das wünsche ich Ihnen, umso mehr, weil schließlich ich bin der einzige, der es wirklich weiß, wie es war. Die Freude der anderen sollte man nie beneiden. Der richtige Weg ist, sich mitzufreuen. Hoffentlich können Sie sich auch über meine Freude freuen.
    Freundlicher Gruß

  47. #48 MartinB
    14. Dezember 2016

    @Josef
    “Ich wollte einfach nicht glauben, dass in solchen Rahmen Aprilscherze gemacht werden.”
    Warum nicht? Wissenschaft darf auch mal albern sein, zumal, wenn man damit noch etwas vermitteln kann (und das Nachdenken über die Frage, ob das, was ich hier präsentiere, nicht zumindest denkbar ist, ist sicher nicht verkehrt…)

  48. #49 Alderamin
    14. Dezember 2016

    Sogar in der Bild der Wissenschaft gab’s im April einen Artikel: “Mission Possible: Amerikaner wollen auf der Sonne landen”. Und eine metallene Fahne abwerfen.

  49. #50 MartinB
    14. Dezember 2016

    @Alderamin
    Und Spektrum der Wissenschaft hatte mal einen ausführlichen Artikel über einen Vogel, der ein Zielscheiben-Muster auf seinem Körper hat und bei dem sich per natürlicher Auslese wegen der vielen Jäger jetzt ein Muster durchsetzt, wo die Ringe so verschoben sind, dass der Mittelpunkt nicht mehr auf dem Körper liegt. Die neue Art hatte auch ein eigenes Rufsignal entwickelt, das wie “ätsch-daneehm” klang…

  50. #51 Steinkauz
    14. Dezember 2016

    …und was ist, wenn einem Schrödingers Katze akustisch begegnet?

  51. #52 MartinB
    14. Dezember 2016

    Dann hört man sie miauen – oder auch nicht?

  52. #53 Josef Steiner
    15. Dezember 2016

    Ich habe natürlich nichs dagegen, dass die Wissenschaft manchmal albern ist (nicht die Wissenschaft, sondern die Menschen), und dafür habe ich (und hoffentlich nicht nur ich) auch volles Verständnis, dass die Grenze der Albernheit, wobei einer noch lachen kann, für jeden Menschen bei unterschiedlicher Tiefe liegt. Ich will aus den letzten Kommentaren dafür keine Beispiele nennen. Jeder ist so, wie ihn sein Schicksal geformt hat, und kann sich nur danach verhalten. Auch Einstein hat mal danebengegriffen.
    Mathias Claudius hat in seinem Abendlied (Der Mond ist aufgegangen…) dafür einen schönen Vers geschrieben. Ich bringe ihn damit die Wissenschaft nicht nur albern, sondern auch ein bisschen dichterisch wird:
    Seht ihr den Mond dort stehen? / Er ist nur halb zu sehen / und ist doch rund und schön!
    So sind wohl manche Sachen, / die wir getrost belachen, / weil unsre Augen sie nicht sehn.

  53. #54 MartinB
    17. Dezember 2018

    Hier wurden zwei Kommentare gelöscht – im Internet unter falschem Namen aufzutreten ist nichts, was ich hier auf meinem Blog haben möchte.