Zugegeben ist das ganze eine Spekulation – das paper bemüht das berühmte Sherlock-Holmes-Prinzip (wenn das Unmögliche ausgeschlossen ist…), um sie plausibler zu machen. Ob Tyrannosaurier wirklich mit OC-Bällen und anderen Knochen gespielt haben, ist also nicht eindeutig – aber unwahrscheinlich ist es nicht. Nach welchen Regeln allerdings die Dino-Bundesliga gespielt wurde (oder ob man damals lieber allein spielte), werden wir vermutlich so schnell nicht herausbekommen. (Ebenfalls nicht herausbekommen werde ich etwas anderes: Nämlich das Bild in meinem Kopf, dass einen T. rex zeigt, der ähnlich wie eine Katze hinter seinem Ball hertobt…)

                 

Bruce M. Rothschild (2014): Unexpected behavior in the Cretaceous:
tooth-marked bones attributable to tyrannosaur play, Ethology Ecology & Evolution,

DOI:10.1080/03949370.2014.928655

Dem paper hätte übrigens ein wenig Korrekturlesen gutgetan; zumindest ein Absatz taucht doppelt auf, das sollte eigentlich ja nicht passieren…

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Kommentare (15)

  1. #1 Florian Freistetter
    11. September 2014

    “Ja, o.k., ich geb’s zu, die Titelzeile erfüllt vermutlich Florians Kriterien für eine schlechte Wissenschaftsschlagzeile”

    Buh!!

    😉 – nein – Die Schlagzeile ist ja nicht direkt irreführend; das passt schon.

  2. #2 Bernd
    11. September 2014

    Der geheimnisvolle Knochen ist der Hinterhauptshöcker (Condylus occipitale auf fachsprachlich, je 2 pro Genick) und ist eigentlich kein eigenständiger Knochen, sondern Teil des Hinterhauptsbeins.

    Und die Überschrift finde ich richtig knorke! 🙂

  3. #3 MartinB
    11. September 2014

    @Florian
    War nicht ganz ernst gemeint – ich bastelte gerade nur die Titelzeile und musste an deine Serie denken (und es schadet ja auch nix, mal die Blogger-Kollegen zu verlinken $$$)

    @Bernd
    Bei den Dinos (besonders den ceratopsiern) ist das aber schon ein ziemlich massives teil. Aber danke für’s fachwort – “Hinterhauptshöcker”.

  4. #4 sowhat
    11. September 2014

    @Florian
    War nicht ganz ernst gemeint – ich bastelte gerade nur die Titelzeile und musste an deine Serie denken (und es schadet ja auch nix, mal die Blogger-Kollegen zu verlinken $$$)

    Hr. Freistetter ist Freiberufler. Leicht hat er es wohl nicht (mit den €€€).

    Zum Thema: Könnten die Bißspuren nicht auch vom Wegschleppen der Beute kommen oder einfach vom Zubeißen beim Beutefang?
    Gegen die Variante “Ballspielen” spricht meiner Meinung nach, daß hierfür ja jeder beliebige (einigermaßen passende) Knochen genommen hätte werden könnte. Es wird aber vermutlich nur einen Fund geben, aber die Dinos (oder der Dino) hätten ja den Knochen wechseln können.

    Steht vielleicht ja alles im paper, habs aber (noch) nicht gelesen.

    PS: Für dich vielleicht Interessant:
    Größter bekannter Raubsaurier jagte im Wasser
    Die Dinos sind an sich ja schon cool, die Dedektivarbeit aber genauso.

  5. #5 sowhat
    11. September 2014

    @myself
    Hätte anders aussehen sollen. Zitat:

    “@Florian
    War nicht ganz ernst gemeint – ich bastelte gerade nur die Titelzeile und musste an deine Serie denken (und es schadet ja auch nix, mal die Blogger-Kollegen zu verlinken $$$)”

    und der Rest normal. Sorry.

  6. #6 MartinB
    12. September 2014

    @sowhat
    “Hr. Freistetter ist Freiberufler. Leicht hat er es wohl nicht”
    Stimmt wohl – die paar millicent, die ein Link auf meinem Blog ihm bringen, machen aber wohl keinen großen Unterschied, insofern waren die $-Zeichen eher humorvoll gemeint. Leben kann florian allein von Blogschreiben vermutlich nicht.

    “önnten die Bißspuren nicht auch vom Wegschleppen der Beute kommen oder einfach vom Zubeißen beim Beutefang?”
    Warum sollte aber gerade ein Knochen wie der OC oder ein dünner Oberarmknochen mehrere solcher Spuren aufweisen? Zumal man beim Zubeißen und Wegschleppen auch eher einzelne Spuren erwarten würde. Und zumindest beim OC würde das Wegschleppen nur Sinn ergeben, wenn noch ein Stück vom Schädel dranhängt – man findet diese Knochen mit den Bissspuren aber bevorzugt allein. (Wobei ich einschränkend allerdings sagen muss, dass das paper hier keine detaillierte Datenanalyse präsentiert.)

    Danke für den Spinosaurus-Link, ich glaube, da wird es heute oder Morgen mehr Details geben. Dass Spjnosaurier prinzipiell im Wasser jagten, ist nicht so neu; wenn sie aber wirklich gute Schwimmer waren, dann wäre das schon was. Mal sehen, ob es dazu eine echte Publikation gibt.

  7. #7 thorsten heitzmann
    12. September 2014

    Angeblich wurden neben einer T. rex Fundstelle auch versteinerte Netze gefunden.
    Die hatten schon eine NBL.

    Leider sind unsere Grundlagenforscher weniger am Ball.
    http://fm4.orf.at/stories/1734585
    und
    http://cdvolko.blogspot.co.at/2014/07/gibt-es-paradoxien.html

    MfG.

  8. #8 thorsten heitzmann
    12. September 2014
  9. #9 MartinB
    13. September 2014

    @thorsten
    Die links habe ich nicht verstanden., Haben die irgendwas mit diesem text hier zu tun?

  10. #10 thorsten heitzmann
    13. September 2014

    Nein.
    Aber mit meiner Aussage, dass die Grundlagenforscher “weniger am Ball sind”.

    Und übrigens sind die Kommentare unterhalb der erwähten Blogeinträge bewiesen.
    Auch wenn selbsternannte und verblendete “Grundlagenforscher” das nicht wahrhaben wollen !

    MfG.

  11. #11 MartinB
    13. September 2014

    @Thorsten
    “Nein.”
    Warum postest du sie dann hier?
    “Und übrigens sind die Kommentare unterhalb der erwähten Blogeinträge bewiesen.”
    Dieser Satz ergibt keinen Sinn (die Kommentare sind bewiesen?)

    “selbsternannte und verblendete “Grundlagenforscher” ”
    Wieder mal ne langweilige “Ach-Ihr-Wissenschaftler-Seid-Alle-Verblendet”-Tirade? Gääääähn.

  12. #12 thorsten heitzmann
    13. September 2014

    Die Aussagen der Kommentare sind (z.T. auch experimentell) BEWIESEN !
    Ganz ohne bescheuerter Wortklauberei.

    Es ist irrelevant ob Sie diese Links verstehen.
    Begabtere Leser realisieren diese Erklärungen und setzen hoffentlich etwas in Bewegung.

    Und Hass-Tiraden kommen zumeist von denen die nicht mithalten können (oder nicht wollen).
    Wer steht schon gerne als belämmert da.

    MfG.

  13. #13 MartinB
    13. September 2014

    @Thorsten
    KLar, einen psychisch kranken menschen wie Gödel als “irre” abzutun (als ob seine Sätze nicht nachprüfbar wären) ist natürlich ein super-Beweis; auch generell sympathisch, psychische Krankheit als Stigma zu benutzen.

    Man könnte natürlich (ähnlich wie bei dem Kommentar bezüglich Lemaitre) auch die Schlussfolgerung ziehen, dass es der Wahrheit und der Wissenschaft egal ist, wer eine korrekte Behauptung aufstellt, aber das wäre wohl nicht “kritisch” genug…

    Bitte hier nicht mehr posten, Kommentare wie deine verschwenden wirklich nur Ressourcen.

  14. #14 hubert taber
    14. September 2014

    http://scienceblogs.de/chevoja/2014/06/16/der-sinn-im-eiswuerfel/#comments

    auch dieser link betrifft nicht ballspielende saurier.
    aber sehr wohl dein fach !

  15. #15 MartinB
    14. September 2014

    @Hubert
    Danke, da postet also jemand willkürlich Kommentare unter unpassende Texte. Werd’ ich dann in Zukunft wohl einfach löschen.