Tatsächlich: die Auflösung meines kleinen Physikrätsels war mein 500. Blogartikel.

Ganz ehrlich – als ich mit dem Bloggen anfing, hätte ich das nicht gedacht. Ich erinnere mich, wie ich im Urlaub drüber nachdachte, ob ich nicht auch mal einen Blog anfangen sollte, und mich fragte, ob ich dazu überhaupt genügend Material finden würde. Also kramte ich meinen Notizblock raus und machte eine Liste von Themen. Es kamen so etwa 20 oder so zusammen – “das reicht ja erst mal für den Anfang” dachte ich. Kurze Zeit später schickte ich eine mail an den damaligen Redakteur Marc Scheloske und kurz danach war ich offiziell Scienceblogger. Mein erster Artikel war übrigens der hier, den hatte ich schon während des Urlaubs geschrieben, aber als Einstiegsartikel fand ich ihn nicht so passend. (Einige der Themen auf der ursprünglichen Liste sind übrigens noch offen…)

Relativ schnell kristallisierte sich die Mischung heraus, die immer noch blogtypisch ist – aktuelle Veröffentlichungen (auch und gerade über Dinos und andere Urviecher), Artikel, in denen ich Grundlagen (besonders in der Physik) auseinandernehme, und die irgendwie immer zu endlos langen Serien ausarten, und dann noch ein bisschen was von allem, das mir gerade auffällt oder mich beschäftigt (auch das mit der geschlechtergerechten Sprache und meiner momentanen Marotte, alles im Femininum zu schreiben, geht ja auf die Anfänge der Blogzeit zurück).

Über Wissenschaftskommunikation wird ja gern und viel diskutiert. Ich habe schon öfter gesagt, dass ich solche Diskussionen eigentlich meist langweilig finde – trotzdem bin ich natürlich hier auf dem Blog auch “Wissenschaftskommunikatorin” und kann natürlich auch einmal darüber nachdenken, was mir dabei eigentlich wichtig ist.

Zum einen muss man sich meiner Ansicht nach ganz klar darüber sein, dass man auch bei der populärwissenschaftlichen Darstellung von Wissenschaft auf ganz unterschiedlichem Niveau agieren kann. Bei meinen Beträgen beispielsweise zur Quantenmechanik gibt es sehr einfache Darstellungen, aber auch solche, die schon dicht an dem dran sind, was man an der Uni lehrt. Bei Diskussionen über Wissenschaftskommunikation wird oft alles in einen Topf geworfen und so getan, als gäbe es das eine Patentrezept für alles. Ich denke aber, jeder Blog muss gewissermaßen seine ökologische Nische finden – nicht alles kann und muss allen gefallen.

Aber egal auf welchem Niveau ich gerade schreibe, eins ist mir wichtig: Das, was ich schreibe, muss stimmen. Viele Veranschaulichungen (wie das berühmte “Gummituch” der Allgemeinen Relativitätstheorie) mag ich nicht besonders, weil sie, wenn man sie zu Ende denkt, nicht funktionieren. (Warum sollte auf einem gekrümmten Tuch ein Objekt anfangen, sich zu bewegen, wenn es anfangs in Ruhe ist?) Erklärungen dürfen (und müssen manchmal) vereinfachen, aber möglichst nicht so weit, dass sie falsch werden, auch wenn das entstehende Bild noch so anschaulich ist. Und wenn man eine sehr simple Veranschaulichung verwendet, dann sollte man es in meinen Augen unbedingt dazu sagen und davor warnen, das Bild zu ernst zu nehmen.

Und gerade hier sehe ich in der Wissenschaftskommunikation oft eine Lücke. Einfache, populärwissenschaftliche Erklärungen mit Gummitüchern oder virtuellen Teilchen, die sich Energie aus dem Vakuum ausleihen, findet man viele. Wenn man mehr wissen will, dann landet man aber oft gleich bei Fachbüchern oder -artikeln. Vor langer Zeit (noch vor meinem Studium) fand ich die anschaulichen Erklärungen oft unbefriedigend, aber (insbesondere ohne Internet) es gab außer absoluten Fachbüchern nicht viel anderes. Und selbst während meines Studiums und danach hatte ich oft Schwierigkeiten, aus den Formeln eine Anschauung abzuleiten oder zu sehen, wie die Formeln und anschauliche, populärwissenschaftliche Erklärungen zusammenpassen. In vielen meiner Artikel (besonders in den Artikelserien) versuche ich, genau diese Lücke zu schließen.

Das führt mich zu einem zweiten Aspekt, der mir wichtig ist. Wenn ihr Blogtexte von mir lest, dann findet ihr häufig “disclaimer” – kurze Sätze, in denen ich klar mache, dass ich gerade über ein Thema schreibe, für das ich keine Expertin bin. Selbst bei Physikthemen bastle ich gern solche Warnungen ein, wenn ich etwas auf eine Weise erkläre, die ich mir komplett selbst überlegt habe und die ich so in keinem Buch gefunden habe. Mir ist das aus zwei Gründen wichtig: zum einen, weil es wirklich fies wäre, wenn jemand Dinge von meinem Blog beispielsweise in einer Prüfung erzählt und dann deswegen durchfällt, zum anderen auch, weil ich eine Angabe “So sicher sind wir uns, dass diese Meldung stimmt” eigentlich generell für wünschenswert halte.

In die gleiche Kategorie gehört für mich das Korrigieren von Fehlern – es kommt ja öfters vor, dass ich hier Dinge schreibe, die einfach mal falsch sind, weil ich eben irgendein paper nicht richtig verstanden habe oder mir irgendeine Hintergrundinfo fehlte. Dankenswerterweise gibt es ja oft freundliche Kommentatorinnen, die mich darauf aufmerksam machen.

Denn ganz klar: Ohne euch Leserinnen (ihr wisst schon, Männer mitgemeint…) und Kommentatorinnen würde ich die Artikel hier nicht schreiben. Irgendwie schreibe ich natürlich für mich – weil mir das Schreiben einfach Spaß macht und weil ich mir auf diese Weise Dinge viel sorgfältiger überlege, als ich es sonst tun würde. Der alte Satz “wenn man etwas verstehen will, muss man drüber schreiben oder ne Vorlesung drüber halten” hat ja durchaus seine Berechtigung, erst beim Erklären merkt man, wo es beim Verständnis noch hakt.

Aber trotzdem würde ich mir die Mühe vermutlich nicht machen, wenn ich nur für die Schublade (oder heißt das jetzt “für die Festplatte”?) schreiben würde. Schön also, dass es euch gibt und dass ihr hier seid. Und wenn mir jemand schreibt, dass sie dank eines Artikels endlich etwas verstanden hat, freut mich das immer besonders, gerade, wenn es Schülerinnen oder Studentinnen sind.

Und deshalb – wie inzwischen traditionell am Ende jedes Jubiläumsartikels – auch diesmal wieder ein ganz herzliches Danke an Euch von mir und der Drachenbande:

drachenDanke

Kommentare (40)

  1. #1 RPGNo1
    19. Februar 2017

    Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!
    Auch wenn ich zur Physik einfach keinen Draht finde, so bin doch immer sehr aufmerksam bei den Posts über Paläontologie dabei. So findet jeder seine Nische. :)

  2. #2 MartinB
    19. Februar 2017

    @RPGNO1
    Danke -man muss sich ja nicht für Physik interessieren (auch wenn dir was entgeht) – aber gäbe es denn Physikthemen, die dich ansprechen würden?

  3. #3 RPGNo1
    19. Februar 2017

    Die Entwicklungen in der Kernfusionsforschung wären ein Thema (wenn man das noch zur Physik im weitesten Sinn zählen kann). Das kommt wahrscheinlich aus meinem Interesse an SciFi. Zudem wären wir bei einem entsprechenden Durchbruch erst einmal unsere Energiesorgen los.

  4. #4 rolak
    19. Februar 2017

    war mein 500.

    Na dann allerherzlichste Wünsche zum fünfhundertundzweiten Artikel, MartinB, viel Anerkennung für den dafür notwendigen Aufwand – und noch mehr für den des unermüdlichen Kommentierens.
    Besonders erfreulich der an so vielen Stellen durchblitzende Humor!

    “für die Festplatte”?

    Ein Klassiker, nicht 502 doch 51 Jahre alt, wäre “für den Schuttabladeplatz der Zeit“. Nicht ganz so bekannt oder alt wäre das “Handzeichen“, allerdings treffen wir uns schon gut 30 Jährchen nicht mehr zur Redaktionssitzung wie früher imma bei Imma.

    keinen Draht finde

    Na das wär ja auch mehr so Elektrotechnik, RPGNo1.

  5. #5 Joseph Kuhn
    19. Februar 2017

    Glückwunsch zur 500! Bei 1000 melde ich mich wieder 😉

  6. #6 tomtoo
    19. Februar 2017

    Glückwunsch und vielen Dank !

  7. #7 Ingo
    19. Februar 2017

    Beste Glueckwuensche.
    Dieser Blog hat auf jedenfall mein kleines Weltbild ein vergroessert, und so manche kleine Fragen durch noch groessere Fragen ersetzt. :-)
    Ich freue mich auf die naechsten 500 Artikel.

  8. #8 CM
    19. Februar 2017

    Auch ich freue mich auf viele weitere Artikel, denen die Drachen innewohnen.

    Wenn man was wünschen darf: Ein wenig aktuelle Festkörperphysik vielleicht?

  9. #9 MartinB
    20. Februar 2017

    @RPGNo1
    Tja, Fusionskraft ist nicht so mein Thema (gab’s da nicht mal was bei “was geht?”?)

    @CM
    Mal schauen, in aktuellen FK-Physik bin ich auch nicht so der Wisser, aber irgendwann schreibe ich mal was zu unseren Werkstoffsimulationen, da ist auch FK-Physik drin.

    @alle
    Danke für die Glückwünsche.

  10. #10 RPGNo1
    20. Februar 2017

    @MartinB
    Ich habe so etwas schon vermutet. Das Feld der Physik ist halt sehr breit aufgestellt. :)

  11. #11 roel
    *******
    20. Februar 2017

    @MartinB Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für die vielen informativen und interessanten Beiträge.

  12. #12 Niels
    20. Februar 2017

    Gratulation und herzlichen Glückwunsch.
    Auf die nächsten 500 Artikel!

  13. #13 Alderamin
    20. Februar 2017

    Auch von mir Glückwunsch zum 500. Artikel!

  14. #14 Robert
    20. Februar 2017

    Auch meinen Dank,
    Sie haben es geschafft, die Physik aus der Zwangsjacke der Anschauung zu befreien und mich von der Notwendigkeit mathematischer Darstellung zu überzeugen.

  15. #15 user unknown
    https://demystifikation.wordpress.com/2017/02/17/kirche-tut-was-gegen-klimawandel/
    20. Februar 2017

    Gratulation, auch von mir.

  16. #16 Dr. Webbaer
    20. Februar 2017

    Glückwunsch zum Jubiläum, ja, die Zeit vergeht!
    Übrigens sehr sozial Ihre WebLog-Arbeit,
    ein fettes +1 hierzu:
    ‘Der alte Satz “wenn man etwas verstehen will, muss man drüber schreiben oder ne Vorlesung drüber halten” hat ja durchaus seine Berechtigung, erst beim Erklären merkt man, wo es beim Verständnis noch hakt.’
    MFG
    Dr. Webbaer

  17. #17 Czentovic
    20. Februar 2017

    Auch von mir die herzlichsten Glückwünsche zu diesem Blog, der für mich mit zu den besten gehört, die ich kenne und verfolge.
    Ganz besonders gefällt mir die sachliche und objektive Darstellung auch komplexer physikalischer Zusammenhänge in einer populären aber trotzdem korrekten Art, die auch Laien verständlich ist – und das in einer völlig unfanatischen Weise.
    Bitte noch mehr davon.

  18. #18 MartinB
    21. Februar 2017

    @alle
    Danke für die guten Wünsche,

  19. #19 Withold Ch.
    21. Februar 2017

    Dem Kommentar von @Czentovic kann ich mich nur anschliessen, grosse Klasse, dieser Blog!

    @ MartinB

    Nur

    … auch das mit der geschlechtergerechten Sprache und meiner momentanen Marotte, alles im Femininum zu schreiben, …

    da frage ich mich schon, wie lange wir noch für Deinen Grossversuch einer alternativen, nichtinklusiven Schreibweise herhalten müssen … :-)

    Im Ernst, zu Beginn hat es mich nur genervt, weil es den Lesefluss gestört hat, dann in einer zweiten Phase konnte man schon in Grübeln kommen über das Ausmass und die Wirkung einer bis anhin wie selbstverständlich die Hälfte der Menschheit exkludierenden Schreibweise.

    An diesem Punkt kann es im besten Fall Klick machen, wenn man sich des kleinen Ärgers bewusst wird, den man selber jedes Mal empfindet (… oh nein, nicht schon wieder …), und vor allem, wenn man zu fragen beginnt, ja, wie hält besagte andere Hälfte dies eigentlich aus, in der Sprache derart bevormundet, paternalisiert, ja eigentlich verschwiegen zu werden.

    Das muss eine alte Erbschuld sein, die da abgetragen werden muss, wahrscheinlich die Folge einer missglückten frugalen Transaktion, damals im Paradies …

    Also, wie gesagt, die Lektion ist verstanden. Ich würde es dennoch begrüssen, wenn Du wieder zur “normalen” Schweibweise zurückkehren würdest, oder wenn dies nicht Frage kommen sollte, in abgemilderter Form (Leser und Leserin, Leser/in).

    Für mich wäre es einfach lesefreundlicher, bequemer. Nur dies.

  20. #20 roel
    *******
    21. Februar 2017

    @Withold Ch. “Also, wie gesagt, die Lektion ist verstanden.” Ja dann hat es doch etwas bewirkt. Falls du die Lektion positiv verstehst, warum sollte MartinB dann damit aufhören? Nur aus Gründen der Bequemlichkeit und evtl. des Leseflusses?

    Ich hatte zuerst auch Probleme mit dieser Herangehensweise von MartinB. Es fing alles an mit der Namenssuche für einen Radfahrer. Ich dachte erst, das sei übertrieben. Aber warum ist es übertrieben alles im Femininum zu schreiben, wenn es normal ist alles im Maskulinum zu schreiben. Ich kann und werde diese Art von MartinB nicht übernehmen und halte es auch nicht für geschlechtergerecht. Aber es scheint ein wirkungsvoller Fingerzeig in Richtung Geschlechtergerechtheit zu sein. Ich bin jedenfalls bemüht mich möglichst neutral auszudrücken, wenn nicht möglich dann in der Binnenfrom – wohlweislich, dass es eine Inflation an verschiedenen Geschletsbezeichnungen gibt., denen ich nicht gerecht werden kann.

  21. #21 Withold Ch.
    21. Februar 2017

    @ roel

    Natürlich hat es was bewirkt, nämlich das Hinterfragen einer sogenannt “normalen” Sprachkonvention.

    Und dann sogleich die Frage: Aber soll ich das als Mann nun auch praktizieren? Wenn das eine Autorin, also eine Frau, so machen möchte, akzeptiere ich es ohne Murren, ganz klar.

    Vielleicht werden es die nächsten Generationen da einfacher haben, oder das “Problem” verschwindet von selbst, weil sich die (deutsche) Sprache parallel zur einer, das Verhältnis der Geschlechter zueinander betreffend, gerechter abbildenden Gesellschaft entwickeln wird. Hoffentlich.

  22. #22 Withold Ch.
    21. Februar 2017

    Sorry, der letzte Satz sollte heissen:

    … weil sich die (deutsche) Sprache parallel zur einer gerechter abbildenden, das Verhältnis der Geschlechter zueinander betreffend, sprachlichen Ausdrucksform der Gesellschaft entwickeln wird.

  23. #23 MartinB
    21. Februar 2017

    @Withold Ch.
    Wenn ich dich zum drübernachdenken bewegt habe, hat es doch schon was bewirkt, prima.
    Irgendwann kehre ich vielleicht auch wieer zu ner anderen Form des Schreibens zurück – aber es gibt ja auch immer neue Leserinnen des Blogs…

    “Aber soll ich das als Mann nun auch praktizieren? Wenn das eine Autorin, also eine Frau, so machen möchte, akzeptiere ich es ohne Murren, ganz klar.”
    Warum nicht? Die Idee, dass der Kampf gegen Nachteile nur von denen ausgeführt werden soll, die selbst betroffen sind, ist ja ein Teil des Problems.

  24. #24 nihil jie
    22. Februar 2017

    Gratuliere 😉

  25. #25 Dr. Webbaer
    23. Februar 2017

    @ Withold Ch.

    (…) ja, wie hält besagte andere Hälfte dies eigentlich aus, in der Sprache derart bevormundet, paternalisiert, ja eigentlich verschwiegen zu werden

    ‘Maternalisiert’?! – Ansonsten, Herr Dr. Bäker macht hier sein Ding, indem er mit dem generischen Femininum neuert. [1]
    Andere wiederum reden in der Dritten Person Singular über sich, wiederum andere sprechen sich in der Dritten Person Plural (!) an; dies ist letztlich Sache der Gewöhnung, teils auch missverständlich, fürwahr.

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Warum dies sprachlich nicht so-o gut geht, warum das Genus nicht den Sexus meint in der deutschen Sprache und warum so keine sprachliche Gerechtigkeit erzeugt werden kann, soll an dieser Stelle keine mehr als fußnotenartige Rolle spielen.

  26. #26 Dr. Webbaer
    23. Februar 2017

    @ roel :

    Aber warum ist es übertrieben alles im Femininum zu schreiben, wenn es normal ist alles im Maskulinum zu schreiben.

    Stimmt so nicht, es gibt in der deutschen Sprache generische Feminina und Neutra. – Wenn allgemein der (unbekannte, auch i.p. Sexus) Mensch gemeint ist, wird idR das generische Maskulinum verwendet, anders sieht es schon (“bereits”) aus, wenn Personen gemeint sind.

  27. #27 Dr. Webbaer
    23. Februar 2017

    Bonus-Kommentar (und wirklich zuletzt) :
    Es liegt mit der Suffix ‘-in’ an sich eine Sexus-Markierung vor, wie etwa auch mit der Anrede “Frau Physiker” seinerzeit meist in der deutschen Sprache indirekt ausgedrückt (vs. “Müllerin” beispielsweise).
    Diese (ausdrückliche) Sexus-Markierung scheint das hier bemühte “generisches Femininum” zu konterkarieren.
    Ohne Sexus-Markierung trägt das Substantiv keinen Sexus sozusagen, ist sexuell wertfrei (wie auch oft in anderen Sprachen als der deutschen).

  28. #28 MartinB
    23. Februar 2017

    @Webbär
    Der Blödsinn wird auch durch beliebig häufiges penetrantes Wiederholen nicht wahrer.

  29. #29 Dr. Webbaer
    23. Februar 2017

    @ Herr Dr. Bäker :

    Sie sind ja kompetitiv, dies wird hier geschätzt, Sie sind auch tolerant, aber wollen Sie wirklich Ihrem Langzeit-Kommentatorenfreund abverlangen, bspw. zur weiter oben erwähnten ‘Sexus-Markierung’ oder zu dem Satz “Das Genus meint in der deutschen Sprache nicht den Sexus”, sprachwissenschaftliche Verweise beizubringen?
    Oder zum Sachverhalt, dass die indirekte Sexus-Markierung deutschsprachig lange Zeit, sehr lange Zeit im Bedarfsfall über die Anrede “Frau / Herr (Tätigkeitsbezeichnung)” geübt worden ist?


    Ansonsten, Dr. W will ja nicht direkt stören, Sie machen halt Ihr Ding mit dem “generischen Femininum”, wie recht konsequent durchgezogen, Glückwunsch noch einmal zum Jubiläum.

    Gerne demnächst wieder substanziell!
    Ihre physikalische hier dankenswerterweise vorgebrachte WebLog-Arbeit bleibt höchst geschätzt, auch weil Sie sozial und im sich womöglich anschließenden Kommentariat erreichbar sind.

    MFG
    Dr. Webbaer (der “nun abär wirklich” …)

  30. #30 MartinB
    23. Februar 2017

    @Webbär
    Das war keine Aufforderung zur Diskussion.

  31. #31 roel
    *******
    23. Februar 2017

    @Webbaer #26 Wer die Beiträge von MartinB kennt, sollte keine großen Probleme haben, den von dir zitierten Satz richtig zu verstehen. Aber du hast recht, ich habe nicht präzise formuliert.

  32. #32 Withold Ch.
    23. Februar 2017

    @ Dr. Webbaer

    Die auf diesem Blog zwecks Hinterfragung einer Sprachkonvention praktizierte Schreibweise ist die mutige und letztlich auch witzige Manifestation einer Kunstform mit moralischem Appell dahingehend, sich nicht nur einiger irrtümlicher Annahmen aus der Vergangenheit und ihrer ungebrochener Wirkungsmacht in der Gegenwart bewusst zu werden, sondern mag auch als eine Ermunterung an den Menschen im Manne zur Rücksichtnahme auf den Menschen in der Frau empfunden werden, – zuerst in Wort und ev. später in Tat.

    Das ist für Dinosaurier wie Sie und mich eine kleine, im ersten Moment befremdliche Herausforderung, die wir doch noch bewältigen können sollten, trotz aller sich vielleicht da und dort bereits bemerkbar machender Fossilisation, oder nicht?

  33. #33 tomtoo
    23. Februar 2017

    Ist schon lustig das sowas wie das allgemeine Femininum zu solchen Diskussionen führen kann.
    Ich muss gestehen ,auch wenn das MartinB’s Absicht irgentwie konterkariert (was nicht meine Absicht ist), das ich dass einfach überlese. Ich verstehe die Gefühlswallungen einiger Leser da nicht.
    So gesehen hat MartinB ja wohl auch erreicht was er wollte. Und sollte imho auch so weitermachen. Die Kommentare dazu regen immer/meist zum schmunzeln an.

  34. #34 MartinB
    23. Februar 2017

    @tomtoo
    Ich bin ja keine Predigerin, die jede bekehren muss – wenn du das überliest, ist das doch o.k.

  35. #35 tomtoo
    23. Februar 2017

    @MartinB

    Ob du schreibst Professor,Professorin oder ProfessorIn kann mir doch egal sein. Die sind eh alle Grauhaarig, 70+, Unattraktiv, leicht verwirrt.
    Inwiefern sollte mich da das Geschlecht interresieren ? ; )

  36. #36 Dr. Webbaer
    24. Februar 2017

    @ Withold Ch. :

    Zustimmung, auch weiter oben bei Ihrer dbzgl. Analyse, auch das ‘Paradies’ bleibt gemeint, Sie sind ja schon gesellschafts-psychologisch fit, wie sich Ihr Kommentatorenfreund anzumerken erlaubt, insofern nervt diese kleine sprachliche Neuerung “nicht wirklich”; diese Sexualisierung der deutschen Sprache beeinträchtigt aber den Redefluss und die Länge von Nachricht, Zeit ist allerdings Geld oder anders formuliert: Die Sprache ist das Wichtigste, das der hier gemeinte Primat geschaffen hat und sie bleibt pfleglich zu behandeln (wobei individuelle Einzelversuche natürlich gehen).

    MFG
    Dr. Webbaer

  37. #37 roel
    *******
    24. Februar 2017

    @Webbaer “diese Sexualisierung der deutschen Sprache beeinträchtigt aber den Redefluss und die Länge von Nachricht, Zeit ist allerdings Geld oder anders formuliert: Die Sprache ist das Wichtigste, das der hier gemeinte Primat geschaffen hat und sie bleibt pfleglich zu behandeln”

    Schlimmeres als deine Kommentare gibt es kaum. Das gilt in jeglicher Hinsicht.

    “Die Sprache ist das Wichtigste, …” Warum behandelst du sie dann wie Müll?

    #36 war der letzte Kommentar, den ich von dir gelesen habe und auf den ich eingehe.

  38. #38 Dr. Webbaer
    24. Februar 2017

    @ roel :

    Immerhin rüttelt Dr. W gelegentlich ein wenig auf, “Gerne demnächst wieder substanziell!”, und, hey?, was wäre das Web ohne seinen Rockern?

    MFG
    Dr. Webbaer (der im Abgang noch anmerkt diesen (wiederverwendeten) Jokus mit den ‘Erkenntnissubjekten’ und ‘Primaten’ (halbwegs) ernst zu meinen, auch i.p. KI)

  39. #39 anderer Michael
    18. März 2017

    Auch auf die Gefahr hin, ich wolle mich einschleimen. Ich wage es doch.
    1.Zum Femininum
    “Leserinnen und Leser” sind für mich ein Monstrum. “LeserInnen” eine Qual.
    Die Alternative einfach nur Leserinnen zu schreiben, und damit Männer sowie Frauen zu beinhalten, halte ich für das Beste. Ich glaube , ich werde es künftig auf dem ScienceBlog so handhaben. Allerdings, Trump als” Präsidentin” oder als Personalpronomen “sie” , halte ich für übertrieben.
    2. Der Gut/Böse-Fehlschluss
    Auch wenn es genau genommen inhaltlich banal ist, ist es aber vollkommen richtig von Ihnen gewesen, diesen Beitrag zu schreiben.Ich habe ihn mehrfach gelesen , nachgedacht und die Kernaussage für mich ( hoffentlich richtig) übernommen und in die Tat umgesetzt.

    Als bei einem Gespräch mein Gegenüber in Kritik zu einer Politikerin etwas Plumpes sagte, wies ich ihn argumentativ darauf hin und sagte, dass so etwas durchaus als Antisemitismus aufzufassen sei und er als Antisemit dastehe. Die Reaktion. Er schwieg. Sein Sohn mischte sich ein: ” Papa, der Mann hat recht. So einen Blödsinn von dir, das habe ich dir auch schon gesagt.” Er schwieg weiter, dann : “Ich verstehe, ihr habt recht”. Zur Ehrenrettung des Mannes, er ist mit Sicherheit kein Antisemit, aber hat sich halt unbedacht so geäußert.

  40. #40 MartinB
    19. März 2017

    @andererMichael
    Danke für’s feedback – wenn ich Leute zum Nachdenken anrege (mich selbst an erster Stelle), ist das Ziel ja schon erreicht.
    Hut ab für deinen Gesprächspartner – Fehler zuzugeben ist ein Zeichen von Größe.