Auf eine Forschungsfrage von Laura antwortet ScienceBlogger Christian Reinboth:

Eine vergleichsweise einfach erscheinende Frage, auf die es jedoch keine einfache Antwort gibt. Klar ist, dass uns allein schon die Verantwortung für zukünftige Generationen angesichts der möglichen Folgen des anthropogenen Klimawandels dazu verpflichtet, die gegenwärtigen CO2-Emissionen zu reduzieren. Klar scheint aber auch zu sein, dass sich der momentane Energiebedarf westlicher Industrienationen wie der unseren nicht kurzfristig nur über alternative Energiequellen decken lassen wird. Sinnvoll wäre daher meines Erachtens nach eine Doppelstrategie, die zum einen den weiteren Ausbau und die Erforschung regenerativer Energietechniken vorsieht, zum anderen aber dem wichtigen Aspekt der Energieeffizienz zu mehr Aufmerksamkeit verhilft.

Regenerative Energiequellen wie Solar- und Windenergie, Wasserkraft oder Erdwärme können uns zeitlich nahezu unbegrenzt ein Vielfaches der Energiemenge liefern, die wir benötigen, um unseren gegenwärtigen Energiebedarf zu decken. Zum Vergleich: Die Energiemenge, die allein Deutschland jedes Jahr durch die Sonneneinstrahlung erreicht, liegt bei 380 Billionen Kilowattstunden, der Primärenergiebedarf unseres Landes beträgt dagegen nur etwa 4 Billionen Kilowattstunden – gerade etwas mehr als ein Hundertstel der verfügbaren Solarenergie. Der weltweite Energiebedarf liegt zur Zeit bei knapp 120 Billionen Kilowattstunden. Dies bedeutet, dass – zumindest in der Theorie – bereits ein Drittel der hierzulande verfügbaren Solarenergie ausreichen würde, um den Energiebedarf der gesamten Menschheit zu decken.

Die regenerative Energietechnik hat seit Beginn der verstärkten staatlichen Förderung (eine Folge der beiden Ölkrisen in den 70er Jahren) enorme Fortschritte gemacht – Solarzellen werden jedes Jahr effizienter und es vergeht praktisch kein Monat mehr, in dem nicht mindestens eine technische Innovation oder der Start eines weiteren Großprojekts im Bereich der regenerativen Technologie bekanntgegeben wird. Sogar die wirtschaftliche Nutzbarmachung der Gezeitenenergie rückt in greifbare Nähe – so ist aktuell in Großbritannien ein Gezeitenkraftwerk in Planung, das in Zukunft bis zu 5% des britischen Energiebedarfs decken soll . Obwohl all diese Fortschritte erfreulich sind, dürfte jedoch allein die Förderung regenerativer Energietechnologien nicht ausreichen, um uns mittelfristig von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen.

Die Steigerung der Energieeffizienz – also die Senkung des Energiebedarfs bei gleichbleibender Lebensqualität – stellt daher die zweite wichtige Komponente einer nachhaltigen Energiestrategie dar. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Wenn wir unseren Bedarf immer weiter senken können, verringern wir nicht nur unsere Abhängigkeit von importierten Energieträgern, sondern machen es auch einfacher, den verbleibenden Bedarf über regenerative Energiequellen zu decken. Für mein aktuelles Arbeitsgebiet – die Beleuchtungstechnik – lässt sich beispielsweise feststellen, dass wir auf gut und gerne 20% der nächtlichen Außenbeleuchtung ohne jeden Verlust von Sicherheit und Komfort verzichten könnten . Der Energieverbrauch der verbleibenden 80% ließe sich durch den Einsatz effizienter Technologien mittelfristig um weitere 40% senken, was insgesamt eine Einsparung von 52% bzw. knapp 2 Milliarden Kilowattstunden bedeuten würde.

Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz bieten sich überall – angefangen beim Verzicht auf die Standby-Funktion des Fernsehers über den Kauf einer effizienteren Waschmaschine bis hin zu “Green IT” in Unternehmen. Gelingt es, diesem wichtigen Thema in den kommenden Jahren ebenso viel öffentliche Aufmerksamkeit und Unterstützung zu verschaffen, wie den erneuerbaren Energien, wäre ein weiterer Schritt in Richtung einer regenerativen Vollversorgung getan.

Eine zu 100% regenerative Energieversorgung ist übrigens nicht nur aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes erstrebenswert. Da alle fossilen Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas nur in endlichen Mengen verfügbar sind, führt deren zunehmende Verknappung bereits heute zu geopolitischen und wirtschaftlichen Problemen. Auch die Kernkraft – vielfach als vermeintlich umweltfreundlicher Ausweg aus der Krise beschworen – bietet maximal eine Lösung auf Zeit, da auch die förderbaren Uranvorkommen begrenzt sind. Neben der regenerativen Energietechnik bleiben damit allenfalls noch die (ökologisch fragwürdige) CO2-Speicherung und die (technisch noch nicht umsetzbare) Kernfusion übrig, wobei letztere zudem mit dem noch immer ungelösten Problem der Endlagerung radioaktiver Abfallstoffe verbunden wäre.

Der bestmögliche Weg zu einer bedarfsgerechten, CO2-armen und nachhaltigen Energieversorgung ist daher meiner Ansicht nach der weitere Ausbau und die fortgesetzte Erforschung regenerativer Energiesysteme bei gleichzeitiger Senkung des Bedarfs durch effizientere Technologien. Dabei besteht durchaus Grund zu der Hoffnung, dass eine substanzielle Deckung (50% und mehr) des Energiebedarfs aus regenerativen Energiequellen auf diesem Wege in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten erreicht werden könnte.

Weitere Antworten und Diskussionen sind erwünscht!


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Kommentare (41)

  1. #1 dora
    August 31, 2009

    Netter Artikel.
    Aber inwiefern ist Kern’fusion’ mit radioaktiven Abfällen verbunden?
    Dachte immer, dass wäre nur bei Kern’spaltung’ der Fall!?

  2. #2 Georg Hoffmann
    August 31, 2009

    @dora
    Nach dreissig Jahren gamma und Neutronen Bombardement hat man bei einem Fusionsreaktor eine Aussenwand vom Feinsten.

  3. #3 Odysseus
    August 31, 2009

    @dora: Bei den meisten Reaktoren versucht man eine Deuterium-Tritium-Fusion umzusetzen. Bei dieser Reaktion werden allerdings Neutronen frei, die in die Reaktorhülle eindringen und mit dieser reagieren. Langfristig wird die Ummantelung darum radioaktiv und muss irgendwann ausgetauscht werden.
    Das Abfallproblem ist hier nicht so groß wie bei der Kernspaltung, aber zumindest muss man sich darüber Gedanken machen, wenn man die Kernfusion groß aufziehen will.

  4. #4 dora
    August 31, 2009

    Ok ist klar.
    Aber waren nicht die Neutronen, die dabei aus den Kernen freigesetzt werden das Ziel des ganzen? Also der Mittelmann für die Energiegewinnung?
    Liege ich hier ganz falsch, oder sind die Neutronen, die in die Ummantelung eindringen einfach ein kleiner Teil von vielen?

  5. #5 adenosine
    September 1, 2009

    Ich tippe mal,. dass der wirksamste Hebel in der Steigerung der Effizienz der Kohleverbrennung liegt. Der mittlere Wirkungsgrad liegt heute weltweit bei ca. 30%, moderne Kraftwerke erreichen 50%, dass wäre eine Effizienzsteigerung von 66% und würde gleichzeitig die fossilen Vorräte schonen. Ich stelle fest, dass von der regenerativen Fraktion niemals etwas zur Effizienz der deutschen Solarstromsubventionen gesagt wird.

  6. #6 Thilo Kuessner
    September 1, 2009

    Ich stelle fest, dass von der regenerativen Fraktion niemals etwas zur Effizienz der deutschen Solarstromsubventionen gesagt wird.

    Inzwischen ereicht man 18% (im Labor 20%):
    http://www.solarserver.de/news/news-11261.html

    Welchen Wirkungsgrad hatten Kohlekraftwerke eigentlich in den Anfangsjahren?

  7. #7 Jörg
    September 1, 2009

    Und welche Wirkungsgrad haben Kohlekraftwerke mit dem plötzlich magischen CCS?

  8. #8 adenosine
    September 1, 2009

    @Thilo Kuessner: Effizienz läuft darauf hinaus, dass die Frage beantwortet werden muss, mit welcher Investition zu Zeit bei gleichem Mitteleinsatz und gleicher Stromerzeugung das meiste CO2 vermieden wird. Das sind eher moderne Kohlerkraftewerke, vorausgesetzt mal, man unterlässt den Schildbürgestreich CCS. Gas und Öl kann man zwar auch sehr effizient verbrennen, die sind aber dazu eher zu wertvoll, Kernenergie ist wohl nicht mehr durchsetzbar.
    Mit Weiterentwicklung der Solartechnik kann sich das in Zukunft durchaus ändern.

  9. #9 Jörg
    September 1, 2009

    @adenosine: Kann ich bitte die Studie sehen, die quantifiziert, wie hoch die CO2-Vermeidung pro Energieerzeugungsart ist? Und warum ist CCS ein Schildbürgerstreich? Die Methode ist lediglich nicht einsatzbereit und erprobt, also für Klimamaßnahmen, die seit 20 Jahren erfolgen müssten, ungeeignet.

  10. #10 adenosine
    September 1, 2009

    @Jörg: Hier mal ganz grob die Größenordnung überschlagen.
    Die Kosten für ein Kohlekraftwerk liegen bei ca. 400 €/kW http://w1.siemens.com/innovation/de/publikationen/zeitschriften_pictures_of_the_future/pof_fruehjahr_2004/ressourcen_schonen/saubere_kohle.htm

    Die Kosten für eine Solarstromanlage ca. 4000€/kW (1KWk Nennleistung bringt aber nur typisch ca. 1000kWh in Deutschland im Jahr also nur ca. 10% der Nennleistung) http://www.iwr.de/solar/erricht/photovoltaik.html).

    Also kriegt man für die gleiche Investition mit Solar in Deutschland nur ca. 1% des Stromes wie mit Kohle.
    Wenn ich also ein altes Kohlekraftwerk durch Solar ersetze könnte ich mit den gleichen Mitteln alternativ auch 100 alte Kraftwerke durch moderne ersetzen und damit deren CO2-Ausstoß um ca. 40% reduzieren.

    Also ganz grob und etwas optimistisch ca. 40:1 für Kohle.

    Zur modernen Kohletechnik auch http://www.steinkohle-portal.de/medien/other/20021029122354.pdf

  11. #11 Thilo
    September 1, 2009

    Ich weiß nicht, ob die Zahlen so stimmen, aber der Punkt ist einfach, daß

    Mit Weiterentwicklung der Solartechnik kann sich das in Zukunft durchaus ändern.

    eben nur eintreten kann, wenn die Solartechnik gefördert wird. Wenn man mit Solartechnik kein Geld verdienen kann, dann wird auch niemand in ihre Weiterentwicklung investieren. Soweit ich weiß, geht man doch davon aus, daß beim Wirkungsgrad von Solaranlagen noch viel Raum nach oben ist.
    (Und ich persönlich möchte jedenfalls nicht in der Nähe eines Kohlekraftwerks wohnen, das nur nebenbei.)

  12. #12 Alexander
    September 2, 2009

    @ Thilo

    Sie sagen “…wenn die Solartechnik gefördert wird”.

    http://www.zeit.de/2009/34/Foerderung-Solarbranche?page=all

    77.000.000.000,00 EURO i.W. Siebenundsiebzigtausend Millionen sind also für Sie kein Geld ;-((

    Meiomeiomei

  13. #13 Thilo
    September 2, 2009

    Man sollte schon komplett zitieren:

    Allein die im Jahr 2009 zu erwartende Installation neuer Solarmodule wird die Verbraucher in den nächsten 20 Jahren gut zehn Milliarden Euro kosten. Dafür kommen pro Jahr zusätzlich rund 1,8 Milliarden Kilowattstunden Sonnenstrom aus den Steckdosen, das entspricht etwa 0,3 Prozent des gesamten gegenwärtigen Stromverbrauchs. Es ist fast nichts.

    Doch zehn Milliarden Euro kosten nur die neuen Anlagen. Was bis 2008 errichtet wurde, verursacht über die Jahre sogar Mehrkosten von 30 Milliarden Euro. So hat es jedenfalls das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen ausgerechnet.

    Und die Kostenlawine wächst. Wenn sich die Prognose des Verbandes der europäischen Photovoltaikindustrie bewahrheitet, werden bis 2013 in Deutschland so viele Anlagen installiert sein, dass die Kosten auf gut 77 Milliarden Euro wachsen – und zwar inflationsbereinigt.

    Es geht also um eventuell entstehende Kosten im Laufe von mehreren Jahrzehnten. Und die Zahl basiert auf einer Anzahl von Solaranlagen, wie sie von einer Prognose der Photovoltaikindustire vorhergesagt wird. (Das heißt, die Photovoltaikindustrie hofft, daß vielleicht so viele Anlagen gebaut werden, und dann entstünden diese Kosten im Laufe der Jahrzehnte.)

    Wie gesagt, nach aktuellem Stand sind es 10 Milliarden für die nächsten 20 Jahre. Man kann sich ausrechnen, wieviel das dann pro Jahr ist. (Zum Vergleich: die deutsche Forschungsförderung pro Jahr beträgt ca. 7 Milliarden Euro. Nur um eine Relation herzustellen.)

  14. #14 Alexander
    September 2, 2009

    … stimmt, lesen kann ebenso wie Verstnändnis von Vorteil sein.

    Aus dem gleichen Artikel:

    “Laut Statistik wurden im Jahr 2008 sechs Prozent des grünen Stroms mit Solarzellen erzeugt. Für diese sechs Prozent wurden allerdings 25 Prozent aller Einspeisevergütungen in Höhe von knapp neun Milliarden Euro fällig.”

    Also pro Jahr 9.000.000.000,00 EURO in Worten Neuntausend Millionen PRO JAHR.

    Und wie Sie weiter zitieren:

    “Doch zehn Milliarden Euro kosten nur die neuen Anlagen. Was bis 2008 errichtet wurde, verursacht über die Jahre sogar Mehrkosten von 30 Milliarden Euro. So hat es jedenfalls das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen ausgerechnet.”

    Das heisst bis 2008 errichtet Mehrkosten von 30.000.000.000,00 EURO i.W. dreissigtausend Millionen.

    Dazu kommt, wie Sie richtig zitieren:

    “Und die Kostenlawine wächst. Wenn sich die Prognose des Verbandes der europäischen Photovoltaikindustrie bewahrheitet, werden bis 2013 in Deutschland so viele Anlagen installiert sein, dass die Kosten auf gut 77 Milliarden Euro wachsen – und zwar inflationsbereinigt.”

    Sorry, aber bis zum Jahr 2013 sind es für mich nicht mehrere Jahrzehnte. Na ja vielleicht rechnen Sie nur anders 😉 Oder sind Sie nicht Thilo von Mathblog ;-))

    Also bis dahin entstehen noch mal Kosten von 77.000.000.000,00 EURO das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen Siebenundsiebzigtausend Millionen.

    Tja, eigentlich ist das eigentlich schon lange bekannt:

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Die-Solar-Luege-EuramS-322389

  15. #15 Alexander
    September 2, 2009

    @ Thilo

    Ganz aktuell: http://nachrichten.rp-online.de/article/wirtschaft/Das-Ende-des-Solar-Maerchens/49415

    Auszug: “Jetzt rächt sich die großzügige Subventionspolitik. “Durch die hohe Vergütung haben die deutschen Solarhersteller Speck angesetzt. Sie arbeiten durch jahrelang hohe Preise mit hohen Margen”, sagt Holger Krawinkel, Solarexperte des Verbraucherzentrale.”

    und

    http://www.welt.de/wirtschaft/article4364658/Solarbranche-fordert-noch-mehr-Subventionen.html

    Quelle Dr. Benny Peiser von der Achse des Guten, Danke.

    Aber für Sie, mein lieber Thilo muss Solartechnik erst mal oder noch mehr gefördert werden damit man dort auch mal Geld verdienen kann.

    ;-)))))

    Meiomeiomei

  16. #16 Thilo
    September 2, 2009

    Sorry, aber bis zum Jahr 2013 sind es für mich nicht mehrere Jahrzehnte. Na ja vielleicht rechnen Sie nur anders

    Die Anlagen, die man bis 2013 (vielleicht, hoffentlich, eventuell) bauen möchte, würden dann im Laufe der Jahrzehnte 77 Milliarden kosten. 77 Milliarden sind NICHT die Kosten, die bis 2013 entstehen.

  17. #17 Alexander
    September 2, 2009

    @ Thilo

    Frage vorab, wie kann man etwas markieren, Danke im voraus.

    Ansonsten nochmal zum Verständnis:

    “2008 Kosten von 9.000.000.000,00 EURO Millionen also Neuntausend Millionen.” PRO JAHR.

    Und: “Was bis 2008 errichtet wurde, verursacht über die Jahre sogar Mehrkosten von 30 Milliarden Euro.”

    Und entschuldigen Sie, wenn ich mich wiederhole, aber:

    “Und die Kostenlawine wächst. Wenn sich die Prognose des Verbandes der europäischen Photovoltaikindustrie bewahrheitet, werden bis 2013 in Deutschland so viele Anlagen installiert sein, dass die Kosten auf gut 77 Milliarden Euro wachsen – und zwar inflationsbereinigt.”

    Tja, und leider sind 77.000.000.000,00 EURO also Siebenundsiebzigtausend Millionen die Kosten, die bis 2013 anfallen. ;-((

  18. #18 Thilo
    September 2, 2009

    Kennt eigentlich jemand genaue Zahlen, wieviel die Stromerzeugung durch Kohle, Atom usw. heute kostet? Ich würde mal, ganz grob geschätzt, auf irgendwas zwischen 20 und 40 Milliarden Euro jährlich tippen (wobei man natürlich nicht nur den privaten, sondern auch den industriellen und gewerbsmäßigen Stromverbrauch mitrechnen muß.) Gibt es dafür irgendwo offizielle Zahlen? Wäre einfach wichtig, um die Zahlen in Relation zu setzen.

  19. #19 Alexander
    September 2, 2009

    @ Thilo

    Wo es Gewinner gibt http://www.solarfonds24.de/

    “Die über die Jahre relativ konstanten Stromerträge und die für 20 Jahre festgelegte Einspeisevergütung für den produzierten Strom bilden die Basis für eine attraktive Kapitalanlage. Solarfonds, ökonomisch und ökologisch.”

    … gibt es auch Verlierer: http://www.boerse-online.de/markt/:Marktbericht-Nebenwerte–Solar-Aktien-belasten-TecDAX/511555.html?chart2=change&chart2cache=TecDAX

    Und was glauben Sie wer das letztendlich bezahlt?

    :-((

  20. #20 Thilo
    September 2, 2009

    Das grenzt ja hier an bewußte Irreführung. Noch mal das Zitat:

    Was bis 2008 errichtet wurde, verursacht über die Jahre sogar Mehrkosten von 30 Milliarden Euro. […] Wenn sich die Prognose des Verbandes der europäischen Photovoltaikindustrie bewahrheitet, werden bis 2013 in Deutschland so viele Anlagen installiert sein, dass die Kosten auf gut 77 Milliarden Euro wachsen

    Es geht also um Kosten, die über die Jahre entstehen werden durch Anlagen, die (vielleicht) bis 2013 gebaut werden sollen.

    (Markieren kann man mit strong Text /strong, jeweils in spitzen Klammern.)

  21. #21 Alexander
    September 2, 2009

    … am 9. Dezember 2008 klang das noch so: http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE4B80H320081209

    Frankfurt (Reuters) – Die Wachstumskrise der Sonnenenergie-Branche hat den weltgrößten Solarzellenhersteller Q-Cells erfasst.

    Das Unternehmen kassierte am Dienstag seine erst vor einem Monat angehobenen Prognosen und schickte damit die Aktien der gesamten Branche auf Talfahrt. “Wir haben in den vergangenen Tagen eine Flut von Anfragen zur Verschiebung oder Absagen von Bestellungen bekommen”, erklärte Vorstandschef Anton Milner am Dienstag den Kursschwenk. Mit einem Abschlag von mehr als 20 Prozent waren die Q-Cells-Aktien die größten Verlierer im TecDax.

    Die Marktschwäche sei aber kurzfristiger Natur, beruhigte Milner die Gemüter. Schon für das zweite Quartal des nächsten Jahres erwarte er eine Erholung. “Für das zweite Halbjahr 2009 sind wir sehr optimistisch”, fügte er hinzu.

    Nach vielen Jahren mit riesigen Wachstumsraten bekommt auch die erfolgsverwöhnte Solarbranche die Finanzkrise zu spüren. Weil sich die Banken mit der Kreditvergabe zurückhalten, ist die Finanzierung von Solarprojekten schwieriger geworden. Zuletzt hatte der Solarmodulhersteller Solon als erste Firma der Solarbranche seine Prognose zusammengestrichen. Auch der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) warnte, dass die Branche 2009 möglicherweise nicht ganz so stark wachsen werde wie in den Vorjahren. 2008 soll die neuinstallierte Solarstromleistung nach seiner Prognose noch um mindestens 35 Prozent zulegen.

    Hei da steht was von RIESIGEN WACHSTUMSRATEN

    ;-))

  22. #22 Thilo
    September 2, 2009

    Was wirfst Du den Solarfirmen denn nun vor? Daß sie zuviel verdienen oder daß sie zuwenig verdienen?

  23. #23 Alexander
    September 2, 2009

    @ Thilo

    jetzt kommen wir der Sache schon näher, Sie schreiben:

    “Kennt eigentlich jemand genaue Zahlen, wieviel die Stromerzeugung durch Kohle, Atom usw. heute kostet? Ich würde mal, ganz grob geschätzt, auf irgendwas zwischen 20 und 40 Milliarden Euro jährlich tippen (wobei man natürlich nicht nur den privaten, sondern auch den industriellen und gewerbsmäßigen Stromverbrauch mitrechnen muß.) Gibt es dafür irgendwo offizielle Zahlen? Wäre einfach wichtig, um die Zahlen in Relation zu setzen.”

    Sorry das ich das einfach mal so in den Raum stelle.

    Lieber Thilo, Sie wissen nicht wovon Sie sprechen, Sie können nur grob schätzen und tippen. Und selbst das ist falsch.

    Sie setzen irgendwas in die Welt, siehe “Die Solarindustrie wird nicht gefördert und man kann kein Geld damit verdienen”

    Als Entschuldigung kann man anmerken, das Sie in Ihrem dazugehörigen Kommentar selbst zugeben: “Ich weiß nicht, ob die Zahlen so stimmen…”

    Und sobald ich Ihnen Zahlen und Fakten vorlege die Sie nicht widerlegen können wollen Sie das in irgendwelche Relationen zu Zahlen setzen, die Sie wiederum nicht selber wissen.

    Pisa oder so?

    ;-))

  24. #24 Georg Hoffmann
    September 2, 2009

    @Alexander
    Erstmal sind jetzt hier mal ein wenig umgaenglicher, sonst darfst du gleich auf Wiedersehen sagen.
    Zweitens absolut jede Energieerzeugung wurde und wird staatlich gefoerdert. Wenn Sie tatsaechlich eine Bestaetigung benoetigen, dass Kohle die preiswerteste Art ist Energie zu erzeugen, das muessten Sie doch auch alleine hinbekommen. Wir haben aber herausgefunden, dass diese billigste Art Energie zu erzeugen einige sehr bedenkliche Nebenwirkungen hat. Deswegen moechte man gerne dafuer wegkommen und deshalb muss Kohle teurer und andere Energieproduktion guenstiger (Solarpanels) gemacht, respektive erstmal entwickelt (Fusion?) werden.
    Drittens, wenn Sie erstmal kurz fuer sich selber eingestehen, dass Sie von diesen Nebenwirkungen der Kohleverbrennung keine Ahnung haben, und deshalb mal die Meinung der Experte zum Thema hyptothetisch ackzeptieren (naemlich dass man von Kohle, Erdgas etc so schnell wie moeglich wegkommen sollte), was wuerden Sie denn dann vorschlagen, wie man das tun sollte?

  25. #25 Thilo
    September 2, 2009

    Was soll das? Ich habe weder behauptet, daß die Solarindustrie nicht gefördert wird, noch daß man damit nichts verdient. (Der Hinweis auf die krise bei Q-Cells kam von Dir.)
    Und wenn Du Zahlen zu den jährlichen Kosten der Stromerzeugung kennen, wäre ich für einen Link dankbar.
    Machen wir doch einmal einen groben Überschlag: wenn eine Privatperson monatliche Stromkosten von 15 Euro hat, dann sind das 180 Euro im Jahr, auf die gesamte Bundesrepublik gerechnet also gut 14 Milliarden jährlich an PRIVATEM Stromverbrauch. Man kann sicherlich davon ausgehen, daß der industrielle und gewerbsmäßige Stromverbrauch höher ist. Meine Schätzung von insgesamt 20-40 Milliarden dürfte also recht vorsichtig sein.
    Aber natürlich ist das nur eine Schätzung. Wenn Du richtige Zahlen kennst, laß uns doch teilhaben an Deinem Wissen.

  26. #26 Thilo Kuessner
    September 2, 2009

    Zum Thema “Pressemeldungen und Milliarden” siehe übrigens auch http://www.scienceblogs.de/mathlog/2009/03/grosse-zahlen.php

  27. #27 Rainer
    September 2, 2009

    @ Georg Hoffmann

    @Alexander
    Erstmal sind jetzt hier mal ein wenig umgaenglicher, sonst darfst du gleich auf Wiedersehen sagen.

    Also ich kann in den Beiträgen von Alexander nichts finden, was eine solche Reaktion von Dir rechtfertigen würde. Vielleicht hilfst Du mir da mal ein wenig auf die Sprünge.

    Legst Du Kriterien wie “Umgänglichkeit” eigentlich auch auf Dich an, wenn du anderswo Kommentare abgibst?

  28. #28 Alexander
    September 2, 2009

    @ Georg Hoffmann,

    aha der Mann fürs Grobe ist da. Wie kommen Sie eigentlich dazu mir einen Rausschmiss anzudrohen. Und noch dazu per Du ;-(

    Sie haben sich zwar im Gegensatz zu Ihrem Auftritt vor Jahren als Planck auf oekologismus heute so einigermassen im Griff. Aber gerade Sie sollten wenigstens eine gewisse Ironie akzeptieren von wegen im Glashaus sitzen und so.

    Zurück zum Thema.

    Ihr zweiter Punkt hat mit der von Herrn Thilo angesprochenen „Noch viel mehr Subventionierung“ von Solarstrom genausowenig zu tun wie Ihr dritter Punkt, nämlich Null.

    Sie wollen doch nur eines. Weg mit den vielen tausenden von Millionen die Solarstrom nun mal die Allgemeinheit kostet, das soll keiner wissen. Und um das zu verargumentieren, kommen Sie wieder mit ihrem ominösen “Wir” und “bedenklichen Nebenwirkungen”.

    Wer ist „wir“? Majestatis pluralis oder wat?

    Und was Sie mit “Deswegen moechte man gerne dafuer wegkommen und deshalb muss Kohle teurer und andere Energieproduktion guenstiger … werden” meinen, ist auch nur Ihnen klar. Mir absolut nicht, null, no, nada.

    Gut einverstanden, Sie beziehen Solarstrom wenn er bereitsteht zu den immensen Kosten die er real kostet. Tja ohne Speicher heisst das erstmal Blogpause wenn die Sonne nicht scheint und sobald es dunkel ist, können Sie sich wieder Ihrer Familie widmen. Klingt gut, nachts ohne Solarstrom, aber dafür Energiesparlampen ;-))

    Seit unserer Diskussion vor einigen Jahren bezüglich Prozentrechnen und Anteil der Biere am Preis für den IPCC sollten Sie sich langsam eingestehen, das Sie von Wirtschaft und Ökonomie aber auch überhaupt keine Ahnung haben und deshalb mal die Meinung von Experten jener Couleur hyptothetisch ackzeptieren (Ihre Worte).

    Wann werden Sie merken (naemlich dass man von Kohle, Erdgas etc so schnell wie moeglich eben nicht weggkommen kann). Das ist meine Antwort.

    Und wer hier Ironie findet, kann sie behalten 😉

  29. #29 Georg Hoffmann
    September 2, 2009

    @Rainer
    Ich bin deutlich toleranter, wenn ich einstecke, da ich auch austeile. Ich bin deutlich weniger tolerant, wenn das bei anderen passiert, die das nicht tun.

    Du wolltest in irgendeiner Form etwas zum Thema sagen? Dachte ich mir doch.

  30. #30 Alexander
    September 2, 2009

    @ Thilo

    Sie haben geschrieben, und zwar wortwörtlich:

    „Ich weiß nicht, ob die Zahlen so stimmen, aber der Punkt ist einfach, daß

    (Mit Weiterentwicklung der Solartechnik kann sich das in Zukunft durchaus ändern.)

    eben nur eintreten kann, wenn die Solartechnik gefördert wird. Wenn man mit Solartechnik kein Geld verdienen kann, dann wird auch niemand in ihre Weiterentwicklung investieren.“

    Lieber Herr Thilo, Ihr obiges Statement ist so was von falsch, da ist nicht mal das Gegenteil richtig ;-))

    Also habe ich Ihnen mit Zahlen und Fakten aufgezeigt, das die Solartechnik gefördert wurde und weiterhin wird bis zum geht nicht mehr und sich die Solarindustrie dumm und dämlich verdient. Natürlich auch dank EEG, siehe Werbung von Solarfonds.

    Also geben Sie doch endlich zu, das Ihre Schätzungen und Vermutungen als pi mal Daumen Raterei eben einfach mal so dahingesagt waren.

    Nix für ungut 😉

  31. #31 Georg Hoffmann
    September 2, 2009

    @Alexander
    Ja, beim Bier war damals auch schon Dividieren zuviel fuer Sie oder Dich, besser gesagt. Witzig, dass ein solcher numerischer Analphabet dann Pisa erwaehnt.

    Ich habe dich gebeten hypothetisch mal anzunehmen, dass CO2 Emissionen den Treibhauseffekt der Erde erhoehen (die Nebenwirkung) und das “wir” (die Wissenschaftler) deshalb dazu raten, diese Emissionen moeglichst klein zu halten. Mich interessiert jetzt wirklich nicht, dass du dir das nicht vorstellen kannst mit den Treibhausgasen und dass Strahlungstransport dir schwarze Magie ist. Das musst du jetzt mit der Kraft der Imagination einen Augenblick aussen vorlassen. Du musst dir auch kurz eingestehen, dass du moeglicherweise von diesem Thema keine Ahnung hast und diese Hypothese der bedenklichen Nebenwirkungen ziemlich realistisch ist.

    So und wenn du da dann bist, dann kannst du entweder auf meine Frage antworten oder es sein lassen.
    Was wuerdest Du vorschlagen wie man nicht CO2-emittierende Energieproduktionstechniken entwickelt oder in einer relativ freien Wirtschaft pushed?
    Das alles gefragt unter der sehr sehr wahrscheinlichen Annahme, dass Kohle fuer mindestens die naechsten 200-300 Jahre der bei weitem billigste Energietraeger bleiben wird.

  32. #32 Alexander
    September 2, 2009

    @ Georg Hoffmann,

    schön das Sie sich noch an unsere Diskussion mit Prozentrechnen und Bieren erinnern. Wenngleich ich Ihr Kompliment als numerischer Analphabet gerne an Sie zurückgebe ;-))

    Herr Hoffmann, wieso sollte ich was annehmen, was rein hypothetisch ist?

    Btw, Sie wollen wirklich mit aller Gewalt weg von dem Gagathema “unbezahlbarer Solarstrom”, aber was solls.

    Warum sollte ich Szenarien vertrauen, die in der Finanzwelt von eben den gleichen Experten wie Sie es sind als real verkauft wurden. Mit Computermodellen welche mit der Realität nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.

    Was ist bitte “eine RELATIV freie Wirtschaft”. Solarstrom per Gesetz? Sorry, total übersehen, haben wir ja schon ;-(

  33. #33 Georg Hoffmann
    September 2, 2009

    @Alexander
    Anscheinend ist selbst das schon zuviel fuer Dich, eine einfache hypothetische Annahme (die von der ueberwaeltgenden Mehrheit aller Wissenschaftler als sehr realistisch angenommen wird) und somit, wie zu erwarten, null (nada,rien) Vorschlaege, wie man die Energieproduktion umstellen koennte.
    Tja, und so ist die gesellschaftliche Rolle von Skeptikern wie dir (nicht existent) mehr als verdient. Es reicht nichtmal fuer einen sehr sehr einfachen Dialog.

    Eine “RELATIV” freie Wirtschaft (fuer die ich im uebrigen eintrete) ist natuerlich eine, in der der Preis einer Sache nicht nur das Resultat oekonomischer Prozesse ist (sonder auch sozialer, oekologischer, technologischer etc Ueberlegungen).
    So ist beispielsweise die Kernkraft (wie ich meine zu Recht) massiv subventioniert worden, um serienfertig und relativ sicher zu werden. Oder so wird beispielsweise der Erdoelpreis per Mineraloelsteuer und anderer Abgaben, um mehr als 50% ueber den “freien” Marktwert erhoeht.

  34. #34 Alexander
    September 2, 2009

    Mein lieber Herr Hoffmann,

    ich habe den einfachen hypothetischen Annahmen zu Asset Backed Securities und strukturierten Anleihen schon misstraut, da haben Sie sich noch über diese imaginären Renditen gefreut. Weil kraft Computer und Modell, da konnte ja nichts schiefgehen ;-(

    Und die gleichen Modelle und Annahmen zeigen schon heute die nächste Blase, die auf Emissionshandel baut, also auf Luft. Gestatten Sie mir also bitte meine Skepsis, Danke.

    Zum Thema Wirtschaft empfehle ich Ihnen fürs erste diesen Blog: http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/

    Grüße, ist also nett gemeint 😉

  35. #35 Georg Hoffmann
    September 2, 2009

    @Alexander
    Aehh, ich weiss nicht wer dir erzaehlt hat, dass, nur weil zu irgendeinem Zeitpunkt ein Computer an einer Ueberlegung beteiligt ist, drum alles irgendwie wie “Grand Theft Auto 3” ablaufen wuerde. Es macht einen Unterschied, ob man mit einem Programm das Drei Teilchen Problem , die Navier Stokes Gleichungen oder den Aktienkurs des naechsten Jahres berechnen will. Grundsaetzlich sind physikalische Probleme numerischen Loesungen eher zugaenglich als soziale.
    Im Uebrigen hat im Grunde genommen der zu erwartende Einfluss steigender Treibhausgaskonzentrationen nichts mit numerischen Modellen zu tun (die man benutzen kann oder aber auch nicht):
    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2007/08/the-co2-problem-in-6-easy-steps/
    Das du ja anscheinend nichts, und schon gar nichts besseres, zum Thema beizutragen hast, bleibt es wohl dabei, dass per staatlichen EIngriff der Preis von Kohle, Erdoel, Erdgas erhoeht und der von Kernkraft und Solarenergie erniedrigt werden muss.

  36. #36 Alexander
    September 2, 2009

    Hallo Herr Hoffmann,

    warum machen Sie sich nicht die Mühe meine Argumente zur Förderung von Solarstrom ökonomisch zu widerlegen?

    Was sollen solche Floskeln wie „der zu erwartende Einfluß“. Aufgrund irgendwelcher Voodooszenarien wollen Sie also par ordre de Mufti eine Gesellschaft lenken. Ist das wirklich Ihr Ernst?

    PS: in Bayern wurden früher die Leute gefragt „…ob wir schon gemeinsam Sau hüten waren“ wenn einen irgendwer unbedingt duzen wollte ;-))

  37. #37 Georg Hoffmann
    September 2, 2009

    @Alexander
    “warum machen Sie sich nicht die Mühe meine Argumente zur Förderung von Solarstrom ökonomisch zu widerlegen? ”
    Argumente? Welche Argumente?
    Solarstrom ist teurer als andere Formen der Energieproduktion. Das scheint die von dir entdeckte Neuigkeit und sie wird bezuschusst. Erstmal Glueckwunsch nochmal fuer diese Erkenntnis. Ich weiss jetzt gar nicht, wie ich dir das sagen soll, aber ich habe das glaube ich schonmal gehoert. Sonst noch was?

    “Was sollen solche Floskeln wie „der zu erwartende Einfluß“.

    Sorry, ich vergess immer mit wem ich rede.
    Es wird also in den naechsten Jahren waermer (1.5-4 Grad bis 2100) und der Meeresspiegel wird einiges steigen (30cm -120cm bis 2100). Das steht praktisch fest. Es macht aber einen kraeftigen Unterschied aus, ob es nun 1.5°C und 30 cm ist oder das andere Ende der Abschaetzungen. Dieser Spielraum wird wesentlich von unseren Emissionen abhaengen. Fuer weitere zu erwartende Konsequenzen: http://www.ipcc-wg2.org/

    Ich lenke ueberhaupt nichts “par ordre de Mufti”, ich stelle fest, dass die praktizierte Emissions-Vermeidungsstrategie genau das macht, was ich oben beschrieben habe. Fossile Brennstoffe verteuern und Alternativen verbilligen. Da du ja zur Klimaphysik ganz richtig nichts sagen willst und kannst (weise Entscheidung), habe ich dir jetzt mehrfach vorgeschlagen, du sollst dir mal vorstellen, dass die Leute, die dazu arbeiten (zB ich), ihre Arbeit richtig gemacht haben (IPCC Teil I), dann haette ich gern mal gewusst, welche alternative Strategien du denn vorschlaegst, da dir ja die Bezuschussung von Solarenergie irgendwie ein Problem darzustellen scheint. Wie moechtest du von der Kohle wegkommen, wo sie doch soviel billiger ist?

  38. #38 Alexander
    September 2, 2009

    Hallo Herr Hoffmann,

    Sie schreiben rhetorisch gut, aber inhaltlich hat sich leider nicht viel verbessert ;-(

    Das es wärmer wird und der Meeresspiegel steigt sind Theorie und Szenarien und widersprechen der Praxis. (Sie kennen sicher die üblichen Verdächtigen ;-))

    Und Ihre Arbeit heisst, Szenarien zu entwerfen. Davon leben Sie…

    Nicht mehr und nicht weniger.

    Ansonsten Feierabend für heute. Sie wissen meine Enkel ;-))

  39. #39 Georg Hoffmann
    September 2, 2009

    @Alexander
    “Das es wärmer wird und der Meeresspiegel steigt sind Theorie und Szenarien und widersprechen der Praxis. (Sie kennen sicher die üblichen Verdächtigen ;-))

    Und Ihre Arbeit heisst, Szenarien zu entwerfen. Davon leben Sie…”

    Das zeigt, in welchem unglaublichen Ausmasze du nicht verstehst worum es ueberhaupt geht. Die hartnaeckige Weigerung auch nur in Betracht zu ziehen, dass die WIssenschaftler, die sie mit dem Thema beschaeftigen recht haben und du, der du in deinem ganzel Leben noch nichts zu dem Thema beigetragen hast ausser Huelsen, vielleicht Unrecht, ist ein bisschen erschreckend. Kannst du dich nicht fuer einen Moment auf den kleinen Teil des Themas beschraenken, von dem du Ahnung haben koenntest? Zum x-ten Mal die Frage (nachdem ich bisher alle deine Fragen immer beantwortet habe, soviel zu Respekt und Schweinehueten):
    Wie moechtest du von der Kohle wegkommen, wo sie doch soviel billiger ist?
    Nehmen wir mal kurz an, nach vielen weiteren Jahren der Entwickling koennten die Solarzellenproduzenten auf die seit langem versprochenen 40% Effizienz (gibts heute schon, ist nur viel zu teuer) kommen bei (einfach mal positiv denken) dreissig Jahren Laufzeit und alles zu einem erschwinglichen Preis. Wie sollen die dahin kommen, wenn in den Jahren und Jahrzehnten der noetigen Entwicklung der Preis von Kohle um Groessenordnungen guenstiger ist? Wenn du nicht antworten kannst, kein Problem. Aber vielleicht kannst du wenigstens uns mitteilen, ob du die Frage (und ihre Vorraussetzungen) verstanden hast.

  40. #40 Rainer
    September 2, 2009

    @ Christian Reinboth

    Eine zu 100% regenerative Energieversorgung ist übrigens nicht nur aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes erstrebenswert.

    Ich stimme Ihnen voll und ganz zu, dass ein solches Szenario erstrebenswert wäre. Allerdings habe ich ernsthafte Zweifel, dass ein solches in absehbarer Zeit auch realisierbar ist.

    Meine Zweifel fangen an, wenn ich die heutigen Kosten der Energieerzeugung aus Solarzellen betrachte. Bestärkt werden meine Zweifel dadurch, dass ich bis heute nicht einmal ansatzweise ein Konzept sehe, wie so unstetig erzeugter Strom gespeichert werden soll, um ihn auch dann verfügbar zu machen, wenn dieser benötigt wird. Eben diese Speicherproblematik macht mich auch skeptisch, ob Windkraft jemals in großem Maßstab eine wirkliche Rolle zur Stromversorgung spielen kann.

  41. #41 Daddeldu
    September 5, 2009

    Hallo Thilo,

    Kennt eigentlich jemand genaue Zahlen, wie viel die Stromerzeugung durch Kohle, Atom usw. heute kostet?

    Ich kann Sie Ihnen pro kWh sagen.

    Das Bundeswirtschaftsministerium beziffert die Erzeugungskosten der Elektrizität in Deutschland wie folgt:

    Braunkohle 2,40 Cent/kWh,
    Kernenergie 2,65 Cent/kWh,
    Steinkohle 3,35 Cent/kWh,
    Wasserkraft 4,3 Cent/kWh,
    Erdgas 4,90 Cent/kWh,
    Windenergie 9 Cent/KWh,
    Fotovoltaik 54 Cent/KWh.

    Vgl. hier
    http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/kernenergie.html

    in der Mitte und hier
    http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/sichere-bezahlbare-und_20umweltvertraegliche-stromversorgung,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf

    (pdf, dort S. 10 der Broschüre). Bei Windenergie und Fotovoltaik wurden die Vergütungen laut EEG herangezogen. Zumindest was die Photovoltaik betrifft sind allerdings die 54 Ct/kWh der Vergütungssatz für DACHANLAGEN aus dem Jahr 2004. Die Vergütungssätze aktuell für kleine Dachanlagen (unter 30 kW) beträgt nur noch 43,01 Ct/kWh und für Freiland/Großdachanlagen um die 32/33 Ct/kWh. Beim Windstrom liegt man zwischen 5-9 Ct pro kWh.

    Die anderen Kosten sind die Kosten ab Werk, ohne Steuern oder Gebühren und nicht planwirtschaftlich festgelegt wie die Einspeisevergütungen. Natürlich verkaufen die den Strom zu dem Preis den sie kriegen können. Wer ihnen die Gewinne nicht gönnt, sollte auf den Bau neuer Kraftwerke durch andere Betreiber dringen, die den alten Konkurrenz machen. Windenergie und Fotovoltaik machen ihnen nämlich keine, was auch der Grund ist, warum die Konzerne gar nichts dagegen haben, sondern sich sogar gerne damit schmücken.

    Gruß, Daddeldu