Im Jahr 1808 erschien ein Kryptologiebuch, dessen Autor seinen Namen nur in verschlüsselter Form nannte. Bis heute ist das Sechs-Buchstaben-Kryptogramm ungelöst und der Autor unbekannt.

 

“Die Kunst, geheime Schriften zu entziffern” heißt das ominöse Buch, das im Jahr 1808 veröffentlicht wurde.  In der (hochinteressanten) Geschichte der Kryptologiebücher nimmt es keinen besonderen Platz ein. Die Zeit, in der die Grenze zwischen Kryptologie und Magie noch fließend war und dadurch einige skurrile Bücher entstanden, war 1808 vorbei. Die Zeit, in der die Telegrafie der Kryptologie einen enormen Schub versetzte, hatte dagegen noch nicht begonnen. “Die Kunst, geheime Schriften zu entziffern” entstand daher in einer recht unauffäligen Kryptologie-Epoche. Kryptologiebuch-Experte Tobias Schrödel schrieb über dieses Werk: “Es beschreibt hauptsächlich einfache Substitutionen und deren Dechiffrierung.” Es ist hier online abrufbar.

Interessant ist “Die Kunst, geheime Schriften zu entziffern” heute nur noch wegen seines Autors. Dieser wird im Buch an keiner Stelle genannt und ist auch keiner anderen Quelle zu entnehmen. Tobias Schrödel, der dieses Rätsel entdeckt und erstmals veröffentlicht hat, hat selbstverständlich auch in den zwei bekannten Bibliografien zum Thema Kryptologie nachgeschaut: bei Shulman und Galland. Beide Werke nennen dieses Buch, geben aber keinen Autor an.

Immerhin: Das Vorwort von “Die Kunst, geheime Schriften zu entziffern” ist signiert, und zwar mit den Zeichen “;+1Δ+o.”. Oder in Worten: Semikolon Plus Eins Delta Plus Kreis Punkt. Ob der Punkt am Ende wirklich zum Namen gehört oder ob er nun den Namen abschließt, ist nicht bekannt. Ich vermute eher Letzteres. Sollte dies zutreffen, dann haben wir es mit einem Sechs-Buchstaben-Kryptogramm zu tun, das man auch als ABCDBE schreiben kann (andernfalls wäre die korrekte Übertragung ABCDBEF). Es ist das kürzeste Kryptogramm, das in meiner Top-25-Liste vorkommt.

Unknown-Author

Es versteht sich von selbst, dass es für das Kryptogramm ABCDBE mehrere Lösungen gibt. Jedes sechsbuchstabige Wort, bei dem der zweite und der zweitletzte Buchstabe gleich und die anderen verschieden sind, passt (ähnliche Überlegungen gelten für ABCDBEF). Es geht aber hier nicht darum, eine Lösung zu finden, sondern die richtige. Zunächst sollte es sich um einen Namen handeln. Im zweiten Schritt sollte man untersuchen, ob es eine Person des jeweiligen Namens gegeben hat, die als Autor infrage kommt.

Falls Sie irgendwelche Ideen haben, können Sie diese gerne ins Kommentarfeld schreiben. Falls Sie sogar die Lösung herausfinden, sollten Sie diese bei MysteryTwister C3 einreichen. Von dort stammt dieses Rätsel. Tobias Schrödel hat es dort eingestellt. Bei MysteryTwister C3 gibt es außerdem ein Diskussionsforum zu diesem Kryptogramm, in dem in paar interessante Beiträge nachzulesen sind. Bei allem Eifer sollte man nicht vergessen, dass das Kryptogramm auch gar keine Lösung haben könnte – vielleicht handelt es sich nur um ein paar willkürlich aneinandergereihte Zeichen. Trotz allem wünsche ich viel Spaß beim Knobeln.

Kommentare (55)

  1. #1 5yF0Rc3
    18. Juni 2013

    Ich kann die Schrift kaum Lesen, nur mit viel Fantasie^^ Aber Interresant ist dass ab der Seiten 124 verschiedene Schlüssel für die Entschlüsselung von Texten von den Illuminaten, Freimaurer und den Schottischen Ritter (?!?).. ^^
    Beim Überfliegen ist mir die Seite 77 aufgefallen, da hatt es Beispiele für den Leser gedacht als Entschlüsselung, aber das letzte Beispiel siet zimlich ändlich zu der Signatur aus.. also Kommas, Deltas, Zahlen und Plus, Ich denkes der Schriftsteller hat irgendwo auch hinweise gegeben wie man diese Löst?

  2. #2 Stefan K.
    18. Juni 2013

    Hat schon mal jemand nachgeschaut, ob da einer einfach die Schriftart auf wingdings gestellt hat?

    (entschuldigung, aber dieser blöde witz musste einfach sein)

  3. #3 rolak
    18. Juni 2013

    wingdings?

    Unnötig, Stefan K., wingdings hat kein Semikolon.

    Wie wäre es denn mit den Anfangsbuchstaben, also ‘Suedun’? (‘und’ statt ‘plus’) Gab es so einen Menschen zur fraglichen Zeit?

  4. #4 Gefbo
    19. Juni 2013

    Ich hätte drei Vorschläge im Angebot:

    1. Der Autor war ein Herr Kreis mit den Vornamen Semicolon Plus Eins Delta Plus. Sein Spitzname war Krypto-Semi.

    2. Der Autor war ein Herr ;+1Δ+o. vom Planeten Ὢ#%&!

    3. Es handelt sich hier gar nicht um den Namen des Autors, sondern um eine Einkaufsliste für seine Frau: Bitte noch Joghurt plus eine Tüte Milch plus Brötchen mitbringen!

    • #5 Klaus Schmeh
      19. Juni 2013

      >Der Autor war ein Herr ;+1Δ+o. vom Planeten Ὢ#%&!
      Endlich hat mal jemand die Außerirdischen ins Spiel gebracht;-)

      In Anlehnung an das Godwinsche Gesetz formuliere ich hiermit das Schmehsche Gesetz: Wenn sich ein historisches Rätsel nicht lösen lässt, dann bringt früher oder später jemand die Außerirdischen ins Spiel.

  5. #6 Gefbo
    19. Juni 2013

    Ach so, hätte ich bei meiner Außerirdischentheorie vielleicht noch erwähnen sollen: ;+1Δ+o steht natürlich für Doctor [Who?] 😉

  6. #7 narozed
    19. Juni 2013

    Wie im ersten Kommentar beschrieben enthält das Buch einige Beispiele und auf den Seiten 79/80 wird dem Leser ein verschlüsselter Text angeboten, der ebenfalls die Zeichen enthält, die für den Namen verwendet wurden. Der Punkt wäre dann aber Teil des Namens. Zu diesem Text wird auch die Quelle genannt (ein Brief aus einem “merkwürdigem Buche” aus dem Jahr 1805), das auch die Lösung enthalten soll. Vielleicht ist das angegebene Buch verfügbar, ansonsten sollte der lange Beispieltext lösbar sein.

  7. #8 cimddwc
    19. Juni 2013

    Wie jemand im verlinkten Forum schreibt, unterscheidet sich der Punkt im Namen von den Punkten im normalen Text, außerdem enthält das Beispiel auf S.79/80 auch solche Punkte an anderen Stellen. Das würde dann wohl eher für einen siebenstelligen Namen sprechen.

    Der Herr hieße also Semicolon Plus Eins Delta Plus Nullpunkt. 😉

  8. #9 narozed
    19. Juni 2013

    Nachtrag zu meinem vorherigen Kommentar:

    Wenn der unbekannte Autor mit seinem verschlüsselten Namen unterschrieben hat, dann wollte er damit wohl etwas bezwecken. Ich kann mir vorstellen, dass er sich des Erfolgs des Buches nicht sicher war. Er schreibt “Ich hoffe nichts überflüssiges getan zu haben”. Wie jeder Autor hoffte er aber sicher, dass sein Buch ein Erfolg würde. Und für diesen Fall könnte der verschlüsselte Name seine Urheberschaft nachweisen – wenn es eine nachvollziehbare Entschlüsselung gibt, mit der der Autor nachweisen kann, dass da sein Name steht. Daher halte ich es für wahrscheinlich, dass das Buch die Lösung oder aber einen Hinweis auf die Lösung enthält. Dazu würde der im ersten Kommentar angesprochene Beispieltext passen.

  9. #10 Dr. Webbaer
    19. Juni 2013

    Gibt es da nicht eine Untergrenze, die “verschlüsselte” Textlänge betreffend?
    Bei “Ich bin X” würde bspw. der Schreiber dieser Zeilen aufhören bzw. gar nicht anfangen zu entschlüsseln zu suchen.

    MFG
    Dr. W

  10. #11 humppapenguin
    20. Juni 2013

    @Gefbo: ;+1Δ+o könnte wirklich für Doctor stehen. Und wenn der Punkt auch zum Kryptogramm gehört, steht der sicher für who. Doctor Who? Genau der! Oder Melody Song hatte da ihre Finger im Spiel…
    Aber mal im Ernst. Auf mysterytwisterc3.org gibt es in der Tat interessante Gedanken zu dem Kryptogramm. Bei einer Länge von 6 (bzw. 7) Zeichen ist es meiner Meinung nach allerdings äußerst schwer (oder nahezu unmöglich), einen passenden Namen zu finden, der sich auch noch zweifelsfrei mit dem Vorwort zum Buch in Verbindung bringen lässt. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten und wer weiß denn schon, ob hinter dem Kryptogramm ein Name steckt, der jemals schriftlich erwähnt wurde. Vielleicht ist es auch ein “Nickname” – wobei sich dann natürlich die Frage stellt, weshalb dieser noch zusätzlich verschlüsselt wurde. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die Diskussion darum weiter entwickelt. Auf mtc3 werde ich das auf jeden Fall weiter verfolgen.

  11. #12 Tobias
    24. Juni 2013

    Das sieht für mich wie ein zwinkerndes verschmitztes Smiley (mit Bart) aus

  12. #13 Tobias
    24. Juni 2013

    PS
    Die letzten 3 Zeichen könnten auch Weiblichkeit symbolisieren.

  13. #14 Dampier
    24. Juni 2013

    Ich halte 7 Buchstaben für wahrscheinlicher, weil ein Punkt nach dem Namen unter einem Text doch eher unüblich ist.

    Schnellsuche in der Wikipedia-Kategorie Kryptologe: Der einzige Name, der passen würde ist Wilkins. Der lebte aber zu früh, um der Autor zu sein.

    Ich glaube, man müsste versuchen, mögliche Kandidaten historisch zu ermitteln, d.h. wer könnte um die Zeit so ein Buch geschrieben haben, dessen Name passt. Voraussetzung ist natürlich, dass derjenige irgendwie als Autor/Wissenschaftler bekannt ist.

    Oder man jagt das Telefonbuch von 1908 durch ein kleines Programm … ne, wohl eher nicht.

    Spannend 🙂

    grz
    Dampier

  14. #15 Thomas Ernst
    Pittsburgh, PA 15226
    26. Juni 2013

    Sind diese amateurhaften Vermutungen ein Witz, und daß – ja, “daß” weiterhin mit “ß” – noch keiner den Namen ‘raus hat?? – Bedarf es eines kryptologischen Niveaus, um hier zu kommentieren? – anscheinend nicht! – Sag’s ja gern, wer’s – aller Wahrscheinlichkeit nach – war, aber dieses Dan-Brown-journalistisch-popularisirende Niveau der Formulierung stört beim Denken – nein, Aussagen – doch ungemein; ich habe es seit langer Zeit satt. Also ratet bitte weiter, so schwer iss’s doch nicht. – “Hinrichs” war es übrigens nicht.

    • #16 Klaus Schmeh
      26. Juni 2013

      @Thomas Ernst: Ich habe schon viel von Ihnen gehört und freue mich, dass Sie den Weg in meinen Blog gefunden haben. Bei MysteryTwister C3 steht dieses Rätsel schon seit Jahren, und bisher hat noch niemand (oder höchstens einer) die Lösung eingereicht. Es kann also nicht ganz trivial sein.

  15. #17 jhermes
    26. Juni 2013

    Wir sehen einen übel gelaunten Helden. Vielleicht sollten wir ja alle nochmal in uns gehen, aber hier braucht es keinen Kryptologen, sondern einen Historiker (im Idealfall einen historischen Kryptologen). Der gute Heidel würde ja substitutionstechnisch passen. Aber lag das Manuskript vor dem Druck über 100 Jahre lang irgendwo herum?

  16. #18 Dampier
    26. Juni 2013

    @Thomas Ernst

    amateurhaften Vermutungen

    Amateur = Liebhaber. In diesem Fall Spaß am Rätseln über reale geheimnisvolle Fälle. Es gibt keinen Grund, das verächtlich zu machen.

    Bedarf es eines kryptologischen Niveaus, um hier zu kommentieren?

    Nein.

    so schwer iss’s doch nicht

    Dann lass uns doch an deiner Erleuchtung teilhaben. Oder wolltest du dich nur ein wenig in elitärer Arroganz sonnen?

    ich habe es seit langer Zeit satt

    Warum schreibst du dann hier?

    grz
    Dampier

  17. #19 Thomas Ernst
    Pittsburgh
    26. Juni 2013

    Es ist doch langweilig, einem Rätsel anders als mit einem Rätsel zu begegnen. Sobald man etwas dechiffriert hat, kommen zwei, drei Schlauberger daher, die’s natürlich schon vorher gewußt hatten. Dem vorliegenden Namensrätsel läßt sich a) kryptologisch, b) geographisch, c) über den Buchinhalt und den stilistischen Ton beikommen. Für eine wenigstens zu 90 Prozent schlüssige Argumentation reicht das kryptologische Element in sich selbst natürlich nicht aus; jene muß zumindest durch b) und c) untermauert werden; dann kann man einen ausreichend fundierten 20-Seiten-Aufsatz für Cryptologia draus machen; mehr läßt sich kaum ‘rausholen. – In Vorwegnahme des Umstandes, daß es in ein paar Tagen bei jemandem geklingelt haben wird, und als kryptologisch-arrogante “Ich-bin-schon-da”-Absicherung meinerseits, ein paar Hinweise: der Autor war männlich; er bediente sich zweier Vornamen (das taten damals viele); ein Konsonant wiederholt sich in allen drei Namen; sein Geburtstag war (angeblich) der 31. Dezember; er war älter als, sagen wir, Heinrich von Kleist, und hat diesen überlebt (das haben damals auch viele fertiggebracht); der Autor starb (angeblich) in seinem Geburtsmonat. Tratschke fragt: wer war’s? Kann ich falsch liegen? Nach einem halben Tag Recherche: natürlich! – Da wir schon bei kryptologischen Anonymi und den Unzureichendheiten in Galland und Shulman sind, hier gleich ein weiteres Rätsel: Wer war der Verfasser des 1752 in Ulm erschienenen “Der | berüchtigten Englischen Gräfin | Maria von Pembrock | seltene | Geheimnüsse | bestehend | in einer | Melodischen Schreib Gedächt= | nüß Mahler und Punctirkunst | Woraus | die Heimlichkeiten der Menschen und dero= | selben künftiges Schicksal in Reimen | zu erforschen | […] | Ulm und Memmingen | in Verlag Joh. Friederich Gaums 1752”. Hinweis: es war nicht derselbe Spaßvogel wie 1808.

  18. #20 jhermes
    26. Juni 2013

    Bezüglich Thomas Ernst: http://texperimentales.hypotheses.org/84
    Ich denke, da darf man auch mal ein bisschen (nicht mit ß) maulen. Warum er es uns nicht umstandslos sagt, ist wohl “cryptological vanity”. Und Gelegenheit, selbst drauf zu kommen. Also, mal nicht aufregen.

  19. #21 s.s.t.
    26. Juni 2013

    “Das ist mein voller Ernst.” sagte Sie, als es auf der Treppe polterte.

  20. #22 dino
    Frankfurt
    17. April 2014

    In der Bayrischen Staatsbibliothek steht als Autor: Joachim, als Herausgeber: Johann Friedrich

    • #23 Klaus Schmeh
      17. April 2014

      Danke für den Hinweis. Ich habe Tobias Schrödel informiert.

  21. #24 Tobias Schrödel
    München
    21. April 2014

    @dino
    Hallo und Danke für den Hinweis. Die Gegend passt (Halle/Leipzig). Johann Friedrich Joachim starb aber leider bereits 1767.
    Es kann aber sein, dass er der Namensgeber des “Herausgebers” ist (Joachims Literarisches Magazin), denn das Magazin hat (u.a. botanische) Bücher herausgebracht, ebenso aber auch Dinge verkauft.
    Die StaBi bezeichnet ihn auch nicht direkt als Autor.
    “Autor / Hrsg.: Joachim, Johann Friedrich”

    Aber vielen Dank! Der volle Name war mir neu.

  22. #25 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    Ja Hallo und guten Morgen, ist das Rätsel noch aktuell ?
    Also ich hätte dann jetzt die Lösung, zumindest gehe ich davon aus, weil es die Naheliegendste ist.

    MfG

    PS. JM ist auch nur ein Codename.

    • #26 Klaus Schmeh
      29. Juli 2014

      Meines Wissens ist das Rätsel noch aktuell (ich habe mich in letzter Zeit aber nicht damit beschäftigt, daher kann ich das nicht garantieren).

      >Also ich hätte dann jetzt die Lösung, zumindest gehe ich davon aus, weil es die Naheliegendste ist.
      Ja? Wie lautet die denn?

  23. #27 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    Hallo und vielen Dank für Ihre Antwort.

    Auf Meine müssten sie noch etwas warten, da ich aktuell auf die Antwort-Email der bayer. Staatsbibliothek warte ob bei denen überhaupt Interesse besteht des Rätsels Lösung zu erfahren oder nicht. Ist ja schon ein Weilchen her, nech :D.

    MfG

  24. #28 Tobias Schrödel
    29. Juli 2014

    Hallo – ich glaube kaum, dass die StaBi überhaupt von dem Rätsel weiß …
    Es ist eine Challenge, die ich – wie Klaus Schmeh ja schreibt – bei MysteryTwister eingestellt habe. Dort bekommen Sie als Teilnehmer etwas für die Lösung – Punkte nämlich 😉
    Wir sind gespannt auf die Antwort der StaBi … und Ihre Lösung.
    Gruß, Schrödel

  25. #29 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    achsoo, ich dachte, das würde die interessieren…
    na dann war die komplette gestrige Nacht doch absolut schwachsinnig verbraten *in meinen Augen.

    Naja, kurz und knapp “Gelder”
    sofern wirklich ein Name gesucht wird.

    • #30 Klaus Schmeh
      29. Juli 2014

      “Gelder” würde passen, viele andere Namen aber auch. Gibt es etwas Bestimmtes, was für “Gelder” spricht?

  26. #31 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    Ich persönlich glaube, sollte das gesuchte Wort der Name eines Autors sein, dann ist es “Gelder”, ja “Gelder” von
    “Anthony Boldewijn Gijsbert van Dedem, Baron van den Gelder”

    Die Gründe sind vielfältig.
    Diplomat, vielsprachig bewandert, schrieb er doch schon
    das “Van-Gelder-Kryptogramm”,, war Holland zw. 1806-1810 doch bereits ein Satellitenstaat Frankreichs, dies würde dann auch das Van-Gelder-Kryptogramm von 1809 erklären. In den Zeiten der russ.-osmanischen Kiege war Frankreich ein Verbündeter (bis zum Friedensvertrag zw. Russen und Franzosen) und Bonaparte eingesetzter Herrscher von Holland, gleichzeitig Führer der frz. Armee.
    Durch die Vielsprachigkeit würde es auch das “Am Kondientage” erklären, was vermutlich soviel heißt wie “Am Boden des Kunden”.
    Und 1806 war auch die Zeit der Schlacht bei Jena und Auerstedt.
    In der Folge Leipzig auch in frz. Herrschaft geriet und Preußen sowie Sachsen verloren.
    Das Buch gilt in der Folge eigentlich “nur” als Anleitung für Führungskräfte/Schnittstellen verschlüsselte Botschaften durch infiltrierende Kräfte zu verhindern.

    Zu Gelder:
    Der Gute war von 1799-1800 wohl in brit. Gefangenschaft, was gibt
    es dann naheliegenderes als in einen Erholungsort zu fahren
    nach Ortenburg. Dort wo auch das verschlüsselte Gedicht der Julie spielt.
    Denn es gab auch im waren Leben eine Julie Grafin von Ortenburg.
    Er wurde danach u.A. als Bevollmächtigter in Kassel eingesetzt,
    nicht weit von Kassel entfernt findet sich im Northeimer Gedichtsarchiv (Ein Blick zu Google auf die rml. Entfernung ist ganz interessant) ein digitalisiertes Gedicht – das Gedicht, welches im Buch verschlüsselt ist.

    1806 bereits geschrieben. (1806 wurde er Generalmajor)
    1808 unter Joachims lit. Magazin erschienen als Leipzig dann schon unter frz. Herrschaft war.

  27. #32 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    Und wenn ich holl. und in die 1900 veröffentlichten Memoiren schauen könnte, würde man eventuell Hinweise darauffinden – in der Zusammenfassung findet jedenfalls nichts, nur u.a. viele Briefe zw. Gaspard Testa/Tesla und Gelder.

    “Inventaris van het archief van F.G. baron van Dedem
    van de Gelder [levensjaren 1743-1820], (1614) 1781-
    1818
    Auteur: H.A. Poelman
    Nationaal Archief, Den Haag 1913
    Copyright: cc0
    This finding”

  28. #33 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    ach und wer doch mal einen Blick reinwerfen möchte,
    der is hier

    https://archive.org/stream/ungnralhollanda00goog#page/n13/mode/2up

    gut aufgehoben.

  29. #34 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    und ich gehe jede Wette ein, dass die Lösungsvorlage des VanGelderKryptogramm die Memoiren darstellen.

    • #35 Klaus Schmeh
      29. Juli 2014

      Sie meinen also, dass es zwischen dem Buchautor-Kryptogramm und dem Van-Gelder-Kryptogramm einen Zusammenhang gibt? Falls das so sein sollte, dann wäre “sensationell” fast noch untertrieben. Abgesehen von diesem Blog gibt es vermutlich keinerlei bekannte Verbindung zwischen diesen beiden Kryptogrammen.

  30. #36 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    Auf Seite 98/99 steht auch was zur Schlacht von Jena.
    Folglich war er in Leipzig, folglich hat er es geschrieben.
    Beweisführung abgeschlossen.

    Was is nu mit de Kohlen ? 😀

  31. #37 jhermes
    29. Juli 2014

    Bis auf Kleist stimmen die Daten nicht mit denen von Thomas Ernst oben vorgeschlagenen nicht überein, gebe ich zu bedenken 🙂

  32. #38 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    der Teil mit der Lösungsvorlage macht allerdings nur Sinn, wenn er jemandem zeigen wollte wie man Nachrichten verschlüsselt, da wir nicht wissen wohin er den Brief schickte oder ob an wen , können wir darüber nur Mutmaßungen anstellen. Vielleicht hat er auch den Koran benutzt , k.A.

  33. #39 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    Er muss ja auch nicht recht haben 😉

    Oder die andere Lösungsmöglichkeit wäre “Neapel”
    Am Boden des Kunden..
    Enthalten die Memoiren doch auch eine Passage zu “Joachim Murat !!!” und ist das Werk zum Entziffern doch 1808 in Joachim’s lit. Magazin erschienen.

    Folglich könnte Joachim Murat sogar selbst Autor oder nur Auftraggeber sein.

  34. #40 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    1806 wurde er Generalmajor und war Gesandter in Neapel
    würde auch dann mit meinem 2. Lösungsvorschlag übereinstimmen.

    Der Herausgeber empfliehlt sich.

    Neapel. Am Boden des Kunden 1806.

    • #41 Tobias Schrödel
      29. Juli 2014

      Es heißt “Konkordientag”, nicht “Kondientag”.
      Hoffe, jetzt ist die ganze schöne Beweiskette nicht kaputt.

  35. #42 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    und nun nochmal zum mitlesen

    “Im Krieg gegen Preußen von 1806 war er an den Schlachten von Jena und Auerstedt (1806) sowie Preußisch-Eylau (1807) als Befehlshaber des Kavalleriekorps beteiligt.”

    Gelder war auch da..

    Und wenn wir jetzt das Wort Konformität aus dem wort ” Konfordientage” ableiten, könnte es auch heißen

    Gelder. In Beachtung des Kunden
    Gelder. In Absprache mit Kunden
    Gelder. In Übereinstimmung mit Kunden
    Gelder. Im Auftrag des Kunden

    Also Gelder schrieb das Werk für Murat 1806 in Leipzig
    nach oder vor oder während der Schlachten um Jena etc pp. .
    Veröffentlicht hat er das Werk aber erst 1808
    in Joachims lit. Magazin.

    Deshalb steht Leipzig auch ganz oben und nicht unten neben der Jahreszahl.
    denn die Jahreszahl ist dem “in Joachims lit. Magazin”
    zuzuordnen.
    Das Leipzig beschreibt also nur den Ort an dem es entstanden ist.

    So Beweisführung abgeschlossen.

    Also. was is nu mit de Kohlen 😀

  36. #43 Jayson Matix
    29. Juli 2014

    und nochmal abschließend.
    Gelder schrieb das Werk zum Entschlüsseln von Geheimschriften für Joachim Murat 1806 in Leipzig,
    beide waren zu derzeit im Sachsenländle aufgrund der frz. Kriege bei Jena und Co. zugegen. (ich weiß, dass Jena in Thüringen liegt)
    Erschienen ist das Werk dann 1808 “in Joachims lit. Magazin”.

    Zu der Zeit als er dann König von Neapel war und die Ruhe hatte um Dinge zu veröffentlichen.

    • #44 Klaus Schmeh
      30. Juli 2014

      Tut mir Leid, aber das erscheint mir alles nicht gerade zwingend. Als Lösung kann ich das nicht anerkennen, und ich gehe davon aus, dass auch MysteryTwister C3 das nicht anerkennt.

      • #45 Tobias Schrödel
        30. Juli 2014

        Das stimmt, wir haben uns auf MysteryTwister C3 bereits abgestimmt. Gleiches Ergebnis.

  37. #46 Taffer
    11. August 2014

    Ich glaube das steht einfach für Leipzig rückwärts geschrieben: GIZPIEL.
    Herausgeber und Autor sind dieselbe Person: Joachim.

    • #47 Tobias Schrödel
      11. August 2014

      Hmmm, das ist echt nicht von der Hand zu weisen und passt wie die Faust aufs Auge, wenn man den Punkt als Symbol anerkennt …. Leipzig Am Konkordientage 1806.
      Ist das der Wald, den man vor lauter Bäumen nicht sieht? Werde das Büchlein mal durchsuchen, ob es Beispiele dieser Symbole z.B. in Übungsaufgaben gibt.

  38. #48 Thomas Ernst
    Latrobe, PA
    24. Oktober 2014

    Muß der noch im Rennen liegenden Ratemannschaft leider mitteilen, daß meine Lösung vom Juni 2013 völlig richtig war. Bin zur Zeit dabei, sie in einem kürzeren Aufsatz, in wohlgehobelten Worten, darzustellen: nur, man hat ja so wenig Zeit im Leben, den richtigen Ausdruck zu finden, und überhaupt. Zwischenzeitlich möchte ich die Ratenden höflichst bitten, von ihrem kryptologischen Irrdenken abzulassen. Dazu beitragen mögen noch vier Winke mit dem Zaunpfahl: Joachim hat das Buch nicht geschrieben; Gelder hat das Buch nicht geschrieben; der Autor hat das betreffende Chiffrealphabet in seinem Buch nicht veranschaulicht. Der Konkordientag hingegen ist und war der 13. August: und dies hat etwas zu bedeuten. – À propos meines im Juni letzten Jahres schnöselig, da in unpassendem Zusammenhang, aufgegebenen Rätsels, über das – ungleich Concordia – niemand den Kopf verloren hat: der anonyme Autor der “Melodischen Schreib Gedächtnüß Mahler und Punctirkunst” war Melchias Uken.

    • #49 Klaus Schmeh
      24. Oktober 2014

      >daß meine Lösung vom Juni 2013 völlig richtig war
      Dann bin ich gespannt. Dies wäre die dritte Lösung eines Rätsels, das auf meiner Top-25-Liste steht.

  39. #50 HaHi
    3. Juli 2015

    Zu Melchias Uken:
    1. Es sollten ja 6 oder 7 Buchstaben sein und ich sehe weder im Vornamen noch im Nachnamen diese Anzahl an Buchstaben (nur wenn man ch als einen Buchstaben nehmen würde was aber laut meiner Meinung unwahrscheinlich ist)
    2. sind im Kryptogramm ja der 2. und der vorletzte Buchstabe gleich was weder im Vornamen noch im Nachnamen der Fall ist

  40. #51 Tan
    17. April 2016

    Hallo ohne lange drumherum zu reden ich glaube der Autor ist Dr. Karl Christian Wolfart der sich unter anderem mit Semiotik und Morgenländischer Blumensprache beschäftigt hat. Hoffe habe wenn er es nicht sein sollte wenigsten etwas geholfen den weg zur Lösung zu finden.

  41. #52 cto
    15. Mai 2016

    es könnte doch sein, dass der Strichpunkt für zwei Identitäten steht, das plus als “mit”, das nächste als Mathematiker, das danach als Politiker (wegen dem null wert)

    Für mich käme dann heraus:

    Zwei Identitäten –

    + Mathematiker
    + Politiker (soweit ich weiß, war der Null wert während der nazi zeit “wichtig”)

    Dieser Kommentar klingt verdammt absurd, aber mit viel Phantasie versteht man es bestimmt (hoffe ich) 😉

  42. #53 WhiteTie
    19. Juli 2017

    Vielleicht stehen die symbole ja für ähnlich aussehende Buchstaben dann ware der Name Itlato oder es ist gar keine unterschrift sondern ein statement das heißt “i(s)t 1 (h)a (l)t 0” wobei die konsonanten s,h und l ähnlich wie im hebräischen weggelassen werden?

  43. #54 Marc
    20. Juli 2017

    @WhiteTie
    Es gibt hierzu schon eine wahrscheinliche Lösung, such mal nach späteren Blogartikeln zu diesem Thema !

  44. #55 Dennis
    Mögliche Lösung
    23. März 2018

    Vielleicht heißt er horton