Im Hollywood-Film “Fair Game” sind im Abspann einige Buchstaben gelb markiert. Vermutlich bilden diese eine verschlüsselte Nachricht. Genaueres ist bisher nicht bekannt.

Der Blog-Leser Ralf Jäger hat mich auf eine interessante Sache aufmerksam gemacht: Schaut man sich den Abspann des Spielfilms “Far Game” (aus dem Jahr 2010, mit Naomi Watts und Sean Penn) an, dann stellt man fest, dass einige Buchstaben gelb dargestellt werden. Hier ist ein Ausschnitt (insgesamt dauert der Abspann etwa 5 Minuten):
Fair-Game
Die Frage ist nun natürlich: Was haben diese markierten Buchstaben zu bedeuten? Vermutlich setzen sie sich zu einer (verschlüsselten?) Nachricht zusammen. Auffällig ist außerdem, dass einige Namen der Darsteller im Abspann geschwärzt (oder sollte man sagen “geweißt”) sind, wobei auch eine dieser Überdeckungen gelb markiert ist:
Fair-Game-2
Vermutlich wollten die Filmemacher mit dem versteckten Code für Publicity sorgen. Dieser Plan ist bisher nicht aufgegangen, denn eine größere Resonanz ist bis heute ausgeblieben. Immerhin findet sich in der Internet Movie Database der Hinweis: “There is a coded message hidden in the end credits that has not yet been decoded.”
Die einzige mir bekannte Web-Seite, auf der das Fair-Game-Kryptogramm diskutiert wird (danke an Ralf Jäger für den Hinweis) ist folgendes Diskussionsforum:
Laut dem anonymen Verfasser des Beitrags lauten die markierten Buchstaben wie folgt:
ces(gelber Balken)oapchfhteopisfmnadamecaoredatnrayuurnqwknufrcojrwrmdgsehuwtoakra
Kann sich irgendjemand einen Reim darauf machen? Die Buchstabenhäufigkeiten sind mit einer Substitutions-Chiffre (allerdings nicht mit einer Cäsar-Chiffre) vereinbar. Das A ist der häufigste Buchstabe (12 Prozent). Insgesamt gibt es 67 Buchstaben, eventuell fehlt einer (oder mehrere) unter dem gelben Zensurbalken.

Zum Weiterlesen: Versteckte Nachricht im Indie-Popsong

Kommentare (10)

  1. #1 Chemiker
    12. Oktober 2014

    Der Link zu abovetopsecret funktioniert nicht, weil über web.de redirected (warum das?) und es irgendwie nicht geht.

    • #2 Klaus Schmeh
      12. Oktober 2014

      Danke für den Hinweis, jetzt müsste es gehen.

  2. #3 rolak
    12. Oktober 2014

    warum das?

    Weil das, was Du siehst, der Anzeigetext ist, nicht die url, die ihrerseits einen dereferrer von web.de zu nutzen sucht. Das, falls eine Verhaltens-Klärung gemeint war, falls jedoch die Motivation der url-wahl würde ich tippen auf “url aus web.de-freemailer-postfach heraus kopiert”.
    Alter Text als url sollte funktionieren.

  3. #4 Stefan Wagner
    http://demystifikation.wordpress.com/2014/10/11/boxensound/
    13. Oktober 2014

    Es könnte auch sein, dass der X-te Buchstabe des Namens den X-ten Buchstaben der Funktion meint, also “Schnitt meiEr” – da könnte das gelbe E auf das N in “Schnitt” weisen (bloß Englisch, natürlich). Oder auf den Buchstaben darüber oder darunter.

    Allerdings erklärt das nicht die Balken. Bei diesen wäre aber wissenswert, was sie verdecken. Leider ist das Bild ja sehr unscharf, aber ein “Tim Gautin” o.s.ä. soll einen Paul XXXXXXX” gespielt haben – der Nachname Pauls könnte jmd., der den Film gesehen hat, bekannt sein.

  4. #5 Stefan Wagner
    http://demystifikation.wordpress.com/2014/10/11/boxensound/
    13. Oktober 2014

    Kommentarabo vergessen.

  5. #6 Martin Halpin
    Berlin
    13. Oktober 2014

    Kapriziert euch nicht auf die gelben Lettern, fasst sie vielmehr als Marker für Folgelettern auf …

  6. #7 Sansibar
    Schweiz
    22. Juli 2015

    Aus einzelnen Buchstaben läst sich ein sinnvoller Satz zusammensetzen:
    YOU WISH TO KNOW HOW TO CRACK SECRETS ?
    und vielleicht:
    RUN APACHE MADAME AND FRAME
    Restbuchstaben ohne Lösung:
    A F P F N U J R R D G U Q R

  7. #8 Braunschweiger
    23. Juli 2015

    Es fällt auf, dass die Balken hinter Rollennamen für solche Namen stehen, die in der allgemeinen credit roll gar nicht angegeben sind. Es wäre interessant zu wissen, ob ein Drehbuch oder Story Board existiert, dass diese Namen benennt. Der gelbe Balken hinter “Hammad” könnte dann einfach ein Platzhalter für seinen vollen Namen sein, der mit den gelben Buchstaben sinnvoll zu füllen ist. In dem Fall wäre er wohl nicht aus dem englischen Sprachraum.

    Möglicherweise ist es auch eine Angabe in der Art “Hammad, der dieses und jenes tat…”, dann eher in Englisch. — Der Film ist angeblich nach verschiedenen Memoiren von Valerie Plame und Joseph C. Wilson gescripted und gedreht worden. Möglicherweise gibt es in den Buchtexten mehr Hinweise.

  8. #9 Braunschweiger
    24. Juli 2015

    Im Internet ist das Script (Drehbuch) zum Film zu finden. Das Interessante dabei: die Rolle “Hammad” taucht im Script nicht auf, was allerdings auch für einige andere Rollen gilt, gegenüber der Rollenliste bei ImDb. In manchen Fällen ist offensichtlich, dass Rollen umbenannt wurden. Da ich den Film nicht gesehen habe, wäre mal wichtig: taucht die Rolle überhaupt im Film auf, vielleicht nur als Statist? Ein Schauspieler ist ja benannt. Falls nicht, würde ich mir von einem verschlüsselten Text eine Erklärung dazu erwarten.

    Frage an Klaus Schmeh: tauchen im Abspann auch anders gekennzeichnete Buchstaben auf, z.B. kursiv, versetzt oder als Kleinbuchstaben?

    • #10 Klaus Schmeh
      24. Juli 2015

      >tauchen im Abspann auch anders gekennzeichnete Buchstaben
      >auf, z.B. kursiv, versetzt oder als Kleinbuchstaben?
      Nein, das wäre mir nicht aufgefallen.