Kryptos-bar

Der Kryptologe Craig Bauer hat einen neuen Ansatz zur Lösung der berühmten Kryptos-Inschrift veröffentlicht. Das 1929 erfundene Hill-Verschlüsselungsverfahren spielt dabei eine zentrale Rolle.

Über die Skulptur Kryptos und ihre verschlüsselte Aufschrift habe ich auf Klausis Krypto Kolumne schon mehrfach berichtet. Die Inschrift des 1990 eingeweihten Kunstwerks besteht aus vier Teilen. Drei davon wurden entschlüsselt. Die vierte ist noch ungelöst und gilt als bedeutendstes ungelöstes Kryptogramm der letzten Jahrzehnte.

Kryptos

Bild: Jim Sanborn/CC-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported

Wer Kryptos noch nicht kennt, sollte sich meinen Artikel auf Focus Online darüber durchlesen.

Um Kryptos (vor allem um den noch ungelösten Teil der Inschrift) hat sich inzwischen ein wahrer Kult entwickelt. Alle zwei Jahre gibt es in den USA ein Kryptos-Treffen, an dem auch Kryptos-Schöpfer Jim Sanborn teilnimmt. Auch Ed Scheidt (der Kryptologe, der an der Entwicklung der Inschrift beteiligt war) ist immer dabei. Organisiert wird wird dieses Treffen von Elonka Dunin, einer im positiven Sinne Kryptos-Verrückten, über die ich schon öfters berichtet habe. Ich war selbst schon dreimal beim Kryptos-Treffen dabei.

Dunin

Der ungelöste vierte Teil

Der vierte und noch ungelöste Teil der Kryptos-Inschrift lautet wie folgt:

                          ?OBKR 
UOXOGHULBSOLIFBBWFLRVQQPRNGKSSO 
TWTQSJQSSEKZZWATJKLUDIAWINFBNYP 
VTTMZFPKWGDKZXTJCDIGKUHUAUEKCAR

Die ersten drei Teile wurden mit Verfahren verschlüsselt, die von Hand ausführbar sind (Teil 1 und 2 mit einer Vigenère-Variante, Teil 3 mit einem Umordnungsverfahren). Auch der vierte Teil ist laut Sanborn ohne Computer-Unterstützung entstanden.

Spekulationen zum vierten Kryptos-Teil gibt es viele. Hat Sanborn ein Verfahren verwendet, bei dem jeweils zwei Buchstaben auf einmal verschlüsselt werden (z. B. Playfair)? Oder handelt es sich um eine Vigenère-Verschlüsselung mit einem Schlüsselwort, das so lang wie der Klartext ist (Vernam-Verschlüsselung)? Bisher ließ sich keine dieser Vermutungen bestätigen.

 

Die Hill-Chiffre

Der US-Kryptologe Craig Bauer ist nun (zusammen mit Gregory Link und Dante Molle) in der Fachzeitschrift Cryptologia einer anderen Hypothese nachgegangen. Craig ist Professor für Mathematik in York (Pennsylvania) und Redaktionsleiter der Cryptologia. Mit der Mathematik historischer Verschlüsselungsverfahren kennt er sich besser aus als jeder andere. Sein Buch Secret History behandelt die Geschichte der Verschlüsselung, wobei er im Gegensatz zu anderen Autoren (zum Beispiel mir) die Mathematik nicht auf ein Minimum beschränkt, sondern ausführlich behandelt. Auf seiner Webseite bezeichnet sich Craig nicht ganz zu Unrecht als “Mathematical Mad Man”. Seine Vorträge und Vorlesungen sind absolut empfehlenswert.

Bauer

Craig’s Idee: Hinter dem ungelösten Kryptos-Teil könnte eine Hill-Chiffre stecken. Die Hill-Chiffre wurde 1929 von Lester Hill erfunden. Der Schlüssel ist bei der Hill-Chiffre eine Matrix (wir gehen von einer 3×3-Matrix aus), der Klarext ein Vektor (wir gehen von einem Vektor mit drei Komponenten aus). Zum Verschlüsseln wird die Matrix mit dem Vektor multipliziert. Wie eine Matrix-Mulitplikation aussieht, zeigt das folgende Bild:

Matrix-Multiplication

Im Falle einer Hill-Chiffre liegen (anders als im obigen Beispiel) alle Zahlen der Matrix und des Vektors zwischen 0 und 25. Sie werden mit den Buchstaben des Alphabets identifiziert (normalerweise A=0, B=1, C=2, D=3 usw.). Es wird modulo-26-gerechnet, man fängt also beim Zählen nach 25 wieder bei 0 an.

Die Idee hinter der Hill-Chiffre ist klar: Traditionell verschlüsselt man buchstabenweise; im 16. Jahrhundert kam die Idee auf, jeweils zwei Buchstaben auf einmal zu verschlüsseln; die Hill-Chiffre legt noch einen drauf und verschlüsselt sogar drei Buchstaben auf einmal. Man kann durchaus auch vier oder mehr Buchstaben auf einmal verschlüsseln, wenn man die Matrix größer wählt, doch dann wird es schnell ziemlich aufwendig. Auch eine Hill-Chiffre, die nur zwei Buchstaben auf einmal verschlüsselt, ist möglich.

 

Craigs Untersuchung

Craig beließ es nicht bei einer Vermutung, sondern stellte aufwendige Untersuchungen an. Unter anderem prüfte er, ob die Hill-Chiffre in ihrer gängigen Form (drei Buchstaben auf einmal) verwendet wurde. Da Kryptos-Schöpfer Jim Sanborn inzwischen elf Buchstaben des Klartexts verraten hat, lässt sich eine solche Prüfung leicht durchführen.

1 / 2 / Auf einer Seite lesen

Kommentare (29)

  1. #1 tomtoo
    25. Juli 2016

    wissenschaft !
    führt der weg nicht zum gewünschten ziel kann der weg ausgeschlossen werden.
    neue wege werden eröffnet.
    wissenschaft !

  2. #2 Klaus Schmeh
    25. Juli 2016

    Bart Wenmeckers via Facebook:
    First crypto project i ever worked on and is where i meet a lot of my crypto mates from

  3. #3 Thomas
    25. Juli 2016

    Die Lösung der ersten drei Teile in Dokumenten der NSA: http://www.theblackvault.com/documentarchive/the-cias-kryptos-statue/
    (Den vierten Teil scheint auch die NSA nicht gelöst zu haben).
    Der Koinzidenzindex im vierten Teil ist offenbar noch geringer als in den ersten beiden Vigenère-Teilen mit 10- bzw. 8-stelligem Schlüssel (PALIMPSEST bzw. ABSCISSA). Im Zusammenhang mit dem Hinweis “BERLINCLOCK” als Klartextbestandteil des vierten Teils rät Sanborn, sich näher mit dieser Mengenlehreuhr zu befassen: https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Uhr

    • #4 Klaus Schmeh
      25. Juli 2016

      Danke für die Hinweise. Dass diese Dokumente der NSA inzwischen öffentlich bekannt sind, ist ein Verdienst der im Artikel erwähnten Elonka Dunin. Sie hat dafür einen “Freedom of Information Act”-Request gestellt.
      Einer der NSA-Leute, die Kryptos Anfang der Neunziger gelöst haben, hat bereits mehrfach an den besagten Kryptos-Treffen teilgenommen (er ist inzwischen im Ruhestand). Die Lösung des vierten Teils kennt er nach eigenen Angaben nicht.

  4. #5 Thomas
    25. Juli 2016

    Eine Frage im Zusammenhang mit der Hill-Chiffre:
    Nach Sanborn sollen die beiden rechten Quadrate mit der auf “KRYPTOS” aufgebauten Vigenere-Tabelle bei der Lösung der (vier) Chiffren helfen, die in den beiden linken Quadraten enthalten sind. Bei den Chiffren 1 und 2 liegt diese Vigenere-Tabelle zugrunde; bei der Spaltentransposition in Teil 3 ist “KRYPTOS” der Umordnungsschlüssel. Dann liegt nahe, dass “KRYPTOS” auch eine wichtige Rolle bei Teil 4 spielt. Bei der Hill-Chiffre ließe sich das dadurch bewerkstelligen, dass man aus den Positionen der Buchstaben des Schlüsselworts im Alphabet die Schlüsselmatrix bildet. Bei 7 Buchstaben müsste man für eine 3×3-Matrix aber schon zwei Luschen dazunehmen. Spielt die rechte Seite der Skulptur bei Craigs Ansatz überhaupt eine Rolle?
    Gibt es eine Übersicht über andere erfolglose Ansätze?
    Auf die Gefahr hin, Eulen nach Athen zu tragen: Teil 4 zeigt wohl einen Schwerpunkt bei Periode 7 – kann dies irgendwie mit der Buchstabenzahl von “KRYPTOS” zusammenhängen? (gegen einen “normalen” Vigenere mit nur 7 Alphabeten spricht aber wohl schon der gegenüber den Teilen 1 und 2 (10 bzw. 8 Alphabete) geringere Koinzidenzindex).

    • #6 Klaus Schmeh
      25. Juli 2016

      >Spielt die rechte Seite der Skulptur bei Craigs Ansatz überhaupt eine Rolle?
      Nein. Da er aber alle 3×3-Matrizen durchprobiert hat, sind Matrizen, in denen KRYPTOS vorkommt mit abgedeckt. Es könnte aber auch sein, dass ein Alphabet der Form KRYPTOSABCDEFGHIJLMNQUVWXZ verwendet wurde oder etwas Ähnliches. Dass KRYPTOS im Schlüssel vorkommt, klingt jedenfalls plausibel.

      >Gibt es eine Übersicht über andere erfolglose Ansätze?
      Ich wüsste nicht.

  5. #7 mo
    26. Juli 2016

    die Berlin Uhr ist ja wohl zur Basis 5,
    evt. sollte man die HILL Matrix mal so berechnen
    und nicht zur Basis 10.

  6. #8 Hias
    Bayern
    26. Juli 2016

    Ist bekannt, ob die Interpretation der “BERLINCLOCK” von Sanborn bestätigt ist? Er verrät doch nur, dass NYPVTT für Berlin steht und danach das Wort CLOCK folgt. Das Fragezeichen am Chiffreanfang ist doch ein Hinweis darauf, dass der Text rückwärts geschrieben ist. Demnach steht NYPVTT für NILREB und es folgt WINFB für KCOLC.
    Wäre toll, wenn dieser Ansatz jemanden zur Lösung bringt.

  7. #9 cimddwc
    27. Juli 2016

    Die engl. Wikipedia sagt:

    Sanborn gave The New York Times another clue in November 2014: the letters “MZFPK”, the 70th-74th letters in part four, become “CLOCK” after decryption.[20] This may be a direct reference to the Berlin Clock.

    Sanborn further stated that in order to solve section 4, “You’d better delve into that particular clock,” but added, “There are several really interesting clocks in Berlin.”[21]

    Also explizit die angegebenen Buchstaben.

    Und gehört das Fragezeichen nicht eher zum Text davor? So sieht’s jedenfalls bei den Lösungen in Wikipedia und NY Times aus.

  8. #10 Thomas
    27. Juli 2016

    Bei Teil 2 gab es ja den merkwürdigen Wechsel am Ende des Klartextes von “id by rows” zu “x layer two”. Mit rows und layers würde ich eine Trifid-Chiffre assoziieren. Trifid baut auf einem 3x3x3-Würfel (wie Rubik-Würfel) auf, der eben columns, rows und layers hat. Die Verschlüsselung hängt davon ab, wie die 26 Buchstaben auf die 27 kleinen Würfel verteilt werden. Bei der Verteilung kann auch ein Schlüsselwort verwendet werden. ZB ließe sich ein Schlüsselwort mit 7 Buchstaben (etwa KRYPTOS) auf die 7 Würfel von 3 Kanten verteilen, die sich in einer Ecke schneiden. Trifid wäre auch eine schöne Abwechslung nach 2 x Vigenere und Transposition. Weiß jemand, ob so etwas schon getestet wurde?

  9. #11 Thomas
    28. Juli 2016

    Möglicherweise sollen mit der Skulptur (klassische) Chiffren aus den drei Gruppen polyalphabetische Substitution (Vigenere 10 und 8 in den Teilen 1 und 2), Transposition (Teil 3) und polygraphische Substitution (Verschlüsselung mehrerer Buchstaben auf einmal, wie Klaus in seinem Artikel schreibt) gezeigt werden, um eine gewisse Bandbreite an Verfahren abzudecken. Für Teil 4 wäre danach etwas Polygraphisches zu erwarten; vielleicht hat Craig Bauer deshalb die Hill-Chiffre getestet. Zu denken ist aber auch an andere Verfahren, wobei auf 5×5-Quadraten basierende Chiffren (Playfair, Bifid) bei 26 verschiedenen Buchstaben in Teil 4 (mit J) wohl ausscheiden. Möglich bleibt aber Trifid mit 27 “Plätzen” (würde auch mit seiner Ausweitung auf die dritte Dimension zu einem Bildhauer passen :-)). Ob sich der Koinzidenzindex des 4. Teils mit Trifid vereinbaren lässt – keine Ahnung. Ich habe nichts dazu gefunden, ob Trifid zu einer bestimmten Bandbreite des KI im Chiffrat führt, vielleicht weiß hier jemand mehr.
    Leider habe ich auch nicht die Programmierkenntnisse, um analog zu Bauers Vorgehen bei der Hill-Chiffre die Buchstabenverteilungen im Schlüsselwürfel durchzuprobieren, die zu “BERLINCLOCK” im Klartext an der richtigen Stelle führen können (und vielleicht auch ein bestimmtes Muster der Buchstaben K, R, Y, P, T, O, S im Würfel zeigen). Sanborns Bemerkung von “pencil and paper” bezieht sich wohl nur auf das Ver- und Entschlüsseln bei bekanntem Schlüssel und nicht auf das “Cracken”.

  10. #12 James Simpson
    English Version?
    28. Juli 2016

    Just wondering if there was a tab to click that translates to an English Version.

    Love the site Claus but hate Google Translate…… that’s a cipher unto itself.

    James

  11. #14 Marc
    26. September 2016

    Bezüglich K4 hätte ich noch eine “Vorschlag” bezüglich einer verwendeten Transpositions-Verschlüsselung.

    Ich hatte irgendwo im Netz eine Theorie gelesen, nach der in K4 der Text evtl. in 2 Blöcke aufgeteilt und diese beiden Blöcke durch eine Transposition “ineinandergeschrieben” wurden :

    1. Buchstabe Block 1
    1. Buchstabe Block 2
    2. Buchstabe Block 1
    2. Buchstabe Block 2
    usw.

    Tatsächlich gibt es eine Transposition, die in diesem Zusammenhang aus folgenden Gründen sehr interessant ist :

    – Sie funktioniert ähnlich wie die Transposition in K3
    – Es ergibt sich genau dieses “Muster”

    Zunächst möchte ich aber noch etwas zu K3 sagen. Es gibt bekanntlich verschiedene Wege, K3 zu entschlüsseln. Dabei ist die Variante, welche einen vom Wort “KRYPTOS” abgeleiteten Transpositionsschlüssel benutzt, meiner Meinung nach mit die komplizierteste. Man kann K3 auch einfacher ohne diesen Schlüssel durch Drehung und Änderung der Matrix-Dimensionen in 3 Schritten entschlüsseln. Mit dieser Variante als “Vorbild” habe ich ein wenig mit K4 experimentiert und folgende Transposition gefunden :

    Aufteilung in 7×14

    1. Drehung um 90° (im Uhrzeigersinn oder entgegen ist egal !!!)
    2. Änderung der Matrix von 14×7 in 7×14
    3. Erneute Drehung um 90° (Wiederholung Schritt 1)
    (4.) Erneute Änderung der Matrix von 14×7 in 7×14 (Wiederholung Schritt 2) -> kann man auch weglassen !

    Das Ergebnis ist, dass beide Blöcke auf dem Kopf stehend “ineindergeschrieben” sind. Es würde dann nur noch die verwendete Maskierungstechnik fehlen.

    Ich weiß nicht, ob das schon jemand mit berücksichtigt hat. Leider gibt es keine zentrale Datenbank, was schon alles mit negativem Ergebnis ausprobiert wurde.

  12. #15 TWO
    28. September 2016

    SW J LLAETG
    BS C ISSAAB
    XL A YERTWO

    K3
    FROM THE MISSED X

    W J LLAETG
    B S CISSAA
    I D BYROWS ACC -> AAC

    regards,

    TWO

  13. #16 TWO
    1. Oktober 2016

    complete text :

    SW J LLAETG
    BS C ISSAAB
    XL A YERTWO

    K3
    FROM THE MISSED X (remove X)

    W J LLAETG
    B S CISSAA
    I D BYROWS — in by rows, out by colums

    W Z LLAETG
    B S CISSAA
    I N BYROWS

    J Z

    K3 does not contain the letters JZ

    ZKRYPTOS — ZJ — introduces double letter pairs

    VIG STANDARD ALPHABET
    PASSPHRASE AZ

    ABC – ACC — AAC

    The debris (WRACK) was removed

    WOBKR
    UOXOGHULBSOLIFBBWFLRVQQPRNGKSSO
    TWTQSJQSSEKZZWATJKLUDIAWINFBNYP
    VTTMZFPKWGDKZXTJCDIGKUHUAUEKCAR

    OBKR
    UOXOGHULBSOLIFBBWFLRVQQPRNGKSSO
    TWTQSJQSSEKZZWATJKLUDIAWINFBNYP
    VTTMZFPKWGDKZXTJCDIGKUHUAUE

    O B K R U O X O G H U L B S O L I F B B W F L r V Q Q P R N G
    K S S O T W T Q S J Q S S E K Z Z W A T J K L u D I A W I N F
    B N Y P V T T M Z F P K W G D K Z X T J C D I g K U H U A U E
    H O D V T R T T S S L N H E M I E F P I R M D C E E H U E F M F G M H O E N P D R A
    ..
    L U Y E R N T H C A I A N H S Y D I B I O E T P C O E H R S L N H O R H A Y D N E

    QLU GRU KLU

    K1 – Morse
    K2 – BETWEEN
    K3 – ITWAS
    K4 – OBKR
    K5 – HODVTR

    BOX CAR – Fairchild AC-119-G Shadow (Flying Boxcar) (191) start position Skip Method.

    AC 119-K Stinger (1191)

    W I Z H I
    R Q S O S
    T O A L L

    To all, get all (SW J GETALL)

    P A L I M P S E S T A B S C I S S A

    S P E C I A L B T M

    P S A S I S S A

  14. #17 Marc
    25. Februar 2017


    CANDLEQO
    BKRUOXOG
    HULBSOLI
    FBBWFLRV
    QQPRNGKS
    SOTWTQSJ
    QSSEKZZW
    ATJKLUDI
    AWINFBNY
    PVTTMZFP
    KWGDKZXT
    JCDIGKUH
    UAUEKCAR

    rotate clockwise :

    UJKPAAQSQFHBC
    ACWVWTSOQBUKA
    UDGTIJSTPBLRN (BLRNEI -> BERLIN)
    EIDTNKEWRWBUD
    KGKMFLKTNFSOL
    CKZZBUZQGLOXE (Pos. 77 X)
    AUXFNDZSKRLOQ
    RHTPYIWJSVIGO

    shift X from Pos. 77 to Pos. 1

    XEAUXFNDZSKRL
    OQRHTPYIWJSVI
    GOUJKPAAQSQFH
    BCACWVWTSOQBU
    KAUDGTIJSTPBL (Pos. 64 BLRNEI)
    RNEIDTNKEWRWB
    UDKGKMFLKTNFS
    OLCKZZBUZQGLO

    KRPTOS = 143625 (transposition key)

    143625
    BLRNEI = BERLIN !!

    regards,
    Marc

  15. #18 Marc
    25. Februar 2017

    PS : The transposition key in K3 was 14(7)3625 !

  16. #19 Marc
    6. März 2017

    KEHS ARE TEN AND CIRQUE !

  17. #20 Marc
    21. März 2017


    K1 Palimpsest-Message :

    cipher (Palimpsest) /
    key /
    message (cipher letters encrypted with key letter S) :

    EMUFPHZLRFAXYUSDJKZLDKRNSHGNFIVJYQTQUXQBQVYUVLLTREVJYQTMKYRDMFD /
    palimpSestpalimpSestpalimpSestpalimpSestpalimpSestpalimpSestpal /
    ______Z_________J_________G_________U_________L_________K______

    Read it backwards : KLUG JZ(S)

    Jim Sanborn speaks German :-)

  18. #21 Marc
    21. März 2017

    PS: The Initial letter of KLUG is the misspelled Q in the plaintext !

  19. #22 Marc
    23. März 2017

    Für alle, die sich mit K4 beschäftigen.

    Hier ein möglicher Lösungsansatz :

    Es scheint so zu sein, wie bereits die NSA-Analysten und auch andere schon vermutet hatten.

    Auf Ebene 1 wird eine Substitution verwendet, die mit dem Kryptos-ABC arbeitet. Es ist jedoch
    keine klassische Vigenere-Verschlüsselung, sondern eine clevere Abwandlung von Auto-Key
    (wenn ein Stück des Klartextes entschlüsselt ist, findet man dort einen Hinweis – falscher
    Buchstabe usw. – wie der Schlüssel weitergeht !).

    Die 2. Ebene ist eine Transposition ! Hierzu gleich mehr.

    Es gibt hier noch einen Trick. Die ersten 10 Buchstaben (beginnend mit Q !) sind
    scheinbar nur auf der 1. Ebene versclüsselt. Hier mit nur einem Schlüsselbuchstaben, was
    einer einfachen Cäsar-Verschiebung mit dem Kryptos-ABC entspricht. Das könnte
    eine Art “Türöffner” sein.

    Der Schlüsselbuchstabe ist Q bzw. entspricht dies dem Cäsar-Schlüssel 20, das Kryptos-ABC vorausgesetzt. Wir erhalten als Klartext :

    KEHS ARE TEN (Das falsche H hat eine Bedeutung, dazu gleich mehr)

    Die restlichen 88 Buchstaben müssen erst auf Ebene 2 entschlüsselt werden. Hierfür benötigt
    man eine Startposition, dass ist die 77 bzw. abzüglich der beretis entschlüsselten 10 Buchstaben die 67 (G). Von dort aus liest man von links nach rechts aus, indem man einfach immer 2 Buchstaben überspringt (also jeder 3. Buchstabe) und man erhält :

    GZJIUAKRLOFWRQNSTQQEZTLIIBPTFWKTDKUEAUSIBLQRKOTJSZAKDWFYTZKDXCGHUCHBLBFVPGSWSSKWJUANNVMP

    Nun gehts auf Ebene 1 weiter. Hier kommt das o.g. falsche H ins Spiel. Dies solle eigentlich
    ein Y sein (KEYS). Dieser “Fehler” verrät, wie der Schlüssel weitergeht. Damit aus dem H
    ein Y wird, müsste der Schlüsselbuchstabe ein S sein. Wir entschlüsseln die nächsten
    10 Buchstaben (GZJIUAKRLO) also mit S :

    AND CIRQUEZ

    Hier wäre jetzt auch klar, dass sich “Maskierung” darauf bezieht, dass der Klartext bereits
    vor der Verschlüsselung maskiert wurde (S -> Z) usw. Ich vermute stark, dass mit CIRQUEZ
    CIRCLES gemeint ist, denn entschlüsselt man die nächsten 7 Buchstaben (FWRQNST) mit CIRCLES erhält man :

    PB KEY U X

    An dieser Stelle bin ich mir nicht ganz sicher, ob das richtig ist (was ist PB und U X ?).
    Aber zumindest hat man wieder das Wort KEY.

    Vielleicht probiert es jemand mal aus und vielleicht kommen wir ja so weiter. Das Ganze passt
    zu vielen Aussagen, die Ed Scheidt gemacht hat !

  20. #23 Marc
    23. März 2017

    PS: Die 88 Buchstaben sind :

    GZJIUAKRLOFWRQNSTQQEZTLIIBPTFWKTDKUEAUSIBLQRKOTJSZAKDWFYTZKDX
    CGHUCHBLBFVPGSWSSKWJUANNVMP

    Im vorherigen Post wurde es hinten abgeschnitten !

  21. #24 Stefan
    27. März 2017

    PB könnte für publik stehen? (public key…)

  22. #25 Marc
    27. März 2017

    @Stefan
    Ja, dass ist mir auch schon in den Sinn gekommen.

    Mir ist noch etwas aufgefallen. Ich hatte schonmal die Idee, die Chiffre (mit 98 Buchstaben) in 2 Blöcke á 49 Buchstaben aufzuteilen. Ursprünglich, weil mir die Verteilung des O etwas seltsam vorkam (5 Stück im oberen und kein einziges im unteren Block) :

    Block 1:
    QOBKRUO
    XOGHULB
    SOLIFBB
    WFLRVQQ
    PRNGKSS
    OTWTQSJ
    QSSEKZZ

    Block 2:
    WATJKLU
    DIAWINF
    BNYPVTT
    MZFPKWG
    DKZXTJC
    DIGKUHU
    AUEKCAR

    Auch für den “Anfang” des unteren Blocks, hier sind es die ersten 7 Buchstaben “WATJKLU” ergibt sich ein “fast” sinnvoller Klartext. Der Schlüsselbuchstabe hier ist N : THE WA(X)Y. Nur das X ist hier leider buchstäblich “im Weg” . Bei THE WAY musste ich aber sofort an “THE LOWER PART OF THE DOORWAY” denken (LOWER PART = unterer Block).

    Es wird ja schon länger vermutet, dass die Geokoordinaten in K2 evtl. Schlüsselinformationen für eine Transpositions-Verschlüsselung enthalten. Die Idee mit der 77 als Offset, wie im vorherigen Post beschrieben, kommt übringens nicht von mir, hab ich nur “geklaut” :-). Allerdings haben wir in K2 nicht nur die 77 sondern eben auch die 38. Evtl. könnte die 38 ein Offset für den oberen und die 77 ein Offset für den unteren Block sein (die Zahlen passen ja). Dann müsste man evtl. bei der Transposition diese 2 Blöcke getrennt voneinander betrachten (evtl. gleiches System aber unterschiedliche Schlüssel).

  23. #26 Stefan
    28. März 2017

    @Marc
    Kenn mich leider mit den Verschlüsselungstechniken nicht so gut aus, habe vor ein paar Jahren mich mal damit beschäftigt. Muss mich da wieder einlesen.

    Was mir noch eingefallen ist: UX bedeutet sonst auch User Experience, ergibt aber keinen Sinn :)

    Denke auch dass die Geokoordinaten ein Hinweis zur Lösung beitragen.

  24. #27 Marc
    28. März 2017

    Die Sache wird immer in interessanter.

    Schaut euch doch die Berlin-Uhr nochmal genauer an, hier speziell die 3. Signalreihe. Auch hier ist jedes 3. Feld der 11 Felder (88 -> 11 hmm…) rot “markiert” (alle 15 Minuten), dass passt perfekt zu der verwendeten Transposition.

  25. #28 Stefan
    29. März 2017

    Soweit ich gelesen habe wurde das schon untersucht aber nichts gescheites rausgekommen.
    Vielleicht muss man die Buchstaben so sortieren wie auch die Uhr zählt. Also irgendwie vorsortieren und dann die Teile einzeln entschlüsseln

  26. #29 Marc
    29. März 2017

    Noch eine kleine ergänzende Information. Ich habe diese 27 Buchstaben vor ein paar Wochen nach Amerika geschickt. Es kam keine Rückmeldung.