Isebek-Cryptogram-bar

Blog reader Dominique Eggerstedt has found a bottle post in a canal in Northern Germany. It contains some text parts that look encrypted. Can a reader solve this mystery?

Bottle posts containing encrypted messages are very rare. Until recently, I only knew about two cases: a Civil War bottle post from the 19th century and a Russian bottle post (“Kaliningrad’s second mystery”).

 

A message found in a canal

Blog reader Dominique Eggerstedt has now added a third case to this collection. Three weeks ago, when standup paddling on the Isebekkanal (a canal in Hamburg flowing into the Alster), she found a small liquor bottle containing a sheet steming from a cigar box as well as a photo copy of this sheet. The following picture shows this finding (note that the photo copy was included in the bottle, it was not made by the finder):

Isebek-Cryptogram-1

As can be seen, a message is written on the rear side of the sheet. Here’s the message in detail:

Isebek-Cryptogram-2

Here’s a second picture of the message Dominique provided me (click on it for a higher resolution):

Isebek-Cryptogram-3

There’s also a short text on the front side of the sheet:

Isebek-Cryptogram-4

What does it mean?

Dominique provided me the following transcription:

Rear side:

1-9-0- UHR-30-<18ANN099>

E X T R
2 A 6  6ELRRNTI 6EBILDRTI ANS6RBILDRT,

E                               E [upside down]                                                 E!

KÖRPRRNOSWLICH WSON ERTÜCHTIGT;E!  [circle with a point]
217,9MKHS7,SOS<DHZ>W5KFFVRRW-

ZEHEN-I]YNI]YWÄRW MÄDCHEN! <IDM,

VOEPSTR DHZAKRSEWSKi, AHRS7APKRS7

VRRAU6TTTT: DH dh DR dr Oo.ZZAKRSITW5u!

TNT [circled] 6ESCHIRR! ThZIW STÜRMRRIN
<DHMKTAHAZ > STÜRMRRIW IW TuZIN!

2036 ca 1956201560 DHAHRS7APKRS7KZerM6T DHZ

Front side:

M-IDSBT
I]YEARN

200156 n A

This cryptogram contains German words, like MÄDCHEN and UHR. Some words are misspelled. Most of the letter sequences don’t make sense to me at all.

Does a reader know what all this is about? Does the message have a sense? Can it be decrypted? Why was a copy of the cigar box included in the bottle? Any comment is appreciated.

Further reading: An encrypted notebook that waits to be solved

Kommentare (16)

  1. #1 neo2300
    Linz, AT
    16. Oktober 2016

    Hi!
    The transcription is not correct.
    for example:
    6ELRRNTI 6EBILDRTI ANS6RBILDRT
    means:
    gelernt, gebildet, ausgebildet
    the way he/she writes the E is uncommon.
    I will take a closer look soon 😉

  2. #2 Dampier
    16. Oktober 2016

    Erscheint mir manisch, zwanghaft.
    Looks maniac and compulsive to me …

  3. #3 Norbert
    16. Oktober 2016

    Es gibt ja viele Menschen, die während eines Telefonats gerne etwas auf ein Blatt Papier schreiben, seien es Notizen, seien es Kritzeleien ohne besondere Bedeutung (manchmal aber mit künstlerischem Wert), sei es irgendetwas dazwischen: Für einen Außenstehenden wirkt das Ergebnis meistens sehr verworren. So wirkt dieser Zettel auf mich. Eine mögliche, aber völlig hypothetische Erklärung: Person A, sagen wir ein Spielervermittler im Jugendfußballbereich mit leichter Legasthenie, macht sich während eines Telefonats Notizen auf die Innenseite seiner Zigarilloschachtel, die er anschließend achtlos wegwirft. Person B findet sie, ist interessiert, macht eine Kopie und beschließt letztlich, sich einen Scherz zu erlauben, indem er die Schachtel samt Kopie in eine Flaschenpost steckt.

    Ich erkenne den Ausdruck “körperlich ertüchtigt” mit eingesetzten Himmelsrichtungen (NOSW, WSON), warum auch immer – vermutlich ohne logischen Sinn, siehe oben. Des weiteren einen polnischen Nachnamen, Zakrsewski (möglicherweise korrekt Zakrzewski?). “Tuzin” wäre polnisch für “Dutzend”, “Stürmerin in Tuzin” vielleicht “Stürmerinnen im Dutzend”?

  4. #4 Norbert
    16. Oktober 2016

    Es scheint im von mir vermuteten Telefonat unter anderem um Feinheiten der deutschen Sprache zu gehen: Wurde man als Fußballspieler “gelernt” oder “gebildet” oder doch “ausgebildet”? Ist der Ausdruck “körperlich ertüchtigt”, der vielleicht in einem Wörterbuch steht, okay oder klingt das für deutsche Ohren ein wenig seltsam?

    Und ein wunderschönes Beispiel wäre, wenn ich nicht komplett falsch liege, “TNT” in Zusammenhang mit “Geschirr”. Hier ist wohl kaum von Sprengstoff in der Küche die Rede. Der (ich bleibe bei meiner Hypothese) angehende Spielervermittler möchte ausdrücken, dass er einen guten “Service” bietet, polnisch “serwis”. In seinem Wörterbuch stehen aber bei “serwis” mehrere verschiedene deutsche Begriffe, welcher ist der richtige? “Geschirr”? TNT! Tylko nie to! Bloß das nicht!

  5. #5 Ellie Velinska
    16. Oktober 2016

    Can it be something related to the game Minecraft?

  6. #6 Roland B.
    16. Oktober 2016

    “2 A 6 6ELRRNTI 6EBILDRTI ANS6RBILDRT,”
    lese ich als
    2 A GELERNT, GEBILDET, AUSGEBILDET,

    Das ist keine 6, sondern ein G, und das angeblich N im letzten Wort eindeutig ein U, das N im ersten Wort sieht anders aus.

    “KÖRPRRNOSWLICH WSON”
    Zwischen KÖRPER und den nächsten Buchstaben ist eine Lücke, NOSWLICH erinnert mich irgendwie an eine Ortsangabe, NordOstSüdWestlich [von] auch wenn die Kombination unsinnig scheint. Vielleicht eine Richtungsangabe?
    WSON könnten die Himmelsrichtungen sein, von West über Süd und Ost nach Nord drehend.

    “217,9MKHS7” Könnte das irgendeine Funkfrequenz sein (abgesehen davon, daß ich das als 218,9 lesen würde…). Danach das SOS – vielleicht ein schnell mitgeschriebener Funkspruch, Notruf, mit Störungen, notiert von jemandem, der Deutsch nicht als Muttersprache hat oder nicht sonderlich viel schreibt?
    Und auf dem gleichen Zettel dann noch andere Notizen, weil er gerade griffbereit lag?

    “ThZIW” liest sich für mich eher wie TUZIK, eventuell auch TUZIN (der letzte Buchstabe ähnelt sehr dem letzten des folgenden Wortes, das wohl als STÜRMERIN zu lesen ist).

  7. #7 Roland B.
    16. Oktober 2016

    Das “2 A” anfangs der Gelernt-Zeile könnte vielleicht das alte A2-Seefahrtspatent meinen (Steuermann auf kleiner Fahrt).
    Aber vielleicht deute ich da viel zu viel Nautik rein.

  8. #8 Klaus Schmeh
    16. Oktober 2016

    @Roland B.: Ich glaube eher, es heißt:
    DA GELERNT, GEBILDET, AUSGEBILDET
    Mit “DA” könnte zum Beispiel Polen gemeint sein.

  9. #9 ALAN w
    16. Oktober 2016

    PlanneD attack with ak47 explosives have to read a Bit more but sussed that Part out the time and Date are in there abd contract Person and pkace of attack

  10. #10 Marc
    16. Oktober 2016

    @Roland #6
    Es heißt wohl tuzin : ein Dutzend (12)

    Das Wort kommt 2x vor :
    TUZIN STÜRMERIN und 1 Zeile darunter
    STÜRMERIN TUZIN

  11. #11 Marc
    16. Oktober 2016

    VRRAU6TTTT -> VERLANGT TTT ?!

  12. #12 Thomas
    18. Oktober 2016

    Das ist ja ein deutscher Mc Cormick-Fall – glücklicherweise aber ohne Leiche! Da scheint mir aber mehr als Legasthenie dahinter zu stecken – eher große Verwirrtheit des Verfassers. Nur einige Assoziationen: Wie Norbert schon schrieb, könnte dem Verfasser etwas von Frauenfußball oder -handball vorgeschwebt haben (Stürmerin). 1956602015 könnte bedeuten, dass sich 2015 das 60ste Mal ein bestimmtes Ereignisses wiederholte, das erstmals 1956 stattfand. So hatte z.B. 1956 die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft ihr erstes Länderspiel, im selben Jahr war die erste Teilnahme der deutschen Frauenhandballnationalmannschaft an einer (Feldhandball-)WM. Bei “Geschirr” kann man an die Prämien denken, welche die Frauenfußballnationalmannschaft 1989 (ausschließlich) und 2011 (zusätzlich) erhielt. Deutet man TNT entsprechend Norberts Idee als “to nie to”, könnte darin das Unverständnis des Schreibers mit der Entlohnung der Spielerinnen zum Ausdruck kommen.

  13. #13 Marc
    18. Oktober 2016

    Nur so eine Idee :
    Vielleicht ist hier ja der Sportverein Ferencváros Budapest als Ausbildungsverein gemeint : http://www.fradi.hu/en/
    Dieser ist 1899 gegründet worden und im Logo 3 E’s. Evtl. hat sich der “Schreiber” während des angenommen Telefonates ja an dieses Logo erinnert und in Gedanken versunken die 3 E’s dort hingeschrieben. Der Verein hat neben der Fußball- auch eine Handballabteilung.

  14. #14 Jane Smith
    20. Oktober 2016

    Vielleicht hat sich da auch jemand was zu Computerspielen aufgeschrieben? Wollte Anno kaufen, zum Preis von 18,99 Euro? Oder in der Version 1899?

    Solche Richtungsangaben NOSW passen auch zu Computerspielen.

    Und es gibt eine Firma “TNT Spiele”, sehe ich gerade. Aha: Sie haben tatsächlich Anno und ein Fußballspiel im Angebot. Hier: http://www.tntspiele.de

  15. #15 mirakullix
    20. Oktober 2016

    I think it’s probably a Geocache. I googled around and found a Cacher called anno1899 and a website witch Liste a cache placed at the isebek Kanal. The rest is probably a puzzle for the cacher who finds it witch leads him/her to a sightseeing place nearby

  16. #16 Norbert
    21. Oktober 2016

    Die These, dass hier ein Fußballverein eine Rolle spielt, gefällt mir von allen bis jetzt genannten am besten (Handball scheint mir weniger wahrscheinlich, da spricht man von Flügel- und Rückraumspielerinnen, aber nicht unbedingt von Stürmerinnen). Ich würde aber vom Isebekkanal aus den Bogen nicht bis nach Ungarn spannen wollen, auch z.B. der SV Werder Bremen (gegr. 1899) ist zu weit weg und wohl auch ein paar Nummern zu groß.

    Hier sind zwei Hamburger Vereine, bei denen es sich möglicherweise lohnen würde nachzufragen (falls Frau Eggerstädt soviel detektivischen Ehrgeiz besitzt):

    Erstens der DSC Hanseat: Dieser Verein wurde Anno 1899 gegründet und besitzt seit 2007 eine Jugendabteilung, bei der insbesondere die Mädchen sehr erfolgreich spielen und 2011 immerhin das Hamburger Pokalfinale erreichten. Eine der beiden vom DSC genutzten Sportanlagen befindet sich in der Vogesenstraße (was zugegebenermaßen nicht viel gemeinsam hat mit “VOEPSTR” auf dem Zigarillopapier, aber immerhin die beiden Anfangsbuchstaben …). Durch Dulsberg fließt die Osterbek. Von der Strömung her scheint es mir zwar völlig unmöglich, dass eine dort in den Bach geworfene Flaschenpost in den Isebekkanal gelangt, aber ich würde eh davon ausgehen, dass der Zettel nicht vom Verfasser, sondern einem zufälligen Finder in die Flaschenpost gepackt und wohl kaum direkt am Fundort auf die Reise geschickt wurde.

    Der zweite Verein heißt KS Polonia Hamburg und ist laut eigener Angabe ein “polnisch geprägter Fußballverein in […] Hamburg”. Da könnte man rein interessehalber nachfragen, weil ja nun einmal “Zakrsewski” und “Tuzin” recht polnisch klingen. Dieser Verein wurde leider nicht 1899 gegründet, sondern 1988 – ob unserem Autor ein solcher Zahlendreher zuzutrauen ist, wage ich nicht zu beurteilen 😉