A postcard from 1885 was written in a strange code. Can a reader decipher it?

Tobias Schrödel, Germany’s number one comedy hacker and crypto book expert, has provided me another encrypted postcard. Here’s the address side of it:

Postcard-CH-Hamburg-1-add

Apparently, this card was sent from Zurich, Switzerland, to Hamburg, Germany, in 1886. The recipient was a certain Henry (?) M. Rosenberg, living in Grosse Bleichen, a well-known street in central Hamburg. Grosse Bleichen is located close to the Aussenalster, which is the place where the Altster bottle posts were found over a century later (no, I don’t think that there is a relationship).

As readers of this blog know, encrypted postcards are nothing uncommon. I have introduced dozens of them on this blog. However, this one looks different from all others I have seen so far. Here’s the encrypted message:

Postcard-CH-Hamburg-mes

This postcard was written in 1885, which makes it one of the oldest encrypted postcards I have ever seen (the only older one I remember was written in 1875, also from Switzerland). Usually, encrypted postcards were written by young men to their spouses, but this one looks more like a business message (at least today, Grosse Bleichen is a place where many businesses are located) .

The encrypted text passages (there are two, numbered VII and VIII) look unusual, too. Unlike most other encrypted postcards, this one appears not to be enciphered in a MASC.

There is a lot of regularity in the ciphertext. For instance, in the first passage (VII), we find the numbers 29, 30, 32, 34, 37, 42, 43, 44, 45, 47, 51, 52, 53 (in this order, but with some interruptions). This means that there is not much entropy contained. Maybe, these numbers refer to catalog entries or something similar.

Does a reader have a clue what this message means?


Further reading: How my readers solved the Fleissner challenge

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Kommentare (12)

  1. #1 Bernd
    5. März 2018

    “Tobias Schrödel, Germany’s number one comedy hacker and crypto book expert, has provided me another encrypted postcard.”

    Wenn ich die Postkarte entschlüssele – was einfach ist – ist er dann die Nummer 2?

  2. #2 Gerd
    5. März 2018

    I think the address says “Herrn M. Rosenberg”, and the first line of the text is like “Übersenden Sie mir sofort”
    So the numbers may be number of pieces and type of a product that was ordered with this card.
    Gerd

  3. #3 Charlotte Auer
    5. März 2018

    Ich denke, dass Gerd das richtig sieht. Es gibt hier überhaupt nichts zu entschlüsseln. Es handelt sich einfach um eine Bestellung aus einem Waren-Katalog, wobei die hochgestellten Ziffern sehr wahrscheinlich die gewünschten Stückzahlen angeben.

  4. #4 Thomas
    5. März 2018

    Herr M. Rosenberg betrieb unter der Anschrift Große Bleichen 65a eine “Buch- und Steindruckerei”. Daher ging es wohl um eine Bestellung irgendwelcher Drucksachen.

  5. #5 Ivo
    6. März 2018

    @Thomas:
    es könnte auch so etwas wie One-Time-Pad sein… Postkarte übermittelt den Schlüssel.
    Das würde gut zur “Buch- und Steindruckerei” passen.

  6. #6 Thomas
    7. März 2018

    @Ivo
    OTP 1886? Glaube ich eher nicht. Ich neige der These von Gerd und Charlotte zu, dass es sich bei den hochgestellten Zahlen um Stückzahlen (evt. × 100 oder x 1.000) und bei den anderen Zahlen um Bestellnummern von Drucksachen handelt.

  7. #7 Ivo
    7. März 2018

    @Thomas,
    …”OTP 1886″ –> Frank Miller, Inventor of the One-Time Pad.
    Persönlich glaube ich nicht, dass man damals Gedrucktes per Postkarte bestellt hat.
    Es müsste ein Stammkunde gewesen sein, da der Verkäufer sämtliche Daten des Kunden (Lieferadresse, Zahlungsart (!!!)) nur anhand der Unterschrift erkennen müsste. Dazu, um konkrete Artikel/Produkte bestellen zu können müsste der Absender einen Katalog/Liste usw zur Verfügung gehabt haben…
    ABER: es gilt solange nicht dekodiert könnte ja Vieles sein 😉

  8. #8 Thomas
    7. März 2018

    @Ivo
    Bereits Miller verwendete Zufallszahlen, womit sich die z.T. aufeinanderfolgenden nur zweistelligen Zahlen auf der Karte nur schlecht vereinbaren lassen.
    Warum sollten denn Drucksachen (vielleicht Vordrucke, Formulare etc. nach Angebotsprospekt) nicht per Postkarte bestellt werden? Wenn es sich, was ja durchaus möglich ist, um einen Stammkunden handelte, genügte die Unterschrift, weil die Lieferanschrift bekannt war. Als Zahlungsart für Paketsendungen war seinerzeit das Nachnahmeverfahren üblich, da gab es kaum Alternativen. Wie dem auch sei, Anhaltspunkte dafür, dass die Zahlen einen kryptografischen Zweck hatten, sehe ich nicht.

  9. #9 Ivo
    7. März 2018

    @Thomas
    Möglicherweise hast Du Recht. Bin nicht dagegen und dennoch gespannt wie es weiter geht…

  10. #10 Thomas
    7. März 2018

    Man könnte noch versuchen, etwas über den Absender in Aussersihl (heute zu Zürich gehörend) herauszufinden, allerdings kann ich den Anfang des Namens nicht entziffern, vlt. “R. Bautelieu”?

  11. #11 Charlotte Auer
    7. März 2018

    @Ivo

    Ganz ehrlich? Was glauben Sie, wie viele Kunden der Herr Rosenberg ausgerechnet in Aussersihl wohl gehabt haben mag? Und wie viele mehr oder weniger identische Bestellungen schon bei ihm auf dem gleichen Weg als knappe Postkarte eingegangen waren? Bei einem langjährig etablierten Verhältnis zwischen Lieferanten und Kunden ist so eine Kurzform gewiss nicht ungewöhnlich.

  12. #12 Gerd
    7. März 2018

    Here is an example what type of products were available from a “Buch und Steindruckerei” at that time:

    https://www.zvab.com/servlet/BookDetailsPL?bi=19618238097&searchurl=hl%3Don%26tn%3Dbuch%2Bund%2Bsteindruckerei%26sortby%3D20

    Gerd