Am 17. Mai wird, daran habe ich wenig Zweifel, die Schweizer Bevölkerung den mehrheitlichen Wunsch äußern, die Komplementärmedizin und unter derem Mantel eine Menge Voodoo in der Verfassung zu verankern. Ali Arbia hat mit leicht verzweifeltem Unterton bereits darüber berichtet. Einer der vehementesten Verfechter des Abstimmungs-JA ist der homöopathische und anthroposophische Arzt Dr. Hansueli Albonico, der der Zeitschrift Soziale Medizin zum Wirkmechanismus der Homöopathie erklärte:

Es gibt aus der Physik verschiedene Annäherungsversuche. Plausibel
erscheint mir beispielsweise die Erklärung durch Resonanzphänomene.
Also etwa so, wie wenn ich auf meinem Cello die C-Saite anstreiche.
Dann schwingt auf jedem anderen Cello in der Nähe ebenfalls die
C-Saite. Ähnliche Übertragungen des Wirkstoffs auf die Trägersubstanz
und sodann auf den Patienten könnten bei homöopathischen Heilmitteln
eine Rolle spielen. Es handelt sich bei den betreffenden Substanzen ja
nicht einfach um Verdünnungen, sondern um Potenzierungen, bei welchen
die Substanz in verschiedenen Schritten verschüttelt wird. Man geht
davon aus, dass sich dabei sogar eine Verstärkung der Wirkung ergibt.
Bescheidenerweise muss man aber sagen, der Wirkungsmechanismus bleibt
vorläufig ungeklärt.

Plausibel erscheint mir…” und “Man geht davon aus…” verdeutlicht sehr schön, welche wissenschaftlichen Standards in der Homöopathieszene vorherrschen. Aber auch diese lassen sich noch unterbieten, etwa durch die anthroposophische Medizin.


Hier ein kurzer Bericht darüber, wie Rudolf Steiner höchstpersönlich einst einen ganzen Landstrich von einer Hasenplage zu befreien versuchte:

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Das Problem, wie man die Hasen dazu bringen sollte, diese “Medizin” zu sich zu nehmen, löste Steiner ganz elegant.

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Die Geschichte stammt aus diesem Buch (S. 321 ff.). Zugegeben: Ich habe keine Ahnung, ob diese Geschichte wahr ist. Der Autor der hier zitierten Zeilen ist nicht gerade als gewissenhafter Historiker bekannt
und scherte sich auch nicht um Quellenangaben. Der Legende nach sollen
die Hasen sich unter einem Baum versammelt haben und dann wie die
Ratten von Hameln in Reih und Glied davonmarschiert sein…

Auch wenn es frei erfunden sein sollte – ähnliche Prozeduren finden sich in der anthroposophischen Lehre zuhauf. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal suedostschweiz.ch fasste der Immunologe Prof. Beda Stadler folgerichtig die Grundprinzipien der anthroposophischen Medizin sehr pointiert so zusammen:

Weiter gibt es die so genannten Anthroposophen, die schlichtweg Voodoo
praktizieren. Mich erstaunt, dass sie nicht noch Knochen in die Luft
werfen.

Kommentare (44)

  1. #1 ali
    4. Mai 2009

    mit leicht verzweifeltem Unterton

    und die Verzweiflung wächst und wächst….

  2. #2 JörgR
    4. Mai 2009

    “Achtung eine Durchsage, der Herr Albonico möchte bitte in der populärwissenschaftlichen Buchabteilung abgeholt werden. Ihm ist leider ein Stringtheorie-Buch auf den Kopf gefallen und jetzt redet er wirres Zeug.”

    Die Ignoranz, sie brennt so…

  3. #3 JörgR
    4. Mai 2009

    “Achtung eine Durchsage, der Herr Albonico möchte bitte in der populärwissenschaftlichen Buchabteilung abgeholt werden. Ihm ist leider ein Stringtheorie-Buch auf den Kopf gefallen und jetzt redet er wirres Zeug.”

    Die Ignoranz, sie brennt so…

  4. #4 JörgR
    4. Mai 2009

    “Achtung eine Durchsage, der Herr Albonico möchte bitte in der populärwissenschaftlichen Buchabteilung abgeholt werden. Ihm ist leider ein Stringtheorie-Buch auf den Kopf gefallen und jetzt redet er wirres Zeug.”

    Die Ignoranz, sie brennt so…

  5. #5 Dr. E. Berndt
    4. Mai 2009

    In “Die andere Medzin” Herausgeber Stiftung Warentest ist auch die Anthroposophie so wie auch die Homöopathie nachzulesen. Oberster Begutachter Edzard Ernst. Ersparen Sie sich den Kommentar.
    Das Manko ist die absolute ärztliche Behandlungsfreiheit. So lange nichts passiert, hat der Patient zu bezahlen. Das Honorar ist ein Arbeitshonorar. Kein Arzt muß sich für die ausgewählte Behandlungsmethode rechtfertigen.
    Es existiert zwar ein so genannter Hippokratischer Eid, aber es gibt keinen Behandlungs-Ehren-Kodex, nach dem sich Ärzte verbindlich verpflichten, oder verbindlich verpflichtet werden, etwa nicht nach unwissenschaftlichen, esoterischen, abergläubischen Methoden in Abgrenzung zur Quacksalberei Medizin zu betreiben.
    Wer heute das nicht will, der muß selbst schauen wo er bleibt!

  6. #6 Schlotti
    4. Mai 2009

    Es ist die Krux der redlichen Wissenschaftler, dass sie keine absolut gültigen Aussagen machen können.

    Redliche Wissenschaftler können nun mal nicht sagen und nicht beweisen, dass Homöopathie mit Sicherheit nicht funktioniert. Das wäre ein Negativbeweis. Also ein Beweis, dass es etwas nicht gibt. Solche Beweise sind nun mal bei diesem Thema nicht möglich.

    Daraus schließt der findige Voodooverkäufer dann messerscharf, dass aus dem fehlenden Negativbeweis der Schluss zu ziehen sein könnte, es müsse dann ja wohl doch etwas an dem Voodoogedöns dran sein.

    Diese falsche Argumentationskette erkennen zu können setzt (zumindest) rudimentäre Kenntnisse der Logik voraus. Kunden der Homöopathen haben diese Kenntnisse offensichtlich leider nicht.

    Manchmal gelingt es Personen trotzdem, andere Menschen vom Unsinn des Voodoogedöns zu überzeugen. Aber dann üblicherweise nicht weil die Argumente überzeugend sind, sondern weil die erklärende Person beispielsweise den Titel Professor trägt. Da hat der Herr Professor dann sofort wieder Zahnschmerzen damit.

    Es ist manchmal wirklich zum heulen.

    Don Quijote hatte es da noch vergleichsweise einfach. Er hat zwar gegen nicht existierende Windmühlen gekämpft, aber es war zumindest jedenfalls klar, dass es Windmühlen überhaupt gibt.

    Gegner von Homöopathie und ähnlichen Voodoopraktiken haben es da ungleich schwerer.

    Nicht nur, dass es die versprochenen Wirkungen und Wirkmechanismen nicht gibt und nicht geben kann;
    Schon die homöopathischen “Diagnoseverfahren” funktionieren nicht! Nichts funktioniert bei diesen Spinnern. Das gesamte zugrundeliegende Gedankengebäude ist vollständig außerhalb jeder rationalen Weltsicht.
    Ich habe wenig Lust, jetzt die tausendfach (auch hier) genannten Argumente gegen diesen Aberglauben zu wiederholen.

    Ich bin im Moment – ob dieses Unsinns – frustiert.

    Btw:
    Der vorstehende etwas emotional gehaltene Text gibt die Gemütsverfassung eines Menschen (nämlich mir) wieder, der vielleicht am Wochenende etwas zuviel gegen Windmühlen gekämpft hat. Da muss man den Ärger auch mal kanalisieren dürfen… 😉

  7. #7 Philippe Leick
    4. Mai 2009

    Der gute Herr Dr. Albonico nutzt ein Standard-Argument des aufgeklärten Esoterikers:
    2+2=4, deshalb funktioniert Homöopathie.

    Aber: tut er wirklich nichts und will nur spielen?

    Ernsthaft: es ist ja nicht verkehrt, einen komplizierten Zusammenhang durch einen passenden Vergleich zu erklären. Das tun die Autoren von populärwissenschaftlichen Büchern über Stringtheorie auch, mal mehr, mal weniger gekonnt.
    Nach allem, was wir wissen und gesehen haben, gibt es hier aber hinter dem Vergleich gar keinen komplexen Zusammenhang, den irgend jemand verstanden hätte.

    Es liegt vielleicht an meinem Zynismus, aber ich glaube, dass es in diesen populistischen Zeiten einfach Zeitgemäß ist, dass alternative Medizin von den Krankenkassen finanziert wird. Diejenigen, die es haben wollen, kämpfen darum… und die anderen wollen nicht als intolerant gelten und sagen sich, dass die Kosten – im Großen und Ganzen und im Vergleich zum Rest des Gesundheitssystems – doch gering sind, wenn überhaupt…

    Mit dem absolut richtigen Argument, dass damit das wissenschaftliche denken unterminiert wird, kann man leider nicht viele Punkte sammeln.

  8. #8 wolfgang
    5. Mai 2009

    also eines muss man der Homöopathie lassen: die haben sehr viel Geduld.

    Wenn Albonico sagt der Wirkungsmechanismus bleibt vorläufig ungeklärt ist das seit 200 Jahren so.
    Und in der Wissenschaft hat sich da ja einiges getan, manche Miasmen haben sich als Infektionskrankheiten entpuppt, gegen manche gibts Impfungen, deren Wirkungsmechanismus ist zT auch noch nicht vollständig geklärt (zB HPV-Impfung) dafür weiß man, daß sie wirkt- Placebo doppelt blind. Nur solche Arzneien deren Wirkung/Wirksamkeitsmechanismus geklärt ist- das mögen die nicht. Zu rational zuwenig anthromäßig durchgeistigt.
    Und bei der (anthroposophischen) Homöopathie weiß man auch Placebo doppellt blind, dass sie eben nicht wirkt. Es ist ja auch bekannt, dass Wasser Informationen speichern kann. So um die 50 Femtosek lang- da ist die Information schon lange futsch wenn die Verdünnung das berühmte Lederpolster trifft.
    Offenbar hat die Physik nicht so viel Geduld wie die Homöopathen.
    Eigentlich ist die Bezeichnung Voodoo Medizin, eine Beleidigung der Voodoo Medizinmänner in unterentwickelten Ländern, diese hatten keine rationale Ausbildung- die hiesigen Voodooisten schon. Ein Jammer.

  9. #9 fatmike182
    5. Mai 2009

    Angesichts der Tatsache, dass Placebos weniger “wirken”, wenn dafür weniger gazahlt wird hätte das scherliche einen pro-EBM-Effekt. Irgendwann. Allerdings würde man dann jedem niedergelassenem Arzt ein Voodoo-diplom aufzwingen, damit dieser gegen die Konkurrenz bestehen kann.
    Es fehlt wie so oft – überall wo es wüste Verschwörungstheorien gibt – einfach nur an Aufklärungsarbeit. Phrasen wie “es gibt Studien” oder “neue quantenmechanische Erkenntnisse” müssen demaskiert werden, dann kann sich sowas nicht in die Verfassung integrieren

  10. #10 Roland
    5. Mai 2009

    Also bei uns bekommt man Bachblüten anscheinend schon bald in jeder Zahnarztpraxis. (Der Standard berichtet). Die Studie, die deren Wirksamkeit bestätigt (!) ist wohl nicht zufällig von einem der größten Herstellern von Bachblüten (http://www.nelsons.net) durchgeführt worden.

  11. #11 GeMa
    5. Mai 2009

    Ach was, bezahlte Studien gibt es nur von Big Pharma und nur von korrupten Schulies.

  12. #12 Elke
    6. Mai 2009

    Es gibt noch eine andere schweizerische Gruppierung, die sich gegen die Komplementärmedizin ausspricht. Die christlichen Fundis haben jedoch ganz andere Argumente :-)

    […]”Nun sind aber drei der Heilmethoden klar religiös-esoterischen Ursprungs. Langjährige seelsorgerliche Erfahrung zeigt, dass die Beanspruchung der Homöopathie und der anthroposophischen Medizin immer wieder unliebsame geistige Nebenwirkungen mit sich bringt, die sich bei der Homöopathie in einer geistigen Schläfrigkeit ausdrücken kann.
    Ich habe oft erlebt, dass Menschen, die früher homöopathische Mittel beanspruchten und diese dann unter Gebet absetzten, eine neue innere Freiheit und geistige Frische empfanden. Auch das hinter der anthroposophischen und der chinesischen Medizin stehende Weltbild ist dem christlichen Glauben diametral entgegengesetzt. Dahinter steht, wie bei der Homöopathie, nicht Natur, sondern Geist, und zwar unchristlicher Geist. Dahinter stehen magische Vorstellungen. Die Bibel bezeichnet es als «Zauberei» und verbietet diesen Aberglauben scharf.”[…]

    http://www.jesus.ch/index.php/D/article/156-Gesundheit_&_Umwelt/46694-Das_ist_nicht_Natur,_sondern_Geist/

  13. #13 Oelsen
    6. Mai 2009

    Wir können über BIOMETRIEZWANG abstimmen. DAS ist die wichtige Abstimmung im moment.

    Was interessiert mich der Voodoo, diese Menschen glauben daran, dann sollen sie durch den Placeboeffekt kuriert werden. Und wenn nicht, hey, es ist noch genug Darwin für alle da.

    Ausserdem kostet die alternative Medizin niemals so viel wie die herkömmliche. Wir haben ein Milliardenproblem im Gesundheitswesen, die paar Millionen machen die Gans nicht fett 😀

  14. #14 Dr. E. Berndt
    6. Mai 2009

    @Oelsen
    Es ist ihnen also völlig ega,l wenn kleine Kinder und hilflos Erkrankte, wider besseres Wissen nicht ordentlich behandelt werden. Das heißt Sie nehmen es locker in Kauf, daß es nicht nur geduldet werden soll, sondern daß auch ein Anspruch auf Entgelt darauf besteht, daß in vielen Fällen kümftig die Erlaubnis besteht es in Kauf zu nehmen daß “einfacher” aber unnotwendige Schmerzen zu erdulden sind, daß das Erleiden chronischer nicht mehr behebbarer geistiger und körperlicher Schäden ein normales Schicksal ist, und derTod auch so irgend wann eingetreten wäre.
    Und bitte nicht jetzt Fehler der Medizin, als Rechtfertigung alternativer und komplmentärer Heiler anführen!

  15. #15 Andreas
    6. Mai 2009

    Dass die Alternativmedizin billiger ist, als die wissenschaftliche Medizin ist ein Märchen. Einzelne in Anspruch genommene Leistungen mögen für sich billiger sein. Aber man muß das sozusagen ganzheitlich sehen. Bei unwirksamen Therapien wird der Patient schliesslich in der Regel doch evidenzbasiert behandelt, nämlich dann wenn sich der Zustand verschlechtert hat und möglicherweise inzwischen Schäden aufgetreten sind, die man hätte vermeiden können. Und die haben weitere Kosten zur Folge.

    In der Schweiz wurde dazu das ein Experiment durchgeführt: die Helsana-Studie. Eine Krankenversicherung ermöglichte einem Teil der Versicherten Gratis-Alternativmedizin. Die restlichen Versicherten hätten dafür bezahlen müssen. Nach einem Jahr wurden die Ausgaben der Gruppen verglichen. Als ergebnis zeigte sich, dass die Versicherten, die gratis Alternativmedizin in Anspruch nehmen konnten, ‘teurer’ waren als die übrigen. Denn sie hatten alternativmedizinische Dienste und Therapien zusätzlich in Anspruch genommen.

    Siehe: J.H. Sommer. Gesundheitsökonomische Analyse der Wirkungen des Angebots komplementärmedizinischer Leistungen der Krankenkassen. Forschende Komplementärmedizin 1999;6:7-9 DOI: 10.1159/000057120

  16. #16 Rose
    7. Mai 2009

    @Andreas
    Vielen Dank für diese aufschlussreiche Information, sie bestätigt meine anektdotischen Beobachtungen im Bekanntenkreis, wonach viele Komplementärmediziner sich gerne als Trittbrettfahrer betätigen: Patienten wird nahegelegt, ruhig “mit der schulmedizinischen Therapie” fortzufahren, während man parallel mit Homöopathie, Bioresonanz und Co herumdoktert. Erfolge und eine Verbesserung des Befindens werden dann gerne von den CAMs reklamiert und ihnen von vielen Patienten auch zugeschrieben – ganz einfach deshalb, weil diese “Therapeuten” mehr Zeit mit Patientengesprächen zubringen und daher oftmals die Deutungshoheit über das, was da mit dem Körper passiert, innehaben. Andererseits ist es vielen CAMs offenbar auch ganz recht, nicht die volle Verantwortung für Heilerfolge tragen zu müssen; im Zweifelsfall kann man sich immer noch auf die Nebenwirkungen böser schulmedizinischer Therapien ausreden.

    Die Studie, die Sie erwähnen, zeigt, dass in Wahrheit Komplementärmedizin eine Art “Lifestyle- und Wellness”-Produkt ist, sowas wie “Nahrungsergänzung”. Und warum die die Krankenkasse nicht bezahlt, leuchtet schließlich auch jedem ein.

  17. #17 Klaus
    13. Mai 2009

    Beda Stadler zur anthroposophischen “Medizin” und rassistischen Gegenanzeigen:

    http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/nzzvotum_komplementaermedizin/kulturelle_unvertraeglichkeit_der_komplementaer_medizin_1.2527007.html

    “Kulturelle Unverträglichkeit der komplementär Medizin

    Mitgegangen – mitgefangen

    Die geistigen Grundlagen der komplementär Medizin schliessen oft das Zusammengehen mit der wissenschaftlichen Medizin aus. Wenn die Leute wüssten, wes Geistes Kind die Begründer ihrer Wunderdrogen sind, würden sie sich beschämt abwenden.

    Es gibt Sekten, die lehnen Organtransplantationen ab, weil sie an eine Reinkarnation glauben. Der Gedanke, wiedergeboren zu werden, obwohl die Niere aus dem vorgehenden Leben noch in einem anderen Menschen lebt, ist für sie unerträglich. Die Anthroposophen glauben auch an die Wiedergeburt. Dieser Unsinn wird somit in Zukunft an unseren Schweizer Universitäten gelehrt. Rudolf Steiner, der Begründer der anthroposophischen Medizin misstraute den Forschern wie dieses Zitat belegt: „Es hat einen furchtbaren Chok hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, dass ein ganz berühmter Universitätsprofessor, der einen grossen Ruf hat, dass der nach einem sehr, kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt ein wiederverkörperter Neger war, ein Forscher.“

    (…)

    Rassismus oder Medizin?

    Sicher ist hingegen, dass wir Forscher uns von Kollegen distanzieren, die Ansichten zum Besten geben, wie die folgende. Also lieber Herr Albonico, was halten sie von ihrem grossen Idol wenn er sagt: „Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung des modernen Völkerlebens, und dass es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Wir meinen hier nicht die Formen der jüdischen Religion alleine, wir meinen vorzüglich den Geist des Judentums, die jüdische Denkweise.“ (Rudolf Steiner, GA 32, S. 152 f.) Glauben sie nicht, dass dies der Grund ist, weshalb Alternativmedizin in bestimmten Kulturkreisen nicht vorkommt? Ein wenig sieht man dies doch auch im prognostizierten schweizerischen Abstimmungsresultat.

    (…)”

  18. #18 Klaus
    13. Mai 2009

    … und wem bei Beda Stadlers Steiner-Zitaten noch nicht schlecht geworden ist, dem sei dringend dieser Hintergrund-Artikel zur rechten Real-Politik der Sekte Anthroposophie empfohlen:

    “Anthroposophische Geisterwelten”

    http://brightsblog.wordpress.com/2009/05/12/anthroposophische-geisterwelten/

  19. #19 Wolfgang Maurer
    15. Mai 2009

    Als letztes Jahr die Masernepidemie in Salzburg medial hochgespielt wurde, war ich Anfang April 2008 im Ö3 Wecker zu Gast um einige Fakten zu bringen- zB dass wir an dem Tag am Nachmittag in Österreich mehr Masernfälle hätten als 2007 in Gesamtamerika mit 903 Mio Einwohnern.
    Als ich gefragt wurde warum Masern in Salzburg sagte ich na da ist so eine Sekte deren Kinder in die Steiner Schule gehen.
    Mehr hab ich nicht gebraucht. Am nächsten Tag bin ich dann zum Salzburger Impftag gefahren und konnte ebenso in Ö3 Relgionswissenschaftler hören, nein die Anthros sind keine Sekte, das sei eine Weltanschauung.
    Das Anthro Lobbying war offensichtlich erfolgreich.

  20. #20 Ernst
    16. Mai 2009

    @ Wolfgang Maurer

    Beda Stadler bringt ja das Steiner-Zitat “Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt …” zur Abschreckung. Anthroposophen finden das aber voll o.k. …

    Dr. Walter Kugler, Leiter des Rudolf Steiner Archivs, sagt Sachen, wo ihn selbst der Ultra-Rechte DVU-Politiker Andreas Molau zurückpfeifen würde. Molau ist “Achtel-Jude”, Kugler wohl von rein arischem Blut:

    Kugler war mit “judenkritischen” Parolen im TV zu sehen, im Bericht des Lokalsenders Tele Basel vom 28.09.07 zur Anzeige von Samuel Althof gegen den Rudolf Steiner Verlag Dornach (Solothurn).

    Es ging um ein Buch von Rudolf Steiner, in dem Steiner folgende Aussage gemacht hatte:

    “Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und dass es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Wir meinen hier nicht die Formen der jüdischen Religion alleine, wir meinen vorzüglich den Geist des Judentums, die jüdische Denkweise.”

    Am Ende der Sendung wurde Dr. Walter Kugler zu diesem Zitat befragt – O-Ton Kugler:

    “Erschüttern tut’s mich nicht, ich meine es sind – es handelt sich um Äußerungen, um kritische Äußerungen zum Judentum, aus dem Jahre 1888, wohlgemerkt, und – das muss man ertragen können in einer wissenschaftlichen Ausgabe und das heißt ja nicht, dass jeder Leser identifiziert sich ja nicht so mit Rudolf Steiner, dass er jetzt das alles als Glaubenssätze nimmt, sondern das sind auch Aspekte zum Nachdenken. Außerdem halte ich diese Äußerung auch gar nicht für antisemitisch, sondern sie sind ja, sie sind judenkritisch und das müsste ja eigentlich auch erlaubt sein, sonst dürften wir gar keine Kritik mehr üben. Antisemitisch werden die Dinge erst, wenn dadrin verborgen ist schon eine Überlegenheitsstrategie, die den Anderen diskriminiert.”

    Quelle: “Tele Basel: Strafanzeige gegen Rudolf Steiner”

  21. #21 Jason
    18. Mai 2009

    I want to believe
    Dass ich verstehen kann: 67% der CH Bevölkerung will dass Naturheilmethoden offiziell anerkannt werden.
    Wieso?
    Sind alle Anhänger einer Sekte?
    Entscheiden sich für die Naturheilkunde, die “bekanntlich” nicht wirkt und…..was?
    Gehen sie weiter zum Allopathen ihre chronische Krankheiten heillen zu lassen?
    Oder gehen zum HP, APunktur, Anthro. usw, und leben mit ihre chronische Belastungen weiter? Und diese sind nicht lustig, Schmerzen, Ausschläge, Jucken, Brennen, und sonst alles was das herz begehrt um den Alltag unerträglich werden zu lassen.
    Bleiben tatsächlich diese Menschen auf ihre Qualen sitzen, nur um den unwirksamen Naturarzt auf Kosten der KK besuchen zu können?

    Oder ist das alles “Placebo”?
    Bei 67% des CH Stimmvolkes?
    Da der “Placeboeffekt” auch von Allopathen anerkannt wird, bei einer solchen Wirkung sollte schon als Heilmethode auch in der Verfassung aufgenommen werden.
    67% dumme Leute?
    Bei Schmerzen hört Dummheit auf, mindestens bis der Schmerz aufhört.
    Meine Frage: Wieso stimmt denn die Schweiz der Naturheilkunde mit 67% Stimmenanteil zu?

    Jason

  22. #22 wolfgang
    18. Mai 2009

    67% Zustimmung- das hätte Hahnemann nicht wollen. Der wollte keine Schulmedizin, der wollte exclusiv Homöopathie für alle.

  23. #23 Jason
    18. Mai 2009

    wolfgang:
    67% Zustimmung- das hätte Hahnemann nicht wollen. Der wollte keine Schulmedizin, der wollte exclusiv Homöopathie für alle.

    Mag sein, das weiss ich nicht. Das ist aber keine Antwort auf meine Fragen.

    Jason

  24. #24 Dr. E. Berndt
    18. Mai 2009

    @Jason
    —Da der “Placeboeffekt” auch von Allopathen anerkannt wird, bei einer solchen Wirkung sollte schon als Heilmethode auch in der Verfassung aufgenommen werden….
    Sie vergessen, oder wissen es nicht, daß die Existenz des Placeboeffektes von den alternativen in aller Regel in Abrede gestellt wird. Die Homöopathen leugen diesen Effekt. Täten sie dies nicht, bräche ihr leeres Lehrgebäude zusammen. Daher arbeiten die Homöpathen auch gegen die Anerkennung einer evidenzbasierten Medizin und machen die tollsten gesitigen Verenkenungen, warum nicht objektiv nachzuprüfen ist, ob Homöopathie wirkt oder nicht.
    Und Booms, dass etwas wirkt gab es immer wieder gewaltige in der Geschichte der Medizin und derWallfahrtsorte!

    Lesen Sie doch bitte den Artikel aus dem 36 jahr durch! Das Buch zu diesem Artikel, der ein Auszug oder vielleicht ein Vorabdruck ist heißt . “Die Macht des Scharlatan”
    Dann wissen Sie wie Schsarlatanerie funktioniert!

  25. #25 Dr. E. Berndt
    18. Mai 2009
  26. #26 Jason
    18. Mai 2009

    Dr. E. Berndt
    Dann wissen Sie wie Schsarlatanerie funktioniert!

    Darüber bin ich nicht ganz unkundig, aber Sie beantworten damit nicht meine Fragen.

    Jason

  27. #27 Ulrich
    18. Mai 2009

    @ Jason:

    Meine Frage: Wieso stimmt denn die Schweiz der Naturheilkunde mit 67% Stimmenanteil zu?

    Die Schweiz stimmt nicht der Naturheilkunde zu, sondern der Komplementärmedizin. Das ist ein Unterschied.

    Die Schweiz stimmt der Komplementärmedizin zu, weil sie sich durch jahrelange systematische Desinformation in dem Glauben wiegt, es handle sich dabei überwiegend um “sanfte”, “natürliche” und “hochwirksame” Verfahren, die von der bösen Pharmaindustrie unterdrückt werden. Tatsächlich handelt es sich bei den allermeisten Verfahren um “niederschwellige Psychotherapieangebote” (Prof. Hermann Faller, Univ. Würzburg), die von magischem Brimborium begleitet werden.

    Beantwortet das Ihre Frage?

  28. #28 Rose
    18. Mai 2009

    @Ulrich Berger:
    “Niederschwellige Psychotherapieangebote” – exakter kann man es nicht auf den Punkt bringen.

    Kleine Fußnote offtopic: Eine Kollegin von mir betreibt als Nebenerwerb eine “Komplementärmedizin”-Praxis und beeindruckt potenzielle Klienten im Kollegenkreis mit ihrem Gedöns über “Global Scaling”. Bei meinen Recherchen dazu bin ich auf Ihren kurzweiligen Kommentar im “Standard” gestoßen. Leider funktioniert der Link zu Ihrem Artikel im “Skeptiker” nicht mehr. Wo kann ich den Text noch abrufen?

  29. #30 Jason
    18. Mai 2009

    Ulrich·sagt:
    Die Schweiz stimmt nicht der Naturheilkunde zu, sondern der Komplementärmedizin. Das ist ein Unterschied.
    Die Schweiz stimmt der Komplementärmedizin zu, weil sie sich durch jahrelange systematische Desinformation in dem Glauben wiegt, es handle sich dabei überwiegend um “sanfte”, “natürliche” und “hochwirksame” Verfahren, die von der bösen Pharmaindustrie unterdrückt werden. Tatsächlich handelt es sich bei den allermeisten Verfahren um “niederschwellige Psychotherapieangebote” (Prof. Hermann Faller, Univ. Würzburg), die von magischem Brimborium begleitet werden.
    Beantwortet das Ihre Frage?

    Ok. Als Opfer der Desinformation und der Galube etc. gehe ich zum HPn, oder zur AkP, egal.
    Ich werde meine Schmerzen nicht los, und versuche es noch, sagen wir 1Jahr? Ich muss die Schmerzen loswerden weil diese mein Alltag beeinträchtigen. Es funknioniert aber nicht. Dann was?
    Dieses 67% sind nicht eine Woche vor der Abstimmung zum Naturarzt gegangen, die sog. alternativen Methoden sind schon seit mindestens 30 Jahre in der Schweiz bekannt. Also, Zeit genug um von der Täuschung wieder in die Ent-täuschung zu übergehen.
    Also, es geht hier um einen Realen Vorgang, die Leute brauchen Erleichterung bzw. Heilung, gehen dort wo sie es nicht bekommen und wollen dies noch verfassungsmässig in ihrem Alltag verankern?

    Ich glaube sie haben meine Fragen noch nicht beantwortet.

    Jason

    Und wegen des “Magisches Birimborium”. Sind Sie schon in eine Praxis für Akupunktur oder Homöopathie gewesen?
    Höchstwahrscheinlich nicht; da gibt es keinen B i r i m b o r i u m.

  30. #31 Ulrich
    18. Mai 2009

    @ Jason:

    Sie kennen doch sicher die Plastikpuppen mit den aufgemalten Meridianen und Akupunkturpunkten, die in fast jeder Akupunkturpraxis herumstehen. Das ist magisches Brimborium.

  31. #32 Jason
    18. Mai 2009

    Ulrich·
    Sie kennen doch sicher die Plastikpuppen mit den aufgemalten Meridianen und Akupunkturpunkten, die in fast jeder Akupunkturpraxis herumstehen. Das ist magisches Brimborium.

    Darüber könnte man noch diskutieren, mir wäre aber wichtiger wenn Sie mir eine Antwort auf meine Fragen geben könnten, falls Sie Lust haben. Klar.

    Das ist ein seltener fall wo in einem so grossen Rahmen, die Frage nach der Wirk- oder Unwirksamkeit dieser Therapien sich beobachten und entscheiden lässt. Keine Doppelblinde Studien, keine falsche Pillen, nada, dierekter Beobachtung eines Phenomens.
    67%, das ist ein Volksaufstand!
    Vielleicht fühlen Sie sich lockerer wenn ich gestehe dass ich kein HPt, kein APunkteur, und schon gar nicht ein Anthroposoph bin. Ein bedingungsloser Bewunderer der Allopathie bin ich aber auch nicht.

    Jason

  32. #33 fatmike182
    19. Mai 2009

    Genauso wie im medizinischen Bereich nicht jeder so krank ist um eine Therapie oder ein Medikament zu bekommen läuft es auch in der CAM ab. Aufgrund der Degenereation des Wissens über Krankheiten (viele könenn nicht zwischen Schnupfen und Grippe oder Kopfschmerzen und Migräne unterscheiden, da die jeweils schlimmere Form schon einigermaßen dezimiert wurde) überschätzen Leute ihren Befindlichkeitsstatus, in den Fällen muss der Placeboeffekt nicht viel dazu tun, da der Schupfen, die Kopfschmerken vermutlich auch ohne Placebogabe verschwunden wären. Was Sie dann aber auf der Straße hören werden ist, dass Homöopathie die Grippe geheilt hat.

    Auch in einem viel grundlegenderen Bereich existiert Falschinformation. Ich möchte nicht wissen, wieviele Leute wirklich wissen mit welchen widersprüchlichen Theorien die CAM handelt…

  33. #34 Jason
    19. Mai 2009

    fatmike182 sagte:
    (viele könenn nicht zwischen Schnupfen und Grippe oder Kopfschmerzen und Migräne unterscheiden, da die jeweils schlimmere Form schon einigermaßen dezimiert wurde)

    Mag sein, aber zwischen Beschwerden die einem im Alltag hindern oder nicht hindern, da kann jeder Trottel unterscheiden.
    Also diese Erklärung reicht noch nicht.
    Die Tatsache bleibt bestehen dass, wenn man Erleichterung beim Allopathen gefunden hätte, würde es auch dabei belassen und nicht müssig sich auf der Suche nach ausgefallenen Methoden machen.
    Es gibt bestimmt “Snobs” aber nicht in diesen Prozentsatz. Die meisten Arbeiten jeden Tag und wollen erleichterung von ihren beschwerden haben, und sie gehen dort wo sie es bekommen. So einfach ist das.

    Jason

  34. #35 Ulrich Berger
    19. Mai 2009

    @ Jason:

    Das ist ein seltener fall wo in einem so grossen Rahmen, die Frage nach der Wirk- oder Unwirksamkeit dieser Therapien sich beobachten und entscheiden lässt. Keine Doppelblinde Studien, keine falsche Pillen, nada, dierekter Beobachtung eines Phenomens.

    Wenn Sie ernsthaft glauben, dass eine Volksabstimmung die Frage nach der Wirksamkeit eines Medikaments beantworten kann, dann ist meiner Einschätzung nach Hopfen und Malz verloren.

  35. #36 Jason
    19. Mai 2009

    Wenn Sie ernsthaft glauben, dass eine Volksabstimmung die Frage nach der Wirksamkeit eines Medikaments beantworten kann, dann ist meiner Einschätzung nach Hopfen und Malz verloren.

    Und wenn Sie ernsthaft glauben so eine Abstimmung wäre für die wirksamkeit von Heilmethoden auf Soziale Ebene nicht representativ, dann könnten sie einmal auf der Gedanke kommen dass man diesen Menschen die Wahrheit aufzwingen müsste.
    Das wäre schon eine Bieridee.

    Jason

  36. #37 klauszwingenberger
    19. Mai 2009

    Don’t feed the trolls, auch nicht mit Schnaps. Es macht sich höchstens in Orthografie und Satzbau bemerkbar.

  37. #38 Rose
    19. Mai 2009

    Niederschwellige Psychotherapieangebote ist ein Terminus, Robert Reich, Arbeitsminister unter Clinton, hat den Bereich der “gekauften Zuwendung” als die Zukunftsbranche schlechthin definiert, und nichts anderes ist die Eso-Medizin.
    Zeit plus Zuwendung plus ein dem narzisstischen Bedürfnis nach Bedeutsamkeit und Eingebundensein in einen größeren Zusammenhang entsprechendes Modell von Mensch, Körper-Seele und Gesundheit. Damit werden gewiss viele Befindlichkeitsstörungen weggezaubert, zumindest punktuell.

    Nur meine anekdotische Erfahrung, ich weiß, aber möglicherweise eine Erklärung für den CAM-Hype: Die persönliche Bindung an “ihren” Homöopathen/ Akupunkteur/ Kinesiologen oder was auch immer schafft eine so starke Loyalität, dass auch Misserfolge weggeredet und ignoriert werden. Mir hat einmal eine Dame begeistert erklärt, dass sie von einem Rutengänger und Geistheiler in regelmäßigen Abständen von ihren Allergien gegen Rotwein und anderes Zeug geheilt würde. Sprach’s, trank ihr erstes Glas Zweigelt und brauchte binnen weniger Minuten zwanzig Taschentücher, was ihrer Begeisterung über den Wunderheiler aber keinen Abbruch tat. Den Anblick werde ich nie vergessen – mit roten, verschwollenen Augen und dauerniesend quasselte die echt noch immer von ihrer “gelöschten” Allergie.

    Tja, so viel zum Thema, der Glaube versetzt Berge und manchmal auch Hirnregionen.

  38. #39 Jason
    19. Mai 2009

    Rose, sagte:
    Niederschwellige Psychotherapieangebote ist ein Terminus, Robert Reich, Arbeitsminister unter Clinton, hat den Bereich der “gekauften Zuwendung” als die Zukunftsbranche schlechthin definiert, und nichts anderes ist die Eso-Medizin.

    Aus Ihren text kann ich mir leider keinen bild davon machen, wie Sie sich genau die Heilung von Krankheiten vorstellen. Leidende Menschen brauchen zuwendung und Aufmerksamkeit.

    Wie auch immer. Was die Abstimmung in der Schweiz betrifft, da gibt es einige Korrekturen zu machen.
    Kein bedeutender Prozentsatz dieser Menschen geht zum Rutengänger um ihre Krankheiten zu heilen, sonst hätte man das auch in der Leistungskatalog der KKn haben wollen. Was das wegreden der Misserfolge betrifft, das geht nur solange es nicht weh tut oder den Alltagsablauf entscheidend behindert.
    Chronische Beschwerden können den Beruflichen Laufbahn erheblich beeinträchtigen und deswegen ist es unwahrscheinlich dass mann solche Loyalitäten trotz Misserfolg, aufrecht erhält. Die Folge davon ist dass man dorthin geht wo man Erleichterung findet.
    67% der Stimmbevölkerung findet dies bei der Naturheilmethoden, und das ist nicht meine Meinung, es sind Zahlen.

    Jason

  39. #40 wolfgang
    27. Mai 2009

    Jason schreibt

    Leidende Menschen brauchen zuwendung und Aufmerksamkeit.

    wie wärs zusätzlich noch mit einer Diagnose? Mit einer wirksamen Therapie?
    Zuwendung und Aufmerksamkeit gibt die Germanische Neue Medizin des Verbrechers Dr Hamer auch- aber sonst halt nichts.
    Und Homöopathen sind auch ganz gute Zuwender und geben lange Aufmerksamkeit- bzw so lange mann es zahlen kann. Diagnostik brauchen die keine und die Therapie ist wirkungslos wie selbst gute Homöopathen herausgefunden haben.

  40. #41 Albert Wilfert
    11. Juni 2009

    Die Sache ist doch recht einfach; diese Mehrheit für alternative Medizin-Richtungen hätte es nie gegeben , wenn die “science based medicine” nicht so kläglich versagen würde, nachdem sie Milliarden an Mitteln verbraten hat, und die Zahl der Kranken ständig steigt.
    Fakt ist: Die “wissenschaftliche Medizin” produziert mehr Krankheiten als solche wirklich dauerhaft zu heilen. Sie verbraucht dafür stetig grössere Mittel, was dazu führt dass die Unfinanzierbarkeit in greifbare Nähe gerückt ist.

    Sie ist zwar kein Voodoo, sondern eher schlichter Betrug.

  41. #42 Albert Wilfert
    11. Juni 2009

    @ Wolfgang

    ” Diagnostik brauchen die keine und die Therapie ist wirkungslos wie selbst gute Homöopathen herausgefunden haben.”

    Da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Kein frommer Wunsch im Übrigen.

  42. #43 AlteWeser
    12. Juni 2009

    @Albert Wilfert
    Fakt ist: Die “wissenschaftliche Medizin” produziert mehr Krankheiten als solche wirklich dauerhaft zu heilen. Sie verbraucht dafür stetig grössere Mittel, was dazu führt dass die Unfinanzierbarkeit in greifbare Nähe gerückt ist.

    Sie ist zwar kein Voodoo, sondern eher schlichter Betrug.

    Sind sie eigentlich auch so konsequent, für sich auf die Hochschulmedizin komplett zu verzichten und sich nur alternativ behandeln zu lassen? Das wäre die logische Schlussfolgerung aus Ihrer Ansicht, nach der Sie handeln müssten, um nicht vollkommen unglaubwürdig zu werden.

  43. #44 Albert Wilfert
    12. Juni 2009

    @ AlteWeser

    Da haben sie recht. und darum mache ich das auch seit ca. 15 Jahren.
    Wobei ich die innere Medizin meine und nicht die Chirurgie, die auch schon
    Hippokrates als eigene Disziplin sah. Wenn mit pharmakologischen Mitteln nichts mehr geht, würde ich schon zu einem Chirurgen gehen, das macht die konventionelle Medizin auch. Nur viel häufiger. Ein gebrochenes Bein können sie nicht mit Globuli einrichten, den eigentlichen Heilprozess nachher können sie schon beeinflussen.