Ich weiß schon, daß Werbung für einzelne Firmen auf den scienceblogs nicht erwünscht ist. Aber in diesem Fall, bei einer Firma, die in den letzten Jahren sooo viieel für die Förderung der Wissenschaft getan hat, wird man wohl mal eine Ausnahme machen dürfen.

ExxonMobil ist am 30.11.1999 durch den Zusammenschluß von Exxon und Mobil Oil entstanden.

Neben ihrer eigentlichen Aufgabe, der Steigerung des Erdölpreises, haben Sie in den letzten Jahren großzügige 16 Millionen Dollar in die, nun ja, wie formuliere ich das jetzt, sagen wir: in die wissenschaftliche Begleitung der Klimaforschung investiert. (Greenpeace spricht sogar von 22 Millionen Dollar.)

20MinutesOnline schrieb Anfang 2007:

Das Unternehmen Exxon, das letztes Jahr 40 Milliarden Dollar verdiente – der grösste Unternehmensgewinn aller Zeiten – sponsert ein Forschungsinstitut, das sich gegen den Klimabericht stellt.

Das Institut will Wissenschaflern 10 000 Dollar bezahlen, die Beweise gegen die im Bericht formulierten Thesen erbringen können. Dies, weil die gestern von den führenden Klimawissenschaftlern präsentierten Erkenntnisse nur «spärlich belegte Schlussfolgerungen» seien.

Der britische «Guardian» berichtete gestern, dass das American Enterprise Institute (AEI) kürzlich Briefe und E-Mails mit dem Angebot an Wissenschaftler in den USA, England und anderen Ländern verschickt hatte. Auch Reisekosten und andere Spesen würden im Falle eines Forschungsauftrags erststattet, hiess es in dem Zeitungsbericht.

Es ist doch schön, daß es erfolgreiche Firmen gibt, die (zumindest einzelnen) Wissenschaftlern großzügige Förderung angedeihen lassen.

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Kommentare (19)

  1. #1 Jörg
    30. November 2009

    Pack Fred Singer in den Tank 🙂

  2. #2 Jörg
    30. November 2009

    Pack Fred Singer in den Tank 🙂

  3. #3 Jörg
    30. November 2009

    Pack Fred Singer in den Tank 🙂

  4. #4 Steffen Hentrich
    30. November 2009

    Was genau hat das jetzt mit Mathematik oder Wissenschaft zu tun? Ich denke die Debatte um die Herkunft von Mitteln sagt nicht zwangsläufig etwas über die Qualität der Argumente aus. Als Wissenschaftler sollte man sich aber genau daran reiben. Es ist doch klar, dass der Geldgeber in der Regel für seine Interessen bezahlt. Diese Erkenntnis wird aber nicht neuer oder origineller je öfter man sie wiederholt. Also sollte man doch weniger über Motive als über Fakten und wissenschaftliche Details diskutieren.

  5. #5 Thilo Kuessner
    30. November 2009

    Was hat das mit Mathematik zu tun? Nur ein Beispiel: ich hatte mich hier schon einmal mit den mathematischen Aspekten einer Arbeit von McKitrick und Essex auseinandergesetzt.

    McKitrick ist (neben seinem Job als Ökonomie-Professor) ein Senior Fellow des “Fraser Institute”.

    Das Fraser Institute ist ein “Think Tank” und finanzierte sich in den 90er Jahren hauptsächlich durch Studien, in denen die Ungefährlichkeit des Passiv-Rauchens nachgewiesen wurde. (Es wäre natürlich üble Nachrede, hier einen Zusammenhang zwischen den Studien und den Finanzierungsquellen herstellen zu wollen.)

    Seitdem diese Finanzierungsquelle versiegt ist, hat man offenbar den Klimawandel als neues sponsoren-trächtiges Thema entdeckt.

    D.h. Mc Kitrick & Co schreiben viele Studien, die den Klimawandel widerlegen. Diese Studien durchlaufen in der Regel nicht den peer-review-Prozeß (der unter obigem Link zitierte Artikel ist die Ausnahme von der Regel) und kommen, welch Zufall, immer zu den gewünschten Ergebnissen.

    Und es ist natürlich reiner Zufall, daß ExxonMobil in den letzten Jahren zu einem der Hauptsponsoren des Fraser Institute geworden ist: http://www.desmogblog.com/fraser-institute-readies-attack-on-ipcc

  6. #6 Steffen Hentrich
    30. November 2009

    Ich bin wie McKitrick Ökonom und kenne seine Arbeiten im Bereich der Umweltökonomie recht genau. Er versucht in diesem Bereich den Klimawandel nicht zu widerlegen, sondern hinterfragt einige der Thesen des “katastrophalen Klimawandels”. Seine T3-Tax etwa akzeptiert die These vom menschenversursachten Klimawandel, macht sie aber durch einen nachvollziehbaren Temperaturindikator der tropischen Troposphäre für die praktische Politik handhabarer und ökonomisch nachvollziehbar. Ich kann nicht beurteilen, was genau du in beider Arbeit zu kritisieren hattest, aber ich kann auch nicht nachvollziehen, weshalb jedem, der der offiziellen Lesart der Klimawissenschaften skeptisch gegenüber steht, niedere Motive nachgesagt werden müssen. Einige meiner Kollegen, auch von öffentlich finanzierten Forschungsinstituten, kritisieren rein aus der ökonomischen Perspektive die Recht einseitige Interpretation der Fakten von Niklas Stern & Co. Das macht sie nocht nicht zu verdächtigen Personen, es sei denn man selbst nimmt eine etwas einseitige Position ein.

    Was deine Auseinandersetzung mit der Frage der globalen Durchschnittstemperatur betrifft hast du sicher nicht ganz unrecht, aber das Kernproblem ist doch, dass eine derartige Temperaturgröße auch keinerlei praktischen Wert außerhalb einer Temperaturgrafik in einem IPCC-Bericht hat. Viel mehr wollten die Autoren damit auch nicht sagen. Nicht weiter verwunderlich, dass man ihnen das übel nimmt.

    Das führt uns aber alles nicht in unserer Diskussion weiter. Als Wissenschaftler bin ich an wissenschaftlichem Erkenntnisfortschritt interessiert. Wenn Forschungsarbeiten diesen vorantreiben, dann können wir zufrieden sein. Wenn nicht, dann müssen die Prämissen und die Ergebnisse hinterfragt werden. Jemanden aber aufgrund seines Geldgebers zu kritisieren wirft ein schlechtes Licht auf die Mühe, die man sich selbst mit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung macht. Und man wird das Gefühl nicht los, dass derartige Blogposts dem Leser signalisieren sollen, sich bloß nicht selbst mit dieser Materie auseinander zu setzen. Welchen Sinn soll diese Türsteherfunktion haben? Leser von Science-Blogs wollen sich mit naturwissenschaftlichen Rätseln auseinandersetzen, nicht mit weltanschaulichen Spekulationen. Hierzu reicht die Tagespresse. Man sollte um die Qualität seiner Marktlücke besorgt sein.

  7. #7 Thilo Kuessner
    30. November 2009

    Es gibt hier wohl ein grundsätzliches Mißverständnis:
    in den Wirtschafts-, Politik- und Sozial-Wissenschaften mag es normal sein, Wissenschaft unter bestimmten Voraussetzungen (Grundüberzeugungen) zu betreiben. Und da ist es dann natürlich völlig in Ordnung, wenn ein wirtschaftswissenschaftliches Institut sich Mitarbeiter sucht, die die politischen Einstellungen des Instituts teilen.

    Die Klimaforschung ist aber keine Geistes- sondern eine Natur-Wissenschaft. Es gibt keine liberale oder konservative Klimaforschung. (Natürlich gibt es politisch gefärbte Schlußfolgerungen, die man aus den Ergebnissen der Klimaforschung ziehen kann. Aber das ist ein anderes Thema.)

    Und (anders als im Kommentar eben behauptet) versuchen Möchtegern-Physiker wie McKitrick sehr wohl, die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Klimaforschung in Frage zu stellen. Auch bei den vom AEI (und damit indirekt von ExxonMobil) ausgelobten 10.000 $ geht es ja ausdrücklich um Arbeiten, die Zweifel an den naturwissenschaftlichen Untersuchungen wecken sollen (und von denen, vermute ich mal, nur die wenigsten den peer-review durchlaufen dürften) und nicht einfach nur um Artikel, die über die politischen Schlußfolgerungen diskutieren.

  8. #8 Steffen Hentrich
    30. November 2009

    Ich glaube auch, dass wir aneinander vorbei reden. Mir geht es schlichtweg darum, dass es kolossal langweilt immer wieder offensichtliche Dinge wie die interessengeleitete Finanzierung informiert zu werden. Das ist nun wirklich nichts Neues und hat auch nichts mit einem angeblichen Unterschied zwischen Natur- und Geisteswissenschaften in dieser Hinsicht zu tun. Das die Geisteswissenschaften es mangels der Möglichkeit kontrollierter Experimente als wissenschaftliche Erhebungsmethode von Daten zur Validierung von Thesen deutlich schwerer haben von ideologischer Vereinnahmung abzugrenzen sei dahingestellt. Dieses Problem haben allerdings auch die Klimawissenschaft, da kausale Beziehungen hier ebensowenig im Experiment isoliert werden können. Aber du musst doch sicherlich zugeben, dass es wesentlich spannender ist, sich mit den Prämissen wissenschaftlicher Argumente auseinander zu setzen, als über ihre Motive zu fabulieren.

    Wenn also McKitrick ein “Möchtegern-Physiker” sein soll, dann wäre es großartig, wenn du das mit ganz konkreten Argumenten belegst. Deine Darlegungen zu dem Aufsatz der beiden haben ja nun nicht mehr gemacht, als ihnen die Bedeutungslosigkeit einer physikalisch-mathematischen Überlegung zu bescheinigen. Das rechtfertigt nicht, ganz allgemein die Lanze über die Herren zu brechen. Ich vermute du möchtest auch nicht so behandelt werden, schon gar nicht vorgeworfen zu bekommen, deine Forschungsprojekte würden von diesem oder jenem bezahlt. Lassen wir das doch einfach. Natürlich will Exxon keinen Emissionshandel und kann daher wenig mit der Klimapolitik und der ihr zugrundeliegenden Theorie anfangen.

    Ich habe mich vor geraumer Zeit persönlich mit McKitrick unterhalten und ich kenne seine Motivation. Die hat nichts mit dem zu tun, was du ihm unterstellst. Er schätzt das Klimaproblem aus seiner ökonomischen Perspektive eben so ein, was man ja sehr leicht anhand seiner Veröffentlichungen (jenseits dieses Temperaturaufsatzes) nachvollziehen kann. Wenn du hier fachliche Kritik üben möchtest, dann kann ich das nur begrüßen, davon profitieren wir alle, weil das ein Lernprozess für beide Seiten impliziert. Wenn du hier davon berichtest, umso besser.

    Beim Klimawandel geht es nicht darum, dass eine politische Seite gewinnt und eine andere verliert. Sowohl bezüglich der Schäden als auch der Kosten der Klimapolitik steht viel zu viel auf dem Spiel, das ganze zu einem ideologischen Schlagabtausch zu machen. Wenn beide Seiten das endlich lernen würden, dann wäre uns geholfen. Das Exxon Öl verkaufen will wissen wir genauso, wie wir Wissen das Eurosolar-Mitglieder den Klimawandel brauchen um Solaranlagen zu verkaufen. Also machen wir uns wieder an die Wissenschaft und überlassen die Polemik den Journalisten.

  9. #9 Thilo Kuessner
    30. November 2009

    Wenn es an der Polemik zum Essex-McKitrick-Papers inhaltlich etwas auszusetzen gibt, kann das gerne hier diskutiert werden. Die Bezeichnung “Möchtegern-Physiker” bezog sich darauf, daß McKitrick als Wirtschaftswissenschaftler Artikel in Physik-Zeitschriften publiziert und glaubt, er würde die Probleme besser verstehen als die Physiker.

    SH: Das Exxon Öl verkaufen will wissen wir genauso, wie wir wissen, daß Eurosolar-Mitglieder den Klimawandel brauchen, um Solaranlagen zu verkaufen.

    Schon möglich. Nur finanziert Eurosolar keine Wissenschaftler, deren einzige Aufgabe ist, anerkannte Ergebnisse anderer Wissenschaftler in Zweifel zu ziehen. Das ist eben der Unterschied zur Tabakindustrie (in den 90ern) oder zu Exxon (heute).

  10. #10 Harald
    6. Dezember 2009

    Der aufgescheut wie ein Huhn!

    Ich mache auf den Artikel des im sogenannten „ScienceBlog“ aufmerksam:

    Wie einfach sind unsere „Pseudowissenschaftler“ von sogenannten “ScienceBlogs” aufzumischen: Die Leuchten sind ja aufgescheucht wie die Hühner :grins:

    Haben sie keine Argumente den Kritikern des Klimaschwindels entgegen zu bringen? Und wovor haben die Leuchten denn so viel Angst? Etwa von der Blamage, die nicht mehr zu vermeiden ist?

    Der Blog des guten Pseudowissenschaftlers und Politikhure reiht sich auf jeden Fall in der glorreichen Reihe der sogenannten „pseudowissenschaftliche“ ScienceBlog. :grins: Wie zum Beispiel auch der Blog vom mitaufgescheuten und vom mitaufgescheuten .

  11. #11 Thilo Kuessner
    6. Dezember 2009

    Ich laß das mal so stehen (habe nur Namen und Hinweise auf Personen gelöscht)

    – nicht daß noch jemand behauptet, hier würden Andersdenkende unterdrückt.

    Die philosophische Tiefe der Skeptiker-Diskussionsbeiträge ist immer wieder beeindruckend.

  12. #12 Christian A.
    7. Dezember 2009

    Ich muss zugeben, ich bin auch sehr beeindruckt. Fast hätte mich dieser Harald überzeugt. Vor allem das Geschickt bei der Parodie derjenigen, die hier nicht genannt werden soll.

  13. #13 Sven Türpe
    8. Dezember 2009

    Nur finanziert Eurosolar keine Wissenschaftler, deren einzige Aufgabe ist, anerkannte Ergebnisse anderer Wissenschaftler in Zweifel zu ziehen.

    Was übrigens gar nicht so schlecht ist, wie es vielerlei wohlfeile Entrüstungsäußerungen erscheinen lassen wollen. Wenn die Wissenschaft als Methode zum Erkenntnisgewinn funktioniert, wie wir uns das vorstellen, gibt es ungefähr drei Möglichkeiten, was dabei herauskommen kann:

    1. Nichts. Die privat finanzierten Bemühungen liefern keinen Erkenntnisbeitrag, jemand hat umsonst Geld ausgegeben. Der Wissenschaft entsteht kein Schaden.
    2. Gescheiterte Falsifizierungsversuche. Wenn die Versuche gut waren, stärken sie auf lange Sicht die angegeriffene Theorie. Waren sie unbeholfen oder ungeeignet, schwächen sie die Theorie jedenfalls nicht. Der Wissenschaft entsteht kein Schaden, vielleicht sogar ein Nutzen.
    3. Gelungene Falsifizierungsversuche. Das wären echte Erkenntnisse, deren Wert selbstverständlich von der Finanzierung völlig unabhängig wäre. Die Wissenschaft hätte einen echten Nutzen.

    Ein echtes Problem können damit bei nüchterner Betrachtung eigentlich nur die Aktionäre haben, deren Geld in die — unternehmerisch gesehen äußerst riskante — Forschung fließt.

    Das gilt alles auch dann noch, wenn die Forschung nur simuliert wird.

  14. #14 Sven Türpe
    8. Dezember 2009

    Nur finanziert Eurosolar keine Wissenschaftler, deren einzige Aufgabe ist, anerkannte Ergebnisse anderer Wissenschaftler in Zweifel zu ziehen.

    Was übrigens gar nicht so schlecht ist, wie es vielerlei wohlfeile Entrüstungsäußerungen erscheinen lassen wollen. Wenn die Wissenschaft als Methode zum Erkenntnisgewinn funktioniert, wie wir uns das vorstellen, gibt es ungefähr drei Möglichkeiten, was dabei herauskommen kann:

    1. Nichts. Die privat finanzierten Bemühungen liefern keinen Erkenntnisbeitrag, jemand hat umsonst Geld ausgegeben. Der Wissenschaft entsteht kein Schaden.
    2. Gescheiterte Falsifizierungsversuche. Wenn die Versuche gut waren, stärken sie auf lange Sicht die angegeriffene Theorie. Waren sie unbeholfen oder ungeeignet, schwächen sie die Theorie jedenfalls nicht. Der Wissenschaft entsteht kein Schaden, vielleicht sogar ein Nutzen.
    3. Gelungene Falsifizierungsversuche. Das wären echte Erkenntnisse, deren Wert selbstverständlich von der Finanzierung völlig unabhängig wäre. Die Wissenschaft hätte einen echten Nutzen.

    Ein echtes Problem können damit bei nüchterner Betrachtung eigentlich nur die Aktionäre haben, deren Geld in die — unternehmerisch gesehen äußerst riskante — Forschung fließt.

    Das gilt alles auch dann noch, wenn die Forschung nur simuliert wird.

  15. #15 Sven Türpe
    8. Dezember 2009

    Nur finanziert Eurosolar keine Wissenschaftler, deren einzige Aufgabe ist, anerkannte Ergebnisse anderer Wissenschaftler in Zweifel zu ziehen.

    Was übrigens gar nicht so schlecht ist, wie es vielerlei wohlfeile Entrüstungsäußerungen erscheinen lassen wollen. Wenn die Wissenschaft als Methode zum Erkenntnisgewinn funktioniert, wie wir uns das vorstellen, gibt es ungefähr drei Möglichkeiten, was dabei herauskommen kann:

    1. Nichts. Die privat finanzierten Bemühungen liefern keinen Erkenntnisbeitrag, jemand hat umsonst Geld ausgegeben. Der Wissenschaft entsteht kein Schaden.
    2. Gescheiterte Falsifizierungsversuche. Wenn die Versuche gut waren, stärken sie auf lange Sicht die angegeriffene Theorie. Waren sie unbeholfen oder ungeeignet, schwächen sie die Theorie jedenfalls nicht. Der Wissenschaft entsteht kein Schaden, vielleicht sogar ein Nutzen.
    3. Gelungene Falsifizierungsversuche. Das wären echte Erkenntnisse, deren Wert selbstverständlich von der Finanzierung völlig unabhängig wäre. Die Wissenschaft hätte einen echten Nutzen.

    Ein echtes Problem können damit bei nüchterner Betrachtung eigentlich nur die Aktionäre haben, deren Geld in die — unternehmerisch gesehen äußerst riskante — Forschung fließt.

    Das gilt alles auch dann noch, wenn die Forschung nur simuliert wird.

  16. #16 Thilo Kuessner
    8. Dezember 2009

    Leute wie McKitrick betreiben keine eigene Forschung, sondern suchen nach tatsächlichen oder vermeintlichen Fehlern in den Arbeiten anderer Leute. Dagegen ist nichts zu sagen, solange tatsächliche Fehler aufgedeckt werden. Meist werden aber nur irgendwelche Strohmänner aufgebaut (siehe “globale Temperatur”), die dann mit großem medialem Aufwand “widerlegt” werden.

    Man stelle sich vor, in irgendeinem anderen Forschungs-Gebiet würden fünfstellige Beträge dafür ausgelobt, den aktuellen Stand der Forschung in Frage zu stellen (z.B. den Beweis zum “Satz von Fermat” zu widerlegen, nur mal so als Beispiel). Im Prinzip möglich, daß das dazu führen würde, daß jedes falsche epsilon in allen relevanten Arbeiten gefunden würde.
    Sehr viel wahrscheinlicher ist aber ein anderer Effekt: Hunderte pensionierte Ärzte und Ingenieure stürzen sich auf das Problem, das sie natürlich nicht ansatzweise verstehen, deklarieren ihre eigenen Verständnisprobleme zu Fehlern der Theorie, schreiben lange Artikel, geben Presse- und Fernseh-Interviews, in denen sie sich über die Ignoranz der etablierten Mathematiker beklagen, und am Ende weiß kein Fernsehzuschauer mehr, was nun richtig ist (und selbst die professionellen Mathematiker, von denen ja nur wenige wirklich die Details im Beweis überprüft haben, sind am Ende verunsichert). Zum Fortschritt der Forschung trägt so etwas erfahrungsgemäß nichts bei.

  17. #17 Sven Türpe
    16. Dezember 2009

    Fernsehzuschauer wissen sowieso nicht, was richtig ist. Sonst wären sie keine.

  18. #18 Sven Türpe
    16. Dezember 2009

    Fernsehzuschauer wissen sowieso nicht, was richtig ist. Sonst wären sie keine.

  19. #19 Sven Türpe
    16. Dezember 2009

    Fernsehzuschauer wissen sowieso nicht, was richtig ist. Sonst wären sie keine.