Statt Waren oder Dienstleistungen werden nur noch Wahrscheinlichkeiten verkauft?

Guillaume Erner hat auf France Inter eine wöchentliche Kolumne, letzten Samstag ging es um Wahrscheinlichkeiten.

Auf Images des Mathematiques kann man den Podcast hören und auch einige verschriftlichte Auszüge lesen (auf französisch): http://images.math.cnrs.fr/Notre-diable-est-dans-le-hasard.html

Zum Beispiel meint er (frei übersetzt):

Die Wahrscheinlichkeitstheorie hat die Grundlagen unserer Welt völlig geändert. Wenn man früher Geld verdienen wollte, dann verkaufte man Güter, Dienstleistungen oder Tätigkeiten. Heute berechnet man die Wahrscheinlichkeiten, daß Güter, Dienstleistungen und Tätigkeiten verkauft werden, insbesondere durch diese berühmten Finanzprodukte, die die Finanzkrise ausgelöst haben.

Wie unsere Ahnen haben wir immer noch Angst vor dem Teufel, aber der Teufel steckt nicht mehr im Detail, sondern im Zufall.

Kommentare (14)

  1. #1 Jörg
    28. April 2010

    Passend dazu auch bei Wired:
    Clive Thompson on Why We Should Learn the Language of Data
    http://www.wired.com/magazine/2010/04/st_thompson_statistics/

    If you can’t write, you can’t think. The same is now true in math. Statistics is the new grammar.

  2. #2 Jörg
    28. April 2010

    Passend dazu auch bei Wired:
    Clive Thompson on Why We Should Learn the Language of Data
    http://www.wired.com/magazine/2010/04/st_thompson_statistics/

    If you can’t write, you can’t think. The same is now true in math. Statistics is the new grammar.

  3. #3 Jörg
    28. April 2010

    Passend dazu auch bei Wired:
    Clive Thompson on Why We Should Learn the Language of Data
    http://www.wired.com/magazine/2010/04/st_thompson_statistics/

    If you can’t write, you can’t think. The same is now true in math. Statistics is the new grammar.

  4. #4 adenosine
    29. April 2010

    Mit Zufall hat die Finanzkrise weniger zu tun. Geldverdienen kann man an den Handelsmärkten eher mit korrekten Prognosen des menschlichen Verhaltens aufgrund der bekannten Antriebe von Gier und Angst. Anders das Pokerspiel, wo man tatsächlich die Wahrscheinlichkeit bestimmen können muss, dass man die bessere Hand hält.

  5. #5 Wb
    29. April 2010

    Manche meinen, dass der so genannte Community Reinvestemt Act, von Carter ins Leben gerufen, später von Clinton mit dem Inhalt gefüllt: “Eigenkapital hammse nicht, macht doch nüscht, wir haben da was für Sie, die staatlich gesponsorte/abgesicherte Finanzierung für den Häusleerwerber!”, hier bei der Initialkrise eine wichtige Rolle spielte.

    Das absehbare Notleidendwerden der amer. Hypotheken hat dann, auch weil weltweit viele Finanzierungspartner gefunden worden sind (in D waren gerade staatsnahe Banken stark eingebunden) und man seeehr lange am System festhielt (auch Bush konnte oder wollte es nicht stoppen), das erste Systemabrauchen eingeleitet.

    Zurzeit bemüht man sich politikerseits weiteres Systemabrauchen vorzubereiten – und wenns dann eben wieder geschieht, dann warens die bösen Spekulanten [1].

    Produkte der Finanzdienstleistung sind nun einmal immer “wahrscheinlichkeitsbasiert”.
    (Sogar im Ostblock wars so, aber dort ist man dann doch eher am grundsätzlichen System- und Menschenverständnis gescheitert. :)

    MFG
    Wb

    [1] Q: Wer sind die eigentlich? A: Achja.

  6. #6 Joe Dramiga
    30. April 2010

    Goldman Sachs droht in den USA ein Strafverfahren. Folgender Pressetext sagt alles:

    “The SEC said that the firm misled investors by not telling them that the securities had been selected by Paulson and Co, a Goldman hedge fund client, who was betting that the investments would fail.”

    Im Grunde ist es für den privaten Kleinanleger immer das Gleiche…. Du wettest mit Jemanden der viel mehr weiß als Du über den Gegenstand der Wette und Dir natürlich nicht alles sagt. Die Bank hat mehrere Wetten laufen und kann das Risiko streuen. Der kleine Mann setzt seine Altersvorsoge aufs Spiel und hat sonst nichts.

    Bei einem Gewinn gibt Dir die Bank ein Bißchen und bei einem Verlust kriegst Du einen schönen Brocken.

  7. #7 Thilo Kuessner
    1. Mai 2010

    @ Joe Dramiga:
    Dazu paßt auch die Arbeit Computational Complexity and Information Asymmetry in Financial Products . Soweit ich es verstehe, begründen die Autoren mit komplexitätstheoretischen Argumenten, daß durch den Handel mit Derivaten die Kosten asymmetrischer Information vergrößert werden.
    “even if you know the contents of the pool, detecting whether bad mortgages are hidden in the pool is an NP-hard problem” faßt Whitman zusammen.

  8. #8 Lancaster34AMBER
    24. Mai 2011

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  9. #9 KarynVincent
    24. Mai 2011

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  10. #10 PetersonLola23
    24. Mai 2011

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    24. Mai 2011

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  12. #12 WeissAurora19
    24. Mai 2011

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  13. #13 SHEPHERD24Sherri
    24. Mai 2011

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  14. #14 Johne857
    youietri
    1. September 2014

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