Ein neues Angebot der Universität Edinburgh: bei TheoryMine kann man für nur 15 britische Pfund einen neuen, mit Computerhilfe gefundenen mathematischen Satz nach sich selbst oder, falls man noch ein Weihnachtsgeschenk braucht, auch nach jemand anderem benennen lassen.

Die Gruppe um Alan Bundy arbeitet eigentlich über die “automatische Ausbeutung mathematischer Theorien” (ich hoffe mal, das ist die korrekte Übersetzung von “automated mathematical theory exploration”) und will ihre Ansätze jetzt offenbar auch kommerziell verwerten.

Zur Originalität der neugefundenen Sätze schreiben sie auf ihrer Webseite:

Theorems are discovered by our robot mathematicians, we make every effort to ensure that the discovered theorems have never been published before, and we guarantee that every theorem we discover has not been previously recorded in our database of theorems. In the unlikely event that that there is a mathematics article publishing the theorem prior to our discovery, then we will give two additional new theorems to the owner of the old theorem. For more information on how we ensure that our discovered mathematics is new, see the FAQ.

In den FAQ heißt es dann:

The TheoryMine program constructs brand new mathematical theories, that no-one has previously developed by using brand new recursive functions and recursive data-structures. By definition, all theorems of these new theories are themselves brand new.

Es soll sogar ermöglicht werden, die Sätze in ihrer eigenen Zeitschrift zu veröffentlichen. Und natürlich gibt es den Satz auch im DeLuxe-Geschenkpack, jetzt zu Weihnachten.

Kommentare (9)

  1. #1 Gerry
    23. Dezember 2010

    Wenn’s “Ausbeutung” heißen sollte müsste doch im Original eigentlich “exploitation” stehen, oder?

    Meine Übersetzung lautet: Automatische Entdeckung mathematischer Theoreme

    Wobei “Ausbeutung” im Sinne von “Ausbeutung von Bodenschätzen / Ressourcen angesichts der Tatsache dass die damit Geld kassieren ja auch nicht so weit hergeholt ist 🙂

    Vielleicht haben wir ja zweisprachige Leser die das mit der Übersetzung präzisieren können…

  2. #2 Thilo
    23. Dezember 2010

    Ich kannte den Begriff tatsächlich im Zusammenhang mit Bodenschätzen. Aber du hast wohl recht, auch da ist eigentlich die Erkundung der Lagerstätten gemeint.

  3. #3 Ulrich Berger
    23. Dezember 2010

    @ Gerry:

    Vielleicht haben wir ja zweisprachige Leser die das mit der Übersetzung präzisieren können…

    Freilich, jede Menge! http://www.linguee.de/deutsch-englisch/search?sourceoverride=none&source=auto&query=exploration

  4. #4 MisterX
    24. Dezember 2010

    lol des passt leider net so wirklich exploration is eher sowas wie ein entdecken oder expedition, erkunden. Kennt ihr etwa nich den Windows-Explorer 😉 na na naa xD
    exploitation wäre das richtige wort für ausbeutung, war aber hier denk ich mal nicht gemeint xD

  5. #5 MisterX
    24. Dezember 2010

    Hehe des wäre ja dann der Windows-Ausbeuter xD

  6. #6 Henry
    24. Dezember 2010

    Als Geschenk fänd ich sowas sogar richtig klasse. ^^

  7. #7 clint
    24. Dezember 2010

    Mich würde interessieren, wie diese Theoreme aussehen, auf dieser Website findet man kein Beispiel. Hat von Euch jemand eines gefunden?

  8. #8 BreitSide
    25. Dezember 2010

    xxx

  9. #9 Palesiope
    27. Dezember 2010

    Die Idee ist alt, vgl. Doron Zeilbergers “Opinion 79”: http://www.math.rutgers.edu/~zeilberg/Opinion79.html