“Mathematik wurde nützlich … und machte Spaß” oder: wie man Brian Greene in 45 Minuten versteht.

Seit Donnerstag läuft “Ohne Limit” in den Kinos, die Geschichte der Wunderdroge NZT. Die Hauptperson, ein blockierter Schriftsteller, berichtet von seinen ersten Erfahrungen mit NZT: “Ich lernte klavierspielen in drei Tagen. Mathematik wurde nützlich … und machte Spaß. Ich brauchte eine Sprache nur zu hören und beherrschte sie schon.” Seine Ex-Frau, die die Droge auch probiert hatte, erzählt später: “Ich habe “Das elegante Universum” von Brian Greene in 45 Minuten gelesen – und alles verstanden. Ich bin so erfolgreich, daß mein Boß mich haßt.”
Auch sonst wird das Thema mit einer Naivität behandelt, die man sonst eher von Memoranden deutscher Philosophen kennt. Anschauen kann man sich den Film natürlich trotzdem.

Kommentare (4)

  1. #1 KommentarAbo
    20. April 2011

  2. #2 walim
    20. April 2011

    Gibt es irgendwo seriöse Untersuchungen über das Zeug? Ich finde bloß Werbung, Reflexe der Werbeaktionen in Blogs und Hinweise auf den Film.

  3. #3 Thilo
    20. April 2011

    Die Süddeutsche Zeitung hatte vorletztes Jahr mal dazu geschrieben:

    In absehbarer Zeit ist es unwahrscheinlich, dass solche Wundermittel auf den Markt kommen. Gerade Gedächtnisforscher mussten in den letzten Jahren erkennen, dass sie die Schwierigkeiten unterschätzt hatten, Ergebnisse aus Mäuseversuchen auf das menschliche Gehirn zu übertragen. Insbesondere zeigte sich immer wieder, dass Stoffe, die einzelne kognitive Funktionen stärkten, andere beeinträchtigten.”

  4. #4 Thilo
    24. April 2011

    @ walim: Die NZT-Werbung, die im Netz kursiert, ist in Wirklichkeit Werbung für den Film, siehe http://www.movieviral.com/2010/12/10/limitless-viral-nzt-mails-out-drug-samples/