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Ja, was soll man dazu noch sagen. Im Dexember gab’s bei Jauch die Million für die Anzahl der Steinchen im Zauberwürfel, das war ja schon recht einfach. Und diese Woche sollte es die Million nun schon für eine einfache Division geben, die jeder Mathematiker in fünf Sekunden im Kopf rechnen kann.

Gut, eigentlich war es nur die 16.000-Euro-Frage gewesen, und eigentlich war die Frage auch nur

„Welche dieser Zahlen ist ohne Rest durch 9 teilbar?“

A: 123.456 B: 234.567 C: 345.678 D: 456.789

Wie es dann weiterging schreibt der Express:
der Kandidat zog den Publikumsjoker, folgte der 83%-igen Mehrheit, bekam dann erklärt, dass es auf die Quersumme ankomme und dann:

„Klar macht Sinn!“, kommentierte der 24-Jährige das Ergebnis. Jauch konterte schmunzelnd „Der war gut!“ und fuhr fort: „Die 1-Millionen-Frage stelle ich Ihnen jetzt: „Was ist die Lösung: 234.567 geteilt durch Neun?“

Lo Presti witterte die Chance, fing an zu rechnen, doch schon fünf Sekunden später war die große Chance vorbei. Jauch winkte ab: „Die Zeit ist um!“.

Die Rechnung läßt sich übrigens wirklich schnell im Kopf durchführen. Zufällig snd nämlich 234 und 567 beide für sich genommen durch 9 teilbar und 3-stellige Zahlen durch 9 zu dividieren braucht so circa zwei Sekunden. Das Ergebnis ist 26.063

Kommentare (29)

  1. #1 Al magnuun
    Wunderland
    14. Januar 2016

    Man muss gute beobachtungsfähigkeiten oder fähigkeit miteinander in unlogischer beziehung stehender aussagen besitzen um einen lügner zu entlarven. Manche leute merken das schnell machen mit um das spiel nicht zu zerstören, denn manche menschen lernen nur im spiel, was andere längst begriffen haben. Chapeau vor den verfassern der schockierenden meldungen. Ich mochte euch vom ersten anblick an…

  2. #2 rolak
    14. Januar 2016

    Na obs die Million geworden wäre, steht in den Sternen – einen 26.063€-Bonus hätte ich spaßig gefunden…

  3. #3 Positron
    14. Januar 2016

    Meine Kopfrechnenkünste waren noch nie besonders gut…..

  4. #4 Soturi
    14. Januar 2016

    Ist “Dexember” die gegenderte Version von “Dezember”? :)

  5. #5 rolak
    14. Januar 2016

    noch nie besonders gut

    Warum auch – ein Positron kann von Geburt an auf keinem einzigen Gebiet Schwerwiegendes auf die Waage bringen :‑P

    Dabei läßt ‘dreistellig’ ja noch viel zu viel Komplexität erahnen, aufgrund der besonderen Eigentümlichkeiten des Neuner-Einmaleins ergibt sich die Lösung fast instantan aus ‘wie oft geht 9 in VordereZweiZiffern(Frage)’ für die Zehner und letzteZiffer(10-letzteZiffer(Frage)) für die Einer.
    Bonus: hier ist die Beschreibung deutlich komplizierter als die Rechnung.

  6. #6 rolak
    14. Januar 2016

    Ein Satori, Soturi: Das ‘X’ verdeutlicht eindeutig die Wortwurzel des Monatsnahmens.

  7. #7 rolak
    14. Januar 2016

    weia, wo kam das letzte ‘h’ denn her^^ puttmachen!

  8. #8 Frank Wappler
    http://eine.Kommentarvorschau.ohne.LaTeX-Renderer--ist.wie.ein.Dexember.ohne.Konter
    14. Januar 2016

    Thilo schrieb (14. Januar 2016):
    > der Express [schrieb]
    > dass es [zur Feststellung der Teilbarkeit einer gegebenen natürlichen Zahl durch 9] auf die Quersumme [der Darstellung der gegebenen Zahl in Dezimalbasis] ankomme

    \sum_{j = 0}^s z_j~10^j = \sum_{j = 0}^s z_j~\left( 1 + 9~\sum_{k = 1}^{j - 1} 10^k \right) = \left( \sum_{j = 0}^s z_j  \right) + 9~\left(\sum_{j = 0}^s z_j~\left( \sum_{k = 1}^{j - 1} 10^k \right) \right).

    > „Klar macht Sinn!“ […]

  9. #9 Anderer Michael
    14. Januar 2016

    “Das ‘X’ verdeutlicht eindeutig die Wortwurzel des Monatsnahmens.”
    Dazu ist im Deutschen nichts zu lesen. Decem =10. Was bedeutet “dex”. Meines Wissens im Lateinischen dieses Wort unbekannt. “x”hatte den metrischen Wert zweier Konsonanten, Was bedeutet “x” als Wortwurzel? Ist Dexember ein englisches Neuwort aus Bereich Technik/Informatik?

  10. #10 Sulu
    14. Januar 2016

    Technik/Informatik?

    CrissCross 😉

  11. #11 Sulu
    15. Januar 2016

    Technik/Informatik?

    Cris*Cross 😉

  12. #12 rolak
    15. Januar 2016

    Dazu ist im Deutschen nichts zu lesen

    Das war ja auch keine Erklärung, sondern ein Vollpfosten-Honeypot. Für die mit Mangelerscheinung im Bereich Assoziation – ist ja bloß ne Grundfunktion des Denkens. Dabei warste doch mit ‘decem’ eigentlich schon mit den Brustwarzen an der Zielleine, Michael, laß Dir bloß kein V wie ‘vergebene Liebesmüh’ vormachen für ein X wie — na, klingelts?

    Cris*Cross

    Jene, Sulu?

  13. #13 Sulu
    15. Januar 2016

    Jene?

    Nee, aber Recht hast du, muss natürlich Chris* heißen.

  14. #14 Anderer Michael
    15. Januar 2016

    noch nicht, wenn ich ehrlich bin.Aber meistens schaffe ich es nach ein paar Wochen. Also sehe ich es mal sportlich.
    Aber Frage: Im Deutschen wird das lat.” C ” meistens als stimmloser Doppelkonsonant gesprochen. Hat das einen Bezug, oder ist ein Irrweg ?
    Bei dem Rätsel, für welches ich Wochen brauchte, und du beimEintippen gelöst hast, scheiterte ich an der Definition Datum.Ich versuchte alle mir bekannten Daten der russischen Revolutionsgeschichte nach julianischen, byzanthinischen oder gregorianischen Kalender in Bezug zu setzen und das war verkehrt.

  15. #15 Anderer Michael
    15. Januar 2016

    Verstanden, oder ? X-mas gleich Weihnachten im Amerikanischen Sprachgebrauch. Falls das stimmt , unglaublicher neuer persönlicher Rekord im Blitzdenken ( aus meiner Sicht).

  16. #16 rolak
    15. Januar 2016

    oder ? X-mas gleich Weihnachten

    Das ‘X’ in ‘Xmas’ ist kein Buchstabe, sondern ein ein Kreuz, gesprochen im englischsprachigen Raum wie schon von Sulu angegeben. Beim wwwPortal ‘Xing’ eben ‘crossing’ wie ‘über den Weg laufen’/’treffen’ (ist ja nicht alles ‘crossing jordan’) – und bei ‘Xmas’ eben ‘Crissmas’ wie lautgemalt von ‘Christmas’.
    Das war doch die bewegendste Frage der letzten Jahrzehnte: Wer zum Henker ist Mary Krismes?

    Kurze Antwort auf Deine Frage: Nö, das auch nicht.

    lat.” C ” meistens als stimmloser Doppelkonsonant gesprochen

    Korrekt wäre für das ‘c’ in lateinischen Wörtern sowas wie das hiesige ‘k’, egal in welcher Sprache. Eines der typischen Kulturgüter innert römischer Grenzen waren die Schulen, auf Grund deren weitläufiger Verbreitung sehr konkrete schriftliche Vorgaben über den Klang der Sprache existier(t)en (so weit ich weiß),
    ‘k’ ist doch aber kein Doppelkonsonant, oder?

  17. #17 Alisier
    15. Januar 2016

    Schon richtig Thilo, aber sitz du mal auf dem Stuhl und hab Jauch im Nacken……

  18. #18 Anderer Michael
    15. Januar 2016

    Dann in Bezug auf ” Dabei warste doch mit ‘decem’ eigentlich schon mit den Brustwarzen an der Zielleine,”,
    decem = X, der Dezember war bis Mitte des 2. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung der 10. Monat bei den Römern.

    K ist im Deutschen kein Doppelkonsonant, richtig.
    Die Römer hatten drei verschiedene K – Laute C vor E und I, K vor A/einige Konsonanten,Q vor O und V. C stand für den stimmlosen als auch den stimmhaften Guttural (G). Dann soll einer Legende zufolge ein Sklave den Buchstaben G erschaffen haben,. Dafür wurde Z rausgeschmissen(obwohl es mit K im Klang nichts zu tun hatte, um dann in der Zeit des julisch-claudischen Kaiserhauses wiedereingeführt zu werden)
    Wir sagen im Deutschen sehr selten Kikero, sondern sprechen es wieTsitsero aus, also falsch. Bei mir war man zu meiner Zeit in der Schule sehr schlampig, mein Sohn verzeiht mir beim Abfragen lateinischer Vokabeln keinen Aussprachefehler. Ob das so stimmt weiss ich nicht, die Älteste(Kein Latein) wies mich darauf hin, dass X bei Xmas nicht für cross /Kreuz stehe und murmelte irgendwas von Australien/USA/Altengland und Taschengelderhöhung. Weitere Erläuterungen verweigerte sie sich mit den Worten: “Das müsstest du doch schon langam mitgekriegt haben !”

    Habe ich jetzt wieder nur Bahnhof verstanden?. Also Xmas ist verkehrt, x in Dexember steht für den altrömischen December, wobei decem =10= Symbol X

    Mary Krismes ? Gute Frage, erinnert mich an Folgendes: Woher kommt eigentlich MayDay, MayDay, wenn in Hollwood ein Flugzeug abstürzt?

  19. #19 Anderer Michael
    15. Januar 2016

    Wenn das auch nicht stimmt, drei weitere Möglichkeiten

    1.Es hat keinen Sinn

    2. Bei der informationstechnischen Übertragung von Daten wird aus einem z manchmal ein x.

    3. Aristoteles und seine logischen Schriften, ist das der richtige Weg?

    oder meintest du etwa die Erklärung mit X gleich Kreuz , welches laut meiner maulenden Tochter nicht stimme. Wenn man die griechischen Buchstaben sich vorstellt, könnte was dran sein.

  20. #20 rolak
    15. Januar 2016

    wieder nur Bahnhof

    Nee, Schußfahrt ins Ziel.

    drei weitere

    unnötige

    nicht stimme

    beim zweiten Beispiel ja/jein, Original chi(-rho) als Abk für Christos, doch die egalitäre, weltliche Erklärung wird meinem Erleben nach von Muttersprachlern öfter als Grund angegeben. Wohl VolksEtymologie.

    MayDay

    wiki Du kennst, junger Padawan?

  21. #21 Roland B.
    16. Januar 2016

    Wobei mir m’aidez durchaus als möglich vorkommt, wenn ein Engländer einen französischen Ausdruck verwenden will.

  22. #22 Anderer Michael
    16. Januar 2016

    Rolak, es immer eine Freude, bei dir nachzuhaken. (Sofern Dir lästig, so sage es bitte.) Was zunächst albern oder überdreht klingt, hat mehr Sinn und Hintergrund als zunächst zu vermuten ist.
    “Nee, Schußfahrt ins Ziel.” Ich vermute, dass du mit diesem ansatzweise kryptischen Ausdruck sagen möchtest, es ist richtig. Jetzt frage ich mich allerdings, wenn jemand kein Latein gehabt hat und römisches Kalenderwesen ist nur selten Schulthema (ich hatte bay. Lateinleistungskurs), hier eine Assoziation herzustellen, ist ordentlich schwierig, wenn nicht unmöglich. Oder es ist mehr ein Ausdruck allgemeiner kryptologischer Lebensfreude (nicht negativ gemeint, Klausis Kryptokolumne ist wirklich interessant)?
    Zu MayDay : Vor vielen Jahren holten mich Segler zu sich an den Tisch, weil sie wussten, dass ich etwas Französisch spreche. Sie diskutierten über die Herkunft der Wendung MayDay und vermuteten es sei eine englische Lautmalerei vom französischen “m´aidez”. Ich hatte damals bereits verneint und mich deswegen jetzt nochmals in einer Konjugationstabelle vergewissert.
    Ich bin überrascht, dass selbst zu so etwas Informationen in Wikipedia zu finden sind. Noch verwunderter bin ich, da trage ich höchstwahrscheinlich Eulen nach Athen, als ich bei dieser Gelegenheit erfuhr, es gäbe eine Art Sport/Wettkampf unentdeckt unsinnige Beiträge bei Wikipedia einzustellen. Als Beispiel: irgendwelche Kriege in Asien im späten Mittelalter.

  23. #23 rolak
    16. Januar 2016

    ansatzweise kryptischen Ausdruck

    Erstens ja, richtig und zweitens ist das nicht kryptisch, Michael, sondern eine Phrase, die sich schon in der Kindheit in die Hirnwindungen brannte, typischerweise die Schlußsequenz eines Ski-Abfahrtsrennens untermalend. Geklaut also, fremd- oder neuverwertet.

    kryptologischer Lebensfreude

    Erstens ja, Lebensfreude und zweitens ist die nicht kryptologisch, auch wenn es von außen noch so sehr so (oder albern oder überdreht) klingen oder aussehen mag. Sondern sie äußert sich in äußerst frei assoziierten Sequenzen, deren einzelne Schritte naturgemäß von außen schwer nachvollziehbar sind, doch manchmal sogar einen angenehmen Sprachrhythmus ergeben.

    extrem wikiing

    Mag sein, daß dergleichen unternommen wird, doch einerseits klingt das ungemein nach der klassischen wikiAbwehr von Ignoranten á la ‘ach, in wiki kann doch jeder alles mögliche reinschreiben’ und andrerseits hätte ich bei einer solch steilen Hypothese doch gerne zumindest einen link zu einer Seite mit nachvollziehbaren Ergebnissen eines solchen Wettbewerbs.

    Im Mittelalter gab es übrigens in Asien durchaus Kriege.

  24. #24 Anderer Michael
    17. Januar 2016

    Rolak, danke für die Antwort.
    Der Ausdruck Art/Wettkampf war eine Interpretation von mir, die zu einem Missverständnis führt. Es gibt meines Wissens keinen offiziellen Wettkampf offensichtlich falsche Wikipedia-Einträge zu schreiben und diese möglichst lange im Bestand zu haben. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der eine oder andere seinen Ehrgeiz in diese Richtung lenkt, im Sinne eines “Sports”. Also habe ich wieder etwas über die Blog-Spielregeln gelernt, eine Interpretation als eine solche kennzeichnen, und nicht wie eine Tatsache darstellen (ist im Leben eigentlich genauso). Daher Danke für den Hinweis.
    Gibt man im Suchfeld des Browers “falsche Wikipedia Einträge” ein, so gibt es eine Menge Fundstellen (auch Kriege in Asien). Ich gehe aber davon aus, dass Dir bekannt ist, dass Wikipediabeiträge bewusst inhaltlich falsch sind oder Firmen ihr Bild etwas rosiger darstellen als es der Realität entspricht.
    Ich habe ja erst seit zwei Jahren einen Computer. Wenn die Kinder als Hausaufgabe bekamen, etwas aus dem “internet” zu einem Thema zu suchen, stellten wir rasch fest, fast alle haben den gleichen Wikipedia-Artikel mitgebracht. Ich bin kein Wikipediagegner .Inzwischen haben wir uns aber angewöhnt, auch die Literaturhinweise zu berücksichtigen. Es ist unglaublich wie sich die Suche nach Quellen vereinfacht hat und sich auch sonst fantastische Möglichkeiten ergeben. Als sich mein Sohn den Ellenbogen infolge Sturz prellte und er sehr starke Schmerzen angab (mit Hinweis auf Nervenlaesion), ging ich von einer Fraktur aus. Unfallchirurgischer OA und meine Frau (CÄ) verneinten. Der kindliche Ellenbogen hat altersabhängig ein unterschiedliches Bild von Ossifikationskernen, die für Laien zunächst aussehen, als sei dieser in viele Teile zersprungen. Das wusste ich zwar, das klinische Bild passte nicht in die Faustregel” Was länger als 5 min weh tut, ist verdächtig”(bei Kindern). Daher suchte ich im Internet und landete bei einer australischen Universität, die zu diesem sehr speziellen Thema das “Weltwissen” gesammelt hat,und konnte mich zu meiner Beruhigung vonn der Richtigkeit der Diagnose überzeugen. Wäre früher unmöglich gewesen. Jetzt schließe ich, viel zu lang, und vollkommen weg vom Thema.

  25. #25 rolak
    18. Januar 2016

    im Suchfeld des Browers

    führt bei mir (das ist selbstverständlich von Suchmaschine zu Suchmaschine und von Anwender zu Anwender verschieden) zu jenem Ergebnis, welches an sich schon unauffällig ist, Michael. Gehe ich den einzelnen Fundstellen nach, so wird es noch nichtiger. Von oben:
    BZ: keine links ==dpaMeldung
    RP: ist eine Liste von 12 (bei RP! (ohne flash)) nichtexistenten Beispielen
    Aachener: derselbe Text wie BZ, mit links, teils nichtsbelegend, alle Vergangenheit
    Welt: Kopie der Aachener
    Neue Presse: Kopie der Aachener
    NRZ: Kopie der Aachener
    wiki: Endlich ein brauchbarer Text — Selbstkritik

    Ich gehe aber davon aus, dass Dir bekannt ist

    Da solltest Du lieber zu einem lecker Essen oder in die Oper ausgehen. Was mir bekannt ist, sind drei Dinge: Es wird immer wieder versucht (und versucht werden), Blödsinn ins wiki zu schreiben alleine schon um es zu diskreditieren und es wird auch immer wieder versucht (und versucht werden), aus wiki á la Erpressung oder so Geld zu schlagen – und selbstverständlich sind Lobbyisten darauf aus, ihre Klientel im bestmöglichen Licht dastehen zu lassen, gemäß einer Agenda und somit unabhängig von der objektiven Realität.

    Was mir allerdings bisher niemand belegen konnte, ist ein faktisch falscher, dauerhaft vor Änderung bewahrter Eintrag oder gar eine vom Prinzip(wiki) ausgehende Aktion zur Verfälschung der eigenen Inhalte. Die erlebte und gehörte Kritik geht entweder (weniger) um süffisant dargebotene Fehler aus vergangenen Tagen oder (wesentlich mehr) um unangenehme Einträge, wie die von EvDäniken-Fans über die unsägliche Behauptung daß Däniken unwissenschaftlich arbeite oder wie im Falle Daniele Ganser, der vor gut einem Jahr alle seine Freunde dazu aufrief, ihm unliebsame Wahrheiten aus wiki zu entfernen.

    Nee, insgesamt schreit spätestens nach 5 Minuten jeder Klick ‘Gerüchte, Verleumdung, Selbstrechtfertigung’, getreu der weiter oben beschriebenen Ignoranten-Abwehr.

    ‘weg vom Thema’ Klar, vom Einmaleins mit 9 bis zu wiki ist ein weiter Schritt, doch eigentlich geht es sogar um exakt dasselbe: Vielen Menschen fehlen selbst grundlegende Techniken für die Bewältigung des Alltages, egal ob das nun KopfrechnenTricks sind oder wiki-skillz und googleFu.

    Übrigens sind falsche bzw scherzhafte LexikonEinträge auch in Werken aus toten Bäumen durchaus üblich bis Tradition, eine profunde Quelle ist, ja was wohl, wikipedia.

    (disclaimer: Die Milliarden€ aus meiner Propaganda für wikipedia liegen auf dem offshore bisher, also in den letzten 12 Jahren, beschränkt sich meine Beteiligung an wikipedia auf hier und da Tippfehler ausbessern)

  26. #26 Anderer Michael
    18. Januar 2016

    “Was mir allerdings bisher niemand belegen konnte, ist ein faktisch falscher, dauerhaft vor Änderung bewahrter Eintrag oder gar eine vom Prinzip(wiki) ausgehende Aktion zur Verfälschung der eigenen Inhalte.”
    AUA, habe ich mich wirklich so schlecht verständlich ausgedrückt. Falls ja, muss ich an mir arbeiten. Ich wollte nie sagen, dass irgendjemand bei Wikipedia bewusst einen falschen Artikel stehen lässt oder selber einen solchen verfasst. Ich habe geschrieben “bewusst inhaltlich falsch”. Damit meinte ich natürlich nicht als Urheber die bei Wikipedia tätigen Personen, sondern die Autoren. Meine Geschriebenes und deine Reaktion bestätigen den Soziologen Garfinkel (“Die Sprache ist unpräzise, da sie von sogenannten okkasionellen oder indexikalen Ausdrücken durchzogen ist”.) Das gleiche gilt ev. auch für “Literaturhinweise”. Damit sind die auf dem Wikipediaartikel gemeint, die überprüft werden und damit einen hohenGrad an Zuverlässigkeit darstellen.
    Auf deine Kritik hin, habe ich selber recherchiert und nach ein bis zwei Minuten gelangte ich (mit Hilfe des T-online browser und des dortigen Suchfeldes ) zur Wikipedia- Seite List of Hoaxes, auch deutsch. Da du bei Wikipedia mithilfst, ist dir das alles bekannt.

    “weg vom Thema”. Einverstanden.

    ” grundlegende Techniken für die Bewältigung des Alltages” Leseverständnis unbestritten dazugehörend.( Zitat aus dem WIKIPEDIA-Artikel: “Damit Interaktion flüssig verläuft, müssen die Teilnehmer auf Grundlage von Vertrauen in korrekte Interpretationsleistungen der anderen Teilnehmer handeln”).

  27. #27 rolak
    18. Januar 2016

    ich wollte nie sagen, dass irgendjemand bei Wikipedia bewusst einen falschen Artikel stehen lässt oder selber einen solchen verfasst

    Das war ja auch nur das gesteigerte ‘oder gar’, der erste Teil meines Satzes bezieht sich auf ‘egal wer’ und sorry, Michael, doch

    gibt es eine Menge Fundstellen (auch Kriege in Asien). Ich gehe aber davon aus, dass Dir bekannt ist, dass Wikipediabeiträge bewusst inhaltlich falsch sind oder Firmen ihr Bild etwas rosiger darstellen

    ist eigentlich kaum anders aufzufassen.

  28. #28 Anderer Michael
    18. Januar 2016

    Jetzt wo ich ,weiß, dass du bei Wikipedia mithilfst, wesentlich mehr Kenntnisse besitzt, u.a. dass irgendwelchen Personen (= Autoren ,die nicht zum Kreis der Wikipedia-Mitarbeiter gehören) absichtlich Blödsinn in W. schreiben, alleine schon um W. zu diskreditieren und es auch immer wieder versucht wird, aus wiki á la Erpressung oder so Geld zu herauszuschlagen. Das habe ich überhaupt nicht gewusst. Ich denke, da ist es mehr als verständlich, dass du bei einer solchen Formulierung meinerseits nachfragst. Deswegen sage ich ebenfalls sorry und werde versuchen künftig möglichst ohne Interpretationsbedarf zu formulieren. Danke für den Hinweis

  29. #29 Frank Wappler
    http://free.wikipedia.now
    19. Januar 2016

    rolak schrieb (#25, 18. Januar 2016):
    > Was mir allerdings bisher niemand belegen konnte, ist ein faktisch falscher, dauerhaft vor Änderung bewahrter Eintrag oder gar eine vom Prinzip(wiki) ausgehende Aktion zur Verfälschung der eigenen Inhalte.

    Ein Beispiel auf Anhieb:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Myon#Zeitdilatation

    Schnelle Myonen zerfallen […] langsamer als ruhende Myonen.

    Man beachte, dass im selben Wikipedia-Artikel die

    mittlere Lebensdauer

    von (freien) Myonen schlicht und einfach als ein einziger Wert (mit Vertrauensbereich) entsprechend der PDG-Auswertung angegeben ist; ohne irgendwelche Einschränkungen, ob und gegenüber welchen anderen Beteiligten die betreffenden Myonen eventuell „schnell“ oder „ruhend“ gewesen wären.

    Dauern und Zerfallsraten sind intrinsische Maße; und ich frage mich, ob sich Wikipedia diesbezüglich berichtigen lässt.