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Die Neue Züricher Zeitung kommentiert den Wahlerfolg von Cédric Villani mit allem, was sie an Mathematik-Metaphern auftreiben kann:

Im ersten Wahlgang hatte Villani im fünften Wahlbezirk des Départements Essonne im Süden von Paris auf Anhieb 47 Prozent der Stimmen erhalten und so nur knapp die absolute Mehrheit verpasst. Dass nun die Rechnung aufgeht, darf bei einem Mathematikgenie nicht überraschen. Viele Wähler in der Essonne haben sich wohl gesagt, es könne nicht schaden, wenn im Parlament ein Wissenschafter sitze, der vor schwindelerregenden Kalkulationen nicht zurückschreckt.

Wir hatten hier zu Villani schon einige Artikel auf den Scienceblogs: Zurück ins 19. Jahrhundert?, Lady Gaga in Potsdam und drüben bei Primaklima Cédric Villani, die Palindrome und sein Roman “Theoreme vivant”.

Villanis Wahlkreis ist das Département Essonne, dazu gehören die École polytechnique, das IHÉS, die in der Mathematik führende Universität Paris XI und die vor 3 Jahren als Zusammenschluss der vor Ort existierenden Forschungseinheiten gegründete Universität Saclay.
Im Entstehen ist der als Konkurrenz zum Silicon Valley geplante Technologie- und Forschungspark Paris-Saclay, bei dessen Bau aber wohl vieles nicht rundläuft – “French auditors criticize €5-billion science super-campus near Paris – Would-be rival to MIT lacks strategy and governance, report says.” berichtete Nature News vor 4 Monaten. On verra.
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Kommentare (8)

  1. #1 tomtoo
    19. Juni 2017

    Det letzte Beitrag ging um Prozentrechnen. Der Beitrag um’s nicht rundlaufen. Warum poppt bei mir da Unendlichkeit und BER auf ?

  2. #2 tomtoo
    20. Juni 2017
  3. #3 Zürcher!
    Zürich
    20. Juni 2017

    … die Zeitung heisst “Neue Zürcher Zeitung”, wir sind Zürcher, etc. Es heisst NIE Züricher, egal was es ist!

  4. #4 Thilo
    20. Juni 2017

    Exgüsi!

  5. #5 Karl Mistelberger
    20. Juni 2017

    Georg hat bei Primaklima auch zu Pierre-Simon Laplace geschrieben: http://scienceblogs.de/primaklima/2015/02/11/der-neue-dies-und-das-esprit-des-infiniment-petits/ Sein Engagement in der Politik war nur kurz:

    Géomètre de premier rang, Laplace ne tarda pas à se montrer administrateur plus que médiocre; dès son premier travail nous reconnûmes que nous nous étions trompé. Laplace ne saisissait aucune question sous son véritable point de vue: il cherchait des subtilités partout, n’avait que des idées problématiques, et portait enfin l’esprit des ‘infiniment petits’ jusque dans l’administration. meinte General Bonaparte.

  6. #6 Dr. Webbaer
    20. Juni 2017

    Faszinierend, wie erfolgreich La République en Marche so schnell geworden ist, sie folgt “neoliberalem” Gedankengut, korrekt?

    Kann ein Mathematiker ein guter Politiker sein?

    MFG
    Dr. Webbaer

  7. #7 Dichter
    20. Juni 2017

    Karl Mistelberger,
    …..Bonaparte,
    Napoleon war ein guter Mathematiker und auch für Physik aufgeschlossen.

    Dr. webbaer,
    ein guter Mathematiker kann auch ein guter Politiker sein, aber niemals ein sehr guter!
    Sehr gute Politiker benötigen einen guten Schuss Dummheit, damit sie das volk verstehn können und das volk ihn.
    “Dumm sein und ein Amt haben”, das ist das Ideal.

  8. #8 Thilo
    21. Juni 2017

    Nachtrag: https://erc.europa.eu/10years10portraits/ mit einem Video zu Villani (das letzte Porträt ganz unten)