IMG_1026

Ein paar Impressionen von der heute eröffnet gemeinsamen Tagung der mathematischen Fachgesellschaften Österreichs und Deutschlands in Salzburg.

Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern.

IMG_1028
Natürlich mit den üblichen Höflichkeiten begann am Morgen die Eröffnungsveranstaltung, auch die launigen Sprüche des Cantor-Preis-Trägers Gerd Faltings in seiner Danksagung entsprachen den Erwartungen. Einziges Überraschungsmoment: als der Rektor der gastgebenden Salzburger Universität zu Beginn seiner Begrüßungsrede ankündigte, diese (anders als alle anderen Sprecher) in der Landessprache halten zu wollen, da es sich ja schließlich um eine Veranstaltung der österreichischen und deutschen mathematischen Gesellschaften handele, regte sich nur SEHR wenig Beifall – gefühlt 1% der Zuhörer klatschten.

Den ersten Plenarvortrag hielt der 2014er Fieldsmedaillist Martin Hairer; Thema war grob gesagt, dass viele Folgen von Zufallsvariablen gegen Normalverteilungen konvergieren. Anscheinend auch das “Tetris-Beispiel” im Video unten, über das aber fast nichts bewiesen sei.

IMG_1031

IMG_1032
Nächster Tagesordnungspunkt war dann die Eröffnung der von Stadt und Universität Salzburg finanzierten Ausstellung “Women in Mathematics throughout Europe”, eine Sammlung von 13 Mathematikerinnenporträts jeweils mit Interview-Ausschnitten als Subtext:
IMG_1033

IMG_1035
IMG_1034
Die sich anschließende Emmy-Noether-Vorlesung hielt Ursula Hamenstädt über das Werk der beiden im Juli verstorbenen Mathematikerinnen Marina Ratner und Maryam Mirzakhani.
IMG_1037

Am Nachmittag gab es dann noch einen Plenarvortrag von Michael Eichmair zum isoperimetrischen Problem (und dessen Anwendungen in der Relativitätstheorie und dem Positive Mass Theorem)
IMG_1038
und natürlich Sektionsvorträge in vielen Sektionen vonDifferentialgeometrie bis Wissensmanagement.

Die Tagung geht noch bis Freitag.

Kommentare (2)

  1. #1 Laie
    13. September 2017

    Nun ja, hat sich Österreich nicht schon immer an Deutschland “geistig” oder “kulturell” und leider auch mal militärisch dermassen auf- oder angeschlossen, sodass es inzwischen nicht mehr unterscheidbar ist?

    Nichtmal eine Grussformel ist so recht übriggeblieben, Das ist schade. Selbst Bayern ist innerhalb Deutschland nicht sooo extrem unterwürfig.

    Seien wir froh, dass es die Schweiz gibt, die wenigstens wie Schweizer reden, denn die Vielfalt belebt! Wie schön ist es doch, Vielfalt zu erleben und zu entdecken!

    Da die Sprache der Mathematik, hehe, international ist, immerhin kann hier keiner ein x für ein u vormachen. (x=u)