Eine Reihe von Medien (Heise, n-tv, Süddeutsche) greifen heute das Thema „Die Deutschen und ihr Verhältnis zur Mathematik“ auf.

Es ist nicht recht ersichtlich, was der aktuelle Auslöser für dieses mediale Interesse ist. Inhaltlich geht es vor allem um die Einstellung zu mathematisch berechneten Möglichkeiten und Risiken. Die Deutschen seien ein Volk der Ingenieure, würden sich beim Technik-Thema sicher fühlen und deshalb kompliziert errechneten Kryptowährungen oder Algorithmen zur Beitragsauswahl in sozialen Netzwerken vertrauen. Andererseits anerkennt der Bildungsforscher Gigerenzer, dass sich das Verhalten von Bankkunden seit der Bankenkrise verbessert habe und diese jetzt verstärkt wieder selber denken.

Hunderte Leserkommentare sind in wenigen Stunden schon beim Artikel in Telepolis aufgelaufen. Das Thema scheint durchaus zu polarisieren.

Kommentare (58)

  1. #1 birdip
    28. November 2017

    Hallo Thilo,
    dein letzter Link ist falsch. Du verlinkst nicht auf Telepolis, sondern nochmal auf SZ 😉

  2. #2 res agitans
    28. November 2017

    Auslöser ist offenbar, dass die dpa einen Artikel dazu im Angebot hatte.
    Welt ist auch auf den Zug aufgesprungen.

    https://www.welt.de/wissenschaft/article171003843/Warum-Sie-sich-mehr-mit-Mathe-beschaeftigen-sollten.html

  3. #3 Thilo
    28. November 2017

    @birdip: Sorry, Link ist jetzt korrigiert.

  4. #4 Robert
    28. November 2017

    Das Verhältnis zur Mathematik wird sich in den nächsten Jahrzehnten grundsätzlich ändern.
    Der Einsatz von Taschenrechnern in der Grundschule ist falsch, weil das Gefühl für Zahlen nicht entwickelt wird.

    Wer hat im praktischen Berufsleben mit theoretischen mathematischen Problemen zu tun? Wer kann noch die Schuldzinsen für seinen Kredit über mehrere Jahre überschlagen geschweige denn ausrechnen?

    damit zusammen hängt auch das Verständnis für physikalische Zusammenhänge, die ohne die Beherrschung von Gleichungen und der Abschätzung eines Ergebnisses zusammenhängen?

    Da wächst eine Generation von reinen Anwendern heran die ohne eine passende App hilflos ist.

    Das erinnert mich an einen Science Fiction Roman , wo es auf der Erde nur noch einen einzigen Menschen gab, der wusste , wie man rechnet. Um den wurde dann ein Krieg geführt.

  5. #5 tomtoo
    28. November 2017

    @Robert
    Zinsen ? Da kommt doch wieder die 7 ins Spiel.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/72er-Regel

    Eine wichtige Zahl. : )

  6. #6 uwe hauptschueler
    28. November 2017

    Mit dem Verständnis für einfache Rechnungen ist es auch in diesem Blog nicht weit her.

    “0,5×0,5=0,0025%”

    ist hier ohne Widerspruch zum Besten gegeben worden.

  7. #7 Thilo
    28. November 2017

    Wo jetzt?

    (Abgesehen davon stimmt die Rechnung, wenn man hinter die beiden 0,5 jeweils Prozentzeichen setzt.)

  8. #8 uwe hauptschueler
    28. November 2017

    “#36 Joseph Kuhn
    14. Dezember 2013
    @ mike:… Ihre Begründung
    habe ich oben erläutert. Natürlich gibt es
    Menschen, die zweimal geimpft sind und
    trotzdem erkranken. Das können Sie mit dem
    Taschenrechner ausrechnen: Angenommen, die
    Wirksamkeit der Impfung läge bei glatt 95 %,
    dann gibt es bei der ersten Impfung 5 %, bei
    denen sie nicht wirkt, und bei der zweiten
    Impfung nochmal 5 %. Wäre das Impfversagen
    der zweiten Impfung statistisch unabhängig
    vom Impfversagen der ersten Impfung, wäre
    also mit 0,5×0,5=0,0025%…”
    @Thilo
    Moin,
    seien Sie getröstet, dieser Unfug wurde nicht in Ihren Matheblog, sondern bei H. Kuhn verzapft. Richtig wäre, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Impfversagen bei 0,0025 liegt, was wiederum etwas anderes als 0,0025% ist.
    Meine Rechtschreibung ist übrigens auch nicht falsch, man muss sich nur hier und da ein Satzzeichen dazu- oder wegdenken.

  9. #9 CS
    28. November 2017

    @uwe hauptschueler
    Wie Sie sicherlich unschwer erkennen können in dem von Ihnen angeführten Beispiel, ist nicht das Ergebnis “falsch”, sondern im Term vor dem Gleichheitszeichen wurden Nullen unterschlagen.
    95% und 5% können anders ausgedrückt werden als 0,95 und 0,05. Somit müßte die von Ihnen angeführte Rechnung korrekt lauten 0,05 x 0,05 = 0,0025 oder aber 0.25%.

    Ich finde es aber eine verdammt reife Leistung, auf einen fast vier Jahre zurückliegenden Kommentar zurückzugreifen, als wäre er erst gestern erschienen…

  10. #10 Joseph Kuhn
    28. November 2017

    @ Uwe Haupschueler:

    Da ist sowieso alles durcheinander geraten, weil 5 % ja auch nicht 0,5 sind. Die Impfversagerquote liegt im Beispiel also wie Sie zurecht anmerken bei 0,25 %. Ich habe es im alten Kommentar korrigiert, bevor eine neue Prozentrechnung in Umlauf kommt. Komisch, dass es damals keiner moniert hat, vermutlich war es als Scheibmurks allen klar. Am Verhältnis der Deutschen zur Mathematik wird es ja nicht gelegen haben, nicht mal mein Verhältnis zur Mathematik wird dadurch ernsthaft getrübt. Aber so kann’s gehen.

  11. #11 uwe hauptschueler
    28. November 2017

    Moin Herr Kuhn,
    das Problem ist nicht mangelnde Mathematikkenntnis, 0,5×0,5=0,0025% unter Mathematik einzuordnen ist schon gewagt, sondern die mangelnde Beherrschung der Grundrechenarten. Ihre Konstruktion war so schräg, dass der Fehler auf dem ersten Blick nicht aufgefallen ist.
    Auf meinem letzten Hauptschulzeugbnis sind mir Mathekenntnisse bescheinigt worden, obwohl ich an der Hauptschule nie Mathematik gehabt habe. Der generelle Fehler ist, Mathematik und Rechnen gleich zu setzen.

  12. #12 uwe hauptschueler
    28. November 2017

    Moin CS
    wenn Sie in einer Klassenarbeit im vorgegebenen Kontext 0,5×0,5=0,0025% als Ergebnis präsentiert bekommen würden, wieviel Punkte von der vollen Punktzahl würden Sie geben.

  13. #13 Joseph Kuhn
    28. November 2017

    @ uwe hauptschueler:

    Als Lehrer Kuhn würde ich mich fragen, ob der Schüler Kuhn in der Tat die Grundrechenarten nicht beherrscht und Nachhilfe braucht oder ob er den Mist aus Schlampigkeit hingeschrieben hat und zu mehr Sorgfalt ermahnt werden muss. In dem Fall glaube ich, dass der Schüler Kuhn keine Nachhilfe braucht.

    Sie sagen, dass Ihnen “der Fehler auf dem ersten Blick nicht aufgefallen ist”. Ich finde viel interessanter, dass er mir auch auf den zweiten und dritten Blick nicht aufgefallen ist, ich habe den Kommentar damals in der Diskussion ja vermutlich noch öfter gesehen. Das ist ein Phänomen der selektiven Wahrnehmung bei “fertigen Gestalten”, man übersieht die Einzelheiten, besonders ärgerlich beim Korrekturlesen von Büchern, und unterhaltsam bei “Fehlersuchbildern”, die es früher oft in Zeitschriften gab. In den letzten Jahren sehe ich sie kaum mehr, oder übersehe ich sie nur?

  14. #14 Karl Mistelberger
    28. November 2017

    A fishy affair

    The nobel laurate in physics, extreme weirdo, inventor of the delta function and my own personal hero Paul Adrien Maurice Dirac was presented with the following puzzle:

    Three fishermen come back from the sea, celebrating the catch of the day. They land their boat and set up camp. After much drinking (rum?), each collapses in their respective tent. Fisherman #1 wakes up and, after relieving himself, decides to get his share of the catch. He counts the fish, realizes it is not a number divisible by three, throws away one fish to the sea correcting the situation, and takes a third of the remaining fish into his tent. Fisherman #2 wakes up later, goes to pee too, and also decides he is going to get his share of the catch. Unaware that Fisherman #1 already took his part, Fisherman #2 wants a third of the fish he sees. It is not a multiple of three, but he throws away one fish and takes a third of the fish and goes to sleep. Fisherman #3 wakes up after, and does the same: he throws away one fish, takes a third of the fish, and goes into his tent.

    What is the smallest number of fish for which this would happen?

    I’m not going to spoil the puzzle by revealing the regular answer, but I can tell you Dirac’s answer. A weird answer, but correct nevertheless.

    Dirac’s answer was minus two fish.

    https://minustwofish.com/2008/11/16/a-fishy-affair/

  15. #15 Fluffy
    28. November 2017

    -29 < -2

  16. #16 uwe hauptschueler
    28. November 2017

    Man entferne den überzähligen Fisch. Nach der ersten Teilung verbleiben 2/3, nach der zweiten 2/3*2/3 nach der dritten 2/3*2/3*2/3=8/27. Um auf eine ganze Zahl zu kommen muss mit 27 mal genommen werden. Plus den entfernten, sieht nach 28 aus.

  17. #17 Fluffy
    28. November 2017

    So ein Mistelberger aber auch

  18. #18 Robert
    28. November 2017

    Karl Mistelberger,
    das Schöne an der Mathematik ist, dass sie unterhaltsam ist, und auch lachen lässt, wenn wir erkennen, wie dumm wir sind.
    uwe hauptschüler,
    die Tricks mit den Prozent sind ein alter Hut, aber sie sind geignet um über die Prozentrechnung nachzudenken. Für Joseph Kuhn mit seinen Statistiken ist das enorm wichtig.
    tomtoo,
    oh mann, die 72 – Regel stammt noch aus einer Zeit , wo man von den Zinsen ein Weihnachtsgeschenk kaufen konnte. Those were the days my friend.

  19. #19 Fluffy
    28. November 2017

    @#18

    das Schöne an der Mathematik ist, dass sie unterhaltsam ist, und auch lachen lässt, wenn wir erkennen, wie dumm wir sind.
    uwe hauptschüler

    Wen meinst du hier mit “wir” ?

  20. #20 tomtoo
    28. November 2017

    @Robert
    Tja bei 72/0 sind halt Mathematiker gefragt. ; )

  21. #21 tomtoo
    28. November 2017

    Mei waren die Fischer besoffen. Hätten se mal lieber Fischsuppe gekocht. Hätte jeder einen Fisch mehr gehabt.

  22. #22 ralph
    28. November 2017

    Der Umgang mit Zahlen und Statistik will gelernt sein. Der mühelose Umgang mit Zahlen und Statistik ist wichtig, aber damit ist es längst nicht getan. Die angeborenen Heuristiken, also der sogenannte gesunde Menschenverstand leiten oftmals komplett in die Irre. Daniel Kahnemanns Buch “Thinking fast and Slow” ist eine wahrhafte Erleuchtung. Kahnemann schreibt, dass auch er selber immer wieder in eben die Fallen tappt, die er und seinen Kollegen ein Leben lang analysiert haben. Im Grunde muss man der eigenen gefühlten Vernunft ständig misstrauen.
    Gigerenzer hat vollkommen recht. Da liegt riesiges Potential brach, wie man so schön sagt. Angefangen bei einer sachlichen Abwägung von Risiken, mit Hilfe aller zugänglichen Zahlen, wo das nur möglich ist.

  23. #23 uwe hauptschueler
    28. November 2017

    Satz mit x, war wohl nix.
    2. Versuch: 25 durch ausprobieren.
    Wie stelle ich das aber so dar, dass es etwas mathematisch aussieht?
    “Unstatistik des Monats” | Max Planck Institute for Human Development, les ich sehr gerne, hilft mir aber nicht weiter, weil ich die Mathematik, die dahinter steckt nicht verstehe.

  24. #24 tomtoo
    28. November 2017

    @ralph
    Da stimmt auch etwas nicht.
    Münzwerfen. 500 mal Kopf , die Wahrscheinlichkeit wieder Kopf ? Klar 50/50. Würdest du auf Kopf tippen ? Oder müsste man annehmen man lebt in einem Kopfuniversum ? Ist ein Kopfuniversum denkbar ? Kommt immer nur Kopf , dafür in einem anderen Universum immer nur Zahl ? Fragen über Fragen.

  25. #25 Robert
    28. November 2017

    Fluffy,
    wir, das ist eine Gaussche Normalverteilung, bei der du gar nicht vorkommst. (vernachlässigbar, weil ab einem IQ von 130 der Computer streikt.)

  26. #26 Fluffy
    29. November 2017

    Lieber Karl, vielleicht wäre es ganz gut, wenn Du denText ins Deutsche übersetzt hättest, anstatt den Link mit der wortwörtlichen Wiederholung zu posten
    @Robert
    Ich finde es bedenklich, wenn vergleichsweise einfache Aufgaben incl Prozentrechnung von “Normalen” falsch behandelt werden, obwohl es eigentlich Schulwesen ist. Das wir bezog ich eher auf “Nichtnormale”

  27. #27 Robert
    29. November 2017

    Fluffy,
    da gebe ich Dir Recht.
    Prozentrechnen wird immer mehr zum Problem.
    Daran ist die Werbung nicht unschuldig. Es werdene keine Preise mehr angegeben, sondern nur noch “30 % billiger”. Bis 76 % Nachlass usw. Wenn du dann an der Kasse stehst, trifft dich fast der Schlag. Die Prozente werden dir nicht abgezogen , sondern gutgeschrieben, wenn du nächstes Mal einkaufst.

  28. #28 Karl Mistelberger
    29. November 2017

    > #26 Fluffy, 29. November 2017
    > Lieber Karl, vielleicht wäre es ganz gut, wenn Du denText ins Deutsche übersetzt hättest, anstatt den Link mit der wortwörtlichen Wiederholung zu posten

    Dazu bin ich viel zu faul:

    https://www.uni-oldenburg.de/fileadmin/user_upload/mathe/download/2014-MF-Preisraetsel-LHneu_01.pdf

  29. #29 Wizzy
    29. November 2017

    Diracs Lösung ist in der Tat unlogisch, da man nach der kleinsten Zahl sucht und beliebig kleine Fischzahlen kleiner Null ansetzen könnte, nicht nur -2 Fische. Z.B. funktionieren (@Fluffy) -29 oder auch -326 Fische etc.

    Allerdings hat Diracs Lösung die Schönheit, dass jeder Fischer -1 Fisch bekommt, was das gerechteste aller Ergebnisse ist.

  30. #30 Wizzy
    29. November 2017

    @Karl Sorry, war Deinem Link noch nicht gefolgt. Der sagt ja das Gleiche.

  31. #31 Becky
    30. November 2017

    EIn wichtiges Thema und auch ein spannendes. Schade, dass meist die Falschen darüber schreiben…
    Die verlinkten Artikel werde ich mir mal anschauen.
    Viele Grüße, Becky

    https://bakingsciencetraveller.wordpress.com/

  32. #32 Karl Mistelberger
    30. November 2017

    Die Geschichte mit den Fischen ist nur ein Aufhänger:

    Let’s recap. Dirac asked a question nobody cared about, then to answer it he made up an equation that gave negative energies that didn’t make sense. Instead of discarding his solution or his question, he reinvents the concept of vacuum and to make it work in a consistent manner, he required to invent a new unobserved physical particle. Dirac’s equation requires the existence of the anti-matter particle, the positron.

    Redefining nothingness takes cojones

  33. #33 StefanL
    30. November 2017

    @Wizzy
    Was ist an der betragsmäßig kleinsten, ganzzahligen Lösung unlogisch?

  34. #34 Hawk
    1. Dezember 2017

    Das nicht die betragsmäßig kleinste Lösung gesucht wurde sondern einfach die kleinste. Damit ist Diracs Lösung falsch. Wobei negative Lösungen dieser Aufgabe sowieso falsch sind, da durch die Aufgabenstellung ein Rahmen gegeben wird, der negative Lösungen schlicht von vornherein ausschließt.

    Gruß Hawk

  35. #35 Hawk
    1. Dezember 2017

    Ich spendiere noch ein ‘s’…

  36. #36 StefanL
    1. Dezember 2017

    @Hawk

    Wobei negative Lösungen dieser Aufgabe sowieso falsch sind, da durch die Aufgabenstellung ein Rahmen gegeben wird, der negative Lösungen schlicht von vornherein ausschließt.

    Aber nicht doch. Es geht um Fischer/Angler. Und da sind die Fische nunmal “sooo groooß”. Ein kurzes Gespräch mit Verleihnix und die negative Anzahl gefangener Fische ist erklärt.

  37. #37 Robert
    1. Dezember 2017

    Hawk,
    du betreibst Steinzeitmathematik.
    Im Fischhandel gibt es auch Leerverkäufe. Du verkaufst Fische, die du gar nicht hast. Das ist gesetzlich zulässig.
    – 2 Fische ist korrekt.

  38. #38 Hawk
    1. Dezember 2017

    OK. Gegen die 2 Argumente kann ich natürlich nichts einwenden. 🙂 Ich ziehe meinen Einwand zurück.

  39. #39 tomtoo
    1. Dezember 2017

    Ich sag doch Suppe wäre die richtige Lösung. Erstmal machste die Fische unendlich klein , und schon ist das Problem der Verteilung gelößt. Da gibts doch auch diese möglichkeit aus einer Sphere , zwei zu machen. Suppe draus machen und jeder ist ein Fisch reicher.

  40. #40 Robert
    1. Dezember 2017

    tomtoo,
    – Suppe wäre auch ein Renner. Die Dosen sind leer,
    Berliner Luft gab es auch schon mal in Dosen zu kaufen.
    Noch besser: Die Dosen haben ein Vakuum, ein – Vakuum um genauer zu sein. In so eine Dose mit -2 Vakuum passen 4 Fische. 2 negative und 2 positive.
    Ich glaube, Thilo wäre als Berater jetzt gut.

  41. #41 Ralph
    1. Dezember 2017

    Die “Lösung” -2 hat schon eine gewisse Berechtigung:

    Das Problem führt auf die lineare Kongruenz 4 n ≡ 19 (mod 27) (n ist die Zahl der gefangenen Fische). Daran kann man leider nicht direkt ablesen, welche n Lösung sind. Aber man sieht schnell, dass wenn n1 eine Lösung ist, dann n2 genau dann eine Lösung ist, wenn n1 – n2 ein Vielfaches von 27 ist (denn 4 und 27 sind teilerfremd). Wenn man also erstmal eine Lösung hat, kann man leicht alle Lösungen angeben.

    Das Standardverfahren um eine Lösung zu konstruieren verwendet den erweiterten Euklidschen Algorithmus. Das ist nicht besonders schwer, aber wenn man auf eine andere Art eine Lösung finden kann, kann man sich diese Arbeit sparen.

    Und die Lösung -2 lässt sich recht leicht finden, wenn man auf die richtige Idee kommt: Gibt es ein n, so dass Fischer #1 und Fischer #2 dieselbe Zahl an Fischen vorfinden? Denn dann findet auch Fischer #3 dieselbe Zahl an Fischen, so dass die Sache aufgeht.

    Lösung der Kongruenz sind also genau die n mit n = 27 k – 2 für ganzzahlige k.

  42. #42 Laie
    4. Dezember 2017

    Nettes Fisch-“Sudoku”:

    Man kann auch ansetzen: Wie viele Fisch F braucht man anfangs, sodass am Ende g Fisch vergammeln (weil ja jeder seinen Teil schon geholt hat).

    Da kommt man auf F = (27*g+38) / 8, das hat bei -2 einen netten Fixpunkt, aber die erste sinnvolle ganzzahlige Lösung liegt bei 6, führt zu 25 Fischen. Der Erste Fischer bekommt 8, der zweite bekommt 5, der Dritte 3 und 6 vergammeln.

    Umgekehrt gehts auch: Wie viele Fische g vergammeln bei F gefangenen Fischen: g=(8F-38)/27.

    Man erkennt sofort, bei -2 Fischen, mit -1 Fisch Beute bekommt man zuhause Ärger mit seiner Frau… Dafür gibt’s von ihr eine auf die Finger, mit der Linealkombination!

  43. #43 dedickeBom
    5. Dezember 2017

    Laie,
    Robert hat von den -2 Fischen gegessen und schickt jetzt seinen Sohn, dedickeBom an die Front . Vielleicht wird er so schlanker.

  44. #44 Laie
    5. Dezember 2017

    @de dicke Bom
    Bestellen Sie ihren Vater herzliche Grüsse – er soll selbst aktiv draussen an der frischen Luft seinen Spaziergang machen – das ist seine Pflicht als Vorbild für die Jugend!

    Fisch ist bekanntlich gesund, solange er nicht gammelt oder in Zeiten wie diesen mit schweren Metallen oder Mikroplastikmüll versehen ist. Daher: Fisch liegen lassen, denen ist nicht mehr über den Weg zu trauen! (Ihr Jüngere müsst euch mal mit gesunder Ernährung ernsthaft befassen!!!)

    Müsste es nicht dadickeBom heissen, als Sohn? (da = der, de = die) ?

  45. #45 dedickeBom
    5. Dezember 2017

    Laie,
    das ist lipuarisch (Kölsch), im Übrigen bin ich auch nur eine Romangestalt, so wie Rob, meine Mutter möchte allerdings nicht genannt werden.
    Um bei der Mathematik zu bleiben, mein IQ ist der gleiche wie bei Rob und vor dem Spiegel sind wir identisch. Dagegen unterscheide ich mich von meinem Vater durch bessere Manieren. Mein Lieblingsessen ist übringens eine Bouilabaisse, worüber sich tomtoo freuen wird.

  46. #46 Laie
    6. Dezember 2017

    @Bom
    Mit der (viel zu früh erfolgten offiziellen) Aufklärung kann ich nun nicht mehr so tun, als wären Robert und Bom 2 verschiedene – dabei wars recht lustig mit Robert über Robert in der 3.Person zu sprächen! 🙂

  47. #47 dedickeBom
    6. Dezember 2017

    Laie,
    tut mir leid, wird nicht wieder vorkommen.
    Wenn unsere Damen mich allerdings dazu zwingen, wieder meinen Nick zu ändern, dann denke ich daran.
    Was mich tröstet, ich fühle mich tatsächlich wie ein neuer Mensch und nicht mehr als Robert. Also, mir wäre es recht, wenn du die innere Verwandlung auch bemerken würdest.
    Dass es so schlimm wird wie bei Dr. Jeykill und Mr. Hyde, das will ich nicht hoffen.

    Mein Verhältnis zur Mathematik hat sich schon ein wenig geändert, sie kommt mir jetzt spanisch vor. Vielleicht liegt das daran, dass ich gerade Spanisch lerne.
    Hast du dich schon mal mit Dezimalbrüchen beschaftigt. Wenn du 1/17 nimmst, dann haben die Nachkommastellen eine ganz tolle Eigenschaft. Sie ändern ihre Reihenfolge nicht, wenn du 1/17 mit irgendeiner Zahl multiplizierst. Probiere es einmal mit 2, 3, 4 usw.

  48. #48 Laie
    7. Dezember 2017

    @Bom
    Wechselt man die Basis (der Zahlendarstellung), dann ändern sich die Bruchdarstellungen. Eine grosse Basis, die durch viele Primzahlen teilbar ist, wäre ein Vorteil in der Darstellung, aber nicht im merken aller Ziffern. z.B. B=2*3*5*7*11*13*17*19*23*29*31*37*41*43*47 🙂

  49. #49 dedickeBom
    7. Dezember 2017

    Laie,
    genial, was aber, wenn die Zahl so lang wird, länger als 256 Stellen, dann kannst du sie nicht mehr in einer Matrixzelle darstellen. Dann musst du wieder deinen Abakus hervorholen.

  50. #50 Laie
    7. Dezember 2017

    @Bom
    Das Problem wird mit dem dynamischen Erweiterungkoeffizienten der Matrix behoben. Er wird jeweils um 1 erhöht und borgt sich dabei eine virtuelle Stelle aus, eine Antistelle, die mit der nicht vorhandenen Stelle in Summe 0 ergibt, jedoch durch einen quantenmechanischen Trick für kurze Zeit trotzdem genutzt werden kann.

  51. #51 Laie
    7. Dezember 2017

    (Da die Zahlen auch invers sind, muss zuvor das Inverse gebildet werden: mit Vorzeichenwechsel)

  52. #52 dedickeBom
    7. Dezember 2017

    Laie,
    unser Zahlensystem ist total veraltet und die Kryptologen suchen nach Primzahlen mit 1000 Stellen. Sollen wir sie aus ihrem Käfig befreien und ein Zahlensystem mit komplexen Zahlen aufbauen. Die Grundschulkids haben dann schwer zu knabbern, weil ihnen ihre Eltern nicht mehr helfen können, dafür haben sie es später leichter beim Berechen von Blindstrom.

  53. #53 erik||e oder wie auch immer . . . ..
    7. Dezember 2017

    @Laie
    . . . .. das reicht noch nicht, um erfolgreich Ziffern einzufügen: der inverse Ablauf erfolgt auf einer Möbiusschleife, wobei eine Runde auf der Möbiusschleife du eine (-1 , d.h. auf dem Kopf stehend) erhältst und dich jetzt mit einen 1/2 Spin rumärgern musst. Um auf 0 zu kommen drehe eine 2. Runde auf der Möbiusbahn und du gleichst zwar den Spin wieder aus, hast aber wieder eine Asymmetrie durch deinen inversen Ablauf geschaffen . . . ..

    . . . .. um eine Ziffer auf deine Art einzufügen, musst du ihr 13 Dimensionen basteln, nur um eine Geometrie zu schaffen, welche den Spin in „Supersymmetrie“ bringt . . . ..

  54. #54 dedickeBom
    8. Dezember 2017

    erik,
    kann man mit dem möbiusband die 1 auch spiegeln?
    Ob eine gespiegelte 8 auch eine 8 bleibt?

  55. #55 erik||e oder wie auch immer . . . ..
    9. Dezember 2017

    @dedickeBom
    1. Antwort: Nein. Nimm doch einen Spiegel.
    2. Antwort: Nein. Versuch doch mal auf der gespiegelt 8 im Spiegel zu zugreifen. Du kämmst doch die Haare am Original und nicht auf der Kopie . . . .. 🙂

  56. #56 Laie
    10. Dezember 2017

    @bom
    Das Zahlensystem beruht ja auf komplexe Zahlen. Frag mal 2 jüngere, die sagen dir, das wäre alles sehr komplex! 🙂

    Anders: Man führt ja das Zahlensystem schon auf der komplexen Ebene ein, lässt jedoch den Imaginärteil bei 0, damit sich eine Totalordnung noch ausgeht – Ordnung muss sein!

    @erik||e
    Bei Möbiusband hilft es, es der Länge nach in der Mitte zu zerschneiden, das löst alle Probleme damit in Wohlwollen auf! 🙂

  57. #57 deBom temporär
    11. Dezember 2017

    Laie,
    genial, damit ist auch bewiesen, dass die NUll real und imaginär zugleich ist. Der olle Gauss wäre stolz auf dich.
    deBom überlegt gerade, ob sein Nick der Adventszeit angemessen ist.
    Was hälst du von Goldiplex?
    das ist eine Anspielung auf die Goldene Zahl und deine komplexe Null.

  58. #58 erik||e oder wie auch immer . . . ..
    11. Dezember 2017

    @Laie
    . . . .. mit dem Zerschneiden zerstörst du den Quantenzustand deiner virtuellen Ziffernstelle und somit auch dessen energiearmen Zustand. Dies wird als Störung im Energiesystem gemessen und setzt Energie frei, um die Störung zu beheben, mit anderen Worten: es wieder in den Zustand [=0] zu bringen
    . . . .. Ma||Ph sind nicht leicht getrennt von einander zu betreiben: beschäftigst du dich mit Ma so brauchst du dazu Ph und auch umgekehrt (oder auch invers): beschäftigst du dich mit Ph brauchst du die Ma (deren Informationen) 🙂
    . . . .. interessant ist, wie sich das Hin- und Her zwischen energiearmen und nächst höheren Energiezustand gestalten könnte: schau mal hierhin: https://www.mathematische-basteleien.de/streifen.htm#Möbiusband
    . . . ..>Klebe zwei Ringe aneinander, wobei sie um 90° gegeneinander gedreht sind. Die quadratische Klebefläche ist grün markiert.
    >Schneide nacheinander zuerst den einen, dann den anderen Ring längs der Mittellinien auseinander …<