Als „Hipster-Effekt“ bezeichnet man den Effekt, dass Leute, die sich nonkonform kleiden, oft alle gleich aussehen und damit gerade die Konformität herstellen, die sie eigentlich vermeiden wollen. Jonathan Touboul hatte vor 5 Jahren in einer Arbeit The Hipster Effect: When Anti-Conformists All Look The Same diesen Effekt mit Methoden der Thermodynamik und der Verzweigungstheorie dynamischer Systeme untersucht. („We show that when hipsters are too slow in detecting the trends, they will consistently make the same choice, and realizing this too late, they will switch, all together to another state where they remain alike.„)

Eine überraschende Bestätigung erhielt seine These, nachdem der Autor Ende Februar eine Neufassung seines Artikels auf dem MIT Technology Review veröffentlichte. Zur Illustration des Artikels hatte die Zeitschrift ein Symbolfoto aus dem Bestand von Getty Images verwendet. Darauf erhielt die Zeitschrift die Beschwerde eines Fotomodells, welches meinte, er sei nicht damit einverstanden, dass sein Bild für die Illustration dieses Artikels verwendet werde. Allerdings stellte sich heraus, dass der Beschwerdeführer gar nicht die auf dem Foto abgebildete Person war, sondern nur genauso aussah. Womit die These des Artikels eindrücklich bestätigt wurde. Hipster whines at tech mag for using his pic to imply hipsters look the same, discovers pic was of an entirely different hipster

Bildquelle: https://commons.m.wikimedia.org/wiki/File:Hipster_Professional_(Unsplash).jpg

Kommentare (40)

  1. #1 rolak
    5. April 2019

    Wunderhübsch :•) und auch noch gleichzeitig die Problematik kommender automagischer ContentFilter brutal aufspießend. Mir ist ja schonmal bei YT ein quietscheknarrendes Schaukelteil wegen angeblich verletzter ©Rechte vom XY-Musikverlag rausgekegelt worden – egal, woanders bunkern und nach da verlinken, ging auch.

    Ach ja: auch in den 70ern waren wir schon äußerst uniform nonkonform…

  2. #3 zimtspinne
    5. April 2019

    Mich deucht, der Hipstereffekt, auf Trends (insb. Modetrends; damit hab ich mich ja nun viele Jahre befasst^^) bezogen, kann nicht ganz stimmig bzw wahrscheinlich sein.
    Wenn die Mathematik versucht, alles mitten aus dem bunten Leben auf mathematische Strukturen, Systematisierungen und Formeln runterzubrechen, dann kann das nicht gutgehen.

    Vielleicht hab ich auch was anderes herausinterpretiert als da steht (oder gedacht war).
    Für mich war das folgendes:
    Eine Anzahl Männer (als Beispiel) möchten möglichst unkonventionell, egozentrisch und einzigartig auftreten und um dies zu erreichen und aus der großen grauen Masse auszubüchsen, fällt ihnen unabhängig voneinander über Nacht zufällig allen der gleiche neue Trend für sich selbst ein.
    Also zB ein schwungvoller Schnauzer kombiniert wie man ihn von uralten Postkarten kennt, kombiniert mit einem ungepflegten Wildwuchs-Vollbart und vielleicht noch das Haar hinten zum Zopf gebunden.

    Außerdem lautet eine Grundregel des unkonventionellen individuell einzigartigen Modedaseins: Selbst machen, selbst verfeinenern, selbst konfus zusammenwürfeln — dann ist die Wahrscheinlichkeit, im näheren Umkreis eine Person mit exakt den gleichen Ideen zu erwischen, bei nahe Null.

    Mathe und Mode, das kann einfach nichts werden!

  3. #4 zimtspinne
    5. April 2019

    Nachtrag:
    was hier zum Vorschein kommt, u.a. auch das “zufällig” ähnliche Aussehen des Models, ist einfach nur Nachahmen und Kopierversuche dank ausufernder sozialer Medien.

    @ RPG
    Teds?
    da muss ich doch deinen link anklicken, keine Ahnung, was das ist.

  4. #5 gedankenknick
    5. April 2019

    @zimtspinne
    Der Witz ist doch, das gerade das Nachahmen dank ausufernder sozialer Medien genau diesen Hippster-Mode-Trend befeuert.
    1) Ich will anders sein, weiß aber noch nicht wie.
    2) Ich sehe in den sozialen Medien nen geilen Typen.
    3) Ich ahme ihn nach, weil der ja so cool aussieht wie ich aussehen will.
    4) Das machen mehrere so.
    5) Die Algorithmen erkennen den Trend und schlagen immer mehr ähnlich interessierten Menschen diese Bilder vor.
    6) Immer mehr ähnlich denkende Menschen folgen dem Trend, um ja “ach so individuell” zu sein.
    7) Führe Schritte 5 und 6 als Schleife mindestens 10.000 mal durch.
    8) Eh voila! Du hast einen Hipstertrend.

    Will man anders sein, stürzt man sich mit Freude auf Dinge, die allgemein “nicht sozialisiert” sind. Ich z.B. fahre ein Liegerad, da gibt es im Umkreis von 15km noch EINEN anderen Menschen (und der verwendet ein anderes Modell). Ich werde im Straßenbild belächelt, angelacht und auch ausgelacht. Aber wegen letzterem trauen sich die wenigsten Menschen, mich überhaupt anzusprechen geschweige denn mich als “Vorbild” zu nehmen.
    Ich fahre das Teil übrigends nicht, weil ich damit so “individuell” bin, sondern weil es sau-bequem ist. 😉

  5. #6 RPGNo1
    5. April 2019

    @zimtspinne
    Teds, auch bekannt als Teddy Boys oder Girls. War nach meinem Wissen eine der ersten Retrowellen in Deutschland, weil Anfang der 80er Jahre der Look der 50er Jahre nachgeahmt wurde.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Teddy_Boy

  6. #7 Jonas Blom
    Wismar
    5. April 2019

    Der Hipster-Effekt tritt vor allem bei Jugendlichen auf. die versuchen, Rockstars, Fußballer und Sportler zu kopieren. Sie können aus ihren Geschichten lernen, aber es ist nicht gut, auch ihrem Anziehsinn zu folgen.

  7. #8 zimtspinne
    5. April 2019

    @ knickerich
    ah, da war ich aufm falschen Dampfer, da ich komplett anders an die Sache rangehe.
    Manchmal will man/frau ja auch einfach einem Trend folgen (wenn es denn mal schon ein Trend ist und man nicht selbst drauf kam, bleibt einem ja auch nichts anderes übrig) und dann ist einem doch klar, auch andere kommen auf diese Idee und man bleibt damit keineswegs ein exzentrischer Einzelfall.
    Je berühmter, beliebter und bekannter derjenige ist, den man nachahmt, umso wahrscheinlicher auch die Häufigkeit der Vervielfältigung.
    Anders sieht das aus, wenn man irgendwo in der weiten Welt ein einzelnes Mädel (oder Burschen) sieht mit einer coolen Idee und das nachahmt bzw Teile davon (hab ich schon häufiger so gemacht und mir dann das rausgezogen, was mir gefällt und passt).

    Insofern verstehe ich die Überraschung nicht, wenn man einem öffentlichen Trend(setter) folgt und dann plötzlich einer von vielen ist. Das war doch vorher klar!?

    Weil oben auf dem Bild dieser hässliche Bart zu sehen ist – ich erinnere mich noch, als Brad Pitt damit in Erscheinung trat und obwohl Bärte mich nicht sonderlich interessieren, dachte ich mir noch so: Im Nu werden viele andere Promis diesen hässlichen Bart ihr eigen nennen….. was auch so geschah. Zum Glück folgten Normalomänner diesem Beispiel nicht in großer Zahl, jedenfalls in meinem Umfeld nicht.

    also diese Liegeräder gibts bei uns auch im Fitness, die werden oft den Leuten mit Rücken und allgemein Skelett empfohlen… *g*
    wobei das in freier Wildbahn ja nochmal was anderes ist, da hätte ich Angst, den Überblick zu verlieren und irgendwo gegen zu rasen.

    Naja, jedenfalls hasse ich seit jeher Massenware und hab daher eigentlich in so ziemlich jedem Bereich meine Individualitäten, die man zwar auch noch mit einigen anderen teilt, aber nicht mit ganz so vielen.
    Der Nachteil ist, dass man dann auch weniger Leute zum Austausch darüber hat….

  8. #9 gedankenknick
    5. April 2019

    @zimtspinne #8

    @ knickerich
    Mal ganz ehrlich, wieso benennst Du mich immer so, dass ich (m)einen offensichtlich wenig freigibigen Charakter aus dieser Deiner Bezeichnung herauslese? Hätte ich darauf abgezielt, hätte ich mich “Scrooge” genannt…

    also diese Liegeräder gibts bei uns auch im Fitness…
    Wenn man damit nicht von der Stelle kommt, ist das weder liegend noch aufrecht was für mich.

    … die werden oft den Leuten mit Rücken und allgemein Skelett empfohlen…
    Ich hoffe mal schwer für uns alle, dass wir sowohl einen Rücken auch als ein Skelett unser eigenen nennen dürfen und können. 😛 Aber ich weiß, was Du meinst, und ja, die Teile mit einem Sitz mit langer Rückenlehne sind sehr bandscheibenschonend.

    …wobei das in freier Wildbahn ja nochmal was anderes ist, da hätte ich Angst, den Überblick zu verlieren und irgendwo gegen zu rasen.
    Du rast nur so schnell in etwas hinein, wie schnell Du selber bist. Und ohne Training und technische Unterstützung bist Du halt auch nicht (viel) schneller als auf einem “normalen” Fahrrad. Angepasste Geschwindigkeit entspricht immer dem §1 StVO. Ich fahre übrigens ein “Toxy ZR” (via Gockel leicht zu finden), und wurde in mehreren Jahren nur 2x übersehen (davon 1x abslichtlich von einem LKW-Fahrer, der hatte mich nämlich gesehen). Passiert ist mir bisher noch nichts – ich habe mir schon mit anderen Rädern angewöhnt, schnell UND vorausschauend unterwegs zu sein. Es kommt mir eher im Gegenteil so vor, dass ich im Durchschnitt mit wesentlich mehr Abstand überholt werde als auf einem “Aufrecht-Rad”, da die anderen Verkehrsteilnehmer mich nicht einzuschätzen wissen und daher mehr Vorsicht an den Tag zu legen scheinen.

    Die Liegerad-Tricke-Velomobil-Szene ist nicht besonders “hippsterich”. Im Prinzip teilt sie sich auf in a) Sportler mit Hochleistungsambitionen und b) normale Alltagsradler. Hinzu kommt, dass gerade Velomobile so teuer sind, dass sie sich meist eh nur “ältere Herren” leisten (können). Da ist nicht viel Luft für “Hippster” – entweder man macht es mit Leidenschaft oder eben gar nicht.

    Willst Du Dich mal einlesen, sei Dir das “velomobilforum.de” empfohlen, insbesondere die “Plauderecke”. Viel Spaß, so Du magst.

  9. #10 Laia
    5. April 2019

    Hahaha!

  10. #11 Laie
    5. April 2019

    Hahaha!

  11. #12 Beobachter
    5. April 2019

    Hier scheint es wohl mehr um die Konformität innerhalb einer “Jugendkultur” bzw. die von Gruppen junger Erwachsener zu gehen – und um Zielgruppen.
    Das ist wirtschaftlich und marketingmäßig gesehen ja sehr interessant.
    Diese Gruppen spiegeln den “Zeitgeist” wieder, nicht nur äußerlich, denn das Äußere lässt auch auf eine gewisse innere Haltung/Einstellung zur Gesellschaft/Politik schließen.

    Bsp.:
    Die Popper von damals (Ende 1970er, Anfang 1980er) waren schon damals gut situiert, weil i. d. R. Kinder reicher Eltern, konsumorientiert und unkritisch, viele z. B. beim RCDS, heute sind diese Leute oft Akademiker und bei der FDP oder der CDU/CSU.
    Und haben sich einen gewissen Snobismus bewahrt.

    Das Bild oben im Beitrag zeigt ja nicht nur eine äußere “Mode”, einen “Stil”, sondern auch einen ganz bestimmten Habitus, sozialen Status, bestimmte Gestik, Mimik, Ansprüche etc.
    Alles vielseitig verwertbar für die Trendforschung, Marktforschung, Wahlforschung etc. …

    Zu “Popper”:
    (als Vorläufer der “Hipster”, siehe auch # 2)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Popper_(Jugendkultur)

  12. #13 stone1
    6. April 2019

    @RPGNo1

    Obwohl selbst ein Kind der 80er war mir der Begriff ‘Teds’ auch nicht geläufig, im Gegensatz zu etwa Rockabillys.

  13. #14 zimtspinne
    6. April 2019

    Es gab auch die Psychobillys!
    Die hatten coole Mucke, anders als die Popper. Die hörten sicher sowas wie…. Nena (brrrrrr).

    Hab jetzt hier wieder was gelernt. Bisher dachte ich, Popper war nur ein Frisurenstil, vielleicht noch passende Kleidung dazu.
    dass das wie Punk auch eine Subkultur der Jugend war (und für DDR und BRD sogar), war mir jetzt neu.

    stoni und RPG,
    darf ich euch fragen, wozu ihr gehörtet?
    Ich tippe ja auf Snob (RPG) und Streber-Nerd-bisschen-Yuppie (stoni) 😉

  14. #15 RPGNo1
    6. April 2019

    @stone1
    Ich bin kein Experte, aber ich verbinde Rockabilly eher mit einem Musikstil, während Teds wie Punks, Popper, Mods oder Hipster eine Subkultur umschreibt.

    Die Spider Murphy Gang wurde z.B. auch als Teddyband deklariert
    https://www.youtube.com/watch?v=_V40VzunmKI
    .

  15. #16 Beobachter
    6. April 2019

    Und das meint man bei Wikipedia zu “Hipster”:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hipster_(21._Jahrhundert)

    “Hipster ist ein im frühen 21. Jahrhundert in den Medien verbreiteter, zumeist etwas spöttisch gebrauchter Name für ein Milieu, dessen Angehörige ihrem Szenebewusstsein – in Abgrenzung zum Mainstream – extravagant Ausdruck verleihen. Meist sind es Jugendliche bis junge Erwachsene der urbanen Mittelschicht. Die Bezeichnung ist der gleichnamigen avantgardistischen Subkultur des mittleren 20. Jahrhunderts entlehnt. Man versteht sich zwar als Subkultur, ist aber inzwischen eher dem Mainstream zuzuordnen.
    … ”

    Man könnte auch formulieren/sagen/fragen:
    Wie macht man eine sog. “extravagante urbane Szene” zum ausgedehnteren vermarktbaren “Mainstream”?
    Um das zu untersuchen und/oder zu beeinflussen, lassen sich sicherlich mathematische Modelle/Methoden verwenden …

  16. #17 RPGNo1
    6. April 2019

    @zimtspinne
    Daneben. 😀
    Als Teds, Punker und Popper modern waren, war ich noch ein Steppke. Mir sind die entsprechend gekleideten Jugendlichen natürlich immer wieder aufgefallen. Was jedoch dahinsteckte, habe ich erst sehr viel später erfahren.

  17. #18 Beobachter
    6. April 2019

    Man muss sich nur mal die “historische Entwicklung der Jeans” ansehen –
    von der ursprünglichen Arbeitshose über die Protest-Klamotte der aufmüpfigen Jugend zum Universal-Kleidungsstück für Arm und Reich.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Jeans#Historische_Entwicklung

    M. E. eine der genialsten, lukrativsten Vermarktungen eines Non-Konformismus zum totalen Mainstream.

    Oder z. B. auch die Protest-Glatzen der Skinheads.
    Heutzutage rennen schon hochbezahlte Manager kahlgeschoren herum – und liegen dabei “voll im Trend” …

    Und auch Neonazis und Hooligans –
    Glatzenträger sind offenbar eine recht heterogene Gruppe mit unterschiedlichem Habitus und Umfeld.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Skinhead

  18. #19 stone1
    6. April 2019

    @zimtspinne

    Hab deine Frage drüben im Keller beantwortet weil hier OT.

    @RPGNo1

    Ich hab hier in erster Linie den Frisurstil gemeint, der wohl das auffälligste an den Teds ist.

  19. #20 M
    Bolivien
    6. April 2019

    Homo sapiens ist eine verblödete Affenhorde.

    Und danke für den Beitrag.

  20. #21 Laie
    6. April 2019

    @M
    Das mag schon stimmen, aber es geht hier um wirtschaftliche Interessen, also durchaus ernst! 🙂

    Wobei mit Löchern in Hosen herumzulaufen zu meiner Jugendzeit verpönt war … heute ist es modern. Was waren wir damals schon unserer Zeit voraus!!!

    Was kommt als nächstes, Socken mit Löcher zu kaufen?
    Töpfe, Pfannen, Tassen, Schuhe und Winterkleidung mit Löcher? Ist sicher irgendwas mit *Protestausdruck*

  21. #22 Laie
    6. April 2019

    Der widerspenstige Hipster läuft dann im Winter mit Glatze herum, und im Sommer mit langen Haaren, damit zeigt er auf, sich nicht von den Jahreszeiten dominieren zu lassen! 🙂

  22. #23 Laie
    6. April 2019

    Wer sich nicht entscheiden kann, der lässt sich auf der einen Seite eine Glatze schneiden und auf der anderen Seite lang wachsen. Der Vorteil liegt auf der Hand, man ist immer im Trend und nicht im Trend und muss nicht mal über die aktuelle Jahreszeit nachdenken.

    Auch so eine lange und kurze Gleichzeitigkeitshose (man nehme eine lange Jeans mit Löchern und schneide ein Hosenbein ab), Gleichzeitigkeitsbekleidung werden helfen, den Hipster seine Vielfalt entfalten zu lassen. Ev. einen Schuh weglassen, oder nur in ein Hosenbein zu schlüpfen und das andere mitschleifen lassen?

  23. #24 Beobachter
    6. April 2019

    Tja, was so alles “hip” ist bzw. wird …

    Das mit den löchrigen Jeans ist besonders genial:
    Die Hersteller brauchen nicht mehr auf gute/teure bzw. strapazierfähige (Arbeitshosen-)Stoffqualität und gute Verarbeitung zu achten –
    wenn so eine Hose gar nix mehr aushält und nach kurzer Tragedauer und ein paar Mal waschen schon auseinanderfällt, fällt das nicht mehr so auf, weil eh schon Löcher und Risse drin waren.
    Und ein hautenger Schnitt spart eh Stoff.

    Außenminister Heiko Maas (SPD) präsentiert sich offiziell als hipper (modischer) “Halbstarker”:

    https://sz-magazin.sueddeutsche.de/vorgeknoepft-die-modekolumne/hipster-nach-maas-86319

    “Turnschuh-Minister” Joschka Fischer (Grüne) hat`s ihm ja schon anno dazumal vorgemacht …

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mischt sich in die “Hipster-Debatte” ein:

    https://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/jens-spahn-grossstadt-hipster-wie-der-adel-des-18-jahrhunderts-15165965.html

    Hip-Sein-Wollen ist sozusagen parteiübergreifend und stilbildend … 😉
    Vielleicht erleben wir selbst A. Gauland (AfD) auf dem nächsten Parteitag trendig in Jeans (und ohne Krawatte) … 🙂

  24. #25 tomtoo
    6. April 2019

    Oh, man Löcher in den Jeans sind sowas von 80’er.
    Und Popper waren zum größten Teil, wenig intellektuell. Durch alle Schichten. Vom Pizza Bäcker bis zum BWL Student.
    Beide neuer Golf GTI. *gnihihi* Der eine zum 18’ten geschenkt, der andere auf Kredit bei der Bank.

  25. #26 Beobachter
    6. April 2019

    @ tomtoo, # 24:

    Oh Mann, Löcher in den Jeans sind auch heute noch sowas von “in” bzw. aktuell.
    Und Popper waren eine typische Erscheinung der Mittel- und Oberschicht und dort vorwiegend bei Schülern und Studenten.
    “Sozial schwache” und “bildungsferne” “Unterschichtler” wurden keine Popper bzw. wollten/konnten keine werden, schon weil sie es sich nicht leisten konnten (weder teure Klamotten noch Autos).

  26. #27 tomtoo
    6. April 2019

    @Beobachter
    Nun da muss Mannheim wohl eine echte Ausnahmepopperzene gehabt haben. Ich kannte da einige, keiner aus der intellektuellen ‘Oberschicht’.

  27. #28 Beobachter
    6. April 2019

    @ tomtoo:

    Scheint so – in Monemm ticken die Uhren halt anders als z. B. bei den Karlsruhern um die Ecke … 😉

    Ich kannte auch einige, bei Gelegenheit geb ich mal ne Anekdote dazu zum Besten …

  28. #29 zimtspinne
    6. April 2019

    Das war in Monnem dann eben die Billigversion der Poppers….. (dieses Wort find ich noch immer leicht irritierend) mit gebrauchten Autos und China-Imitaten der Markenklamotten.
    Geht alles, wenn man will…. 😀

  29. #30 Beobachter
    6. April 2019

    @ tomtoo:

    Nachtrag:

    … und von irgendwie “intellektuell” (bei Poppern) hat eh keiner was gesagt … 😉

  30. #31 tomtoo
    6. April 2019

    @zimti
    Da hat man schon drauf geachtet minimum ein Lakotz T-Shirt zu tragen, koste es was es wolle.

  31. #32 tomtoo
    6. April 2019

    @zimti
    Poppers sind auch so ein Chem. Zeugs zum drann schnuppern.
    Der Popper/die Popper

  32. #33 bote19
    6. April 2019

    Hipster erkennt man leicht an ihrem Autoschlüssel. Wenn da Fiat draufsteht , ist er/sie nur ein/e Nachahmer/in.
    Steht Maserati drauf , achte man auf die Körpersprache. Wer viel Geld hat , ist entweder selbstbewusst oder arrogant.
    Für Fortgeschrittene: Schau ihnen in die Augen und auf die Schuhe. Schief getretene Absätze sind nicht hipp.

  33. #34 bote19
    6. April 2019

    Theoretisch könnte der Markenrechtsinhaber eines Logo Lizenzgebühren verlangen, wenn man sein Fruitoftheloom öffentlich trägt. Kommt vielleicht noch.
    Wenn du dann ein Kaufhaus betrittst wird dir automatisch die Lizenzgebühr abgebucht. Wenn die mal das Geld abgeschafft haben, dann ist auch das richtige Logo die Flat für das kostenfreie Flanieren in einer Einkaufspassage.

  34. #35 M
    Bolivien
    7. April 2019

    Zum Thema Popper kann man die Band Popperklopper eingeschränkt empfehlen.

    Es gab da auch irgendeinen Spruch, auf den ich gerade nicht komme.

  35. #36 Laie
    8. April 2019

    Das ist alles sehr kompliziert:
    1. Was ist Non-Konforme Kleidung?
    2. Woher weiss man, was denn eine ‘konforme’ Kleidung sein solle?
    3. Erfährt man den aktuellesten Modezwang aus der ‘neuen Post’, oder von woher?
    4. Woher wissen None-Konformisten, was nonkonform wäre, wenn sie nicht die neueste Post, etc. lesen?

    Beispiel: Es ist Winter und man möchte Hosen ohne Löcher kaufen, jedoch gibt es nur welche mit lächerlichen Löchern oder welche mit viel zu dünnem Stoff (dafür ohne Löcher). Ist der Winter non-konform?

    @Beobachter, #23
    #23 wird auch von mir so gesehen.
    Die Gewöhnung an niedrigere (Qualitäts)Standards gehören zum (politischen)-Change-Management wohl dazu.
    Die (vorgetäuschte) Anbiederung der politischen Elite(n) an Realbürger mit – “Ich bin eine/r von euch” – bedeutet Eigenvermarktung.

    @tomtoo, #23
    Hättest Du deine alten Jeans aufgehoben, dann könntest Du sie wertgesteigert heute verkaufen!
    Jeans mit Löchern sind fast schon Mangelware.

  36. #37 gedankenknick
    8. April 2019

    @Laie #36
    Das Beispiel ist schlecht gewählt. Die Mode-Industrie berücksichtigt halt via zukunftsfähigen Hosen schon mal den globale Erwärmung…

  37. #38 Dr. Webbaer
    9. April 2019

    Allerdings stellte sich heraus, dass der Beschwerdeführer gar nicht die auf dem Foto abgebildete Person war, sondern nur genauso aussah.

    Har, har, guter Gag.
    Opi W hat sich bereits bei den Langhaarigen und Schmierbärtigen seinerzeit, sie wurden auch ‘Gammler’ genannt, ähnlich gefragt.
    Dr. W ist ja bereits ein wenig älter – hmm, und sein Aussehen ist schon irgendwie anders, auch heute noch, lol.

    MFG + danke für Ihre Nachricht, Thilo!
    Dr. Webbaer

  38. #39 Dr. Webbaer
    9. April 2019

    PS, der Gebildete weiß, dass die sog. Hipster den sog. Hippies voran (!) gingen.
    Nicht ausgeschlossen werden kann sogar, dass der Name der einen Bewegung den Namen der anderen motivierte.
    Heutzutage hat man es insofern mit Retro-Hipstern zu tun. Und ja, eine gewisse Konformität, die Gruppe suchend, sich ihr an- oder einheimelnd, liegt immer vor, wenn sozusagen uniformiert aufgetreten wird.
    Die praktisch geübte Nonkonformität als die Konformität suchendes Paradoxon sozusagen.
    Dr. W verweist an dieser Stelle gerne auch auf den Film ‘The Warriors’ von 1979.

  39. #40 Laie
    14. April 2019

    @gedankenknick, @Dr. Webbaer
    Etwa deswegen, damit der zukunftsfähige “Hosenträger” nicht aus dem letzten Loch pfeift? Auf alle Fälle “Hip” muss es sein, die gemeinsame Basis! 😉