Eben im Weimar-Tatort “Der letzte Schrey” bei Minute 63:

Lupo?

Immer zur Stelle.

Die beiden müssen bitte rund um die Uhr beobachtet werden.

Schaff ich. Kein Problem.

Lupo! Die sind zu zweit! Das heißt, die können in zwei verschiedene Richtungen.

Eh-hm, das ist ein Rätsel. Dann gehen sie vermutlich auch gleich schnell, einer nach links, einer nach rechts. Dann geh ich nach oben wie in einem gleichschenkligen Dreieck. Satz des Pythagoras.

Erklärt mir jemand, wie hier des Satz des Pythagoras ins Spiel kommt?

Kommentare (15)

  1. #1 BB0
    2. Juni 2020

    Vielleicht ist es eine Reminiszenz an Homer S.:
    https://www.youtube.com/watch?v=Hqx9Uj1UVJE

    oder an Wizard of Oz: https://www.youtube.com/watch?v=HAYviNTJxQc

  2. #2 Karl-Heinz
    2. Juni 2020

    Ist doch einfach. Lupo erläutert, wie er beide beschatten will, indem er nach oben geht. Damit die beiden Kommissare sich das plastisch vorstellen können, bringt er das gleichschenklige Dreieck und den Pythagoras ins Spiel.

  3. #3 Fluffy
    2. Juni 2020

    Schau auf RTL, Wer wird Millionär, Prominentenspezial. Dann weißt du alles.

  4. #4 naja
    2. Juni 2020

    Wahrscheinlich einfach deshalb, weil die Drehbuchschreiber Mathe frühstmöglich abgewählt haben und irgendwas mit Medien studiert haben, damit das auch nicht wieder drankommt.
    Jetzt wollten sie halt was “kluges” machen, um sich über Mathe-Textaugaben lustigzumachen, aber haben davon halt keine Ahnung.

  5. #6 rolak
    2. Juni 2020

    wie .. Pythagoras ins Spiel kommt?

    Dank der diesem Auspruch direkt folgenden, nonverbalen doch eindeutigen Erklärung der beiden OberErmittelnden wird sofort² klar: als figurenCharakterisierender ~Malapropismus, Lupos generell eher großes Unverständnis verdeutlichend.

    ___________________
    ² schönen Dank an Karl-Heinz für den link – das ‘Original’ aus der Mediathek strömt (erst gleich) im Hintergrund herüber.

  6. #7 Robert
    Oberland
    2. Juni 2020

    In amerikanischen Scifi-Filmen gibt’s Technobabble, im gebildeten Deutschland dagegen Mathebabble ; )

  7. #8 Uli
    2. Juni 2020

    Für ein gleichschenkliges Dreieck mit alpha=beta=45° und gamma=90° gilt der Satz des Pythagoras. Wobei ich aber eher davon ausgehe, dass der Drehbuchautor keine Ahnung von Mathematik hat und gleichschenklige und rechtwinklige Dreiecke durcheinander gebracht hat.

    Ganz nebenbei: Kann sich einer an den Tatort erinnern, in der Kira erzählt, dass ihr Freund eine dreiarmige Balkenspiralgalaxie nach ihr benannt hat?

  8. #10 Uli
    2. Juni 2020

    @Karl-Heinz

    Danke!

  9. #11 bote
    3. Juni 2020

    Man stelle sich einen Berghang vor, der Kommisar geht ja nach oben, dann ist die Wegstrecke der Gauner = c, wobei die Spitze der zwei rechtwinkligen Dreiecke unten liegt. Die Wegstrecke des Kommissars ist a und der Abstand zu den zu beobachteten Gaunern ist b. Der Kommisar ist immer gleichweit von beiden Gaunern entfernt.Auf seinem GPS Gerät programmiert er jetzt seine Position ein, und kann in kürzester Zeit die beiden Gauner erreichen , also die Kathede des pythagoreischen Dreiecks. Wenn der Kommissar nicht gut in Mathe ist, dann ruft er einfach die Gauner. Wenn sie antworten, was man nicht ausschließen kann, dann braucht er nur in diese Richtung zu laufen.

  10. #12 Frank Wappler
    3. Juni 2020

    Thilo schrieb (2. Juni 2020):
    > […] Erklärt mir jemand, wie hier [der] Satz des Pythagoras ins Spiel kommt?

    Sehr gern.

    > […] Die sind zu zweit!

    Bezeichnen wir diese beiden als P und Q; und …

    > ich [Lupo]

    … als L.

    Die Region, \mathcal E, in der sich alle befanden und gegenüber einander bewegten sei flach; folglich ließen sich darin Inertialsysteme (im Sinne Rindlers finden.

    > [P und Q gingen] gleich schnell, einer nach links, einer nach rechts.
    > […] Dann geh ich [L] nach oben wie in einem gleichschenkligen Dreieck.

    L, P und Q hatten demnach gemeinsam an einem Koinzidenzereignis \varepsilon_{LPQ} \in \mathcal E teilgenommen;
    und wir betrachten im Folgenden ein geeignetes Inertialsystem \Sigma \equiv \{ ... A, B, ... J, K, ... M, ... \} so dass  latex \varepsilon_{LPQ} \equiv \varepsilon_{MLPQ}$ und

    \forall A \not\equiv M \in \Sigma | \varepsilon_{AP} \in \mathcal E :
    \exists B, J \in \Sigma | \varepsilon_{BQ},  \varepsilon_{JL} \in \mathcal E :

    A_P \circledS B_Q,

    \left(\frac{AM}{AB}\right) = \left(\frac{BM}{AB}\right) = \frac{1}{2}, und außerdem

    J_L \circledS A_P und

    \left(\frac{AL}{BL}\right) = 1.

    (A, M und B nennt man deshalb insbesondere “gegenüber einander geradeliegend”, M die “Mitte zwischen” A und B;
    das Dreieck \triangle ABL nennt man “gleichschenklig”;
    und die Winkel \angle AML sowie \angle BML gelten als einander gleich, und man nennt jeden davon einen “rechten Winkel”.)

    Die Mitglieder eines Inertialsystems sind ebenfalls flach gegenüber einander, d.h. die Cayley-Menger-Determinanten ihrer Distanzverhältnisse untereinander verschwinden.

    Mit geeigneten Abkürzungen:

    \left( \frac{AM}{AL}\right) := \left(\frac{a}{c}\right),
    \left( \frac{BM}{AL}\right) := \left(\frac{a}{c}\right),
    \left( \frac{AB}{AL}\right) := 2 \left(\frac{a}{c}\right) sowie
    \left( \frac{AM}{LM}\right) := \left(\frac{b}{c}\right) und
    \left( \frac{BM}{LM}\right) := \left(\frac{b}{c}\right)

    folglich

    \left(\frac{a}{c}\right)^2 + \left(\frac{b}{c}\right)^2 = 1

    das ist der “Satz des Pythagoras”, für flache, rechtwinklige Dreiecke \triangle AML bzw. \triangle BML.

  11. #13 Frank Wappler
    3. Juni 2020

    Thilo schrieb (2. Juni 2020):
    > […] Erklärt mir jemand, wie hier [der] Satz des Pythagoras ins Spiel kommt?

    Sehr gern.

    > […] Die sind zu zweit!

    Bezeichnen wir diese beiden als P und Q; und …

    > ich [Lupo]

    … als L.

    Die Region, \mathcal E, in der sich alle befanden und gegenüber einander bewegten sei flach; folglich ließen sich darin Inertialsysteme (im Sinne Rindlers finden.

    > [P und Q gingen] gleich schnell, einer nach links, einer nach rechts.
    > […] Dann geh ich [L] nach oben wie in einem gleichschenkligen Dreieck.

    L, P und Q hatten demnach gemeinsam an einem Koinzidenzereignis \varepsilon_{LPQ} \in \mathcal E teilgenommen;
    und wir betrachten im Folgenden ein geeignetes Inertialsystem \Sigma \equiv \{ ... A, B, ... J, K, ... M, ... \} so dass
    \varepsilon_{LPQ} \equiv \varepsilon_{MLPQ} und

    \forall A \not\equiv M \in \Sigma | \varepsilon_{AP} \in \mathcal E :
    \exists B, J \in \Sigma | \varepsilon_{BQ},  \varepsilon_{JL} \in \mathcal E :

    A_P \circledS B_Q,

    \left(\frac{AM}{AB}\right) = \left(\frac{BM}{AB}\right) = \frac{1}{2}, und außerdem

    J_L \circledS A_P und

    \left(\frac{AL}{BL}\right) = 1.

    (A, M und B nennt man deshalb insbesondere “gegenüber einander geradeliegend”, M die “Mitte zwischen” A und B;
    das Dreieck \triangle ABL nennt man “gleichschenklig”;
    und die Winkel \angle AML sowie \angle BML gelten als einander gleich, und man nennt jeden davon einen “rechten Winkel”.)

    Die Mitglieder eines Inertialsystems sind ebenfalls flach gegenüber einander, d.h. die Cayley-Menger-Determinanten ihrer Distanzverhältnisse untereinander verschwinden.

    Mit geeigneten Abkürzungen:

    \left( \frac{AM}{AL}\right) := \left(\frac{a}{c}\right),
    \left( \frac{BM}{AL}\right) := \left(\frac{a}{c}\right),
    \left( \frac{AB}{AL}\right) := 2 \left(\frac{a}{c}\right) sowie
    \left( \frac{AM}{LM}\right) := \left(\frac{b}{c}\right) und
    \left( \frac{BM}{LM}\right) := \left(\frac{b}{c}\right)

    folglich

    \left(\frac{a}{c}\right)^2 + \left(\frac{b}{c}\right)^2 = 1

    das ist der “Satz des Pythagoras”, für flache, rechtwinklige Dreiecke \triangle AML bzw. \triangle BML.

  12. #14 Ben
    9. Juni 2020

    Schon klar, wie Pythagoras ins Spiel kommt. Aber wie der Komiker dann beide (besser) beobachtet bleibt ein Rätsel. Und warum sollten sie sich gleich schnell, über eine Zeitspanne bewegen. War wohl eher ein Witz. Schön wenn auch wir es raffen 🙂 und das in endlicher Zeit.

  13. #15 bote
    9. Juni 2020

    Ben,
    mit Beobachtung ist gemeint, wo sich die beiden befinden. So wie bei der Fußfessel.
    Und da die Reichweite der Sender begrenzt ist, (die die beiden Gauner in ihrer Jacke tragen) sehr klein ist, muss der Abstand zu ihnen optimal klein sein. Das ist dann die Winkelhalbierende zwischen den beiden.
    Die Sender übertragen nicht nur die Position, sondern auch die Atemfrequenz und den Puls. So ist der Kommissar bestens gerüstet, und , das dürfen wir nicht vergessen, er wollte Eindruck schinden bei seiner jungen Kollegin.