Man denke sich ein unendliches Schachbrett, dessen Felder von einem „Mittelpunkt“ ausgehend durchnummeriert sind. Startend von diesem Nullpunkt springe ein Springer immer auf das niedrigste noch nicht besuchte Feld. Passiert es irgendwann, dass der Springer „gefangen“ ist, also alle möglichen Felder bereits besucht hat? Die Antwort ist: Ja, und zwar auf Feld 2084 – das…

Wer findet das zweizügige Matt in der obigen Stellung? Carlsen brauchte nur wenige Sekunden, hatte allerdings gut 20 Sekunden über den vorhergehenden Zug überlegt: Die Schlußstellung der entscheidenden letzten Partie ist morgen wahrscheinlich in allen Zeitungen. Kasparows Kommentar: “Magnus mangelnde Vorbereitung ärgerte die Schachgöttin aber nicht genug, um sie in die Arme des grauen Karjakin…

Heute ist der 280. Geburtstag Wolfgang von Kempelens, eines Erfinders und österreichischen Hofrats, dessen man sich vor allem wegen seines angeblichen Schachautomaten erinnert, eines 1769 gebautes Gerätes, in dem ein im Inneren verborgener menschlicher Schachspieler mittels einer kunstvollen Mechanik die Züge einer türkisch gekleideten Puppe steuerte – was übrigens erst 1838 aufflog. (Das Verb “türken”…

Ein independent-Film mit dem marktgängigen Titel “Computer Chess” hat beim Sundance Festival einen der Preise gewonnen (schon im Januar, im Februar war er auch auf der Berlinale). Es geht um Schachprogrammierer wohl Ende der 70er (jedenfalls wird im Film häufiger auf die Jahreszahl 1984 bezuggenommen, bis zu der man einen Großmeister schlagen will) und das…

Der Schachsport hat seinen neuen Dopingskandal, einen angekündigten und von allen erwarteten. Seit fast einem Jahr rätselte die Schachwelt über die plötzlichen Erfolge eines 25-jährigen bulgarischen Pädagogikstudenten, Borislav Ivanov, mit einer Elo von knapp 2200 bis dahin eher eine lokale Größe, der seit Ende 2012 reihenweise Großmeister in internationalen Turnieren vom Brett fegte. Gut, man…

Der Torus wird Uneingeweihten gern anhand von Handy- (oder früher von Computer-)spielen erklärt: wenn man oben/rechts raus- und unten/links wieder reinkommt, dann spielt man eigentlich auf einem Torus. Denn wenn man zwei Seiten eines Rechtecks miteinander verklebt, bekommt man einen Torus: Falls die Vorstellung versagt, hilft vielleicht dieses Video: Irgendwann hatte Jeff Weeks dann mal…

Spiegel Online erinnert unter der Überschrift “Die Toten des Doktor Pi” an den, ähem, Hirnforscher Andrej Sljusartschuk, der ja unter anderem dafür bekannt ist, die ersten 200 Millionen Stellen von π auswendig zu können.

Schach-Computer wegen Plagiats disqualifiziert.

Am 10.2.1996 gewann erstmals eine Maschine eine Turnierpartie gegen den amtierenden Schachweltmeister.

Exponentielles Wachstum ist eigentlich unvorstellbar – aber dank Google Earth kann man die alte indische (oder arabische?) Geschichte von den 64 Feldern des Schachbretts mit 1, 2, 4, 8, … Weizenkörnern jetzt doch visualisieren: