Die oft völlig überhöhten Bezugspreise für wissenschaftliche Fachzeitschriften waren schon häufiger Thema in diesem Blog. Möglich wird dies erst durch die völlige Intransparenz der Preisgestaltung: die Verlage verkaufen den Uni-Bibliotheken ihr Portfolio bündelweise zu individuell ausgehandelten Preisen, über die Vertraulichkeit und Stillschweigen vereinbart wird. (Das Bild oben zeigt nicht die Abokosten der Bibliotheken, sondern die…

In der mathematischen Community macht seit Mittwoch dieser offene Brief die Runde, mit dem das Herausgebergremium des Journal of K-Theory seinen fast geschlossenen Rücktritt erklärt. Um die Geschichte kurz zusammenzufassen: vor ca. 7 Jahre hatten die Herausgeber der damals vom Springer-Verlag herausgegebenen Zeitschrift K-Theory beschlossen, Springer zu verlassen und eine neue Zeitschrift Journal of K-Theory…

Ich hatte (wie wohl die meisten) bisher gar nicht gewußt, dass es ein Unternehmen gibt, welches für (alle?) wissenschaftlichen Bibliotheken ihre Zeitschriften-Abonnements verwaltet und insbesondere auch deren Bezahlung organisiert: Swets & Zeitlinger Information Services B.V.. Seit 2 Wochen ist die Firma jetzt in aller Munde: sie ist pleite, von einem Amsterdamer Gericht für bankrott erklärt,…

Der Boykottaufruf gegen Elsevier ist jetzt gut ein Jahr alt, mit 13195 Unterzeichnern, davon 2237 Mathematiker. Es ging damals in erster Linie um die völlig überhöhten Preise der bei Elsevier verlegten Fachzeitschriften. Es hatte dann im Mai einen offenen Brief Elseviers mit verschiedenen Ankündigungen (u.a. freier Zugang 4 Jahre nach Veröffentlichung für ab 1995 veröffentlichte…

Ein schier unglaublicher Fall von Wissenschaftsbetrug ist jetzt bei der Elsevier-Zeitschrift “Journal of Mathematical Analysis and Applications” aufgeflogen: Dieser Artikel wurde auf Bitte des leitenden Herausgebers zurückgezogen. Ein Gutachten, auf dessen Grundlage die redaktionelle Entscheidung getroffen, hat sich als gefälscht herausgestellt. Das Gutachten wurde unter dem Namen eines etablierten Wissenschaftlers, der von der Arbeit und…

Immer wieder lustig sind Geschichten über in Fachzeitschriften (beinahe) veröffentlichte vom Zufallsgenerator computererzeugte Arbeiten. Diesmal hat es “Advances in Pure Mathematics” erwischt, eine Open-Access-Zeitschrift, bei der der Autor 500 Euro für die Veröffentlichung zahlen muß. Was den neuen Fall von anderen Vorgängern vielleicht unterscheidet: diesmal gab es sogar einen recht ausführlichen Referee-Report: Dear Author, Thank…

Zumindest das Mathematik-Department: http://www.ma.tum.de/Mathematik/BibliothekElsevier

Wieder nichts Neues.

Falls jemand noch nicht verstanden hat, wie das mit Elsevier und dem Geldverdienen so funktioniert – Spiked Math hat’s noch mal als Comic:

Warum das “Author pays”-Modell für die Mathematik ungeeignet ist.