Was haben Sky DuMont (61), Heiner Lauterbach (55), Joschka Fischer (60) und Flavio Briatore (58) gemeinsam?
Die offensichtliche Antwort: Sie haben deutlich jüngere attraktivere Ehefrauen, um die sie viele Männer beneiden – ist nur der erste Teil der Antwort.

Schwedische Forscher des renommierten Karolinska Institut haben herausgefunden, dass sich diese Männer ernsthaft Gedanken über den geistigen Zustand ihrer Kinder machen müssen.

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Denn bei Kindern von alten Vätern entwickeln sich zu 37 Prozent häufiger manisch-depressive Erkrankungen, als bei Kindern von jungen Vätern.

Insgesamt untersuchten die Forscher um Emma Frans dafür 7.328.100 Individuen, von denen 13.428 an einer manisch-depressiven Erkrankung litten. Wie sich zeigte, war für einen Ausbruch der Erkrankung das Alter des Vaters und nicht etwa dessen sensibler Gemütszustand signifikant. Erstaunlicherweise spielte das Alter der Mutter keine Rolle.

Was den Ball dennoch zurück an die Mütter spielt – denn bekanntlich können Männer sich nur Kinder wünschen – aber keine bekommen.

Frauen hingegen sollen angeblich bei der Partnerwahl häufig vor allem Ausschau nach einem Versorger halten. Also einem Mann, der reich ist und demzufolge auch etwas älter ist, was angeblich auch einen gefestigteren Charakter mit sich bringen soll …

Wenn man den Frauen jetzt aber keinen reinen Egoismus unterstellt, sondern davon ausgeht, dass sie bei ihrer Entscheidung vor allem das Wohl ihrer zukünftigen Kinder im Auge haben … dann muss man sie jedoch vor einer Beziehung zu einem Sugardaddy warnen.

Denn im Sperma der alten Sugardaddys sollen sich – den Erklärungen der Forscher zufolge – häufiger genetische Schäden befinden, die einen späteren Aufenthalt der Kinder in einer Klappsmühle wahrscheinlich machen.

Insofern scheint sich der kurzfristige Wunsch nach Sicherheit und finanzieller Geborgenheit langfristig doch nicht auszuzahlen.

In seinen 80ern fragte der ungarische Komponist Zoltan Kodaly eine junge Frau: „Möchten Sie meine Witwe werden”. Wäre die Frau schlagfertig gewesen hätte sie geantwortet: „Lieber Herr Kodaly, ich habe doch gesunde Augen und warum sollte ich mir wünschen, dass meine Kinder in der Klappsmühle aufwachsen?”

Kommentare (8)

  1. #1 Arnd
    September 2, 2008

    Mit Prozenten muss man ganz vorsichtig umgehen. 37% mehr klingt ja erstmal verdammt viel, aber viel viel wichtiger ist doch, wie groß das Risiko absolut ist. Wenn es von 1 Promille auf 1,37 Promille wächst sehe ich m.E. keinen Anlass zu übertriebener Sorge. Wenn es hingegen von 50% auf 68% wächst, ist das schon eher ein Problem.

    Aus den Zahlen schließe ich dass eher das Obere gilt. Für mich eine typische Sommerloch-Meldung.

  2. #2 Daniela Rogat
    September 2, 2008

    Dass die pekuniärbegabten Vorruheständler an der Zeugung ihrer Stammhalter selbst beteiligt sein müssen, widerspricht JEDER humanen Evolutionstheorie und ist ohne Relevanz, solange nicht sämtliche Tennis-, Fecht-, Reitlehrer und und sonstige Athleten ausgestorben sind…

    … ansonsten befände sich bereits ein Grossteil der Menschheit in der Psychiatrie.

    Mal kalkulativ: was würde der bedarfsgerechte Umbau des Bundestages wohl so kosten?

  3. #3 wolfgang
    September 3, 2008

    Gabs da nicht eine erste Arbeit von Landsteiner wo es im ABO System mit der Erblichkeit der Blutgruppe 0 haperte ? War die untersuchte Population nicht das ehrenwerte Kollegium der medizinischen Fakultät samt deren Ehefrauen?

    Hat da jemand die Details verfügbar?

  4. #4 Peter Artmann
    September 4, 2008

    Also den berühmten Landsteiner-Richter Versuch gibt es hier:
    http://www.springerlink.com/content/n5wjgxwpt2tdq6m8/
    und hier was zu den 100 Jahren
    http://www.transplantjournal.com/pt/re/transplantation/fulltext.00007890-200107150-00002.htm
    (Abo erforderlich)

  5. #5 NM
    Oktober 2, 2008

    Ob man diese These nach wenigen Beispielen vergleichen darf, wage ich zu bezweifeln.
    Aber ich gebe Ihnen 100% Recht, daß man nur bis zu einer gewissen, biologischen Grenze zeugen sollte.

    Alles andere ist unverantwortlich.

    Bin übrigens auf Ihren Blog rein zufällig über EsoWatch gelangt. Schlechte Werbung ist halt auch gute Werbung!
    Auf jeden Fall nicht aufgeben!

  6. #6 Peter Artmann
    Oktober 7, 2008

    Lieber NM,
    Ihr Umweg freut mich …

  7. #7 Siggi Schüßler
    November 12, 2008

    Woher weiß man, ob diese “Manischen Depressionen” von den Erbanlagen kommen?
    Kann es nicht auch an der besonderen familiären Situation liegen?

  8. #8 Peter Artmann
    November 13, 2008

    Hallo Siggi,
    erstmal sind die Leute entweder manisch oder depressiv – insofern ist manische Depression nicht ganz korrekt.
    Und grundsätzlich ist es bei psychischen Krankheiten erforderlich, dass eine genetische Veranlagung vorliegt.
    Ob diese jedoch ausbricht, hängt zumeist von äußeren Faktoren ab, also einer besonderen familiären Situation oder anderen traumatischen Erlebnissen.