Der berühmte Meeresaktivist mit der unverwechselbaren roten Mütze hat heute Geburtstag!
Er wäre heute 104 Jahr alt geworden. Cousteau war der Held meiner Kindheit, seine Filme und Bücher haben mich mit der Liebe zur Meeresbiologe infiziert, diese frühkindliche Prägung wirkt bis heute nach.

Seine Vorgehensweise war denkbar einfach und schlagkräftig:
Auf dem tapferen kleinen Schiff „Calypso“ versammelte  “Commandant Cousteau” bärtige, rot bemützte Männer und dann ging es los, wie einst Odysseus mit seinen treuen Gefährten. Ran an den Wal/den Hai/die Korallen, oder was auch immer und ab in Gegenden wie das Rote Meer oder andere exotische Orte, von denen ich als Kind noch nicht einmal wusste, wo sie auf dem Atlas zu finden waren. Für mich war er der Forscher schlechthin: ein tollkühner Seefahrer, der im Neopren auch dem fiesesten Hai entgegentrat und für Orcas auf der Gitarre spielte.

Viel, viel später, in meinem eigenen Studium, dämmerte mir allmählich, dass Forschung eigentlich gaaaaanz anders geht.
Aber da war ich schon mit der Liebe zum Meer und seinen Getümen und Ungetümen unrettbar angesteckt…

Zur Erinnerung an Cousteau, den Meereshelden mit der Roten Mütze, ist seit 2010 sein Geburtstag, der 11.06. der „Cap Rouge Day“.
Seine Anhänger tragen an diesem Tag eine rote Seemannnsmütze: eine unübersehbare Aktion zum Schutz der Ozeane!

Jacques Cousteau war der der erste Vermarktungsexperte für den Meeresschutz, seine Filme waren echte kleine Abenteuerfilme mit geschickter Dramaturgie.
Eine wunderbare Hommage an Cousteau und sein Meeres-Marketing ist der Film „The Life Aquatic With Steve Zissou” (deutsch: Die Tiefseetaucher).

Also: Heute Rote Mütze zeigen!
Macht Euch Mützlich!

 

Mehr Informationen zum Cap Rouge Day: https://www.caprougeday.org/

(Dieser Artikel erschien erstmals 2012 auf dem alten meertext-Blog)

Mehr zu Jacques-Yves Cousteau auch unter Hans Hass – Herr der Haie – R. I. P.

Kommentare (15)

  1. #1 Nele
    11. Juni 2014

    Als ich im Grundschulalter war, habe ich immer den Bathyscaphe und andere U-Boote gezeichnet. Als aufgeschnittenes Modell, damit man von der Seite sehen konnte, wo die Besatzung geschlafen und gekocht hat. 🙂 Und die Bücher von Hans Hass habe ich verschlungen.

  2. #2 Bettina Wurche
    11. Juni 2014

    Klasse! Die Bilder hätte ich jetzt gern zur Illustrtaion : )

  3. #3 rolak
    11. Juni 2014

    Da gab es auch noch eine ganz spezielle Variante der Hommage

    btw: Sieht dieser post nur bei mir so zerschossen aus? (das sonst rechts zu Sehende folgt ganz unten)

  4. #4 Bettina Wurche
    11. Juni 2014

    @ Rolak: Danke für den tollen link!
    Nö, bei mir läuft der tadellos (nur anhören kann ich ihn erst zu Hause, im Büro habe ich keinen Lautsprecher)

  5. #5 Jürgen Schönstein
    11. Juni 2014

    @rolak #3
    War bei mir auch zerschossen – ein defektes Tag atte es verursacht. Sollte nun aber wieder normal funktionieren.

  6. #6 Bettina Wurche
    11. Juni 2014

    Vielen Dank, Jürgen!

  7. #7 rolak
    11. Juni 2014

    Sollte nun

    ..und wie! thx

  8. #8 towarisch
    11. Juni 2014

    Leider ist es es etwa 20 Grad zu warm fuer die rote Muetze. Kann man das auch im Herbst nachholen?

  9. #9 Bettina Wurche
    11. Juni 2014

    Natürlich gern – ich erbitte dann ein Photo.
    Ich rede mich ja wegen der Haarfarbe aus der Rot-Bemützung heraus : )

  10. #10 Theres
    11. Juni 2014

    Eine rote Regenmütze, bzw. ein Hut … der war doch irgendwo 🙂
    Die genügt hoffentlich – eigentlich genügt es mir schon mit dem Regen …

  11. #11 Andreas Herzog
    13. Juni 2014

    Die Mütze war rot?
    Meine Kindheit war schwarz/weiß, da konnte ich das nicht erkennen.

  12. #12 Bettina Wurche
    13. Juni 2014

    Oje – eine betrogenen Kindheit!
    Ich hatte glücklicherweise ein Buch über Wale von Cousteau, das einer meiner Schätze war: Es zeigt ihn und seine Crew mit prachtvollen roten Mützen.
    : )

  13. #13 rolak
    13. Juni 2014

    betrogenen Kindheit!

    Kann ich nicht so ganz bestätigen – auf unserem SW-Teil sah ich dereinst eine dieser Cher-Shows und war begeistert. Etwas später gabs bei einem Kumpel die nächste Folge in bunt. Seitdem bin ich ultrakurzsichtig.

    Bei allen Natursendungen habe ich es allerdings auch herbeigesehnt – die Fabe der Mützen war mir übrigens afaik aus einer Stern-Fotostrecke bekannt, da koloriert das Hirn beim Fernseh-Gucken nach. Wirkt wie bei der roten Fahne in Eisensteins Potemkin 😉

  14. #14 Laura Schneider
    berlin
    5. August 2014

    Jacques Cousteau war so eine inspirierende Person und von klein auf war ich immer von Ihm fasziniert. Das Meer war sein Leben, und das konnte man bei all seine Dokus immer spüren. Er war sowohl bewundert als auch umstritten, doch er galt meiner Meinung nach immer als Pionier der Meeresforschung. Dank Ihn haben früh die Meereswelt mit all ihrer Schönheit entdecken können. Mutiger kleiner Mann!

  15. #15 Gerhard
    11. Juni 2015

    Ja, Cousteau beeindruckte. Das schien ein Forscher zu sein, so meine ich mich zu erinnern, der das Forschen im Griff hatte. Er fuhr raus und fand was – die Faszionosa purzelten sozusagen in seine Hände.
    Vielleicht sehe ich das auch verklärt.
    Jedenfalls war er braungebrannt ,energievoll und jung. Und die Sonne schien meist.

    Biologie interessiert mich eigentlich erst seit vielleicht 4, 5 Jahren. In der Schule war das nix, garnix, aber man kann sich ja auch viel später plötzlich dafür begeistern lernen.