“Im Sommer 1898 bricht der technisch hochgerüstete Ozeandampfer “Valdivia” von Hamburg aus zu einer Forschungsreise auf, initiiert und geleitet von Carl Chun, Professor für Zoologie an der Universität Leipzig. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts herrschte die Ansicht vor, in den Tiefen der Meere gäbe es kein Leben. Doch die ersten Vorstöße der Briten beweisen das Gegenteil. Nun wollen auch die Deutschen die Tiefsee erkunden. Kaiser Wilhelm II. unterstützt das Vorhaben, der Reichstag bewilligt eine stattliche Summe für diese erste deutsche Tiefsee-Expedition”
Am Sonntag, dem 17.12, bringt der MDR um 22:25 die Dokumentation “Die Reise der Valdivia -Die erste deutsche Tiefsee-Expedition (D 2017).

Die 1. deutsche Tiefsee-Expedition erbrachte bahnbrechende Forschungsergebnisse.
Der Zoologe Dr. Carl Chun hatte auf dieser monatelangen Forschungsfahrt das erste Exemplar des berühmten Tiefsee-Vampirs Vampiroteuthis infernalis gefangen und 1903 wissenschaftlich beschrieben. “Die Zeichnung zeigt deutlich ein etwas klumpiges rotes Tiefseewesen mit Flossen.
Die zwischen den Armen aufgespannte Haut erinnerte den Zoologen Chun an den Umhang eines Vampirs – so kam es zu dem blutrünstigen Namen.” Der Vampyroteuthis ist auf “meertext” ein regelmäßiger Gast und unter den Kopffüßern mit ihren vielen außergewöhnlichen Formen und Eigenschaften für mich immer wieder ein ganz besonderer Meeresbewohner.
Carl Chun hatte natürlich noch viel, viel mehr entdeckt, und seine Kollegen ebenso.
Ich werden den Film auf jeden Fall ansehen und freue mich schon darauf.
Warum eine so wichtige Expedition und großes Abenteuer im Jahr der Ozeane Sonntag um 22:25 Uhr im Fernsehen kommt, verstehe ich nicht. Ich werde es sicherlich aufnehmen und später anschauen. An dieser Stelle werde ich keine weiteren Worte über Fernsehprogramm-Planung und inhaltliche Gewichtung verlieren, sondern einfach nur froh und dankbar für den Festplattenrekorder sein.

 

Kommentare (5)

  1. #1 RPGNo1
    16. Dezember 2017

    Vielen Dank für den Fernsehtipp. Die Dokumentation werde ich mir auf alle Fälle ansehen

  2. #2 RPGNo1
    16. Dezember 2017
    • #3 Bettina Wurche
      16. Dezember 2017

      @RPGNo1: Danke, den hatte ich noch gar nicht gesehen. Von dem Buch von Rudi Palla (s. SPON-Artikel)war ich recht enttäuscht. Es war extrem wenig Biologie uun Ozeanographie darin, wenn man die Ergebnisse der Expedition bedenkt.

  3. #4 Gerhard
    16. Dezember 2017

    Herzlichen Dank.
    Habe ich mir notiert.
    Ich denke, es kommt viel von der Aufregung rüber, diesen Lebensraum und die unahnbaren Geschöpfe dort zu erkunden.

  4. #5 Dampier
    18. Dezember 2017

    Mist … ich hatte eigentlich fest auf die Mediathek gesetzt. Leider ist es da nicht drin :/

    Naja, ich habs aufm Zettel. Wird mir schon nicht entgehen … danke für den Tipp 🙂