BLOWOUT!

Die Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im April 2010 verursachte eine gigantische Ölpest im Golf von Mexiko.
Welche technischen und politischen Fehler haben zu der Katastrophe geführt? Welche Auswirkungen hat die Ölpest auf die Ökosysteme im Golf von Mexiko? Wie viele Tiere und welche Arten sind durch die Katastrophe betroffen? Ist die Ölpest jetzt zu Ende?
Der Vortrag gibt Einblick in technische und biologische Fakten und Zusammenhänge. Dabei steht das Schicksal der Meeres-Säugetiere im Fokus des Vortrags. Ein Vergleich mit dem Untergang des Öltankers „Exxon Valdez“ vor Alaska 1989 zeigt, dass eine Ölpest jahrzehntelange Spätfolgen hat – bis zum Aussterben einige Orca-Familien.


Plastikflut im Ozean
Kunststoffe auf der Basis von Erdöl machen unser Leben bequem: sie sind leicht, durchsichtig oder farbig, wasserbeständig und billig.
Leider landet vieles davon letztendlich im Meer, von der Tüte bis zum Fischereinetz.
Die Kunststoffprodukte zerfallen zwar allmählich in immer kleinere Teile, aber das Plastik selbst bleibt erhalten – bis zu 450 Jahre lang!
Heute ist Plastikmüll vom Nordpol bis zum Südpol, von den Küsten bis in die Tiefsee ein enormes Problem. Fische, Vögel und Wale verwechseln Plastikteile mit Nahrung oder verheddern sich in Geisternetzen. Die winzigen Krebschen und anderen Tiere des Planktons fressen winzige Kunststoff-Partikel, die sich im Laufe der Nahrungskette weiter anreichern. Mit einer Fisch-Mahlzeit landet der Kunststoff wieder auf unseren Tellern.
Welche konkreten Auswirkungen haben Kunststoffe auf uns und unsere Meere?
Welche politischen Strategien gibt es gegen den Müll im Meer?
Und: Was können wir Einzelnen gegen die verheerende Plastikflut tun?


Deutsche Flagge über Eis und Pinguinen – die geheime Antarktisstation der Nazis, Reichsflugscheiben und andere Mythen vom anderen Ende der Welt
1938/39 fand die deutsche „Schwabenland“-Expedition in die östliche Antarktis statt. Ihr Ziel: Der Aufbau einer Walfangstation in der Antarktis. Nach Kriegsende tauchten zwei deutsche U-Boote im argentinischen Mar del Plata auf. Auf der Basis dieser Fakten entstanden Gerüchte über eine geheime Antarktis-Station der Nazis und die angebliche Entwicklung von „Flugscheiben“. Heute haben sich diese Gerüchte zu der handfesten Verschwörungstheorie „Neu-Schwabenland“ entwickelt.
Der Vortrag untersucht die vorhandenen Informationen und trennt mit wissenschaftlicher Präzision Fakten von Gerüchten.


Ichthyosaurier – die „Delphine“ des Erdmittelalters
Ein Vergleich der mesozoischen Fischechsen und der heute lebenden Wale

Im Erdmittelalter, also zu Zeiten der Dinosaurier, lebten auch in den Meeren hoch entwickelte Reptilien: die Ichthyosaurier.
Diese Fischechsen stammten von landlebenden Vierfüßern ab und waren zu schnellen Jäger in den Ozeanen geworden.
Dafür mussten sie ihren Körperbau an den aquatischen Lebensraum anpassen, bis sie äußerlich fast wie Fische aussahen. Auch ihre Lebensweise, wie die Ernährung und Fortpflanzung, hatten sie dem Ozean angepasst. Die ökologische Nische der Ichthyosaurier wird heute von Walen besetzt.
Was ist heute eigentlich wirklich über die Lebensweise der Ichthyosaurier bekannt? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen Ichthyosaurier und Wale auf? Der Vergleich beider Tiergruppen führt zu überraschenden Ergebnissen.
Und welche besonderen Umstände haben die hervorragende Fossilerhaltung dieser Echsen ermöglicht? Die Erklärung gibt uns eine ökologische Katastrophe im Jurameer.


Dinosauria!

Die Definition, Systematik und Anatomie dieser faszinierenden Reptilien führt uns zurück ins viktorianische Zeitalter, zu Mary Annings an der Jurassic Coast und den Eisenbahnbau, zu den Anfängen der Geologie und Paläontologie.
Weiter geht es zur deutschen Dinosaurierforschung: Der berühmteste und bestuntersuchte deutsche Dinosaurier ist der Plateosaurus aus der Trias, der “Schwäbische Lindwurm” steht für eine spannenden Entdeckungsgeschichte und  aktuelle Forschungsergebnisse. Die berühmten Fossilienfundstelle Tendaguru in Afrika lockt mit alten und neuen Forschungsergebnissen: Der riesige afrikanische Giraffotitan (Brachiosaurus) aus Tendaguru ist heute das Wahrzeichen des Berliner Naturkundemuseums. Und: Woran arbeiten deutsche Dinosaurierforscher heute? In Niedersachsen, Thüringen und Baden-Württemberg gibt es ausgezeichnete Fundstellen. Auch alte Fundstellen und Fossilien immer wieder mit neuen Techniken und neuem Blick untersucht, so dass auch altbekannte Urviechern immer wieder neue Geheimnisse aus ihrer längst vergangenen Lebenszeit “erzählen”.

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Kommentare (9)

  1. #1 MartinB
    4. Dezember 2018

    Buuuh! Protest!!!! Da steht im Titel was von Sauriern, aber dann kommt zu dem Thema gar nichts?
    Clickbaiting auf den Scienceblogs! Ich bin entsetzt!
    🙂

  2. #2 Bettina Wurche
    4. Dezember 2018

    @MartinB: Na gut! Dann ergänze ich hier mal schon die Fossilienthemen. Den Rest gibt es aber erst im 2. Teil: )

  3. #3 MartinB
    4. Dezember 2018

    Schon besser 🙂
    Wenn du mal nach Braunschweig zum Vortragen kommst, sag Bescheid…

  4. #4 RPGNo1
    4. Dezember 2018

    Oh, Ichthyosaurier und Delfine in einer Überschrift.

    Wie schön, das wird doch in Biologielehrbüchern immer als klassisches Beispiel einer konvergenten Evolution präsentiert (u.a. neben Flügeln). Zumindest war das zu meiner Schulzeit so und die ist auch schon ein paar Jährchen her. 🙂

  5. #5 Bettina Wurche
    4. Dezember 2018

    @MartinB: Mein einziger Vortrag in Braunschweig ist ca 2003 gewesen – Uli Joger hatte mich ins Naturkundemuseum eingeladen. Zum Ichthyosaurier-Vortrag, weil sie dort ein schönes Exemplar gefunden hatte.

  6. #6 Bettina Wurche
    4. Dezember 2018

    @RPGNo1: Die sind so was von konvergent. Allein schon die vollkommene Umformung der Schädel ist phantastisch, wenngleich bei den Fischechsen bis heute keine Erklärung dafür existiert. Auch in Nord-Norwegen war ich auf der Pottwaltoru auf ein schönes Exemplar gestoßen, ein Ophthalmosaurus.

  7. #7 RPGNo1
    4. Dezember 2018

    Mich fasziniert, dass Ichthyosaurier schon vor ca. 90 Millionen ausgestorben sind, also lange vor der Auslöschung der Dinosaurier und anderer großer Flug- und Meeresechsen.

    Sie hatten sich als luftatmende Lebewesen so gut an das Leben im Meer adaptiert, wie es nur ging, und haben es trotzdem nicht bis zum Ende der Kreidezeit geschafft, während ihre vom Körperbau her weniger an das Meer angepassten Mitbewohner, die Plesiosaurier, noch weitere 30 Millionen Jahren gediehen und neue Arten hervorbrachten.

  8. #9 Bettina Wurche
    11. Januar 2019

    @RPGNo1: Tolles Paper, nicht so dolle Artikel. Der SPON-Artikel ist ausführlich und gut gemeint, aber dem Autoren fehlt es erheblich an Sackunde. Ich schreibe gerade einen anständigen Beitrag dazu, der sollte Sonntag abend fertig sein.