Meertext ist nicht nur ein Science-Blog, sondern ein Textbüro für geschrieben und gesprochene Texte. Dazu gehört auch ein umfangreiches Vortragsprogramm oder die Teilnahme an Podiumsdiskussion als Expertin für Wale und andere Meeresthemen oder Astrobiologie.
Bei mir beginnt nun die Planung für 2019, wann ich wo welche Vorträge halte. Als Referentin werde ich gebucht für Veranstaltungen oder in Vortragsreihen, von Sternwarten, naturwissenschaftlichen Vereinen, der ESA oder für besondere Ausstellungen, etwa zum Meeresumweltschutz oder zu astronomischen Themen.
Alle Vorträge sind mit PowerPoint ausgearbeitet und dauern ca 50 bis 60 Minuten. Die Themen stehen auf solider  wissenschaftlicher Basis, sind aber allgemein verständlich für aufgearbeitet. Einige ernst, andere unterhaltsam.
Das Honorar muss mindestens die Anreise und ggf. den Aufenthalt decken.

Einige der Themen werde ich in der nächsten Zeit hier vorstellen, weitere Themen gibt es nach Vereinbarung.
Die Themenbereiche sind Zoologie und Paläontologie, Astrobiologie und Zukunftsthemen, Wissenschaftsgeschichte und das Meer. Im Vordergrund stehen die Wale!


Der Pottwal – Mythos und Wirklichkeit
Der Pottwal (Physeter macrocephalus) ist der größte aller Zahnwale. Er ist der amtierende Tieftauchmeister, hat die größte Nase im Tierreich und ist das größte lebende Raubtier. Zugleich ist er eng verknüpft mit der menschlichen Kulturgeschichte: Über Jahrhunderte haben ihm Walfänger nachgestellt, in Romanen wie „Moby Dick“ ist er unsterblich geworden und sein Spermaceti-Öl war für den Menschen lange Zeit unersetzlich.

Durch sein Abtauchen und seine gewaltige Größe hat er sich unseren Nachforschungen lange erfolgreich entzogen. In jüngster Zeit hat ein neuer Aspekt die Forschung um den Pottwal erweitert: Umfangreiche Feldforschungen vor Nova Scotia haben ergeben, das Pottwale eine eigene Form von Kultur haben.


Wale in der Wüste: Die Evolution der Wale

Die Wiege der Wale steht am Fuße des heutigen Himalaja, im einstigen Tethys-Meer. In den letzten 20 Jahren sind in Pakistan aufsehenerregende Entdeckungen gemacht worden, die die Wale als eine Gruppe innerhalb der Huftiere ausweisen. Wie es danach mit der Entwicklung der Wale weiterging, ist in den Meeresablagerungen der Fayum-Oase Ägyptens zu entdecken: Hier lebten Urwale wie der legendäre Basilosaurus isis, der als Seeschlange in die Forschungsgeschichte einging. Eine weitere wichtige Fundstätte ist die Pisco-Formation in der Küstenwüste Perus: Hier sind 12 Mio Jahre alte fossile Wale in dreidimensionaler Erhaltung zu finden. Einige dieser Fossilien sind den heutigen Arten und Gattungen bereits sehr ähnlich. Andere geben Rätsel auf: Was soll man von dem Walross-Wal Odobenocetops halten, dessen Schädel dem der Delphine gleicht und der außerdem zwei Hauer wie ein Walross hat?
Der Star unter den peruanischen Walfossilien ist Leviathan melvillei, ein 15 m langer Pottwal mit dem Gebiss eines Raubwals.


Jules Verne und die Entdeckung der Meeresforschung

Jules Verne (1828 –1905) ist der Erfinder des wissenschaftlichen Romans. Er lebte und schrieb in einer Zeit, in der bahnbrechende technische und wissenschaftliche Erfindungen gemacht wurden und unsere modernen Naturwissenschaften entstanden. Er nahm diese Technologien und Erkenntnisse begeistert auf und spann den Faden weiter. Seine Helden stießen in die Ozeane, den Luft- und Weltraum und unter die Erde vor. Vernes zahlreichen Romane enthalten viel Fachwissen und sind in ihrer Interdisziplinarität hochaktuell. Die wissenschaftlichen Informationen sind in aufregende Abenteuer und spannende Charaktere eingebettet.
Der vorliegende Vortrag stellt Vernes Roman “20.000 Meilen unter dem Meer” und dessen wissenschaftlichen Hintergrund vor – die Entwicklung von Tauchbooten und modernen Meßinstrumenten, die Kartierung und Ausbeutung der Meere und Nahrung und Kleidung aus dem Meer.
Wissensvermittlung und Wissenschaftskommunikation, die immer noch begeistert!


Geheimnisvolle Schnabelwale

Die Schnabelwale gelten als die kryptischsten aller Wale. Sie sind, noch vor dem Pottwal, die amtierenden Tieftauchmeister. Ihre Lebensweise fern der Küsten und in tiefen Gewässern verbirgt sie vor den Blicken der Menschen. Durch diese Lebensweise im Verborgenen konnten in letzten 20 Jahren noch mehrere neue Arten dieser mittelgroßen Zahnwale entdeckt worden.
Der Vortrag stellt Erlebnisse und Forschungsergebnisse aus Freiland und Museum vor, dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der ungewöhnlichen Schädelmorphologie dieser Tiere. Außerdem wird über die katastrophalen Auswirkungen von Marine-Manövern auf diese Wale diskutiert.

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Kommentare (7)

  1. #1 MartinB
    4. Dezember 2018

    Buuuh! Protest!!!! Da steht im Titel was von Sauriern, aber dann kommt zu dem Thema gar nichts?
    Clickbaiting auf den Scienceblogs! Ich bin entsetzt!
    🙂

    • #2 Bettina Wurche
      4. Dezember 2018

      @MartinB: Na gut! Dann ergänze ich hier mal schon die Fossilienthemen. Den Rest gibt es aber erst im 2. Teil: )

  2. #3 MartinB
    4. Dezember 2018

    Schon besser 🙂
    Wenn du mal nach Braunschweig zum Vortragen kommst, sag Bescheid…

    • #4 Bettina Wurche
      4. Dezember 2018

      @MartinB: Mein einziger Vortrag in Braunschweig ist ca 2003 gewesen – Uli Joger hatte mich ins Naturkundemuseum eingeladen. Zum Ichthyosaurier-Vortrag, weil sie dort ein schönes Exemplar gefunden hatte.

  3. #5 RPGNo1
    4. Dezember 2018

    Oh, Ichthyosaurier und Delfine in einer Überschrift.

    Wie schön, das wird doch in Biologielehrbüchern immer als klassisches Beispiel einer konvergenten Evolution präsentiert (u.a. neben Flügeln). Zumindest war das zu meiner Schulzeit so und die ist auch schon ein paar Jährchen her. 🙂

    • #6 Bettina Wurche
      4. Dezember 2018

      @RPGNo1: Die sind so was von konvergent. Allein schon die vollkommene Umformung der Schädel ist phantastisch, wenngleich bei den Fischechsen bis heute keine Erklärung dafür existiert. Auch in Nord-Norwegen war ich auf der Pottwaltoru auf ein schönes Exemplar gestoßen, ein Ophthalmosaurus.

  4. #7 RPGNo1
    4. Dezember 2018

    Mich fasziniert, dass Ichthyosaurier schon vor ca. 90 Millionen ausgestorben sind, also lange vor der Auslöschung der Dinosaurier und anderer großer Flug- und Meeresechsen.

    Sie hatten sich als luftatmende Lebewesen so gut an das Leben im Meer adaptiert, wie es nur ging, und haben es trotzdem nicht bis zum Ende der Kreidezeit geschafft, während ihre vom Körperbau her weniger an das Meer angepassten Mitbewohner, die Plesiosaurier, noch weitere 30 Millionen Jahren gediehen und neue Arten hervorbrachten.