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Kommentare (9)

  1. #1 tomtoo
    5. August 2019

    Ist faszinierend mal so eben 1000-3000 Meter abtauchen. Da sind moderne Uboote echte schlaffis gegen.

    • #2 Bettina Wurche
      5. August 2019

      @Tomtoo: Ich erkenne die taucherische Überlegenheit der Wale zu 100% an. Jeder pimpfige Schweinswal stellt uns schon in den Schatten : )

  2. #3 tomtoo
    5. August 2019

    @Bettina
    Sag nicht pimfig! Ich hab die irgentwie in mein Herz geschlossen. Obwohl ich sie vor dem mitlesen in deinem Blog garnicht kannte. ; )

    • #4 Bettina Wurche
      5. August 2019

      @tomtoo: oh, Klasse! Größtes Kompliment, danke : ) Ja, natürlich sind die Lütten Schweinsis wirklich knuffig.

  3. #5 tomtoo
    5. August 2019

    @bettina
    Sehs positiv. Hättest du mich vor drei Jahren gefragt was Schweinswahl auf englisch heist, hätte ich zurückgefragt, was issen ein Schweinswahl? Und warum zur Hölle noch mal sollte ich wissen was ein porpoise ist?
    Ist nur ein kleiner Schritt für den Wissenden, aber ein riesen Schritt für den Blinden wie mich. Dafür danke ich dir. : )

  4. #6 Aginor
    5. August 2019

    Schweinswale sind echt super niedlich!

    Zum Artikel: Hat mich zum Nachdenken gebracht. Vielleicht sind noch mehr Tierarten (gerade im Meer) wirklich so intelligent und vorsichtig dass sie sich von Schiffen und dergleichen fern halten.

    Dann würde man bei einer Bestandsschätzung natürlich teils irre weit daneben liegen weil die wenigen Sichtungen keine gute Grundlage zum hochrechnen sind.
    (Oder gibt es bei Walen und dergleichen auch Tricks zum indirekten aufspüren? Also Kotspuren oder so?)

    Macht mir fast etwas Hoffnung dass – zumindest unter Wasser – einige als selten oder gar vom Aussterben bedrohten Tierarten vielleicht doch häufiger sind als angenommen.
    …ein bisschen Hoffnung darf man ja haben, trotz der ganzen Hiobsbotschaften die wir täglich hören müssen.

    Gruß
    Aginor

    • #7 Bettina Wurche
      5. August 2019

      @Aginor: Bei Walen unterscheidet man grundsätzlich zwischen ship-attracting und ship-avoiding-Arten bzw. Gruppen. Es gibt Arten, die auf Schiffe zuschwimmen, dazu gehören eine Reihe Delphinartiger. Viele große Bartenwale und Pottwale lassen sich meist zumindest nicht stören. Dann gibt es Arten, die Schiffe gezielt meiden – viele Schnabelwale gehören dazu. Bei einem einem Wal-Survey in der Antarktis habe ich selbst erlebt, wie “wenig” Wale wir vom Schiff aus (Krähennest in 30 Metern Höhe!) gesehen und geschätzt haben und wie viel mehr vom Helikopter aus zu sehen war. Heute werden solide Schätzungen immer auch akustisch durchgeführt, das geht technisch mittlerweile und ist Standard. Damit erwischt man auch Wale, die sich nicht zeigen wollen. Kotspuren verschwinden im Wasser zu schnell, die helfen leider nicht. Schätzungen bedeuten allerdings auch immer, dass mit komplexen statistischen Methoden jeder Survey methodenspezifisch ausgewertet wird. Das bedeutet z. B.: Bei einem Line-Transect Survey guckt der Beobachter überwiegend geradeaus. Die Wahrscheinlichkeit, einen Wal vraus zu sehen, ist 1. Nach rechst und links nimmt die Wahrscheinlichkeit ab. Bei einem Point-Transect-Survey schaut man nach allen Seiten, um einen Punkt herum ( z. B. Krähenest). Dann ist die statistische Wahrscheinlichkeit, einen Wal zu sehen, in jede Richtung gleich groß, und insgesamt etwas geringer. Südliche Entenwale und Vierzahnwale kommen als Familie eher zum Schiff hin (das hatten wir einmal), vom Helikopter aus habe ich zweimal einen einzelnen Schnabelwal gerade noch verschwinden sehen – sie gleiten spurlos unter Wasser.
      Günstigere Dronen werden die Walforschung in jeder Hinsicht revolutionieren.
      Allerdings verschieben sich gerade auch wegen des Klimawandels Wal-Populationen, andere, wie Buckel- und Pottwale, erholen sich offenbar allmählich.
      Jedenfalls kann man seit einigen Jahren von New York aus Whale watching-Touren machen und vor allem Buckelwale sehen. Die kommen oft nahe an die Küsten und sind sowieso häufiger sichtbar – siehe Antofagasta. Allerdings ist das unfallträchtig – die Nördlichen Glattwale im St. Lorenzstrom werden gerade geanau dadurch dezimiert. Darüber wollte ich auch ncoh schreiben, bin noch nicht dazu gekommen.

      Bei methodisch sauberen Surveys wird das also berücksichtigt.

  5. #8 Aginor
    6. August 2019

    Ah, sehr interessant, danke!

    Gruß
    Aginor

  6. #9 RPGNo1
    6. August 2019

    @Bettina Wurche

    Jedenfalls kann man seit einigen Jahren von New York aus Whale watching-Touren machen und vor allem Buckelwale sehen.

    Dazu hattest du ein paar Sätze in deinem lesenswerten Bericht über den USA-Urlaub von 2016 geschrieben.
    http://scienceblogs.de/meertext/2016/12/01/meertext-in-new-york-und-washington-dinosaurier-raumfahrt-und-trump-schock/?all=1