Die in Teil 1: “Vor 125.000 Jahren waren Pottwale fast ausgestorben – nur 10.000 hatten überlebt” vorgestellten Publikationen sind molekularbiologisch sicherlich exzellent, aber mir fehlt der interdisziplinäre Kontext. Bei der Frage nach dem Warum bleiben sie im Vagen und nennen generell eine Klimaveränderung. Hier möchte ich darstellen, was genau eine solche Erwärmung bedeutet – exemplarisch…

Pottwale werden bis zu 18 Meter lang und 60 Tonnen schwer, sie tauchen bis unter 2250 Meter und erbeuten dort selbst wehrhafte Riesenkalmare. Die grauen Riesen durchpflügen die Ozeane, eisige Temperaturen und große Druckunterschiede machen ihnen nichts aus, die ewige Dunkelheit der Tiefsee durchdringen sie mit ihren Schallwellen. Mit ihren gewaltigen Köpfen und dem Gebiss…

Zum Schluß der Kurzserie über Klimawandel in der Arktis noch ein Exkurs zur Wissens- und Wissenschaftskommunikation. Für den Klimawandel brauchen wir neben den klimatologischen Methoden auch Methoden der angewandten Psychologie und Soziologie. Wir brauchen andere Formate, andere Worte und andere Bilder. Die nicht nur ein schlechtes Gewissen, Weltuntergangsstimmung und Ohnmacht der Einzelnen verursachen. Wir brauchen…

Dieser Beitrag ist Teil 3 von Klimawandel in der Arktis und basiert ebenfalls auf der  Präsentation „Weitsicht Special: Welche Zukunft hat die Arktis?“ Dort hatten vier langjährige Arktisreisende – der Photograph und Tourguide Norbert Rosing, der Ethnologe, Journalist, Photograph und Arktis-Reisende Bernd Römmelt, die erfahrene Ethnologin Jana Steingässer sowie die Meeresbiologin und Arktis-Tourguide Julia Hager…

Die Ozeane erwärmen sich langsam, aber stetig, wie weltweit die Messungen zeigen. Wie bereits im 1. Teil des Beitrags erklärt, werden die Erwärmung des Ozeans und das Abschmelzen des Meereises  zu einem Rückgang der Eisbären, Weißwale und Narwale führen. Und zum Aufstieg der Orcas. Nicht jeder Mitteleuropäer betrachtet das als ausreichenden Grund, um seinen Lebensstil…

Abgemagerte Eisbären werden, getrieben vom Hunger, zu Kannibalen. Die Routen der Dolganen und ihrer Rentierherden auf der sibirischen Halbinsel Taimyr werden durch Ölpipelines zerteilt, arktische Seen verschwinden unter schillernden Ölschlieren. An entlegenen Stränden menschenleerer Gegenden der Arktis liegt Wohlstandsmüll, Fischereigeschirre und Plastikbänder erwürgen Meerestiere und Seevögel. Angetauter Schnee lässt in der arktischen Tundra ganze Rentierherden…

Das Adjektiv „rogue“ heißt so viel wie „schurkisch“. Als Nomen kann man es mit „Schurke“, „Halunke“, Schelm“ „Schalk“ oder „Schlaumeier“ übersetzen. So eine Art Eulenspiegel, der Fakten wie Pointen abschießt. Oder der wagemutige und respektlose Schmuggler und selbst ernannte Schurke Han Solo, der die Prinzessin und die Republik vor den wahren Bösewichtern rettet. Den Begriff…