Tiefsee-BewohnerInnen sind durchsichtig oder blinkend, schwarz-grau oder knallrot und reißen meist ihr großes Maul auf, das voller riesiger spitzer Zähne ist. Große Glubschaugen, Gallerte und irritiertende Bioluminiszenz machen sie für die meisten Menschen noch monströser. Dabei sind die meisten von ihnen ziemlich klein, wollen einfach nur genug essen und das Beste für ihre Brut. Einige…

Schwertwale (Orcinus orca) sind die größten Delphinartigen, bis zu 8 Meter groß, mit robustem Gebiß, schnell und intelligent sind sie die unangefochtenen Top-Prädatoren der Meere. Ihre alten Namen wie Raubwal oder Mörderwal stammen noch aus der Zeit, als Menschen die „Fischdiebe“ bekämpft haben – noch Ende der 60er Jahren verscheuchte die US Air Force sie…

Orca-Großmütter leisten in der Menopause einen wichtigen Beitrag für das Überleben ihrer Enkel! Diesen neuen Einblick in das komplexe Familienleben der großen schwarz-weißen Zahnwale (Schwertwal, Orcinus orca, „Killerwal“) hat die Auswertung von Daten aus über 36 Jahren Orca-Forschung des Biologen Dan Franks (University York) und seines Teams ergeben. Die Familien und Individuen dieser zwei nordpazifischen…

Ein junges Pottwalmännchen (Physeter macrocephalus) war am 28. November an der schottischen Küste gestrandet, auf der Isle of Harris der Äußeren Hebriden. Seine Strandung überlebte der 10 Meter lange Wal nur kurz. Bei der Nekropsie kam heraus: Der Magen des Pottwals war mit 100 Kilogramm Kunststoff gefüllt, das meiste davon Netze und Leinen aus der…

2010 hatte ich gerade mit dem Science-Blog Meertext begonnen, damals noch auf der alten Adresse. Da war die Deepwater Horizon-Ölpest ein paar Monate alt und aus den deutschen Medien weitgehend verschwunden. Dann kamen Publikationen aus den USA, die sich mit den Folgen der Ölpest beschäftigten. In Deutschland schafften sie es kaum in die Presse und…

Im grünlich-gläsernen Zwielicht kriecht eine große Krabbe über den Meeresboden, 1500 Meter tief im Golf von Mexiko. Sie ist nicht allein, sondern in vielbeiniger Gesellschaft anderer Krebse. Schließlich kriecht sie aus dem Lichtkegel des Scheinwerfers und verschwindet im Dunkel der Tiefe. Mit unbeholfenem Gang schleppt sie ihre verkrüppelten Scheren über das dunkle ölige Sediment. Die…

Klauen, Stacheln, Tentakel und Fangzähne. Schwarze Panzerungen, silbrig blitzende Oberflächen, Schleim und Gelee. Glubschaugen, Riesenmäuler und Bioluminiszenz. So manches Meerestier sieht für Menschen aus wie ein fleisch gewordener Halloween-Alptraum. Eine anthropozentrische Betrachtungsweise, unsachlich und sensationsheischend. Aber heute, am Halloween-Tag, dürfen die normalerweise ihrem Tiefsee-Alltag nachgehenden Kreaturen der Dunkelheit ihren großen Auftritt haben und Leute erschrecken!…

Der am Samstag an der schottischen Küste (East Lothian) angespülte Sowerby-Zweizahnwal hatte die schlimmsten durch Fischerei-Geschirr verursachten Wunden, die an der schottischen Küste jemals dokumentiert worden sind. Das 4,30 Meter lange Weibchen war letztendlich an seinen Verletzungen gestorben. Eine Leine hatte sich tief um den Hals herum in den Blubber eingeschnitten, dazu kamen  schwere Verletzungen…

Ein riesiger durchsichtiger Geleeklumpen schwebt im Meer, darin ist eine amorph wabernde Masse zu sehen.  Der Blob hat einen Durchmesser fast von der Größe eines Menschen. Diesen gelatinösen Ball trafen Nils Baadnes und Ronald Raasch im norwegischen Ørstafjord in 17 Metern Tiefe, 15 meter über dem Meeresboden (geändert, 20.10. BW). Hier ist das Video (Ronald Raasch; Blekksprutgeleball, filmet…

„Der Amazonas-Regenwald – die Lunge, die 20 Prozent des Sauerstoffs unseres Planeten produziert – steht in Flammen.“ (Tweet des französischen Präsidenten Emmanuel Macron) lauteten vor ein paar Wochen alarmistische Meldungen in den Medien, gedruckt oder digital. Dass die ausgedehnte Brände im Amazonas-Regenwald nicht die irdische Sauerstoff-Versorgung bedrohen, hatte ich bereits erläutert, auf der Basis des…