Streng genommen ist ein Geigerzähler eine mit Gas gefüllte Kammer, an der eine Hochspannung angelegt wird und die dann unter bestimmten Bedingungen (z.B. wenn das Gas von ionisierender Strahlung getroffen wird) ein bestimmtes Signal abgibt, welches registriert und ausgewertet werden kann.

Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Menge anderer Detektoren um Strahlung zu messen, die (im eigentlichen Wortsinn) keine Geigerzähler, sondern Halbleiterdetektoren, Szintillatoren, Filmdosimeter oder Thermolumineszenzkristalle sind und normalerweise gehe ich in meinen Artikeln zu den einzelnen Detektoren auch immer auf die Vor- und Nachteile der jeweiligen Detektortechnik ein und versuche die Unterschiede zu erklären. (Wie hier z.B. mit einem Halbleiterdetektor fürs Handy)

Wenn ihr nun irgendein Messgerät für ionisierende Strahlung pauschal als “Geigerzähler” bezeichnet, wird euch in der Regel niemand einen Strick draus drehen, denn einen richtig knackigen Begriff für “Ionisierungsstrahlungsmessgeräte” gibt es leider nicht, aber behaltet bitte im Hinterkopf, dass nicht jeder “Geigerzähler” ein Geigerzähler ist. Ganz pauschal kann man aber sagen, dass klassische Geigerzähler immer noch die besten Detektoren sind, die es so gibt, obwohl die Technik dahinter schon sehr alt und etabliert ist.

 

Alle “Kurz notiert:” Artikel gibt es hier.

Kommentare (5)

  1. #1 michanya
    18. November 2016

    … hab gesehen Künstler – hängen Neonröhren unter Stromleitungen auf – und durch Induktion leuchten die Lampen selbstständig …

    Ionosphäre gibt es ja auch – als Eintritt und Tor ins Universum.

    der Himmel hängt voller Geigen – biotec4u

  2. #2 Tobias Cronert
    18. November 2016

    Je nachdem, was man für eine Hochspannung an das Zählrohr anlegt kann man ein paar sehr unterschiedliche Sachen machen, aber wenn es eine kontinuierliche Gasentladung gibt hat man ein Problem *g*

    Aber Kunst mit Gasentladungslampen ist schon sehr schmuck… Tesla Style

  3. #3 gedankenknick
    19. November 2016

    Hehe. Da sollte man als Künstler aber aufpassen, dass der Energieversorger nicht irgendwann ziemlich sauer wird und nach Pi-mal-Daumen-Kalkulation ne Rechnung schreibt…

    Ein ähnliches Phänomen hat man ja in der Nähe von leistungsstarken Radiosendern. Der Kurzwellensender Schwarzenburg hat es da unter anderen zur lokalen Berühmtheit gebracht, in dem Dachrinnen zu GEZ-pflichtigen Empfangsgeräten wurden. Aber auch die Betreiber der damaligen Deutsche-Welle-für-Balkan-Sender hatten wohl immer wieder Probleme mit Schrebergärtnern, die eine sehr frühe Form des “Energy-Harvesting” betrieben… 😉 Nunja, mit Abschaltung der letzen deutschen Kurzwelle Anfang des Jahres hat sich das Problem wohl erledigt.

    Übrigens gab es mal einen Unfall beim Radiosender Nauen mit einem Gasballon. Die Rekonstruktion ergab, dass die in der Luftkarte nur als “Höhenhindernis” gekennzeichneten Richtsendeantennen in den Stahlfilamenten des Haltenetzes des Ballon so viel Wirbelströmung induzierten, dass diese sich erhitzen, austretenden Wasserstoff entzündeten; und sich die Haltenetz und Hülle trennten. http://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/1997/Bericht_97_3X455-0.pdf?__blob=publicationFile

  4. #4 Robert
    22. November 2016

    Nur am Rande,
    man kann die radioaktive Strahlung auch sehen.
    Wenn man an einen alten mechanischen Wecker mit Leutzifferblatt eine Lupe hält, sieht man im Dunkeln die Lichtblitze der Alphastrahlung.
    Die Leuchtfarbe wurde früher mit radioaktiven Schwermetallen vermischt, so dass sie im Dunkeln leuchteten.

  5. #5 Tobias Cronert
    22. November 2016

    Oh, Vorsicht. In einigen speziellen Fällen kann das funktionieren, aber eben nur für bestimmte Leuchtzimmerblätter und für bestimmte Strahlung.

    Im Allgemeinen kann ionisierende Strahlung sehr gut mit einer Nebelkammer sichtbar gemacht werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Nebelkammer