Es gibt fiese Krankheiten und einige davon können durch ionisierende Strahlung hervorgerufen werden. Oftmals verlassen sich die betroffenen Personen dann nicht nur auf die Meinung ihrer persönlichen Ärzte, sondern gehen selber im Internet und anderen Informationsangeboten auf die Suche, um sich selber zu helfen. Schon bevor ich als Strahlenphysiker selber an Leukämie erkrankt bin, habe ich über meinen Blog regelmäßig Anfragen wegen ganz konkreter Fälle bekommen und seit ich mein Leukämietagebuch schreibe und mein Repertoire und Schwerpunkt dementsprechend erweitert habe um so mehr.

Dabei ist das Ganze aber alles andere als einfach, denn die Leute, die über eine Suchmaschine oder einen Link in einem Forum zu mir finden, haben in der Regel sehr unterschiedliche Fälle und Probleme und auch eigene Vorgeschichten und Lebenssituationen. Da ist alles dabei, von der Mutter, die nach einer neuen Strahlentherapie für ihr krebskrankes Kind sucht, bis zum Verschwörungstheortiker, der von Geheimdiensten mit Strahlung beschossen wird. Alle diese Fälle haben ihre Daseinsberechtigung und selbst so manch eine Verschwörungstheorie hat durchaus einen wahren oder zumindest interessanten Kern.

Wie das “Teil 1” oben schon andeutet, werde ich über die folgenden Links mal ein paar Nachschlageseiten aufbauen, mit Do´s und Dont´s bei der Kommunikation mit Fachexperten (wie mir), Medizinern und Behörden und dann werde ich direkt mit einem super Beispiel in den Kampf um die Meinungshoheit einsteigen. Dazu hat mir ein Mann, der hier als User “NHL-Opfer” zu meinen Kommentarzeilen gefunden hat, freundlicherweise seinen Fall zur Verfügung gestellt, in dem er an Krebs erkrankte und eine Nagelpilzbehandlung mit Strahlung in den 60er Jahren für diese Krankheit verantwortlich macht.

Das Wichtigste ist erstmals, dass man nie mit 100%Sicherheit sagen kann, dass eine bestimmte Strahlenexposition mit einer bestimmten Krankheit zusammenhängt. Das sind alles immer nur Wahrscheinlichkeiten. Aber man kann eben eine Zusammenhangswahrscheinlichkeit angeben und wenn man sagen kann “Die Bestrahlung war mit 95%-Sicherheit Auslöser für die Krankheit”, dann ist das was ganz Anderes, als wenn man sagen muss “die Bestrahlung hat nur mit 4%-Wahrscheinlichkeit zu der Krankheit geführt”. Offizielle Behörden wollen meist eine bestimmte Wahrscheinlichkeit auf dem Papier sehen und erkennen dann z.B. ab 50% Verursachungswahrscheinlichkeit die Krankheit an, zahlen Entschädigungen, eröffnen Verfahren etc. pp.

In dem Beispielfall ist bei einem Mann ein Non-Hodkin-Lymphom diagnostiziert worden (Details im .pdf). Dies ist eine Art Krebs, die das lymphatische System befällt. Es kann wie alle anderen Krebsarten auch durch ionisierende Strahlung verursacht werden und/oder natürlich auftreten. Da er als Kind in den 60ern eine Nagelpilzbehandlung wahrscheinlich mit einer Strahlenquelle bekommen hat, macht er diese ursächlich dafür verantwortlich und sucht nach Möglichkeiten, dies nachzuweisen. In den Kommentaren (und auch wohl anderen Foren) ist dies aber schnell abgedriftet, weil auch von staatlichen Vertuschungsaktionen und Mordanschlägen geredet worden ist, wodurch sich viele wissenschaftsorientierte Leser hier viel zu schnell an unhaltbare Verschwörungstheorien bis hin zu ins Lächerliche übersteigerte Flachwelt-Zion-Mythen erinnert sehen. Daher fange ich erst mal mit Fakten an, die in dem Fall zu 90% oder mehr wahr und undiskutabel sind:

  • Es gibt eine klar definierte Krankheit (NHL mit eindeutigem medizinischen Befund)
  • NHL kann, wie andere Krebsarten auch, durch ionisierende Strahlung verursacht werden
  • NHL kann langwierig und tödlich verlaufen
  • Der Patient hat in den 60ern eine Behandlung (nicht klar mit was) wegen Fußpilz bekommen
  • In den “wilden” 60er Jahren hat man Behandlungen mit ionisierender Strahlung gemacht, die man heute so nicht mehr machen würde, weil das Gesundheitsrisiko als zu hoch für einen möglichen Vorteil angesehen wird.

Dann stelle ich dem gegenüber einige Behauptungen des Patienten, wo ich mit Sicherheit von über 90% sagen kann, dass sie falsch sind:

  • Die Fußpilzbehandlung erfolgte nicht mit einer Neutronenquelle, sondern mit etwas anderem. Mehr Informationen habe ich in den Kommentaren hier und hier gegeben. Ich bin einer der 100 oder 1000 absoluten Experten in Deutschland auf dem Gebiet kleiner Neutronenquellen. Ich weiß, wovon ich rede und bin mir sicher.
  • In Erlangen hat es bei Siemens keine Toten durch die Herstellung von Neutronenquellen gegeben. Zumindest keine direkten Toten per Strahlenkrankheit, sondern “bestenfalls” in langfristig per erhöhtem Krebsrisiko. Das ist selbst in den “wilden” 60ern ausreichend dokumentiert worden.

Alle anderen Vermutungen und Behauptungen liegen irgendwo dazwischen. Ich könnte jetzt Vermutungen anstellen, welche Strahlenquelle eingesetzt worden ist und mit welchen Aktivitäten, aber da ist immer viel Vermutung dabei. Das sind alles keine harten Fakten und kann daher eben nur Anhaltspunkte geben. Ein professioneller Gutachter kann diese Anhaltspunkte bewerten und sagen, wie das mit Strontiumquellen, Chromosomenabberation etc. pp. zu bewerten ist. Aber das kann ich hier per Ferndiagnose im Internet nicht leisten und es erfordert einiges an Arbeit.

Recht schädlich im Umgang mit Behörden und Experten im Internet ist es, zu viele Emotionen in die Bewertung einfließen zu lassen. Ob jetzt ein Beamter mit der “Hand auf den Tisch” geschlagen oder der Ärztin “bei gerötetem Gesicht entsetzt geschüttelt schreiend mit “Nein!!! […]” ein Kronleuchter aufging, mag für den Patienten zwar extrem wichtig sein, aber das will weder Behörde noch Experte wissen. Diese Informationen sind für eine objektive Beurteilung der Situation schädlich.

In diesem speziellen Fall kann halt jetzt von einer Infrarotbestrahlung und natürlicher NHL bis hin zu einer richtigen Verstrahlung mit einer Co60-Quelle alles passiert sein. Mein “Expertenwissen” war also gerade mal dafür gut, ein paar von den Extrempositionen vom Tisch zu nehmen. So wird das leider bei den meisten Fällen sein. Aber vielleicht hilft dieses bisschen ja schon mal einen Schritt weiter.

Als ich mit meiner Strahlenkrankheit, Blut aus der Lunge hustend, auf der Isolierstation gelegen habe, sind mir so manche Gedanken durch den Kopf gegangen, unter denen auch viele der Patienten hier leiden. Angst, Schuldzuweisung und vieles mehr. Psychologische/therapeutische Betreuung, in meinem Fall durch die Psychoonkologie, will hier viel helfen und das kann ich nur wärmstens empfehlen. Im Zweifelsfall erst mal Ruhe bewahren und gesund werden, bevor man irgendwelche Behörden verklagt.

Kommentare (62)

  1. #1 zimtspinne
    17. Juni 2019

    Bei dieser Lektüre schreit es doch förmlich nach einem Buch deiner gesammelten “Fälle” — wie es an Cornelius auch bereits herangetragen wurde, der zickt aber noch rum 😉

    Dazu fällt mir ein, meine Mom hat eine Sammlung an Kriminalhandlungen, neben vielen Romanen, die auf Tatsachenberichten basieren, die wurden ganz sorgfältig aus Archiven der Welt aus allen Jahrzehnten zusammengetragen.
    Darunter gab es auch ein Kapitel mit Strahlen oder zumindest mehrere Fälle.
    Es geht dabei um die Auffindsituation und Ermittlung, ob es sich um Unfall, Suizid, Mord, Totschlag usw handelt. Das wird sehr unterhaltsum und unter den Schwingen künstlerischer Freiheit als jeweils kleine Fallgeschichte erzählt.
    Es gibt auch so einen Schmöker über die berühmtesten Giftmorde, was dich ja weniger interessiert.
    Ich schaue dann auch mal nach, wie das mit den Verstrahlungen war, interessiert mich jetzt selbst.

    Du legst es aber auch direkt drauf an, dass der NHL-Freak sich hier wieder meldet….. das “freak” bezieht sich natürlich nicht auf seine Erkrankung, sondern seine wilden Aufbereitungen seiner Geschichte.

  2. #2 tomtoo
    17. Juni 2019

    @zimti
    Das ist halt nicht einfach. @Tobias hat da schon Recht, je verwürfelter und unsachlicher etwas Vorgetragen wird, desto geringer die Glaubhaftigkeit. Und jeder kennt es von sich selbst, je mehr Emotionen dabei sind, desto schwerer cool und sachlich zu bleiben. Deswegen ist es ja schön das @Tobi das ganze erwähnt. Wenigstens der Versuch ein wenig mehr Sachlichkeit in die Darstellungen von @NHL-Opfer zu bekommen. Wichtig wäre ja Strahlenart, Dosis usw. zu ermitteln. Zimti du liebst doch Krimis ; )

  3. #3 Tobias Cronert
    17. Juni 2019

    Bei so einer Krankheit, egal ob echt oder nur eingebildet, sind extrem viele Emotionen mit im Spiel. Angst, Verzweiflung und Wut sind echt extrem schlechte Ratgeber, wenn man mit deutschen Behörden reden will bzw. muss.

    Wenn man dann davon ausgehen muss, dass nur die Hälfte der Fälle echt und die andere Hälfte eingebildet sind macht das die Situation auch nicht besser.

    Ich habe da halt neuerdings Einsicht von beiden Seiten. Als “unabhängiger” Experte und als Betroffener. Solche Anfragen: “Hilfe in bin verstrahlt worden” habe ich ja vor Jahren bekommen, bevor ich selber in der Situation war und das zumindest ansatzweise nachvollziehen konnte.

    NHL-Opfer ist ein super Beispiel, weil er schon einen echten Fall hat. Die Diagnose ist ja unbestritten, aber die Folgen, die er daraus zieht, und die Rethorik, die er benutzt machen das ganze … sagen wir mal problematisch. Aber wie schon gesagt im Spektrum der Fälle, die hier hereinkommen liegt er ziemlich in der Mitte. Das geht noch wesentlich krasser.

  4. #4 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    17. Juni 2019

    The book’s principles are illustrated by many fascinating examples and anecdotes. My favorite was the rectal piano. One of Alcock’s patients held the delusion that there was a small piano in his rectum, and he was obsessed with a desire to play it. He wanted to have his fingers surgically removed to eliminate the temptation! Alcock asked if he had considered having the piano removed; he thought that was a great idea and asked Alcock if he could do the surgery.

    https://sciencebasedmedicine.org/how-we-believe/

  5. #5 René
    17. Juni 2019

    @Tobias Cronert:

    Ich möchte mal ein allgemeines Lob aussprechen, was nicht direkt mit Deinem interessanten und stehts verständlich vermittelten Fachgebiet zu tun hat.

    Immer wieder bin ich beeindruckt, wie grandios sachlich und moderierend Du hier mit Beiträgen und Fallbeispielen umgehst, die bei vielen Deiner Leser zu durchaus hässlichen Reaktionen führen. Selbst wenn Du mal persönlich angegangen wirst, reagierst Du meiner Beobachtung nach immer super besonnen und unkonfrontativ.

    Es macht große Freude, bei Dir mitzulesen! Danke für Deinen Schreibstil und Deinen Umgang! ツ

  6. #6 Tobias Cronert
    17. Juni 2019

    Wow, vielen Dank. Ich fühle mich sehr gebauchpinselt.

  7. #7 strahlenbiologe
    17. Juni 2019

    Hi,
    ich bin mir zu 99% sicher dass ich mit diesem Herren vor einigen Jahren schon mal einiges an Korrespondenz hatte. Ich habe das damals recht schnell beendet.

  8. #8 demolog
    17. Juni 2019

    Sind nicht Pilkzerkrankungen schon Folgen eienr Strahlenbelastung?
    Wäre also die Fußpilzbehandlung dabei vielleicht eher wenig Einflußreich? Weil die Ursache ja schon vorhanden war?

  9. #9 Tobias Cronert
    17. Juni 2019

    @Strahlenbiologe: Ich kanns dir nicht verdenken. Allein bzgl. der Neutronenquelle haben wir über 3 Beiträge und zig Kommentare diskutiert und ich habe nicht unbedingt das Gefühl endgültig durchgedrungen zu sein. Viel Arbeit, aber zumindest haben die anderen Leser der Diskussion was davon. Das reicht dann für mich aus, auch wenn ich bei ihm nichts bewirkt habe. Ähnlich sieht es mit dem Beispiel über ihn hier aus.

    @demolog: Äh? Also Pilzerkrankeungen haben jetzt nicht unbedingt was mit ionisierender Strahlung zu tun. … also eigentlich gar nichts. Also außer dem Fall, dass die ioniserende Strahlung das Immunsystem zerstört hat und der Patient dadurch anfällig bzgl. solchen Infektionen ist.

  10. #10 Ludger
    17. Juni 2019

    Bis in die frühen 60-er Jahre ist man mit radioaktiven Strahlen sorglos umgegangen. Ich habe noch als kleiner Junge ca. 1955 im Schuhgeschäft die Passform der Kinderschuhe mit einem Röntgengerät gemessen bekommen. Das Ding hatte oben einen Einblick für die Erwachsenen und auf halber Höhe eine Klappe, durch die ich hindurch gucken konnte und durch die ich meine Fußknochen gesehen habe. Ich musste dann immer mit den Zehen wackeln, damit man die Passgenauigkeit des Schuhes besser beurteilen konnte. Ca. 1962 hatte ich einen Hautabszess im Nacken (auf dem Boden einer Scheuerakne wegen der gestärkten Hemdkrägen). Weil die Entzündung nicht einschmelzen wollte, habe ich beim Hautarzt eine “Tiefenbestrahlung” mit einem Roentgentherapiegerät zur Oberflächentherapie bekommen. Das hat auch gut geklappt. Aufklärung zum Strahlenrisiko: keines. Ich habe ein Lehrbuch zur gynaekologischen Strahlentherapie aus den 50-er Jahren (damals von meinem Vorgänger übernommen). Die haben alles Roentgen-bestrahlt, was nicht bei 3 auf dem Baum war, z.B. auch junge Mütter mit Brustdrüsenentzündungen im Wochenbett. Ich habe selber chronische Hautveränderungen gesehen, die durch eine Lokaltherapie eines Blutschwamms beim Kind durch Bepinselung mit einer Radiumsalzlösung hervorgerufen worden war (beim Land-Dermatologen in der Praxis – auch in den 50-er Jahren). Es ist bekannt, dass es dadurch zu einer Häufung von Schilddrüsenkrebs bei Kindern gekommen ist.
    Ob man in den 60-Jahren versucht hat, den Verlauf einer Nagelpilzerkrankung mit einer Strahlentherapie zu verbessern, weiß ich nicht, kann ich mir aber gut vorstellen. Wirksame medikamentöse Verfahren gab es dafür wohl erst später. Ich nehme an, dass man damals ein dermatologisches Röntgentherapiegerät zur Oberflächenbehandlung benutzt hat. Bei mir war das teil ca. pampelmusengroß und hing an einem Ausleger.
    Ob die Bestrahlung nach so vielen Jahren ein Lymphom ausgelöst hat, kann man nicht sicher feststellen oder ausschließen, ist aber doch eher unwahrscheinlich. Zum weiteren Umgang mit der Problematik sind m.E. einige grundlegende Einordnungen nötig, um für sich eine klare Entscheidung zu treffen.
    Es hat 1968 offenbar eine aus heutiger Sicht nicht ordnungsgemäß durchgeführte Strahlentherapie gegeben. Dabei könnte es sich um eine schwere oder eine gefährliche Körperverletzung gehandelt haben. Allerdings dürfte die Tat verjährt sein ( https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__78.html )
    Es hat sich bei dieser Strahlentherapie nicht um die Behandlung einer Berufskrankheit gehandelt. Eine Kostenübernahme für die Behandlungskosten und eine Berufsunfähigkeitsrente durch die Berufsgenossenschaft kommen daher wohl nicht in Frage.
    Es sind durch die Lymphom-Erkrankung und die Behandlung körperliche und finanzielle Schäden entstanden. Wenn es dafür einen Schuldigen gibt, kann man versuchen, von diesem zivilrechtlich einen Schadensersatz und Schmerzensgeld einzuklagen. Das Problem ist nur, dass die Beweislast beim Kläger liegt. Zu einer Beweislastumkehr kann es kommen, wenn das Gericht hierfür besondere Gründe sieht. Allerdings ist die Aufbewahrungspflicht für Unterlagen wahrscheinlich nach 30 Jahren (Krankenhäuser, radiologische Praxen) abgelaufen. Auch der damalige Hausarzt wird keine Unterlagen mehr haben (Aufbewahrungspflicht 10 Jahre). Wie soll ein Gutachter seine Arbeit tun, wenn er keine Unterlagen hat (Strahlenart?, Strahlendosis?). Auch da stellt sich die Frage nach der Verjährung.
    Zusammenfassung:
    Die damalige Strahlentherapie war aus heutiger Sicht falsch.
    Ob die Strahlentherapie das NHL ausgelöst hat lässt sich nicht sicher klären, ist aber eher unwahrscheinlich und letztlich würde eine solche Klärung nichts (!) ändern oder gar verbessern.
    Eine juristische Klärung im Rahmen des Strafgesetzbuches, des Sozialgesetzbuches oder Bürgerlichen Gesetzbuches wird es wohl auch nicht mehr geben können (s.o.). Allerdings ist das meine private Meinung und auf keinen Fall als juristischer Rat zu verstehen. Ich bin nämlich kein Rechtsanwalt. Also: bei Beratungsbedarf: auf zum Rechtsanwalt.
    Es gibt im Leben manchmal Schicksalsschläge und Verwickelungen, für die es keine saubere Lösung gibt. In einem solchen Fall hilft es vielleicht, das Unabänderliche zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.
    LG. Ludger

  11. #11 wereatheist
    17. Juni 2019

    Als notorischer Choleriker, der gern schon mal ausfallend wird, möchte ich @René in #5 sekundieren: großartig, wie Du damit umgehst!
    Gute Besserung, Im Rahmen Des Möglichen!

  12. #12 wereatheist
    17. Juni 2019

    @Ludger:
    Ein Kommentar zun Einrahmen & an die Wand hängen.
    Ein Lichtblick in einer Welt voll Hass und Blödsinn.

  13. #13 Tobias Cronert
    17. Juni 2019

    merci

    @Ludger: Ja in den wilden 60gern gabs eine Menge kurioser Geschichten, die man heute so nicht mehr machen würde. Aber was genau, das ist nicht so leicht nachzuvollziehen. Bei dem Beispiel von NHL.Opfer konnte ich ausschließen, dass es eine Netronenquelle gewesen ist. Das basiert aber auf meiner Expertise für diese Quellen und den besonderen Anforderung an die Geometrie einer solchen.

    Aber ob das jetzt eine Cobalt-Quelle oder eine Infrarotquelle gewesen ist kann man nach so langer Zeit nur noch mit einer ziemlichen Ungenauigkeit sagen. … Ähnlich sieht das bei anderen Behandlungen aus. Glücklich kann man sich wähnen, wenn eine Dokumentation besteht.

    Wenn man so eine Art Krebs hat, dann kommt damit auch meist das Bedürfnis einen Schuldigen zu finden. Das ist wesentlich befriedigender, als eingestehen zu müssen, dass es einfach nur eine Wahrscheinlichkeit bzw. Pech war. Natürlich ist beides möglich, was es psychologisch nicht einfacher macht, denn beide Optionen sind immer auf dem Tisch.

  14. #14 wereatheist
    17. Juni 2019

    Ich glaub nicht, dass das damals Cobalt war.
    Die Abschirmung um eine Co-60-Quelle dürfte doch wohl so einige Tönnchen Masse haben, oder?
    Sowas gabs nur ganz selten , die kranke Kasse hats eher nicht bezahlt, und schon gar nicht wegen Nagelpilz.

  15. #15 Mamarok
    Ulm
    18. Juni 2019

    Ich hatte in den 60er Jahren eine Bestrahlung für einen Blutschwamm am Haaransatz (der heute nicht mehr da ist, keine Ahnung warum). Da dies in der Praxis des Arztes durchgeführt wurde, denke ich mal, dass es ein Röntgengerät war. Natürlich fehlt dazu jegliche Dokumentation.

    Ich bin in meinem Leben mit sehr vielen Giftstoffen (im Studium u.a. Phenole, Nitrosamine und noch mehr so giftiges Zeugs) und auch wohl viel Röntgenstrahlung (keine Ahnung wie oft ich als Kind für alles Mögliche geröngt und durchleuchtet wurde), nur davon auf eine Ursache meiner diversen Erkrankungen zu schliessen liegt mir fern, weil eben rein hypothetisch und nicht dokumentiert.

    Wir Kinder der 60er und 70er sowieso wohl einiges aufgenommen, was heute verboten ist, damals wurde auch noch großflächig z.B. DDT benutzt.

    Wenn ich mal die Strahlendosis zusammenrechne, die ich zur Behandlung eines Hodgkin-Lymphoms (Oberer Hals bis ca. Bauchnabel) und meines Plattenepithel-CA im Hals (sehr gezielte Dosierung dieses Mal) bekommen habe, sind diese Dosen sowieso jenseits von allem, was ich vorher abbekommen habe (liegen zwar 16 Jahre dazwischen, also das 2. nicht eine Folge des ersten, aber die Strahlendosis ist leider kumulativ). Falls also bei mir nochmal ein Krebs auftritt, liegt das wohl an einem Amalgam aus Alter, vorherige Bestrahlung und zig anderen Faktoren, denen ich in den immerhin jetzt 60 Jahren meines Lebens ausgesetzt war. Davon auf eine einzelne Ursache zu schließen ist unmöglich.

    Dass ich nochmal Krebs bekomme ist nicht unwahrscheinlich, ich hatte ja noch 2 andere (ganz woanders und nicht zusammenhängend), und eine Bestrahlung am Hals zB würde ich wohl aus naheliegenden Gründen ablehnen, aber ich habe das grosse Glück, jetzt zu leben in einem Land, wo die medizinische Versorgung gut ist und der medizinische Fortschritt recht weit und vor allem erhältlich ist. Bin also recht zuversichtlich, und naja, wir sind alle sterblich, irgendwann erwischt es jeden 🙂

    Wäre ich in der Generation meiner Eltern geboren, wäre ich wohl nicht mal 30 geworden…

  16. #16 Tobias Cronert
    18. Juni 2019

    @ wereatheist: Die gleiche Argumentation hatte ich bei der Neutronenquelle, die am Anfang im Gespräch war. Die Abschirmung einer Neutronenquelle wäre eher bei 5 Tonnen und die C60 eher so 1t … selbst in den wilden 60gern. Falls es eine Strahlenquelle mit ionisierender Strahlung gewesen war … falls …. dann ist eine C60 Quelle plausibel, weil das Krankenhaus dafür eine Genemigung besaß (so eine also vorhanden war) und das damals die beliebteste Art war. Kann natürlich auch eine andere Quelle gewesen sein … ober was ganz anderes, wie z.B. Infrarot.

    @ Mamarok: Ja, du gehörst eindeutig auch zu den Leute, die sich mehr als nur ein erhöhtes Krebsrisiko eingefangen haben. Hier ein doppeltes Risiko, dort ein dreifaches etc. pp. Die Strahlentherapie haut natürlich auch noch mal ordentlich rein, wobei bei so richtig hohen Dosen das Krebsrisiko nicht mehr soooo stark zunimmt … irgendwo ist Ende der Fahnenstange *g*

    Wäre ich in der Generation meiner Eltern geboren, wäre ich wohl nicht mal 30 geworden…

    Ja, schon hart, wenn man drüber nachdenkt. In der Generation deiner Eltern wäre ich jetzt auch tot. In der Generation meiner Eltern hätte ich es vielleicht bis 40 schaffen können, aber nicht viel darüber. Das man so viel überleben kann ändert unsere Gesellschaft gerade gewaltig … “mögest du in interessanten Zeiten leben” 😉

  17. #17 Thomas
    18. Juni 2019

    Mich haben mal Leute gefragt ob sie Angst haben müssen ein Haus zu kaufen in dem früher ein Röntgengerät war.

  18. #18 Tobias Cronert
    18. Juni 2019

    Ganz klar Nein.

    Röntgen ist da, wenn das Gerät an ist und wenn man den Stecker zieht (oder das Gerät aus dem Raum rausräumt) dann ist die Strahlung weg. Da bleibt auch nichts übrig.

    So Fragen kommen ziemlich oft. Einfach mal in die Kommentare meines “Fragen an den Autor”-Artikels gucken.

  19. #19 zimtspinne
    18. Juni 2019

    Achje, da verband ich bisher die Hippiezeit hauptsächlich mit wüsten Kiff- und Sexorgien, und dann stellt sich nebenbei raus, dass alle mögliche dubiose Strahlerei abgegrast wurde, bei…. Pilzerkrankungen!? WTFFFFF!??

    Ich find ja schon diese üblichen Massenröntgenveranstaltung in Bussen grenzwertig, davon hatten ja kürzlich auch die Männer im OLT mal berichtet.
    Da dachte ich noch, das betraf überwiegend eben die Männer bezüglich Bundeswehrtauglichkeit und sowas…. dass auch Schwangere munter geröngt wurden, ist ja ein Unding.
    Wusste man das damals nicht besser, ernsthaft? Ich dachte eigentlich, dass es seit Hiroshima und Nagasaki spätestens allen klar ist, dass alles rund um Nuklear…* nicht unbedenklich genießbar ist und nicht für jeden Pippifax zum Einsatz kommen sollte.

    Ich hielt den NHL-Schreiber schon für ein bisschen drüber, bezüglich seines Hineinsteigerns in den Zusammenhang ‘möglicher Behandlungsfehler’ und ‘Folgeerkrankung’, aber so ganz abwegig scheint das ja grundsätzlich nicht zu sein (von einigen Details abgesehen).
    Als Nichtbetroffener kann man sich letztlich einfach nicht in die Situation hineinversetzen, so lange Zeit oder überhaupt mit einer potentiell lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert zu sein, egal wie nah man da auch dran ist oder war, selbst betroffen zu sein ist einfach eine andere Nummer (kenne ich ja auch von meinen Sachen).

    Was ich aber immer noch finde, der NHL sollte sich irgendwie psychotherap. Hilfe suchen, unabhängig davon, welche Schritte er weiter in der Angelegenheit Lymphom/Ursache gehen will.
    Er könnte die geschenkte Zeit, die ja gar nicht für jeden selbstverständlich ist, sinnvoller nutzen und an den Fußpilz endlich einen Haken machen, wenn die Faktenlage so ist, wie sie ist.
    Ich sag das nicht leichtgertig so daher; weiß selbst, wie es ist, an Dingen festzuhalten, die eigentlich gegessen sind. Wo man sich nur selbst schadet, wenn man nicht loslässt. Kennt wohl jeder…..

  20. #20 demolog
    18. Juni 2019

    @ Tobias Cronert
    17. Juni 2019 #9

    Nein, ich denke dabei an tatsächlich Pilzwachstumsfördernde Einflüsse durch Radioaktivität oder begleitende Bedingungen bei radioaktiven Elementen.
    Begleitende Bedingungen könnten hier auch veränderte PH-Werte sein, die sich auf Pilzwachstum auswirken könnten. Etwa direkt oder indirekt, weil dann das “Immunsystem” partiel nicht mehr funktioniert – etwa in Sachen Pilzbefall.

    Was mache ich eigentlich mit der Erkenntnis, das meine getragene Kleidung 0,2 mRad mehr Strahlung aufweisst, als die Umgebungstrahlung?

  21. #21 tomtoo
    19. Juni 2019

    @Tobias #16
    Hör mal auf immer C60 zu schreiben, das bringt mich immer ganz durcheinander. ; )

  22. #22 Ludger
    19. Juni 2019

    @demolog
    Die Indikation zu einer Strahlentherapie bei Nagelpilz scheint heute kaum nachvollziehbar. Wenn man aber keine prospektiven Studien mit Kontrollgruppen hat, sondern sich auf die “guten Erfahrungen” von anderen Therapeuten verlassen muss, dann kann es schon mal zu solchen problematischen Therapieversuchen kommen. Zur Veranschaulichung ein Zitat aus “Gynäkologische Strahlentherapie” von apl. Prof. Dr.med. Richard Kurt Kepp (Uni. Göttingen) Georg Thieme Verlag Stuttgart (1952) zur Strahlenbehandlung der Genitaltuberkulose (Seite 41):
    “Die günstige Wirkung der Bestrahlung läßt sich auf eine Steigerung der lokalen Abwehrkraft des Gewebes durch Zerfallsprodukte und Fermente aus den strahlenempfindlichen Entzündungszellen zurückführen. (s. Grundl. d. Strahlenther.) Im Sinne der Entzündungsbestrahlung werden nur k l e i n e S t r a h l e n d o s e n gegeben.”
    Der Autor beruft sich auf 21 namentlich genannte und “viele andere” Autoren. Eine Datenanalyse fehlt.
    Auch 1968 wird es zum Thema Strahlentherapie der Nagelmykose irgendwo “gute Erfahrungen” gegeben haben aber keine klinischen Studien.

  23. #23 Tobias Cronert
    19. Juni 2019

    @Zimtspinne: Naja, in den 60gern galt alles unter 100mSv als Niedrigdosisbereich und damit ungefährlich. 😉 Da kann man dann schon mal mit herumspielen und Dinge ausprobieren. Aber vorsicht. Ich bin mir nicht sicher, ob wirklich auch Nagelpilzbehandlungen mit ionisierender Strahlung duchgeführt wurden. Könnte sein … oder auch nicht. Eine psychologische Betreuung halte ich für JEDEN solcher Patienten für absolut sinnvoll. Mir hat es geholfen und bin froh, wenn es sich als Standard durchsetzt.

    @demolog:

    Was mache ich eigentlich mit der Erkenntnis, das meine getragene Kleidung 0,2 mRad mehr Strahlung aufweisst, als die Umgebungstrahlung?

    Eine SI Einheit benutzen? Rad ist ein Winkelmaß und hat nichts mit ionisierender Strahlung zu tun, abgesehen von der Strahlaufweitung im Teilchenbeschleuniger 😉

    Ne ernsthaft. 0,2mRad fallen doch unter die Messungenauigkeit, oder was hast du für einen tollen Detektor?

    Was die Pilze angeht ist es mir neu, dass die bei Strahlung besser wachsen. Also von sich aus. Ich hätte immer auf eine Schwächung der Feinde (Bakterien, Immunsystem etc.) getippt, als auf eine direkte Einwirkung der Strahlung. Aber mit so Lebewesen beschäftige ich mich halt in der Regel auch nicht. Da kann ich keine qualifizierte Aussage zu treffen. Über den Mechanismus von veränderten PH-Werten hört sich für mich aber erstmal komig an.

    @ C60 Uuuups sorry

  24. #24 tomtoo
    19. Juni 2019

    @Tobi
    https://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/extrem-organismus-pilz-ernaehrt-sich-von-radioaktivitaet-a-484542.html

    Na, mal so ein paar Sievert auf den Nagelpilz, und ruck-zuck wachsen Champions aus den Ohren. Erinnert mich an allte Sci-Fi Schinken. Die ich liebe. ; )

  25. #25 tomtoo
    19. Juni 2019

    @Tobi
    Spass beiseite. Gerade bei Bestrahlung der Extremitäten geht man doch von einer geringeren Gefährlichkeit aus. Was würden also die schlauen Programme sagen, was notwendig währe, um bei einer Zehennagelbestrahlung auf 50%+ Erkrankungswahrscheinlichkeit zu kommen? Das müsste doch schon eine Heftige Quelle sein oder?

  26. #26 zimtspinne
    19. Juni 2019

    Nu ja, wenn besonders häufig systemische Krebse, also des lymphatischen + blutbildenden Systems, dabei entstehen, müsste es egal sein, welche Regionen bestrahlt wurden.
    Tobi, wie ist das?
    Dann war ja, vermutlich, die Bestrahlungsmethode nicht so zielgenau wie heutzutage, wo wirklich ganz gezielt bestimmte Gewebe bestrahlt werden und umliegendes Gewebe geschont. boost-Bestrahlung oder wie das heißt, da wird dann zum Schluss noch mal gezielt und stärker dosiert auf genau die Tumorbereiche gezielt, während zuvor weitläufiger schwächer dosiert das Umfeld bestrahlt wird, um möglicherweise noch herumschwirrende aktive Krebszellen zu erwischen.
    Das ist ja alles relativ neu, glaub ich, und wer weiß, wie die den Fuß des NHL-ers in die Mangel genommen haben^^
    Wer

  27. #27 zimtspinne
    19. Juni 2019

    hehe, es gibt auch irgendwelche Tiefseekrebse, die sich von CO2 ernähren….. alles ist möglich. Fast alles, Lichtnahrung für mich leider noch nicht. Da müsste ich nicht mehr kochen, hätte auch was.

  28. #28 Tobias Cronert
    19. Juni 2019

    Also bei dem NHL-Beispiel wären 600mSv Ganzkörperdosis ausreichend um die 50% Hürde zu knacken. Dafür bräuchte es dann zwar halt schon ein paar Gray Dosis auf den Fuß, aber das ist ja durchaus plausibel.

    Grundsätzlich ist beim blutbildenden System das Knochmark das Ziel, aber das ist ja auch recht gut über den Körper verteilt und wird zumindest bei Photonen und Elektronen immer auch mitbestrahlt, das ist technisch nicht anders möglich, also außer vielleicht mit Ionen 😉

  29. #29 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    20. Juni 2019

    > #28 Tobias Cronert, 19. Juni 2019
    > Also bei dem NHL-Beispiel wären 600mSv Ganzkörperdosis ausreichend um die 50% Hürde zu knacken. Dafür bräuchte es dann zwar halt schon ein paar Gray Dosis auf den Fuß, aber das ist ja durchaus plausibel.

    An die 50.000 Patienten wurden in der Strahlenklinik Erlangen mit einer Dosis von 30 Sievert (10 mal 3 Sievert Einzeldosis) auf die Handflächen bestrahlt. Keiner von diesen Patienten hat sich bisher über einen Krebs beschwert.

    In Deutschland werden an die 50.000 Bestrahlungen dieser Art pro Jahr durchgeführt.

    http://www.strahlenklinik.uk-erlangen.de/universitaetsmedizin/schmerzbestrahlung/

  30. #30 demolog
    20. Juni 2019

    @ Tobias Cronert
    17. Juni 2019 #9

    Es muß ja nichts mit der Strahlung zu tun haben, sondern mit den/manchen instabilen Elementen.

  31. #31 demolog
    20. Juni 2019

    @ Tobias Cronert #23
    19. Juni 2019

    Zitat:
    Ne ernsthaft. 0,2mRad fallen doch unter die Messungenauigkeit, oder was hast du für einen tollen Detektor?

    -> Das ist so die standardantwort von “Profis”, nicht wahr?

    Was für ein Messgerät und gleich auch die Messgenauigkeit erwähnen.

    Also ich habe mehrere Stunden am stück Umgebungsstrahlung und Kleidungsstück gemessen (Kugelfischer SV-500 mit SI-8B Sonde gemessen ohne Schutzgitter) . Und es fand sich immer das gleiche Ergebnis: Umgebungsstrahlung maximal 0,3 mRad-Ausschläge, Kleidungsstück mit Ausschlägen bis 0,5 mRad. In der Kleidung befinden sich also instabile Elemente, die beim zerfallen das Messgerät bis zu 0,5 mRad ausschlagen lassen. Und diese befinden sich nicht (in der Menge oder gar nicht) in der Umgebungsstrahlung.

    Haben sie Listen? Welche Elemente lassen das Messgerät mit der Sonde auf 0,5 mRad ausschlagen? Etwa Polonium210?

  32. #32 demolog
    20. Juni 2019

    Und nochmal zu den Pilzen:
    Es gibt Pflanzen, die nehmen in ihrem Wachstum schwere Elemente auf. Offenbar (so las ich jüngst) sogar bevorzugt, sodass man sogar schwer kontaminierte Böden damit entgiften könnte.

    Pilze sind auch irgendwie Pflanzen. Nur keine, die Photosynthese betreiben. Irgendwo las ich, Pilze stellten eine dritte Art/Kategorie neben Lebewesen und Pflanzen dar.

    Und das ich mit Strahlung vielleicht falsch lag, weiß ich, aber mit der Annahme, dass die Elemente selbst (ohne Strahlung durch Zerfallen) schon einen Einfluß haben können, sodass Pilze mehr Wachstum aufweisen können, wie das Immunsystem unterbinden kann, wäre eine Möglichkeit.

  33. #33 demolog
    20. Juni 2019

    Über den Mechanismus von veränderten PH-Werten hört sich für mich aber erstmal komig an.

    -> Das ist nicht so abwegig. Es geht hier nicht um Laborbversuche in der Petrischale, wo nur Wasser, das Element und ein Pilzspore drin sind, sondern um den lebendigen Körper oder Pflanze. Dort kann es durchaus vokkommen, das unter Einwirkung von energetischen Prozessen sich der PH-Wert verändert. Und energetische Prozesse werden durch Metalle eben immer auf den Plan gerufen. Und die bedingungen im Körper sind eben dazu auch gut, weil überall eine vielfältige Umgebung existiert – lebendes Gewebe eben.
    Als beispiel sei auch die Mundhöhle angemerkt. Die Löcher im Zahn werden nicht durch Bakterien hineingefressen, sondern durch Stromfluß hineingebrand. Das hat damit zu tun, dass in der Mundhöhle die Bedingungen schnell optimal für einen Stromfluss sind (weil sich dort mit der Nahrung eben Zersetzungsprozesse stattfinden, woraufhin auch der PH-Wert gen sauer geht, woraufhin wiederum der Stromfluss erhöht werden kann.

    Eine alte falschweissheit, die den Kindern in der Schule beigebracht wird, dass die Bakterien für die Löcher in den Zähnen verantwortlich sind. Sie sind nur dafür verantwortlich, dass ein saures Biotop entsteht, wo Stromfluss vermehrt stattfinden wird. Wo die Ladungspotenziale sich auf erhöhtem Niveau abbauen können. Und Stromfluss würde auch den PH-Wert weiter nach Sauer verändern. Quasi selbstverstärkend.

  34. #34 Tobias Cronert
    20. Juni 2019

    Na, das ist die natürliche Reaktion für Messungen im Niedrigbereich. Ein guter Detektor und Kompetenz ist ja vorhanden, aber bei so niedrigen Dosen sollte man immer auf energieaufgelöste Dosimetrie übergehen. Eine Liste von Sachen, die in Kleidung drin sein könnte, ist ellenlang und mit einer Ionisierungskammer mMn nicht möglich da irgendwas definitiv zu sagen. Alles, was ich tun könnte wäre wild in der Gegend herumraten und das ist nicht wirklich nützlich oder auch nur annähernd wissenschaftlich.

    Was die Pilze angeht habe ich wirklich keine Ahnung von Pilzen.

  35. #35 zimtspinne
    22. Juni 2019

    Welche Radioaktivität meinst du genau, demolog?
    Die “normale” im Alltag? An die sollte unsere Spezies gewöhnt und angepasst sein. Die legt das Immunsystem auch nicht partiell lahm.
    Auch mit Sonderbelastungen wie CT, Röntgen etc sollte es im Normalfall bei nicht zu häufiger Anwendung in kurzen Abständen keine Probleme geben. Sonst gäbe es inzwischen eine Krebsexplosion.
    Oder meinst du eher deine verschwörerische Radioaktivität?

    Eine therapeutische Bestrahlungsserie ist ein anderes Thema, dort treten natürlich Nebenwirkungen auf.
    In der Häufigkeit und Dosis UND in einem ohnehin durch Krankheit und andere invasive Therapien geschwächten Körper sieht es vollkommen anders aus.

    Dennoch erkranken relativ wenige an einem Zweitkrebs als Folge der Radiotherapie.
    Meist zeigt sich Krebs erneut in Form von Lokalrezidiven oder Metastasierungen.
    Klar, bei den Rezidiven weiß man letztlich auch nicht, inwiefern da die Flurschäden der Bestrahlung dazu beitrugen, indem sie ein ideales Etablierungsklima schufen für schlummernde Tumorstammzellen (die dank ihres Status alle Angriffe überleben konnten) oder auch für übriggebliebene resistente Tumorzellen.
    In solchen ehemaligen Bestrahlungsfeldern sind ja auch genügend Schwachpunkte vorhanden wie Vernarbungen, Nekrosen, Entzündungsprozesse…. das kann alles natürlich eine ideale Tumormikroumgebung sein.
    Das wiederum hat aber nix mit der eigentlichen Radioaktivität zu tun! Sondern ist “nur” Folge der Radiotherapie.

  36. #36 demolog
    22. Juni 2019

    @ Tobias Cronert
    20. Juni 2019 #34

    Zitat:
    Was die Pilze angeht habe ich wirklich keine Ahnung von Pilzen.

    -> Da bin ich im Vorteil: Ich habe wenigstens eine Ahnung. Aber das hilft mir nicht weiter.

    Welches Element zerfällt mit ungefähr 0,5 mRad Zerfallsenergie? Und ist nicht allgemeiner Teil der Umgebungsstrahlung?

    Das kann doch nicht so schwer sein?

    Ihr neuer Beitrag macht die ganze Sache auch nicht besser. Sie wissen, wieso. Wenn gute Ratschläge so ausfallen, dann kann man sie sich auch sparen. Sie lösen nämlich kein Problem. Sie sind Teil der verleugnung. in der gesamten Gesellschaft. Trägt nix zum Lösen bei und auch nichts zur Aufklärung. Und “Aufklärung” ist doch das gropße Stichwort dieser neuen Welt, oder?

  37. #37 demolog
    22. Juni 2019

    @ zimtspinne
    22. Juni 2019 #35

    Welche Radioaktivität meinst du genau, demolog?

    -> Ich meine eigendlich keine Strahlung, aber instabile Elemente, die ausser ihrer Instabulität, die zu Strahlung führt, ja auch noch andere physikalische Eigenschaften und Wirkungen innerhalb lebender Organismen hat.

    Was ist eine “normale Umgebungstrahlung”? Ist das die, die uns dafür institutionalisierte Abteilungen der Strahlungsmessung als “normal” erklären? Das sind Werte, die nicht normal sind, weil … Tschernobyl, Tunguska, und allerhand weitere menschliche Aktivitäten, welche diese Elemente freigesetzt haben.

    “normal” ist, dass nahezu nichts auf der Erdoberfläche strahlt, weil gerade an der Erdoverfläche und darüber diese Elemente um so schneller zerfallen und nicht messbar sein dürften. Das aber ist nicht der Fall.

    Denke nur an die Erste tatsächlich eingesetzte Atombombe, die da hiess “Trinity”, was Dreifaltigkeit bedeutet und direkt aus der christlichen Theologie entnommen ist. Das war kein Zufall. Und hatte nicht die Deutung zum Ziel, dass diese Bombe extreme Verwürstungen erzeugt, sondern weil die atomar vorliegenden Elemente genau in diese Theologie hineinpassen:

    Ausserdem: du solltest unbedingt zwischen der Strahlung und Kontamination mit instabilen Elementen unterscheiden: Das eine ist Wirkung von Aussen auf den Körper, die Elemente könnten aber auch aufgenommen werden un ddann ergeben sich noch eine weitere Reihe physikalsicher und neurologischer Wirkungen, als nur die Strahlung selbst, die aber innerhalb des Körpers eben auch viel problematischer ist.

    Zitat:
    Oder meinst du eher deine verschwörerische Radioaktivität?

    -> Das ist keine “verschwöhrung”, die ist hinreichend signifikant gemessen. Und also Wirklichkeit.

    und über Krebs habe ich hier noch gar nicht gesprochen. Keine Ahnung, was ich damit anfangen soll, ob Krebs neu Entstehen kann

    Krebs ist eine fundamentale Schieflage des Organismusses. Die entscheidenen Wirkungen finden schon viel früher statt. Und daran haben instabile Elemente einen wesendlichen Anteil. Nur eben nicht primär über deren Strahlung.

    Zitat:
    Die “normale” im Alltag? An die sollte unsere Spezies gewöhnt und angepasst sein. Die legt das Immunsystem auch nicht partiell lahm.

    -> Ist Krebs hier nicht die Gegenthese? Der Gegenbeweis? Das eine partielle Lahmlegung des Immunsystems vorliegt.

    Diese Aussage würde davon ausgehen, dass das Krebsgewebe voller strahlender Elemente sei. Aber das ist allgemein bekannt nicht der Fall. Die Frage ist nur, ob man das glauben darf/kann.

  38. #38 demolog
    22. Juni 2019

    @ zimtspinne
    22. Juni 2019 #35

    Kohlekraftwerke (oder alternativ Müllverbrennungskraftwerke) gehören auch zu den Hauptkontaminationsquellen durch in der Kohle enthaltenem Uran etwa.
    In Kohle kann bis zu 220 ppm Uran enthalten sein. Und das ist sicher noch nicht das einzigste instabile Element. Und wenn man tagtäglich Tonnen von der Kohle verbennt, kommen dadurch erhebliche Mengen in die Atmosphäre. Und erzeugen so die Umgebungsstrahlung, die wir heute messen.

    Aus Berechnungen zur Frage, wieviel Uran wohl dadruch in die Atmosphäre gelangten, gibt es auf Wikipedia irgendwo eine Zahl, die eine Menge von 800000 Tonnen Uran aus Kohleverbrennung in Kraftwerken nennt. Achthunderttausend Tonnen.

    Da sage noch jemand, die Atomkraftwerke seien das Problem. Das sind sie, wenn sie eine Kernschmelze erliegen. Aber sie sind nicht das allergrößte Problem.

    Die natürlich “normale” Umgebungsstrahlung ist… fast Null. Ausser in speziellen Gebirgsregionen, in denen Uranvorkommen oder anderes lagern.

  39. #39 demolog
    22. Juni 2019

    @ Tobias Cronert
    20. Juni 2019 #34

    Zitat:
    aber bei so niedrigen Dosen sollte man immer auf energieaufgelöste Dosimetrie übergehen

    – > Welches Gerät wäre das denn?
    Eigendlich egal, welches das wäre: Mein Budget ist wohl zu klein.

  40. #40 Tobias Cronert
    22. Juni 2019

    Wow, OK, so viele Sachen. Ich schreibe gerade nur mal was zu zwei Punkten und dann später ggf. noch mal, wenn ich etwas mehr Zeit und Ruhe habe.

    Welches Element zerfällt mit ungefähr 0,5 mRad Zerfallsenergie? Und ist nicht allgemeiner Teil der Umgebungsstrahlung?

    Rad ist eine Dosis, keine Energie. Eine Dosis ist in etwas so wie ein Volumen und eine Energie in etwa so wie Temperatur. Zu fragen, welches Element mit 5mRad zerfällt wäre in etwas so als zu fragen, welche Temperatur ein Liter Wasser hat.

    Das muss man halt mit einem Termometer messen und nicht mit einem Becherglas um bei der Analogie zu bleiben. Da kommt dann halt die energieaufgelöste Messung ins Spiel.

    – > Welches Gerät wäre das denn?
    Eigendlich egal, welches das wäre: Mein Budget ist wohl zu klein.

    Zum Beispiel ein Germanium Detektor. Das Problem ist, dass die mit flüssigem Stickstoff gekühlt werden müssen und daher für Privatpersonen in der Regel nicht praktikabel sind.

  41. #41 zimtspinne
    22. Juni 2019

    demolog,
    was meinst du denn mit “Stromfluss”? Habe ich jetzt erst gesehen…. und vielleicht sollten wir das erstmal klären.

    weil wir gerade bei den Unklarheiten sind: welche zerfallenden Elemente meinst du genau? warum benennst du die nicht einfach, statt verschwörerisch drum herum zu reden?

    nein, das ist kein Gegenbeweis, Krebs hat seinen Ursprung viel früher, was du logischerweise auch schon an der Vielzahl hocheffizienter “Abwehr”-/Unterdrückungsmechnismen erkennen kannst. Abwehr in Gänsefüßchen, weil es sich um keine Pathogene von außerhalb oder Fremd-DNA handelt, sondern körpereigenes Zeug.

  42. #42 zimtspinne
    22. Juni 2019

    Habe das Neueste erst eben nach Absenden gesehen.
    Um Umweltverschmutzung, Umweltgifte und Kontamination gehts dir also?
    Alles wild durcheinander…. zwischendrin sind wir wieder bei Bakterien, Karies, Pilzen und ph-Werten.

    Ein “paar” Milliarden Menschen, die sich prächtig entwickelten und sich daher auch explosionsartig ausbreiten konnten (sowohl zahlenmäßig als auch ressourcenverschlingend) verursachen erwartungsgemäßig auch gewisse Kollateralschäden. Das schafften ja bereits viel weniger von uns….
    Alles nicht schön, andererseits können neue Umweltgifte und Co nicht sooo gravierende Schäden anrichten, sonst wäre unsere Lebenserwartung nicht auf dem Höhepunkt stammesgeschichtlich betrachtet.
    Kann man jetzt sagen, das liegt an der besseren Ernährungssituation und medizinischen Versorgung.
    Selbst wenn das tatsächlich so wäre, wäre es dennoch ein weiteres Puzzleteil unserer Erfolgsgeschichte insgesamt, wenn eben unsere Fähigkeiten, die Fortschritt ermölgichen gleichzeitig damit einhergehende Schäden gut kompensieren können, so dass trotz allem eine hohe Lebenserwartung bei überdurchschnittlicher Lebensqualität möglich ist.
    Für einen Teil der Weltbevölkerung. Jedoch im Vergleich zu früher gilt es sogar für die ganze Weltbevölkerung; für manche noch viel mehr als für andere.

    Heißt ja nicht, dass ich alles gut so finde, wie es ist, aber einfach ab und an mal die Relationen herstellen und auf den Boden der Lebenswirklichkeiten zurückfinden.
    Man kann sich auch mal mit sehr alten Leuten unterhalten, wie es so war, vor 80 Jahren gelebt zu haben. Allein der Unterpunkt “Wäschewaschen” war dort schwere körperliche Arbeit und Tagesbeschäftigung. Eines ganzen Tages wohlgemerkt….

    Ist wohl auch typisch mensch, ständig zu jammern und unzufrieden zu sein. Sonst wären wir vermutlich auch gar nicht da, wo wir jetzt sind.
    Trotzdem gehts mir oft ganz schön auf den Keks, insbesondere von Dauernölern, die selbst nicht dazu beitragen, dass sich irgendwas verbessert.

  43. #43 demolog
    22. Juni 2019

    @ Tobias Cronert
    22. Juni 2019 #40

    Zitat:
    welches Element mit 5mRad zerfällt wäre in etwas so als zu fragen, welche Temperatur ein Liter Wasser hat.

    -> Ach ja, hab ich wieder Anlässe zum Ausweichen gegeben?
    Aber die Analogie funktioniert nicht. Denn ich messe eine Art Leistung. Ausserdem sind Umgebungsvariablen (und Konstanten) ja bekannt, also kann vielleicht auch die Raumtemperatur bekannt sein. Ebenso, wie die Temperatur des Wasser war, als es in den Raum gestellt wird und wie lange das her ist.

    Und diese Dosis kommt bei einem einziegen Zerfall zustande. Ein Ausschlag, ein Zerfall, eine Energieleistung, die eine Dosis erzeugt. Aus dieser Dosis könnte man auf das Element zurückschliessen. Aber sie möchten aus guten Grund nicht “spekulieren”? Dabei bräuchten sie nur kurz rechnen oder aus Erfahrung schätzen.

  44. #44 demolog
    22. Juni 2019

    @ zimtspinne
    22. Juni 2019 #41/42

    -> Also, ich weriß gerade nicht, wo etwas unklar ist.

    Stromfluß ist eindeutig definiert: Elektronenfluß und das geht auch durch lebendes Gewebe und nicht nur durch einen Kupferdraht.
    Und mit Einbeziehung des Batterieprinzips wird auch der Einfluß von Säure/des niedrigen PH-Wertes offenbar.

    Und Uran ist nicht einfach nur eine Verschmutzung, wie Dreck am Ärmel, sondern ein Schwerelement, das erheblichen Einfluß auf unseren neuronalen Aparat hat. Und später auch auf den Körper, wenn das zeugs von Gehirn freigesetzt wird (etwa bei Alterungserscheinung oder Vergiftungen mti Nervengiften, die das Gehirn in einen Ausnahmezustand versetzen. Auch schleichende Niedrigdosis-Vergiftungen sind hier relevant).

    Wenn man so will, ist dieses “Gedeihen” der Menschheit allein dieser Metalkionen und den Nervengiften geschuldet. Es hat unsere Gehirne verändert, wie nichts vorher seit der Erfindung der Metallverarbeitung.
    Im Kontrast der gehirne eines Steinzeitmenschen und eines Menschen von Heute kann man sogar davon sprechen, dass der heutige Mensch an statistisch signifikanter Gehirnschädigung leidet, es aber nicht merkt, weil er sich ja mehr bewusster ist und sich auch noch gut dabei fühlt.
    Oder zumindest meint, der Intelligenzzuwachs sei es wert, dass die Menschen an einem Haufen Zivilisationskrankheiten leidet. Profitieren tun absolut immer nur wenige von diesen “gediehenen” Gesellschaften. Denn nur wenige sind gesund und fit genug dazu.
    Check besser erst deine Prioritäten, bevor über die gedeihende Menschheit philosophiert wird.

    Die Urankontamination durch Kohlekraftwerke hat hierbei einen wohl sehr entscheidenden Einfluß gehabt. Und hat ihn noch, denn man hat ja lieber die Atomkraftwerke abgewickelt, anstatt das viel wesendlichere Problem, die sich vor allem auch innerhalb der Städte befinden, die eine eigene Mikro-Atmosphäre haben (ugs. Dunstglocke).

    Das gesamte Christentum basiert auf Metalionen, die man damals in Salzen eingebaut hat. Oder aus Meersalz mit hoher Mineraliendichte. Oder aus Mineraliensteinen, die je nach Farbe entsprechende Metalle eingeschlossen haben.

    Die alten Mythen künden davon. Nur zuweilen oder überwiegend selbst mythologisiert, um die Wahrheit darüber zu verheimlichen (die Neuroenhancemend-Wirkung dieser Metalionen).

    In der Moderne ist das alles auf den Kopf gestellt, wenn alle Menschen mit Metalionen Neuroenhanced werden. Dann kann man nur schwer noch einen Gott wirkmächtig etablieren. Unmöglich ist es aber nicht. Jesus sei dank. Die modernen Gesellschaften sind im Westen alle sekularisierte, überwiegend atheistische Konstrukte und glauben, nichts von dem, was in damaliger Religionsvorherrschaft bestehende, existierte heute noch. Ein fundamentaler Irrtum. Das frühere kirchliche/Päpstliche neuroenhancemend geht ja fröhlich weiter und niemandem fällt es auf, dass sich eigendlich nur die Ideologie änderte, aber sonst alles beim Alten blieb.

  45. #45 Tobias Cronert
    23. Juni 2019

    OK, ich werde erst mal versuchen den Gedankengang mit dem Messen der Kleidung zu beenden, denn ich denke hier kann auch der Fremdleser noch etwas über Detektoren und Messmethode lernen.

    Also das grundlegende Problem ist:

    Denn ich messe eine Art Leistung

    Nein, gerade das macht man mit dem SV500 (und den meisten anderen Geigerzählern) eben nicht. Man misst Zählereignisse, sprich Impulse/Zeit. Das Impulshöhenspektrum kann zwar theoretisch interpretiert werden, aber nicht in dieser Art von Detektoren. Das heißt ein 15keV Gammaquant von Tritium und ein 500keV Gammaquant von Yttrium lösen beide ein Rechtecksignal aus, dass jeweils als 1 Signal interpretiert wird. Beide Isotope lösen das gleiche Signal (an einem bestimmten Punkt in der Elektronik) aus. Deswegen kann man nicht zwischen den beiden unterschieden. Die Kalibrierungskurve für die Dosis läuft dann rein über die Frequenz.
    Das ist für solche Detektoren normal.

    Und diese Dosis kommt bei einem einziegen Zerfall zustande. Ein Ausschlag, ein Zerfall, eine Energieleistung, die eine Dosis erzeugt. Aus dieser Dosis könnte man auf das Element zurückschliessen.

    Nein, Nein und Nein. Zur Leistung habe ich ja oben schon genug geschrieben.
    Darüber hinaus wird die Dosis niemals durch einen einzigen Zerfall berechnet. (Außer bei den absoluten Elite Detektoren der Kernphysik, wie z.B. beim CERN für Millionen Euro). Die Dosis wird immer aus einem Ensemble von Zerfällen berechnet. Der SI-8B Pancake Detektor hat z.B. eine Effektive Empfindlichkeit von 50-85%. Das heißt, dass nur eben die Hälfte der Gammas oder Elektronen, die auf den Detektor treffen auch ein Signal auslösen. Dazu kommt, dass das Isotop natürlich in alle Richtungen strahlt und daher nur die Gammas bzw. Elektronen im Raumwinkel des Detektors überhaupt registriert werden können.

    Diese Fakten sind allesamt in den Kallibrierungskurven mit eingerechnet. Aber das heißt natürlich, dass man niemals einem bestimmten Zerfall ein bestimmtes Signal zuordnen kann, sondern die Dosis immer aus einer Wahrscheinlichkeitsverteilung von mehreren/vielen Zerfällen berechnet wird.

    Die Ungenauigkeit der Messung steigt, je weniger Zählereignisse es gibt und kann gundsätzlich mit Wurzel n approximiert werden. Das heißt, wenn meine Dosis nur aus 9 Zählereignissen berechnet wurde, dann habe ich eine Ungenauigkeit von +-3 bzw. 33%. Würde meine Dosis nur aus einem Zählereignis berechnet werden, dann wäre die Ungenauigkeit Wurzel 1, also +-1 also 100%. Damit könnte man gar keine Aussage treffen.

    Das sind halt alles normale aber tiefergehende Detektorprobleme, die vor allem im Niedrigdosisbereich entstehen. Das kann man mit bestimmten Techniken (wie eben energieaufgelösten Messungen) umgehen, aber einfach ist es nicht.

  46. #46 Anonymous
    23. Juni 2019

    Tobias Cronert
    23. Juni 2019

    Wie komme ich denn also von dem Zerfallsereignis über die Sonde zur Dosileistung?
    Das detektierte Zerfallseregnis wird von der Sonde, die unter 400 Volt Spannung betrieben wird (ungefähr) registriert und erzeugt eine … ja was? Spannungsschwankung?
    Sie sagen Frequenz. Aber es liegt Gleischstrom an bei der Sonde.
    Wenn ich nichts von der Dosisleistung auf das Zerfallsereignis schliessen kann, wie kann ich dann überhaupt eine Dosisleistung aus dem Zerfallsereignis entnehmen/Berechnen?

    Das würde die ganze Kategorie der niedrigpreisigen Messgeräte als Unfug und Unbrauchbar erklären.

    ich habe auch ein gerät, das nur Zerfallsereignisse “hochrechnet”. Man benutzt das Ding womöglich nur dazu, um Mineralien zu unterscheiden (radioaktiv oder nicht). Wozu also ein Gerät, dass mir Dosileistungen anzeigt? Obwohl man das gar nicht aus dem zerfallsereignis herrausrechnen kann?

    Da stimmt doch was nicht.

  47. #47 Tobias Cronert
    23. Juni 2019

    Über die sog. Klibrierungskurve errechnet das Gerät aus den Zählereignissen eine Dosisleistung. In dem Gerät ist z.B. festgelegt 783 Signale/s = 100 mrad/h und 3530 Signale/s = 500 mrad/h.
    Diese Kalibrierungskurven werden mit klar definierten Probestrahlern und der dahintersteckenden Elektronik festgelegt. http://spurtikus.de/2017/03/05/fag-kugelfischer-sv500/

    Die Hochspannung ist “nur” dafür da dass das Gamma-Quant oder das Elektron in der Kammer ein Signal auslösen kann. Dieses Signal ist ein geringer Stromfluss. Wenn dieser geringe Stromfluss eine gewisse Schwelle überschreitet, dann wird ein Ereignis gezählt. Wenn es unter der Schwelle liegt, dann wird es nicht gezählt. Das muss so sein um das elektrische Rauschen zu unterdrücken bzw. von dem Signal zu unterscheiden.

    Ich meine Frequenz im Sinne von Signal pro Sekunde nicht im Sinne von Spannung.

    Aus den Zerfallereignissen kann man mit den Eichkurven recht zuverlässig die Dosis errechnen. Aber es funktioniert halt nicht den anderen Weg herum. Ich hatte da auch mal einen eigenen Artikel zu geschrieben. http://scienceblogs.de/nucular/2016/11/24/wieso-zeigt-mein-geigerzaehler-so-unterschiedliche-ergebnisse-leserfrage/

    Die Methode mit den Kalibrierungskurven funktioniert recht gut. Sie funktioniert allerdings um so besser (und mit höherer Präzision und Sicherheit) je höher die Dosis ist und um so schlechter, je niedriger die Dosis ist.

    Das ist mMn einer der großen Vorteile von Radioaktivität gegenüber anderen Umweltgiften. Je gefährlicher es wird, desto besser und leichter kann man es messen.

  48. #48 demolog
    24. Juni 2019

    Hätten sie die Eichkurven genauer beschrieben, und wie sie berechnet werden, wären ich wahrscheinlich besser bedient.
    In der Mathematik kann man, wenn die Formel vollständig abgeleitet ist, alles in alle Richtungen Berechnen.

    Nun sind Eichkurven nur eine Liste mit Messwerten. Keine Formel. Aber dennoch muß es eine Berechnung geben, an dem die Elektronik des Gerätes entlang konstruiert wird.

    Und wie auch immer: es bleibt ja die Differenz und da interessierts mich wenig, ob Leistung oder Dosis und oder nicht. Der Zerfall ist da. Und wie ich das also verstehe, sind 0,2 mRad mehr Messwert nicht mehr Leistung, sondern erstmal nur mehr Zerfälle. Was aber letztlich auch mehr Leistung bedeutet. Denn aus mehr wird nicht weniger oder genausoviel. Hinge aber eben vom Element ab, dsas zerfällt, oder?.

    Anderes Phänomen:
    Das Radrate Basic habe ich mal nur zum Spaß einfach immer wieder angeschaltet und laufen lassen und dann zählte es also so seine 6-10 Zerfälle. Und da war es irgendwann morgends um 4, Sonnenaufgang und dann gabs plötzlich auf dem Display anstatt 6-10 ganze 600 zerfälle in sehr kurzer Zeit.
    Das hat sich innerhalb kurzer Zeit wiederholt.

    Was würde sie dazu sagen?
    Was ist da passiert?

    • #49 René
      25. Juni 2019

      Weißt Du, demolog… das Coole an Deinen teilweise wirren Nachrichten ist, dass Tobias fast immer noch in der Lage ist, daraus irgendetwas zu extrahieren, was er zu einer interessanten Ausführung für uns alle machen kann. Aber Deine Nachrichten an sich finde ich schon schwer erträglich. Wie kommst Du überhaupt täglich klar? Du musst doch in ständiger Panik rumlaufen, dass Dein Trinkwasser, Dein Küchenstuhl oder was sonst zu sehr “strahlt”. ;o)

      Achso: Und Deine (und anderer Leute) Karies entsteht nicht durch Stromfluss, sondern durch Reaktion Deines (größtenteils mineralischen) Zahnschmelzes mit der Säure, die die Mundbakterien “auskacken” nachdem sie Kohlenhydrate “gefuttert” haben. Insofern sind die Bakterien schon mittelbar ursächlich. Kohlenhydrate im Mund –> Bakterien vermehren sich sehr schnell –> Mundmillieu wird sauerer –> Zahnschmelz löst sich auf.

  49. #50 Tobias Cronert
    25. Juni 2019

    In Detektoren, die eben nicht energieaufgelöst sind, erzeugt der Zerfall von einem Caesium Isotop genau das gleiche Signal, wie der Zerfall von einem Tritium Isotop und damit eben auch die gleiche Dosis. Daher kann man nicht zwischen den beiden Isotopen unterschieden.

    In einfachen Detektoren ist die Eichkurve einfach nur linear. Beim SV-500 hängt die Kurve auch noch von der Sonde ab. Da ich so einen Detektor selber nicht habe, kann ich nur berichten, was ich auf Google gefunden habe (s.o.).
    Aber wie oben schon gesagt reicht eine lineare Kalibrierung für die meisten Sachen vollkommen aus. Da hatte ich bei meinem Testbericht zum Geiger Müller Counter schon drüber berichtet http://scienceblogs.de/nucular/2017/04/04/detektoren-ix-testbericht-gmc-geiger-mueller-counter/

    Ansonsten besteht ein Detektor natürlich noch aus Elektronik. Wenn ein Detektor warm wird … dann erzeugt er falsche Signale. Wenn ein Detektor Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird …. dann erzeugt er falsche Signale. Wenn ein Detektor EM-SIgnale von Störquellen abbekommt … dann erzeugt er … Überraschung … falsche Signale.

    Der Effekt von falschen (elektrischen oder thermischen) Signalen ist um so stärker, je niedriger die gemessene Dosis und um so leichter zu vernachlässigen, je höher die Dosis.

  50. #51 demolog
    26. Juni 2019

    @ René
    25. Juni 2019 #49

    -> Ich hab allen Grund, alles zu hinterfragen und mit meiner Wirklichkeit (nicht Einbildung) abzugleichen.

    Zum Thema “verwirrt” kann ich nur sagen, das ich als 14 jähriger von so ziemlich allem verwirrt war. Oder vieles sogar vollkommen an mir vorbei ging, weil ich es nicht verstand.

    Vielleicht bist du ja einfach noch zu jung?

    Oder eben: Du lebst ein vollkommen anderes Leben und kannst meine Erklärungen nicht verstehen. Was gibt dir das Recht, von “verwirrt” zu sprechen? Was dich verwirrt, hat doch mit mir nichts zu tun. Du solltest dich selber hinterfragen.

    Und womit hast du oben widerlegt, das es Stromfluß ist, was die Löcher in Zähne reinbrent?

    • #52 René
      26. Juni 2019

      @demolog: Naja, genau genommen schrieb ich von “wirren Kommentaren”, nicht von “Verwirrtheit”. Deine Kommentare wirken auf mich häufig wirr in dem Sinne, dass es mir schwer fällt, zu interpretieren, was genau Du meinst, was Dich bewegt, wieso Du irgendein neues Detail auf einmal in Zusammenhang bringst. Was Deine Mutmaßung über mich angeht: Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ein völlig anderes Leben führe, als Du.

      Für die Sache mit der Karies (chemische Reaktion von hauptsächlich Kalzium und Milchsäure versus “Stromfluss” durch den Zahnschmelz) habe ich tatsächlich nur eine alternative, hoffentlich plausible Erklärung gegeben, die ich für die richtige halte. Widerlegt habe ich hier tatsächlich nichts. Das hast Du richtig erkannt. Allerdings war das auch nicht mein Anspruch. Ich vermute auch, dass eine Widerlegung hier textuell tatsächlich gar nicht funktionieren würde. Fällt jemand anderem dazu ein Ansatz ein? Vielleicht fragst Du einen Chemiker. Der ist vermutlich überzeugender und vertrauenswürdiger als ich. mailLab (YouTube-Kanal) wäre eine passende Anlaufstelle, falls Dir sonst niemand einfällt. Ich fürchte allerdings, dass Dich auch die Aussagen von Mai (Doktor in Chemie) in der Sache möglicherweise nicht überzeugen würden. Du erklärst ja hier auch gelegentlich dem Tobias die Strahlungsphysik und bezeichnest sein Fachwissen als “Ausflüchte” oder so.

  51. #53 zimtspinne
    27. Juni 2019

    Meine Erfahrung ist, dass es rein gar nichts bringt, mit Leuten zu debattieren, die sich ihre eigenen Erklärungsmodelle gebastelt haben aus meist wild zusammengestellten Ingredenzien aus dem Esoterikfundus. Verziert mit dem “ganzheitlich”-Schleifchen.
    Da gibts einfach zu viele lose Enden bei demolog (andere sind da etwas übersichtlicher aufgestellt) als dass man es entwursteln könnte.
    Man fängt an einer Ecke an und schon tun sich drei neue Kruschelecken auf…. kein Ende in Sicht.

    Wobei ich eigentlich fast noch schlimmer die Leute finde, die Krankheiten mit Schieflagen der Psyche, ungelösten Konflikten und Traumata verweben….. gerade bei Krebs ist das sehr beliebt, sogar bei sonst an sich sehr rational denkenden Menschen.

    @ demolog
    Mich würde an der Stelle mal ernsthaft interessieren, wie du persönlich eigentlich deine Erklärungsmodelle auf dein Handeln anwendest, welche Konsequenzen ziehst du daraus?
    Wie ernährst du dich, mal ganz konkret gefragt?
    hast du da ein spezielles Diät-Regime, um den Stromfluss auszuhebeln? Oder gehst du einfach öfter zum Zahnarzt?
    Oder nimmst du Basenpulver ein, um das saure Milieu zu neutralisieren?

    • #54 René
      27. Juni 2019

      @zimtspinne: “Meine Erfahrung ist, dass es rein gar nichts bringt, mit Leuten zu debattieren, die sich ihre eigenen Erklärungsmodelle gebastelt haben aus meist wild zusammengestellten Ingredenzien aus dem Esoterikfundus.”

      Machst es ja aber doch auch selber ganz gerne. ;o)

  52. #55 zimtspinne
    27. Juni 2019

    Wie bitte, was, also hömma!

    habe mit Esoterik noch nicht mal soviel am Hut, dass ich Räucherstäbchen im Haus hätte.

    Wäre nett, wenn du mal konkret ein Beispiel bringst, vielleicht hab ich mich ja tatsächlich mal vergriffen und es selbst gar nicht gemerkt 😀

    • #56 René
      27. Juni 2019

      Arghl, nein. Sorry. Das war ein Missverständnis. Ich meinte, Du begibst Dich doch auch ganz gerne mal in solche kleinen Debatten, die Du oben als sinnlos bezeichnet hast.

  53. #57 demolog
    4. Juli 2019

    Ach ja, wie einfach ist es, irgendjemanden Wirres zu anzuhängen, wenn man selbst nicht versteht, worum es geht.
    Und die Spezialisten, die es ja wissen müssten, wissen es eben tatsächlich auch nicht (immer) besser, woraufhin der Vorwurf des Ausweichens folgt.

    Aber von Spezialisten kann man sich bei Unsicherheiten immer bestätigen lassen, dass letztlich nichts dran ist, an irgendwelchen wirren Szenarien.
    Dazu sind Spezialisten doch da, oder? Und das tut doch auch so gut, diese “Entlastung” in der Verunsicherung! Die neue Welt bleibt dann weiterhin schön, obwohl sie eben alles andere, als “schön” ist.

    Diese modernen Spezialisten sind dann letztlich auch nichts anderes für die verunsicherte Seele, wie der regionale Pfaffe, der die beruhigenden Worte spricht, damit sich der Verunsicherte nicht bangen muß.

    So ist es doch. Man muß sich nur in seine eigene Kindheit zurck versetzen und sich fragen, ob mit einem guten Zuspruch in der Situation der Verunsicherung tatsächlich alle Zweifel ausgeräumt waren. Das mag für das verunsicherte Kind funktionieren, aber für den sich selbst bewussten Erwachsenen reichen die damaligen Zusprüche nicht mehr aus.

    @ René #52
    Zitat:
    @demolog: Naja, genau genommen schrieb ich von “wirren Kommentaren”, nicht von “Verwirrtheit”.

    -> Haarspalterei. Und wenn einer was nicht versteht, liegt es womöglich nicht am Gegenüber. Das hab ich oben schon erwähnt, aber das hat dich nicht dazu veranlasst, die unverstandenen Einzelheiten durch Nachfragen aufklären zu versuchen.

    Es muß ein um so befriedigendere Erfahrung sein, einfach “wirres Zeug” zu unterstellen, anstatt wirklich zu versuchen, das Problem zu erkennen.

    Das ist aber wohl alles viel zu anstrengend. Hinterfragt doch mal, wieso das so anstrengend ist! Könnte es sein, dass Wahrheit tatsächlich das anstrengendste und belastendste ist, was es gibt, und dass man dieser Bekastung allergernst aus dem Weg geht?

    @ zimtspinne
    27. Juni 2019 #53

    Willst du mir Esoterik dieser banalen Art andichten?
    Oder folgst du einfach dem allzu menschkichen Affekt der Verallgemeinerung?

    Wie würdest du erklären, wieso meine getragene Kleidung eine signifikant hölhere Radioaktivität aufweisst, als die Umgebungsstrahlung?
    Und vorsicht: keine Esoterik verwenden, sondern immer schön sachlich bleiben.

    Zitat:
    Da gibts einfach zu viele lose Enden bei demolog

    -> Rückfragen? Ne,. lieber selbstgerechte Vorurteile (Esoteriker, Verwirrter usw..)
    Wer gibt dir das Selbstbewusstsein, das du alles, was da überall so geschrieben steht, auch aus dem Stand verstehen musst/wirst? Ohne Rückfragen zum Detail?

    Seit wann bist auch du allwissend?

    Lose Enden sind perspektivisch vielleicht leicht ein Indiz für nicht zusammenpassend oder unzusammenhängend.

    Ich hätte auch gerne ein in allen Auswüchsen und Perspektiven geschlossenes Weltbild. Aber auch ich weiß nicht alles, weshalb “lose Enden” bleiben, bis es die Lösung für die Frage gibt.

    Ich freif mal ein Detail, wo es sogar zwei lose Enden gibt, herraus:
    Dem Karies der Strombedingt sei.
    Eines der losen enden ist, dass ich erkläre, dass Stromfluß durch den PH-wert und Metallen beeinflusst wird. genauer sei Stromfluß durch den sauren PH-Wert beeinflusst, was aber bedeutete, wenn ich mir die Zähne putzte, der PH-Wert nicht steigen kann, da… usw.
    Es gibt aber noch eine weitere Bedingung, die den Stromfluß in dieser Sache beeinflusst. Und zwar die Konstitution des Gehirns und des Nervensystems.

    Ist dieses gehirn mit Metallionen neuroenhanced, dann ergibt sich darfaus ein erhöhtes bereitschaftspotential der Nervenzellen. Das führt dazu, dass gerade im Mund extremere Verhältnisse herrschen, wo der Stromfluß zu einem saureren PH-Wert führen kann und nicht durch mangelnde Zahnhygiene. Weil die Zähne und der Mund so nahe am Gehirn sind, zeigt sich diese besondere Konstitution sehr deutlich – etwa im Stromfluß durch die Zähne, wraufhin Zahnschädigungen auftreten.

    Mit ist aber das Karies-Problem hier gar nicht so wichtig, sondern die andere Konstitutiondas andere “lose Ende”: Das Gehirn, welches ein unnatürlich hohes Bereitschaftspotenzial aufweist oder welches aufgrund von Metalvergiftungen in neurologisch ungünstigen Betriebszuständen übergeht, sodass andere Probleme ausgelösst werden.
    Und diese unnatürliche Betriebszustände sind meinen Erkenntnissen nach durch Metalvergiftungen ausgelösst, die mit einem anderen “losen Ende” meienr Erzählungen wieder gut zusammenpassen: der signifikant höheren Radioaktivität meiner getragenen Kleidung. Denn Radiaktivität entstammt meistens aus (schweren) Metallen. Das Unterscheiden zwischen der Radioaktivität und dem Element, dass sie aussendet, wenn es zerfällt, ist hier sehr nützlich und erforderlich.

    Es ist eben nicht nur die Strahlung durch Zerfall das wesendlichste, sondern auch die Chemischen und physikalischen Eigenschaften der Metalle selbst.

    Gibts sonst noch lose Enden bei meinen Erklärungen?

  54. #58 demolog
    4. Juli 2019

    zimtspinne
    27. Juni 2019 #53

    -> Oh, da ist ja doch eine Rückfrage.
    Aber wie seltsam: immer das übliche. Wieso fragst du, oib ich mein Diät-Regime auf meine Situation anpasse, wenn du doch sonst nicht so an Esoterik glauben willst?
    Ich frage das natürlich mit der gewissem Zynismusportion.

    Vielleicht sollte ich aufhören Bananen zu essen – wegen deren sehr hohem Gehalt an radioaktiven Elementen…? Seitenhieb an den Blogersteller und seine ersten Beiträge und dem roten Faden darin …sic.

    Gegen eine zu hohe neuronale Aktiivität kennt die moderne Wissenschaft nur ein Mittel: Dopaminhemmer. Also Psychopharmaka.

    Fertig ist die ganze Problemlösungs-Szenerie.
    Damit wird das gesamte Gehirn runter gedimmt. Nur leider eben nicht som, dass dadurch das Bereitschaftspotenzial sinkt, sondern das dadurch die autonomie des Menschen derart eingeschränkt ist, dass man sein Gehirn nicht mehr nutzen kann. Höchstens noch, um aufrecht zu gehen. Mehr nicht.

    Meine Zähne sind nicht zu retten gewesen. Was mehrere ursächlich Bedingungen erklären würden. Erstens hat sich meine Mutter früher immer ihre Zähne morgends geputzt, aber mich dazu nie aufgefordert oder gezwungen. Ich lernte es nie.
    Und als ich es später versucht habe zu lernen, kamen seltsame Symptomatiken dabei herraus. Erinnert sich noch jemand an den leichtatlet Baumann, dem man Doping vorwarf, und der daraufhin mit der Ausrede kam, man hätte seine Zahnpassta kontaminiert?
    Es gab Zeiten, in denen ich beim Zähneputzen fast in Ohnmacht gefallen wäre, weil irgendwas dabei auf mich wirkte.
    Der Zustand dabei war so ähnlich, wie wenn ein Raucher zwei Tage nicht mehr rauchte, und dann die erste Zigarette raucht, woraufhin ihm das Bewusstsein schwindet…für einen Augenblick.

    Wer mit sowas…solchen Aussagen zum Arzt geht, der wird in die Psychosomatik verwiesen. Aber das war keine psychische Reaktion, das war eine organische Reaktion, die sogar Reproduzierbar war.

    Ärzte machen es sich in solchen Situationen einfach, wie ihr es euch einfach macht und immer Verwirrtheit oder wirres unterstellt, damit ihr selbst davon nicht betroffen gemacht werdet, weil die Dinge auch euch betreffen, wenn ihr in den selben Situationen und unter den selben Bedingungen lebtet, wie ich.

    Und die Ursache meiner Probleme (die hier noch gar nicht alle aufgezählt wurden) sehe ich in der Tatsache, dass ich mit Metalsalzen oder ähnlicher Substanz vergiftet worden bin, damit mein Gehirn dadurch auf einen bestimmten Betriebszustand versetzt.

    Ein weiteres Indiz für die Erklärung des erhöhten Bereitschaftszustandes mit erhöhter energetischen Potenzialen war, dass bei mir eine EEG-Messung schlagartig (wie mit einem Schalter eingeschaltet) Kopfschmerzen führte, die wiederum Folgesymptomatiken auslösste, die man erneut wieder nur aus “Psychosomatik” verwies, was aber erneut nur ein “Ausweichen” aus der konkreten Symptomatik war.

    Ein EEG misst Gehirnfrequenzen. ein 8-Kanal-EEG hat 16 Elektroden, die man auch “kurzschliessen” kann. Und beim Kurzschliessen (/Kurzableitung) fliesst dann der Induktionsstrom aus der Gehirnfunktion durch die Elektroden, woraufhin sich der Stromfluß auf das Gehirn organisch auswirkt. Oder auf die Metalle darin.

    Das heisst, dass ein eKurzableitung nur dann wirklich “spürbar” ist, wenn das Gehirn ein hohes elektrisches Potential aufweisst. Ansonsten merkt der Patient nahezu nichts oder nur ein Kribbeln irgendwo im Körper oder Kopf.

    Nach dieser EEG-MEssung un deem Zwischenfall, der nicht dokumentiert wurde, hat sich mein (Er)Leben vollkommen verändert. Was darauf schliessen lässt, dass sich auch in meinem Gehirn etwas Grundsätzliches geändert hat.

    Ich bin Opfer der “Integrationsbemühungen”, wo man integration erzwingen kann, indem man mit Metallen vergiftet wird,m die sich im Gehirn integrieren, woraufhin man über quantenmechanische Effekte mit anderen Gehirnen verbunden ist. Ich nenne es “Verschmelzung”, weil es nichts anders ist: Je mehr Metalle im Gehirn integriert wurden, desto mehr quantenmechanische “Verschränkung” findet zwischen den Nervenzellen unterscheidlicher Gerhirne statt, und um so mehr ist man mit diesem dann auch als Schwarm zu bezeichnenden Gruppe “verschmolzen”.

    Wenn du dir also diese Brisanz meiner Aussagen bewusst wirst, wird dir auch klar, wieso die meisten Menschen ausweichen, anstatt nachzufragen, was los sei. Und so ist es auch mit den sogenannten “Spezialisten” der Disziplinen. Die wissen auch nicht alles, wenn sie ihre Disziplin studiert haben. Sie wissen nur, was sie wissen sollen.

    Und wenn sie Ahnungen haben, dann scheinen ebenso darauf bedacht zu sein, diese Ahnung nicht öffentlich zu erkennen zu geben.

    Es gibt übrigens viele Wege, um Metalle in die Gehirne einzu schleusen. Immer aber ist Bedingung, dass die Metalle in einzelnen Atomen (Ionen) vorliegen, damit sie auch “Gehirngängig” sind (etwa in Ionenkanäle integriert werden können).

    Da wären dann Metalsalze, die einzelne Metalionene eingeschlossen haben. Oder auch kristalline Drogen, wie Crystal Meth und andere Darreichungsformen…die ich derzeit nicht kenne.
    Atomkraftwerks-Kernschmelzen sind auch gut geeignet, weil durch die Kernschmelze eben einzelne Atome aus dem schmelzendem Material hervorgehen und in die Atmosphäre gelangen, von wo aus sie in den Körpern der Menschen geklangen.

    Oder eben indem man Kohle verbrennt, die bis zu 230 ppm Uran enthält.
    Es käme hier auf das Metal an, nicht auf die Radioaktivität. Die ist nur Nebenprodukt und sehr wahrscheinlich vollkommen unwichtig für die Funktionen, die ich hier anspreche (Verschmelzung der Gehirne durch quantenmechanische Effekte durch in Gehirnen integrierte Metalle).

  55. #59 demolog
    4. Juli 2019

    @ zimtspinne
    27. Juni 2019 #53

    Kurz nach meiner Erwähnung von Polonium210 irgendwo hier oben im Kommentarbereich hat der werte Blogbetreiber diesen Beitrag online gestellt:
    http://scienceblogs.de/nucular/2019/06/19/hilfe-ich-bin-verstrahlt-worden-anfragen-faelle-von-lesern-mit-gesundheitsproblemen-und-strahlung-teil-3-haeufige-fehler/

    -> Wo unter Punkt 6. der Ratschläge folgendes erwähnt ist:

    Zitat
    6. Lasst ab von Drachen: Redet nicht von Geheimdiensten, Regierungsverschwörungen und dergleichen. Da könnt ihr nur verlieren, selbst wenn es wahr ist. Behaltet es für euch, aber hängt es nicht an die große Glocke.

    -> Indem auch du mit Esoterik- und Verwirrtheitsvorwürfen auf meine Erklörungen reagierst, tust du das, was er in Punkt 6. überdeutlich suggiert, selbst befolgen. Nämlich die ganze Szenerie verleugnen, verharmlosen oder eben als Nonsens hinstellen. Unterm Strich eben dem Thema ausweichen.
    Und damit dem Treiben der “Geheimdienste” oder sonstigen seltsamen Ereignissen nichts entgegen setzen. Du nimmst es einfach hin und versuchts auch noch, es aus der Welt zu reden, indem du und andere es alles als Nonsens erklärst…weil…zu viele lose Enden und so, … nichts passe zusammen und nicht gehöre zusammen, weil da nichts sei.

    So kann man sich die Welt auch so hinreden, wie sie einem gefällt. Im Langstrumpfsyndrom funktioniert die beschwohrene erkenntnisgeleitete Weltsichtbildung nicht. Sondern nur Verleugnung.

  56. #60 demolog
    4. Juli 2019

    Ein Beispiel, das erklärt, wie sehr Menschen Wahrtheiten aus dem Weg gehen, nur um sie nicht “wahrhaben” zu müssen:

    Westworld – die Serie.

    Dort wird anders, als man oberflächlich denken würde, nicht die “Bewusstwerdung” von Robotern erzählt, sondern es wird die Geschichte des Unbewussten des Menschen erzählt. Projeziert auf Roboter, die Bewusstsein zu haben scheinen.

    Das wird im Laufe der Serie deutlich. Etwa darin, dass sich der leitende Mitarbeiter (der schwarze, name vergessen) später als Roboter herrausstelt. Der geneigte Rezipient ist mehrere Folgen lang davon ausgegangen, das dieser Mann ein Mensch ist, der die Maschinen programmiert und wartet. Aber dann die Enthüllung: Er ist ein Roboter und dazu noch die Kopie des ehemaligen Mitarbeiters erster Stunde (Arnold).

    Es wird auch der Moment gezeigt, in dem der Roboter, der dachte, er sei ein Mensch, bewiesen bekommt, dass er ein Roboter ist und alle seine Denkinhalte und gesprochenen Worte vorprogrammiert sind. Im allgemeinen Technik-SDprech nenntn man die Reaktion einer Maschine, die plötzlich nicht mehr funktioniert: fatal Error. Und so auch dieser Roboter (Arnold). Er muß vorrübergehend ausgeschaltet werden, um die Szene aus dem Speicher zu löschen, damit er wieder funktionieren kann.

    Und ihr, die ihr da seit und euch für allwissend halted, werft mir vor, ich schreibe verwirrendes oder sei verwirrt, ein Esoteriker, oder einfach ein “dummer Mensch”…. ihr tut genau das, was der Roboter in der Serie tut, als er die Wahrheit nicht wahrhaben konnte: fatal Error und die gut konditionierte verhaltensweise der Verleugnung und Verhöhnung des Problemauslösenden (die Wahrheit sprechenden) Gegenübers.

    In diesem Sinne ist die Serie Westworld entweder das ketzerischste Filmprofukt, dass es jemals gab, oder das Wahrheitssprechende. Jedenfalls, wenn die Kirche von damals noch so Deutungsmächtig und dogmatisch wäre, dann würde sie wohl entweder Ketzerei vorwerfen oder eben vollkommen zustimmen. Letzteres wäre wohl zutreffender in der Sache: Gott ist das, woraus sich unser geist des Normalmenschen speisst. Das heisst, unser Unbewusstes ist ein Bewusstes Wesen, das uns unsere Motivationen vorgibt, die wir uns dann im “kognitiven Nachvollzug” nachträglich vor anderen rechtfertigen.

    Dabei kommt natürlich allerhand erstaunlichster Blödsinn herraus. Freilich bester Stoff für Filme/Serien, wie Westworld, in der diese Wahrheit des Bewusstseines auf das “Andere” projeziert wird, damit es überhaupt angeschaut wird. Westworld ist keine Geschichte über Roboter oder Maschinenbewusstsein, sondern die Erzählung von Gott und den Kindern Gottes. Und im Falle der “Puffmutter” und dieser zu Anfang überoptimistisch dargestellten Frau, die am Ende aber zur absoluten Führerin der ganzen Maschinerie evolviert, könnte man sagen, es handle sich jier um Jesusse oder um Königinnen (im Theologie-Terminus: Mutter Gottes).

    Das Szenario auf ein Axiom runtergebrochen:
    Je mehr Metalle im Gehirn integriert sind, desto mehr entweder Angst wird vom Menschen verspührt oder desto mehr ist der Mensch wie ein Roboter in der Serie.

    Und wenn Roboter, dann ist es deswegen so, weil diese metalle in die niederen Gehirnregionen gelangten, und nicht am Neokortex hängen blieben.

    Wenn man so will, ist dieser Prozess, wo die Metalle in die niederen Gehirnregionen gelangen, mit dem Prozess der Persönlichkeitsbildung gleich zu setzen. Allerdings bedeutet das auch, dass man selbst als Mensch quasi zum Sekundärgeist wird und auch keine hinreichende Souveränität mehr hat, wie sie noch bestand, als man Angst empfinden konnte, welche ein Anzeichen dafür war, dass man noch nicht assimiliert wurde.

    “Bildung” ist hier, wie “Integration” ein Kampfbegriff, die zum Ziele setzen, die Zielsubjekte zu assimilieren, damit dadurch Machtverhältnisse geklärt werden…und Probleme der Eliten und wirklich herrschenden aus der Welt sind.
    Amri, der (mutmaßliche) Attentäter vom Breitschaidplatz, war wohl so ein nicht reibungslos verlaufender Assimilierungsprozess, weil er schon vorbelastet war…oder einer Haplogruppe angehörte, die zu den primärsten geistern gehört (mutmaßlich E1b1b) und dieser Mensch rastete aus, weil der Assimilierungsprozess maximalinvasiv in der Psyche wütet. Und weil er vorbelastet war, würde ich schätzen, dass man ihn vorsätzlich mit einer maximaldosis vergiftete: Metallionen und Nervengifte, damit die Metalle auch gut wirken können, indem das Gehirn sehr hohe neuroaktivbität aufweist.

  57. #61 demolog
    10. Juli 2019

    Wie bestürzend: Die Verbindung zwischen Schwermetallen und Pilzerkrankungen ist längst in der “Medizin” und der “Naturheilkunde” angekommen:

    https://www.youtube.com/watch?v=v_23GdFJxbY
    https://www.ratgeber.gesundheit-im-netz.net/e-book-schluss-mit-pilzinfekten-von-linda-allen-beschreibung/

    https://www.youtube.com/results?search_query=Schwermetalle

    https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&channel=crow&q=Schwermetalle+Pilzerkrankung

    Und hier hat niemand was davon gewusst?

    Wie erbärmlich.

  58. #62 demolog
    10. Juli 2019

    Und noch viel dramatischer ist ja das Problem mit Schwermetallen in diesem Zusammenhang hier (Schizophrenie):

    https://www.youtube.com/watch?v=Pxvn51UhJhU

    -> Das ist zwar “fiction”, aber das heisst nicht, dass die sich das nur ausgedacht haben und also nichts dran ist.

    Das seit Jahren beklagt wird, dass die psychischen Diagnosen dramatisch ansteigen, ist leider auch keiner “Entstigmatisierung” geschuldet, sondern ein realer Misstand unter anderem wegen dem Tschernobyl-Fallout und den Gegenmaßnahmen, die wegen der Massenpsychose notwendig zu sein scheinen – aus Sicht einiger “Verantwortlicher”.