Was passiert eigentlich wenn radioaktiv verstrahlte Personen Kinder kriegen wollen? Kommen die dann mit Mutationen und Erbkrankheiten zur Welt? Haben die eine erhöhte Chance, selber Krebs zu bekommen? Das Ganze sind nicht nur hypothetische Fragestellungen für Überlebende von Hiroshima und Nagasaki, Liquidatoren von Tschernobyl und Arbeitern aus Fukushima, sondern ganz konkrete Problemstellungen für mich und andere Leute nach überstandener medizinischer Strahlentherapie.

Bei meiner Strahlentherapie habe ich doppelt so viel Strahlung abbekommen wie der durchschnittliche Arbeiter in Tschernobyl. Das gilt auch für viele andere Personen, die eine medizinische Strahlentherapie hinter sich hatten, ist aber in der aktuellen Weltlage so ziemlich die einzige Möglichkeit genug Strahlung abzubekommen, damit die obige Fragestellung relevant wird. Die Menschen, die durch einen Strahlenunfall aktuell eine deutlich hohe Dosis abbekommen haben, kann man dagegen weltweit an einer Hand abzählen. Wenn man eine Zahl im zweistelligen (oder höheren) Bereich haben will, dann muss man zu den großen historischen Unfällen gehen, die ich weiter oben erwähnt habe.

Dabei gibt es einen großen Unterschied zwischen Krebspatienten mit Strahlentherapie und Menschen, die nur Strahlung abbekommen haben. Denn so ziemlich alle Chemo-Medikamente wirken auch auf die Genetik der Fortpflanzung. Meine Gedanken dazu habe ich damals in meinem Tagebuch-Beitrag beschrieben und werde ich hier nicht nochmal durchkauen. Hier soll es nur um Menschen gehen, die ausschließlich ionisierende Strahlung abbekommen haben. Krebspatienten wenden sich bitte an ihre behandelnden Ärzte.

Also bekommen verstrahlte Leute nun Babys mit höherem Krebsrisiko oder anderen Mutationen? Die verblüffende Antwort darauf ist ein klares ‘Nein’. Nach allem, was wir heute wissen, gibt es kein signifikant erhöhtes Risiko für Kinder von verstrahlten Menschen.

Die größte Studie dazu ist wohl wieder mal die LSS – Life Span Study, basierend auf den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki [1]. Hier wurden über 120.000 Überlebende lebenslang medizinisch begleitet und ihre Gesundsheitslebensläufe dokumentiert. Dabei wurde herausgefunden, dass es keinerlei statistisch signifikanten erhöhten Krebsraten oder Krankheiten bei den Kindern der Atombombenüberlebenden gibt. Wobei die Untersuchungen immer noch andauern, weil die Kinder der Überlebenden aktuell eben maximal 70 Jahre alt sind und somit ihre gesamt Lebensstatistik noch nicht erfasst worden ist.

Letzteres ist streng genommen nicht nur eine akademische Einschränkung, denn die 70 jährigen Kinder der Atombombenabwürfe sind jetzt gerade in dem Alter, in dem Menschen normalerweise an altersbedingten, normalem Kreb erkranken. Aber die Betreuer der Studie(n) erwarten da eigentlich keine größeren Überraschungen mehr, auch wenn man formal die Beobachtung erst in ca. 30 Jahren abschließen kann.

Wie kommt es nun zu dieser recht klaren Beobachtung, die der vorherrschenden Meinung in Popkultur, Romanen und Science-Fiction Büchern widerspricht?

Nun ja, die vorherrschende Meinung findet halt Gefallen an dreiäugigen Fischen, Godzilla-artigen Echsen und dreibrüstigen Nutten vom Mars. Das ist eine der wenigen Möglichkeiten, Mutationen in Film oder Literatur darzustellen, weil man eben etwas zeigen muss, was Leute sehen können und eine Chromosomentranslokation zwischen 9 und 22 gehört halt leider nicht dazu. Mutationen lösen in der Realität halt eben nur Krebs aus und machen keine Extraorgane oder Superfähigkeiten… leider.

Dieses komische, auf den ersten Blick unnötig komplizierte Prinzip mit der Eizelle, die einmal im Monat reift und den Millionen Spermien, die zu einem Wettrennen aufbrechen, ist anscheinend genau dazu da, um zu verhindern, dass radioaktiv verstrahlte Personen mutierte Kinder bekommen. Denn wenn nun eine Eizelle durch radioaktive Strahlung mutiert ist, dann wird in dem ganzen komplizierten Prozess von Reifung, Befruchtung und Zellteilung ein solch großer Fehler passieren, dass die Zelle abstirbt und es nicht zu Nachkommen kommt. Wenn Spermien mutiert sind, dann können sie nicht vernünftig schwimmen und werden somit das Wettrennen gegen gesunde Spermien verlieren.

Das ist jetzt extrem vereinfacht ausgedrückt, aber grundsätzlich das Prinzip, mit dem unser Körper die Menschheit vor unkontrollierten Mutationen schützt. Während es in unserer Evolution als Einzeller noch von Vorteil war, möglichst viele Mutationen in kürzester Zeit zu bekommen, so hat sich dies geändert, als wir den Status von Mehrzellern erreicht hatten. Von da an mussten unsere gallertartigen Vorfahren Mechanismen entwickeln, um sich vor Radioaktivität zu schützen und diese komplizierte Art der Fortpflanzung ist eine Möglichkeit, eben dies zu tun.

Das Ganze hat allerdings einen riesigen Haken bzw. Disclaimer. Es gilt nur für eine Verstrahlung VOR der Befruchtung der Eizelle. Dieselbe Studie der Überlebenden der Atombombenabwürfe hat auch bestätigt, dass eine befruchtete Eizelle bzw. daraus entstandene Embryonen extrem anfällig gegenüber ionisierender Strahlung sind und Schädigungen durch Mutationen hier sehr viel mehr ins Gewicht fallen als bei älteren Menschen. Daher wird zurecht im Strahlenschutz penibel darauf geachtet, dass schwangere Frauen idealerweise gar keine ionisierende Strahlung, in egal welcher Form abbekommen.

Heißt das jetzt, dass der Schaden, den wir mit unseren radioaktiven Spielereien in der Natur verursachen, nur maximal für eine Generation anhält? Ja, in einer gewissen Weise schon… FALLS wir davon absehen würden, mittelmäßig langlebige Radioisotope in die Welt zu entlassen. Die Natur hat eine erstaunliche Fähigkeit, sich selbst zu regenerieren und wenn es zu einer kurzfristigen Bestrahlung durch ein kosmisches Phänomen oder eine Atombombe kommt, dann ist davon schon nach einer Generation nicht mehr viel zu spüren… zumindest nicht im genetischen Gedächtnis. Es sei denn… Ja, es sei denn, irgendjemand käme auf die Idee die Atombombe mit Isotopen zu präparieren, die eine Halbwertszeit von 10-60 Jahren haben und uns damit für viele viele Generationen erhalten bleiben… oder Kraftwerke zu bauen, die sowas als Abfallprodukt produzieren. Dann hätte die Menschheit ein Problem, das wir mit den Bewältigungsmechanismen, die uns die Natur eingebaut hat, nicht mehr so einfach lösen können.

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5865006/#r66

Kommentare (97)

  1. #1 bote
    12. September 2019

    Gut, die radioaktive Langzeitwirkung ist geringer als angenommen.
    Schlecht, diese Erkenntnis im Kontext mit Hiroshima zu bringen.

    Hiroshima ist das einzige Symbol, in der sich die Weltgemeinschaft einig ist : Ächtet den Atomkrieg !
    Daran darf man nicht rütteln !

    Nochmal, die wissenschaftlichen Einsichten in die Gefahren der Kernkraft dürfen nicht das Symbol für die Gefahr eines Atomkrieges beschädigen. Diese Symbol heißt Hiroshima.

  2. #2 roel
    12. September 2019

    @Tobias Cronert Anfang des Jahres habe ich einen Artikel über eine Pilotstudie zur Vererbung von Strahlenschäden gelesen. Diesen Artikel finde ich (seltsamerweise) nicht, aber wohl dessen Quellen: http://edoc.mdc-berlin.de/17793/1/17793oa.pdf , http://edoc.mdc-berlin.de/17793/1/17793oa.pdf und https://www.ippnw.de/atomenergie/gesundheit/artikel/de/pilotstudie-zur-vererbung-von-strahl.html Daraus: “Die Kinder und Enkel früherer Radarsoldaten zeigen teilweise gesundheitliche Schäden.”

    Vielleicht kannst du dir das mal etwas genauer anschauen und thematisieren. Wäre schön.

  3. #3 Tobias Cronert
    12. September 2019

    Wie schon in dem entsprechenden Artikel gesagt sind Hiroshima und Nagasaki die beste Quelle für Epidedmiologische Daten bzgl. Krebs und Ionisierender Strahlung. Mit sehr großem Abstand.

    Diese Daten nicht zu benutzen wäre nicht nur wissenschaftlich nicht zu verantworten, sondern auch noch hochgradig unetisch.

  4. #4 Tobias Cronert
    12. September 2019

    @roel: Die Artikel schaue ich mir gerne einmal an. Auf den ersten Blick leiden sie an dem gleichen Problem, wie die meisten vergleichbaren Studien. Einer recht kleinen Datenbasis. Aber die Art der Strahlng ist auch noch mal besonders. Ich werde versuchen die Zeit dafür zu finden.

  5. #5 RainerO
    12. September 2019

    … sondern auch noch hochgradig unetisch.

    Definitiv. Leider scheint manchen Personenkreisen nicht in den Kram zu passen, dass sich die Natur nicht nach deren Wunschvorstellungen verhält.
    Fast könnte man meinen, sie bedauern es, dass Hiroshima und Nagasaki heute keine atomaren Wüsten mehr sind und dort dreiköpfige Japaner herumtorkeln.
    </sarcasm>

  6. #6 Captain E.
    12. September 2019

    Produzieren unsere Kernkraftwerke nicht Abfall mit der “passenden Halbwertszeit? Aber zugegeben: Man stellt ihn danach nicht einfach wie normalen Müll vor die Tür, damit jeder etwas davon hat.

    Es gab übrigens Aktionen, kränkliche Kinder aus der Ukraine nach Deutschland zu holen, damit sie sich mal erholen konnten. Wenn deren schwaches Immunsystem und die diversen Erkrankungen definitiv auf Strahlung zurück zu führen waren, dann allerdings mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf die Langzeitexposition, auch wenn die noch so gering ausgefallen war.

  7. #7 tomtoo
    12. September 2019

    Ja man muss sich den @boten mal auf der Zunge zergehen lassen. Ein paar tausend verdampfte und 100000 tote reichen nicht. Damit es auch beim letzten Hirnkranken ankommt. Nein es müssen auch noch 20000 Jahre lang kranke auf die Welt kommen, damit Hiroshima seine Symbolwirkung nicht verliert! Sach mal @bote wie krank bist du eigentlich?

  8. #8 Spritkopf
    12. September 2019

    @Robert Nicknamewechsler

    Gut, die radioaktive Langzeitwirkung ist geringer als angenommen.
    Schlecht, diese Erkenntnis im Kontext mit Hiroshima zu bringen.

    Es ist schon lustig, wie Sie anderen für alle möglichen Themen Redeverbot auferlegen wollen. Mal, weil es intolerant sei, mal, weil es irgendwelche Symbolik beschädigen würde.

    Dummerweise erlegen Sie ausgerechnet der einen Person kein Redeverbot auf, die mit ihrem senilen Trottelgewäsch tagtäglich die Scienceblogs-Kommentarspalten flutet.

  9. #9 Captain E.
    12. September 2019

    @bote:

    Gut, die radioaktive Langzeitwirkung ist geringer als angenommen.
    Schlecht, diese Erkenntnis im Kontext mit Hiroshima zu bringen.

    Hiroshima ist das einzige Symbol, in der sich die Weltgemeinschaft einig ist : Ächtet den Atomkrieg !
    Daran darf man nicht rütteln !

    Nochmal, die wissenschaftlichen Einsichten in die Gefahren der Kernkraft dürfen nicht das Symbol für die Gefahr eines Atomkrieges beschädigen. Diese Symbol heißt Hiroshima

    Ich stelle mit einem gewissen Missvergnügen fest, dass dir die Toten von Nagasaki ziemlich egal zu sein scheinen. Aber was ist mit den rein konventionell niedergebombten Toten von Tokio oder anderen japanischen Städten? Oder mit denen in Hamburg, Dresden oder im Ruhrgebiet? Oder umgekehrt mit denen in London, Amsterdam oder Coventry? Sind die dir alle egal? Nur die von Hiroshima zählen? Was ich davon halte, das kommt mir nicht über die Lippen… 🙁

    Langer Rede, kurzer Sinn: ist dir noch niemals in den Sinn gekommen, dass die Atombombe auf Hiroshima symbolisch völlig überladen sein könnte?

    Und nein, ich rede da nicht dem Einsatz von Kernwaffen das Wort! Die sollen gefälligst hübsch in ihren Arsenalen bleiben.

  10. #10 bote
    12. September 2019

    CaptainE,
    du kommst zum Kern der Sache.
    Das “Symbol Hiroshima” ist nicht überladen !!!!!

    Coventry mit Hiroshima gleichzusetzen ist ausgesprochen unüberlegt.
    Es geht doch nicht um die Zerstörung und die Folgen, es geht um den Namen. Hisroshima ist synonym für “Atombomben auf die Menschen abwerfen”.

    Nochmal zum Nachdenken, was Symbolik bedeutet. Stell dir mal vor ein exzentrischer Milliardär macht folgendes Spielchen. Er fotografiert mit einer Sofortbildkamera deine Tochter. Dann drückt er dir eine Nähnadel in die Hand und sagt:” Wenn du die Augen deiner Tochter auf diesem Foto ausstichst, dann bekommst du 1 Million Euro.”
    Die Entscheidung hast du !

  11. #12 tomtoo
    12. September 2019

    @bote
    Super eine Million verdient. Selber schuld wenn es Affen gibt die an Voodoo glauben. Soviel zu deinem Symbol.

  12. #13 bote
    12. September 2019

    tomtoo
    an Voodoo hatte ich gar nicht gedacht. Es geht um die Symbolik !

  13. #14 tomtoo
    12. September 2019

    @bote
    Nein es geht eben nicht um Symbole, sondern um die Wirkung von Nuklearwaffen. Ich bin der Meinung die sind realistisch betrachtet schon reichlich aus der Hölle. Da muss man nix künstlich überspitzen. Zumal ironischerweise , Hiroshima eine Knallerbse gegenüber den heutigen Waffen war. Da muss man absolut nix schlimmer machen als es ist, für jeden Mensch der auch nur minimalst Intelligenzbegabt ist, der absolute Horror.

  14. #15 bote
    12. September 2019

    tomtoo,
    hoffentlich hast du Recht..

  15. #16 Engywuck
    13. September 2019

    zumal Hiroshima und Nagasaki ja eine erstaunlich schnelle Methode waren, WK2 zu beenden. Eine “klassische” Eroberung hätte ja ebenfalls enorme Zerstörungen an Infrastruktur sowie Tote und Verletzte bei Zivilisten erzeugt (von Soldaten auf beiden Seiten ganz abgesehen). Zudem sind auch “normale” Spreng- und Explosivstoffe giftig und landen letztlich in der Umwelt (schon weil keine Verbrennung vollständig abläuft)

    Ob die Kapitulation auch – beispielsweise – durch eine Demo-Explosion über dem offenen Meer (in Sichtweite der Japaner) erreichbar gewesen wäre lässt sich ja nun nicht mehr klären. Klar ist aber, dass die Amerikaner ein Problem gehabt hätten, wenn das dann nicht gereicht hätte: sie hatten einfach erstmal keine weiteren Bomben auf Lager. Also wäre das dann ein Milliardenprogramm gewesen, das außer Showeffekt nichts produziert hätte – man hätte dann Japan doch konventionell erobern müssen (und die Sowjetunion hätte evtl. einen Teil abhaben wollen)

  16. #17 Beobachter
    13. September 2019

    auch zu # 15 und “alternativer” “Demo-Explosion” mit “Showeffekt” … :

    Man gewinnt hier fast zwangsläufig den Eindruck, dass die Atombombenabwürfe auf Hiroshima/Nagasaki halb so schlimm waren und eigentlich positiv bewertet werden müssen:
    Weil dort jetzt nichts mehr nennenswert “strahlt” und man unbesorgt als Tourist hinfahren kann –
    weil die Langzeitfolgen für die Bevölkerung dort nicht so schlimm sind –
    weil es endlich genügend große menschliche “Kohorten”/Anzahl von “Probanden” gab/gibt, an denen man Strahlenschäden untersuchen konnte/kann –
    weil die beiden Atombombenabwürfe den 2. Weltkrieg vorzeitig beendet haben und ansonsten alles noch schlimmer (weil “konventionell”) geworden wäre.

    Das ist m. E. eine perfide, perverse “Argumentation”.
    Denn es wird “vergessen”, dass diese Atombombenabwürfe Kriegsverbrechen waren, weil mit Absicht und planmäßig die Zivilbevölkerung getroffen/getötet werden sollte.

    Außerdem passt es in die Reihe der Pro-Kernenergie-Artikel, die auch selbst Tschernobyl und Fukushima halb so schlimm finden, weil es ja doch nur “lokale Ereignisse” (z. B. Kommentator “Captain E.”) waren – ganz abgesehen von allen anderen unzähligen AKW-Unfällen weltweit.

    All das sind und bleiben für manche hier lediglich “lokale Ereignisse” (“weit weg”), solange sie einen selbst nicht unmittelbar, persönlich und vor der eigenen Haustür betreffen.
    Das ist m. E. eine kurzsichtige, unsolidarische, menschenverachtende “Tellerrand”-Mentalität.

    Ungeübte Leser können wie gesagt den Eindruck gewinnen bzw. sollen wohl davon überzeugt werden (?), dass Atombomben/-waffen quasi eine “saubere Sache” sind – ebenso wie AKWs, die auch “saubere Energie” liefern.

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie man solche Artikel schreiben bzw. eine Pro-Kernkraft-Haltung vertreten kann angesichts der Tatsache, dass der INF-Vertrag von den USA gekündigt worden ist, dass auch atomar wieder aufgerüstet wird und das Atommüll-Problem immer noch nicht gelöst ist –
    und überhaupt angesichts aller bisher gemachten Erfahrungen.

  17. #18 bote
    13. September 2019

    Beobachter,
    volle Zustimmung . Weiter so !

    Engywuck,
    damals wurde als Begründung für den Atombombenabwurf angegeben, dass die Eroberung Tokios etwa 2 Millionen Tote bei den Soldaten gefordert hätte. Insofern war das logisch und ich sehe mich außerstande darüber zu urteilen.
    Die Auslöschung von Zivilbevölkerung ist nach dem Völkerrecht verboten, da hat Beobachter Recht.
    Darüber kann man dann tatsächlich verschiedener Meinung sein.

  18. #19 Captain E.
    13. September 2019

    @Engywuck:

    zumal Hiroshima und Nagasaki ja eine erstaunlich schnelle Methode waren, WK2 zu beenden. Eine “klassische” Eroberung hätte ja ebenfalls enorme Zerstörungen an Infrastruktur sowie Tote und Verletzte bei Zivilisten erzeugt (von Soldaten auf beiden Seiten ganz abgesehen). Zudem sind auch “normale” Spreng- und Explosivstoffe giftig und landen letztlich in der Umwelt (schon weil keine Verbrennung vollständig abläuft)

    Das stimmt alles. Die japanische Führung hatte fest geplant, ihren eigenen Volkssturm einzusetzen und dabei ihre schwierige Geographie voll auszunutzen. Auf den vier Hauptinseln gibt es eigentlich nur zwei Regionen, auf denen eine militärische Landung möglich ist, und das wussten natürlich beide Seiten. In einer vergleichbaren Situation war Japan einst durch einen aufziehenden Taifun gerettet worden, der dann als “göttlicher Wind” verklärt worden war: Kamikaze.

    Eine derartige Invasion hätte mit Sicherheit mehreren hunderttausend GIs den Tod gebracht. Japan wäre nicht so glimpflich davon gekommen. Ihre Opferzahlen hätten womöglich im zweistelligen Millionenbereich gelegen.

    Hat es noch eine Alternative gegeben? Ja, hat es! Die USA hätten über mehrere Monate hinweg das Land von See aus beschießen und aus der Luft bombardieren können. Das Straßennetz war noch völlig unterentwickelt, und man hätte sich auf die Eisenbahn konzentrieren können. In Folge wären etliche Millionen Japaner schlichtweg verhungert, weil die Staatsführung sie nicht mehr mit Nahrung hätte versorgen können.

    Ob die Kapitulation auch – beispielsweise – durch eine Demo-Explosion über dem offenen Meer (in Sichtweite der Japaner) erreichbar gewesen wäre lässt sich ja nun nicht mehr klären. Klar ist aber, dass die Amerikaner ein Problem gehabt hätten, wenn das dann nicht gereicht hätte: sie hatten einfach erstmal keine weiteren Bomben auf Lager. Also wäre das dann ein Milliardenprogramm gewesen, das außer Showeffekt nichts produziert hätte – man hätte dann Japan doch konventionell erobern müssen (und die Sowjetunion hätte evtl. einen Teil abhaben wollen)

    Ja, die nächste Kernwaffe wäre vermutlich erst 1946 oder 1947 abgeworfen worden. Allerdings können wir uns ziemlich sicher sein, dass es die Bombardierung von Nagasaki gewesen ist, die den Kampfeswillen der Führung gebrochen hat. Hiroshima war der große Schock – ganz klar. Danach erklärte die Sowjetunion ihrem Nachbarn den Krieg – und startete sogleich einen Angriff auf das von Japan abhängige Mandschukuo und auf die Inselkette der Kurilen. Die Hoffnung auf eine sowjetische Friedensinitiative war somit dahin. Bei einer Sitzung des Kriegskabinetts drängte Außenminister Togo auf einen sofortigen Friedensschluss, aber die Militärs stellten Forderungen: Erhalt des Tenno-Kaisertums, keine Besatzungstruppen, freiwillige Abrüstung, Kriegsverbrecherprozesse ausschließlich in Japan. Die Führung war also offensichtlich bereits angeschlagen, aber definitiv nicht zu sofortigen und bedingungslosen Kapitulation bereit. Die Debatte war heftig und endete ohne Ergebnis – und war ziemlich überflüssig: Nur fünf Minuten nach Beginn der Sitzung hatte die US Army Air Force Nagasaki zerstört.

    Sechs Tage später griff dann der Tenno ein und beendete den Krieg. Gut für Japan, dass das nukleare US-Arsenal leer war, denn sonst hätte es noch 1-2 Städte erwischt.

    Zwischen den Abwürfen

    Übrigens, wisst ihr, was richtig übel geworden wäre? Stellt euch einfach nur vor, die japanische Atombombe wäre bereits einsatzbereit gewesen. Die Japaner hatten ja diese kuriose Idee, Sprengkörper mit Gasballons durch den Jetstream in die USA treiben zulassen. Militärisch war das völlig sinnlos und hat so gut wie keinen Schaden angerichtet. Nuklear bestückt hätte das noch einmal ganz anders ausgesehen.

  19. #20 Captain E.
    13. September 2019

    @bote:

    du kommst zum Kern der Sache.
    Das “Symbol Hiroshima” ist nicht überladen !!!!!

    So oft wie du hier “Hiroshima!” und wie selten “Nagasaki!” rufst, ist das ein ganz klares Zeichen dafür, dass es ein überladenes Symbol ist.

    Coventry mit Hiroshima gleichzusetzen ist ausgesprochen unüberlegt.

    Dass wäre es, aber wer hat das denn getan? Du bist doch hier der große Symboliker, nicht wahr?

    Es geht doch nicht um die Zerstörung und die Folgen, es geht um den Namen. Hisroshima ist synonym für “Atombomben auf die Menschen abwerfen”.

    Nein, es geht nicht um den Namen. Hätten die Amerikaner Tokio oder Kyoto angegriffen, wüsstest du vermutlich nicht einmal, dass es Hiroshima gibt. Und pass auf: Gerade du musst den Namen IMMER richtig schreiben. Alles andere wäre symbolisch ganz schlechtes Karma.

    Außerdem ist Conventry selber ein Symbol für “Zivile Ziele bewusst bombardieren”. Und die meisten zivilen Bombenopfer des Zweiten Weltkriegs dürfte es rein konventionell erwischt haben.

    Nochmal zum Nachdenken, was Symbolik bedeutet. Stell dir mal vor ein exzentrischer Milliardär macht folgendes Spielchen. Er fotografiert mit einer Sofortbildkamera deine Tochter. Dann drückt er dir eine Nähnadel in die Hand und sagt:” Wenn du die Augen deiner Tochter auf diesem Foto ausstichst, dann bekommst du 1 Million Euro.”
    Die Entscheidung hast du !

    Was hat das mit Symbolik zu tun? Und was hat das überhaupt mit dem Thema zu tun?

  20. #21 Beobachter
    13. September 2019

    @ Captain E., # 18:
    … und alle Privat-Militärstrategen:

    ” … Hat es noch eine Alternative gegeben? … ”

    Die einzige Alternative zu Krieg/militärische Auseinandersetzung ist:
    KEIN Krieg/Gespräche, Verhandlungen !

    “Soldaten sind Mörder.”
    (1931, Kurt Tucholsky)

    https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-534.html

    “Stichtag
    7. November 1995 – Bundesverfassungsgericht spricht Soldaten-Urteil
    … “

  21. #22 bote
    13. September 2019

    CaptainE,
    Das Zerstechen der Augen hat mit Gefühlen zu tun.
    Bei Hiroshima geht es auch um Gefühle. Es geht um das Gefühl , dass der Mensch der Atombombe hilflos ausgesetzt ist. Es geht um das Gefühl , dass die Würde der Menschheit verletzt wurde.
    Damit verabschiede ich mich.

  22. #23 RPGNo1
    13. September 2019

    @Captain E.

    Was hat das mit Symbolik zu tun? Und was hat das überhaupt mit dem Thema zu tun?

    Nichts.
    Ist aber die übliche Vorgehensweise von Robert. Man muss nur bei Florian, Cornelius, Bettina oder Joseph reinschauen, es ist immer dasselbe Muster. Jetzt hat er sich halt Tobias Blog als Tummelplatz zur Selbstdarstellung ausgesucht.

  23. #24 Captain E.
    13. September 2019

    @Beobachter:

    auch zu # 15 und “alternativer” “Demo-Explosion” mit “Showeffekt” … :

    Man gewinnt hier fast zwangsläufig den Eindruck, dass die Atombombenabwürfe auf Hiroshima/Nagasaki halb so schlimm waren und eigentlich positiv bewertet werden müssen:

    Das kommt dir nur so vor, und zwar weil diese beiden Bombardierungen (und offensichtlich Hiroshima noch viel stärker als Nagasaki!) dermaßen stark emotional aufgeladen sind.

    Weil dort jetzt nichts mehr nennenswert “strahlt” und man unbesorgt als Tourist hinfahren kann –

    Das “weil” passt an dieser Stelle nicht. Man kann nach Hiroshima und Nagasaki fahren, obwohl die beiden Städte mit Kernwaffen beschossen worden sind.

    Kriegs- und Katastrophentourismus finde ich übrigens auch sehr bedenklich

    weil die Langzeitfolgen für die Bevölkerung dort nicht so schlimm sind –
    weil es endlich genügend große menschliche “Kohorten”/Anzahl von “Probanden” gab/gibt, an denen man Strahlenschäden untersuchen konnte/kann –

    Auch hier passt das “weil” nicht. Die Langzeitfolgen gibt es – das ist eine Tatsache. Sie mussten schon im Interesse der Betroffenen erforscht werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die gesamte Menschheit sind ein “Abfallprodukt” – und die Ethik dieser Erkenntnisse mag man gerne kontrovers diskutieren.

    weil die beiden Atombombenabwürfe den 2. Weltkrieg vorzeitig beendet haben und ansonsten alles noch schlimmer (weil “konventionell”) geworden wäre.

    Tja, aber so ist es nun einmal. Oder willst du die Toten und Geschädigten der Atombomben über die übrigen Toten und Geschädigten des Zweiten Weltkrieges setzen? Gar über jene, die verschont worden sind durch das Kriegsende? In Deutschland wären ja auch etwa die Hälfte der Gefallenen verschont geblieben, hätte Stauffenberg 1944 Hitler erledigt und wäre es danach zu einem Friedensschluss gekommen.

    Das ist m. E. eine perfide, perverse “Argumentation”.

    Krieg ist per se pervers. Es ist aber genau so pervers, die Atombombenabwürfe zu verurteilen und zugleich kaltlächelnd hinzunehmen, dass es andernfalls noch sehr viel mehr Tote gegeben hätte.

    Denn es wird “vergessen”, dass diese Atombombenabwürfe Kriegsverbrechen waren, weil mit Absicht und planmäßig die Zivilbevölkerung getroffen/getötet werden sollte.

    Diese Einschätzung ist bei weitem nicht so klar, wie du es hier darstellst. Aber klar, dass sich etwa die Alliierten des Zweiten Weltkriegs ihren Sieg nicht durch die Anerkennung etwaiger eigener Kriegsverbrechen verderben wollten.

    Wenn wir aber nun die US-Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki als Kriegsverbrechen betrachten wollen, dann waren es die Feuerstürme in deutschen Städten mit dem Einsatz von Luftminen und Blockbustern zum Abdecken der Häuser, Brandbomben und Zeitzünderbomben (zur Abwehr der Brandbekämpfungstrupps) ebenso, genauso wie der Angriff auf die Staumauer des Möhnesees. Dasselbe gilt dann für die Bombardierungen Tokios 25. Februar und 9. März 1945, bei dem sogar Napalmbomben in einer Stadt zum Einsatz kamen. Resultat: Mehr als hunderttausend Tote.

    Außerdem passt es in die Reihe der Pro-Kernenergie-Artikel, die auch selbst Tschernobyl und Fukushima halb so schlimm finden, weil es ja doch nur “lokale Ereignisse” (z. B. Kommentator “Captain E.”) waren – ganz abgesehen von allen anderen unzähligen AKW-Unfällen weltweit.

    Einen echten “Pro-Kernenergie-Artikel” habe ich zuletzt nicht gesehen. Du etwa? Aber auch du kannst nicht abstreiten, dass die hier diskutierten Kernwaffeneinsätze ebenso wie die havarierten Reaktoren in der Ukraine und in Japan weltweit betrachtet keine großen Auswirkungen hatten. Die psychologischen Auswirkungen waren natürlich enorm – gar keine Frage. Die wiederholten Kernwaffentests waren da schon ein anderes Kaliber und haben die globalen Strahlungslevel signifikant in die Höhe getrieben. Die dürften zig Millionen Krebsfälle und andere Erkrankungen verursacht haben – und es auch weiter tun.

    All das sind und bleiben für manche hier lediglich “lokale Ereignisse” (“weit weg”), solange sie einen selbst nicht unmittelbar, persönlich und vor der eigenen Haustür betreffen.
    Das ist m. E. eine kurzsichtige, unsolidarische, menschenverachtende “Tellerrand”-Mentalität.

    Es ist genau so menschenverachtend, wenn man die Opfer nuklearer Angriffe und Unfälle beklagt, andere aber schlichtweg vergisst.

    Immerhin haben die beiden einzigen Kernwaffeneinsätze in einem Krieg dazu geführt, das es dazu niemals wieder gekommen ist. Luftangriffe auf Zivilbevölkerung hat es danach leider wieder gegeben, ebenso wie Artillerie und Kampfpanzer gegen Zivilisten. Aber das sind natürlich, ich gebe es ja zu, “lokale Ereignisse”, die man gut ignorieren kann, solange sie nur weit genug weg sind. Das ist , wie du schon sagst, eine kurzsichtige, unsolidarische, menschenverachtende Tellerrand-Mentalität. Manche Menschen betreiben diese Mentalität sogar noch, wenn das Problem etwa in Form von Flüchtlingen über den besagten Tellerrand auf den ganz eigenen kleinen Teller geschwappt kommt.

    Ungeübte Leser können wie gesagt den Eindruck gewinnen bzw. sollen wohl davon überzeugt werden (?), dass Atombomben/-waffen quasi eine “saubere Sache” sind – ebenso wie AKWs, die auch “saubere Energie” liefern.

    Das müssen aber schon arg ungeübte Leser sein, wenn sie beim Lesen die diskutierten Langzeitschäden einfach so ausblenden können.

    Was den Einsatz der Kernkraftwerke angeht, so ist die Lage ja nun einmal zwiespältig. Richten Kernkraftwerke global betrachtet mehr oder weniger Schäden an als fossile Kraftwerke, die mit Öl, Gas oder Kohle betrieben werden? Oder wie sieht es mit den Todesfällen aus? Der einzige Vorteil solcher Anlagen: Bei einem schweren Störfall ist die Anlage zerstört und zivile Einrichtungen in unmittelbarer Nähe. Zig Quadratmeter große Evakuierungszonen, die teils bis zu 300 Jahren gesperrt bleiben müssen, gibt es da nicht.

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie man solche Artikel schreiben bzw. eine Pro-Kernkraft-Haltung vertreten kann angesichts der Tatsache, dass der INF-Vertrag von den USA gekündigt worden ist, dass auch atomar wieder aufgerüstet wird und das Atommüll-Problem immer noch nicht gelöst ist –
    und überhaupt angesichts aller bisher gemachten Erfahrungen.

    Wie gesagt, sehe ich hier keine derartigen Artikel. Wen du den INF-Vertrag erwähnst, solltest du allerdings auch bedenken, dass Russland fast sicher am Rande oder jenseits dieses Vertrages nuklear aufrüstet und dass China nicht einmal ein Unterzeichnerstaat gewesen war.

    Was den Atommüll angeht, so gibt es durchaus die Meinung, dass das Problem technisch längst gelöst sein. Ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich Schwierigkeiten habe, mich dieser Meinung anzuschließen. Aber auch beim Atommüll gilt, dass er symbolisch bzw. ideologisch aufgeladen ist. Das geht sogar bis hin zur Paradoxie. Die Kernkraftgegner stellen es so dar, als ob Atommüll eine tödliche und absolut unhandhabbare Gefahr sei. Zwischen- und Endlager sowie Transporte seien unverantwortlich. Wieso versuchen dann aber Aktivisten, die Züge zum Entgleisen zu bringen? Ist so eine Aktion erfolgreich und schlägt ein Castor leckt, hätten wir eine radioaktive Kontamination. Zugleich stehen die Castoren neben den Reaktoren in – genau! – Zwischenlagern. Diese Zwischenlager auf den Arealen der Kraftwerke scheinen aber kein so großes Problem zu sein.

    Verstehen muss man das alles nicht, oder?

  24. #25 Captain E.
    13. September 2019

    @Beobachter:

    @ Captain E., # 18:
    … und alle Privat-Militärstrategen:

    ” … Hat es noch eine Alternative gegeben? … ”

    Die einzige Alternative zu Krieg/militärische Auseinandersetzung ist:
    KEIN Krieg/Gespräche, Verhandlungen !

    Und du meinst ernsthaft, das hätte Anfang August 1945 einen Sinn gemacht? Und vergiss nicht: Die Japaner haben tatsächlich Gespräche geführt, und zwar mit den Sowjets, um die aus dem Krieg heraus zu halten und am besten alle feindlichen Soldaten weit weg vom japanischen Kernland. Denn wie sagt schon der weise General Martok in einer Folge von Deep Space Nine? Krieg führen macht nur Spaß, wenn man gewinnt. Dir ist hoffentlich bekannt, was die Japaner zuvor mit den Koreanern, den Chinesen, den Filipinos und anderen Völkern in Südostasien gemacht haben, die damals noch existierenden Kolonialmächte inklusive? Oder eben, was sie alles US-Bürgern angetan haben, bevor die haben zurückschlagen können? (Admiral Yamamoto war es natürlich schon vor dem Krieg klar, worauf ein Krieg mit den USA hinaus laufen würden. Den Kampfes- und Durchhaltewillen gereizter US-Amerikaner hat er allerdings auch unterschätzt.)

    Was das Konzept der Gespräche und der Verhandlungen angeht, so hat Neville Chamberlain das bekanntlich versucht. Das Ergebnis ist sattsam bekannt. Wie urteilte gleich noch einer seiner Kritiker?

    Chamberlain hatte die Wahl zwischen Tod und Schande. Er wählte Tod und Schande.

    “Soldaten sind Mörder.”
    (1931, Kurt Tucholsky)

    https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-534.html

    “Stichtag
    7. November 1995 – Bundesverfassungsgericht spricht Soldaten-Urteil

    Aha, du bist also ein militanter Pazifist, ja?

    Na gut, aber die japanischen Soldaten waren allesamt Mörder, und das Kriegskabinett wollte das gesamte japanische Volk zu Mördern machen, noch mehr als es das Anfang August 1945 ohnehin schon gewesen war.

    Da gibt es übrigens noch so einen bekannten Pazifistenspruch:

    Stell dir vor, es gibt Krieg, und keiner geht hin.

    In einer Variante geht der allerdings weiter:

    Dann kommt der Krieg zu euch.

    Der Spruch wird oftmals, allerdings fälschlich, Bertolt Brecht zugeordnet, der aber das hier gesagt hat:

    Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt
    Und läßt andere kämpfen für seine Sache
    Der muß sich vorsehen; denn
    Wer den Kampf nicht geteilt hat
    Der wird teilen die Niederlage.

    Zugegeben, “Kampf” kann auf viele Arten verstanden werden.

  25. #26 tomtoo
    13. September 2019

    @bote
    “.. Es geht um das Gefühl , dass die Würde der Menschheit verletzt wurde..”
    60-80 Mio. Tote in WW2 warum sollten dann die 100000 Tote in Hiroshima die Würde der Menscheit besonders verletzen?? Erklär mal? Jedes KZ hatt imo die Würde der Menschheit erheblich mehr verletzt. Du lässt gerne Sprüche ab, leider absolut Inhaltsleer. Du kannst sie ja nicht mal begründen, und hälst sie dennoch für schlau? Na los begründe doch mal?

  26. #27 Tobias Cronert
    13. September 2019

    Ich finde es etwas Schade, dass ein sehr spezialisierter Artikel zu einer artikelübergeifenden Diskussion über Atombomben genutzt wird. Aber seis drum, wenn hier Redebedarf besteht, dann soll es eben so sein.

    Wg. #16 und einiger anderer Kommentare sehe ich mich allerding snoch mal gezwungen ein paar Sachen über mein Geschreibe hier deutlich klarzustellen.

    – Ich bin gegen jeden Krieg und gegen den Einsatz von Atombomben erst recht.
    – Ich finde den Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland gut.

    Diese Meinungen sehe ich auch durch meine Artikel repräsentiert und einer konträrer Interpretation (wie hier öfter mal gerne vorgenommen) widerspreche ich eindeutig.

  27. #28 RPGNo1
    13. September 2019

    @Captain E.
    Zwei sehr gute Kommentare #23 und #24. Vielen Dank dafür.

  28. #29 hto
    13. September 2019

    Eines ist im Kreislauf des imperialistischen Faschismus ganz sicher: Wenn Mensch den nun “freiheitlichen” Wettbewerb (Krieg mit “friedlichen” Mitteln) um die Deutungshoheit in Unwahrheit weiter betreibt, dann werden die meisten von euch sicher noch den Atomkrieg miterleben.

  29. #30 bote
    13. September 2019

    tomtoo,
    wenn du Hiroshima nicht als Symbol siehst, so ist das deine Sache. Die Bewohner von Hiroshima wollen sicher auch keine Extrawurst sein.
    Auschwitz hatte ich bewusst weggelassen, aber da du das Thema angeschnitten hast, scheinst du ja doch zu verstehen worum es hier geht.
    Das ist ein Thema das alle Grenzen sprengt. Wenn sich da einer findet, der relativieren will, der bekommt einen shitstorm.

  30. #31 hto
    13. September 2019

    Im “freiheitlichen” Wettbewerb ist es ZUNEHMEND Meinung, dass diese Welt- und “Werteordnung” im Klimawandel nur überleben kann, wenn etwas gegen die Überbevölkerung getan wird – da ist der Austritt aus dem INF-Vertrag wohl der erste logische Schritt!?

  31. #32 tomtoo
    13. September 2019

    @bote
    Ich hab dich was gefragt-> keine Antwort.

    Du rennst kopflos durch die Gegend und schreist “Sakrileg!” und wenn man dich fragt “Warum?” schreiste wieder “Sakrileg!”. Eigentlich so von aussen betrachtet erinnert dein Verhalten an blinde Hühner. Die wissen auch nicht warum sie sich aufregen, aber evtl. haben die anderen ja einen Fuchs gesehen? Und da kann aufregen ja nicht schaden.

  32. #33 zimtspinne
    13. September 2019

    Mutationen lösen in der Realität halt nur Krebs aus

    Nöja, so stimmt das auch nicht. Die meisten Mutationen machen gar nichts, sind neutrale/stumme Mutationen ohne Auswirkungen auf Funktion & Struktur des gebildeten Proteins oder anders ausgedrückt auf den Phänotyp und Fortpflanzungserfolg des Individuums.
    Für die Krebsentstehung sind dann eher Treibermutationen interessant. Für die Tumormedizin ebenfalls, denn diese Treibermutationen sind oft Ziele der zielgerichteten Therapien
    Die berühmtesten Treibermutationen BRCA 1+2 wiederum können sowohl ererbt als auch erworben sein (zu 90% Keimbahnmutation, zu 10% somatische Mutation). Die zweitberühmteste EGFR aus dem Lungekrebsspektrum scheint hingegen immer erworben, diese aktivierenden Varianten im EGFR Gen kommen aber verstärkt bei Nichtrauchern, Frauen und ostasiatischen Ethnien vor.
    Ob auch durch ionisierende Strahlung, weiß ich allerdings nicht.
    Vereinfacht gesagt, sind Mutationen, die Tumorsuppressoren ab und Onkogene anschalten, relevant und diese Mutationen sind nicht soo häufig, sonst bekämen Raucher viel früher Lungenkrebs. Dann müssen sich wiederum etliche solcher Mutationen anhäufen, was allerdings ab einem bestimmten Zeitpunkt in der Tumorprogession zum Selbstläufer wird.

    Bei den Mutationen wird auch noch unterschieden zwischen solchen, die für das Einzelindividuum Auswirkungen (auf dessen Genprodukte) haben und Mutationen mit evolutionsbiologischem Hintergrund.

    Diese ionisierende Strahlung ist insofern was Spezielles, als dass auch nur eine einzige Mutation und damit ein Einzelereignis bereits zur Tumorinitiation aufrufen kann.
    Konnte ich fast selbst nicht glauben als ich das hörte, es wirft ja alles über den Haufen, was man da zuvor gelernt hat.

    hab ich jetzt mal was ausführlicher geschrieben, weils mich ab und na ärgert, wenn bei “Mutation” immer sofort an etwas Bösartiges gedacht wird.
    Mutationen sind an sich eine gute Sache, na jedenfalls die vorteilhaften…. Katzen, um die auch noch einzubringen, bestehen ja fast nur aus vorteilhaften Mutationen (bis auf bestimmte Miau-Töne) 😉

  33. #34 Spritkopf
    13. September 2019

    – Ich bin gegen jeden Krieg und gegen den Einsatz von Atombomben erst recht.

    Es ist traurig, dass du das für einige Nixraffer noch explizit hinschreiben musst. Aus deinem Artikel lesen zu wollen, dass du einen Atomkrieg nicht nur verharmlosen, sondern sogar geistig vorbereiten möchtest, das finde ich mal perfide. Auf was für ein erbärmliches Niveau muss einer absinken, um so etwas zu unterstellen?

  34. #35 Captain E.
    13. September 2019

    @zimtspinne:

    Nöja, so stimmt das auch nicht.

    […]

    Da spricht eine Frau vom Fach, wie? 😉

    […]

    Katzen, um die auch noch einzubringen, bestehen ja fast nur aus vorteilhaften Mutationen (bis auf bestimmte Miau-Töne)

    Na, ich weiß ja nicht. Für Australien fehlt es noch an einigen Genen. Du weißt doch? “Only a flat cat is a good cat.” (australischer Autoaufkleber).

    Aber auch in Deutschland gilt: Die Vogelwelt hat schon genügend Probleme und braucht nicht auch noch samtpfotige Freizeitjäger, die sich ihr Essen eigentlich á la Carte servieren lassen, und die Jagd nur zum Spaß betreiben. Da sage noch einer, gewisse Grausamkeiten des Menschen würden Tiere niemals begehen.

  35. #36 rolak
    13. September 2019

    was für ein erbärmliches Niveau?

    Na eben genau das das von b+B, Spritkopf#31. Sindse eigentlich hier auch schon derart ausfallend geworden wie nebenan bereits? (der rant wurde von AKismet im ‘Frühstücksfleisch’ versteckt, fortuneCookie2.0…)

    á la Carte

    nee nee, Captain E, Katzen sind einem table d’hôte ausgeliefert…

  36. #37 Engywuck
    13. September 2019

    interessant, wie manche sofort wieder in “Kernwaffe=böse, Krieg ohne Kernwaffe=harmlos” für die Zivilbevölkerung verfallen…

    Ja, Kernwaffen können schnell viele Personen umbringen und verursachen lästige bis extrem lästige Langzeitschäden. Nur gilt das eben auch für “normale” Explosivstoffe – jedenfalls für das, was in den Weltkriegen eingesetzt wurde (Schwarzpulver ist halbwegs harmlos).

    Beispiel1: Quecksilber. Quecksilberfulminat wurde als Initialsprengstoff eingesetzt – also das, was den Hauptsprengstoff zur Explosion bringt. Man braucht pro Geschoss zwar nur eine kleine Menge, aber die Anzahl macht’s. Laut [1] hat Schweden(!) im Jahr 1940 700kg Quecksilber zu Sprengstoff verarbeitet – die Mengen, die die Hauptkriegsparteien produziert und eingesetzt haben kann man sich ausmalen. Sowohl Quecksilberfulminat als auch die entstehenden Produkte sind aber giftig – und bleiben mehr oder weniger feinverteilt auf Schlachtfeldern bzw. beim Angriffen auf Städte auch dort. Sofern es nicht weggespült wird (und sich dann in Flüssen, Meeren – und damit auch Fischen – anreichert) zerfällt es nicht einmal…

    Beispiel2: TNT. Zumindest als Beimischung (Amatol enthält 60% TNT) in vielen Geschossen verwendet. Laut Stoffdatenbank [2] mit LD50 (rat) von 607mg/kg bzw. LC50 (fish) von 2,4mg/l akut giftig – aber eben auch chronisch. Wird sowohl über die Haut als auch durch Einatmen und Verschlucken leicht aufgenommen. Kontaktekzeme, Anämie, Gelbsucht, …
    Und: “Aus geeigneten Mutagenitätsversuchen liegen einige Anhaltspunkte vor, die wegen möglicher erbgutverändernder Wirkung auf den Menschen zu Besorgnis Anlass geben. Die Bewertung erfolgt aufgrund […] des Nachweises klastogener Wirkungen in Somazellen von Exponierten.”
    (man vergleiche die Aussage, die hier in der Diskussion getroffen wurde: sinngemäß “man darf doch nicht die Hiroshima-Überlebenden als Versuchskaninchen ansehen”)
    Kanzerogen ist er vermutlich auch.
    Da keine Verbrennung – auch keine Explosion – einen 100%-Stoffumsatz verursacht bleiben sogar wenn die Sprengkörper detonierten geringe Reste (und ob die Verbrennungsprodukte allesamt besser sind…).
    Alleine in Deutschland wurden laut [3] pro Monat um die 20.000 Tonnen TNT verwendet. Wenn bei der Explosion auch nur 0,1% nicht verbrennt (oder andere ebenso gefährliche Produkte entstehen) sind das zwanzig Tonnen, die in der Umwelt verteilt werden – allein von dieser Krigspartei. Von Blindgängern (und ihren Folgen) ganz zu schweigen. [4]

    Und zur Erinnerung: in Nordfrankreich gibt es immer noch Bereiche, die bis heute aufgrund der Kämpfe im Ersten Weltkrieg – also lange vor Kernwaffen – unbewohnbar sind: [5] Zitat daraus: “Wegen erhöhter Ammoniumperchlorat-Werte wurde im Jahr 2012 das Trinkwasser in 500 nordfranzösischen Gemeinden gesperrt, in 400 von ihnen gibt es [im Januar 2014] noch immer Einschränkungen.” Und: “”Wenn die Leute Krieg führen wollen”, sagt Jacky Bonnemains, “sind ihnen künftige Generationen ziemlich egal.””

    Damit will ich nicht den Einsatz von Kernwaffen gutheißen – nur aufzeigen, dass die “Alternativen” auch nicht unbedingt harmlos sind. Medizinisch gesehen.

    [1] https://corrosion-doctors.org/Elements-Toxic/Mercury-explosives.htm
    [2] http://gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll/gestis_de/034200.xml?f=templates&fn=default.htm&vid=gestisdeu:sdbdeu
    [3] https://commons.wikimedia.org/wiki/File:TNT_Allocations_Germany.gif
    [4] https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46274454.html
    [5] https://www.sueddeutsche.de/politik/schlachtfeld-von-verdun-heute-wir-sind-die-muellmaenner-der-schlachtfelder-1.1870896

  37. #38 Engywuck
    13. September 2019

    @Captain E (#23):
    zum Thema “Endlagerung von Atommüll” kommt ja noch hinzu, dass es denselben Menschen, die gegen Atommüllendlagerung kämpfen, größtenteils nicht bekannt bis egal ist, wie “nur giftige” Stoffe (end)gelagert werden: z.B. in ehemaligen – Salzbergwerken. Und das für Stoffe ohne jede Halbwertszeit, z.B. Quecksilber oder Arsen.

    Beispiel: https://www.deutschlandfunk.de/weltgroesste-untertage-giftmuell-deponie-die-dunkle-seite.724.de.html?dram:article_id=446308
    oder auch Heilbronn: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/Odysso-Recherchen-zu-Sondermuell-in-Bergwerken-Giftmuell-Zeitbomben-im-Untergrund,odysso-salzbergwerke-100.html

  38. #39 bote
    13. September 2019

    tomtoo,
    du ahnungsloser Nichteso, (Eso ist ein Begriff von Alisier)
    Gefühle lassen sich nicht immer beweisen und erklären.
    Wer das tut, der zerredet das Gefühl.
    Symbolik, wenn du sie nicht erkennst, kann ich sie nicht erklären, genausowenig wie man einem Farbenblinden die Farbe vielett erklären kann.

  39. #40 RainerO
    13. September 2019

    @ bote
    Du hast tomtoo immer noch nicht geantwortet. Er hat übrigens nirgendwo behauptet, dass er Hiroshima nicht als Symbol sieht. Es gab nur die Aussage von Captain E., dass die Symbolik von Hiroshima überladen ist. Außer Fußaufstampfen und Satzzeichenrudelhaltung ist dir dazu nichts eingefallen.

  40. #41 bote
    13. September 2019

    RainerO,
    der Beklagte antwortet nicht auf Fragen die die Gefühle verletzen.

  41. #42 Beobachter
    13. September 2019

    @ Tobias Cronert, # 26:

    Wenn zu diesem Artikel gleich am Anfang eine dicke, fette Abbildung zu “Manhattan Project, “Little Boy”, Keeping America safe” mit stilisierter Atombombe platziert wird und dort prangt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn auch Kommentare zu Atombomben, Aufrüstung und Krieg kommen.

    Natürlich weiß ich, dass es dir hauptsächlich um die große LSS-Studie geht, die man bei den japanischen Überlebenden gemacht hat/macht, und die Schlüsse, die man allgemein auf gesundheitliche Schädigungen durch radioaktive Strahlung ziehen/übertragen kann –
    aber man darf die Gründe/den Anlass dafür, die Atombombenabwürfe, nicht vergessen oder kleinreden, relativieren (wie es in einigen Kommentaren der Fall ist).
    Der “Vater der Atombombe” und Leiter des Manhattan Project, der Physiker Robert Oppenheimer, hat sich bis an`s Ende seiner Tage schwerste Vorwürfe gemacht und vor der Kerntechnologie gewarnt:

    https://www.deutschlandfunk.de/vor-50-jahren-der-tod-von-j-robert-oppenheimer-vater-und.871.de.html?dram:article_id=379240

    “Vor 50 Jahren: Der Tod von J. Robert Oppenheimer
    Vater und Skeptiker der Atombombe
    Julius Robert Oppenheimer gilt als einer der Väter der amerikanischen Atombombe. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg warnte er vor der verheerenden Technologie und war ähnlich skeptisch, was den Bau der Wasserstoffbombe betraf. Die Folge: Oppenheimer wurde verdächtigt, für die Sowjetunion spioniert zu haben.
    … ”

    Zum “eigentlichen Thema”:

    Zur LSS-Studie gibt es auch kritische Stimmen –
    z. B.:

    https://www.ippnw.de/atomwaffen/humanitaere-folgen/hiroshimanagasaki/artikel/de/gekaufte-wissenschaft.html

    http://www.ippnw.ch/aktuell/akw/lowlevelradiation%E2%80%93woistdieepidemiologischenachweisgrenze

    Lesenswert !

    @ Engywuck, # 36:

    “interessant, wie manche sofort wieder in “Kernwaffe=böse, Krieg ohne Kernwaffe=harmlos” für die Zivilbevölkerung verfallen…
    … ”

    Das ist, was mich betrifft, eine üble Unterstellung –
    das habe ich mit keinem Wort geschrieben/gemeint.

  42. #43 RainerO
    13. September 2019

    @ bote
    Aha. Irgendetwas hinausblasen und dann auf (kritische) Rückfragen die beleidigte Leberwurst mit den verletzten Gefühlen spielen. Ganz großes Kino! Wie alt bist du?

  43. #44 tomtoo
    13. September 2019

    @bote
    Sry @bote aber du merkst garnicht wie borniert fresch du bist. Da ist nur Luft von deiner Seite. Gerade bei Symbolen sollte deiner einer sehr vorsichtig sein. Denk daran das viele Menschen nachdem sie den Horror von Hiroshima überlebt hatten, dann auch noch aus unwissendheit geächtet wurden. Wer Wissen mit Symbolik überdecken möchte
    sollte das goldene Kalb nicht vergessen. Nicht Symbole anbeten @bote, Wissen verbreiten.

  44. #45 RainerO
    13. September 2019

    @ Beobachter

    Das ist, was mich betrifft, eine üble Unterstellung –

    Ein Vorgehen, das dir natürlich absolut fremd ist.

    das habe ich mit keinem Wort geschrieben/gemeint.

    Und wie ist es so, von der eigenen Medizin zu kosten?

  45. #46 Beobachter
    13. September 2019

    @ Engywuck, # 37:

    Auch das, was mich betrifft, eine üble Unterstellung –
    und außerdem ein Ablenkungsmanöver und klassischer Fall von “Whataboutism”:
    “Atommüll” – halb so schlimm, es gibt ja vieles genauso Schlimmes bzw. noch Schlimmeres …

    Die Uralt-Nummer … 🙂

  46. #47 rolak
    13. September 2019

    Eso ist ein Begriff von Alisier

    Selbstverständlich nicht, Du verleumderischer bote, es ist ein nicht nur im Deutschen universell genutztes SprachKürzel für ‘esoterisch’, ‘Esoterik’, ‘Esoteriker*’.

    Symbolik, wenn du sie nicht erkennst, kann ich sie nicht erklären,

    Obwohl den abschließenden Halbsätzen aufgrund der der gemachten Erfahrungen vorbehaltlos zugestimmt werden kann: selbstverständlich ist ‘Symbolik‘ ein objektiver Begriff, der sehr wohl erklärt werden könnte.

    genausowenig wie man einem Farbenblinden die Farbe vielett erklären kann.

    qed & non sequitur

  47. #48 RPGNo1
    13. September 2019

    Sehr unterhaltsame Vorstellung von B und b.

    Ich habe mir gerade zum spätsommerlichen Abendbeginn einen Sauvignon Blanc eingeschenkt. Möchte jemand mit mir anstoßen? 🙂

  48. #49 LasurCyan
    13. September 2019

    Du verleumderischer bote,

    Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum sich kluge Köpfe wie Du, rolak, so an dem ‘boten’ abarbeiten. Seine Argumentation ist moralisch begründet, und ja, es nervt auch, aber kann ma das ihm nicht einfach auch lassen, ohne das ständig anzuprangern? Es ist doch so sonnenklar was er meint, dass es nur so ballert. Ignorieren würde den Charme des Diskurses durchaus befeuern. Da gäbe es so viele Baustellen, die beleuchtet werden müssten, aber die ständigen Belatschereien zwischen den Kommentator*nnen nehmen leider zuviel Platz ein.

    • #50 René
      16. September 2019

      Genau! Aber es macht einigen Leuten hier offenbar extrem Laune, diese “Diskussionen” immer wieder zu führen und dabei vorzugeben, dass sie die nicht führen wollen.

  49. #51 Engywuck
    13. September 2019

    @Beobachter: “Whataboutism” liegt laut der mir bekannten Definition dann vor, wenn das “and what about…” nichts mit dem Thema zu tun hat, von dem abgelenkt werden soll.
    Das ist hier nicht der Fall. Beides sollte Dir bekannt sein, ist also eher eine Ablenkung bzw. Selbstimmunisierung Deinerseits. Damit EOD.

  50. #52 Beobachter
    13. September 2019

    @ R, # 47:

    Kürzlich abends waren es auch “Chips und Wein” –
    das wird auf die Dauer ungesund … 🙂

    Von dir kommt wie üblich nicht das Geringste zur Sache, nur versuchte Provokationen, persönliche Angriffe etc.

    ” … Da gäbe es so viele Baustellen, die beleuchtet werden müssten, aber die ständigen Belatschereien zwischen den Kommentator*nnen nehmen leider zuviel Platz ein.” (aus # 48)

    So ist es – wenn gewisse Leute nichts zu sagen haben und/oder nur pöbeln wollen.

  51. #53 RainerO
    13. September 2019

    @ Beobachter
    Das Problem ist: Eine Diskussion (also der Austausch – auch sehr unterschiedlicher – Argumente) mit dir hat aller Erfahrung nach keinen Sinn, da du alle, die auch nur ein Haarbreit neben deiner Überzeugung liegen, gnadenlos niedermachst.
    Manche haben daher schon lange aufgegeben, aber wissen genau, welche Knöpfe sie bei dir drücken müssen, damit du wieder durch die Decke gehst. Da nehme ich mich auch gar nicht aus. Das mag nicht besonders souverän sein, vielleicht auch ein bisschen kindisch. Aber du bist so einfach zu berechnen, dass man manchmal nicht widerstehen kann.

  52. #54 Beobachter
    14. September 2019

    @ RainerO, # 51:

    Wieder nichts zur Sache, sondern nur persönliche Angriffe/Unterstellungen –
    und der allseits beliebte Uralt-Trick Nr. 2:
    Täter machen sich zum Opfer.

    Das Problem ist: Eine Diskussion mit sehr unterschiedlichen Argumenten soll erst gar nicht zustande kommen und unterbunden werden, weil man die von der bestimmenden Gruppe vertretene/beanspruchten “Meinungshoheit” nicht infrage gestellt sehen und diese weiterhin durchsetzen will.
    Es geht gar nicht um ein Weiterkommen in der Sache, das Beleuchten eines Sachverhalts/einer Frage.

    Vom besseren Argument lasse ich mich gerne überzeugen (wenn aber gar keine kommen ?) –
    und einige wenige grundlegende Dinge sind für mich tatsächlich nicht verhandelbar, wie z. B. seinen Mitkommentatoren/Mitmenschen mit einem Mindestmaß an Anstand zu begegnen.

  53. #55 rolak
    14. September 2019

    Argumentation ist moralisch begründet

    Mir ist völlig wurst, wie das begründet ist bzw sein könnte, was b schreibt, LasurCyan. Mal ganz davon abgesehen, daß mir auf die Schnelle keine Buchstabengruppe aus dieser Quelle bekannt ist, die tatsächlich ein (valides) Argument bilden würde, weder formal noch inhaltlich. Auch hier im thread ausschließlich Behauptungen.

    Das ist selbstverständlich generell keiner einzigen Fingerbewegung würdig (neben ab+zu einer schnellen 4). Selbst absurdeste Tatsachenbehauptungen nicht, nehmen wir mal an ‘und täglich um halb sieben läßt ER auf dem Regensburger Marktplatz einen fünf Meter großen Domspatz erscheinen’.
    Wenn allerdings anderen etwas Unzutreffendes unterstellt wird oder sie herabgewürdigt werden, dann sollte imho dagegengehalten werden. Und sei es ausschließlich aus dem Grund, daß man bloß keiner meint, mit derart asozialem Verhalten könne man mittlerweile unwidersprochen durchkommen. Egal ob hier ua b+B mit ihren haltlosen Rundumschlägen oder im großen blauen Zimmer der nächste Pfosten mit ´nem NaziSpruch.

    Sollte auch formal egal sein – denn bereits durch das renitente Gefasel ist der thread zertreten und einer kollektiven Löschung extrathematischer Kommentare steht doch nichts im Wege, so arbeitsam sie für den Blogger auch sein mag. Bei allem Respekt, eine Schüppe Irrelevantes mehr in den Orkus zu schaufeln macht den Aufwand nur insignifikant größer.
    In einem Punkt kann ich Dich allerdings beruhigen: kein sich abarbeiten.

  54. #56 Beobachter
    14. September 2019

    @ Tobias Cronert:

    Damit dokumentiert und nachvollziehbar bleibt, weshalb und durch wen sich dieser Thread so entwickelt hat, wäre ich dagegen, Kommentare zu löschen –
    und schon gar nicht nachträglich auf Wunsch gewisser Kommentatoren (z. B. “rolak”, # 53).

    Außerdem möchte ich mir nicht die Mühe von Kommentaren (meistens mit interessanten Links zum Thema) gemacht haben, damit sie später auf Wunsch von Mitkommentatoren im “Papierkorb” oder “Orkus” (“rolak”, # 53) landen bzw. verschwinden.

  55. #57 Uli Schoppe
    14. September 2019

    Wenn wir aber nun die US-Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki als Kriegsverbrechen betrachten wollen, dann waren es die Feuerstürme in deutschen Städten mit dem Einsatz von Luftminen und Blockbustern zum Abdecken der Häuser, Brandbomben und Zeitzünderbomben (zur Abwehr der Brandbekämpfungstrupps) ebenso, genauso wie der Angriff auf die Staumauer des Möhnesees. Dasselbe gilt dann für die Bombardierungen Tokios 25. Februar und 9. März 1945, bei dem sogar Napalmbomben in einer Stadt zum Einsatz kamen. Resultat: Mehr als hunderttausend Tote.

    Stimmt, alles Kriegsverbrechen. Und die Liste ist noch lange nicht vollständig. Und ja, mir ist klar das in dieser unvollständigen Aufzählung auch deutsche Kriegsverbrechen fehlen.

  56. #58 tomtoo
    14. September 2019

    @B,b
    “..Mitkommentatoren/Mitmenschen mit einem Mindestmaß an Anstand zu begegnen…”

    Und genau deswegen sollte man anderen Kommentatoren die sich sachlich über dieses Thema unterhalten wollen nicht Verharmlosung oder Gefühlslosigkeit an den Kopf werfen. Nur weil man die Empörung nicht ständig stolz vor sich her trägt wie eine Auszeichnung. Schaut alle her ich bin empört! Für selbstverständlichkeiten sollte man keine Auszeichnung erwarten.

  57. #59 Tobias Cronert
    14. September 2019

    Also um es noch mal zusammenzufassen:
    Aus meinem Zitat, dass die LSS-Studie belegt, dass die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki KEINE krebskranken Kinder bekommen haben ist eine Diskussion über die Verharmlosung von Atomwaffen geworden???

    Vor allem hier auf SB, wo die Kommentare sehr stark wissenschaftlich und Argumentorientiert sind???

    Dem entnehme ich, dass noch viel mehr Artikel, wie diesen hier oder “Atomwüste Hiroshoma?” schreiben sollte um Angst und Polemik entgegenzuwirken. Die Ralität ist hier schrecklich genug, auch ohne Übertreibungen.

    PS: Beiträge lösche ich eigentlich nie und wenn, dann nur nach vorheriger Warnung.

  58. #60 rolak
    14. September 2019

    und wenn, dann

    Löbliches Verhalten.

    Falschinterpretieren scheint eine Kunstform zu sein, deren Feinheiten sich mir nicht erschließen. Gehts doch in der von B zitierten Stelle darum, daß ich überhaupt keinen Einfluß auf die threadPflege habe; sind doch die besonders erwähnten, zu entsorgenden Kommentare meine eigenen…

  59. #61 Uli Schoppe
    14. September 2019

    Jeder der DAS in die Artikel hineininterpretiert tut das in bösartiger Weise. Egal auf welcher Seite oder wo er politisch steht ^^

  60. #62 RainerO
    14. September 2019

    @ Uli Schoppe
    Beobachter ist nicht bösartig. Sie kann einfach nicht anders. Sie wähnt sich stets auf der richtigen Seite und merkt nicht einmal, dass sie den von ihr geforderten Anstand meist selbst nicht aufbringt.
    Und nein, @Beobachter, das ist keine Unterstellung. Versuche einmal zurückzutreten und deine Reaktion auf dir widerstrebende Argumente neutral zu bewerten. Ich habe von dir nicht alles gelesen, aber bei dem, was ich kenne, fand ich noch nie ein Eingeständnis von dir, dass du im Unrecht bist. Bessere Argumente, als deine, scheint es für dich nicht zu geben.

    Ja, das ist schon wieder ein Beitrag von mir, der nicht zum Thread-Thema passt. Aber das ist, was dich betrifft, doch schon längst durch. Du hast dich festgelegt. Ich habe nicht den Eindruck, dass dich irgendetwas davon abbringen könnte.

  61. #63 Uli Schoppe
    15. September 2019

    @RainerO
    Ich habe das bösartig auch in diesem Fall nicht als Charakterfehler gemeint 😉 Zumindest nicht im Bezug auf Beobachter. Die Vorstellung das man selber nie Unrecht haben kann vergiftet halt jede Diskussion.

  62. #64 Beobachter
    15. September 2019

    @ Uli Schoppe, RainerO, R, rolak:

    Na, die Herren, wie lange soll es denn noch so weitergehen mit den persönlichen Angriffen und Unterstellungen – bis hin zur “Bösartigkeit” … ?!
    Wie gesagt: Es geht euch gar nicht um eine sachliche, argumentative Diskussion, sondern nur um die Durchsetzung und Wahrung eurer beanspruchten “Meinungshoheit”.
    Jeder, der da (wie auch immer) nicht mitmacht, wird auf die persönliche Tour rausgebissen – ein typisches “Filterblasen”- Problem.
    Bezeichnend auch, dass sich noch niemand von euch zu den ippnw-Links (# 41) geäußert hat.

    Nun denn, klopft euch weiterhin bestätigend auf die Schulter …- beim virtuellen Herrenstammtisch bei “Chips und Wein” (insbesondere “Sauvignon Blanc”, # 47).
    Prost Mahlzeit !

  63. #65 Uli Schoppe
    16. September 2019

    Du bist zu blöd um verstehend zu lesen. Sorry.

  64. #66 Spritkopf
    16. September 2019

    @Beobachter

    Na, die Herren, wie lange soll es denn noch so weitergehen mit den persönlichen Angriffen und Unterstellungen – bis hin zur “Bösartigkeit” … ?!

    Sie haben es gerade nötig, den Hals aufzureißen. Ihre Unterstellung an Tobias Cronert, er wolle Atombombenangriffe bewusst verharmlosen, war ein Ausbund an Bösartigkeit.

    beim virtuellen Herrenstammtisch bei “Chips und Wein”

    Und zum Schluss noch ein kleiner Schuss Misoandrie schadet auch nix, wie? Erbärmlich.

  65. #67 rolak
    16. September 2019

    Erbärmlich

    Mir ist zB nicht klar, was B dort mit ‘Bezeichnend’ aussagen möchte, doch mich dünkt Pejoratives sehr wahrscheinlich. Ich fände es sehr bezeichnend, wenn wer auch immer, falls überhaupt, aufs erste Verlinken oder darauf etwas Anderes geantwortet hätte als “Was zum Henker soll dieses unverschämte in-die-Irre-Schicken in eine wüst geschriebene Textwüste, die neben dem einen gleichen RefenzText aber auch reinewech janix mit dem Artikel oben zu tun hat?”

    Miso

    Um noch mal in die Suppe zu spucken: neben all dem anderen Realitätsdisjunkten ist das doch komplett lächerlich. Allgemein entweder grotesk VTlastige Mär von sich irgendwo treffenden und demiprivée sich austauschenden und präparierenden Personas, oder fundamentales Unverständnis der Bedeutung von Stammtisch untermalt mit dem dahergeklatschten Vorurteil. Als ob es ausschließlich cismännliche Stammtische gäbe…
    Speziell sind von mir aus Wein und Chips derart far out^^

    Dabei ist der Artikel so positiv: darf doch die Hoffnung gehegt werden, das zumindest irgendwelches kernkräftiges Gedrisse nicht verhindern wird, daß nachkommende Generationen es weiter in vernünftige Schranken weisen können, falls die Generationen davor noch nicht alles Mögliche erreicht haben sollten.

  66. #68 RainerO
    16. September 2019

    Das mit dem Stammtisch und dem Schulterklopfen ist ihr üblicher Abgang. Habe ich schon zig-fach von ihr gelesen.
    Aber ich denke, jetzt ist es genug mit dem Nachtreten. In gewisser Weise habe ich Mitleid mit ihr, weil sie so gar nicht aus ihrer Haut kann.

  67. #69 RainerO
    16. September 2019

    @ rolak

    Dabei ist der Artikel so positiv: …

    Schon, trotzdem wäre mir lieber, wenn niemand mit roten Knöpfen liebäugeln würde. So egoistisch bin ich schon, dass es mir im Moment, wenn mir eine A-Bombe auf den Kopf fällt, ziemlich egal ist, dass sich folgende Generationen eh wieder erholen.
    Den ippnw-Links in #42 bin ich übrigens gefolgt. Sie haben mit dem Thema des Artikels wenig bis nichts zu tun. Interessant könnten sie allenfalls für Tobias selbst sein, was die Bewertung von Risiken in seinem Berufsumfeld betrifft.

  68. #70 rolak
    16. September 2019

    gefolgt

    Ja meinste etwa, ich hätte die fiktive Antwort ausgewürfelt? Und direkt mit zum ‘Nachtreten’: ich lese wahrlich nicht jeden Kommentar, aber deswegen fehlte mir zu Spritkopfs Zitiertem der Kontext, der nachgelesen werden mußte. Diesen Kontext zeitnah zu kommentieren ist doch kein Nachtreten; zumindest in keiner der mir bekannten Bedeutungen^^

  69. #71 RainerO
    16. September 2019

    @ rolak

    … ausgewürfelt…

    Da habe ich deinen Kommentar nicht genau genug gelesen (sorry) und den Konnex zu den ippnw-Links nicht hergestellt. Ich bin am WE schon drübergeflogen, hatte aber nicht den Nerv, es vollständig zu lesen. Heute schon, mit der gleichen Bewertung, wie deine in #67.

  70. #72 Beobachter
    17. September 2019

    Immer noch nicht genügend befriedigt durch die “Nachtreterei” auf die persönliche Tour?
    Das nimmt ja gar kein Ende …

    @ Spritkopf, # 66:

    Du zitierst mich falsch, aus dem Zusammenhang gerissen und obendrein auch noch aus einem anderen Thread mit anderem Thema (“Kurz notiert-Atomwüste Hiroshima?”, # 58)

    Es heißt dort:

    ” … deshalb halte ich ihn (Anm.: den “Atomwüste Hiroshima?”-Artikel) auch für tendenziös oder zumindest für fahrlässig. … ”

    Und zwar deshalb, weil die Langzeitfolgen mit keinem Wort erwähnt werden. Noch ausführlicher begründet habe ich meine Meinung dort auch. Bei Interesse kann man nachsehen.

    Und wenn man(n) sich durch Misandrie bedroht fühlt, sollte man(n) zumindest das Wort richtig schreiben können. 🙂

    Zur Info:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Misandrie
    https://de.wikipedia.org/wiki/Misogynie

    Vielleicht solltet ihr euch mal überlegen, weshalb hier so gut wie keine Frauen mitmachen.

    @ üblicher Herrenstammtisch:

    Auch hier beruft sich Tobias Cronert auf die LSS-Studie.
    Deshalb haben meine beiden ippnw-Links (# 42) zur LSS-Studie/Studien zur gesundheitlichen Schädigung durch radioaktive Strahlung überhaupt sehr wohl mit dem Thema hier zu tun.

    Diese große japanische Atombombenopfer-LSS-Studie scheint eine derart “heilige Kuh” zu sein, auf die sich alle berufen, dass man sich gar nicht sonderlich bemüht, auch noch andere, zusätzliche, große Studien zu erstellen zu den gesundheitlichen Auswirkungen radioaktiver Strahlung.
    Z. B. bei Atomwaffentests, AKW-Unfällen/Störfällen/Regelbetrieb bzgl. Beschäftigte in AKWs/Bevölkerung in der Nähe von AKWs; Beschäftigte in der Nuklarmedizin/in Forschungreaktoren, …

    Das alles bzw. diese Fragen gibt es ja nun auch schon seit Jahrzehnten, und gibt es dazu auch Langzeitstudien?

    Und dann die Sache mit den Grenzwerten:
    Wer legt die fest aufgrund welcher Erhebungen/Daten?
    Wer macht diese Erhebungen/Auswertungen in wessen Auftrag?
    Ab welcher radioaktiven Strahlungs-Exposition, über welchen Zeitraum, in welchem Alter, … ist es wie “gefährlich” oder wie “ungefährlich”?

    Ein “schönes” Beispiel:
    Man kann Millionen von Leuten quasi von heute auf morgen zu (mehr oder weniger behandlungsbedürftigen) Hypertonikern machen, indem man die Blutdruck-Grenzwerte absenkt:

    https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/958783/grenzwerte-abgesenkt-heftige-kritik-neuer-us-definition-hypertonie.html

    Oder man kann Grenzwerte anheben – siehe der “Expertenstreit” um Schadstoffe in der Atemluft … !

    Oder man kann überhaupt keine Grenzwerte festlegen und bestimmte problematische Fragen erst gar nicht stellen und untersuchen –
    und sich dann nur erschrocken “wundern” … :

    https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/weichmacher-und-pfoa-fast-alle-kinder-mit-gesundheitskritischen-chemikalien-belastet-a-1286708.html

  71. #73 Rainero
    17. September 2019

    @ Beobachter

    Auch hier beruft sich Tobias Cronert auf die LSS-Studie.
    Deshalb haben meine beiden ippnw-Links (# 42) […] sehr wohl mit dem Thema hier zu tun.

    Nein. Und es ist einigermaßen traurig und auch ein wenig befremdlich, dass du das nicht erkennst. Die Erklärung spare ich mir. Die anderen erkennen es und du wirst ohnehin nicht davon abrücken.

  72. #74 Spritkopf
    17. September 2019

    @Beobachter

    Du zitierst mich falsch, aus dem Zusammenhang gerissen und obendrein auch noch aus einem anderen Thread mit anderem Thema (“Kurz notiert-Atomwüste Hiroshima?”, # 58)

    Ihre Beobachtungsgabe lässt zu wünschen übrig; ich habe Sie überhaupt nicht zitiert. Aber ich hol’s gern nach. Aus Ihrem Kommentar:

    ” … so ein paar Atombombenabwürfe sind also gar nicht so schlimm, wegen kurzlebiger Isotope…”

    Dieser allererste Eindruck SOLL auch entstehen –
    das ist m. E. die Intention des Artikels

    Da steht es schwarz auf weiß: Es soll (großgeschrieben!) der Eindruck entstehen, Atombombenabwürfe seien nicht schlimm. Dies sei die Intention des Autors. Leugnen Sie das, wenn Sie können.

    Und ob Sie das nun in diesem oder in einem anderen Thread geschrieben haben, ändert an der Schäbigkeit Ihrer Unterstellung kein Jota.

    Und wenn man(n) sich durch Misandrie bedroht fühlt, sollte man(n) zumindest das Wort richtig schreiben können.

    Dann habe ich’s falsch geschrieben, von mir aus (und danke für die Korrektur). Nächstes Mal werde ich es richtig schreiben.

    Bedroht fühle ich mich von Misandrie übrigens nicht. Ich habe das lediglich deswegen erwähnt, weil Sie den Anstand, den Sie lauthals von anderen fordern, für sich selber ganz offenbar nicht als bindend betrachten.

  73. #75 zimtspinne
    17. September 2019

    @ Beobachter
    Nur mal kurze Zwischenfrage:
    Nervst du Raucher und Suffies und Adipöse und Bewegungsmuffel eigentlich auch so sehr wie uns hier bezüglich all der Versäumnisse des Väterchen Staates?
    Oder drehst du es dir grundsätzlich so zurecht, dass die keinesfalls selbst schuld sind, sondern nur arme Opfer einer falschen Politik, Verbrauchertäuschung etc?

    Bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Hypertonie gibts immer Grenz- oder Übergangsbereiche, wo ein Behandlungsbedarf in der Luft schwebt und eigenes Mitwirken stark gefragt ist.

    ein Prädiabetes soll eher durch Änderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten “behandelt” werden als durch Medikamente, Bluthochdruck ähnlich.
    Außer natürlich in bestimmten Fällen, wo diese Erkrankungen Folgen anderer Grunderkrankungen oder Therapien sind. Aber auch dort kann fast immer was verbessert werden durch Eigeninitiative.
    Denn in den meisten Fällen ist der Graubereich genau dafür da: nicht Behandlung ja oder nein, sondern Ausschöpfen eigener Einflussnahme und Möglichkeiten.
    führt jetzt vom Thema noch weiter weg, ich wollte nur mal wieder auf dein verqueres und oberflächliches Schwarz/Weiß-Denken hinweisen.

    Du willst den Bürger partout immerzu als armes verhuscheltes Opfer von Staat, polit. Entscheidungen, Gesetzgebungen, Regeln von oben… und und und sehen.
    Jedes Thema krempelst du dir so zurecht, bis das wieder passt und du zu deinem Lieblingsspielzug ansetzen kannst: Der Bürger, das Opferlamm.
    Kannst du dich nicht stattdessen in einer Verbraucherorga ansiedeln und dort mit deiner Energie was Sinnvolles anfangen, statt sie in virtuellen Kämpfen zu verballern?
    Oder schnapp dir einen Freund mit bedenklichen Blutdruckwerten und geht zusammen wandern. Baut deinen Frust ab und seinen Bluthochdruck 😀

  74. #76 Tobias Cronert
    17. September 2019

    @Beobachter #72: Die LSS ist zwar die beste Datenkohorte, die es gibt, aber das heißt nicht, dass es keine anderen Studien geben würde. Über die INWORKS-Studie an 300.000 Kernkraftwerksmitarbeitern will ich schon lange mal einen Artikel schreiben.

    Allerdings hast du schon recht, dass es keine ausführliche richtig tolle Studie gibt. Das hat aber weniger damit zu tun, dass die LSS so toll ist, sondern daran, dass es niemanden gibt der so eine Studien machen bzw. finanzieren will.

    Mit Strahlenschutz ist in der Wissenschaft kein Blumentopf zu gewinnen. Das Gebiet ist germaßen “verseucht” mit politischen Meinungen, dass man als Wissenschaftler nicht vernünftig arbeiten kann ohne sich einem Shitstorm und politischen Repressionen ausgesetzt zu sehen. Wiso sollte ein Wissenschaftler freiwillig in dem Gebiet arbeiten, wenn er die Hälfte seiner Arbeitszeit nur gegen Windmühlen kämpfen muss?

    Daher steigt das Forschungszentrum Jülich jetzt z.B. aus der Forschungs im Strahlenschutz aus. Es ist (im Sinne von Ruhm und Ehre) nicht ertragreich genug, als das es sich lohnen würde da Arbeit reinzustecken.

  75. #77 Beobachter
    17. September 2019

    @ Rainero, # 73:

    Doch:

    ” … Die größte Studie dazu ist wohl wieder mal die LSS – Life Span Study, basierend auf den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki [1]. … ” (aus dem obigen Blogartikel)

  76. #78 Beobachter
    17. September 2019

    @ Tobias Cronert, # 76:

    Danke für deine Antwort und die Ergänzungen zum Artikel und zur LSS-Studie im Detail.
    Vielleicht könntest du hier die von dir erwähnte INWORKS-Studie bald mal vorstellen, das wäre interessant.

    ” … Mit Strahlenschutz ist in der Wissenschaft kein Blumentopf zu gewinnen. … ”

    Da liegt wohl der Hund begraben, wie du auch im Folgenden schreibst – Strahlenschutz ist kein Forschungsbereich, den man mit Aussicht auf Erfolg und Lorbeeren und mit (finanzieller) Unterstützung beackern könnte.
    Hoffentlich finden sich trotzdem noch ein paar “aufrechte” Wissenschaftler …

    Außerdem denke ich, dass bei allem, was mit der Nutzung von Kernenergie und den damit verbundenen Risiken zu tun hat, schon so viel Schindluder getrieben worden ist, die Intransparenz so hoch ist und die Informationspolitik so schlecht bzw. verschleiernd war/ist, dass man sich nicht wundern braucht, dass die Bevölkerung zu Recht sehr skeptisch und verunsichert ist.
    Und z. T. derart verunsichert ist, dass jegliche Art von echter und vermeintlicher “Strahlung” in ein und denselben Topf geworfen wird.
    Das ist m. E. eine der übelsten Auswirkungen einer verfehlten Informationspolitik und auch einer unzureichenden Wissenschaftskommunikation.

  77. #79 Beobachter
    17. September 2019

    @ zimtspinne, # 75:

    Ich bin immer wieder erstaunt und mittlerweile auch schon ziemlich belustigt, dass die meisten Kommentatoren immer nur und ausschließlich von sich selber und ihrer eigenen Lebenssituation ausgehen.

    Wie willst du z. B. mit einem alten, bettlägerigen Menschen, der herzkrank, Hypertoniker und Diabetiker ist, “wandern gehen”? 🙂
    Solche Menschen haben eher Patientenschutz nötig !

    Und die Verbraucherschützer sind selber schon so gut informiert/aufgestellt, dass sie dort meine Infos/Anregungen/Fragen nicht brauchen.

    Zum “Frustabbau” gibt es viele andere Möglichkeiten … 😉

  78. #80 Tobias Cronert
    18. September 2019

    Ich hoffe ja immer, dass durch den Atomausstieg ein gutes Stück Dampf aus dem Kessel genommen wird und man endlich mal unemotional und objektiv über Strahlung reden kann.

    Wenn dem so ist, dann kann man bestimmt auch in Deutschland mal eine objektive Studie auflegen. Hoffe ich jedenfalls.

  79. #81 Captain E.
    18. September 2019

    @Tobias Cronert:

    Da sehe ich, ehrlich gesagt, ziemlich schwarz. Aber wir können es gleich hier ausprobieren:

    Beobachter und bote, wie seht ihr beiden die kerntechnische Zukunft Deutschlands?

  80. #82 RainerO
    18. September 2019

    @ Captain E.
    Diese Frage ist, egal wie man dieses Thema selber sieht, leicht zu beantworten: In Deutschland gibt es auf absehbare Zeit (mMn im Bereich von mindestens einer Generation) keine kerntechnische Zukunft.

  81. #83 Captain E.
    18. September 2019

    @RainerO:

    Tja, aber da haben wir doch schon das Problem! Diese Option steht nämlich gar nicht zur Wahl. Deutschland muss seine kerntechnischen Angelegenheiten auch in Zukunft betreiben. Das muss und wird wohl auch nicht so aussehen wie heute oder vor 20 Jahren, aber die “Keine Aktivität” ist die falsche Antwort.

  82. #84 Tobias Cronert
    18. September 2019

    Na da kommt es dann extrem drauf an, was man als Kerntechnik bezeichnet.

    Also mMn ist Atomenergie =/= Kerntechnik.

    In meiner kleinen Welt ist ein stinknormales MRT-Gerät Kerntechnik, Ein PET-Scan erst recht.
    Die wird es auch in Deutschland noch lange geben, auch wenn alle Atomkraftwerke ausgeschaltet sind.

  83. #85 RainerO
    18. September 2019

    @ Captain E.
    an #81-#84 sieht man, dass es offensichtlich schon am gemeinsamen Verständnis der Begrifflichkeiten scheitern kann.
    Ich habe es im Kontext AKW gesehen. Das Weiterbetreiben bestehender AKWs findet natürlich in der Zukunft statt, hat aber keine Zukunft im Sinne einer Weiterentwicklung und/oder Neubau. .
    Tobias’ Differenzierung ist wichtig. Aber ich denke, dass auch der rigorosesete Atomgegner nichts gegen den Einsatz von Kerntechnik in der Medizin hat.

  84. #86 Captain E.
    18. September 2019

    @RainerO:

    an #81-#84 sieht man, dass es offensichtlich schon am gemeinsamen Verständnis der Begrifflichkeiten scheitern kann.

    Es tut mir leid. Du gehörst ja gar nicht zu den “üblichen Verdächtigen”, auf die meine Frage gezielt hatte.

    Ich habe es im Kontext AKW gesehen. Das Weiterbetreiben bestehender AKWs findet natürlich in der Zukunft statt, hat aber keine Zukunft im Sinne einer Weiterentwicklung und/oder Neubau. .

    Aber selbst da gilt: Stehen lassen und nicht mehr darüber nachdenken funktioniert weder für abgeschaltete Anlagen noch für die abgebrannten Brennstäbe. Auch da geht die kerntechnische Zukunft weiter.

    Ein Quasi-Chef von Tobias hat sich übrigens seinerzeit weit aus dem Fenster gelehnt, um seinen Lieblingsreaktor durchzudrücken: Rudolf Schulten, Direktor am Institut für Reaktorentwicklung der Kernforschungsanlage Jülich. Der Thorium-Hochtemperatur-Reaktor war sein Baby, und vermutlich war er noch bis zu seinem Tod von dem Konzept völlig überzeugt.

    Andere Ideen spuken aber immer noch herum wie dieser Dual Fluid Reaktor vom Institut für Festkörper-Kernphysik (IFK) in Berlin. Wenn die Energiewende schlecht laufen sollte bzw. noch schlechter als bisher, könnte diese Seite wieder Oberwasser gewinnen. So gerne sitzen Kernkraftgegner vermutlich auch nicht im Kalten und Dunklen.

    Meine Meinung ist übrigens immer noch die, dass west- und mitteleuropäische bzw. nordamerikanische Staaten dermaßen wenige neue Reaktoren bauen, dass dies einem Ausstieg gleichkommt – auch wenn die wenigsten einen formellen Beschluss gefasst haben.

    Tobias’ Differenzierung ist wichtig. Aber ich denke, dass auch der rigorosesete Atomgegner nichts gegen den Einsatz von Kerntechnik in der Medizin hat.

    Vertu dich da mal nicht! Und setz lieber kein Geld darauf. Was ein echter Kernkraftgegner ist, der hat auch vor dem Molybdän-99-Transporter Angst. Strahlung ist schließlich gefährlich, nicht wahr?

  85. #87 RainerO
    18. September 2019

    @ Captain E.
    Leid tun muss dir nichts. Zeigt es doch, wie wichtig es ist, dass alle Seiten die gleiche Vorstellung von einem Begriff haben, sonst redet man aneinander vorbei.
    Ich habe mich (hier) absichtlich nicht positioniert, weil die Diskussion darüber absolut vergiftet ist. Eine ernsthafte Diskussion über eine wie auch immer geartete Weiterführung der Nutzung von Kernspaltung/-fusion zur Energieumwandlung wird es in der aktuellen Generation “Atom ist böse!” nicht geben. Die Energiewende in der aktuellen Form ist gescheitert, trotzdem würden derzeit wohl nicht einmal gröbere Blackouts zu einem Umdenken führen.

    Ich unterstelle dem durchschnittlichen Kernkraftgegner Unwissenheit über die Funktionsweise der Szintigraphie. Es mag absolute Hardcoregegner geben, die könnte man dann aber auch fragen, wie viel Angst sie vor dem Verzehr einer Banane haben.
    Man könnte ihnen aber auch dieses Diagramm zeigen.

  86. #88 Beobachter
    18. September 2019

    @ Captain E., RainerO:

    Dass “mit Strahlenschutz in der Wissenschaft kein Blumentopf zu gewinnen” ist, scheint euch in keiner Weise zu stören.
    Man braucht aber Strahlenschutz(kenntnisse) in allen Bereichen, wo weiterhin mit Kerntechnik (z. B. in der Medizin) gearbeitet wird, auch wenn mal in Deutschland alle AKWs abgeschaltet sind.
    Und Reaktorunfälle wird es in anderen (benachbarten) Ländern weiterhin geben, die in den möglichen Auswirkungen auch Deutschland betreffen können.
    An Kriege, auch mit Atomwaffen, wage ich gar nicht zu denken …
    Deshalb bräuchten/brauchen wir weiterhin Studien, und zwar nicht nur die bzgl. Atombomben-Opfern/Überlebenden !
    Ebenso wenig stört euch offenbar die mauernde und verschleiernde Informationspolitik bei Reaktorunfällen/-“Störfällen” und die Tatsachen des ungelösten Atommüllproblems und des Missbrauchs der Kerntechnik für Massenvernichtungswaffen.

    Mit (unterstellten) dummen Sprüchen wie “Atom ist böse” /”Strahlung ist gefährlich” wird dann auch noch versucht, AKW- und Atomwaffengegner (und Pazifisten) lächerlich zu machen und sie als weltfremde Deppen und Wissenschaftsfeinde hinzustellen und zu diffamieren.
    Wie ihr das hier in euren letzten Kommentaren versucht (# 86 und 87).
    Das ist immer das letzte Mittel, wenn einem sonst (argumentativ) gar nichts mehr einfällt – erbärmlich !

  87. #89 RPGNo1
    18. September 2019

    Das ist immer das letzte Mittel, wenn einem sonst (argumentativ) gar nichts mehr einfällt – erbärmlich !

    Furor aktiviert …
    Moralkeule +5 geschwungen …
    Ziel verfehlt …
    Kritischer Fehlschlag!

  88. #90 Beobachter
    18. September 2019

    @ R, # 89:

    Sachliche, inhaltliche Aussage: 0
    Wie üblich versuchte persönliche Provokation …

    q.e.d. 🙂

  89. #91 Tobias Cronert
    18. September 2019

    Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Diskussion über alles, was mit ionisierender Strahlung zu tun hat, allein durch den geplanten Atomenergieausstieg schon wesentlich an Polemik verloren hat.

    Meine Hoffnung ist, dass nach dem vollzogenen Ausstieg nur noch die Extremisten übrig sind, die aber dann zahlen- und einflusstechnisch vernachlässigt werden können.

  90. #92 RainerO
    18. September 2019

    @ Beobachter
    Vor zwei Jahren hätte ich mich über etwas wie in #88 noch aufgeregt. Inzwischen bedauere ich dich nur mehr ob deines erbärmlichen Lebens.

  91. #93 Beobachter
    18. September 2019

    @ RainerO, # 92:

    Siehe # 90 – dito
    q.e.d.

    P. S.:
    Woher willst DU etwas über mein Leben wissen?
    Kannst du hellsehen? 🙂

    @ Tobias Cronert, # 91:

    Auf weitere Provokationen und Beleidigungen von den üblichen Typen werde ich jetzt nicht mehr reagieren –
    es wird mir zu blöd, und die Zeit ist mir auch zu schade.

    Danke für deine Geduld.
    Lass` es dir so gut wie möglich gehen und halte die Ohren steif.
    Alles Gute und herzliche Grüße …

  92. #94 RainerO
    18. September 2019

    @ Tobias Kronert

    … nur noch Extremisten übrig…

    Auch wenige Extremisten können ein Thema durch lautes und koordiniertes Geschrei vergiften. Siehe Impfgegner.
    Gibt es abseits AKWs und deren Begleiterscheinungen noch andere Themen, die im Zusammenhang mit ionisierender Strahlung (derzeit) zu emotional diskutiert werden?

  93. #95 RPGNo1
    18. September 2019

    Auf weitere Provokationen und Beleidigungen von den üblichen Typen werde ich jetzt nicht mehr reagieren –
    es wird mir zu blöd, und die Zeit ist mir auch zu schade.

    Es gibt nur eine Person, die auf beinahe jede Entgegnung beleidigt und beleidigend bzw. provoziert und provozierend reagiert. Deswegen wurde diese Person, die sich aus einem mir nicht befindlichen Grund als “Beobachter” tituliert, auch von zahlreichen SB-Bloggern verwarnt, auf Moderation gesetzt oder sogar permanent gesperrt. Nur lernt diese Person B nichts aus den zahlreichen mehr oder weniger dezenten Hinweisen. Sondern sie hoppt zum nächsten SB-Blog weiter, um sich dann erneut bitterlich darüber zu beklagen, wenn sie in diesem von ihr auserwählten Blog ein weiteres Mal von zahlreichen Kommentaren ob ihrer Überheblichkeit, Ignoranz und Impertinenz einen kräftig verbal auf den Deckel bekommt.

    Zudem verspricht diese Person in regelmäßigen Abständen, nicht mehr zu reagieren, um dieses Versprechen nach kurzer Zeit doch wieder zu brechen. Dafür ist ihre Geltungssucht dann doch zu groß.

    Letztendlich ähnelt B damit einem Robert oder Terminator. Diese legten bzw. legen nämlich ein analoges Verhalten an den Tag. Vielleicht sollten diese drei Herrschaften einen Club bilden, damit sie sich über die bösen bösen Mitkommentatoren ausweinen können, die sie ach so unfair behandeln.

  94. #96 Tobias Cronert
    19. September 2019

    @ReinerO: Na ich sag mal meienn Job gibt es sowieso nur, weil es in Deutschland nioemals mehr einen Forschungsreaktor geben wird.

    Ein Forschungsreaktor macht keinen Strom, sondern nur Neutronen für die Forschung. Trotzdem wird er mit den Leistungsreaktoren, die von bösen Firmen (und nicht von lieben Universitäten) betrieben werden in einen Topf geworfen und bekommt auch mal gerne Demostranten und ähnliches ab.

    In kleinerem Unfang gilt das dann auch für alle Radioaktivitätstransporte über deutschen Straßen … ja auch für die Medizin und sogar für Röntgenanlagen an den Flughäfen.
    Da würde ein wneig mehr Objektivität sehr gut tun.

  95. #97 Captain E.
    19. September 2019

    @Beobachter:

    Dass “mit Strahlenschutz in der Wissenschaft kein Blumentopf zu gewinnen” ist, scheint euch in keiner Weise zu stören.

    Ach, das ist ein ganz klarer Fehlschluss deinerseits. Ich vermute, dass RainerO das ganz genauso sieht. Wenn es keinen “Nachwuchs” mehr gibt, der sich mit dem Thema Strahlenschutz beschäftigen will, ist das eine ausgesprochen unangenehme Entwicklung. Oder anders gesagt: Das kann gefährlich werden. Am Ende wird Strahlenschutz in Deutschland womöglich noch ein Alleinstellungsmerkmal der Bundeswehr (ABC-Abwehr-Truppe und Zentraler Sanitätsdienst). Den Pazifisten könnte das nicht gefallen.

    Man braucht aber Strahlenschutz(kenntnisse) in allen Bereichen, wo weiterhin mit Kerntechnik (z. B. in der Medizin) gearbeitet wird, auch wenn mal in Deutschland alle AKWs abgeschaltet sind.

    Das war uns selbstverständlich klar. Schön, dass das für dich ebenso gilt.

    Und Reaktorunfälle wird es in anderen (benachbarten) Ländern weiterhin geben, die in den möglichen Auswirkungen auch Deutschland betreffen können.

    Auch das! Und selbst wenn bei uns keine strahlende Wolke ankommt, hilft man sich im Falle einer Katastrophe ja auch immer gegenseitig.

    An Kriege, auch mit Atomwaffen, wage ich gar nicht zu denken …
    Deshalb bräuchten/brauchen wir weiterhin Studien, und zwar nicht nur die bzgl. Atombomben-Opfern/Überlebenden !

    Vor diesem Hintergrund ist die Selbstverpflichtung der Universitäten, nur für friedliche Zwecke zu forschen, zu hinterfragen. Das Militär muss sich zwangsläufig mit solchen Fragen beschäftigen und ist daher auf die Hilfe aus der Wissenschaft angewiesen. Wir wissen ja alle nicht, was die Zukunft so bringt. Ein nuklear geführter Kashmir-Krieg zwischen Pakistan, Indien und womöglich China? Ein nordkoreanischer Angriff mit einer Interkontinentalrakete auf Washington mit US-Gegenangriff auf Pjöngjang? Wenn so ein Konflikt einträte (und hoffentlich regional begrenzt bliebe), würde sich dennoch danach jemand mit den Folgen beschäftigen müssen.

    Ebenso wenig stört euch offenbar die mauernde und verschleiernde Informationspolitik bei Reaktorunfällen/-“Störfällen” und die Tatsachen des ungelösten Atommüllproblems und des Missbrauchs der Kerntechnik für Massenvernichtungswaffen.

    Wer hat wann gemauert oder verschleiert? Und waren diese Versuche erfolgreich? Was den Atommüll angeht, so stellt sich die Frage, ob die Befürchtungen der Gegner nicht übertrieben sind. Aber zugegeben, was das Helmholtz Zentrum München, ehemals Gesellschaft für Strahlenforschung mbH, so in der Asse angestellt hat, ist unbegreiflich. Herausgekommen ist es aber immerhin. Befürworter der zivilen Nutzung der Kernenergie haben sich damit ganz sauber selber ins Knie geschossen!

    Der Vorwurf des Missbrauchs ist aber ulkig, setzt er doch implizit voraus, dass es eine “richtige” und eine “falsche” Anwendung der Kerntechnik gäbe. Erinnern wir uns doch einmal: Großtechnische Anlagen wurden erstmals entwickelt und gebaut, um damit Atombomben bauen zu können. Der Rest kam alles erst später, und zuvor fand Forschung nur in kleinem Maßstab im Labor statt.

    Mit (unterstellten) dummen Sprüchen wie “Atom ist böse” /”Strahlung ist gefährlich” wird dann auch noch versucht, AKW- und Atomwaffengegner (und Pazifisten) lächerlich zu machen und sie als weltfremde Deppen und Wissenschaftsfeinde hinzustellen und zu diffamieren.

    Das hat mit Diffamierung nichts zu tun. Die Ängste kann man bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, gerade vor einem globalen Atomkrieg, aber viele Gegner stellen es selber so dar, als wären selbst allerkleinste Strahlendosen lebensgefährlich oder sogar direkt tödlich, als sei Radioaktivität ansteckend oder wäre sie von irren Wissenschaftlern erfunden worden, die die Menschheit vernichten wollten. Dass es so etwas wie natürliche Radioaktivität gibt, wird von vielen dabei völlig ausgeblendet.

    Ja, der Umgang mit Radionukliden, von denen einige erst durch menschlichen Eingriff in nennenswerter Menge entstehen können, ist nicht ungefährlich. Andere Dinge sind allerdings auch gefährlich, wie Schwermetalle, Arsen, Asbest, Quecksilber oder Nebenprodukte der Erdölverarbeitung. Die normale Toxizität solcher Stoffe baut sich aber noch nicht einmal ab wie es bei Radionukliden der Fall ist.

    Wie ihr das hier in euren letzten Kommentaren versucht (# 86 und 87).
    Das ist immer das letzte Mittel, wenn einem sonst (argumentativ) gar nichts mehr einfällt – erbärmlich !

    Was ist daran erbärmlich, wenn ich kritisiere, dass Kernkraftgegner praktisch jede Maßnahme kritisieren, aber kein Problem damit haben, den Atommüll direkt neben dem Kernkraftwerk stehen zu lassen? Nichts zu tun, macht den Atommüll auch nicht ungefährlich – zumindest nicht allzu schnell. Oder was stört dich an meiner Kritik daran, dass Rudolf Schulten auf Biegen und Brechen einen Reaktortyp durchsetzen wollte, der nach heutigem Kenntnisstand nie richtig funktioniert hat? Ich könnte hinzufügen: Manche Befürworter in Deutschland rühmen den Hochtemperaturreaktor noch heute als einzigen deutschen Reaktortyp (die Grundidee stammt aber aus den USA!), der inhärent sicher und serienreif gewesen sei. Beides ist so schlichtweg unwahr.

    Oder was soll erbärmlich daran sein, wenn ich konstatiere, dass nicht nur Deutschland dabei ist, aus der Kerntechnik zur Energiegewinnung auszusteigen? Es gibt halt in vielen Ländern keine oder nur wenige Neubauten.

    Und die Kritik an zumeist nicht sehr deutlich gekennzeichneten Atomtransporten hast du doch bestimmt auch schon gehört, nicht wahr? Und es stimmt ja auch, dass ein solcher Transporter nach einem Unfall mit Vorsicht behandelt werden muss. Nur werden diese Transporte aus medizinischen wie wissenschaftlichen Gründen immer notwendig sein. Die Gefahren von wenigen Gramm strahlenden Materials im Vergleich zu tonnenschweren Atommülltransporten sind aber nicht wirklich miteinander zu vergleichen.