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Während die akademische Forschung im Bereich der Neuroforschung durch neue bildgebende Verfahren erweiterte Erkenntnisse über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns erhalten hat und davon zunehmend auch im Bereich der Wirtschaftswissenschaften (“Neuroökonomie”) davon Gebrauch gemacht wird, erhält das Thema auch eine wachsende gesellschaftspolitische Bedeutung über die Landesgrenzen hinaus.

Nicht alles was technisch mach- bzw. messbar ist, muss auch erforscht werden. Das gilt auch für das Gebiet der Neuroforschung – so die Position eines Kreises von Bürgern, die sich europaweit unter dem label “Meeting of Minds” zusammengefunden haben. Ein Beispiel dafür, wie engagierte Personen ein gesellschaftlich relevantes Thema in die Hand nehmen, um einem möglichen Missbrauch vorzugreifen.
Denn soviel steht fest: nur der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Forschungsthemen bietet langfristig eine Grundlage, auf der Erkenntnisgewinnung funktionieren kann. Zugleich stellt er ein sinnvolles Korrektiv dar, um Wissenschaft in der Mitte der Gesellschaft zu verankern. Vielleicht ein gutes Beispiel für andere Forschungsthemen, die momentan (wieder) in einer Ethikdebatte stehen …

Kommentare (2)

  1. #1 michael pusler
    Februar 5, 2008

    kurzer Nachtrag vom Autor: der link zur site “Meeting in Minds” http://www.meetingmindseurope.org/europe_default_site.aspx?SGREF=14

  2. #2 Katharina Zöller
    April 11, 2008

    ja, tatsächlich eine gute Idee, auch Laien ethische Fragen diskutieren zu lassen! Wir machen das grade mit jungen Erwachsenen zum Thema “Chancen und Risiken der Nanomedizin”. Die Ergebnisse der drei “Jugendforen” in Form eines Jugendgutachtens werden am 13.6.08 in München an einen Vertreter des Bundesforschungsministerium übergeben. Und gerade ist ein Gastblog (“Nanojugend”) hier bei Scienceblogs gestartet! Wäre schön, wenn vermehrt normale Bürgerinnen und Bürger in solche Prozesse einbezogen würden und jede/r ein Mal im Leben an so einem Forum teilnimmt…