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Der (N)Onliner Atlas 2010 der Initiative D21 wartet mit ganz aktuellen Daten zur Internetnutzung in Deutschland auf. Zentrales Ergebnis: knapp drei Viertel der Bevölkerung ist online (72%). Im Vergleich mit dem Vorjahr (69,1 %) zeigt sich langsam eine Sättigung bei der Zunahme der Onlinenutzung, wobei nach wie vor die Männer (79,5%) deutlich gegenüber den Frauen (64,8%) dominieren. Zudem gibt es deutliche regionale Unterschiede in der Nutzung.


Signifikates Wachstum gibt es in erster Linie durch die etwas älteren Bürger. So steigt der Anteil der Nutzer in der Altergruppe “50plus” von 44,9% auf 49,6% an. Die seit 2005 intensivierte Erschliessung durch Breitbandtechnologie spielt eine entscheidende Rolle für diesen Anstieg.

Da die formal besser Gebildeten bereits seit Jahren sehr intensiv im Netz unterwegs sind, ist es nicht verwunderlich, daß 2010 Zuwächse insbesondere bei den geringer Gebildeten zu verzeichnen sind. Während hier zwischen soziodemografischen Gruppen eine Ännäherung des Nutzungsverhaltens stattfindet, trifft dies für die regionale Verteilung nicht zu. Ganz deutlich, und mir in der Größe etwas unerklärlich, tut sich eine West – Ost-Schere weiter auf. Mit deutlichen Steigerungen bis teilweise 6 Prozentpunkten (allen voran Bremen) liegt die Internetnutzung in den alten Bundesländern nahezu durchweg über 70% (Ausnahme: Saarland), während keines der neuen Bundesländern in die nähe dieser Verbreitung kommt.

Was begründet die Annahme einer sich abzeichnenden Sättigung: aufgrund der (leichten) Steigerung im Saldo sinkt der Anteil der Nutzungsplaner von 4,4 % (2009) auf 3,8 % 2010. Ein Sockel von derzeit 24,2% möchte wohl – ob gewollt oder unfreiwillig – nicht an den Angeboten und Möglichkeiten der Netzwelt teilhaben. 

Zu den Ergebnissen der Studie im Detail: http://www.initiatived21.de/nonliner-atlas/zentralen-ergebnisse-noa2010