Der neue Planet WASP-18b, der sich selbst versenkt, bestätigt meine Arbeit. Das Paper, das gestern in Nature erschienen ist, wird vermutlich auf ewig in meinem Gedächtnis haften bleiben als das Paper, das ich gerne geschrieben hätte. Dennoch bin ich begeistert, das es erschienen ist.

ResearchBlogging.org“Dummerweise” wurde aber der dazugehörige Planet nicht von der CoRoT-Kollaboration sondern von WASP entdeckt.

Ja, ich geb es offen zu, ich bin total neidisch. (Auf eine freundliche Art und Weise 😉 Letztens erst haben sie den ersten Planeten entdeckt, der sozusagen “verkehrt” herum kreist und jetzt das! Coel Hellier und seine Kollegen haben einfach meinen persönlichen Rosetta-Stein entdeckt (1). Unverschämt 😉

WASP-18b – mein persönlicher Rosettastein

WASP-18b bringt mich gerade so aus dem Häuschen. Ein 10 (!) Jupitermassen schwerer Planet, der alle 0,94 Tage seinen Zentralstern umkreist.

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Bild (David A. Aguilar / CFA): Künstlerische Darstellung des Planeten OGLE-TR-56b, der ähnlich nah an seinem Zentralstern dran ist wie WASP-18b.

Ok, jetzt mal langsam. Worum geht es eigentlich? Was ist das Interessante dabei.

Vorneweg. Vergesst alles, was in der Presse steht! Vor allem vergesst diesen beschissenen Spiegel-Online-Artikel dazu. Den kann man ungelesen in die Tonne kloppen.

Mit seiner Anziehungskraft rufe der Planet gigantische und für ihn letztlich verhängnisvolle Plasmaströme auf seiner nahegelegenen Sonne hervor.

*Würg.* Ist ja nicht wahr. Die haben echt null verstanden, worum es geht. Null, nada, niente!

Diese Aussage ist streng genommen nicht falsch, sie weckt nur völlig falsche Assoziationen und es fehlt mal eben 90% dessen, worum es eigentlich geht. Nämlich warum da Plasma fließen sollte.

Gezeitenkäfte ziehen den Planeten heran

Es geht um Gezeitenkräfte. Kommt in dem SpOn-Artikel ein einziges Mal das Wort Gezeiten vor? Ebbe und Flut? Denn das ist es, was der Planet auf dem Stern auslöst: Gezeiten- bzw. Flutberge. Und da auf einem Stern natürlich Plasma und kein Wasser wie hier auf der Erde fließen kann, kommen halt Plasmaströme vor.

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Bild (L. Carone): Gezeitenkräfte bei extrasolaren Planeten. Der Planet erzeugt einen Gezeitenberg auf dem Stern.

So und jetzt wird es etwas kompliziert. Der Gezeitenberg bildet sich nicht sofort aus. So ein Stern braucht eine “gewisse Zeit” bis er sich verformt. (Behaltet bitte “gewisse Zeit” im Hinterkopf. Das ist der Dreh- und Angelpunkt des Nature-Papers.) In dieser Zeit bewegt sich aber alles. Der Stern dreht sich, der Planet wandert weiter. Bei den Exoplaneten, die so extrem nah an ihrem Stern dran sind, ist es nun so, dass sie nur wenige Tage brauchen, um einmal komplett den Stern zu umrunden. Der Stern an sich rotiert aber wesentlich langsamer um seine eigene Achse. Der braucht typischerweise für eine komplette Drehung 10-20 Tage.

Wie gesagt, es braucht “gewisse Zeit” bis sich die Masse auf dem Stern so verschoben hat, um einen Gezeitenberg zu bilden. In der Zeit ist aber der Planet längst weiter geeilt. Das ist aber keine energetisch günstige Konfiguration. Die Natur bevorzugt ja Faulheit 😉 D.h. es entstehen jetzt Kräfte, welche den Gezeitenberg in die Sichtlinie zwischen Planet und Zentrum des Sterns in den energetisch niedrigsten Zustand ziehen. Da der Gezeitenberg aber an dem ganzen Stern festhängt, wird auch der Stern oder zumindest die äußere Hülle mitgezogen und zwar in die Drehrichtung seiner Rotation. Der Stern erfährt also einen “Kick” in Richtung seiner Drehung. Er dreht sich einen Tick schneller als vorher.

Jetzt kommt ein Prinzip zum Tragen, das leider sehr, sehr unanschaulich ist: Drehimpulserhaltung.

Ich erkläre das immer mit der rotierenden Eiskunstläuferin mit Hanteln in den Händen. Will sie langsamer rotieren, muss sie die Hanteln wegstrecken, dreht sie sich schneller, muss sie die Hanteln heranziehen.

In diesem Bild ist der Stern die Eiskunstläuferin und der Planet die Hantel. Der Stern dreht sich schneller, also muss der Planet heranrücken.

Wann stürzt der Planet in seinen Zentralstern ?

Das könnte dem neuentdeckten WASP-18b zum Verhängnis werden. Wann das der Fall ist, hängt von der “gewissen Zeit” ab, welche der Stern braucht, um den Gezeitenberg zu bilden. Diese “gewisse Zeit” ist über Umwege mit dem so genannten Q-Faktor (Gezeitendissipationskonstante) verbunden. Dieser Faktor sagt uns, wieviel Energie pro Zyklus “verbraucht” wird. Wir sprechen hier von einem ganzen Stern, in dem sich Zeugs verschiebt. Das kann nicht ohne Energieverlust sprich Reibung vonstatten gehen. Deswegen reden wir in solchen Fällen auch von Gezeitenreibung.

Jetzt gibt es aber genau bezüglich dessen große Unsicherheiten innerhalb der Gemeinschaft der paar Leuten, die sich darüber den Kopf zerbrechen. Die meisten Leute aus der Binärstern-Ecke meinen, dass der Stern relativ viel Energie über Gezeitenreibung verlieren sollte. Wir dagegen sagen bereits seit einigen Jahren, dass der Effekt im Gegenteil um mehrere Größenordnung kleiner sein sollte. Es gibt Abweichungen in den Berechnungen von bis zu fünf Größenordnungen. Fünf! Von Q = 105 bis Q = 1010 ist alles dabei. Wobei die allermeisten anscheinend eher dem unteren Spektrum anhängen. Einige wenige, darunter meine bescheidene Wenigkeit 😉 sagen seit Jahren, dass zumindest in einigen Fällen das Q eher weiter oben anzusiedeln sei (2).


Langsames oder schnelles Planetenversenken?

Coel Hellier und seine Kollegen waren so nett mal nachzurechnen, was das für den Planeten WASP-18b bedeuten würde: Entweder ist er in weniger als einer Millionen Jahre so nah an seinen Stern heran rückt, dass es ihn zerreißen dürfte (für Q = 106) oder erst in einer Milliarde Jahre (für Q = 109).

So oder so, der Planet stirbt vor seiner Zeit. Normalerweise hätte ein solches Planetensystem ein paar Milliarden vor sich, bevor der Stern sich verändert. Die große Preisfrage ist nun: In welchem Stadium des Sterbens ist er? Ist er nach kosmischen Maßstäben im nächsten Moment verschwunden? Oder hat er noch ein bisschen Zeit?

Ich tendiere ja zu “er hat noch ein bisschen Zeit”. Auch deswegen, weil es sonst einen unglaublichen Glücksfall darstellen würde, gerade über solch einen Planeten zu stolpern. Man hätte gerade 1 Million Jahre Zeit, sonst wäre er weg 😉 Bei all den Sternen da draußen, die Milliarden von Jahren leben, gerade einen zu erwischen, bei dem der Planet gerade nicht weg ist, wäre schon wie ein Sechser im Lotto. Das ist auch der Punkt, worüber sich Coel Hellier und seine Kollegen ernsthaft die Köpfe zerbrechen und anfangen an den kleinen Q-Werten zu zweifeln. (Ich werde in dem Paper zitiert! Ha, ich werde tatsächlich in einem Nature-Paper zitiert. La-Ola-tanz! Ja! Zweifelt an den kleinen Werten! Ernsthaft, ich hab heute morgen wirklich in meinen Büro getanzt und das jedem hier unter die Nase gerieben.)

Wozu soll das Ganze gut sein? Wen interessiert das Q?

Mal kurz zusammen gefasst, warum das jetzt wichtig ist. Gezeitenreibung wirbelt alles für die kurzperiodischen Planeten durcheinander. Es geht bei den Beobachtungen schließlich auch darum herauszufinden, wieviele Planeten überhaupt entstehen und was mit denen so im Laufe der Zeit passiert. Wenn da ein mehr oder weniger großer Bruchteil der Planeten sich selbst in ihrem Stern versenkt, dann sollte man das bei den Hochrechnungen schon berücksichtigen. Dazu müsste man aber schon wissen, wie stark der Effekt ist und wie weit weg er vom Stern noch wirkt. Das alles hängt vor allem von diesem Q-Faktor ab.

Dann liegt noch ein bisschen Sprengstoff in der Sache mit dem Einfluss auf die Sternrotation. Der Planet kickt den Stern ja an.

Ich hab mit Astrophysikern gesprochen, denen alles aus dem Gesicht gefallen ist, als ich denen verklickert habe, dass so ein Planet über Gezeitenkräfte genug Drehimpuls übertragen kann, um den Stern richtiggehend aufzuziehen. Dummerweise benutzen viele die Rotation des Sterns um dessen Alter zu bestimmen. Wenn die Rotation aber von einem Planeten verfälscht wurde und man den vielleicht gar nicht mehr sieht, weil der “Urheber des Übels” schon längst von seinem Stern geschluckt wurde…Dann haben wir da ein klitzekleines Problemchen 😉

Desweiteren sagt uns der Q-Faktor wie verformbar ein Stern ist. Man lasse sich das Mal auf der Zunge zergehen. Wir würden darüber messen können, wie so ein Stern reagiert, wenn man ihn ein bisschen ausbeult. Wir hätten damit eine vollkommen neue Methode in den Stern hineinzusehen.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich nicht so recht an die kleinen Q-Werte glauben mag. Die stimmen nämlich ziemlich genau mit dem überein, was für Gasriesen wie Jupiter innerhalb unseres Sonnensystems beobachtet wurde. Wenn man aber die physikalischen Vorgänge in der Atmosphäre eines Gasriesen mit denen eines Sterns vergleicht, dann gibt es da doch ganz erhebliche Unterschiede. Plasmaströme und Konvektion gegen planetenumfassende Gasbänder. Wieso sollte das gerade passen? Einige Sternenmodelle berücksichtigen das und sagen weitaus höhere Q-Werte voraus.

Außerdem stammen die kleinen Q-Werte aus Beobachtungen von engen Binärsternsysteme. Wir meinen, dass Binärsterne Spezialfälle sind, von denen man nicht unbedingt so ohne weiteres auf Gezeitenkräfte von Exoplaneten schließen sollte. Außerdem…(Ok, ich sag jetzt nichts, ich will meinem Paper, an dem ich gerade herumwerkle nicht vorweg greifen. Oh Mist, jetzt muss ich ja das gestrige Nature-Paper zitieren. *seufz*)

Hinterm Mond gleich links an WASP-18b: Hosen runter! Zeig uns Dein Q!

Natürlich sind die Argumente mit der Wahrscheinlichkeit und den Modellen recht schwach. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten das direkt an WASP-18b zu testen.

Ich hätte dann gerne mal die genaue Rotationsperiode des Sterns. Dann können wir hier nämlich das machen, was wir für den Planeten OGLE-TR-56 b gemacht haben. Seine Vergangenheit betrachten (3).

Die Gezeitenreibung dreht ja gleichzeitig an der Drehung des Sterns und an der Position des Planeten. Und ja, je nachdem welchen Q-Faktor man annimmt, macht das sogar einen gewaltigen Unterschied bei der Drehung des Sterns. Für OGLE-TR-56b haben wir herausgefunden, dass die kleinen Q-Werte keinesfalls passen. Denn sonst müsste der Stern bei der Position, welche der Planet einnimmt, wesentlich schneller rotieren. Selbst im aller- allerkonservativsten Fall.

Außerdem werde ich den Planeten WASP-18b und seinen Orbit die nächsten 10 Jahre sehr genau im Auge behalten. Wenn er wirklich nur noch am Röcheln ist, dann müsste man in dieser Zeit eine merkliche Abnahme der Rotationsperiode sehen. Hey, das Q direkt zu messen und das innerhalb meiner Lebenszeit, das ist schon verdammt cool.

Ich hab mich schon mehr oder weniger damit abgefunden, dass ich auf meinem Sterbebett liegend meinen Enkeln zuraunen würde: “Ich hab’s Euch doch gesagt! Q > 108! Verdamm mich!”

Danke WASP-18b! Danke, dass Du existierst! Jetzt mach bloß keinen Scheiß und versenk Dich zu schnell in den Stern! 😉
———-
(1)Letter, Nature 460, 1098-1100 (27 August 2009) | doi:10.1038/nature08245;
An orbital period of 0.94 days for the hot-Jupiter planet WASP-18b
Coel Hellier et al. (Research Blogging findet das Paper nicht. WTF?)

(2)P�tzold, M., Carone, L., & Rauer, H. (2004). Tidal interactions of close-in extrasolar planets: The OGLE cases Astronomy and Astrophysics, 427 (3), 1075-1080 DOI: 10.1051/0004-6361:20040258
(3)CARONE, L., & PATZOLD, M. (2007). Constraints on the tidal dissipation factor of a main sequence star: The case of OGLE-TR-56b Planetary and Space Science, 55 (5), 643-650 DOI: 10.1016/j.pss.2006.05.044

Kommentare (36)

  1. #1 Christian A.
    August 28, 2009

    Jooho! Das ist ja mal ein enthusiastischer Eintrag hier. Glückwunsch!

    Fragen hab ich leider nicht, zu gut erklärt 😉

  2. #2 Florian W.
    August 28, 2009

    Gratulation für die Erwähnung in Nature!

    Am Artikel hätte ich doch das eine oder andere zu mäkeln. z.B. So soll man den SpOn-Artikel nicht lesen und dann gibts des öfteren Referenzen darauf – Hä???

    Ferner habe ich das mit der Beschleunigung nicht verstanden. Bei der Eiskunstläufern gibt es die Arme, aber was gibt es im Weltraum? Wenn jemand der Sonne einen Schupps geben könnte und die schneller rotiert, würden dann die Planeten näher zur Sonne wandern?

  3. #3 Ludmila
    August 28, 2009

    @Florian W.:

    Bei der Eiskunstläufern gibt es die Arme, aber was gibt es im Weltraum?

    Gravitationskraft. Das spielt sich hier alles über die Gravitationskraft bzw. einen Anteil davon die Gezeitenkraft ab.

    Wenn jemand der Sonne einen Schupps geben könnte und die schneller rotiert, würden dann die Planeten näher zur Sonne wandern?

    Nein!
    Es geht um Drehimpulserhaltung in einem geschlossenen System. Und das bilden der Stern und Planet hier. Der Drehimpuls entsteht nicht aus dem Nichts, sondern muss von irgendwo her kommen oder irgendwo hin. Im Fall der Gezeiten geht der von den Planeten auf den Stern über. Die Wechselwirkung erfolgt über die Gravitationsfelder von Stern und Planet .

    Wenn von außen eine große Hand kommt und da was anschubst, dann hast Du kein geschlossenes System mehr. Da wird von außen Drehimpuls hinzugefügt.

    Der SpOn-Artikel hat mich halt geärgert. Deswegen hab ich den nebenbei was zerrissen.

  4. #4 Roland
    August 28, 2009

    …na denn Gratulation und dass Du diese Stimmung auch in den Alltag rüberbringen kannst.

  5. #5 beka
    August 28, 2009

    Das Q müsste sich doch über die Temperatur des Sterns bestimmen lassen. Je kälter, desto dicht, desto Q. Die Deformierbarkeit von Metallen hängt ja auch von der Temperatur ab.

  6. #6 Engywuck
    August 29, 2009

    Gratulation zur Erwähnung in Nature. Möge ein Artikel von dir als Autorin darin erscheinen!

    Was ich noch nicht ganz verstanden habe: warum wirkt die Gezeitenkraft hier beschleunigend auf den schwereren Partner und nicht wie beim Erde-Mond-System bremsend? Liegt das “nur” an der extrem schnellen Bewegung oder auch daran, dass Plasma statt Wasser (bzw. Gestein) beteiligt ist?
    Sollte es nur an der Geschwindigkeit liegen: könnte es passieren, dass der “Buckel” sich so langsam bildet, dass der Planet bei der nächsten Umkreisung den Buckel quasi “vor” sich sieht und deshalb den Stern bremst?

  7. #7 Ludmila
    August 29, 2009

    @beka: Äh, Metalle sind aber Festkörper. Sterne bestehen aus Plasma. Das ist ein ganz anderer Aggregatzustand. Schau Dir einen Topf mit Wasser an! Ist 4 Grad kaltes Wasser verformbarer als 70 Grad heißes?

    Die Temperatur spielt zwar auch eine Rolle. Allerdings ist der Effekt bei Sternen einer unter vielen.

    In einem Stern sprudelt und fließt Zeugs und der ist außerdem noch nicht mal homogen aufgebaut. Es gibt verschiedene Schichten. Innen ist er sehr viel dichter als außen und dort fusionieren Elemente. Das alles geht mit der Temperatur in Sternenmodelle ein. Was das für die Verformbarkeit heißt, ist nicht ganz raus,

    Die Verformbarkeit von normalen Sternen muss man erst mal messen.

    Das ist bei Metallen so weit ich weiß gar nicht mal anders. Erst muss man mal experimentell im Labor direkt messen, wie stark sich das Metall bei einer bestimmten Temperatur unter einer genormten Kraft verformt und kann dann erst extrapolieren, wie sich das mit der Temperatur ändert,

    In unserem Sonnensystem gibt es aber keinen riesigen Planeten in entsprechendem Abstand, Desto wichtiger ist WASP-18b. Der könnte hier die Entsprechung eines genormten Laborexperimentes werden.

  8. #8 aebby
    August 29, 2009

    Glückwunsch zum Zitat :-) und danke für den sehr guten Beitrag

  9. #9 antiangst
    August 29, 2009

    Was mag denn passieren, wenn so ein Oschi in den Stern fällt, ist das nur ein Klacks?

  10. #10 MartinB
    August 29, 2009

    Super-Artikel! Einer der besten, die ich hier je gelesen habe. Da quillt dein Enthusiasmus für deinen Beruf förmlich aus dem Monitor.

  11. #11 Geoman
    August 29, 2009

    @ Ludmila Caraone

    Ihre Euphorie angesichts Ihrer Zitierung in der Zeitschrift “Nature” erinnert mich an mediterane Jungbäuerinnen, die eine Marienerscheinung hatten.

  12. #12 Love
    August 30, 2009

    Klingt so alls hätte sich jemand verliebt. 😉

    Wird Ihr Eheman/Freund/Lebensabschnittsgefährte nicht eifersüchtig wenn er den Bolgeintrag liest? Ich wäre das. 😉

  13. #13 Q
    August 30, 2009

    Also allein schon wegen der Formulierungen “feuriger Todestango” und “Todesspirale” kann ich den Spiegel-online Artikel uneingeschränkt zur Lektüre empfehlen! Da kann man sich doch gleich viel mehr drunter vostellen als bei dem ganzen wissenschaftlichen Gelaber da, oder? 😉

  14. #14 Ludmila
    August 30, 2009

    @antiangst: Ach dem Stern macht das nichts. Der schluckt das Ding einfach und rülpst vielleicht mal kurz.

    @Engywuck: Ob die Drehung gebremst oder beschleunigt wird, hängt vor allem von der Differenz der Eigendrehung des Zentralkörpers und der Bewegungsgeschwindigkeit des umlaufenden Körpers ab.

    Dreht sich der Zentralkörper schneller als der Begleiter umläuft, dann wirkt die Gezeitenreibung bremsend.
    Dreht sich der Zentralkörper langsamer als der Begleiter umläuft, dann wirkt die Reibung beschleunigend.

    könnte es passieren, dass der “Buckel” sich so langsam bildet, dass der Planet bei der nächsten Umkreisung den Buckel quasi “vor” sich sieht und deshalb den Stern bremst?

    Nein, so langsam bildet sich der Buckel auch wieder nicht. Selbst die Hebung der Kontinente der Erde zeigen nicht eine so starke Verzögerung. Die Beschreibung mit dem Buckel ist vielleicht etwas irreführend. Eigentlich handelt es sich eher um eine Welle, die da über die Körper hinwegläuft. Der Gezeitenberg bzw. Buckel ist halt der Wellenberg. Und die Festigkeit des Materials bestimmt, wie stark die Schwingung ist und wie diese sich im Bezug zur Anregung (Gezeiten) verzögert. Streng physikalisch gesehen handelt es sich also um eine angeregte gedämpfte Welle.

    @Q: “Todestango” ist tatsächlich eine gar nicht mal so schlechte Beschreibung. “Feuriger Todestango” wirkt aber so, also ob der Planet verbrennen und deswegen sterben würde. Das ist aber schlicht falsch. Gegen verständlich habe ich absolut nichts einzuwenden. Nur wenn es falsch ist, dann nützt es keiner Sau, dass es verständlich ist. Verständlich falsch ist immer noch falsch. Und sorry, wer noch nicht mal das Wort Gezeiten- oder Flutberg bei diesem Thema fallen lässt und das für wissenschaftliches Gelabber hält, der enthält dem Publikum das Wichtigste vor. Das “Warum”

    Es gibt da so etwas wie journalistische W-Fragen: Wer, wie, was, wo und vor allem warum. Wer letzteres vergisst hat, schlicht nicht verstanden, wofür Wissenschaft gut ist. Artikel über Wissenschaft, die das “Warum” vergessen, sind daher meiner Ansicht nach immer schlecht. Egal, wie verständlich sie geschrieben wurden.

  15. #15 Geoman
    August 30, 2009

    @ Love schrieb:

    “Wird Ihr Eheman/Freund/Lebensabschnittsgefährte nicht eifersüchtig wenn er den Blogeintrag liest? Ich wäre das. ;-)”

    Wie recht Sie haben, danke für den Hinweis. Ich hätte besser schreiben sollen:

    “@Ludmila Carone, Ihre Euphorie über Ihre Zitierung in der Zeitschrift “Nature” erinnert mich an Berichte über mediterane Hirtenkinder, die eine Marienerscheinung hatten.”

  16. #16 Ludmila
    August 30, 2009

    @Georg Menting aka Geoman: Sie erinnern sich an die Euphorie von mediterranen Jungbäuerinnen über Marienerscheinungen? Waren die letzten kolportierten Marienerscheinungen nicht aus dem vorletzten Jahrhundert?

    Na, wenn Sie und Ihr Weltbild aus dem vorletzten Jahrhundert stammen, erklärt das vieles. Auch Ihr Bedürfnis sich zu wiederholen, weil Sie einmal im Leben meinen, einen tollen Witz gemacht zu haben.

    Aber wer schon als angeblicher Geograph “mediterran” gleich zweimal falsch schreibt, der muss sich natürlich an den kleinen Dingen im Leben erfreuen. Bei so viel geballter “Kompetenz” bleibt Ihnen halt nur noch, schlechte Witze zu reißen. Und natürlich mit Ihrem Neid und Ihrer Missgunst hausieren zu gehen.

    Es muss für Sie wirklich unglaublich beleidigend und demütigend sein, dass da jemand etwas geleistet hat, was Sie niemals auch nur annähernd auf die Reihe kriegen werden. Das geht nach Ihrem Weltbild natürlich gar nicht. Jeder hat halt gefälligst so klein und unglücklich zu sein, wie Sie es sind.

    Man könnte Sie fast bedauern.

  17. #17 Geoman
    August 31, 2009

    @Ludmila Carone

    Wie ich mit bedauern feststellen, habe Ihren Namen auch schon mal falsch geschrieben. Das sind lässliche Fehler, die sich, wenn sie nicht absichtlich geschehen, ohne viel Aufhebens korrigieren lassen.

    Sie wissen, worauf ich hinaus will. Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass Sie sich über die Maßen freuen, wenn Sie in einer der führenden Wissenschaftszeitschriften zitiert werden. Dies zeigt ja auch, dass Sie als Planetologin in bestimmten Fragen den derzeitigen Forschungsfronten recht nahe sind.

    Sie lehnen sich auf Ihrem Blog (und in Ihren Kommentaren) allerdings auffallend weit aus dem Fenster, wenn Sie über Gott und die Welt oder die Abgrenzung von richtiger Wissenschaft und Pseudowissenschaft reden. Und das scheint mir überhaupt nicht Ihr Spezialgebiet zu sein. Und da haben Sie nachgewiesenermaßen schon viel Unsinn geschrieben, mussten sogar schon ganze aus dem Planetologengelenk geschüttelte Blogbeiträge aufgrund der Einwände von informierteren Kommentatoren zusammenstreichen. Und solcherlei Unsinn oder überheblicher Wissenschaftsaberglauben wird durch eine Zitierung in Nature nun mal nicht nachträglich geadelt. Darauf wollte ich pointiert aufmerksam machen, mehr nicht.

    Wollen wir also hoffen, dass Ihnen Ihre hier zur Schau getragene Euphorie über die Zitierung in Nature (die mich an Berichte über das euphorische Gehabe von Hirtenkindern erinnert, die in Mittelmeerländern eine Marienerscheinung hatten), nicht Ihren kritischen Verstand beeinträchtigt.

  18. #18 Ludmila
    September 1, 2009

    @Geomanaka Georg Menting: Ja, ja, Sie mögen mich nicht. Von Ihnen nicht gemocht zu werden, ist schon fast eine Auszeichnung. Übrigens, was haben Sie eigentlich gegen arme mediterrane Hirtenkinder? Warum müssen Typen wie Sie sich eigentlich mit aller Gewalt irgendjemand suchen, auf den sie meinen herab blicken zu können? Ach, ich weiß es! Wissen Sie es auch?

    Nicht wirklich. Geht ja auch schlecht bei jemanden, der die erstrebenswerte Fähigkeit zur Selbstkritik – das erste Gebot eines guten Wissenschaftlers – für einen Fehler hält.

    Na ja, jetzt ist es langsam gut. Ich hab Ihnen schon mal gesagt, dass ich keinen Bock darauf habe, dass Sie hier kommentieren. Da kommt sowieso nie etwas von Substanz. Im Grunde hat sich Ihre ganze Kreativität bereits in Ihrem ersten Kommentar hier erschöpft. Ihre beiden weiteren Kommentare sind lediglich Plagiate Ihrer selbst, weil Ihnen sonst nichts mehr einfällt.

    Gehen Sie doch wieder zu Jörg Friedrich. Der freut sich sicherlich über Ihren Besuch.

    Ich werde jedenfalls jeden weiteren Kommentar von Ihnen einfach kommentarlos löschen.

    Und Tschüss!

  19. #19 Andrea N.D.
    September 1, 2009

    @Ludmila:
    Gratulation zum Erfolg und vielen vielen Dank für die unglaubliche Begeisterung, die Sie vermitteln. Ich könnte Sie mir gut in der Lehre vorstellen (falls Sie dort nicht sowieso tätig sind).

  20. #20 Jörg
    September 1, 2009

    (Ich werde in dem Paper zitiert! Ha, ich werde tatsächlich in einem Nature-Paper zitiert. La-Ola-tanz! Ja! Zweifelt an den kleinen Werten! Ernsthaft, ich hab heute morgen wirklich in meinen Büro getanzt und das jedem hier unter die Nase gerieben.)

    That’s the spirit! Wenn man etwas hat, worüber man sich freuen kann, soll man das auch tun. Als Wissenschaftler bekommt man weiß Gott wenig genug Anerkennung und sitzt Wochen und Monate vor Problemen, da muss auch die kleinen Erfolgsmomente auskosten.
    Ich hab vor kurzem über ein (Nature-)Paper schreiben wollen, und hab auf der Homepage des Autors nachsehen wollen, manchmal haben die da Bilder die man nehmen darf. Und was sehe ich – die Seite wurde 2006 das letzte Mal ergänzt! Also wenn ich ein Nature-Paper hätte, würde ich als erstes aber mal sehen dass da etwas auf meiner Homepage zu finden ist! (Ok, im Moment hat unser Institut quasi keinerlei nutzbaren Content, was mich sehr stört, aber ich hab auch keine Nature-Paper…und werde nie welche haben).

  21. #21 HUI
    Oktober 2, 2009

    Gratulation zum Erfolg und Danke für so eine ausführliche Erklärung.

    Gibts schon was Neues vom WASP-18b, lebt er noch:)

    Wie groß ist eigentlich der Stern?
    Ok, das mit der Welle hab ich verstanden. Der Stern dreht sich immer schneller und der Planet wird nach innen gezogen und wird dadurch auch schneller.
    Und jetzt meine Frage: Ist es jetzt physikalisch oder was auch immer pflicht, dass beide immer schneller und schneller werden? Kann es nicht sein, dass sich der Stern irgendwann so schnell dreht wie der Planet ihn umkreist?
    Wenn sich beide gleich schnell drehen, dann würde der Planet ja wieder nach außen wandern, da der Stern mit der Zeit ja Masse verliert? (nehm ich jetzt mal an, weil der Stern leuchtet verliert er ja Energie und so hat er dann auch weniger Masse oder?)
    Enstehen große Planeten näher oder weiter entfernt vom Zentralgestirn?
    Würd mich über ein bisschen Aufklärung freuen:)

  22. #22 Ludmila
    Oktober 2, 2009

    @HUI:

    Wie groß ist eigentlich der Stern?

    20% größer als unsere Sonne. Also sehr sonnenähnlich.

    Ist es jetzt physikalisch oder was auch immer pflicht, dass beide immer schneller und schneller werden? Kann es nicht sein, dass sich der Stern irgendwann so schnell dreht wie der Planet ihn umkreist?

    Diesen Fall, dass der Stern irgendwann genauso schnell kreist, wie der umkreisende Körper drumherumläuft, den gibt es tatsächlich. Nennt sich doppel-synchron. Ist aber bei Exoplaneten sehr selten.

    “Leider” kann das WASP-18b nicht retten. Hab ich nachgerechnet. Der Planet schafft es einfach nicht, den Stern schnell genug hochzudrehen bevor er verschluckt wird.

    Wenn sich beide gleich schnell drehen, dann würde der Planet ja wieder nach außen wandern, da der Stern mit der Zeit ja Masse verliert?

    Wenn so eine doppelsynchrone Konfiguration auftritt, hast Du grundsätzlich recht. Nur ist hier nicht die Energie ausschlaggebend. Sondern Drehimpuls. Und die verliert ein Stern tatsächlich allerdings über ein recht komplexes Zusammenspiel zwischen ausgespuckten Plasma (Sternenwind) und dem Magnetfeld.

    Enstehen große Planeten näher oder weiter entfernt vom Zentralgestirn?

    Gute Frage. Sehr gute Frage sogar. Die meisten Forscher vertreten die These, dass die eher weiter draußen entstehen und dann manchmal reinwandern. Ich kenne auch Kollegen, die sehr vehement die These vertreten, dass beide Fälle auftreten können. Und dass die innenliegenden Gasplaneten vor Ort entstanden sind.

    Da wir gerade erst anfangen, weiter draußen liegende Gasplaneten zu finden, muss man wohl die Antwort auf diese Frage vertagen. Vielleicht ergibt sich ein konsistenteres Bild über die statistische Verteilung.

  23. #23 HUI
    Oktober 2, 2009

    Wow. Danke für die ausführliche Antwort.
    Eins noch zu Drehimpuls, damit ich das jetzt richtig verstehe.
    Ein Planet, der sich langsam um seine Achse dreht ist leichter vom Zentralgestirn nach innen zu ziehen, als ein Planet der sich schnell (höherer Drehimpuls) dreht. Hab versucht aus Wikipedia schlau zu werden, aber die Physiksprache versteh ich net so gut.
    Also dreht sich WASP-18bs Sonne immer schneller und er selber dreht sich immer langsamer um seine Achse. Fliegt aber schneller um das Zentralgestirn.
    Kann sich ein Planet dann auch irgendwann zurückdrehen:)

    Ich hab auch gelesen, dass 2 große gasförmige Körper, also Sonne und Gasplanet, Turbulenzen erzeugen können. Und so könnte WASP-18b gerettet werden. Weiß man da schon was? Stimmt das? (ScienceNow war das glaub ich)

  24. #24 Ludmila
    Oktober 2, 2009

    @HUI:

    Ein Planet, der sich langsam um seine Achse dreht ist leichter vom Zentralgestirn nach innen zu ziehen, als ein Planet der sich schnell (höherer Drehimpuls) dreht.

    Nein. Der Drehimpuls, der in der Eigendrehung des Planeten drinsteckt, ist hier nicht entscheidet. Der Planet umkreist den Stern. In dieser Umlaufbewegung, die ja auch eine Drehung ist, steckt viel mehr Drehimpuls drin. Die Stärke des Prozesses hängt vor allem vom Abstand zwischen beiden Körpern ab. Je näher dran, desto schlimmer sind seine Aussichten.

    Kann sich ein Planet dann auch irgendwann zurückdrehen.

    Wenn er in einer doppelt-synchronen Situation ist und der Stern Drehimpuls verliert, dann passiert genau das. Dann würde der Planet wieder nach außen wandern.

    Ich hab auch gelesen, dass 2 große gasförmige Körper, also Sonne und Gasplanet, Turbulenzen erzeugen können. Und so könnte WASP-18b gerettet werden.

    Hör ich das erste Mal von. Keine Ahnung was Du meinst und wie das gehen soll.

  25. #25 HUI
    Oktober 2, 2009

    vllt kann ich einfach kein English. Da steht:
    Some as-yet-unknown manifestation of tidal forces could prolong the planet’s life by as much as 500 million years. That’s because the close and fierce interaction between two large and essentially gaseous bodies could produce turbulence or other effects that could somehow canel out WASP-18b’s orbital deterioration.
    Aso das bedeutet nur, dass er bissi länger lebt. Den letzten Satz versteh ich irgendwie so, dass WASP-18b wieder raus kommt aus seiner schlechten Lage. egal

    Ich hätte noch ne Frage zur Entdeckung. Hab jetzt gelesen, dass es Doppler-Effekt, Photometrie und Astrometrie gibt, um einen Planeten zu entdecken. Die Masse vom Planeten kann sich ausrechnen wegen den ganzen Abweichungen (also wie stark der Stern schwankt, oder das Licht halt verschoben ist oder?) Aber wie weiß man, dass es ein Gasplanet ist? Also wie findet man die Dichte heraus? Und wie weiß man, dass da nicht viele andere Planeten auch dabei sind?
    Ich glaub das waren meine letzte Fragen.
    Nochmals Danke für deine Geduld mir das alles zu erklären.

  26. #26 Ludmila
    Oktober 2, 2009

    @HUI:

    that could somehow canel out WASP-18b’s orbital deterioration.

    “somehow could cancel” *Grins* Nach dem Motto: Keine Ahnung wie, aber irgendwie müssen wir den Planeten retten.Und wenn wir uns irgendwas aus der Nase ziehen. Mit Turbulenzen und so. *mega grins*

    Turbulenzen treten bei der ganzen Geschichte sicherlich auf, nur die sollten die Situation für den Planeten noch brenzliger machen. Die verringern dann nämlich die Dissipationskonstante anstatt sie hochzusetzen, was man bräuchte um den Untergang zumindest aufzuschieben. Dass da ne Interaktion stattfindet, ist klar. Das ist auch das, was wir in den letzten Jahren versuchen, in unserer Arbeit festzumachen.

    Also wie findet man die Dichte heraus

    Du hast eine Detektionsmethode übersehen. Die Transitmethode.
    Guckst Du hier: http://www.scienceblogs.de/planeten/2009/09/und-noch-ne-supererde-um-den-stern-corot7.php
    Oder such mal auf meinem Blog nach Transit. Mit der Methode kriegst Du auch die Dichte heraus.

    Und wie weiß man, dass da nicht viele andere Planeten auch dabei sind?

    Wissen? Solange man nicht nachschaut, gar nicht. Deswegen schaun wir ja nach. Es wäre aber schon seltsam, wenn uns demnächst die Planeten ausgehen sollten.

  27. #27 HUI
    Oktober 2, 2009

    Ok verstehe. Wenn man dann Radius und Masse hat, ist die Dichte nicht mehr fern.

    Gibt es eigentlich schon neue Berechungen oder ist der Zeitraum von WASP-18bs Todes noch immer zwischen 1 Million und 1 Milliarde Jahren?

  28. #28 Ludmila
    Oktober 3, 2009

    @HUI:

    st der Zeitraum von WASP-18bs Todes noch immer zwischen 1 Million und 1 Milliarde Jahren?

    Na ja, neue Berechnungen heißt ja noch lange nicht, dass es tatsächlich so ist. Jetzt kommt es darauf an, die Berechnungen mit Messungen zu verifizieren. Das wird so 10 Jahre oder länger dauern. So ist das eben mit Forschung am Rande des Erforschten. Da wird es jetzt ein Brainstorming geben und sich die Ideen gegenseitig um die Ohren gehauen. Ist eine spannende Zeit 😉

  29. #29 HUI
    Oktober 3, 2009

    Gibt es vllt eine Animation, die WASP-18bs Verhalten gleich kommt?
    Wo man vllt sogar die gezeiten welle sieht?
    Eine Animation nur mit den richtigen, ähnlichen Größenverhältnisse des Planeten und der Sonne wären auch cool. Würd das gern in der Schule herzeigen.

  30. #30 Ludmila
    Oktober 3, 2009

    @HUI: Ich finde es super, dass Du das in der Schule zeigen willst. Aber ich fürchte, solche Animationen gibt es nicht. Auch kannst Du Gezeitenberge nicht wirklich sehen. Auch auf der Erde “siehst” Du ja nicht die Gezeitenberge, sondern mit dem bloßen Auge sieht Du nur dass an den Rändern der Meere Wasser fehlt.

    Wenn man mit Satelliten die Meeresoberfläche hochgenau vermisst, dann “sieht” man den Berg. Wobei Berg maßlos übertrieben ist.

  31. #31 HUI
    Oktober 4, 2009

    schade. keine videos.
    Wir groß ist eigentlich WASP-18b? Ich weiß, dass er 10 Jupitermassen hat, aber das bedeutet ja nicht, dass er 10 mal so groß ist. Da die Dichte ja mit mehr Masse zunimmt, da die Schwerkraft stärker wird oder?
    Oder kann ich einfach sagen das Wasp 10mal größer ist als Jupiter.
    Also WASP-18bs Sonne = 168Mio km durchmesser
    WASP-18bs =1,4Mio km durchmesser

  32. #32 HUI
    Oktober 4, 2009

    Hoops. Die Sonne hat ja 1,4 mio km durchmesser.
    Also sind WASP-18b und seine Sonne fast gleich groß???????

  33. #33 HUI
    Oktober 4, 2009

    Nochmal Hoops. 10 mal mehr masse heißt ja nicht 10 mal mehr durchmesser.
    Wenn ichs mit Volumen rechne komm ich dann auf das 2,15 fache.
    Also stimmen jetzt meine Annahmen,
    dass WASP-18bs Sonne 1,68 Mio km ist und WASP-18b selber 140000×2,15=300.000km groß ist???

  34. #34 Ludmila
    Oktober 4, 2009

    @HUI: Hier sind die Daten über den Stern WASP-18 und den Planeten WASP-18b zu finden:
    http://www.exoplanet.eu/star.php?st=WASP-18

    Die Extrasolar Planets Encyclopaedia ist sowieso die erste Anlaufstelle für alles, was Exoplaneten betrifft.

  35. #35 HUI
    Oktober 4, 2009

    WOW. Dankeschön.

  36. #36 lüQ
    August 24, 2010

    hi super der beitrag, echt toll die seite =)

    das könnt noch ne lange nacht werden XD