Ich lass mal die Woche langsam anklingen. Mit einem Wissenschaftskaberettisten:

Das hier ist auf Englisch und recht gut. Barwitze mal anders:

Aber wir Deutschen haben auch einen recht bekannten und meiner Meinung nach ziemlich guten Wissenschaftskaberettisten:

Angenehm bei Herrn Dr. med. von Hirschhausen – jetzt außer seinem intelligentem Humor – finde ich zwei Dinge:
1. Er ist ein kritischer Denker, der auch mal Homöpathen und Astrologen humorvoll auf die Schippe nimmt.
2. Er hat die Stiftung “Humor hilft Heilen” gegründet und ist Teil des Vereins Rote Nasen Deutschland e.V Kann man für spenden. Muss man aber nicht 😉

Kommentare (31)

  1. #1 ali
    Dezember 14, 2009

    Es gibt sogar eine Facebook Gruppe für Corny Science Jokes.

    If you are not part of the solution you are part of the precipitate!

  2. #2 sil
    Dezember 14, 2009

    Kritisch?
    Hier ist er gemeinsam mit dem who-is-who der Wunderheilerszene aufgetreten:
    http://www.fliege.de/downloads/WoerishofenerHerbst_DetailierteProgramminformation.pdf

  3. #3 sil
    Dezember 14, 2009

    Ich war selber überrascht, als ich das mitbekommen hatte, Ludmila.
    Seitdem kann ich den Herrn Dr. von und zu nicht mehr leiden.
    Schade.

  4. #4 Tobias
    Dezember 14, 2009

    Ich bin von Hirschhausen auch enttäuscht. Anfangs bei Schmidt war er gut, inzwischen ist das unteres Apothekenumschauniveau.

  5. #5 Ludmila
    Dezember 14, 2009

    @sil: Also, mir ist es wichtiger, was er so von sich gibt. Dass war bislang schon eher aufklärerisch und ich hab noch nie erlebt oder gehört, dass er Voodoo-Medizin propagiert. Eher im Gegenteil. Wer weiß, warum er da mit diesen Typen aufgetreten ist. Im Zweifelsfall für den Angeklagten.

  6. #6 MrBaracuda
    Dezember 14, 2009

    Also es ist schon etwas seltsam, dass er sich mit den Personen abgibt. Aber hey, der will auch sein Geld verdienen. 😀 Und eben, was Lidmula sagte: Wir wissen nicht, was er bei dem Vortrag von sich gegeben hat. Vermutlich Weichgespültes. ;D

    @Ludmila

    Schaust du dir jetzt auch die eine Talkrunde an? Ich glaube im NDR ist sie am Wochenende zu sehen. Da ist er jetzt Moderator. Hatten vor zwei, drei Wochen den Rösler da sitzen und das Gespräch zwischen Rösler und Hirschhausen fand ich eine willkommene Abwechslung zu den ewigen Laien- oder Politikergesprächen.

  7. #7 Ludmila
    Dezember 15, 2009

    @MrBaracuda: Die Talkshow kannte ich noch nicht. NDR ist hier nicht so verbreitet. Mal sehen.

  8. #8 MrBaracuda
    Dezember 15, 2009

    Du kannst dir die Sendung “Tietjen und Hirschhausen” evtl. in der NDR-Mediathek unter http://www1.ndr.de/mediathek/index.html anschauen. 🙂 (Auf Mediathek Starten drücken und dann unter T müsste die Sendung schnell zu finden sein.)

    Aber du bist in Frankreich, oder wie war das? Keine Ahnung ob das Angebot dort verfügbar ist. Viel Glück! 😛

  9. #9 Michael Krüger
    Dezember 15, 2009

    Hirschhausen fördert nebenbei auch noch andere Kaberettisten/ Satiriker, wie z.B. Vince Ebert.

    Eine tolle Sache.

  10. #10 Ludmila
    Dezember 15, 2009

    @Michael Krüger:
    1. Das Klima hat sich noch nie so schnell geändert. Na, merken wir da was? Es geht nicht nur um die Größe sondern auch um die Geschwindigkeit der Änderung. Wenn sich etwas so schnell ändert, dann kann man sich schlechter dran anpassen.

    2. CO2 macht den Treibhauseffekt. Das wissen wir jetzt schon mindestens seit 40 Jahren. Eher sogar noch länger. Das ist inzwischen gut abgehangenes Wissen. Wir leben nicht mehr in den 60ern.

    3. Wir navigieren Satelliten so genau, dass wir letztens nen Schnappschuss von Phobos und Deimos zusammen auf’s Bild gekriegt haben. Obwohl weder die Bahn der Sonde noch die Bahn der Monde analytisch lösbar und das System sogar chaotisch ist. Und obwohl die chaotisch sind, kann man dennoch für eine gewisse Zeit hervorragende Voraussagen treffen und außerdem sehr viele Sachen ausschließen.

    Dafür gibt es seit etwa 100 Jahren numerische Lösungen und seit etwa 40 Jahren Computer, mit denen wir diese Lösungen mit extrem guter Genauigkeit hinkriegen.

    Soll ich jemanden lustig finden, der sich was drauf einbildet an 100 Jahre Mathematik vorbei gegangen zu sein? Soll ich jemanden lustig finden, der an die niedersten Instinkte der Menschen appelliert. “Och diese Miesmacher. Lasst uns mal so tun, als ob wir für nichts verantwortlich sind.”

    Der Typ ist im besten Fall uninformiert und im schlimmsten Fall hat der sich seine Meinung schon längst gebildet und filtert alles missliebige aus.

    Okay, damit ist für mich Vince Erbert gestorben. Das ist ein Klimawandel-Leugner der Kategorie II. Er nimmt Klimawandel an sich für real an und leugnet die Begründung und den Konsens der Forscher über die Begründung. Und dann bringt er Zombie-Argumente, die man schon so oft auseinander genommen hat.

    P.S.: Ich hab den Link zu Ihrer Desinformationsseite entfernt. Ich mache hier keine Werbung für die Zombie-Argumente und Verschwörungstheorien, die da durchgekaut werden. Wer unbedingt will, kann sich genügend bescheuerte Seiten dieser Art zusammengooglen.

  11. #11 MrBaracuda
    Dezember 15, 2009

    Eh, ich hab mir den Ebert nie angeschaut, aber das bestätigt nur wieder mein Bild über deutsche Kabarettisten und Komiker. Sind alle scheiße. 😀

  12. #12 Michael Krüger
    Dezember 15, 2009

    @Carone

    Das ist Geschmackssache.

    Mir gefallen jedenfalls die Wissenschaftskaberettisten Hirschhausen und Ebert. Ebert ist soweit mir bekannt ist sogar ein guter Freund von Hirschhausen. Hirschhausen schreibt auch im Buch von Ebert “Denken Sie selbst!” ein Vorwort.

    Zu Ebert

    Vince Ebert wurde 1968 im bayerischen Odenwald geboren, von 1988 bis 1994 studierte er Physik an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und schloss mit der Note 1,7 ab.

    Auf einen Link zu seinem Programm

    Luft anhalten für das Klima – witzig und wahr

    verzichte ich mal. Kann sich ja jeder (der es mag) selbst heraussuchen.

    Kann es sein, dass sie Vorurteile gegen kritisch denkende Wissenschaftskaberettisten haben? Da müssten sie Hirschhausen, als “Freund und Mentor” von Ebert, gleich mit in einen Top werfen.

  13. #13 Michael Krüger
    Dezember 15, 2009

    @Carone

    Warum machen sie aus einer Satire eigentlich gleich eine Klimadebatte?

    Um ihre Fragen zu beantworten

    Zu 1.

    http://williamcalvin.com/img/Dansgaard93.jpg

    Am Ende der letzten Eiszeit ist die Temperatur in Grönland innerhalb von ca. 50 Jahren um ca. 13°F = 7,2°C gestiegen. Ich denke das Ende der letzten Eiszeit war ein globales Ereignis. Oder meinen Sie nicht?

    Zu 2.

    http://i307.photobucket.com/albums/nn314/KruegerMichael/Anthropogenic-GHE.jpg

    Wasserdampf ist THG Nr. 1. Danach kommt natürliches CO2.

  14. #14 Ludmila
    Dezember 16, 2009

    @Krüger: Aha. Meine Argumente und Erklärungen sind Vorurteile und Argumentation aus Unwissenheit oder Ignoranz sind Kritik. Ist klar. Und mir ist es egal, wer wen als Mentor hatte. Ist der Ebert ein Klon vom Hirschhausen? Und selbst wenn. Ich beurteile den Hirschhausen für das was Hirschhausen sagt und den Ebert für das was Ebert sagt. Im Übrigen, ist es schon ein bisschen sehr arrogant von Ihnen mir vorzuschreiben zu wollen, wen ich wieso zu beurteilen habe. Ich wüßte nicht, was Sie dazu befähigen sollte. Ihre wahnsinnig überzeugenden Argumente und Ihr überragendes Wissen oder Ihr ansprechendes Wesen sind es jedenfalls nicht.

    Am Ende der letzten Eiszeit ist die Temperatur in Grönland innerhalb von ca. 50 Jahren um ca. 13°F = 7,2°C gestiegen. Ich denke das Ende der letzten Eiszeit war ein globales Ereignis. Oder meinen Sie nicht?

    Sie schließen von Grönland gleich auf die ganze Welt? Das wäre so als ob sie aufgrund der Temperatur eines Tages die Jahreszeit bestimmen wollten. Es wäre so, als ob sie das Ende des Sommers einleiten wollten, wenn es an einem Tag im Mai kälter ist als 30 Tage zuvor. Im Daten aus dem Zusammenhang reißen, sind sie echt klasse.

    Umgekehrt wird aber ein Schuh draus. Die Eiszeit war global. Das bedeutet, dass es im Mittel kälter war als heute. Ein paar Ausreißer wird es auch da gegeben haben. Es würde mich eher wundern, wenn es keine Ausreißer gegeben hätte.

    Was für ein unwissenschaftliches und unehrliches Argument. Dafür ist mir meine Zeit echt zu schade. Sparen Sie sich also weitere Kommentare dazu. Ich breche die “Unterhaltung” jetzt ab und werde jeden weiteren Ihrer Kommentare mit dem Thema Klima einfach löschen.

  15. #15 Anstandsdame
    Dezember 16, 2009

    @Frl. Carone

    Im Zweifelsfall für den Angeklagten.

    Waaaaas?!

  16. #16 Ludmila
    Dezember 16, 2009

    An den Typen oder die Tpye, der/die sich Anstandsdame nennt.

    Alleine schon das Wort Anstandsdame ist auf so vielen Ebenen frauenfeindlich.
    a) Die Dame stellt das “Ideal” einer Ära dar, in der eine gute Frau als solche definiert wurde, die sich unterordnet und schön die Fresse hält. Eine Frau, die nur nach Äußerlichkeiten aber nicht nach dem Inhalt beurteilt wird.

    b) Dann das Konzept der Anstandsdame. Diese Arroganz sich einzubilden, dass man der Hüter des einzig wahren (TM) Verhaltens – insbesondere des weiblichen Verhaltens – wäre. Eine Anstandsdame ist eine manipulierende Person, die Macht über andere Menschen ausübt, obwohl es sie um Grunde einen Dreck angeht, was erwachsene Menschen tun, solange sie niemandem schaden.

    c) Dann die Anrede “Fräulein”. Es gibt einen guten Grund, warum sie abgeschafft wurde. Weil die meisten Menschen in dieser Gesellschaft inzwischen der Ansicht sind, dass eine Frau auch ohne Mann was wert ist. Die Anrede stammt aus einer Zeit als Frauen als Männern grundsätzlich unterlegen angesehen wurden.

    Also Du komische(r) Typ(). Hier dulde ich keine “Anstandsdamen”. Und ich dulde die Anrede Fräulein nicht. Letzter Warnschuss. Komm mir nicht mit diesem Pseudonym unter und nenne mich nie wieder Fräulein. Ach und sage was zum Thema. Sonst fliegst Du auch raus.

  17. #17 Michael Krüger
    Dezember 16, 2009

    @Caraone

    Bitte nicht aufregen. Aber sie sollten wissen, dass Hirschhausen und Ebert auch zusammen publizieren.

    http://www.audible.de/adde/site/audibleSearch/searchResults.jsp?BV_UseBVCookie=Yes&Ntk=S_Author&Ntt=Eckart+von+Hirschhausen,+Vince+Ebert&N=0

    Hirschhausen führt sogar Regie bei Ebert.

    http://www.reuffel.de/fulldisplay?ISBN=9783821863023

  18. #18 Ludmila
    Dezember 17, 2009

    @Krüger: Und? Soll das etwa heißen, dass die Ansichten des einen zwingend alle vom anderen geteilt werden müssen? Weil sie was zusammen publiziert haben? Führen wir jetzt hier die Sippenhaft ein oder was?

    Und selbst wenn Sie Recht hätten und Hirschhausen diese Fehlinformationen teilt. Dann sind und bleiben es Fehlinformationen. Die werden durch die Person, die sie verwendet auch nicht richtiger.

    Dieses Aufhängen an einzelnen Personen ist ein ganz typisches Anzeichen für Pseudowissenschaft. Fehlt nur noch das “Argument” “Und Einstein hat es auch gesagt.”

  19. #19 Michael Krüger
    Dezember 17, 2009

    @Carone

    Lachen Sie mit dem lustigsten Physiker Deutschlands Lohnt sich Denken wirklich’ Und wenn ja, warum tun wir es so selten’ Und wenn nicht: Warum brauchen wir dann ein so großes Gehirn’ Fürs Essen, zum Schlafen und den Sex jedenfalls nicht, weiß der diplomierte Physiker Vince Ebert, denn hier reicht auch das Rückenmark. Aber, keine Panik, Denken lohnt sich, insistiert er und räumt in seinem neuen Programm auf mit populären Halbwahrheiten und Zweidrittelwissen. Ob TREIBHAUSEFFEKT, Mondphasen oder der Einfluss relativistischer Effekte in Fernbeziehungen – Vince Ebert gibt Antworten und zeigt: Denken lohnt sich.

    Regie: Hirschhausen

    Ich glaube nicht nur, dass Hirschhausen die Ansichten von Ebert teilt, es ist auch so, dass er diese für Ebert ausarbeitet. (Er ist der Verantwortliche für die künstlerische Leitung der Aufführung von Ebert).

  20. #20 Ludmila
    Dezember 17, 2009

    @Krüger: Boah, Krüger, meine Güte, dann sind halt beide in der Hinsicht fehlinformiert. Danke, dann weiß ich, dass ich beide mit Vorsicht zu genießen habe.

    Und jetzt ist Schluss.

    Und wenn Einstein höchstpersönlich genau so einen Stuss erzählen würde, dann wäre es auch egal.

    Davon lösen sich die zugtausend Datensätze von Temperatur, Gletscherausmaßen, Veränderung der Fauna und der Flora, die Baumring-Analyse (bis hin zu den 60er Jahren), Eiskernbohrungen aus Grönland, Nord- und Südpol, Satellitenmessungen etc. pp. auch nicht in Luft auf.

    Denn darum geht es letztendlich. Und nicht darum, wer was sagt.

    Sie hatten jetzt ein paar Kommentare Zeit, sich hier zu verbreiten. Ich denke, selbst der letzte Volldepp hat verstanden, was Sie sagen wollen.

    Dieser diplomierte Physiker hier würgt diese Nicht-Debatte jetzt endgültig ab. Ich hab Kopfschmerzen, noch viel zu tun und daher noch weniger Geduld als sonst.

  21. #21 MrBaracuda
    Dezember 17, 2009

    Noch eine frische Träne vom Ebert auf der Achse der Blöden. Da heult der Arme sich aus, dass die ganzen “Skandale” in der Zeitung in der er seine Kolumne hat nur am Rande erwähnt würden und die jetzt seinen neuesten Erguss net mehr haben wollten.

    Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

    Der Arme ist wohl der großen Klimaverschwörung zum Opfer gefallen! 🙁

  22. #22 MrBaracuda
    Dezember 17, 2009

    Oh, entschuldige Ludmila, gerade den letzten Kommentar von dir gelesen. Ich wollte dein Leiden nicht verstärken. 😀

  23. #23 ff
    Dezember 17, 2009

    “Du siehst aber schlecht aus, was ist denn los?” fragt ein Planet den anderen, antwortet dieser: “Mir gehts ganz dreckig, habe Homo Sapiens.”
    Darauf der eine: “Och, ich dachte schon Du hast was Schlimmes, mach Dir keine Sorgen, das geht schnell vorbei!”

  24. #24 Michael Krüger
    Dezember 17, 2009

    @Baracuda

    Danke für den Link. Den kannte ich noch nicht.

    Ebert zeigt sich wieder mal in Hochform

    “Klimamodelle basieren nämlich allesamt auf komplexen nicht-linearen Systemen. Auch ich habe mich in meinem Physik-Studium mit diesen mathematischen Konstrukten beschäftigen müssen. Das erste, was man dabei lernt ist, dass man Parameter und Wechselwirkungen problemlos so einstellen kann, dass jedes gewünschte Ergebnis heraus kommt. Eine winzige Änderung der Anfangsbedingungen, eine klitzekleine Einflussgröße über den Effekt der Wolkenbildung, und ich kann ihnen beweisen, was immer sie wollen. Ich kann eine weltweite Eiszeit herbeiführen oder eine katastrophale Erwärmung. Klimamodelle sind nichts anderes als die in Formeln gegossene Meinung ihrer Schöpfer. Der Nobelpreisträger Wolfgang Pauli sagte sinngemäß zu solcherlei Taschenspielertricks: „Diese Theorien sind wertlos. Sie sind sogar nicht mal nur schlecht.“”

    Ähnliches hatte ich bereits in meinem Blog geschrieben. Vielleicht hat ja Ebert mit gelesen?

  25. #25 ff
    Dezember 17, 2009

    @Michael Krüger
    Es gibt hier gewisse Parallelen zu Geschäftsanalysen (Stichworte: Datamining, OLAP, Cubes), diese können alles und nichts belegen (ex post), prognostizieren (ex ante) und bestätigen (ex inter).
    Anbieter in diesem Bereich klopfen beim Kunden demzufolge auch zuallererst ab, ob eine fachliche Analyse oder eine spezielle Sicht gewünscht ist, oft müssen sich Entscheider auf Kundenseite absichern.
    Allerdings, allerdings haben diese Modellrechnungen ihren wirtschaftlichen Nutzen, wenn die Erfassung der Parameter bestmöglich erfolgt und konkrete Fragen gestellt werden, die cubemässig bearbeitet werden können.

    Insofern reicht die ebertsche Argumentation nicht aus, um die Klimaprognose in Frage zu stellen.

    Darum ist es wichtig zu ergänzen, dass das Erdklima ein sehr komplexes, “chaotisches” System ist, dass per definitionem nicht prognostizierbar ist.
    Klimatologen mit einer Erwärmungstrendprognose behaupten demzufolge vermutlich unbewusst und sehr mutig, dass sich das Erdklima nicht chaotisch verhält.

    Beste Grüße!
    ff

  26. #26 Ludmila
    Dezember 18, 2009

    @ff @Krüger:
    1. Lesen Sie mal Asimovs the relativity of wrong.

    2. Planeten und Satellitenbahnen sind auch chaotisch, wie ich bereits oben dargelegt habe, und dennoch kann man mit den Unsicherheiten so gut umgehen, dass man Sonden ans Ziel kriegt.

    Chaotisch heißt nämlich in Wahrheit zunächst mal lediglich, dass kleine Änderungen in den Anfangsbedingungen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Aber auch chaotische Systeme müssen sich dem Gesetz der Energieerhaltung beugen und die Ergebnisse können nicht wild durch die Gegend eiern. Energie kommt raus und Energie kommt rein. Die Differenz bleibt im System Erde. Die Erde kann nicht mal eben 3000 Grad heiß werden oder auf -200 Grad abkühlen.

    Von daher liefern Klimamodelle Ergebnisse in dem physikalisch sinnvollen Bereich. Die jede mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreffen kann. Manche sind wahrscheinlicher, manche unwahrscheinlicher und manche sind schlicht unmöglich. Eine nicht-erwärmende Erde ist physikalisch schlicht unmöglich, weil wir nun mal am Treibhauseffekt schrauben und die Heizung aufdrehen. Die Energie wird sich nicht in Luft auflösen und wenn Sie noch so oft wie ein Mantra “Chaos, Chaos” schreien. Wie stark diese Erwärmung ausfällt, ja das kann man wegen dem chaotischen System nicht sagen. Aber dass es eine Erwärmung gibt, ist ziemlich sicher.

    3. Sie tun so, als hätte irgendjemand “Klimaerwärmung” bestellt. Wer denn? Die Ölindustrie? Die Regierung der USA, die in den letzten Jahren alles getan hat, um die Ergebnisse der Klimaforschung kleinzureden? Die Regierungen, die sich jetzt in Kopenhagen schwer tun, minimalste Zugeständnisse zu machen? Eine grüne Weltverschwörung? Diese unheimlich wichtigen Forscher? Weil wir ja alle wissen, dass die Lobby der Automobil-Hersteller sich hinter der Lobby der Klimaforscher verstecken muss? Weil Forscher ja ein Beruf ist, indem man weitaus mehr Geld zu verdienen ist, wie bei einem Managerjob? Aus welchem Parallel-Universum kommen Sie?

    Ich würde Ihnen beiden raten Georg von Primaklima zu besuchen. Der kennt sich wirklich aus.

    Oder diskutieren Sie darüber auf dem Blog von Krüger.

    Hier aber wird jeder weitere Kommentar gelöscht, der nicht unmittelbar mit dem Post oben zusammen hängt. Ich lasse mir von Ihnen beiden nicht eine Diskussion aufzwingen. Und ich bin nicht hier, um Ihnen Klimaforschung zu erklären. Das kann der Georg viel besser.

  27. #27 Michael Krüger
    Dezember 18, 2009

    Etwas zum Thema Kabarett, Wissenschaften und Satire.

    Die heute-show vom 15.12.09 zeigt Mojib Latif in einer (unfreiwilligen) neuen Rolle.

    http://www.youtube.com/watch?v=_mP__O-ZWCY

    Das zeigt auch Klimawissenschafter verstehen Satire und Humor.

  28. #28 Ludmila
    Dezember 18, 2009

    Erinnert mich daran, dass ich die letzte Sendung der “heute show” verpasst habe. Muss ich unbedingt nachholen.

  29. #29 Andi
    Dezember 18, 2009

    Großartig. Der letzte Bar-Witz ist großartig! (Oder nicht? Hihihi)

  30. #30 Anstandswauwau
    Dezember 19, 2009

    @Carone

    Und ich dulde die Anrede Fräulein nicht.

    Meinetwegen.

    Sonst fliegst Du auch raus.

    Und jetzt ist Schluss.

    Ja sicher. So kann man es auch machen. Bitte sehr.

    Hier aber wird jeder weitere Kommentar gelöscht, der nicht unmittelbar mit dem Post oben zusammen hängt.

    Würde auf die freundliche Einladung, etwas zum Inhalt zu sagen, gerne eingehen, wenn es denn in dem Post etwas gäbe, was man diskutieren könnte. Ich habe wirklich nichts gegen Witze, aber darüber diskutieren? Kann es sein, dass Sie falsche Erwartungen an Ihr Publikum haben?

  31. #31 ff
    Dezember 19, 2009

    V.Hirschhausen war mir bekannt, “Kein Teer für Peer”, “Nichtraucher klingt uncool wie Nichtschwimmer”, LOL.
    Was mir gefällt ist das Einbringen der Wissenschaft, die bereits durch ihre Erkenntnisse dahingehend lustig ist, dass viele die wissenschaftlich erkannten Zusammenhänge nicht angenommen haben und dieses Nichterkennen die Politik bewegt, von ihr genutzt wird, und das oft sehr zielstrebig.
    Auch bspw. der Sachverhalt, dass Raucher die Sozialsysteme schützen, wie von v.Hirschhausen mehrfach zitiert, ist vielen unbekannt und hat etwas Lustiges – er ist u.a. auch paradox.

    Ansonsten finde ich den Hirschhausen-Humor ein wenig zu technisch, da mangelt es mir am Anarchistischen und am brachialen Element, das den deutschen Humor, soweit vorhanden, aus Sicht vieler (manche finden den allerdings im Ganzen nicht gut, verglichen mit dem englischen oder jüdischen Humor bspw.) als besonders herausstellt. Helge Schneider, Harald Schmidt, Feuerstein, Hallervorden und Karl Dall sollen hier genannt werden.

    Humor hat etwas mit dem Wissen um das eigene Nichtwissen zu tun, manche Wissenschaftler haben insofern auch einen ganz besonders zynischen und fatalistischen Humor entwickelt, was nicht schlecht sein muss. Ich muss da immer an einen bestimmten Stochastikprofessoren denken, LOL.

    Frage: Referenziert der moderne zeitgenössische Humor (vs. dem altertümlichen/unaufgeklärten Humor, der bspw. mit einem “Der Sklave will nicht hören, man schneide ihm die Ohren ab, muahahahahahahah!” skizziert werden kann) letztlich nicht immer das Wissen um das letztlich immer gegebene Nichtwissen?
    Totalitaristen haben nie Humor oder zumindest nur den oben skizzierten, gell?

    Beste Grüße!
    ff