Entgegen dem, was andere so meinen ūüėČ Bin ich nicht der Ansicht, dass Astronomen bzw. Planetologen die coolsten Bilder haben.

Biologen haben auch was vorzuweisen. Bei aller Liebe zu den unendliche Weiten da drau√üen, sollten wir nicht die Augen vor dem ganz eigenen “Universum” vor unserer eigenen Haust√ľr verschlie√üen.

In der Wikipedia hei√üt es “aktuell ist gerade 1% der Tiefsee erforscht“. Paradoxerweise ist es einfacher, das Weltall zu erforschen als den Ozean. Das Weltall ist halt sehr leer und deswegen kommt auch Information aus gro√üen Entfernungen an. Und selbst wenn etwas nicht ankommt, verr√§t der Vergleich zwischen dem Fehlenden und dem Detektierten bereits ne ganze Menge. In der Tiefsee hat man M√ľhe √ľberhaupt irgendwas zu “sehen”.

Hier mal ein Werbevideo des Zentrums f√ľr Marine Umweltwissenschaften in Bremen.

Sonar ist mir als Methode um im Meer √ľber weite Strecken zu “sehen” noch am Gel√§ufigsten. Wobei Sonare teilweise zumindest Walen zuzusetzen scheinen.. Hier scheint also zu gelten, dass man durch die Beobachtung Gefahr l√§uft, das Untersuchungsobjekt selbst zu ver√§ndern. Das Problem haben wir in der Astronomie & Planetologie eher weniger.

F√ľr mich pers√∂nlich war eine der gr√∂√üten √úberraschungen, die aus der Tieefsee kam, die Existenz von Riesenkalmaren wie frisch aus einer altert√ľmlichen Seemannsgeschichte.

Giant Squid – Caught on Camera pt 1

Hier sind bessere Aufnahmen und die dazugehörige Veröffentlichung.

Das Tier im folgenden Video ist zwar nicht ganz so gigantisch, aber immer noch sehr beeindruckend:

F√ľr andere Seemonster bitte Nils anfunken!

Kommentare (3)

  1. #1 Alexander
    August 20, 2010

    Einen tollen Cephalopoden aus der Tiefsee will ich auch noch mit euch teilen. Der Vampire Squid (toller Name, oder?) hat eine ganz besonders spannende Methode, um sich vor Feinden zu verteidigen, aber seht selbst!

  2. #2 Michael Kr√ľger
    August 21, 2010

    “Hier mal ein Werbevideo des Zentrums f√ľr Marine Umweltwissenschaften in Bremen.”

    Welches man auch als solches betrachten sollte.

    “Sonar ist mir als Methode um im Meer √ľber weite Strecken zu “sehen” noch am Gel√§ufigsten. Wobei Sonare teilweise zumindest Walen zuzusetzen scheinen.”

    Also auf dem FS Meteor gibt es ein Side-Scan-Sonar (Fächerecholot), ein Parasound-System (Sediment/Tiefen-Echolot) und bei geophysikalischen Untersuchungen auch seismische Systeme, die mit bis zu drei Airguns betrieben werden.

    Die gro√üen Airguns entwickeln eine Sprengkraft von 15 kg TNT und werden min√ľtlich gez√ľndet. Das sieht dann so aus:

    http://i307.photobucket.com/albums/nn314/KruegerMichael/Airgun.png

  3. #3 Michael Kr√ľger
    August 21, 2010

    Kleine Ergänzung/Erklärung:

    Von den gro√üen Airgus kommen bis zu drei St√ľck zum Einsatz, die eine Sprengkraft von zusammen 15 kg TNT (je ca. 5 kg TNT) entwickeln. Diese werden hinterm Schiff hergezogen und min√ľtlich – wenige Meter unter der Meeresoberfl√§che – gez√ľndet. √úber die r√ľcklaufenden Schallwellen (welche anschlie√üend mit Hydrophonen aufgezeichnet werden (per Streamer und/oder Ozeanboden-Hydrophonen)) erh√§lt man schlie√ülich Einblick in das Erdinnere.

    Zum Prinzip:

    http://www.bgr.de/fs_sonne/technik/geraete/mehrkanal_airgun.html