Ja, mich hat es auch erwischt 😉 Auch ich bin unter die Geocacher gegangen und von daher freut mich das folgende Event als Weltraum- und Geocaching-Afficionada gleich doppelt: Am 7.November um 5:08 mitteleuropĂ€ischer Zeit wird der geocachende Astronaut Rick Mastracchio zur ISS aufbrechen – und dabei einen so genannten Trackable mitnehmen. Ein TB ist eine kleine Plakette mit einem einzigartigem Code darauf, der mit einem Auftrag versehen von Cache zu Cache reist und den mensch dabei auf einer Karte verfolgen kann. Es gibt sogar einen offiziellen Cache auf der ISS, der vom Weltraumtouristen Richard Garriott ausgelegt wurde.

Allerdings geht es Rick Mastracchio nicht einfach darum seinem Hobby nachzugehen, sondern er will das inzwischen recht populĂ€re Geocachen nutzen, um jungen Menschen das Thema Geographie nĂ€her zu bringen. Es bietet sich auch einfach an Raumfahrt und Geographie und Geocachen zu verbinden. Geocachen wĂ€re ohne GPS nicht möglich und GPS nicht ohne Raumfahrt. GPS –  finde ich – ist ohnehin eine der Anwendungen, anhand derer sich der Nutzen der Raumfahrt und von auf den ersten Blick ‘nutzloser Grundlagenforschung’ recht gut nahe bringen lĂ€sst. GPS wird heutzutage nicht nur in vielen Privat-Autos zur Navigation verwendet, sondern ist inzwischen fĂŒr viele Logistik-Anwendungen unverzichtbar. Außerdem steckt in der GPS-Navigation angewandte RelativitĂ€tstheorie. Wer hĂ€tte das im Jahr 1905 vorhersehen können, dass sich mit so etwas in 100 Jahren Milliarden verdienen lĂ€sst? Wer hĂ€tte selbst 1957 vorhersehen können, dass 50 Jahre spĂ€ter Wettervorhersagen, Rundfunk- und FernsehĂŒbertragungen auf Sputnik-Nachkömmlinge zurĂŒckgreifen wĂŒrden. Und eben Menschen mit einem etwas anderen Hobby 😉

FĂŒr Geocacher jedenfalls ergibt sich zwischen dem 6. und 7. November die Möglichkeit an einem Space-Geocaching-Event (also einem Treffen unter Geocachern) teilzunehmen und dabei ein virtuelles Souvenir abzustauben. In der NĂ€he meines Wohnortes haben ein paar ganz Harte das Event fĂŒr den 7. November zwischen 5 und 6 Uhr morgens angesetzt. Da werd ich dann mal vor der Arbeit vorbeischneien. In der Hoffnung, dass es nicht allzu sehr regnet 😉

Kommentare (6)

  1. #1 MadZab
    Hamburg
    November 7, 2013

    Na wenn er das vorher ankĂŒndigt ist das aber nicht sehr stealthy und die fĂŒnf-sechs Muggels da oben werden ihn bestimmt erwischen!

  2. #2 Ludmila Carone
    November 7, 2013

    Melde: Hab das Souvenir um 5:30 abgestaubt. Es waren erstaunlich viele Geocacher vor Ort: Um die 50. Zwischen 5 und 6 Uhr morgens in der Woche ist ja nicht unbedingt die beste Zeit fĂŒr so ein Event. Aber offensichtlich gibt es doch genĂŒgend VerrĂŒckte in Belgien 😉

  3. #3 Berlin
    Berlin
    November 7, 2013

    Geocaching ist gefÀhrlich:

    http://www.gcwetterau.de/index.php?page=Thread&threadID=2147

    Gruß
    Bernhard

  4. #4 Ludmila Carone
    November 7, 2013

    @Bernhard: Na ja, ich wĂŒrde ja eher sagen, das rumklettern in alten verlassenen GebĂ€uden ist gefĂ€hrlich, nicht? Deswegen mag ich diese Art Verstecke nicht so besonders, die unter Geocachern unter ‘Lost Places’ fallen. Es gab da auch schon Klagen wegen Hausfriedensbruch. Da lasse ich persönlich auch die Finger von und ich hab eh Höhenangst.

    Das sind aber zum GlĂŒck eher die Ausnahmen. Und es wird auch immer weniger. Im Moment reinigt sich da die deutsche und auch die belgische Geocaching-Community stark selbst von Caches mit unerwĂŒnschten Nebenwirkungen, indem inzwischen der Kontakt und die Erlaubnis der Behörden und eventuellen EigentĂŒmern Pflicht ist.

    Ansonsten auf der Gegenseite hab ich Familien mit Kindern getroffen, die super happy waren, weil sie den Nachwuchs nicht mehr mĂŒhsam zu einem Sonntagnachmittag-Spaziergang ĂŒberreden mussten und ich kenne zumindest drei eingefleischte Couchpotatoes und Nerds, die sich auf wundersamer Weise inzwischen selbst bei recht mĂ€ĂŸigem Wetter draußen rumtreiben und bewegen 😉

    Und selbst die Leute, die was dagegen haben könnten: Förster und die Verwaltungen von Naturschutzgebieten und sogar Anwohner sind da eigentlich recht aufgeschlossen und positiv gegenĂŒber eingestellt. Im Rhein-Sieg-Kreis zumindest ist das so und wir haben da nun wirklich eine enorme Cachedichte. Wir kennen den Förster der Wahner Heide, der uns den Segen zum rumlaufen und verstecken gegeben hat oder die Person in der Stadtverwaltung Troisdorf, die uns die Erlaubnis gegeben hat, einen Cache in einen Baum zu legen. Der Cache befasst sich mit Stadthistorie. Der Gemeindevorsteher einer kleinen evangelischen Kirchengemeinde in unserem ehemaligen Wohnort ist happy, dass wir dem Namensgeber des Gemeindehaus einen Cache gewidmet haben. Er hat also absolut nichts dagegen, dass da Leute manchmal den Cache suchen gehen. Sie lernen nebenbei auch was dabei. Sie sollten sich halt nur zu benehmen wissen, nicht? Aber das gilt auch bei jedem Hobby.

    Teilweise sind Leute, die im Naherholungsbereich tĂ€tig sind, selbst als Geocacher aktiv.. Der gesamte Siegtal-radweg von Niederkassel-Mondorf bis Eitorff und die Siegsteigwanderwege sind z.B. von jemandem aus dem TĂ€tigkeitsbereich becacht worden. Ist dementsprechend auch abgesegnet worden. Das Hobby lockt eben auch Leute nach draußen bzw. zu Orten, die sonst links liegen gelassen wĂŒrden. Wir haben dann auch selbst an unserem ehemaligen Wohnort jede Menge PlĂ€tze und geschichtliche HintergrĂŒnde durch das Geocaching entdeckt, die wir sonst nie zu Gesicht bekommen hĂ€tten. Weil zu versteckt. In Lohmar (Rhein-Sieg) gibt es im Wald ein altes V2-TestgelĂ€nde, wo nichts aber auch gar nichts darauf hinweist. Man liefe sogar einfach dran vorbei, wenn der Cache nicht dort lĂ€ge.

    Und auch hier in Belgien entdecken wir soviel. Die hohe Bunkerdichte z.B. und die Geschichte dahinter finde ich recht spannend. Geschichte zum Anfassen eben.

  5. #5 Spritkopf
    November 10, 2013

    Ich kann mir nicht helfen, das Emblem fĂŒrs Space-Geocaching erinnert mich irgendwie an dieses Objekt. 😉

  6. #6 teilzeitastronaut
    November 19, 2013

    Geocaching ist gefÀhrlich

    Das wissen wir schon lange:
    http://www.heise.de/ct/schlagseite/2012/7/gross.jpg