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Dass das Trump-Lager Trumps Vereidigung als die größte Inauguration ever betrachtete ist vielleicht auch mit dem Tunnelblick zu erklären, den man eben in einem “Lager” so hat. Von Trumps Platz aus betrachtet sah es einfach nach einer Menge Leute aus. “Period.” Eine andere Perspektive einzunehmen, ist deren Sache nicht.

Nachtrag 27.1.: Aber offenbar genügt ihnen selbst der Perspektivwechsel nicht, selbst wenn man sie mit der Nase draufstößt. Einige sehen, was sie sehen wollen, egal, wie offensichtlich es ist, wie Jürgen und Joseph auf ihren Blogs  erklären.

Doch auch im Lager der Trump-Kritiker und Gegner passiert das ganz schnell, wenn man nur die richtigen Knöpfe drückt. Gerade erst passiert.

Diesen Clip gesehen?

Erschütternd, oder? Was muss diese Frau mitmachen, aushalten mit diesem Mann? Der Ausschnitt wurde ordentlich geteilt auf Facebook und Twitter nicht selten mit den entsprechenden Kommentaren.

Es sind acht Sekunden aus einem achteinhalb! Stunden Zeremoniell, das man zum Beispiel auf dem Youtube-Kanal des Time-Magazins in Gänze noch einmal sehen kann.

Doch wie so oft löst sich mancher Eindruck ganz schnell auf, wenn man ihn nicht isoliert mit besagtem Tunnelblick betrachtet, sondern im Zusammenhang. Detlef Guertler hat das getan und schreibt auf taz.de unter dem Titel Fake Meme:

“Die Szene spielt (..) während einiger kurzer religiösen Ansprachen kurz nach Trump Antrittsrede. Gerade eben war ein Rabbi dran, jetzt ein christlicher Priester. Die gesamte Personengruppe, die während der Ansprachen im Bild ist, ist während dieser Minuten ruhig und andächtig, hin und wieder auch mit gesenkten Köpfen, wie sich das bei religiösen Worten gehört. Nur in einer Situation kommt es kurz zu Bewegung, ein wenig Klatschen, ein wenig Lächeln. In eben dieser Situation dreht sich Trump zu seiner Frau um. In den Sekunden danach versuchen alle Anwesenden, wieder in die andächtige Stimmung zu kommen, die der Anlass erfordert. Auch Melania.”

Ansehen kann man sich das hier, das Video startet kurz vor der Passage des Clips, gerade wurde von einem religiösen Redner zum nächsten gewechselt:

So ist das mit dem Tunnelblick, es kann jeden erwischen.

Kommentare (85)

  1. #1 Alisier
    24. Januar 2017

    Ich bin mir nicht sicher, wieso ich überhaupt versuchen sollte in Melania Trumps Gesicht zu lesen. Ehrlich gesagt interessiert sie mich nur sehr am Rande.
    Das, was Trump sagt und tut ist relevant. Und da jetzt einen “Tunnelblick” zu suggerieren, nur weil manche meinen, seine Frau bedauern zu müssen, scheint mir recht merkwürdig anzumuten.
    Ist das jetzt der Versuch von “Die einen sagen so, die anderen so”, weil dem armen Trump schon so viel Unrecht widerfahren ist?
    Ich kann lesen und ich kann hören. Um Trump für das zu halten, was er ist, brauche ich weder positive noch negative Homestorys.
    Er wirds schon aushalten, wenn einige ihm eventuell zu Unrecht unterstellen, er behandele seine Frau schlecht, respektive sie fühle sich nicht wohl bei ihm.
    Es geht aber um was anderes, und da hilft dann auch keine Pseudoausgeglichenheit.

  2. #2 Kassandra
    24. Januar 2017

    Richtig ist natürlich, dass es fahrlässig ist, aus einem einzigen Acht-Sekunden-Filmchen ohne Kenntnis des Kontexts weitreichende Schlussfolgerungen zu ziehen, und davor kann man gar nicht oft genug warnen.

    Falsch finde ich es aber, eine offizielle Verlautbarung des Pressesprechers des Präsidenten, die eine nachweisbare Falschangabe enthielt, kurzerhand einem anonymen “Trump-Lager” in die Schuhe zu schieben und zu suggerieren, die Verbreitung des Acht-Sekunden-Videos durch ein ebenfalls anonymes “Anti-Trump-Lager” auf Twitter sei in etwa dasselbe. Das ist es nämlich nicht.

    Man muss übrigens tatsächlich angestrengt suchen, um in dem Gesamtvideo ein paar Momente zu finden, in denen Melania Trump kein Gesicht wie zehn Tage Regenwetter macht. Und meistens knipst sie ihr Lächeln genauso schnell wieder aus wie in der Acht-Sekunden-Sequenz. Das muss nicht heißen, dass sie sich vor ihrem Mann fürchtet, vielleicht drückten ihr auch nur die Schuhe.

  3. #3 hubert taber
    24. Januar 2017

    dieser tunnelblick ist rein garnichts zum tunnelblick von tebartz van elst.
    und viele theoretische- und mathematische-physiker sehen ebenso “durchgeistigt” drein.

    mfg. hubert taber

  4. #4 Dr. Webbaer
    24. Januar 2017

    Fette und so-o richtige Überschrift wie auch richtig erscheinende nachfolgende Analyse.
    Es wird so viel mit Dreck auf Donald J. Trump geworfen, mittlerweile auch sein Privatleben meinend, auch Barron ist mittlerweile angegangen worden, dass es unerträglich ist.

    Dr. Webbaer ist natürlich Trump-Befürworter, es liegt ein geradezu unglaubliches politisches Talent vor, in der BRD vielleicht nur mit Franz Josef Strauss vergleichbar, zwingt sich aber zu Kritik und Differenzierung, was s. E. auch gelingt.
    (Gelang bei FJS übrigens auch sehr gut, auch weil die politischen Sichten, ähnlich wie bei Trump, keineswegs umfänglich geteilt worden sind.)

  5. #5 hubert taber
    24. Januar 2017

    @ 3:
    FJS war doch der der von allen seiten nahm.
    auch für die starfighter F 104 G.
    der hätte auch seine grossmutter verkauft.
    politisches talent?
    mfg.

  6. #6 DH
    24. Januar 2017

    Tunnelblick , kann man wohl sagen. Zeigt , wie dumm man sich auf vermeintlich liberaler Seite anstellt. Das Milieu verdummen , das nutzt immer denjenigen , die das besser und skrupelloser können , und das sind nicht die Liberalen , aber auch nicht die Pseudoliberalen.
    Aber vielleicht geht es ja um etwas anderes , nämlich um persönlichen Karrierismus. Die Leute , die sich aktuell im liberalen Lager breitgemacht haben , haben ja vielleicht gar keine Werte im Sinn wie den der offenen Gesellschaft.

    Vielmehr sind sie Profiteure des status quo und ahnen nicht zu unrecht , daß jede Veränderung ihre Postionen gefährden würde , vor allem gilt das für erhebliche Teile des Journalismus.
    Verschiebt sich die Macht hin zu den Rechtspopulisten , sind diese Leute schnell in ihrer Stellung gefährdet.
    Gibt es aber eine Re-Liberalisierung , gilt dasselbe.

    Deshalb können diese Kräfte gar nicht anders , als ums Verrecken so weiter zu machen wie bisher , in der immer prekärer werdenden Hoffnung , ihre Positionen irgendwie halten zu können , umgesetzt durch den Versuch , immer absurdere Säue durchs Dorf zu treiben.

    Es handelt sich aus Sicht der Karrieristen also durchaus um rationales Verhalten , so dumm es auf den ersten Blick zu sein scheint .Ganz ähnlich wie bei den Akteuren der Finanzwirtschaft.

  7. #7 Joseph Kuhn
    24. Januar 2017

    Korrekte Kritik. Nur diesen Ausschnitt psychologisch zu interpretieren, ist optische Rosinenpickerei. Überschrift und Beitrag insgesamt klingen aber, wie Alisier schon anmerkte, in diesen Zeiten merkwürdig “balanciert”.

  8. #8 Laie
    24. Januar 2017

    Wie immer ist es wichtig und richtig aus der Gesamtheit und unter Berücksichtigung aller objektiven Fakten versuchen eine Einschätzung vorzunehmen, so wie es auch Laie immer tut.

    Das hilft gut gegen den Tunnelblick.

  9. #9 FirstQuant
    24. Januar 2017

    Ich denke dabei auch an ein Bild, auf dem Trump mit den Worten zitiert wird, er würde wenn überhaupt nur als republikanischer Präsidentschaftskandidat antreten, weil republikanische Wähler die dümmsten seien. Die Aussage soll aus dem Jahr 1990 sein. Und ist frei erfunden.
    Ich weiß, dass einige Freunde von mir das geglaubt haben und das zeigt, dass “Fake News” keineswegs immer nur von rechts kommen. Anderes Beispiel: Rudy Giuliani sagte im Wahlkampf, es habe in den acht Jahren vor Obama keine erfolgreichen Terroranschläge in den USA gegeben. Skandal, Giuliani vergisst 9/11!, schrien die Medien auch in Deutschland. Sieht man sich die Rede einmal an, hört man, dass er sich im Satz vorher explizit auf die Jahre nach 9/11 bezieht und damit den Erfolg von Bushs Anti-Terror-Politik aufzeigen wollte.
    Nur weil Trump genügend Anlässe gegeben hat, an seiner Kompetenz und seinem Charakter zu zweifeln, darf man sich nicht dazu hinreißen lassen, selbst vermeintliche Fakten nicht mehr zu prüfen.

  10. #10 Dr. Webbaer
    24. Januar 2017

    Naja, Herr Dr. Joseph Kuhn,

    was wie ‘klingt’ ist halt (“unterliegt halt der”) Psychologie und diese ist ihrem Wesen nach bidirektional [1],
    Sie müssen nicht über sich selbst sprechen, wenn Sie Sachverhalte begutachten, kleine Kommentare beisteuern, wie geschehen.

    Ansonsten hat Ihr Langzeit-Kommentatorenfreund schon verstanden, dass Sie mit derartiger Berichterstattung, die bestenfalls der Yellow Press zuzuordnen ist, ebenfalls nicht glücklich werden.

    MFG
    Dr. Webbaer

    [1]
    Der Psychologe spricht immer auch über sich selbst, seine Seele meinend.

  11. #11 Dr. Webbaer
    24. Januar 2017

    @ Laie :

    Wie immer ist es wichtig und richtig aus der Gesamtheit und unter Berücksichtigung aller objektiven Fakten versuchen eine Einschätzung vorzunehmen, so wie es auch Laie immer tut.

    Dies war abär eine frickin gute Aussage, Chapeau!

    Es gilt Distanz zum Selbst zu finden, wobei diese Feststellung kaum eine Rolle spielt, wenn es um Donald J. Trump geht.

    Insofern hat Dr. W auch ein wenig unnötig auf Dr. Joseph Kuhn weiter oben “herum getrampelt”.

    MFG
    Dr. Webbaer

  12. #12 Laie
    25. Januar 2017

    @Dr. Webbaer,
    war als keiner allgemeiner Hinweis für KollegIn Alisier gedacht, weil ich schon gerne helfe, wo die Froschperspektive zu stark zum Vorschein kommt! :)

    (Vogelperspektive vs Froschperspektive)

  13. #13 rolak
    25. Januar 2017

    Diesen Clip gesehen?

    Nö. Bis auf gerade eben, um zu sehen, ob gesehen. Viel zu viel Ungewißheit bis Interpretationsspielraum.

    Dafür sah ich zB das gif dort – und zur Klassifizierung ‘Tunnelblick, das ist normal’ reicht mir sicherlich nicht, wenn mir das Durchleiden der gesamten zeremonialen Hofberichterstattung aufgedrückt wird, da sollte bitteschön der/die Behauptende Entsprechendes von entsprechenden Gelegenheiten präsentieren.

  14. #14 anderer Michael
    25. Januar 2017

    Wirklich interessant. Im ersten Video denkt man, Trump pfeift seine Frau öffentlich zusammen, was einer Demütigung entspräche. In der zweiten Szene erkennt man, es war eher eine gekünstelte Heiterkeit auf die wieder gebotene nach außen gezeigte Ehrfurcht folgte.

    Mit solchen Dummheiten entwertet man Kritik über Trumpf. Selbst Chelsea Clinton hat den jüngsten Sohn der Familie Trump vor persönlichen Angriffen in Schutz genommen.
    Ich finde den Blogbeitrag keineswegs ” merkwürdig balanciert”. Es ist kein ProTrump Beitrag, er kritisiert Propaganda auf dem Rücken der Familienmitglieder. Warum kann man nicht sachlich diskutieren und wieso sollte ein überzeugter Trumpgegner nicht einen solchen Unfug Blogs stellen dürfen?

    Als die Diskussion über die Zuschauerzahlen aufkam, war ich anfangs sehr skeptisch. Es gibt viel zuviel Propaganda inzwischen und Bildbeweise sind auch interpretierbar und alternativ darstellbar. Ich denke allerdings schon, dass die Zahlen niedriger waren, weil
    1. Das Wetter war schlechter ( glaube ich zumindestens)
    2.Obama hatte nicht den polarisierenden Aussencharakter. Auch ein Gegner hätte dorthin gehen können, um sich die Show anzusehen.

    Aber selbst als überzeugter Trumpanhänger wüsste ich nicht, was ich dort sollte. Kalt, stundenlanges Stehen und immer wieder die gleichen langweiligen Rituale.

    • #15 anderer Michael
      25. Januar 2017

      Nicht ” …einen solchen Unfug Blogs stellen”,

      sondern

      einen solchen Unfug BLOSS stellen.

      Pardon.

  15. #16 Struppi
    25. Januar 2017

    Man muss kein “Trump-Beüfrworter” sein, wenn man die Berichterstattung kritisiert. Diese peinliche “wer hat die größte Vereidigung”-Diskussion zeigt eigentlich nur auf welchen Niveau das ganze sich mittlerweile bewegt.

    Wobei ich aber sicher bin, dass in Punkto Einschaltquoten keiner Trump mehr toppen kann. Die ganzen “Trump-Kritiker” sind ja so stolz darauf diese langweilige Zeremonie angeguckt zu haben und haben daher sicher ihren Teil dazu beigetragen, dass es die “größte Inauguration” jemals war.

    Aber wer hat die Obama Vereidigung oder gar die der Kalnzlerin angeschaut?

    Aber genau so absurd war es, mit welcher Inbrunst über jedes potentielles Mitglied der Regierung berichtet wurde. Ich würde mir wirklich so eine ausführliche Berichterstattung bei der Regierungsbildung hier wünschen.

    Welchen Industriebezug, auf welche Schule, in welcher Jugendorganisation war der oder die Kandidatin?
    Aber nichts dergleichen wird berichtet. Erst wenn eine Kampagne gefahren wird, wie jetzt gegen Holm oder auch gegen Guttenberg, dann kommen solche Rechercheleistung an die Öffentlichkeit.

    Mein Eindruck ist, dass der Journalismus heute tief im Rektum der Poltik steckt und sich dort wohlfühlt. Es geht nur noch selten um Recherche und Erkenntnisse, sondern in erster Linie darum ein Narrativ zu verbreiten. Wie hier in dem Fall: “Trump ist schlecht”
    (die Kampagne stammt übrigens aus dem Wahlkampfbüro von Clinton, was aus den Podestamails ersichtlich ist. Sie dachten Trump [und Cruz] sind solche Narren, gegen die kann sogar Clinton gewinnen und haben sie daher publizistisch im Republikaner Vorwahlkampf positiv unterstützt. Um ihn [den erfolgreichen Kandidaten] dann geschlossen fertig zu machen, damit Clinton gewinnt.)

  16. #18 Alisier
    25. Januar 2017

    “Der Journalismus”….
    Klar, Struppi, es schreiben ja auch alle das Gleiche, von Breitbart bis zur New York Times, von der Deutschen Nationalzeitung bis zur Zeit….
    Irgendein vernünftiger Grund, weswegen behauptet wird, es gäbe nur eine Meinung, und als wäre jede Meinung eine Kampagne?

  17. #19 Dr. Webbaer
    25. Januar 2017

    Mein Eindruck ist, dass der Journalismus heute tief im Rektum der Poltik steckt und sich dort wohlfühlt. Es geht nur noch selten um Recherche und Erkenntnisse, sondern in erster Linie darum ein Narrativ zu verbreiten.

    Der Journalismus, der zwar nicht tief wie beschrieben irgendwo stecken muss, es spielen auch schlichte Wirtschaftsinteressen eine Rolle, ist demokratisiert worden, diese Formulierung wird Herrn Dr. Joseph Kuhn abgenommen, es mag andere gegeben haben, die dies ebenso formuliert haben.
    WebLogs und sog. Social Media steht “Hinz und Kunz” offen und das dortige Tagesschreibertum muss nicht schlecht sein.
    Dr. Webbaer informiert sich zwar über die Standardmedien (die wiederum oft auf Nachrichtenagenturen basieren und kein eigenes Korrespondententum unterhalten, weil teuer, oder nur ein kleines), holt sich Meinung aber fast ausschließlich über sog. WebLogs oder sog. Social Media ab.
    Ein Trendsetter ist Dr. Webbaer nicht, insofern werden dies wohl mittlerweile viele tun.
    “Trumpy” kann bspw. so abonniert werden:
    -> https://twitter.com/realdonaldtrump (vermutlich eine der wichtigsten Web-Ressourcen, haha. überhaupt)
    MFG
    Dr. Webbaer

  18. #20 MartinB
    25. Januar 2017

    @Struppi
    ” Diese peinliche “wer hat die größte Vereidigung”-Diskussion zeigt eigentlich nur auf welchen Niveau das ganze sich mittlerweile bewegt. ”
    Du verkennst Ursache und Wirkung. Dass bei einer Inauguration (die von Obama 2009 hatte übrigens auch höhere Einschaltquoten) Vergleiche mit früheren angestellt werden, ist normal. Nicht normal ist, dass ein Präsident daraufhin einen Pressesprecher hinstellt, um “alternative Fakten” zu verbreiten

    Aber wer Trump bewerten will, muss das nicht an Hand solcher Videos tun (obwohl der Vergleich, wie Obama und Trump jeweils aus ihrem Auto steigen, schon krass ist), dafür können wir auf die Politik schauen:
    https://www.nytimes.com/2017/01/24/us/politics/keystone-dakota-pipeline-trump.html
    https://www.nytimes.com/2017/01/23/world/trump-ban-foreign-aid-abortions.html
    https://www.washingtonpost.com/news/energy-environment/wp/2017/01/23/trump-administration-tells-epa-to-freeze-all-grant\
    s-contracts/?utm_term=.49737eae7647
    http://www.independent.co.uk/news/world/americas/donald-trump-epa-ban-media-blackout-social-media-grants-contracts-late\
    st-a7544276.html

  19. #21 Dr. Webbaer
    25. Januar 2017

    @ Herr Dr. Martin Bäker :

    Nicht normal ist, dass ein Präsident daraufhin einen Pressesprecher hinstellt, um “alternative Fakten” zu verbreiten

    Dies ist ‘normal’ oder Normen bestimmend, Ihnen fällt nur nicht auf, wenn Sie bundesdeutsch derart verkackeiert (mit K geht auch) werden. weil Sie dies gewohnt sind.

    Die Frivolität Donald J. Trumps besteht darin, dass er übliche Maßnahmen der pol. Linken, also u.a. auch Vergackeierung, selbst vornimmt, also selbst Datenlagen zurechtbiegen lässt.
    Spicer lag natürlich sachlich daneben.

    MFG
    Dr. Webbaer

  20. #22 Alisier
    25. Januar 2017

    Der wb und seine Erklärungen…..er sollte wirklich langsam beim Wahrheitsministerium anheuern.

  21. #23 MartinB
    25. Januar 2017

    @Alisier
    Hauptsache, am Ende sind immer die “Linken” schuld.

  22. #24 RPGNo1
    25. Januar 2017

    er sollte wirklich langsam beim Wahrheitsministerium anheuern.

    Da passt doch diese Nachricht, wie die Faust aufs Auge.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nachrichten-am-morgen-die-news-in-echtzeit-a-1130681.html

  23. #25 roel
    *******
    25. Januar 2017

    @RPGNo1 Dazu passt auch die Meldung vom Vormittag, dass Webbaer beabsichtigt in die Politik zu gehen.

  24. #26 Alisier
    25. Januar 2017

    Hoffentlich macht er das wirklich und schwingt für die AfD dann ähnlich durchgeknallte Reden wie die, an die wir uns gewöhnen mussten.
    So eine Art Gauland für Zurückgebliebene.

  25. #27 Dr. Webbaer
    25. Januar 2017

    @ roel :

    Warum berichten Sie nicht sachnah, wenn Sie an anderer Stelle mitgelesen haben?
    Der Schreiber dieser Zeilen versteht dbzgl. Divergenzen nicht.

    Es gilt :
    A) Dr Webbaer wird nicht 2017 in die Politik gehen.
    B) Er wird dies erst ab 2018 tun können, und zwar mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 25 %, also vermutlich: gar nicht.
    C) Er würde, im Falle seines offenen Emergierens, ganz vermutlich zeitnah abgeschossen werden (wobei diese Einschätzung auch für Donald J. Trump gilt, kA warum der “Bopper” hier gesondert hervorgetreten ist, womöglich weil er 70 (Jahre alt) ist und bereit zu sterben).
    Ein großartiger Mensch!

    MFG
    Dr. Webbaer

  26. #28 Alisier
    25. Januar 2017

    Also, wir halten fest:
    wb geht definitiv in die Politik! Denn genau das hat er eigentlich gemeint.
    Und er erwägt, Trump abzuknallen.
    So habe ich ihn verstanden.

    • #29 tomtoo
      25. Januar 2017

      alternative facts (klasse Name für eine Zeitung)
      Der WB will Trump knallen.

  27. #30 Alisier
    25. Januar 2017

    ….und damit bin ich sicher wesentlich näher am vom wb Gemeinten, als er es je an der Wirklichkeit war, wenn er Trump beschrieb.

  28. #31 RPGNo1
    25. Januar 2017

    @Alisier
    Ist dein Kommentar #27 jetzt postfaktisch gemeint, sind das fake news oder alternative facts? Ich komme noch ganz durcheinander bei diesen vielen neuen Begriffen. :)

  29. #32 Alisier
    25. Januar 2017

    That’s the plain truth, I mean it, and you know perfectly well I’m right!

  30. #33 Alisier
    25. Januar 2017

    Und ich bin wb-Experte, das weiß jeder. Deswegen kann ich das, was er sagt synchron übersetzen, damit andere es auch verstehen können.
    Und genau das werde ich ab jetzt regelmäßig tun.

  31. #34 Withold Ch.
    25. Januar 2017

    Ich denke, man sollte die nächsten öffentlichen Auftritte des neuen Präsidentenpaares abwarten. Vielleicht legt sich ja dann auch die Unbeholfenheit, die irgendwie erschütternd war. Man konnte fast Mitleid empfinden.

    Trump überspielt diese Unsicherheit meist mit nassforschem Auftreten, und wird so zu einer Karikatur seiner selbst, was er eigentlich nicht nötig hätte, weil er ausreichend begabt wäre zu politischem Entertainment.

    Seine Frau dagegen friert mimisch (Botox?) und gestisch bei solchen Situationen regelrecht ein, dazu noch das zwar modisch tadellose, aber hellblaue Kleid (farbpsychologisch ungünstig). Vielleicht gewinnt sie mit der Zeit an Souveränität.

    Trump und seine ganze Entourage, sie haben ein Recht auf Anderssein. Ein disqualifizierender Vergleich mit Obama und Michelle ist vielleicht nicht ganz fair, weil die beiden diese ganzen Zeremonien schon zweimal erlebt haben und auf einer Woge der Begeisterung ins Amt getragen wurden, – der neue Präsident hingegen umstrittener nicht sein könnte.

    Persönlich sind mir ihre herzerwärmenden Entertainment-Qualitäten natürlich viel lieber, man muss es wohl als etwas vom Besten bezeichnen, was wir in den letzten Jahren diesbezüglich erleben durften.

    Dazu kommt noch etwas, was möglicherweise unterschwellig auch eine Rolle spielen dürfte: Ein Bildungshintergrund, der unterschiedlicher nicht sein könnte.

    Prahlerische Schlauheit und zweifelhafte Positur treffen auf sichere Gescheitheit und natürliche Überlegenheit.

  32. #35 roel
    *******
    25. Januar 2017

    @Webbaer keine Divergenzen. Ich hatte es nur aus Zeitmangel etwas verkürzt und evtl. ein vielleicht vergessen einzufügen. Ich beobachte das ziemlich neutral.

  33. #36 tomtoo
    25. Januar 2017

    Ich wollte ja eigentlich mal wieder einen alternativen Blick ins Universum richten.
    Aber spannende Zusammenfassung.
    http://www.slate.com/blogs/bad_astronomy.html bzgl. Tunnelblick.

  34. #37 anderer Michael
    25. Januar 2017

    Howdy folks

    Ihr schimpft immer auf den Webbaer. Ohne ihn wäre es manchmal langweilig, er polarisiert und ihr könnt die Sauna rauslassen und euch dabei richtig gutfühlen. Es geht nur um einen alten Slawen , dem ihr Teutonen euch überlegen fühlt.

  35. #38 Alisier
    25. Januar 2017

    Ich möchte, dass der Kerl, solange er ausschließlich narzisstisch um sich selbst kreist und Schwachfug erzählt, einfach verschwindet. Das gilt für Trump, wie für den wb.
    Und nein, es macht mir keinen Spaß, wenn jemand permanent dafür sorgt, alle möglichen Blogs mit seinem ungeistreichen Müll zuzuspammen.
    Ignorieren lässt er sich nur teilweise, weil man Müll eben nicht immer ignorieren kann.
    Er braucht Aufmerksamkeit? Soll er jemanden dafür bezahlen, dass er zuhört.

  36. #39 rolak
    25. Januar 2017

    nicht an Hand solcher Videos

    auf gar keinen Fall, MartinB, sie sind nur – äh, wenn es etwas Positives wäre, würde ich sagen ‘die Kirsche auf der Sahne’, allerdings fällt mir nix entsprechendes Passenderes ein.

  37. #40 Alisier
    25. Januar 2017

    Der Schimmel auf dem längst umgekippten Joghurt?

  38. #41 Laie
    25. Januar 2017

    @Alisier
    Es würde Ihnen nicht schaden, sozial verträgliche Umgangsformen zu erlernen, diese anzuwenden.

    Ausgehend auf dieser Basis wäre es noch günstig, aber kein muss sich argumentativ und inhaltlich zu äußern.

    (Aus anderer Sicht könnte man ebenfalls ihre Beiträge als Müll, und Spam bewerten. Natürlich ersetzt eine solche Äußerung keine inhaltliche Auseinandersetzung.)

    Sie sollten lernen, auch mit Menschen normal zu reden, deren Meinung sich nicht zu 100% mit der ihrigen deckt.

    Haben Sie schon einmal überlegt, ob Sie nicht selbst etwas narrzistisch unterwegs sind?

  39. #42 Alisier
    25. Januar 2017

    @ Laie
    Unterhaltungen mit rechtslastigen AfD- und wb-Sympathisanten führen meist dazu, dass Sie nur noch “Selber” sagen, weil ihnen die Argumente verständlicherweise fehlen.
    Warum machen Sie mit dem wb zusammen keinen eigenen Blog auf? Da können Sie sich dann gegenseitig anschleimen.

  40. #43 Laie
    25. Januar 2017

    @Alisier
    Ihre Aussage wie “Ich möchte, dass der Kerl, …, einfach verschwindet.”

    halte ich für bedenklich.

    Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie etwas nicht lesen wollen, das dann nicht zu lesen. Sie können ja einfach zum nächsten Beitrag übergehen. Es gibt keinen Lesezwang jeden einzelnen Beitrag zu lesen.

  41. #44 Alisier
    26. Januar 2017

    Ich bin nur ehrlich. Wieso haben Sie ausgerechnet als alter AfD- und halber Trump-Fan da was gegen?
    Das hier ist eine Diskussion, falls es Ihnen noch nicht aufgefallen sein sollte. Wenn Blödsinn und Schwachfug da steht, stört das, und wie ich schon sagte: Müll kann nicht immer nur ignoriert werden.
    Gegenwind ist nötig, richtig und wichtig.
    Noch haben Sie noch nicht die absolute Macht.

  42. #45 tomtoo
    26. Januar 2017

    Wieder der Normalisierung “alternativer Fakten”.
    +1
    Den Vorwurf des Tunnelblicks lasse ich mir dann gerne gefallen.

  43. #46 Beobachter
    26. Januar 2017

    Ob “rechter” oder “linker” “Tunnelblick” und jenseits von beschönigenden Gewöhnungs-, Normalisierungs-Tendenzen und Balanceversuchen angesichts der neuen Trump-Ära:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/usa-donald-trump-folter-cia

    Zitat, Auszug:

    “Trump äussert sich positiv über Foltermethoden
    Der neue US-Präsident Donald Trump findet, dass Folter sich durch die Tatsache rechtfertigen lässt, dass sie “funktioniere”. Geltende Gesetze wolle er aber einhalten.
    Der neue US-Präsident Donald Trump hat sich für eine Wiedereinführung brutaler Verhörmethoden offen gezeigt, die von seinem Vorgänger Barack Obama verboten wurden. Er glaube, dass Folter funktioniere, sagte Trump in einem Interview des TV-Senders ABC News. Auf die konkrete Frage nach der Praxis des simulierten Ertränkens von Verdächtigen, bekannt als Waterboarding, entgegnete er, dass Extremistengruppen Gräueltaten an Christen und anderen verübten. “Wir müssen Feuer mit Feuer bekämpfen.””

    “Folter funktioniert” –
    da tobt doch der Wahnsinn – wo bleiben “unsere (vielbeschworenen) westlichen Werte” ?!

  44. #47 rolak
    26. Januar 2017

    Schimmel

    Lässig um O(4) zu harmlos, Alisier, ein Rappen, wo 10 Fränkli angemessen wären. Mehr so wie ‘Köttel in der Jauche’, doch das klingt viel zu niedlich.

  45. #48 Dr. Webbaer
    26. Januar 2017

    Es ist jedenfalls so, dass “mit Tunnelblick” geschriebene Texte, die anscheinend als Verisse wirken sollen, genau diese Wirkung regelmäßig verfehlen.

    @ Withold Ch. :

    (…) der neue Präsident hingegen umstrittener nicht sein könnte (…)

    Ronald W. Reagan war vergleichbar umstritten, die pol. Debatten über ihn waren insbesondere seinerzeit sehr scharf geführt, weil eine militärische Auseinandersetzung mit dem sog. Ostblock möglich schien, die Menschen nachvollziehbar Angst hatten.
    Ein weiterer wichtiger Unterschied zu heute:
    Die Medienlage war so, dass Ron einerseits verdammt und andererseits streng verteidigt worden ist.
    Heute müssen auch in als konservativ-liberal geltenden Medien mit der Leselupe ausgewogene Artikel über Donald J. Trump gesucht werden.

    MFG
    Dr. Webbaer

  46. #49 Alisier
    26. Januar 2017

    Alisier (anerkannter webbaer-Übersetzer):

    Der wb meint, dass alle doof sind, die Trump nicht gut finden.

  47. #50 Dr. Webbaer
    26. Januar 2017

    @ Beobachter :

    “Folter funktioniert” –
    da tobt doch der Wahnsinn – wo bleiben “unsere (vielbeschworenen) westlichen Werte” ?!

    Hier darf bis muss man anderer Meinung sein als Donald J. Trump, allerdings ist auch die politische Linke, die sich manchmal auch liberal gibt, gar liberal verkleidet, bei dem sich Anbahnenden, das eine einzigartige zivilisatorische Herausforderung darstellt, moralisch überfordert gezeigt.

    Hier nur ein Beispiel:
    -> http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/ex-minister-baum-kritisiert-ard-film-terror-ihr-urteil-id12283916.html (K-Probe: ‘Die Würde des Menschen darf nicht qualitativ oder quantitativ bewertet werden. Ein todgeweihtes Leben ist genauso viel wert wie ein Leben mit Zukunft, fünf Leben sind genauso wertvoll wie 50 oder 5.000.’ – Kommentar: Mit dieser leicht erkennbar sittlich höchst problematischen Einschätzung -die notwendigerweise zu erfolgen habende Güterabwägung unterbleibt- wird moralische Überforderung auch der politisch Linken klar)

    MFG
    Dr. Webbaer

  48. #51 Dr. Webbaer
    26. Januar 2017

    *
    allerdings [] [hat sich] auch die politische Linke

  49. #52 Dr. Webbaer
    26. Januar 2017

    @ Alisier :

    Der wb meint, dass alle doof sind, die Trump nicht gut finden.

    Nö, das war jetzt aber eine ganz wilde Projektion Ihrerseits.

    Ganz im Gegenteil, der Schreiber dieser Zeilen hat bspw. mit Clemens Wergin und Hannes Stein, einem ausgewiesenen Liberalen, beide seit langer Zeit bei der bundesdeutschen Welt angestellt, zuletzt ins US-Korrespondentum gewechselt, Hannes Stein schon vor längerer Zeit, zwei erbitterte Trump-Gegner zu beobachten (“zu lesen”), deren Verständigkeit nicht in Frage gestellt wird (anders als bei Marc Pitzke, Spiegel Online, haha).

    MFG
    Dr. Webbaer

  50. #53 Alisier
    26. Januar 2017

    Alisier (anerkannter webbaer-Übersetzer):

    Der webbaer meint, dass er wirklich Ahnung hat, und unterstreicht das durch Namedropping.

  51. #54 Dr. Webbaer
    26. Januar 2017

    @ Alisier :

    Nö, Dr. Webbaer hatte das Vergnügen Herrn Stein im Web ein wenig kennenzulernen, die anderen beiden nicht, aber “name-dropping-fähig” sind die ja “nicht direkt” – und bei dem anderen lag ein Angriff vor.

    Es ist Dr. Webbaer übrigens ebenfalls ein Vergnügen Sie im Web ein wenig kennengelernt zu haben, Sie haben bundesdeutsch und aus seiner Sicht etwas Typisches.

    MFG
    Dr. Webbaer

  52. #55 Alisier
    26. Januar 2017

    Alisier (anerkannter webbaer-Übersetzer):

    Der webbaer meint, dass er noch mehr renommieren muss, weils nicht gereicht hat.

  53. #56 rolak
    26. Januar 2017

    meint, dass alle doof sind

    Das ist doch keine Übersetzung, Alisier, sondern eine Euphemisierung!

    Naja, formal auch eine Übersetzung. Übersetzung? Steh ich drüber.

  54. #57 Alisier
    26. Januar 2017

    Alisier (anerkannter webbaer-Euphemisierer)

    Der webbaer droht auch noch, jetzt aber wirklich eventuell andere Leisten aufzuziehen!

  55. #58 Alisier
    26. Januar 2017

    Alisier (anerkannter webbaer-Versteher)

    Der webbaer versucht gerade zu begreifen, was “Euphemisierung” bedeutet.

  56. #59 Withold Ch.
    26. Januar 2017

    @ Dr. Webbaer # 48

    Klar, Sie sind einer der wenigen Kommentatoren hier, die von allem Anfang auf Trump gesetzt und – wir geben es voller Neid zu – den Great-Again-Jackpot geknackt haben.

    All unsere wohlabgewogenen Überlegungen und rationalen Argumente – von all den berechtigten Befürchtungen ganz zu schweigen – perlen wie gehabt an Ihnen ab, so dass ich mich ernsthaft zu fragen beginne, ob Sie etwas sehen oder “spüren”, was wir, wie oben diagnostiziert, wegen unseres Tunnelblickes eben nicht zu sehen vermögen.

    Konkret: Gibt es vielleicht ein Mittel gegen das STN-Syndrom (Seeing-Trump-negatively-Syndrom), unter dem wir so schrecklich leiden?

    Vieles (oder alles?) liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Wo wir nur einen ziemlich unbeholfenen Möchtegern-Politiker an seiner schrecklichen Trompe-l’œil-Politik herum werkeln sehen, scheinen Sie und andere in ihm den grossen Mann zu feiern, der sich in unbeirrbarer Entschlossenheit und Kühnheit anschickt, den Gordischen Knoten zu durchhauen, dieses unentwirrbar gewordene Geflecht aus faulen Kompromissen, offensichtlich einseitigen Verträgen, aus der Balance geratenen Beziehungen und gefährlich gärenden Verhältnissen, welche das Leben auf unserem Globus mehr schlecht als recht am Laufen halten.

    Haben wir vor acht Jahren, als die Obamas ins Weisse Haus gezogen sind, noch in einer Anwandlung von Bewunderung und Rührseligkeit zu uns gesagt, wie toll, wie wunderbar, auch das ist in Amerika in einer Art später Genugtuung und Gerechtigkeit doch noch möglich, dass Nachfahren von aus Afrika verschleppten Sklaven ins höchste Amt gewählt werden und diese acht Jahre dann auch noch unversehrt überstehen – aber jetzt verdammt, wie haben “wir” es, wie haben es vor allem die Vereinigten Staaten verdient, nun von einem solchen Präsidenten regiert zu werden!

    Vielleicht leiden wir an unserer kognitiven Fähigkeit, die Dinge nun mal so wahrzunehmen, wie sie sind, nämlich übel, quälen uns ob einer Unwilligkeit, andern deswegen wehzutun und glauben stattdessen unentwegt und blauäugig an das Gute im Menschen, an Gerechtigkeit und so.

    Selber schuld, mit Trump hätten wir das alles nicht.

    Warten wir am besten die hundert Tage ab und unterdrücken vorläufig unsere Lust zur Miesmacherei, vielleicht geht’s bald auf den nächst höheren oder tieferen Level, – oder jemand drückt den esc-Button und startet ein anderes, besseres game …

  57. #60 Dr. Webbaer
    27. Januar 2017

    @ Withold Ch. :

    Gibt es vielleicht ein Mittel gegen das STN-Syndrom (Seeing-Trump-negatively-Syndrom), unter dem wir so schrecklich leiden?

    Gute Frage.

    Es muss etwas mit eigener Befindlichkeit zu tun haben Donald J. Trump geradezu zwanghaft schlecht finden zu können.
    Der Mann selbst gibt hierfür zu wenig her, das negativ gesehen werden könnte, er ist ein vglw. sehr moderater US-Republikaner, der auch sozialdemokratisch kann.

    Der Schreiber dieser Zeilen vermutet, es liegt also eine Vermutung vor, dass in der BRD jahrzehntelang die Menschen derart politisch konditioniert worden sind, dass gewisse Flapsigkeit, gewisser aggressiver Humor und ein gelegentlich offensichtliches Zurechtbiegen von Datenlagen einem politisch Konservativen, einem politisch Rechten nicht mehr zugestanden werden können (politisch Linken dagegen sehr wohl).

    MFG
    Dr. Webbaer

  58. #61 Dr. Webbaer
    27. Januar 2017

    PS:

    So wie bei Boris Johnson ganz ähnlich zu beobachten, der ist weder Depp, noch Demagoge.

    Was ist vglw. bspw. bundesdeutsch mit Claudia Roth oder “Ralle” Stegner, die sind doch krawallig mit unseriösem Touch, oder?

  59. #62 Dr. Webbaer
    27. Januar 2017

    PPS:

    Gysi fällt noch ein, der alte tendenziell unseriöse Spaßmacher.

  60. #63 Alisier
    27. Januar 2017

    Alisier (anerkannter webbaer-Übersetzer)

    Der wb meint, dass Deutschland linksgrün versifft ist.

    • #64 anderer Michael
      27. Januar 2017

      Zu Stegner hat Dr.Webbaer recht, oder? Der Mann ist unmöglich!

  61. #65 Alisier
    27. Januar 2017

    Ich hatte Stegner bis jetzt nicht genau wahrgenommen, anderer Michael. Sehr geschickt scheint der Mann nicht zu sein.
    Ich vermute aber, dass der wb ihn nur deshalb nennt, weil er die AfD ziemlich rabiat angegriffen hat.
    Sagen wir es so: wenn der wb irgendwann einen der zahlreichen extrem rabiaten AfD Attacken kritisiert, nehme ich ihn ernst. So bleibt es einseitig gefärbtes Gejammere.

  62. #66 Volker Birk
    https://blog.fdik.org
    27. Januar 2017

    Danke für den Ruf zur Mässigung (auch wenn ich die Sichtweise zur CNN-Kampagne nicht teile)!

    Das ist genau das, was mich stört: das Sturmlaufen, das Empören im Tunnelblick. Es verhindert gerade die notwendige Analyse.

    Zu einem Präsidenten wie Trump dürfte es unter gewöhnlichen Umständen gar nicht kommen. Dringend wäre allerspätestens jetzt endlich angezeigt zu analysieren, weshalb er gewählt wurde. Wo lagen die Fehler, was wurde falsch gemacht, damit so etwas vorkommt?

    Wenn die liberale Gesellschaft nicht endlich in der Lage ist, sich zurück zu nehmen und (auch schmerzhaft) ihre eigenen Fehler zu analysieren, dann werden Führer wie Trump zum Dauerthema werden, und nicht nur in den USA.

    Wo bleibt also diese nun notwendige Selbstkritik und Katharsis? Sie fällt bisher ganz aus.

    Das einzige, was ich sehen muss, ist, dass unsägliche Hetze und brennender Hass ausgelebt werden. Jene verpuffen jedoch – mit etwas Glück. Denn sie sind auch Treibstoff für die nächste Welle der rechten Lauttreter. So spielt man ihnen in die Hände.

    Diesen Kommentar Rudolf Augsteins kann ich jedem ans Herz legen:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-was-wenn-er-erfolg-hat-kolumne-a-1131826.html

  63. #67 Alisier
    27. Januar 2017

    Du glaubst also, dass das bis jetzt niemand zu analysieren versucht, oder wie???
    Nein, natürlich nicht, sondern du hast die Lösung! Selbstkritik! In Angesicht des Polternden Trump….
    Sonst noch was?
    Ich empfehle auch hier nochmal Carlo Strengers Buch “Zivilisierte Verachtung”. Die von Strenger empfohlene Strategie scheint mir vernünftig, nicht nur Trump gegenüber.
    Den Spieß umzudrehen und Trumps Kritiker für dessen Aussagen und Handlungen verantwortlich zu machen, ist ziemlich wirr, aber natürlich in gewisser Weise konsequent, so wie du hier auftrittst.

  64. #68 Alisier
    27. Januar 2017

    Und Trump-Kritikern “Hetze und Hass” vorzuwerfen, aber kein Sterbenswörtchen über den Meister selbst zu verlieren ist Bannon-Sprech.

  65. #69 tomtoo
    27. Januar 2017

    Oh, Oh Augstein und seine Kommentare
    befürchte der meint den Kommentar eh ironisch.

  66. #70 Alisier
    27. Januar 2017

    Und Rudolf Augstein ist tot. Schon recht lange.
    Jakob Augstein richtet sich an jammernde Eliten in den USA.
    Ob dus glaubst oder nicht, Volker Birk: ich gehöre nicht zu den jammernden US-Eliten.

  67. #71 Alisier
    27. Januar 2017

    Und die bissige Ironie in Augsteins Text ist dir auch noch entgangen.

    • #72 anderer Michael
      27. Januar 2017

      Also wenn ich ehrlich bin, empfinde ich, der gute Jakob Augstein meint das ernst und einigen Passagen kann ich etwas abgewinnen.

  68. #73 Laie
    27. Januar 2017

    Es wird die Frage gestellt, warum Trump gewählt wurde. Im Konstrast zur Gegenkandidaten müsste dies doch völlig klar sein, Hillary ist halt unmöglich, undemokratisch und demagogisch.

    Wie die “Demokraten” intern mit Sanders umgingen, sowie die Manipulation eines Fernsehinterviews … zeigt doch, worum es geht und ging, um Wählermanipulation.

    Vermutlich sind die Amerikaner hier nicht so sehr diesen Machenschaften auf den Leim gegangen, wie es in Europa der Fall ist.

    Für den derzeit sehr aktiven Alisier ein kleiner Hinweis für sein unvollständiges Weltbild, ich bin selbst gelegentlich interessierter Gysi- und Wagenknecht-Zuhörer, da diese doch immer wieder etwas Intelligentes beizutragen haben, und nebenbei auch Manieren und Benehmen haben. Vielleicht könnte ich Ihnen die beiden als Vorbild empfehlen, ganz im Gegensatz zu dem was sich bei den Grünen herumtummelt.

    Wagenknecht kennt sich auch sehr gut mit den moslemischen und islamistischen Problemgesellschaften aus, vor der sie warnt. Das sollten sie sich mal anhören, könnte ihnen eventuell helfen.

  69. #74 Alisier
    27. Januar 2017

    Islamophobie ist eine schwere Krankheit, Laie. Gehen Sie lieber zum Arzt, bevor es zu spät ist.
    Ach ja, das Thema ist ein anderes.

  70. #75 Alisier
    27. Januar 2017

    Aber immerhin: in Ihrem Kommentar ist all das drin, was Demokraten motivieren sollte, massiv gegenzuhalten.
    Und zudem der Beleg, dass es vergebliche Liebesmüh wäre, Menschen wie sie ins Boot zurückzuholen.

  71. #76 Laie
    27. Januar 2017

    @Alisier
    Wie schon mitgeteilt sind Schriften, die das Töten von “Ungläubigen”, wie beispielsweise Kopfabschneiden durch einen “Propheten” als Bestandteil einer Religion getarnt doch eher als Kriegsdoktrin zu sehen.

    Was halten eigentlich Sie persönlich von Schriften, die das Töten von “Ungläubigen” durch Kopfabschneiden von ihrem Propheten verherrlichen? Ist das gut, oder doch eher gesellschaftlich problematisch?

  72. #77 Laie
    27. Januar 2017

    Ach ja, das Thema war ein anderes.

  73. #78 Volker Birk
    https://blog.fdik.org
    28. Januar 2017

    @Alisier: Für Trumps Handlungen ist Herr Trump selbst verantwortlich. Aber Augstein analysiert im verlinkten Artikel treffend, wie die liberale Gesellschaft so viele Menschen für ihre Ideen verloren hat, dass ein Mann wie Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt wurde.

    Du wirst übrigens schon wieder persönlich. Schaffst Du es denn wirklich nicht, in einer Diskussion sachlich Deinen Standpunkt zu vertreten? Es ist doch in Ordnung, wenn Du die Dinge ganz anders als ich siehst. Deshalb diskutieren wir doch, um das zu vergleichen und dann etwas zu lernen.

  74. #79 Alisier
    28. Januar 2017

    Lieber Volker Birk,
    ich nehme an, dass du einfach nicht merkst, wann du persönlich und süffisant beleidigend wirst.
    Wenn ich Ähnliches tue, merkst du es aber interessanterweise sofort.
    Gut nochmal anders:
    Wieso sollte man angesichts eines Trump Selbstkritik üben?
    Und ich halte das Prinzip “Zivilisierte Verachtung”, wie es von Carlo Strenger vertreten wird, für weitaus sinnvoller als in Selbstkritik zu verharren.
    Ich kann gerne heute abend die entscheidenden Punkte des Prinzips per Zitat zusammenfassen. Vielleicht ist das als Diskussionsgrundlage gar nicht so schlecht.

  75. #80 Alisier
    28. Januar 2017

    Und Laie, nochmal:
    Islamophobie ist eine Krankheit und mit Muslimhetze disqualifizierst du dich auf Dauer selbst.
    Kritik an Ideologien zu üben ist wichtig, Hetze und pauschale Verunglimpfung von Menschengruppen hingegen hat mit differenzierter Kritik nichts zu tun, und wird zu Recht vom Großteil der Gesellschaft konsequent abgelehnt.

  76. #81 tomtoo
    28. Januar 2017

    Dem Augstein macht es Spass über die “Gutmenschen” zu lästern. Er machts auf seine Art in dem Artikel. Das sollte eigentlich Auffallen. Voraussetzungen ist man hat schon einige Artikel von ihm gelesen.

  77. #82 Alisier
    28. Januar 2017

    “Ich definiere zivilisierte Verachtung als eine Haltung, aus der heraus Menschen Glaubenssätze, Verhaltensweisen und Wertschätzungen verachten dürfen oder gar sollen, wenn sie diese aus substanziellen Gründen für irrational, unmoralisch, inkohärent oder unmenschlich halten.
    ZIVILISIERT ist diese Verachtung unter zwei Bedingungen: Sie muss erstens auf Argumenten beruhen, die zeigen, dass derjenige, der sie vorbringt, sich ernsthaft darum bemüht hat, den aktuellen Wissensstand in relevanten Disziplinen zu reflektieren; dies ist das Prinzip der verantwortlichen Meinungsbildung. Zweitens muss sie sich gegen Meinungen, Glaubensinhalte oder Werte richten und nicht gegen die Menschen, die sie vertreten. Deren Würde und grundlegenden Rechte müssen stets gewährt bleiben und dürfen ihnen unter keinen Umständen abgesprochen werden. Zivilisierte Verachtung ist die Fähigkeit, zu verachten, ohne zu hassen oder zu dehumanisieren.”
    aus:
    Carlo Strenger, “Zivilisierte Verachtung”, Seite 21
    Fortsetzung folgt

  78. #83 Laie
    30. Januar 2017

    @Alisier
    Lesen Sie genau, wenn ein Text kritisiert wird, dann wird ein Text kritisiert. Wenn Handlungen kritisiert werden, dann werden Handlungen kritisiert.

    Siehe dazu auch Beitrag derzeit #76, indem eine konkrete Frage zu einem Text gestellt wurde.

    Bitte schärfen Sie ihre Leseverständnis und halten Sie sich von Texten fern, welche mit den westlichen demokratischen Werten unvereinbare Handlungsweisen und Einstellungen vorschreiben oder empfehlen.

  79. #84 Mark
    30. Januar 2017

    “Erschütternd, oder? Was muss diese Frau mitmachen, aushalten mit diesem Mann?”
    Melania Trump wird von vielen Trumpgegner genauso gehaßt wie ihr Mann. Schwer zu glauben, wenn ich lese, sie müsse diesen furchtbaren Mann ertragen.

  80. #85 Alisier
    30. Januar 2017

    Laie, wenn du gar nichts verstehst, dann darfst du einer Diskussion auch fernbleiben, ok?
    Und jedes Mal wenn du hier oder woanders auf Muslime schimpfst, oder andere Menschen pauschal verunglimpfst, kriegst du Gegenwind. Verstanden?
    Das ist ein Versprechen, das ich zu halten gedenke.